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	<title>originalverkorkt &#187; Dessertweine</title>
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	<description>flüssige und überflüssige Eskapaden</description>
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		<title>Präsentation der 2007er Vintage Ports in Leverkusen</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 13:06:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abschweifungen]]></category>
		<category><![CDATA[Dessertweine]]></category>
		<category><![CDATA[Portweine]]></category>
		<category><![CDATA[Rot, Portugal]]></category>
		<category><![CDATA[Rotweine]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich möchte mich an dieser Stelle gerne bei Axel Probst, World of Port, und dem Portweininstitut IVDP für die Möglichkeit bedanken, sehr intensiv die 2007er Vintage Ports verkosten zu können. Eine solche Zusammenkunft von Spitzenerzeugern, die meist auch noch direkt ihre Late Bottled Vintages mitgebracht hatten, dürfte ein Novum gewesen sein.

Im Kasino von Bayer in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich möchte mich an dieser Stelle gerne bei Axel Probst, <a href="http://www.worldofport.de/EN/index.htm" target="_blank">World of Port</a>, und dem Portweininstitut <a href="http://www.ivp.pt/index.asp" target="_blank">IVDP</a> für die Möglichkeit bedanken, sehr intensiv die 2007er Vintage Ports verkosten zu können. Eine solche Zusammenkunft von Spitzenerzeugern, die meist auch noch direkt ihre Late Bottled Vintages mitgebracht hatten, dürfte ein Novum gewesen sein.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-1258" title="port_probe" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/02/port_probe.jpg" alt="port_probe" width="570" height="355" /></p>
<p style="text-align: justify;">Im Kasino von <em>Bayer</em> in Leverkusen waren, ich hatte es kürzlich angekündigt, alle großen Namen wie <em>Niepoort</em>, <em>Delaforce</em>, <em>Cockburn</em>, <em>Taylor&#039;s</em>, <em>Royal Oporto</em> vertreten genauso wie viele kleine Produzenten, von denen ich teils noch gar nicht gehört hatte. <em>Feuerheerds</em> zum Beispiel, <em>Passadouro</em> oder <em>Duorum</em>.</p>
<p style="text-align: justify;">Ohne mich auch nur entfernt als Spezialist dieser Weine aus dem Douro-Tal bezeichnen zu dürfen, sind mir doch einige Güter aufgefallen, die ich hier zumindest kurz auflisten möchte. <em>Niepoort</em> beeindruckt – wie immer? – durch herausragende Qualität. Neben ihm am Kopfenende stand <em>Passadouro</em> mit drei Ports, die mir ausgesprochen gut gefallen haben, ein Tisch weiter die Weine der Familie <em>Symington</em>, <em>Warre&#039;s</em>, <em>DOW</em>, <em>Quinta de Vesuvio</em> mit außerordentlicher Qualität. Direkt ums Eck ein kleiner Erzeuger namens <em>Duorum</em>, aus der Reihe fallend mit mineralisch-würzigem Port sehr eigenen Stils. Weiterhin beeindruckt haben mich LBV, Silval und Noval, der <em>Quinta do Noval </em>mit mineralisch, eukalyptisch-kühlen Weinen mit feiner Würze und zurückhaltender Süße – ein schöner Gegenpart zu fast gezuckert wirkenden Weine, wie sie beispielsweise <em>Andresen</em> produziert hat.</p>
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		<title>Jahrgangspräsentation bei Florian Weingart</title>
		<link>http://www.originalverkorkt.de/2009/05/jahrgangspraesentation-bei-florian-weingart/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 May 2009 12:13:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dessertweine]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Weingüter]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss, Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Weissweine]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin der Meinung, dass Florian Weingart 2007 den bisher homogensten und beeindruckendsten Jahrgang seines Winzerlebens hervorgebracht hat. Da hat alles gestimmt, auch wenn er es sicherlich noch mal übertrumpfen wird.

