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	<title>originalverkorkt &#187; Chardonnay</title>
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	<description>flüssige und überflüssige Eskapaden</description>
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		<title>Gocher Weinzyklus 4 &#8211; Der Oberrhein. Eine Weinregion im Dreiländereck</title>
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		<pubDate>Sat, 29 May 2010 18:08:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auxerrois]]></category>
		<category><![CDATA[Chardonnay]]></category>
		<category><![CDATA[Gamaret]]></category>
		<category><![CDATA[Gewürztraminer]]></category>
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		<description><![CDATA[Michael und ich hatten gestern dank der Wirtschaftsförderung der Stadt Goch, kom.M, einmal mehr die Möglichkeit, ungewöhnliche Weine an ungewöhnlichen Orten zu präsentieren. Nach dem Museum Goch, der Druckstraße von B.O.S.S.-Druck und dem Fünf-Ringe-Haus war es diesmal die Weltenbühne im Ortsteil Hassum – ein Schmuckstück aus der Sammlung des verrückten Puppenspielers Heinz Bömmler. Heinz nennt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Michael und ich hatten gestern dank der Wirtschaftsförderung der Stadt Goch, kom.M, einmal mehr die Möglichkeit, ungewöhnliche Weine an ungewöhnlichen Orten zu präsentieren. Nach dem Museum Goch, der Druckstraße von B.O.S.S.-Druck und dem <a href="http://www.originalverkorkt.de/2009/11/gocher-weinzyklus-3-champagner-die-grande-dame-wird-niemals-alt/" target="_blank">Fünf-Ringe-Haus</a> war es diesmal die <em>Weltenbühne</em> im Ortsteil Hassum – ein Schmuckstück aus der Sammlung des verrückten Puppenspielers <em>Heinz Bömmler</em>. Heinz nennt sich selber so, dabei ist er alles andere als das. Er ist ein versierter Geschäftsmann, der seine Sammelleidenschaft zum Lebensinhalt gemacht hat und dessen <em>Weltenbühne</em> nur ein kleiner Teil dessen ist, was unter <a href="http://www.viller-muehle.de" target="_blank">Viller Mühle</a> firmiert und weit über den Niederrhein hinaus bekannt ist – zum einen als Veranstaltungsort prominenter Kabarettveranstaltungen, Beispielsweise der WDR-Reihe <em>Hart an der Grenze</em>, zum anderen als Hort von unzähligen Alltagsprodukten und ganzen Kulissen vergangener Zeiten, die hier für historische Film- und Fernsehaufnahmen regelmäßig geliehen werden.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/05/weltenbuehne.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1370" title="weltenbuehne" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/05/weltenbuehne.jpg" alt="" width="570" height="428" /></a></p>
<p>Die <em>Weltenbühne</em> war für uns der geeignete urige Rahmen unserer kleinen Reihe, in der wir uns am Niederrhein mit dem Oberrhein beschäftigt haben. Wer sich fragt, wie es dazu kam, außer dass am Oberrhein eindeutig gute Weine gemacht werden? Es ist schlicht der gerade aktuelle Spargel, der beide Regionen ganz nahe aneinander rücken lässt und der das Verbindungsglied des Abends darstellte.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/05/eingang_weltenbuehne.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1371" title="eingang_weltenbuehne" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/05/eingang_weltenbuehne.jpg" alt="" width="570" height="428" /></a></p>
<p>Bis auf einen Abstecher an den Vorderrhein, genauer gesagt nach <em>Malans</em> in der <em>Bündner Herrschaft,</em> haben wir uns also mit dem Markgräfler Land, dem Bodensee, dem Zürichsee, dem Schwarzwald und dem Elsass beschäftigt und mit einer Riege von <em>André Stentz</em> begonnen.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/05/oberrhein_vorbereitung_1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1372" title="oberrhein_vorbereitung_1" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/05/oberrhein_vorbereitung_1.jpg" alt="" width="570" height="428" /></a></p>
<p>Es ist jammerschade, dass die Elsässer Weine im allgemeinen solche Ladenhüter sind, gibt es hier doch wahre Schätze zu bergen und auch unauffällige Kleinodien zu entdecken. <em>André Stentz</em>, einer der frühen Vorreiter der elsässischen Bioszene, der mittlerweile alle guten Winzer dort angehören, macht seit vielen Jahren einen der besten Crémants, die ich kenne. Der 2008er <em>Crémant d’Alsace</em> aus Pinot Blanc, Pinot Gris und Chardonnay beweist dies ein weiteres Mal. Eine feine Perlage, ein frisches Aroma von Brioche und Nüssen in Verbindung mit mürben Früchten wird durch eine feine Säure herrlich gepuffert. Der <em>Crémant d’Alsace Rosé</em>, neu im Programm, wirkt ebenso fein. Der Pinot Noir aber dreht den Aromenkreis in eine ganz andere Richtung von satten roten Früchten. Ähnlich überzeugend wie die Crémants wirkte der Gutsriesling, der <em>Riesling Alsace AOC</em> des Hauses <em>André Stentz</em>. Trocken, luftig, frisch, mit einer feinen blumigen Note – aromatisch also, aber überhaupt nicht ausladend, sondern eher filigran und fein.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/05/oberrhein_vorbereitung_2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1373" title="oberrhein_vorbereitung_2" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/05/oberrhein_vorbereitung_2.jpg" alt="" width="570" height="428" /></a></p>
