originalverkorkt - flüssige und überflüssige Eskapaden



Saumur-Champigny – zu Gast bei Romain Guiberteau

Haeder Weinland Frankreich Saumur-Champigny

Das magische Dreieck von Saumur-Champigny lautet für mich Germain – Foucault – Guiberteau, auch wenn sich damit das Chateau de Villeneuve bei mir in die zweite Reihe fügen muss. Heute stelle ich den dritten im Bunde, Romain Guiberteau vor (auch wenn er, ganz genau genommen, nicht mehr ganz im Bereich von Champigny liegt). Mit ihm fing das Verwirrspiel des zweiten Reisetages an, denn bei ihm standen wir morgens auf dem Hof in Saint Juste sur Dive – und er meinte, er wüsste von nichts. Er hatte uns wohl vergessen, aber er hat wieder wett gemacht mit seiner Begleitung zu Clos Rougeard und einer späteren Probe in seinem Keller, durch die er mit seiner neuen Lebensgefährtin geführt hat.

Guiberteau_01

Romain hat den Hof 1996 von seiner Familie übernommen, nachdem die Weinberge 20 Jahre brach lagen weil sich niemand entschließen konnte, die Domaine zu führen. Doch sein Großvater Robert hatte solch schöne Filet-Lagenstücke gekauft, dass Romain kaum anders konnte – und irgendwann hat es ihn richtig gepackt. Das beste Stück davon ist natürlich ein Anteil von mehreren Hektar in Brézé, wo auch Clos Rougeard seinen Chenin stehen hat. Direkt benachbart liegt die Monopollage Clos des Carmes. Hinzugekommen ist 2003 der Clos de Guichaux, den Guiberteau nach sélection massale gepflanzt hat, sprich, er hat Teile der besten und ältesten Chenin-Stöcke aus Brézé und dem Clos des Carmes genommen und neu gepflanzt, statt irgendwelches Klonmaterial zu nehmen. Beim Cabernet Franc sind es namentlich zwei Lagen, die Guiberteau auf seinen Etiketten ausweist: Les Arbois aus Brézé (Hier auf der Karte von weinlagen.info) und Les Motelles in Montrueil-Bellay (Hier auf der Karte von weinlagen.info).

Guiberteau bewirtschaftet die Weinberge seit dem Jahr 2000 biologisch und ist seit 2007 zertifiziert. Vergoren werden Chenin und Cabernet Franc spontan, meist in alten Betonwannen, beim Ausbau kommen dann gebrauchte Barriques zum Einsatz. Romain Guiberteau hatte das Glück, unter die Fittiche von Dani Foucault genommen zu werden, mit dem er, nachdem die Weinberge wieder instandgesetzt waren, seinen ersten roten Saumur abgefüllt hat. Die 5.000 Flaschen waren schnell verkauft und Romain hat sich dann entschieden, seine Weine komplett selbst zu vermarkten statt sie zur Kooperative zu geben, die sein Großvater zu Anfang des 20. Jahrhunderts mitgegründet hatte. Von den 12 Hektar Besitz stehen 9,4 Hektar unter Reben und von diesen liegen sieben Hektar in Brézé – ein großer Schatz. Die Reben dort (etwas weniger als die Hälfte ist mit Cabernet Franc bestockt) liefern einen Stoff, der einfach gnadenlos und kompromisslos ist. Von dort stammt der mineralischste, steinigste und aggressivste Stoff, den ich kenne. Wer gerade den Weißwein von Guiberteau jung trinkt, kriegt diese Säure und Mineralität einfach mitten ins Gesicht – ohne Ausholbewegung und der Möglichkeit zu reagieren. Und man braucht ein paar Sekunden, um sich davon zu erholen. Wenn man das mag, dann will man mehr davon. Ich wollte mehr davon und ich will immer noch. Wenn Roches Neuves Cool Jazz ist und Clos Rougeard Schubert, dann ist das hier Penderetzki (mit einem größeren Anteil von Punk als Zwischenspiel). Und wenn man es in den Keller legt, wird es groß. Romain hat uns einen 2000er (oder was 2001?) Saumur Blanc eingeschenkt, seinen einfachsten Wein, 13, 14 Jahre alt. Das war Traumstoff. Da hat sich das Wilde, das Saure und der Stein zu einer Einheit verschmolzen, ja verdichtet, die sofort überwältigt.

Guiberteau_03

Mit diesen Weinen hat Guiberteau sich einen exzellenten Namen gemacht – in Frankreich. Das hatte hier allerdings niemand mitbekommen außer Martin Kössler, der ihn vor zwei, drei Jahren ins Programm genommen hat. Man sollte diesen Stoff kaufen und auf jeden Fall ein paar Jahre in den Keller legen. Das gilt auch für den gerade einmal 13€ teuren Saumur Blanc, der aus dem Clos de Guicheaux und aus Teilen des Clos des Carmes und Brézé stammt, spontan in gebrauchten Fässern vergoren und dann im Stahl ausgebaut wird.