Der 2008er dagegen ist weit schwieriger. Zunächst musste er die Weine feinentsäuern, ich weiß nicht, ob es in anderen deutschen Gebieten ebenso der Fall war, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin der Meinung, dass <em>Florian Weingart</em> <a href="http://www.originalverkorkt.de/2008/06/die-weine-von-florian-weingart-2/" target="_blank">2007</a> den bisher homogensten und beeindruckendsten Jahrgang seines Winzerlebens hervorgebracht hat. Da hat alles gestimmt, auch wenn er es sicherlich noch mal übertrumpfen wird.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/bopparder_hamm_2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-630" title="bopparder_hamm_2" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/bopparder_hamm_2.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a></p>
<p>Der 2008er dagegen ist weit schwieriger. Zunächst musste er die Weine feinentsäuern, ich weiß nicht, ob es in anderen deutschen Gebieten ebenso der Fall war, er kam nicht umhin, der natürliche Säureabbau hat irgendwann gestoppt. &#034;Eine Ironie der Natur ist es, dass gerade in Jahren mit höherer Ausgangssäure der<br />
natürliche Säureabbau durch Milchsäurebakterien, der im vergangenen Jahr oft spontan einsetzte, ausbleibt, sodass ich gegen mein selbst gegebenes Gesetz verstoßen habe, Prädikatsweine nicht zu entsäuern und es hier sozusagen beichte.&#034;</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/florian_weingart_im_gespraech.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-631" title="florian_weingart_im_gespraech" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/florian_weingart_im_gespraech.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a></p>
<p>Den Weinen fehlt, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, die Eleganz des letzten Jahrgangs. Dagegen sind sie deutlich frischer, deutlich klassischer Riesling mit immer noch relativ hohem Säureanteil. Vielen wird dieser Wein nicht behagen, und wenn man die trockene <em>2007er Ohlenberger Spätlese </em>gegen die von 2008 stellt, sind es zwei völlig unterschiedliche Weine, wenn auch die Herkunft, das Floral-tropisch-Würzige des <em>Ohlenbergs</em> im Gegensatz zu den Aprikosenrieslingen der <em>Feuerlay</em> durchaus lagentypisch bei beiden gleich ist. Dagegen fehlt im 2008er die Tiefe und der Schmelz, der den 2007er <em>Ohlenberg</em> auszeichnet. Dieser wurde, wie auch diverse andere 2007er, wieder präsentiert und zeigt sich deutlich entwickelter, man könnte sagen erwachsen.</p>
<p>Die trockenen Spätlesen aus <em>Feuerlay</em> und <em>Engelstein</em> fallen gegenüber dem <em>Ohlenberg</em> ab, einzig die <em>Feuerlay</em> Spätlese mit * überzeugte mich, das war nicht ihr Jahr, mit Sicherheit auch ein Grund, warum Weingart diese Weine nur trocken und nicht etwa feinherb und süß ausgebaut hat. Das wiederum hat er beim <em>Ohlenberg</em> getan und der <em>Ohlenberg</em> mit über 80 g Restsüße und 10 g Zucker ist in seinem markanten Süß-Säurespiel mit Blumen, Gewürzen, Mineralen und Frucht der Wein des Tages.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/weingart_2008.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-632" title="weingart_2008" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/weingart_2008.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a></p>
<p>Wirklich schön zeigten sich der 2007er Jahrgang und die Restposten an Spät- und Auslesen aus den Jahren 2004 und 2005. Für um die 8 Euro findet man hier, wenn man hinfährt, gereifte Weine von ausgezeichneter Qualität. Und ein Plausch mit diesen sympathischen Winzern lohnt sich immer.</p>
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		<title>Clemens Busch bei FUB in Siegburg &#8211; Teil 2</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Mar 2009 12:47:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bioweine]]></category>
		<category><![CDATA[Dessertweine]]></category>
