In Essen gibt es ein neues Hotel namens Atlantic Congress Hotel, direkt zentral neben der Messe am Grugapark gelegen. Es unterstreicht neben vielen anderen architektonischen Neuheiten den Wandel der Stadt. Das Atlantic, das zu einer Gruppe von Hotels gehört, die eher im Norddeutschen zu finden sind – Bremen, Bremerhaven, Kiel oder Lübeck –, hat eine klare Ausrichtung. Das wird auch direkt offensichtlich, wenn man neben dem Empfang in den Saal schaut, an den sich ein halbes Dutzend Konferenzräume anschließen. Der Standard ist sehr gut und die Küche auch. Zur Ausrichtung des Hotels gehört jedoch nicht die Ambition, einen Michelin-Stern zu erobern, sondern Tagungen und Messen sind das Thema.

So mag es verwundern, dass man im Souterrain in Zukunft auf einen der feinsten Weinkeller der Region treffen wird. Es ist dem Eigner der Hotelkette zu verdanken, dass der geneigte Weinliebhaber in Essen wie auch in den weiteren neuen Hotels der Gruppe in Bremen, Kiel oder Lübeck auf eine außergewöhnliche Auswahl an gereiften Gewächsen aus dem Bordeaux und Kalifornien, in geringerem, aber ebenso exklusivem Maße auch aus Spanien, Italien oder Australien treffen wird.

Da nun ein klassisches Kongresshotel wie das Atlantic Essen nicht mit einem hauptberuflichen Sommelier ausgestattet ist, haben wir den Part übernommen, uns um den Keller zu kümmern, um das Konzept und die Ausrichtung ebenso wie um die Organisation von Veranstaltungen in der Vinothek. Dies wird noch ein wenig dauern und ich werde hier die Neuigkeiten posten. Ziel ist mit Sicherheit, die Weine der Vinotheken online abzubilden, damit Interessenten direkt auf die Weine zugreifen können, um diese im Vorfeld eines Besuches sichten und buchen zu können.

Am Freitag jedenfalls haben wir die Befüllung der Klimaschränke fertiggestellt. Das hat durchaus Freude gemacht, hat man doch selten Weine wie den 1961er Beaulieu Reserve Cabernet Sauvignon in der Hand oder einen 1970er Mayacamas. Auch Château Montelena ist dabei und man kann fast die legendäre Probe von Paris abbilden.

In der mehrere tausend Flaschen umfassenden Sammlung liegen allein von Parkers 100 Punkte-Weinen, um noch ein wenig mehr Interesse zu wecken, beispielsweise:


später mehr …
1. – Marqueee
10/Mai/10 16:14 Kommentar
Ohmeingottohmeingottohmeingott!
(sprach's und fiel hyperventilierend vorüber)
2. – Christoph
10/Mai/10 17:24 Kommentar
So ging es mir auch als ich das sah.
3. – eline
11/Mai/10 08:53 Kommentar
Ich war schon beim La Chapelle von Jaboulet halb bewusstlos und musste mich erst wieder mal erholen. Wer darf das bloss alles trinken? Ich hoffe, die künftigen Kongressteilnehmer haben eine Ahnung von wirklich gutem Wein. Schön, wenn man sich beruflich mit solchen Schätzen beschäftigen darf!
4. – Christoph
11/Mai/10 15:12 Kommentar
Eline,
ich denke, dass die Vinothek relativ unabhängig vom Tagesbetrieb laufen wird und nur auf Anmeldung geöffnet wird.