Dann der Chenin Blanc Clos de Guicheaux, dieser recht jungen selection-massale-Pflanzung. Der Wein vergärt in alten Fässern und wird dann auch im gebrauchten Barrique ausgebaut. Dieser Wein ist Stahl, den jemand an feuchtem Stein scharf gewetzt hat um dann auf der rasiermesserscharfen Klingen zwei kleine Stücke gelber Birne zu hinterlassen und fein aufgereiht eine größere Menge Steinsalz und ein paar Trockenkräuter. Er erinnert ein wenig an den Grundwein eines exzellenten Erzeugern von Blanc-Blancs-Champagne an der Côte des Blancs. Der Wein fordert wie der Ritt auf einer Welle, erzeugt Spannung und hat gleichzeitig eine zu erahnende Tiefe, der sich allerdings erst vollends offenbart, wenn der Wein ein Dutzend Jahre älter ist.

Der 2010er Brézé aus 60 Jahre alten Anlagen wirkt etwas gelassener – schon weil sich hier etwas mehr Frucht findet und ein Hauch von Honig und exotischen Noten. Ansonsten scheint es eher so, als hätte jemand einige Zitrusfrüchte über Kreide, Kalk und Feuerstein ausgedrückt um eine chemische Reaktion hervorzurufen, die als Rauch in die Nase steigt. Wunderbar auch hier das markant Mineralische, das Salzige, das Kreidige und das leicht Cremige am Gaumen.

Guiberteau_02 KopieGuiberteau und seine kanadische Lebensgefährtin

Diese Spannung und das Salzige findet sich auch in Les Arboises, dem Cabernet Franc, der aus einem Teil des Brézé-Besitzes stammt. Dagegen wirkt der Cabernet Franc Les Motelles extrem entspannt. Und es war für mich, nachdem ich mich voll auf diese wilden Weißen eingelassen hatte geradezu eine Entspannung, diesen vollen, sinnlichen, elegant-geschmeidigen und dichten Wein zu erleben, der perfekt reif gelesen wurde ohne auch nur einen Anflug von grünen Noten einerseits oder gar Überreife andererseits. Les Motelles heißt 50 Jahre alte Reben auf Lehm, Kies und relativ viel Sand. Hier arbeitet Romain mit einem verschwindend geringen Ertrag von 25hl. Der wandert in Betontanks und später 18 Monate in gebrauchte Fässer und ein neues. Holz spürt man, aber nur ganz dezent. Was hier vor allem überzeugt ist die charmante Textur, die präzise Abstimmung von Frucht, Stein und Holz und die wunderbar feine Note von Kräutern und Gewürzen. Das ist sehr gelungen und sollte im Keller eines Loire-Freundes keinesfalls fehlen. Die Weine gibt es hier in Deutschland in der K&U-Weinhalle.

Zum ersten Teil Zu Gast bei Thierry Germain, Domaine des Roches Neuves geht es hier.

Zum zweiten Teil Zu Gast bei Nady Foucault, Clos Rougeard geht es hier.

 Copyright Fotos: Holger KLein, Yorck Moeller, Christoph Raffelt

Saumur-Champigny – zu Gast bei Nady Foucault, Clos Rougeard

header_loire

Gerade einmal knapp 1.500 Hektar umfasst die Appellation Saumur-Champigny, die ihren Namen von einem Dorf unweit der Stadt Saumur erhalten hat. Die AOP mit einer kleinen Ansammlung von Weilern wie Varrains, Chacé, Saint-Cyr oder Souzay liegt neben der AOP Saumur und Saumur Brut, der Schaumweinappellation der Region. Der Name Champigny stammt wahrscheinlich vom lateinischen campus igni, was so viel heißt wie Feuerfeld und auf das trockene und für dortige Verhältnisse ungewöhnlich warme Mikroklima verweist. Die Weinberge der Appellation liegen vor allem auf der für diesen Teil der Loire üblichen Tuffkreide mit leichter Sandauflage und einem Untergrund aus Kalk mit Feuerstein aus der Jurazeit. Für die Appellation ist lediglich Cabernet Franc zugelassen, der durch kleine Beigaben von Cabernet Sauvignon und Pineau d’Aunis ergänzt werden darf.