		<category><![CDATA[Händler]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Weingüter]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss, Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Weissweine]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte Clemens Busch vor allem trockenen Riesling produzieren. Daran hing und hängt sein Herz. Wirklich bekannt, in gewisser Weise berühmt geworden ist er aber vor allem für seine edelsüßen Qualitäten. Ob im Eichelmann oder Gault Miliau (99 Punkte für die TBA 2007 aus der Pündericher Marienburg), ob Wein-Plus oder Stuart Pigott. Alle haben sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte <em>Clemens Busch</em> vor allem trockenen Riesling produzieren. Daran hing und hängt sein Herz. Wirklich bekannt, in gewisser Weise berühmt geworden ist er aber vor allem für seine edelsüßen Qualitäten. Ob im <em>Eichelmann</em> oder <em>Gault Miliau</em> (99 Punkte für die TBA 2007 aus der Pündericher Marienburg), ob <em>Wein-Plus</em> oder <em>Stuart Pigott</em>. Alle haben sie ihn längst entdeckt und er wird gefeiert.</p>
<p>Der Botrytisbefall sucht die Hänge der <em>Marienburg</em> erst seit etwa einem Jahrzehnt heim und so sind diese edelsüßen Weine eigentlich noch ein Novum im Keller des Ehepaars Busch.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/03/puendericher_marienburg.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-581" title="puendericher_marienburg" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/03/puendericher_marienburg.jpg" alt="" width="500" height="282" /></a></p>
<p>Nach einer ausufernden Käsepause, in der es einen opulenten, botrytisschwangeren 2006er Riesling aus der <em>Marienburger Falkenlay</em> zu verkosten gab, läutete der <em>Riesling vom roten Schiefer 2007</em> die fruchtsüßere Riege ein. 13 Gramm Restzucker als Basis für einen relativ zurückhaltenden würzig-mineralischen, harmonischen Wein.</p>
<p>Der <em>Fahrlay</em> aus der <em>Marienburger Ersten Lage</em>. Eine Spätlese vom blauen Schiefer mit einer dichten Nase aus hellen Früchten mit leichter Würze. Feine Säure, viel Minerale – muss ich es immer wiederholen? Die Weine, alle Weine strotzen mehr oder weniger davon. Aber wie unterschiedlich wirkt sich die Farbe, die Beschaffenheit des Schiefers aus? Der Blaue hier führt zu deutlicher Astringenz – hat dafür aber auch schon einiges an Schmelz, was den Wein jetzt schon in jungen Jahren sehr rund wirken lässt.</p>
<p>Der <em>Falkenlayer Riesling</em> aus der ebenfalls Ersten Lage wirkt dagegen viel dunkler als der helle <em>Fahrlay</em>. Er ist deutlich würziger – grauer Schiefer – noch heftigere, ungezügelte Mineralität, Steinobst, eingemachtes Steinobst, etwas Botrytis, 20 Gramm Restzucker und auch hier viel Schmelz. Für mich im feinherben Segment der Wein des Abends, den ich in den Keller legen möchte, um zu sehen, was in den nächsten Jahren passiert.</p>
<p>Die beiden edelsüßen Weine bildeten dann den dritten Teil des Abends. Die <em>Auslese</em> aus der <em>Ersten Lage Marienburg vom roten Schiefe</em>r wirkt zunächst fast noch ein wenig plump, weil sie noch zu sehr nach Aprikosenmarmelade schmeckt. Dabei aber ist sie sehr frisch mit klarer Säure und Mineralen. Dazu wirkt sie etwas staubig mit ein wenig leichtem Hagebuttentee. Staubiger Hagebuttentee? Wo führt das hin? Nun, ernsthaft kann ich nur sagen: Finger weg und liegen lassen und in zehn Jahren wieder hervorholen.</p>
<p>Das gilt auch für die in halbe Flaschen gefüllte 20<em>06er Auslese vom Marienburger Rothenpfad</em>. Auch wenn diese schon ein wenig, ein wenig offener und reifer wirkt, kann man auch hier nur erahnen, wohin der Weg führen wird. Im ersten Moment der Geruch von verbranntem Gummi, ganz leicht und er verfliegt schnell. Dann kommen Karamell und Rosinen und Steinobst und schwarzer Tee. Cremig und schmelzig ist der Wein und ein schöner Abschluss für diesen Abend.</p>
<p><em>Clemens Busch</em> hat viel erzählt und zum Schluss hat er trotz der Tatsache, mitprobiert zu haben, einen trockenen Mund. Sehr kurzweilig war es mit ihm und beeindruckend, weil er genau weiß, was er in seinem Metier will. Und beindruckend war das schöne Ambiente im Bordeaux-Keller von Fegers &amp; Berts allein schon auf Grund der Güte und klar eigenen Stilistik der Weine von Busch. Er bleibt eindeutig einer meiner bevorzugten Winzer in Deutschland.</p>