<p>Bis zum Spargelessen führte die Reise vom Elsass aus zurück über die Grenze in die Nähe von Lörrach, wo <em>Gerd Schindler </em>im Weingut <em>Lämmlin-Schindler</em> einen hervorragenden Weißburgunder aus dem <em>Mauchener Sonnenstück</em> vinifiziert hat.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/05/oberrhein_vorbereitung_3.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1374" title="oberrhein_vorbereitung_3" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/05/oberrhein_vorbereitung_3.jpg" alt="" width="570" height="428" /></a></p>
<p>Weiter ging die Reise durch das Ländle und den dortigen Rebsortenspiegel zum Auxerrois der <em>Aufrichts</em>, die ich <a href="http://www.originalverkorkt.de/2009/10/weingut-aufricht-gelber-muskateller-2008-spaetbrugunder-bernadette-2007-baden/" target="_blank">hier</a>, <a href="http://www.originalverkorkt.de/2009/11/riesling-meersburger-saengerhalde-trocken-2008-weingut-aufricht-baden/" target="_blank">hier</a> und <a href="http://www.originalverkorkt.de/2009/11/sauvignon-blanc-2008-weingut-aufricht-baden/" target="_blank">hier</a> mal ausführlicher beschrieben habe. Der Auxerrois aus den Meersburger Lagen am Bodensee wirkte allerdings ein wenig zu dropsig, um auf Dauer spannend zu sein.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/05/oberrhein_1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1375" title="oberrhein_1" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/05/oberrhein_1.jpg" alt="" width="570" height="428" /></a></p>
<p>Deutlich spannender und so gelungen wie so ziemlich alles, was <em>Alexander Laible</em> so anpackt als Winzer, ist der <em>Chardonnay SL***</em>. Ein fruchtiger Chardonnay voller Kraft und gleichzeitiger Finesse. Herrlich ausgewogen zwischen Frucht, einer salzigen Aromatik und einer angenehmen Säure. Wenn auch noch sehr jung, wir haben den aktuellen 2009er Jahrgang probiert, gefällt dieser Weine, wenn auch manche Teilnehmer des Abends etwas Schwierigkeiten hatten, sich durch den krautig-gemüsigen Duft der Spontangärung durchzuarbeiten.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/05/oberrhein_2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1376" title="oberrhein_2" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/05/oberrhein_2.jpg" alt="" width="570" height="428" /></a></p>
<p>Zum Spargel dann gab es Ziereisens Gutedel <em>Heugumber</em>. Wer meinen Blog liest, kann mehr zu <em>Hanspeter Ziereisen</em> finden. Der Heugumber ist für mich einer der Sommerweine, nicht nur zum Spargel. Leicht, beschwingt, mit feiner Frucht und Würze, wenig Säure und Alkohol zum moderaten Preis ist das ein richtiger Spaßwein.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/05/oberrhein_4.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1377" title="oberrhein_4" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/05/oberrhein_4.jpg" alt="" width="570" height="380" /></a></p>
<p>Der Wein zum Dessert kam da aus einer ganz anderen Liga. Zurück im Elsass widmeten wir uns dem <em>Gewürztraminer Furstentum Gran Cru Vielles Vignes</em> der <em>Domaine Albert Mann </em>aus dem Jahr 2007. Die Lage <em>Furstentum</em> wird bereits im Jahr 1330 in den Weininventarbüchern des <em>Klosters Basel</em> erwähnt. Der Gewürztraminer ist eine Wucht im wahrsten Sinne. Er dürfte gerade jetzt am Anfang seiner Trinkreife stehen, entfaltet im Laufe des Abends – wir haben ihn früh vorher geöffnet – ein großartig dichtes Aromenspektrum von Rosen, Litschi und Grapefruit in Kombination mit dieser markanten, sortentypischen leicht herben Würze. Eine Wucht aber auch deshalb, weil dieser Wein trotz ordentlicher Restsüße noch 13,5 % Alkohol beisteuert. Das ist nicht leicht zu verkraften, macht aber, wenn man diesem Wein Zeit widmet – Michael und ich haben dies dann nach der Veranstaltung noch ein wenig ausgedehnter getan –, sehr viel Freude.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/05/oberrhein_5.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1378" title="oberrhein_5" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/05/oberrhein_5.jpg" alt="" width="570" height="380" /></a></p>
<p>Die Rotweine des Abends haben leider nicht nur polarisiert, das war uns klar, nein, anscheinend haben wir das Publikum ein wenig überfodert. Zwei Pinot Noir, ein Gamaret und ein Syrah standen auf dem Programm. Das sind letztlich alles nicht unbedingt Weine für Menschen, die sich nur selten tiefer mit dem Thema Wein auseinandersetzen.</p>
<p>So überraschte uns, dass selbst der 2007er <em>Spätburgunder Markgräfler Land</em> von Martin Wassmer den wenigsten zusagte. Ein burgundisch ausgebauter Typ, straight, aber nicht zu kompliziert mit einer angenehm weichen Holznote im Finale. Noch ablehnender standen die meisten dem <em>Blauburgunder 2005 Zur Krone Malans</em> von <em>Anton Boner-Lichti </em>gegenüber. Wirklich überzeugend fand ich diesen Wein allerdings auch nicht, genauso wenig den <em>Gamaret</em> aus der <em>Staatskellerei Zürich</em>. Auch diesen hatten wir vorher geöffnet und kurz probiert. Dabei wirkte der Wein aus der 1970 gezüchteten Traubensorte, die praktisch ausschließlich rund um Zürich angebaut wird, zunächst ganz spannend, weil sie wie keine andere Traube nach frisch gekochtem Rotkohl riecht, nach Rotkohl mit Nelke und ein wenig Pfeffer. Schwer wirkte er in der Nase, weicher und samtiger dann war er am Gaumen. Zweieinhalb Stunden später am Abend wirkte der Wein dann schon etwas müde und ich hatte starke Assoziationen an mit <em>Maggi</em> versetzte Würzsoße.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/05/oberrhein_3.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1379" title="oberrhein_3" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/05/oberrhein_3.jpg" alt="" width="570" height="380" /></a></p>