Champigny_Blick

Nach dem Auftakt der Tour in den Tuffsteinkellern von Thierry Germain und einem Abend in der Weinbar Aux Saveurs de la Tonnelle in Saumur, wo es alle Weine der Region mit geringem Aufschlag gibt, stand der Besuch des Weinguts Clos Rougeard auf dem Programm. Dieser Programmpunkt, den ich organisiert hatte, hat mich schon die ganze Zeit im Vorfeld ins Schwitzen gebracht, empfangen die Foucault Brüder Charly und Nady, die Inhaber des mehr als hundert Jahre alten Familienweinguts doch sehr selten Gäste. Schließlich drohte der gesamte Besuch am Tag selber noch zu platzen und es klappte nur mit Hilfe von Intervention befreundeter Weinhändler und Romain Guiberteau, mit dem wir am Nachmittag verabredet waren. Der holte uns an der Privatadresse ab und brachte uns zum neuen Keller, von dessen Existenz ich vorher nichts gewusst hatte. So mussten wir uns, da wird schlussendlich zu spät waren, zusammen mit Romain, der ein Schüler von Nady Foucault ist, ein wenig in den Hintergrund drängen, während Nady einer Gruppe von Sommelier-Schülern ausgeschenkt hat.

clos_rougeard_faesser_02

Das Weingut Clos Rougeard ist eine Besonderheit in jedem Sinne. Es ist klein (10 Hektar), es ist abweisend und verschlossen wie seine Besitzer, die Weinberge haben nie, also wirklich nie auch nur ein Gramm Pestizide, Herbizide oder Kunstdünger gesehen und die langlebigen Weine sind der Gegenstand ehrfürchtiger Bewunderung. Gleichzeitig taucht kaum je eine Bewertung oder Beschreibung dieser Weine in den großen Bewertungsportalen auf. Liegt es daran, dass die Weine so selten zu finden sind? Wenn der Importeur der USA Glück hat, bekommt er von den vier Weinen, die hier entstehen vielleicht dreißig Kisten – für die gesamten Vereinigten Staaten, während sich hier in Deutschland die Weinhandlungen von Martin Kössler, Bernd Kreis und Joachim Christ eine Palette teilen. Gemessen an der Güte der Weine und im Vergleich zum Burgund, an dem sich die Foucaults am ehesten messen lassen wollen, sind sie dazu auch noch günstig. Der Begriff Kult wird ja gerade beim Wein inflationär benutzt –hier aber finde ich ihn angemessen.

Bei Clos Rougeard teilt man die Weine, von denen es heißt, ein Drittel der Produktion würde in den eigenen Kellern der Foucaults landen, ähnlich dem Burgund ein. Saumur-Champigny (Le Clos) ist die Ortslage und liegt mindestens 18 Monate in gebrauchten Barriques, Les Pouyeux, der Premier Cru liegt in den einmal gebrauchten Barriques des Grand Crus. Hier wächst der mindestens 45 Jahre alte Cabernet Franc auf Tuff mit stärkerer Sandauflage. Schließlich gibt es Le Bourg, den Grand Cru, der 30 Monate in neuen Barriques liegt und von alten Rebstöcken auf sehr kalkigem Boden stammt. Hinzu kommen fast homöopathische Menge Brézé, einem trockenen Chenin Blanc aus entsprechend kleiner Appellation.

Clos_Rougeard_Nady

Bei diesem Besuch habe ich mir tatsächlich ausnahmsweise einmal keine weiteren Notizen gemacht. Ich habe mich in dieser kellerkühlen unruhigen, vorher stressigen Atmosphären einmal ganz auf die Weine eingelassen, da muss man nicht alles notieren. Stilistisch liegen diese Weine zwischen kräftigem Burgund und einem Hauch Cheval Blanc. Wir konnten alle vier Weine in drei Jahrgängen probieren: Le Clos 2010, 2009, 2008, Les Poyjeux 2011, 2009, 2008, Le Bourg 2010, 2009, 2008 und Brézé 2011, 2010, 2009 und *seuftz* 2000.

Clos_Rougeard_breze

In der Vergangenheit habe ich einige Weine probiert, die Größe hatten (2007), aber auch einige, die mir zu viel Brett (Brettanomyces) hatten. In den neuen Jahrgängen finden sich diese Fehltöne nicht mehr. Die Weine steigern sich in ihrer Tiefe und Intensität immer ein ganzes Stück weiter von der größeren Lage Le Clos bis zum Le Bourg. Alles bekommt mehr Tiefe, mehr Eleganz, eine größere Feinheit, mehr Finesse und bleibt bei aller Größe immer erdverbunden, ja rural, bäuerlich. Die Weine von Clos Rougeard sind die Weine, die diesen Spagat für mich schaffen wie kein anderer, und das macht sie so berührend und einzigartig. Sie sind elegant, komplex und als Le Bourg wirklich groß, und trotzdem bleiben sie immer auf dem Boden, haben immer das Erdige, bleiben immer Kinder dieser beiden kräftigen, dieser Landschaft verbunden Foucaults.

