originalverkorkt - flüssige und überflüssige Eskapaden



bottleclub – eine schöne Idee

03/Sep/14 20:00 kategorisiert in: Im Netz

Vor einigen Monaten hatte ich eine Mail in meinem Postkasten, die die neue Weinvertriebsform bottleclub angekündigt hat. Ich habe diese Mail erst einmal nicht weiter beachtet. Es gibt einfach so viele Leute aus dem Wein-, PR- und SEO-Bereich die ständig irgendetwas wollen, dass ich viele davon einfach vergesse.

bottleclub

Nun bin ich einige Male bei facebook über bottleclub gestolpert, habe mich an die Mail und den darin enthaltenen Gutscheincode erinnert und bin mal auf die Seite gegangen. Ich war positiv überrascht. Der Laden sieht angenehm entspannt aus, das Angebot ist übersichtlich aber gelungen. Da kennt sich jemand aus und bietet Weine an, die etwas abseits vom Mainstream stehen aber jetzt nicht zu sehr aus dem Rahmen fallen. Weingüter wie die von Birgit Braunstein oder Le Clos Perdus beispielsweise würde ich immer weiterempfehlen.

Was ich ebenfalls sehr gut finde, ist das besondere Konzept. Es gibt eine, wie gesagt, begrenzte Anzahl an angebotenen Weinen. Jeder dieser Weine kostet 9 Euro. Das Angebot ändert sich monatlich und monatlich bekommt man ein Paket. Wenn man sechs Flaschen nimmt, ist es versandkostenfrei, darunter sind es 5 Euro. Diese monatliche Lieferung kann man jederzeit aussetzen oder kündigen – mit sofortiger Wirkung. Man kann die Weine einfach so nehmen, wie sie zusammengestellt wurden oder man stellt sie individuell selbst zusammen. Jedenfalls bekommt man vorab eine Mail, die daran erinnert, dass sich nun Weine in der Box befinden.

Ich finde, das kann man mal machen. Hier geht es zum Shop: https://www.bottleclub.de/952388

Dies ist ein affiliate-Link. Wenn ihr über diesen Link bestellt, bekommt ihr eine Flasche der Bestellung umsonst und ich zwei. Das solltet ihr wissen. Aber wegen meiner zwei Flaschen empfehle ich Euch das nicht. Ich habe genügend Getränke zuhause. Ich empfehle es allen, die zumindest drei Flaschen im Monat probieren wollen, die sie noch nicht kennen und die sich in einem bestimmten Rahmen überraschen lassen wollen.

Wein Online Award 2014: Ich habe tatsächlich gewonnen!

30/Jun/14 08:15 kategorisiert in: Im Netz

Jetzt ist es tatsächlich passiert. Im Rahmen des Vinocamps 2014, zu dem ich an anderer Stelle ausführlicher berichten werde, wurden am Samstagabend die Preise des 2. Wein Online Award verliehen. Den Preis in der Kategorie Fotografie erhielt das Weingut Franzen für einen Blick auf die steilen Weinbergslagen in Bremm, neben denen der morgendliche Neben über der Mosel steht. Den Preis in der Kategorie Initiativen und Projekte hat Dr. Karlheinz Gierling für das wirklich großartige Projekt weinlagen.info erhalten. Verdienter geht es eigentlich nicht, denn das Projekt ist von großem Wert. Schließlich durfte ich den Preis in der Kategorie Artikel für meine Champagne-Serie entgegennehmen, die ich zwischen Februar und Mai veröffentlicht habe.

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Ich schreibe das jetzt so kühl runter, aber mit einem breiten Grinsen, denn ich freue mich darüber wirklich sehr. Ich hatte es ja schon klar gemacht: ich finde diesen Preis wichtig, weil er Menschen, und da zähle ich Karlheinz Gierling und mich ebenfalls zu, auszeichnet, die versuchen, mit viel persönlichem Engagement das sovielschichtige Thema Wein vor allem für jene präsenter zu machen, die ihre Informationen nicht aus Fachliteratur und Pressereisen beziehen. Dass Torsten Goffin für seinen wunderbaren Soave-Artikel den zweiten Platz in der Kategorie Text gemacht hat, freut mich auch ganz besonders.

 lippert_wuertz_02Dirk Würtz und Thomas Lippert bei der Verkündung des Preisträgers in der Kategorie Fotografie

Während der Preisverleihung hat Christina Fischer noch etwas gesagt, was mich sehr bewegt hat. Sie hat darauf hingewiesen, dass die beiden Initiatoren des Vinocamps und des Wein Online Awards nicht nominiert worden sind. Das mag daran liegen, dass das zu nah beieinander liegt, zumal sie sich dann wiederum selbst in die Nominierung der letzten fünf Kandidaten hätten wählen müssen. Nach diesem Vinocamp ist jedenfalls für mich klar: Was Thomas Lippert und Dirk Würtz neben ihren mehr als vollen Jobs hier wieder geleistet und auf die Beine gestellt haben, verdient auf jeden Fall den Titel Gewinner des Wein Online Awards der Herzen. Das dürften die meisten Teilnehmer des Camps unterstreichen, denke ich. Von mir aus jedenfalls noch einmal vielen Dank an alle, die meine Artikel nominiert und mich auf dem Vinocamp gewählt haben!