<p>Für mich über jeden Zweifel erhaben war zum Schluss der 2007er <em>Syrah Gestad</em> von <em>Hanspeter Ziereisen</em>. Ein ausgezeichneter Wein, dessen Aromen von Teer zwar auch nicht allen zusagten, wohl aber mehr Teilnehmern des Abends. Ich bin immer wieder überrascht, wenn ich diesen Wein probiere. Ein Cool-Climate Syrah, nicht schwer, nicht fett, nicht überbordernd. So wie <em>Hanspeter Ziereisen</em> auch seine Blauburgunder zunehmend ausbaut, wird auch der Syrah immer filigraner und präziser. Die kleinen Mengen sind schnell ausverkauft und nicht einmal die Ziereisens konnten uns aus ihrem Keller noch etwas schicken. Bernd Klingenbrunn &amp; Armin Maurer, kurz <a href="http://www.gutsweine.com/gutsweine/" target="_blank">K&amp;M Gutsweine</a>, aber hatten noch eine Magnum für diesen Abend, die sie uns glücklicherweise kurzfristig zusenden konnten; denn sonst wäre das Rebsortenspektrum des Abends um eine Attraktion ärmer gewesen.</p>
<p>Eine schöne Reise war’s, eine Reise mit einigen Einblicken in eine alte Kulturlandschaft, die genauso oft gespalten wurde durch Kriege und Verwüstungen wie sie auch immer wieder zusammengefunden hat in gemeinsamen Interessen und Traditionen. Und eine Weinreise ist sie auf jeden Fall wert.</p>
<h5>Cremant d’Alsace blanc/rosé, André Stentz, Elsass, 2008<br />
Riesling Alsace AOC, André Stentz, Elsass, 2009<br />
Weißburgunder »Mauchener Sonnenstück«, Lämmlin-Schindler, Baden, 2009<br />
Auxerrois, Aufricht, Baden, 2009<br />
Chardonnay SL 3 Sterne, Andreas Laible, Baden, 2009<br />
Gutedel »Heugumber«, Hanspeter Ziereisen, Baden, 2009<br />
Gewürztraminer »Fürstentum Gran Cru Vielles Vignes«, Albert Mann, Elsass, 2007<br />
Spätburgunder »Markgräfler Land«, Martin Wasmer, Baden, 2007<br />
Blauburgunder zur Krone Malans , Anton Boner-Lichti, Bündner Herrschaft, 2005<br />
Gamaret, Staatskellerei Zürich, Zürich, 2006<br />
Syrah »Gestad«, Hanspeter Ziereisen, Baden, 2007</h5>
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		<title>Chardonnay »Hard« 2007, Hanspeter Ziereisen, Baden</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 19:11:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chardonnay]]></category>
		<category><![CDATA[Weine im eigenen Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss, Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Weissweine]]></category>

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		<description><![CDATA[Momentan bin ich ja dabei, einen kleinen Online-Shop mit einer originalverkorkten Auswahl an Weinen zu füllen, und darunter leidet ein wenig die Dichte an Veröffentlichungen im Blog. Bevor aber die Notizen verstauben und die Erinnerungen verblassen, denke ich gerne zurück an den letzten Donnerstag, als ich abends mit Siggi einige Weine probiert habe, beispielsweise den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span><span>Momentan bin ich ja dabei, einen kleinen Online-Shop mit einer originalverkorkten Auswahl an Weinen zu füllen, und darunter leidet ein wenig die Dichte an Veröffentlichungen im Blog. Bevor aber die Notizen verstauben und die Erinnerungen verblassen, denke ich gerne zurück an den letzten Donnerstag, als ich abends mit Siggi einige Weine probiert habe, beispielsweise den <em>Chablis Premier Cru Fourchaume </em> von <em>Goulley</em> wie auch diesen Ziereisenschen Chardonnay mit dem altüberlieferten Parzellennamen <em>Hard</em>. </span></span></p>
<p><span><span><img class="alignleft size-full wp-image-1314" title="ziereisen" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/04/ziereisen.jpg" alt="ziereisen" width="570" height="380" /><br />
</span></span></p>
<p><span><span>Die Ziereisens haben mir auf der Prowein Dienstagmorgen eine Stunde ihrer Zeit widmen können, der Zeitpunkt war gut gewählt; denn sonst ist es am Gemeinschaftsstand von Ziereisen &#8211; Molitor &#8211; van Volxem sehr, sehr voll. Dort habe ich neben den Pinots und dem Syrah die ganze Reihe unfiltrierter Weißweine des neuen Jahrgangs probieren können und der Chardonnay ist mir förmlich auf der Zunge explodiert. Daher war ich sehr gespannt auf diesen handverlesenen Wein. Der Mann ist ja vor allem bekannt für seine Pinots, die sich in ihrer Stilistik zunehmend ändern von eher holzbetonten, kräftigen Typen zu klar strukturierten, leichteren aber ganz präzisen Tropfen. Darüber sollte man seine Weißweine nicht vergessen, die von außerordentlicher Güte sind.</span></span></p>
<p><span><span><img class="alignleft size-full wp-image-1313" title="ziereisen_hard" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/04/ziereisen_hard.jpg" alt="ziereisen_hard" width="570" height="379" /><br />
</span></span></p>
<p><span><span> In der Nase wirkt der Wein ein wenig elsässisch, so blumig-duftig steht er im Glas. Ich hatte ein wenig Angst, dass er vielleicht zu fett geraten sein könnte, wie es häufig passiert mit Chardonnays, die Holz gefühlt haben. Hier? Mitnichten. Was nach der blumigen Nase im Mund verströmt, sind feine gelbe Früchte mit einem leichten Touch von Holz – lediglich und zum Glück 10 Prozent neue Barriques und 90 Prozent gebrauchtes Markgräfler Holz – und Karamell. Dieser Wein ist enorm aromatisch und dicht, dabei aber eben kein Stück schwer. Im Gegenteil, da gibt es genügend kalkige Mineralität und eine hervorragende Säurestruktur, die diesen leicht trüben, da unfiltrierten Wein zu einem Erlebnis macht. </span></span></p>