Was ich ebenfalls an diesen Weinen liebe, ist ihre Frische und Leichtigkeit. Sie haben das, was früher Bordeaux hatte und zu verlieren droht. Sie haben um die 12,5% Alkohol und das spürt man. Man spürt auch, dass diese Weine nicht frisiert sind. Wer mal ältere Cheval Blancs aus den Siebzigern probiert hat, findet einen recht ähnlich Typus, vor allem, wenn der Cabernet Franc-Anteil hoch war. Das Besondere des Cabernet Francs bildet sich hier ab, ungeschönt und doch elegant aus bestem Holz. Was noch so besonders ist – und dann höre ich auch auf – ist das Gefühl, dass die Foucaults für den Einsatz des Holzes haben, für den Umgang mit den Gerbstoffen des Cabernet, für die Struktur der jeweiligen Weine. Da kann sich ein Nady Foucault im Keller noch so sehr lustig machen über die unbekannte deutsche Gruppe die zu spät kommt und ungelegen – das ist in diesem Moment egal, das ist große Meisterschaft, die sich bei den Rotweinen im 2010er Jahrgang zu Weinen verdichtet, die ich nicht mehr vergessen werde. Ich habe mir ein Glas Le Bourg 2010 genommen und mich einfach vor die ewig lange Reihe Barriques gesetzt und hatte Tränen in den Augen ob der lebendigen, berührenden Perfektion dieses Weines. Das ist mir bei Wein noch selten passiert, auch wenn noch andere Gründe dabei eine Rolle gespielt haben mögen.

Fouceault_Guiberteau
Guiberteau und Foucault

Untermauert wird die Meisterschaft durch den raren Brézé, einen Chenin Blanc aus dem gebrauchten Barrique, der die nächsten Jahrzehnte ebenso locker wegstecken dürfte wie das Pendant aus Cabernet Franc. Kalkige, leicht von Silex untermauerte Mineralität, purer Stein in Verbindung mit gelber Frucht schlägt einem intensiv entgegen. Auch hier wieder die Verbindung aus schwebender Eleganz, gekonntem Holzeinsatz und Erdverbundenheit. Die Säure ist bei den jungen Jahrgängen umwerfend. Im 2000er aber wird klar, wo diese Säure hinführt, wo der Holzeinsatz hinführt, wie sich die Säure mit Frucht, Saft und Stein verbindet bei enormer Länge und Kraft. Auch das ist großer Wein!

Es gibt einige wenige Flaschen im Jahr bei Bernd Kreis, Martin Kössler und Joachim Christ. Sie fangen bei ca. 30 Euro an und egal wie Dicke man es hat, eine Flasche dieser Weine sollte man sich irgendwann mal an einem ruhigen Abend öffnen.

Weiterführend zwei detaillierte Verkostungsnotizen zu zwei Weinen von Clos Rougeard, hier im Blog. Zudem Teil IV der äußerst empfehlenswerten Loire-Reihe von Matthias Neske und die ebenfalls lesenswerten Eindrücke von Nico Medenbach.

Hier geht es zum ersten Teil der Reise nach Saumur-Champigny: Zu Gast bei Thierry Germain

Hier geht es weiter zum dritten Teil der Reise: Zu Gast bei Romain Guiberteau

Saumur-Champigny – zu Gast bei Thierry Germain, Domaine des Roches Neuves

header_loire

Auf der Liste der Rebsorten, die ich reinsortig am liebsten mag, gibt es schon lange einen Favoriten. Es ist der Pinot, wen wunderts… An die zweite Stelle vor Syrah und Blaufränkisch hat sich jedoch in meine interne Richterskala schon seit einiger Zeit die große alte Bordeaux-Rebsorte Cabernet Franc geschoben. Ob sie tatsächlich aus dem Bordelais stammt oder nicht vielmehr aus Spanien, ist noch nicht ganz klar. Allerdings gibt es eine eindeutige Verwandschaft zu zwei baskischen Rebsorten namens Morenoa und Hondarribi Beltza. Wenn man liest, dass die Abtei von Roncesvalles an der heute baskisch-französischen Grenze im elften Jahrhundert einer der wichtigen Anlaufpunkte für Pilger nach und von Santiago de Compostela war und man dort schon früh Weingärten angelegt hat, und zwar vom baskischen Hondarriba bis ins französische Irouléguy und dort schon früh Achéria gepflanzt hat, die basische Bezeichnung für Cabernet Franc, dann ist es durchaus schlüssig, dass die Rebsorte in diesem Grenzgebiet entstanden sein könnte. Was ganz sicher ist, ist die Tatsache, dass im Bereich Südwesten/Bordeaux durch Wildkreuzungen irgendwann der Cabernet Sauvignon aus Cabernet Franc x Sauvignon Blanc, die Carmenère aus Cabernet Franc x Gros Cabernet und der Merlot aus Cabernet Franc x Magdaleine Noire des Charentes entstanden ist. Cabernet Franc ist also nicht nur selber Teil der Bordeaux-Familie, ohne ihn wäre diese gar nicht entstanden.

Roches_Neuves_01

So früh der Cabernet Franc im Südwesten auftaucht, so schnell ist er wohl auch an die Loire gelangt. Möglicherweise hat schon der Comte d’Anjou Geoffroi Martel im Jahre 1050 den Cabernet Franc ins Loire-Tal gebracht. Dort heißt er bis heute in manchen Gegenden Breton, abgeleitet vom Namen des Abbé Breton, der ihn im Auftrag des Cardinals Richelieu in Chinon und Bourgeuil hat pflanzen lassen.

