Das offizielle Kaltgetränk des FC St. Pauli setzt sich aus 50 % Rotwein nicht näher bestimmter Provenienz und 50 % Cola zusammen.

Die kalte Muschi(!) schmeckt etwa so wie der Rotwein, den es als Beilage zu Rotweincremes gibt. Nur noch süßer.
Als ich diese Flasche völlig unverhofft im Kühlregal meines Lebensmittelhändlers fand, konnte ich die Anfänge eines Lachanfalls kaum unterdrücken. Dieser steigerte sich noch, als die Verkäuferin den Preis nicht wusste und mit breitem Grinsen hinten in den Laden rief: "Sag', Ines, weißt du, was die kalte Muschi kostet?"
Ich mag ja gerne Trüffel. Das Problem aber ist wie bei den Großen Gewächsen der VdP-Weingüter, dass sie einen stolzen Preis haben. Bei den Großen Gewächsen hatte ich immerhin heute die Möglichkeit, mal in Dialog zu treten mit den Weinen aus den Bereichen Nahe, Pfalz, Rheinhessen und Ahr.
Bei Trüffeln ist das hier und da auch mal möglich. Um die Zeit des Darbens freundlicher zu gestalten, habe ich den Tip bekommen, es doch mal mit Trüffelsalz zu versuchen. Und das ist super! Einfach Trüffel in Salz gehobelt, dieses nimmt die Aromen auf, und wenn man so ein Salzglas aufmacht, durchdringt der Geruch die Raumluft innerhalb von Minuten.
Neuigkeiten von Wine & Co.
Den 2005er Coulée fand ich ja bei der Prowein sehr speziell unter den eh schon speziellen Weinen von Nicolas Joly, die mir allerdings bisher sehr gut gefallen hatten.
Die Werbung von Wine & Co. ist es auch, wie immer.*höhö*
Ich habe mir von die wineandco extra das Newsletter bestellt, weil die haben immer so gelunge Ubersetzung …
Gestern ging ich hier um die Ecke nach langer Zeit mal wieder in den hiesigen Feinkostladen, um zwei Stücke Käse zu kaufen. Oft bleibt mir ja bei solchen Gelegenheiten was an den Fingern kleben – und das sind nicht unbedingt saure Drops.
In diesem Fall waren es zwei Flaschen Apfelsaft der Privatkelterei van Nahmen aus Hamminkeln. Natürlich hat mich schon die Optik und die suggerierte Besonderheit der Säfte angesprochen, darüber hinaus aber sind die van Nahmens trotz des Hamminkelschen Betriebes in Bonn ansässig und die Kinder gehen mit meinem Sohn in die gleiche Kita. Dass sie in Saft machen, wusste ich, Produkte hatte ich indes noch nie gesehen.
Die Rote Sternrenette gehört seit langer Zeit zu meinen Lieblingsäpfeln. Allein die Farbe der Schale, wie zu vermuten rot, die sich aber ins Fruchtfleisch hineinzieht bis zum Kerngehäuse. Man sieht es hier sehr schön. Auf Grund der tiefroten Schale war die Sternrenette früher der ideale Weihnachtsapfel, zumal er sich als Lagerapfel bis März hält. Man sieht ihn leider nur noch selten und EU-Normen geben der Vielfalt kaum noch Raum. Dabei hat er eine so schöne feine, würzige Frucht mit nur leichter Säure.
Der Saft, den die Kelterei abgefüllt hat, schmeckt ebenso. Sehr weich, sehr runde Frucht, ganz leicht säuerlich, fast schon konzentriert. Abgefüllt in 7.409 Flaschen bei 54 Oe und 8,9 g.S./L.
Allgemein nur Boskoop genannt, ist der Schöne von Boskoop 1856 als Zufallssämling eines Wildtriebs entdeckt worden, hat sich auf Grund seiner Widerstandskraft und Geschmacksfülle schnell durchgesetzt. Auch der Boskoop ist ein beliebter Einlagerungsapfel und im Keller meiner Oma lagen die Regale voll, damals *seufz* als noch Kartoffeln gelagert wurden und Äpfel und Eingemachtes in großen Gläsern stand. Eine Geschmacksvielfalt, die ich gerade noch erleben durfte in den Ferien bei meiner Großmutter, mein Sohn aber schon nicht mehr erschmecken können wird. Denn wie groß ist doch der Unterschied zwischen einem Glas eingeweckter Supermarktkirschen und den selbst gepflückten und selbst eingeweckten aus den alten Kellern?
Als ich nun die Flasche Apfelsaft vom Boskoop aufmachte, entströmte ihr ein Duft, den ich zuletzt erlebt habe bei einem Saft vom Schloss Wissen, da gab es früher noch diese handgemachten Säfte, auch das lange Vergangenheit …
Dicklicher Saft, also wirklich Saft, nicht Wasser mit Geschmack, stark nach Boskoop riechend mit einem Hauch von Birnenaroma und nur ganz leichter Säure in der Nase. Im Mund dann mehr Säure, aber weniger, als man von einem Biss in den frischen Apfel gewohnt ist. Wunderbar! 5.184 Flaschen, 50ºOe mit 7,9 g.S./L.
Wenn es Weine wären und ich würde bewerten, würde ich sagen: 95+