<h5>Chardonnay »Hard« 2007, Hanspeter Ziereisen, Baden</h5>
<p><span><span><br />
</span></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Traubentausch: Sauer vs. Ruck</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 08:05:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auxerrois]]></category>
		<category><![CDATA[Chardonnay]]></category>
		<category><![CDATA[Rieslaner]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Schaumwein]]></category>
		<category><![CDATA[Silvaner]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss, Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Weissweine]]></category>
		<category><![CDATA[nach Rebsorten]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist ungewöhnlich, was die beiden befreundeten Winzer aus Franken da seit 2006 machen. Sie tauschen reifes Rebgut aus ihren besten Lagen, die da wären Escherndorfer Lump bei Horst Sauer und der Iphofener Julius-Echter-Berg bei Johann (Hansi) Ruck. Heraus kommen vier Weine, also zwei aus jedem Hang im Stil der beiden Winzer. Zwei Stile, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ungewöhnlich, was die beiden befreundeten Winzer aus Franken da seit 2006 machen. Sie tauschen reifes Rebgut aus ihren besten Lagen, die da wären <em>Escherndorfer Lump</em> bei <em>Horst Sauer</em> und der <em>Iphofener Julius-Echter-Berg</em> bei <em>Johann (Hansi) Ruck.</em> Heraus kommen vier Weine, also zwei aus jedem Hang im Stil der beiden Winzer. Zwei Stile, die unterschiedlicher in Franken kaum sein könnten – wage ich zu behaupten.</p>
<p>Unser Gastgeber allerdings hat sich nicht lumpen lassen, den Abend zunächst mit einem Champagner &#034;auf&#039;s neue Jahr&#034; einzuläuten und mit einem verdeckten Weißwein fortzufahren, wo er seinen halben Weinkeller drauf verwetten wollte, dass wir es nicht rauskriegen, was das nun ist, was wir im Glas haben. Getraut hat er sich nicht – aber rausgefunden haben wir es auch nicht.</p>
<h4>Pierre Gimonnet &amp; Fils, Cuvée Eckart Witzigmann, Blanc de Blancs, Brut 1998</h4>
<p>Der Champagner stammt von <em>Pierre Gimonnet</em>, ein Blanc de Blancs 1998, abgefüllt für <em>Eckart Witzigmann</em> und erworben vor wenigen Jahren für erstaunliche 34,- Euro. <em>Pierre Gimmonet &amp; Fils</em> gehört unter den Winzern, die auschließlich eigenes Traubengut verarbeiten, mit 25 Hektar eher zu den großen Erzeugern. Diese 25 Hektar finden sich ausschließlich an der Côte de Blancs und es wird ausschließlich Champagner aus Chardonnay erzeugt, und das von teils 90 Jahre alten Stöcken.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1189" title="gimmonet_1998" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/01/gimmonet_1998.jpg" alt="gimmonet_1998" width="570" height="428" /></p>
<p>Diese Cuvée besticht durch geröstete Nüsse, etwas Brioche und bei längerer Standzeit zunehmender Quitte. Hinzu kommt etwas mürber Apfel und eine sehr frische, klare Säure. Eine sehr angenehmer, durchaus beglückender Einstieg in den Abend.</p>
<h4>Auxerrois 2008, Weijngoed Thorn, Niederlande</h4>
<p>Was folgte, war die Verkostung eines Weins, den ich am ehesten als Weißburgunder des Alto Adige , also nach Südtirol, gesteckt hätte. In der Tat aber hatten wir einen frischen Auxerrois aus den Niederlanden im Glas, genauer gesagt, aus der Gegend von Maastricht. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thorn_%28Limburg%29" target="_blank"><em>Thorn</em></a> wird auch <em>die weiße Stadt</em> bzw. <em>het witte stadje</em> genannt, welches, ganz in Weiß verputzt, reich wurde durch das dort angesiedelte Stift. Das Stift war durchaus ungewöhnlich mächtig und die Äbtissinnen führten über 800 Jahre lang ein eigenes Fürstentum. Sie saßen als Fürstinnen sogar in der deutschen Nationalversammlung.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1190" title="thorn_auxerrois_2008" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/01/thorn_auxerrois_2008.jpg" alt="thorn_auxerrois_2008" width="570" height="428" /></p>
<p>Der Wein war gut. Zunächst ganz leichte Gemüsenoten, später setzt sich Zitrone durch und eine gewisse Mineralität. Das ist nichts, was man lange in Erinnerung hält. Aber die Balance stimmte und ich würde ihn als Alltagswein jederzeit empfehlen – wenn er nicht etwas zu teuer wäre mit etwa 13 Euro. Aber das muss man ihm nachsehen, kommt er doch aus einem Gebiet, in dem noch Pionierarbeitet geleistet wird.</p>
<h4>Horst Sauer, Escherndorfer Lump, Silvaner Spätlese 2006</h4>
<p>Nun aber zum eigentlichen Thema. Auf Initiative der Weinhändler <em>Kössler &amp; Ulbrich</em>, besser bekannt als <em><a href="http://www.weinhalle.de" target="_blank">K&amp;U Weinhalle</a>,</em> haben die beiden Weinmacher <em>Horst Sauer</em> und <em>Hansi Ruck</em> in 2006 zum ersten Mal Trauben aus ihren besten Lagen getauscht. <em>Escherndorfer Lump</em>, die Heimatdomäne von <em>Horst Sauer,</em> gegen den <em>Iphöfer Julius-Echterberg </em>von <em>Hansi Ruck</em>. Wir haben immer zuerst den Heimatwein gegen den Gast probiert und somit mit Sauers <em>Lump</em> begonnen.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1191" title="horst_sauer_lump_sl_06" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/01/horst_sauer_lump_sl_06.jpg" alt="horst_sauer_lump_sl_06" width="570" height="372" /></p>