Auch wenn Cabernet Franc im Bordelais eine wichtige Rolle spielt, ist er dort immer nur Teil einer Cuvée. Mich interessiert jedoch vor allem die reinsortige Stilistik dieses Weins. Und diese gibt es in nahezu vollendeter Schönheit eigentlich nur an der relativ kühlen Loire. Die wichtigsten Gebiete sind hier Bourgeuil, Sankt Nicolas de Bourgeuil, Chinon und Saumur-Champigny. Im Februar habe ich zusammen mit dem Betreiber der Plattform opentrips.co.uk, Florian Siepert, eine Reise in die Region Saumur organisiert. Dort gibt es nicht nur einige der zur Zeit besten Cabernet Francs überhaupt, es gibt zudem einige Chenin Blancs von besonderer Schönheit. Diese Kombination macht die Gegend für mich zu einem Weinparadies, denn was gibt es neben Riesling und einigen Chardonnay Schöneres als Chenin Blanc?

Auf dem Programm stand der Besuch der Weingüter von Thierry Germain (Domaine des Roches Neuves), der Foucault Frères (Clos Rougeard), Romain Guiberteau und spontan der Besuch des Clos Cristal. Schließlich hat uns Alex Zülch von Vins Vivants, der den Trip glücklicherweise gedolmetscht hat, noch in zwei seiner Partner-Weingüter gebracht. So hatten wir das Glück, mit Agnès und René Mosse zu trinken und Schinken zu essen und die Newcomer Nicolas Bertin und Geneviève Delatte kennenzulernen.

Wer hier schon gelesen hat, als ich noch meinen Shop hatte, weiß, dass ich damals die Weine von Thierry Germain verkauft habe. Ich war schon früh ein Fan seiner Chenins und Cabernet Francs. Mittlerweile ist er richtig durchgestartet und im letzten Jahr Winzer des Jahres in der Revue du Vin de France geworden. Das muss man erst einmal schaffen. Wer die Weine der letzten Jahre probiert, dürfte diese Entscheidung allerdings nachvollziehen können. An die Loire gekommen ist Thierry 1991, als erster einer Familie, die ihre Wurzeln eigentlich im bordelaiser Weinbau hat. Thierry hat das bereits bestehende kleine Weingut Domaine des Roches Neuves übernommen und mit ihm auch den ökologischen Anbau. Witziger Weise ist ihm kurze Zeit später sowohl sein Vater Bernard als auch sein Bruder Phillipe gefolgt. Bernard hat für kurze Zeit das berühmte Château de Fesles in den Coteaux du Layon übernommen und gleichzietig das Château de Varesses in Savennières sowie zwei weitere Weingüter – womit er sich allerdings wohl etwas übernommen hat.

Roches_Neuves_02

Thierrys Weingut dagegen ist alles andere als ein Château, es ist vielmehr ein großer, unscheinbarer Bretterverschlag an der Straße von Saumur nach Varrains – unter dem sich allerdings ein ewig alter in Tuff gehauener Gewölbekeller befindet. Thierry hat in den letzten Jahren stark an seinen Weinen gefeilt. Das fängt mit der intensiven Weinbergarbeit an, die zwar von Anfang an biodynamisch war, die er aber, wie er selbst sagt, er seit wenigen Jahren wirklich beherrscht und deren Auswirkungen sich eben auch erst nach einigen Jahren klar im Wein niederschlagen. Hinzu kommt, dass er alte Parzellen hinzugewinnen konnte, ihn denen auf sandigem Untergrund noch wurzelechte Rebstöcke stehen. Die Erträge dieser intensiven Arbeit sind gering und liegen bewusst bei 15 bis ca. 30 hl/ha. Der Wein wird nicht zu spät gelesen – auch hier macht sich das bemerkbar, wovon vor allem jene biodynamisch arbeitenden Winzer profitieren, die weiter im Süden arbeiten – denn, die phenolische Reife wird früher erreicht als bei konventionell arbeitenden Nachbarn. Das führt zu weniger Zucker und entsprechend zu weniger Alkoholgehalt. Genau dies hat zu einem gewünschten Stilwechsel geführt, der den Weinen sehr gut tut. Was früher noch ein wenig sehr rustikal, gerbstoffreich und überholzt wirkte, ist viel feiner und klarer geworden. Fast wie ein Wechsel von einem Dubourdieu-beeinflussten Bordeaux zu einem Leflaive-beeinflussten Burgund.

