Ich habe es erst vor Kurzem entdeckt und auch nur deshalb, weil ich dort verlinkt wurde und ich muss sagen: Ich mag dieses Blog.
Heute bekam ich auf Facebook die höfliche Aufforderung, einen Weinzepter als "gefällt mir" zu markieren. Jungs, ich glaube, Euer Bus fährt.
Leider ist die Weinrallye, die Carsten Sebastian Henn zum Thema Wein und Humor im Vinum-Blog ausgerufen hatte, ja schon vorbei und ich war nicht dabei. Dabei hätte der Titel meines Blogs natürlich die Familie Hoppenstedt zu Weihnachten und speziell den Vertreter von Pahlgruber und Söhne mit einbinden müssen. Nun, sei es drum, ich hatte keine Zeit. Dafür bin ich gerade via @weinpasta auf etwas Anderes, Nettes gestoßen.
Sigh no more, ladies, sigh nor more;
Men were deceivers ever;
One foot in sea and one on shore,
To one thing constant never;
Then sigh not so, But let them go,
And be you blithe and bonny;
Converting all your sounds of woe
Into. Hey nonny, nonny.
Sing no more ditties, sing no mo,
Or dumps so dull and heavy;
The fraud of men was ever so,
Since summer first was leavy.
Then sigh not so, But let them go,
And be you blithe and bonny,
Converting all your sounds of woe
Into. Hey, nonny, nonny.
auch wenn ich kein Dauerabonnent eurer Zeitung bin und hier eigentlich über Wein schreibe so lese ich Euch doch seit weit über einem Jahrzehnt regelmäßig, immer wieder mit Freude, mit Lachen, mit Ernst und mit Befriedigung. Ich bin froh, dass es im Blätterwald der großen Verlage immer auch konstant eine Alternative gegeben hat. Dass diese nicht einfach zu realisieren und zu finanzieren ist, leuchtet mir ein – und es leuchtete bisher auch Euren Mitarbeitern ein, die immer deutlich schlechter bezahlt worden sind als der Rest der Kollegen. Doch was tut man nicht alles für eine Alternative…
Jetzt aber bekomme ich mit, dass Ihr Euren Auslandskorrespondentenstab einfach mal kurzfristig kündigt um ihm dann anzubieten, für bis zu ein Drittel weniger Gehalt bei gleicher Arbeit wieder bei Euch einzusteigen.
Ist das Euer Ernst? Könnt Ihr dies begründen? Inwiefern unterscheidet Ihr Euch dann noch von den Konzernen und Arbeitgebern denen Ihr immer wieder Eure Finger in die Wunde schlechter Arbeitsbedingungen gelegt habt?
Sollte dies Euer Ernst sein, schafft Ihr Euren eigenen Wertemaßstab selbst ab.
Verwirrt, Christoph
Kürzlich habe ich meine persönlich erste Ausgabe von Effilee in die Hände bekommen. Zwar hatte ich schon häufiger darüber gelesen, nicht aber darin. Da habe ich was verpasst denn diese Veröffentlichung hebt sich für mich wohltuend unaufgeregt, dafür mit Substanz von vielen anderen Veröffentlichungen aus dem Food- und Lifestylebereich ab. Ich fand die Artikel interessant und angenehm verortet – nicht so ein Oberschichten-Lifestyle-Gewese wonach man vielleicht manchmal streben mag, es sich aber dann doch gemeinhin nicht leisten kann und dann ist es irgendwie auch immer das selbe, wie so ein Ray & Charles Eames DSR Chair den man eigentlich mag und lange nicht sah, und jetzt, wo er reeditiert wurde in jeder Zeitschrift mindestens drei Mal auftaucht bis es nervt.
Nein, so eine Zeitschrift ist Effilee nicht, eher so eine mare für den, der gerne kocht, einlädt oder das Geld für dies oder jene feine Produkt ausgibt im wohl finanzierten, gesettelten Alltag in dem neben der heimischen Herdplatte auch noch das Aushäusige zählt, auf welches man das Augenmerk werfen mag, sei es das gute Restaurant, sei es der Weinladen oder die Messsermanufaktur – ja, die Messermanufaktur, vermeintlich weit hergeholt, uneigentlich aber eine Thema der aktuellen Ausgabe.
Inmitten ambitionierter Themen wird die Zeitschrift mit feinen Rezepten, unter anderem mit einer Reihe leicht und schnell nachvollziehbarer und verwirklichbarer Schneller Teller von Herrn Paulsen durchsetzt, die Rezepte eines Autors, den man in der Wein- und Foodblogger-Gemeinde wohl nicht weiter vorstellen muss.
Eines der Rezepte, nämlich der Zucchini-Cashew-Salat (Repzept hier) scheint denn auch in besagter Szene zum Selbstläufer zuwerden, nachvollziehen kann ich es gut denn auch uns hat er ausgezeichnet geschmeckt. Ich bin vorher nicht darauf gekommen, Zucchini auch mal roh zuzubereiten, das werde ich wiederholen.
Als Weinbegleitung hatte ich den Heugumber von Hanspeter Ziereisen ausgesucht, einen säurearmen Gutedel mit wenig Alkohol und erhöhtem spaßfaktor aus dem Markgräfler Land. Ein für die Gelegenheit perfekter, weder anspruchsvoller noch langweiliger, eher beschwingter Terrassenwein.