<p>In der Nase finde ich zunächst ein wenig angekochtes Gemüse und etwas, was an reifen Kürbis erinnert. Dazu kommt Litchi, die zunehmend dominanter wird, Honig und schon der Geruch von Cremigkeit, den ich im Mund direkt wieder finde. Um die Palette abzurunden, was noch nicht direkt etwas über die Qualität aussagt: Mango und Papaya komplettieren den Früchtekorb und bei längerer Standzeit finden sich ebenso Dörrobstaromen. Hinten heraus hat man die Erinnerung an etwas Kreide und zunehmend Süßholz. Das, was den Wein ausmacht, ist die – Entschuldigung, ich kann es nicht anders formulieren – ätherische Leichtigkeit bei gleichzeitiger kompletter Bodenhaftung. Dieser Wein ist absolut geradlinig, er ist in seiner Komplexität und Struktur ausgesprochen gelungen. Er hat eine herrlich reife, eindringliche Frucht und gehört für mich zum Besten, was ich an Silvaner kenne. Das ist ganz herrlicher Stoff: ein Wein, mit dem ich mich, die Bocksbeutelflasche unterm Arm, ans Kaminfeuer zurückziehen würde, um ihn einfach so in Ruhe zu genießen.</p>
<h4>Johann Ruck, Escherndorfer Lump, Silvaner Spätlese 2006</h4>
<p><em>Johann Ruck </em>hat es schwer gegen diesen, im positiven Sinne modern gemachten, ausgezeichneten Silvaner. Ruck arbeitet anders. In seinen Weinen findet man immer auch Noten von Spontanvergärung, die Weine haben normalerweise ein sehr straffes Rückgrad, sind stoffig und rubust. Ich würde mal sagen, dass die Interpretation, die <em>Johann Ruck </em>vom<em> Escherndorfer Lump</em> geliefert hat, sehr gewöhnungsbedürftig ist. Was die Nase dominiert, ist ein ausgeprägter Stallgeruch, der praktisch alles andere überlagert. Selbst im Mund wandelt sich der Stall von Geruch zu Geschmack und der Wein wirkt in hohem Grade matt auf der Zunge. Kantig wirkt er, gerade im Gegensatz zum fein gewirkten Sauerschen Silvaner. Würziger ist er und säurebetonter.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1192" title="hansi_ruck_lump_sl_06" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/01/hansi_ruck_lump_sl_06.jpg" alt="hansi_ruck_lump_sl_06" width="570" height="440" /></p>
<p>Kaum zu glauben, dass wir hier Weine aus dem gleichen Traubengut vor uns im Glas haben.</p>
<h4>Johann Ruck, Iphöfer Julius-Echterberg, Silvaner Großes Gewächs 2006</h4>
<p>Das, was bei Rucks Lump enttäuschend war, findet sich bei seinem Heimatwein diesmal in angenehmer Weise wieder. Auch hier finden wir Noten von Spontanvergärung, auch hier etwas Animalisch-Stalliges, allerdings deutlich zurückhaltender, nicht dominierend. Es reiht sich ein in leichte Gemüsenoten und kräftige Würznoten. Auch hier ist die Säure präsent, dringt durch den stoffigen, erdigen Wein.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1193" title="hansi_ruck_julius_echterberg_gg_06" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/01/hansi_ruck_julius_echterberg_gg_06.jpg" alt="hansi_ruck_julius_echterberg_gg_06" width="570" height="428" /></p>
<p>Eine gewisse Cremigkeit macht sich breit auf der Zunge und der Wein, den wie dekantiert haben – das hätte Rucks <em>Escherndorfer Lump</em> wohl ebenso gut getan –, bildet eine gewisse Eleganz und durch die Würze dringt ein wenig Marille. Das ist klassisches, kräftiges, würziges Franken. Ein Wein im traditionellen Stil, ein Wein mit sehr viel eigenem Charakter, den man allerdings auch erst einmal mögen muss. Wenn man diesen klassischen Frankenweinstil mag, hat man hier einen hervorragenden Wein im Glas.</p>
<h4>Horst Sauer, Iphöfer Julius-Echterberg, Silvaner Spätlese 2006</h4>
<p><em>Horst Sauer</em> ist mit dem Fremdlesegut besser zurecht gekommen als <em>Johann Ruck</em> umgekehrt. Er macht einen sehr guten Wein. Der Duft reifer Birnen hängt über dem Glas, eine reife Süße erkenne ich, dazu stoßen frische Aprikosen und eine feine Schärfe. Ein klares Säuregerüst stützt diesen warmen, reifen Wein.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1194" title="horst_sauer_julius_echterberg_sl_06" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/01/horst_sauer_julius_echterberg_sl_06.jpg" alt="horst_sauer_julius_echterberg_sl_06" width="570" height="379" /></p>
<p>Es ist nicht wirklich erstaunlich, wie klar man die Stile der beiden fränkischen Großmeister voneinander unterscheiden kann. Sie sind so klar und weit voneinander entfernt. <em>Sauer</em> macht warme, ich sage mal gelbe Weine, wenn man nach Farben geht, sind es die Weine reifer, gelber Früchte. <em>Ruck</em> macht die Weine des Bodens, der Erde, der Würze, in die sich nur hier und da mal ein Hauch von deutlicher Frucht mischt. Es ist faszinierend, zu schmecken, wie man mit unterschiedlichen Heransgehensweisen aus demselben Lesegut solch unterschiedliche Weine vinifizieren kann.</p>
<h4>Castellsches Domänenamt, Casteller Kugelspiel, Rieslaner Spätlese 1988</h4>
<p>Jörg hat aus seinem Keller einen Wein geholt, den er da irgendwann mal <em>vergessen</em> hat. Gut für uns; denn es war durchaus spannend, diesen Wein zu probieren. Eine trockene Spätlese vom Rieslaner findet man heute nicht mehr. Wir haben gerätselt, ob irgendein Winzer so etwas noch anbietet – aber uns ist keiner eingefallen.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1195" title="casteller_kugelspiel_rislaner_88" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/01/casteller_kugelspiel_rislaner_88.jpg" alt="casteller_kugelspiel_rislaner_88" width="570" height="433" /></p>
<p>Um es vorweg zu sagen: Dies ist kein Wein mehr, den man mit viel Genuß trinken mag. Sehr viel Firniss liegt im Glas mit einem ganz leichten Resthauch Stachelbeere. Was aber wirklich faszinierend ist, ist der Duft. Zunächst einmal liegt ein leichter Geruch von warmem Gummi über dem Glas. Dieser verfliegt schnell, und was dann stehen bleibt ist, frische Haselnuss, sehr deutlich, mit einem leichten Anteil Schießpulver und einem Hauch von Bernstein-Kolophonium. Herrlich.</p>