Thierry_Alex

Thierry Germain, rechts, erläutert die Entstehung seiner Weine während Alex Zülch übersetzt

Dieser Stilwechsel geht entsprechend einher mit dem Einsatz anderer Kellertechnik. Die Weine gären in großen Holzfudern, reifen tun sie allerdings längst nicht mehr in den üblichen kleinen Barriquefässern – zumindest nicht alle Weine. Neben einer Experimentalamphore fällt vor allem die Reihe Stockinger auf, die er seit einiger Zeit besitzt. Stockinger scheint mit das große neue Ding in den Kellern der interessanten Winzer an der Loire und vor allem auch im Burgund zu sein. Darüber hinaus hat er das Portfolio deutlich erweitert – auch auf Grund der Zukäufe, die er machen konnte. Als ich seine Weine kennengelernt habe, gab es den einfachen reinsortigen Saumur-Champigny, dann La Marginale und Terres Dorées, zudem den weißen l’Insolite. Im Rotweinbereich sind der Franc de Pied von wurzelechten Rebstöcken dazugekommen. Außerdem ein Cabernet Franc aus dem Clos de l’Echelier und Les Memoieres. Neben dem Brut Nature Bulles de Roche gibt es im Weißweinbereich einen Chenin aus dem Clos de l’Echelier sowie den Clos Romans.

Roches_Neuves_05

Die Weißweine
L’Insolite war für mich immer eine Bank. Der Wein stammt von knapp hundert Jahre alten Chenin-Stöcken auf Tuff- und Silexböden. Der Wein hat Holz gesehen, aber auch hier hat sich das Holz immer weiter in den Hintergrund geschoben. 2013 zeigt einen kühlen Jahrgang und zeigt auch deutlich, dass dieser Wein immer Zeit braucht – wenn es geht eine ganze Reihen von Jahren. Der 2013er hat eine Menge Säure, wirkt noch etwas harsch, bräuchte etwas wärme, die sich im kühlen Tuffsteinkeller Anfang Februar allerdings nicht einstellt. Mit den Händen um das Glas öffnet sich der Wein ein wenig und verströmt ganz scheu einige gelbe Noten und zeigt einen leicht cremigen Charakter. Der 2012er ist da schon offener. Gelbe, zurückhaltende Frucht, Birne natürlich, etwas Pfirsich, vor allem aber Creme, Wachs, Kräuter und weiße Blüten mit deutlicher Säure und Grip. auch dieser Wein muss erst noch weiter im Keller bleiben. 2010 wäre die Wahl für einen gelungenen Abend. Breit gefächert die weiße und gelbe Frucht, dazu wieder Wachs, Zitronenschale, etwas Grapefruit, Anisplätzchen, feines, hintergründiges Holz, eine hervorragende Länge.

Neu in der Reihe der Weißweine ist der Clos de l’Echelier, ein kleiner zwei Hektar-Weinberg mit Umfriedung der zu 90% mit Cabernet bestockt ist und zusätzlich mit einem kleinen Teil 15jähriger Chenin-Blanc-Rebstöcke. Der Wein stammt vom Tuff-Kalkboden und wird in großen alten Fudern ausgebaut. Der 2013er Clos de l’Echelier ist deutlich offener und etwas breiter als der l’Insolite. Der Wein wirkt mineralisch mit lebendiger Säure, die Birne ist grüner als beim l’Insolite, hinzu kommen weiße Blüten, etwas frische Kräuter und Grapefruit. Der 2012er ist noch offener und expressiver mit –Limette, Grapefruit, weißem Pfirsich und Kräutern. Das ist ein guter Einstieg und ein Wein, der viel Spaß macht, wenn er auch nicht die Komplexität und tiefe des l’Insolite aufweist.

Neben einem bemerkenswerten, präzisen, komplexen Clos de l’Écotard, den sein Mitarbeiter Michel Chevré im benachbarten Anjou vinifiziert (mit Michel macht Thierry den Bulles des Roches Brut Nature, einen exzellenten, charaktervollen Schaumwein aus Chenin Blanc), beeindruckte uns vor allem der Clos Romans, der burgundischste der Chenins von Thierry Germain. Das erinnert mich in seiner Art tatsächlich an Meursault von Anne-Claude Leflaive: zurückhaltendes subtiles Holz, Salz, Minerale, Stein, kühle gelbe Frucht, Konzentration, Tiefe – eine exzellenter, ja großer Chenin Blanc, von dem es jährlich vielleicht 600 Flaschen gibt.

Roches_Neuves_03

Die Rotweine
Der Einstiegsrotwein, dessen Etikett in jeden Jahr eine andere Farbe hat – passend zum Charakter des Weins und Jahrgangs, ist für mich schon immer die Empfehlung gewesen für grundsoliden, günstigen Cabernet Franc mit hohem Spaßfaktor. Im 2012er Saumur-Champigny findet sich Pflaume, etwas Blaubeere und schwarze Johannisbeere, etwas grüne Paprika und Kräuter, am Gaumen frisch, säurebetont, dabei elegant und poliert. Immer noch der beste Einstieg in die Welt der Cabernet Francs der Loire.