Artikel, Fotos & Projekte nominieren für den Wein Online Award 2014

04/Jun/14 12:30 kategorisiert in: Im Netz

Seit mittlerweile vier Jahren findet einmal jährlich des Vinocamp statt. Es ist ein Treffen nach klassischer Barcamp-Manier, auf dem sich webaffine Weinfreaks treffen, gerne auch PR-Leute und jene aus der Weinbranche, die das Camp als Kontaktbörse und Werbeplattform nutzen. Im Rahmen dieses Camps haben die Gründer Thomas Lippert und Dirk Würtz im letzten Jahr den Wein Online Award ausgelobt. Es ist ein Preis für den besten Weinartikel, das beste Foto und – seit diesem Jahr – das beste Projekt oder die beste Initiative, die mit Wein im Web zu tun hat.

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Nun ist die Wein-Community im Netz sehr übersichtlich. Das zeigt sich auch an der Zahl der Beiträge, die bis gestern nominiert wurden. Es gibt abseits von uns Freaks aber viel mehr, die hier und da oder auch öfter über Wein lesen, hier zum Beispiel. Ich fände es schön, wenn der Preis auf Dauer Zuspruch kriegen würde, denn es gibt Einige im Netz, die wirklich gute Artikel schreiben und viel Herzblut hineinlegen. Ihr findet einige davon in meiner Blogroll. Bisher sind 12 Artikel nominiert worden. Das ist meiner Meinung nach viel zu wenig, denn es gibt viel mehr gute Artikel.

Da ich davon ausgehe, dass viele von Euch, die dieses Blog lesen, von dem Award bisher nicht gehört hatten, kann ich nur dazu auffordern: schaut Euch den Aufruf an und wenn ihr im letzten Jahr Artikel zum Thema Wein gut fandet (natürlich auch gerne hier im Blog, das ist jetzt nicht völlig uneigennützig auch wenn ich das als Autor im Prinzip auch selber machen kann) oder ein spezielles Foto oder eine Initiative, dann könnt ihr hier bis Sonntag, den 8.6.2014 noch Vorschläge einreichen.

Krautreporter unterstützen!

14/Mai/14 21:30 kategorisiert in: Im Netz

Wenn es nicht wirklich um die Themen dieses Blogs geht, also um Wein und alles darum herum, dann steht in der Headline normalerweise off-topic. Aber so off-topic ist das hier gar nicht. Denn es geht um guten Online-Journalismus. Ich selber bin kein Journalist, ich bin Blogger, aber ich bewege mich täglich zig Stunden im Netz. Ich lese dort Blogs und ich lese dort journalistische Beiträge – in Blogs und in Journalen und Online-Ausgaben von Zeitungen. Diese werden immer mehr überfrachtet mit Werbung, Werbung und Werbung. Was noch heraussticht sind meist Headlines, die auch bei den seriösen Zeitungen immer boulevardesker werden. An gut recherchierten Stories mangelt es häufig. Ein Grund, weshalb auch das Thema Wein im klassischen Journalismus kaum noch Beachtung findet – aber das ist eine andere Diskussion.

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Es gibt eine Gruppe von Journalisten, die das ändern wollen. Sie wollen sich aus der Crowd finanzieren, also von uns. Wir, die Leser, sollen Teil des Projektes sein. Damit sie das realisieren können, brauchen sie 15.000 von uns, die €60,- im Jahr zahlen. Das sind €5,- im Monat. Das sind weniger als zwei Café Latte. Das ist nicht mal ein Burger in einer Hipster-Burger-Braterei in Hamburg. Das ist ein Betrag, den auch ich mir leisten werde, obwohl ich eigentlich nichts übrig habe. Warum? Weil es wichtig ist. Die Chance, dieses Projekt zu realisieren sollten sie bekommen. Dann haben sie erst einmal ein Jahr Zeit, um uns zu überzeugen, für das nächste Jahr wieder die Tasche aufzumachen. Es gibt nicht viel, was wichtiger wäre, als guter Journalismus. Man sieht in Frankreich, in Italien und vor allem im Osten, wo die Quasi-Gleichschaltung von Medien hinführt, was es heißt, wenn einstmals unabhängiger Journalismus Teil von Konzernen wird, die wiederum mit der Politik liiert sind. Ich will das nicht. So weit ist es hier auch längst nicht, weil es immer noch gute, stiftungsbasierte Verlage gibt. Aber die haben es alle nicht einfach. Und eine zusätzliche Alternative, die sich langsam etablieren kann, dürfte nicht schaden. Wie seht Ihr das?

Die Journalisten, die dieses Projekt ins Leben gerufen haben, nennen sich Krautreporter. Hier findet ihr alles weitere.

 


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