<h4>Florian Weingart, Bopparder Hamm Feuerlay, Spätlese* 2004</h4>
<p>Im letzten Jahr habe ich bei <em>Florian Weingart</em> diese Spätlese mit einem Stern erworben. Er hat sie heruntergestuft, eigentlich hatte er sie als Auslese verkauft, da er aber die 2005er Auslese deutlich besser fand, hat er die 2004er dann zur Spätlese degradiert und auch günstiger verkauft. Das ist eine sehr ehrliche Haut, der Herr Weingart. Der Preis für diese 2004er Spätlese lag deutlich unter 10 Euro.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1196" title="weingart_feuerlay_sl_04" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/01/weingart_feuerlay_sl_04.jpg" alt="weingart_feuerlay_sl_04" width="570" height="428" /></p>
<p>Dafür hatten wir einen Wein im Glas, der mit seinen 7,5% Alkohol (!) ganz frisch im Glas stand. Er wirkt immer noch leicht moussierend auf der Zunge, wirkt ganz leicht mit einem herrlichen Spiel zwischen Süße und Säure und dem Duft und Geruch nach Honig und Steinobst mit ein wenig Kräutern und der typischen boppardschen Mineralität. Zum Ausklang dieses Abends einigermaßen perfekt.</p>
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		<title>Gocher Weinzyklus 3 &#8211; Champagne, die Grande Dame wird niemals alt</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 16:57:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bioweine]]></category>
		<category><![CDATA[Chardonnay]]></category>
		<category><![CDATA[Mixtouren]]></category>
		<category><![CDATA[Pinot Meunier]]></category>
		<category><![CDATA[Pinot Noir / Spätburgunder]]></category>
		<category><![CDATA[Schaumwein]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss, Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Weissweine]]></category>
		<category><![CDATA[nach Rebsorten]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Haus zu den fünf Ringen gehört zu den wenigen historischen Gebäuden der im Krieg zu über 90 Prozent zerstörten Stadt Goch. Zusammen mit dem historischen Rathaus, dem Van-den-Bosch-Haus und dem Mosters-Haus bildet es ein Ensemble von Gebäuden aus dem 16. Jh. Das Gebäude diente ursprünglich als adliges Stadtwohnhaus, in den Kellerräumen befand sich ab [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <em>Haus zu den fünf Ringen</em> gehört zu den wenigen historischen Gebäuden der im Krieg zu über 90 Prozent zerstörten Stadt <a href="http://www.goch.de" target="_blank">Goch</a>. Zusammen mit dem historischen Rathaus, dem <em>Van-den-Bosch-Haus</em> und dem <em>Mosters-Haus</em> bildet es ein Ensemble von Gebäuden aus dem 16. Jh. Das Gebäude diente ursprünglich als adliges Stadtwohnhaus, in den Kellerräumen befand sich ab 1828 eine große Weinhandlung. Später wurde im hinteren Gebäudeteil Bier gebraut. Bis in die Mitte des 20. Jh.&#039;s bekam man hier das dunkle, niederrheinische Alt der Familie <em>Janßen</em>. Nach dem Krieg baute die Familie dann einen Getränkeverlag auf, der in den Achtzigern in ein Gewerbegebiet verlegt wurde. Das Haus wurde an die Stadt veräußert und befindet sich im Stadium der Renovierung. Dabei ist es nach dem Guss einer neuen Bodenplatte so weit nutzbar, dass das Museum Goch die Räumlichkeiten als Ausstellungsfläche für heimatkundliche Objekte verwendet.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1084" title="Fuenf_Ringe_Haus" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/11/Fuenf_Ringe_Haus.jpg" alt="Fuenf_Ringe_Haus" width="550" height="395" /></p>
<p>Dieses mit zu den schönsten historischen Gebäuden am Niederrhein zählende Haus bot uns die Kulisse für den dritten Teil des <em>Gocher Weinzyklus</em>. <em>Champagne – Die Grande Dame wird niemals alt </em>war das Thema, zu dem der Veranstalter, der Gocher Juwelier<em> Georg Schotten,</em> geladen hatte, um Funkelndes miteinander zu verbinden: die Präsentation seiner Winterkollektion in Verbindung mit einer Reise durch die Champagne.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1089" title="Haus_Innen" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/11/Haus_Innen.jpg" alt="Haus_Innen" width="550" height="366" /></p>
<p><em>Michael van den Höövel </em>und ich haben dabei versucht, mit den sechs präsentierten Champagnern eine Auswahl zu treffen, die verdeutlicht, wie heterogen und spannend dieses Weinbaugebiet ist – auch abseits der wenigen bekannten Namen. Sechs Schaumweine aus den unterschiedlichen Regionen der Champagne, ein Abbild verschiedener Rebsorten und Cuvées bis hin zu von Pinot Noir bzw. von Chardonnay geprägten Jahrgangschampagnern. Dabei wechselten sich Winzerchampagner mit denen großer und kleiner Häuser ab.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1090" title="Vorbereitung" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/11/Vorbereitung1.jpg" alt="Vorbereitung" width="550" height="366" /></p>
<h4>Franck Pascal, Cuvée de Reserve Brut Nature, Vallée de la Marne</h4>
<p>Einen wunderbar leichten Einstieg bot der Winzerchampagner von <em>Franck Pascal</em>. Ungewöhnlich in seiner Art, <em>Pinot Meunier</em> geprägt und ohne Dosage abgefüllt, fand er doch Zuspruch; denn er kommt nicht so knochentrocken daher, wie man auf Grund der fehlenden Dosage hätte vermuten können. 4 Hektar besitzt <em>Franck Pascal</em> im Tal der Marne und beginnt mit einem Flaschenpreis von 26 Euro. Cremig ist sie, diese <em>Cuvée de Reserve </em>mit feiner Hefe und einem schönen Duft von reifen Äpfeln. Für mich ein ausgezeichneter Bankett-Champagner, den es ebenso mit einer geringen Dosage von 3 Gramm gibt.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1093" title="glaeser" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/11/glaeser.jpg" alt="glaeser" width="550" height="366" /></p>