Le Marginale 2011 riecht frisch und floral, expressiv und dicht-konzentriert. Auch hier stehen die dunklen Früchte neben den leicht grünen Noten. Am Gaumen ist der Wein ebenso konzentriert, dabei durch seine Säure und die Tatsache, dass hier nichts überreif gelesen wurde, immer leicht schwebend. Die Tannin sind feinkörnig und der Wein hinterlässt insgesamt einen eleganten Eindruck.

Terres Chaudes, mein erster Kontakt mit den Weinen von Thierry Germain, hat sich mit dem Jahrgang 2012 wieder weiter entwickelt. Der Wein aus einer relativ warmen Lage auf Tuff und Silex ist übberaus saftig, dabei hintergründig mit einer wiederum exzellenten Säure. Die Kirsch- und Pflaumenfrucht wirkt reif und pur. Er ist im kalten Proberaum nie richtig warm geworden und blieb deshalb immer etwas scheu, zeigte aber eine wunderbare Feinheit und Balance. Ein wunderbarer Saumur-Champigny.

Aus dem oben schon beschriebenen neuen kleinen Weinberg Clos de l’Echelier bei Dampierre stammt der neue Cabernet in der Reihe. wunderbare, pure Cabernet-Frucht, elegant, parfümiert mit Veilchen, balanciert zwischen Frucht, Säure und Tannin, jetzt schon elegant und offen, strukturiert und fein gewebt. Ein Wein, der sich mir in die Erinnerung gebrannt hat.

Der Franc de Pied stammt von einem sandigen Weinberg, in dem wurzelechte Cabernet-Franc-Rebstöcke stehen. dieser Wein wirkt ein wenig dunkler und hintergründiger als die Vorgänger. die Tannine sind etwas trockener und präsenter, nicht so poliert wie beim Clos de l’Echalier. Dabei ist die Frucht dicht und kompakt. Braucht noch einige Zeit.

Das, was der Clos Romans für den Chenin, ist Les Memoires 2012 für den Cabernet Franc. Ein Wein, der ans Burgund erinnert in seiner Komplexität und Feinheit. Er stammt ebfealls von einem kleinen Plot in Dampierre mit 120 Jahre alten Rebstöcken. Der Wein hat eine wunderbare Tiefe, ist ernst und aufgeräumt, Holz findet sich angenehm im Hintergrund, spielt eine tragende, aber nie führende Rolle. Die Frucht ist konzentriert und reif, die Säure deutlich und klar doch eingebunden. Was hier vor allem beeindruckt ist der Stein, das Mineralische, der Grip am Gaumen, das Packende, das der Wein hat. Les Memoires gehört für mich – wir sprechen hier über den ersten Jahrgang – zu den kommenden großen Loire-Weinen. Im Stil anders als die Weine von Clos Rougeard oder Bernard Boudry, um nur zwei zu nennen. Das hier ist ein ganz eigener Stil, weniger wild als Boudry, weniger holzbetont als bei den Foucaults, aber er saugt einen förmlich in sich hinein, verlangt Aufmerksamkeit und Zuwendung. Er hat mich lange nicht losgelassen an diesem Abend und ich würde ihm sehr gerne einmal wieder begegnen.

Roches_Neuves_06

Es war eine Freude, mit Thierry seine Weine zu probieren und immer wieder vor und zurück druch den Keller zu eilen. Der Mann brennt für seine Weine. Die Fassproben versprechen eine weitere Verbesserung, der Chenin aus der Amphore war ebenso beeindruckend wie der aus einer vor Jahren aufgesetzten Solera. erstaunlich ist, wie wenig Wein der Mann noch im Keller hat. Fast alles ist weg, verkauft – so gefragt sind die Weine. Und alles was nicht vorher schon weg war, hat Sébastien Visentin nach Deutschland geholt. So gibt es bei Vin sur Vin die Jahrgänge 2010 bis 2013 l’Insolite (€23,80) sowie 2011 bis 2013 Terres Chaudes (€23,80) sowie alle anderen Weine in je zwei Jahrgängen. Preise auf Anfrage.

Zum zweiten Teil Zu Gast bei Nady Foucault, Clos Rougeard geht es hier.

Zum dritten Teil Zu Gest bei Romain Guiberteau geht es hier.

Weiterführend einige alte Notizen hier im Blog zu La Marginale 2006, Terres Chaudes 2007, L'Insolite 2007 und  Saumur-Champigny 2007.