<h5>Riesling &#034;vom roten Schiefer&#034;, 2007</h5>
<h5>Pündericher Marienburg 1. Lage Fahrlay, 2007</h5>
<h5>Pündericher Marienburg 1. Lage Falkenlay, 2007</h5>
<h5>Pündericher Marienburg 1. Lage Auslese &#034;vom roten Schiefer&#034;, 2007</h5>
<h5>Pündericher Marienburg Auslese Rothenpfad, 2006</h5>
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		<title>Seppelt, Para Liquer Port 1947, Australien</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Apr 2008 14:57:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dessertweine]]></category>
		<category><![CDATA[Rot, Australien]]></category>

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		<description><![CDATA[Farbe wie verdünnter Matsch. Duft und Geschmack nach Karamel, Toffees, Schokolade und Kaffee und kandierten Früchten mit deutlichem, für alte Ports typischem Alkohol. Aber das sagt alles gar nichts. 1947. Der Jahrgang meiner Mutter …

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Farbe wie verdünnter Matsch. Duft und Geschmack nach Karamel, Toffees, Schokolade und Kaffee und kandierten Früchten mit deutlichem, für alte Ports typischem Alkohol. Aber das sagt alles gar nichts. 1947. Der Jahrgang meiner Mutter …</p>
<p><a class="thickbox" title="Seppelt Para Tawny 1947" href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2008/04/seppelt_para_1947.jpg"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2008/04/seppelt_para_1947.thumbnail.jpg" alt="Seppelt Para Tawny 1947" /></a></p>
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		<title>Süßweine, Dessertweine</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2007 13:05:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abschweifungen]]></category>
		<category><![CDATA[Dessertweine]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich mag ja süße Weine. Ich bin eigentlich ein Fan süßer Weine. Wenn sie gut gemacht sind, explodieren im Mund nur so die Aromen. Das trinke ich natürlich nicht jeden Tag – aber ab und zu sind sie der Hit. Die zweite Flasche Wein, die ich mir bewusst in meinem Leben gekauft habe, war eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich mag ja süße Weine. Ich bin eigentlich ein Fan süßer Weine. Wenn sie gut gemacht sind, explodieren im Mund nur so die Aromen. Das trinke ich natürlich nicht jeden Tag – aber ab und zu sind sie der Hit. Die zweite Flasche Wein, die ich mir bewusst in meinem Leben gekauft habe, war eine Flasche Taylor&#039;s Late Bottled Vintage. Vielleicht kommt’s daher oder vielleicht daher, dass mein erster Weinhändler, das Wein- und Früchtehaus in Köln, eine größere Auswahl an gespritteten Weinen aus Südfrankreich vorrätig hatte und der Besitzer mir einige davon empfohlen hat. Ich denke da noch an Sarda-Mallet, überhaupt an Weine aus dem Rivesaltes. Bei mir liegt noch eine Flasche 1974er Rivesaltes Hors d&#039;Âge Millesime Doux Naturell im Keller und ich habe es noch nicht gewagt, sie zu öffnen. Einer der schönsten Weine, den ich je geschenkt bekommen habe, war ein zehn Jahre alter Wein aus dem Jurancon. Ich habe ihn damals an einem heißen Sommertag gut gekühlt auf der Terrasse getrunken und es war bombastisch.</p>
<p>Ich meine nur, keine Angst vor süßen Weinen. Das sind keine Erben Spätlesen, keine Weine, die nachgezuckert wurden. Es sind häufig Weine, die in ihrer Komplexität notorisch unterschätzt werden und daher unterbewertet werden – nimmt man jetzt mal die teuren Sauternes, Auslesen oder Beerenauslesen oder Eisweine namhafter Weingüter aus deutschen Landen aus.</p>
<p>Es gibt viel zu entdecken. Zum Beispiel die Weine der Celliers du Templier aus dem Banyuls im Süden Frankreichs kurz vor der spanischen Grenze. Die Celliers machen dort Süßweine von ausgezeichneter Qualität. Doch hier bei uns sie schwer zu finden.</p>
<p>Oder zum Beispiel Portweine vom Kap oder aus Australien. Womit ich beim Thema wäre.</p>
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