<h4>Louis Roederer Brut Premier, Reims</h4>
<p>Ganz anders präsentierte sich der<em> Roederer Brut</em>. Druckvoller und säurebetonter zeigt sich der Einstiegswein von<em> Louis Roederer</em>. 4 Hektar <em>Pascal</em> gegen 300 Hektar <em>Roederer</em> (200 ha plus 100 ha zugekaufte Reben), Winzerfamilie gegen Glamour und Marketing. So kontrastreich ging es zu.</p>
<p>Diesem Wein werden verschiedene in Eichenfässern ausgebaute Reserveweine zugesetzt. Er setzt sich zusammen aus etwa einem Drittel Chardonnay und zwei Dritteln Pinot, davon wiederum ca. 15 % Pinot Meunier. Neben den klaren Hefearomen strömt der Duft von Mandeln aus dem Glas, dazu viel Zitrus und frische Orange und grüner Apfel. Der Wein ist sehr straff und mineralisch – ein ausgewogener, kräftiger, klarer, beeindruckender Stil aus Reims.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1096" title="gaeste" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/11/gaeste1.jpg" alt="gaeste" width="550" height="366" /></p>
<h4>Drappier Brut Rosé, Val de Demoiselles, Côte de Bar</h4>
<p><em>Drappier</em> liegt in einem der Satellitengebiete der Champagne,  an der <em>Côte de Bar</em> im <em>Departement Aube</em>. Lange haben sich Winzer wie Politiker aus den Departements der <em>Marne</em> und <em>Aube</em> um die Zugehörigkeit der Aube-Gebiete zur Appellation Champagne gestritten. Wie Stiefkinder wurden die Gebiete behandelt, in denen der Champagner lange <em>Saulte Bouchon</em> hieß und der Weinbau vor allem durch die Mönche des Klosters <em>Clairveaux</em> forciert wurde.  Seit einigen Jahrzehnten ist das kein Thema mehr, man hat zusammengefunden, nicht zuletzt durch den gemeinsamen Feind, der sämtliche Champagnergebiete in den Weltkriegen entweder verwüstet oder ausgebeutet hat.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1091" title="drappier_rose" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/11/drappier_rose1.jpg" alt="drappier_rose" width="550" height="395" /></p>
<p>Mit 50 Hektar gehört <em>Drappier</em> zu den kleinen, ausgezeichneten Betrieben in dieser Gegend. Sie tragen das im Namen, was so einige alteingesessene Häuser – <em>Ruinart</em> ist das beste Beispiel – gemacht haben, bevor sie sich dem Vertrieb von Champagner gewidmet haben. Die <em>Drappiers</em> waren Tuchhändler. Irgendwann hat man dem Kunden als <em>Mitbringsel</em> den geschätzten Champagner mitgegeben und der wurde dann zunehmend so beliebt, dass das Geschäft einträglicher war als das des Tuchhandels.</p>
<p>Der Rosé aus einem kleinen Wingert namens <em>Val des Demoiselles</em>, Tal der Jungfrauen, stammt zu 100 Prozent aus Pinot Noir, der bei <em>Drappier</em> drei Tage auf der Maische belassen wird. Ein kräftiger Champagner mit dem Duft von roten Früchten und ein wenig Veilchen und leichten Gewürzen. So kräftig, dass er dem Essen in der Pause nach der Präsentation von <em>Schottens Kollektion</em> mühelos standhalten konnte.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1087" title="Fingerfood_Petersilchen" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/11/Fingerfood_Petersilchen.jpg" alt="Fingerfood_Petersilchen" width="550" height="366" /></p>
<h4>De Sousa et Fils, Blanc de Blancs Réserve Gran Cru, Côte de Blancs</h4>
<p>Der zweite Teil der Tour durch die Champagne begann mit der Vorstellung eines kleinen Hauses aus dem Ort <em>Avize</em>, einem der Zentren der<em> Côte de Blancs</em>. Das 11-Hektar-Weingut <em>De Sousa &amp; Fils</em> hat hier zu einem eigenen klaren Stil gefunden. Ausgezeichnete biodynamische Weinbergsarbeit ausschließlich in Gran Cru Lagen, Spontanvergärung und Ausbau in Barriques, in diesem Fall in 15 Prozent neuen Fässern. Das Ergebnis ist ein wunderbar cremiger Chardonnay mit Aromen von frischem Brioche, Nüssen und Zitrus. Je länger der Wein steht, desto stärker werden die Aromen von reifen Orangen. Für 35 Euro ist dies ein wunderbar reifer und fülliger Champagner sehr guter Qualität.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-1092" title="familie_schotten" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/11/familie_schotten-527x400.jpg" alt="familie_schotten" width="527" height="400" /></p>
<h4>Fleury Père et Fils, Millésime 1996, Côte de Bar</h4>
<p>Ebenfalls biodynamisch arbeitet <em>Fleury Pere &amp; Fils</em>. Er gehört mit zu den Pionieren in der Champagne. Bekannt geworden als Winzer des Jahres 1993 im <em>Gault Milliau,</em> macht er für mich momentan mit die besten Champagner unterhalb der 100 Euro-Grenze. Der 1996er Millésime hat große Klasse. Eine wunderbare Verbindung aus Frische und Alterungsnoten, reifer Hefe, mürbem Apfel und frischen roten Beerenfrüchten und ein wenig Tabak. Eine klare Pinot Noir-Dominanz sorgt für Kraft. Sehr, sehr harmonisch steht er dem letzten Wein des Abends in nichts nach.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1088" title="michael" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/11/michael.jpg" alt="michael" width="550" height="366" /></p>
<h4>Billecart-Salmon, Cuvée Nicolas-François Billecart Millésime 1998, Montagne de Reims</h4>
