Jahrhunderte lange war es der Normlazustand, dass Rebsorten bunt gemischt im Weinberg angebaut wurden. Das hat sich ebenso geändert wie die Art der Rebsorten und ihre Originalität. Denn mit der Reblausplage kam das Aus der wurzelechten Reben. Heute gibt es von diesen nur noch wenige auf sandigem Boden oder reinem Schiefer. Wenn dann Wurzelechtheit und Gemischter Satz zusammentreffen, ist dies fast so etwas wie eine Freakshow. Da mischen sich Möhrchen und Roter Silvaner, Putzschere und Blauer Kölner. Ausserdem gibt des gibt einen, der die Weine aus diesen teils uralten Weinbergen zu einem denkwürdigen Weinabend zusammengetragen hat. Darüber mehr drüben, im Blog vom Don.
Dabei möchte ich nicht unerwähnt lassen sondern geradezu darauf hinweisen, dass mein Freund Torsten die Veranstaltung ebenfalls besucht hat und gestern im Rahmen der Weinrallye zum Thema Exoten einen Artikel verfasst hat, der im Gegensatz zu meinem noch stärker auf die einzelnen Weine eingeht. Hinzugekommen ist der Beitrag von Matthias Neske. Wer wirklich alles zu diesem Abend lesen und sich auf ein akademisches Niveau schwingen möchte und nicht feuilletonistisch unbestimmt wie bei mir, der sollte seinen Beitrag lesen. Und weil das Foto vom Matthias Adams vom Weißen, Jahrhunderte alten Orléans aus seinem Weinberg am Disibodenberg so schön ist, gibt es das hier noch mal in voller Größe.
Der letzte, diesjährige Artikel beim Don Alphonso beschäftigt sich diesmal mit deutschen Weinen zum Fest. Vor allem nach Champagner- und Bordeaux-Alternativen habe ich gesucht – und gefunden.
Alles Weitere hier.
Beim Don beschäftige ich mich heute mit einigen Exoten die hier in Deutschland den Status des Wein-Asylanten innehaben. Man nennt es hier Versuchsanbau, und da es die Länge des Artikels gesprengt hätte, habe ich mich auf Pfälzer Weine beschränkt. Doch schon dort finden sich Tempranillo und Pinotage, Nebbiolo, Sangiovese und Lagrein in trauter Eintracht neben altbekannten Sorten. Besonders hervorzuheben ist der Syrah von Knipser, eine beeindruckende Flasche deutschen Rotweins, die noch mal eine eigene Würdigung erfahren wird.
Im letzten Gastartikel bei Don Alphonso habe ich den ehrwürdigen Romanée-Conti gewürdigt. Allein, dass mag der Maßstab für fast perfekte Weine sein, mit unserer Alltagsweinrealität haben solche Tropfen rein gar nichts zu tun. Was aber kaufen, wenn man mal was Gutes aus dem Burgund genießen möchte? Die kleine Auswahl von Burgundern unter 20 Euro führt mich vom Chablis über Vézelay und Marsannay ins Mâconnais. Aber lest selbst…
Thomas Picos Chablis der Domaine Pattes Loup gibt es auf Anfrage bei Sébastien Visentins Vin sur Vin in Berlin, den Chablis von de Moor und die Weine der Domaine de la Cadette gibt es bei Vin Vivants von Alexander Zülch, die Burgunder von Sylvain Pataille hat die Weinhalle von Martin Kössler, eine Auswahl von Céline et Laurent Tripoz gibt es bei ProBiowein und Alexandre Jouveaux habe ich schließlich in Belgien bei terroVin gefunden, Wouter de Bakker liefert jedoch auch recht günstig nach Deutschland.