Copyright Fotos: York Moeller und Christoph Raffelt

 

Rosésommer: Wunderbares Burgund

11/Sep/14 12:30 kategorisiert in: Alles Bio, Gamay, Pinot Noir / Spätburgunder, Rosé

Zwei der schönsten Rosé, die mir bisher untergekommen sind, sind die beiden Burgunder-Rosé der Herren Jouveaux und Pataille. Alexandre Jouveauxs Weine sind selten zu finden und ich bin eher durch Zufall in einem Laden in Belgien über die ungewöhnlichen Etiketten gestolpert – bei der Recherche habe ich die Weine dann in meinem meiner Lieblingsblogs gefunden. Jouveaux, ehermaliger Fotograf von Chanel hat sich 1999 ein kleines Stück Land im Mâconnais gekauft. Die Parzellen, auf denen seine fünf Weine entstehen sind so klein, dass er gerade einmal 6.000 Flaschen erzeugt, nicht pro Wein sondern pro Jahr. Das dürfte auch der Grund sein, weshalb er praktisch nie irgendwo erwähnt wird. Er geht nicht zu Messen, er reicht keine Weine ein, aber diese 6.000 Flaschen sind schneller weg als man gucken kann. Ann-Claude Leflaive, die Grand Dame des Chardonnay soll übrigens eine eifrige Käuferin sein.

rose_jouveaux

Der Rosé, um den es hier geht ist, wie alle Weine von Jouveaux, ein Tafelwein. Daher kann er damit im Prinzip machen, was er will – der Wein muss kaum vorgegebenen Standards entsprechen außer seinen eigenen. Rosé ist eigentlich sowieso nicht vorgesehen im Burgund und eine Cuvée aus Gamay (60%) und Pinot (40%) schon gar nicht. Die Weine fallen unter die Kategorie vin naturel, denn weder im Weinberg noch im Keller werden künstliche Additive zugesetzt. Der Wein wird weder geschönt noch filtriert, er vergärt spontan, bleibt nicht allzu lange auf der Maische (im Falle des Rosé) und wandert dann ins alte Holzfass. Geschwefelt wird nur zum Schluss, und das ganz zurückhaltend. Jouveauxs Rosé Uchizy 2010 ist ein stiller aber nachdrücklicher Vertreter seines Fachs. Er ist kein Wein, der bei einer größeren Roséprobe nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Dafür ist er zu scheu. Er will, dass man sich ganz in Ruhe mit ihm beschäftigt. In diesem Wein verbinden sich typische Erdbeeraromen – aber eher die von kleinen Walderdbeeren – mit einer ganz leichten Röstnote, mit Salz, mit Blüten und etwas säuerlichen roten Johannisbeeren. Alles bleibt fein und zurückhaltend doch balanciert und mit einer schönen Länge.

fleur_de_pinot_02

Deutlich offensiver und präsenter ist der Fleur de Rosé 2008 von Sylvain Pataille. Pataille lebt und arbeitet in der AOP Marsannay. Es ist die nördlichste AOP der Côte de Nuits, sie liegt mittlerweile am Stadtrand des ausufernden Dijon. Er hat ebenso wie Jouveaux seine ersten Parzellen im Jahr 1999 angekauftt. Die Vorgeschichte dazu allerdings ist anders, denn Pataille hat im Gegensatz zu Jouveaux in Beaune und Bordeaux Önologie studiert und war zunächst als Berater tätig. Neben extrem klaren, sauberen und präzisen Chardonnays und Pinots, füllt Pataille in manchen Jahren einen Rosé ab. Dieser ist absolut selten zu finden und eigentlich nur für wenige französische Gastronomen gedacht, die sowieso seine Weine beziehen. Der Rosé ist kein Nebenprodukt, das bei der Mostkonzentration der Burgunder anfallen würde. Vielmehr unterlaufen die Trauben (85-90% Pinot Noir und 10-15% Pinot Gris!) eine Kohlensäuremaischegärung, bevor sie dann für 15 Monate ins bis zu 40% neue Holz wandern. Diese macération carbonique wird normalerweise vor allem für die Erzeugung jung zu trinkender Weine wie dem Beaujolais Nouveau eingesetzt. Dies hier aber ist kein jung zu trinkender Wein. Der 2008er Fleur de Rosé dürfte jetzt vielleicht gerade seinen Zenit erreichen. Und die Kombination von Ganztraubenmaischung und Holzfasslagerung scheint Sinn zu machen, zumindest für bestimmte Weine. Der Fleur de Rosé jedenfalls schafft eine geradezu perfekte Balance zwischen burgundischer Kraft, Finesse und Leichtigkeit. Er verbindet die leichten, schwebenden Aromen von Erdbeeren und Himbeeren mit leicht rauchigem Holz, mit Orangenschalen, mit fein säuerlicher Kirsche und Hagebutte. Der Wein ist neben dieser gereiften Frucht deutlich salzig-mineralisch, hat eine klar definierte feine Säure und eine brillante Länge. Mochte ich den Vinudilice von Salvo Foti schon ausgesprochen gerne als Vertreter der kräftigeren, kantigen Art, so ist das hier für mich der perfekteste Vertreter einer eleganten und doch kraftvollen Form von Rosé, die ich bisher probieren durfte.

Die Weine von Alexandre Jouveaux gibt es bei terrovin.be, die auch nach Deutschland liefern und an sich schon ein tolles Programm haben und den Fleur de Rosé wird es als Jahrgang 2011 ab KW48 bei Lobenberg geben.


Weiterblättern »