<p>Der <em>Billecart-Salmon Cuvée Nicolas-François Billecart 1998 Millésime</em> zeigt ähnlich herrlich harmonische Reife. Chardonnay von der<em> Côte de Blancs</em> und zehn Prozent Pinot Noir aus der <em>Montagne de Reims</em> sowie eine leichte Dosage, die bei <em>Billecart</em> 10 Jahre lang in Holzfässern gelagert wird, bilden einen weichen, Brioche und Zitrus geprägten Wein.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1095" title="champagne_stilleben" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/11/champagne_stilleben.jpg" alt="champagne_stilleben" width="550" height="366" /></p>
<p>Es gab eine deutliche Lagerbildung bei den beiden letzten Jahrgangschampagnern. Da mochte der eine lieber Pinot Noir, die andere präferierte den Chardonnay. Außergewöhnliche Klasse kann man beiden Häusern bescheinigen. Das sind beides Weine, die in ihrer Klarheit und Tiefe auf wunderschöne Art die Einzigartigkeit der Champagne präsentieren – und nicht zuletzt einen gelungenen Schlusspunkt für den Abend gesetzt haben.</p>
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		<title>Secret Mineral 2006, Denis Jeandeau, Pouilly-Fuissé, Bourgogne</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Aug 2009 21:10:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bioweine]]></category>
		<category><![CDATA[Chardonnay]]></category>
		<category><![CDATA[Weine im eigenen Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss, Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Weissweine]]></category>
		<category><![CDATA[nach Rebsorten]]></category>

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		<description><![CDATA[Abgesehen von dem Irrtum, dass ich beim Kauf davon ausgegangen bin, dass dieser Wein ein Sauvignon Blanc sei, und den damit verbundenen Irritationen bei der Probe, ist dies ein beeindruckender Wein. Der Wein stammt aus Pouilly-Fuissé im Mâconnais, genau gesagt, aus den Lagen  le Clos des Prouges und la Terre Jeanduc, wobei die ältesten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Abgesehen von dem <a href="http://www.originalverkorkt.de/2009/08/pouilly-fuisse-liegt-nicht-neben-pouilly-fume/" target="_blank">Irrtum</a>, dass ich beim Kauf davon ausgegangen bin, dass dieser Wein ein <em>Sauvignon Blanc</em> sei, und den damit verbundenen Irritationen bei der Probe, ist dies ein beeindruckender Wein. Der Wein stammt aus <em>Pouilly-Fuissé </em>im <em>Mâconnais</em>, genau gesagt, aus den Lagen <span class="body-12px-sw-normal"><em> le Clos des Prouges</em> und <em>la Terre Jeanduc</em>, wobei die ältesten Rebstöcke mittlerweile  bis zu 75 Jahre alt sind.<br />
</span></p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/08/desneau_puilly_fuisse_secret_mineral_2006.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-739" title="desneau_puilly_fuisse_secret_mineral_2006" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/08/desneau_puilly_fuisse_secret_mineral_2006.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a></p>
<p><em>Als würde man Birnen, Honig und Bananen als Geruchsproben in Reagenzgläser verbannen und dann inhalieren.</em></p>
<p>Ein opulenter Geruch strömt da aus dem Glas und bleibt auch auf der Zunge präsent. Dort wirkt der Wein allerdings viel feiner und man spürt deutlich das mineralische Grundgerüst. Es kommt eine feine Säure hinzu, die sich gegen die Opulenz stellt und den Wein ins Lot bringt. Ein Chardonnay-Schwergewicht, welches trotzdem deutlich elegant bleibt. Sehr fein gemacht.</p>
<h5>Secret Mineral 2006, Denis Jeandeau, Pouilly-Fuissé, Bourgogne, 25,- Euro</h5>
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		<title>Pouilly-Fuissé liegt nicht neben Pouilly-Fumé</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Aug 2009 18:22:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abschweifungen]]></category>
		<category><![CDATA[Chardonnay]]></category>
		<category><![CDATA[Sauvignon Blanc]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss, Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Weissweine]]></category>
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		<description><![CDATA[Stand ich doch am Freitag in einem meiner bevorzugten Weinläden und suchte noch einen Gegenspieler zum Quarz Sauvignon Blanc der Cantina Terlan, so einem 25 Euro Schwergewicht aus dem Süden Tirols. Ich fand einen Pouilly-Fuissé von Denis Jeandeau. Der Name sagte mir nichts und ich griff eher ein wenig blind zu.
Um zwei Sauvignon Blancs zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stand ich doch am Freitag in einem meiner bevorzugten Weinläden und suchte noch einen Gegenspieler zum <em>Quarz</em> Sauvignon Blanc der <a href="http://www.kellerei-terlan.com/" target="_blank"><em>Cantina Terlan</em></a>, so einem 25 Euro Schwergewicht aus dem Süden Tirols. Ich fand einen <em>Pouilly-Fuissé</em> von <em>Denis Jeandeau</em>. Der Name sagte mir nichts und ich griff eher ein wenig blind zu.</p>
<p>Um zwei Sauvignon Blancs zu vergleichen, war das nicht unbedingt die richtige Wahl. Ich muss gestehen, dass ich keinen blassen Schimmer davon hatte, dass <em>Pouilly-Fuissé </em>mitnichten an der Loire liegt und auch keinen Sauvignon Blanc zum Inhalt hat. Ich wunderte mich schon stark ob der schweren Bananentöne im Wein und dachte an einen <em>Chenin Blanc, </em>um wenigstens das Gebiet zu verteidigen. Aber es wird Chardonnay angebaut in <em>Pouilly-Fuissé</em>, denn diese Appellation liegt im Burgund.</p>
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