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	<title>originalverkorkt &#187; Chenin Blanc</title>
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	<description>flüssige und überflüssige Eskapaden</description>
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		<title>Artikel No. 500: Ein bunter Strauß ungewöhnlicher Weine</title>
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		<pubDate>Thu, 19 May 2011 10:42:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bonner Weinzirkel]]></category>
		<category><![CDATA[Cabernet Franc]]></category>
		<category><![CDATA[Chenin Blanc]]></category>
		<category><![CDATA[Gelber Orleans]]></category>
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		<description><![CDATA[Zufälliger Weise ist das nun das Posting No. 500. Nach etwas über vier Jahren. Da kommt ja doch was zusammen. Statt groß zu feiern mache ich das, wozu dieses Blog da ist und resümmiere mal den letzten Weinabend unserer Bonner Runde.

Hatten wir bisher meist klar umrissene Gebiete oder Sorten als Themen des Abends, war ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zufälliger Weise ist das nun das Posting No. 500. Nach etwas über vier Jahren. Da kommt ja doch was zusammen. Statt groß zu feiern mache ich das, wozu dieses Blog da ist und resümmiere mal den letzten Weinabend unserer Bonner Runde.</p>
<p>Hatten wir bisher meist klar umrissene Gebiete oder Sorten als Themen des Abends, war es diesmal anders. Es war so etwas wie eine Best-Bottle-Party, eigentlich aber eher nach dem Motto &#034;Ich hole mal die Dinge aus dem Keller die ich immer mal mit anderen zusammen probieren wollte&#034;. So war bei diesem Abend nicht entscheidend, wer jetzt die rarste und teuerste Flasche aus den Tiefen des Kellers hervorgezaubert hat, angenehmer Weise wird hier eh nicht um die Position des Alphatier-Weinkenners und -sammlers gerungen, viel interessanter war die Bandbreite ungewöhnlicher Weine, die jeder beizusteuern hatte.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_01201.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1729" title="DSC_0120" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_01201.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a></p>
<p>Ich selber habe zu diesem Abend einen süßen Champagner, und mit süß meine ich süß, von <em><a href="http://www.champagne-fleury.fr" target="_blank">Fleury</a></em> beigesteuert und die einzige Flasche <a href="http://www.niepoort-vinhos.com" target="_blank">Niepoort</a> Redoma 1996, die ich hatte. Aber dazu später mehr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Vorspiel</strong><br />
Begonnen haben wir, nachdem klar war, wer in die zweite Liga absteigen würde und wer noch eine Chance hat, drin zu bleiben. Begonnen haben wir mit einem Wein ausser der Reihe, einem Aperitiv des Gastgebers, genau so blind eingeschenkt wie die restlichen Weine des Abends.</p>
<p>Woran denke ich, wenn der Wein nach Traminer riecht aber nicht unbedingt danach schmeckt? Wenn er eher nach Riesling schmeckt, aber auch nicht so richtig? Ich denke dann immer an den Cöllner Rosenberg, auf dem der gemischte Satz (Riesling und Traminer) des <em>Weinguts Hahnmühle</em> steht. Ich hatte den 2010er gerade eine Woche vorher noch vor Ort probiert und das war meine Idee, die ich zu dem Wein im Glas hatte. Das Elsaß fällt mir noch als Alternativursprungsort zum Alsenztal ein, doch ich liege falsch. Was hier so frisch und kräutrig, mit angenehmer Holunderblütennoten daher kommt ist ein blitzsauberer trockener <strong><em>Muskateller 2009</em></strong> der Familie <strong><em>Rebholz</em></strong>, Pfalz also, sehr ansprechend.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Erstes Doppel</strong><br />
Ernst wurde es mit dem ersten Gedeck, zwei Weiße nebeneinander und grundverschieden. Im linken Glas findet sich ein Wein mit leichten Petrolnoten, Riesling, ziemlich klar, zunächst denke ich an Mosel, doch nur im ersten Moment, dann wandere ich gedanklich weiter Richtung Nahe, Pfalz… Ins Elsass gelange ich nicht auf meiner imaginären Wanderung, doch da hätte ich hingemusst um den Wein zu verorten, den ich zwei Stunden vorher noch mit <em>Matthias</em> von<em> <a href="http://chezmatze.wordpress.com/" target="_blank">Chez Matze</a> </em>aus dem Weinbunker geholt hatte. Der Wein schmeckt entschieden deutsch, nicht elsässisch, er schmeckt auch gut, aber nicht hervorragend, hat Charakter, aber zu wenig momentan, zu wenig für einen <strong><em>Schlossberg Grand Cru 2005 </em></strong>von<strong><em> Albert Mann</em></strong>. Auf mich wirkt er verschlossen, ich kenne ihn anders, feiner, subtiler, mit mehr Substanz. Das ändert sich übrigens auch nicht zum Schluss der langen Runde, als ich mir den Wein noch mal still und heimlich vornehme. Nein, das ist nicht seine beste Zeit.</p>
<p>Dem gegenüber steht ein Oak-Monster, ein Wein der sich erst einmal durch eine große Ladung Rösteiche zwingen muss, damit man ihn überhaupt wahr nimmt. Wer macht solche Weine, wo könnte er entstanden sein? Die erste Idee am Tisch ist Burgund, ich kenne auch solche Veltliner, aber ein Veltliner ist es nicht, Weißburgunder aus der Pfalz kommt dem am Nächsten, was ich im Glas erahne aber das fehlt die spezielle Crèmigkeit. Gelbe Früchte finde ich, aber nicht die des Chardonnay, etwas Marzipan, ein wenig Crème…</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_0136.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1722" title="DSC_0136" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_0136.jpg" alt="Knipser, Gelber Orleans, Drei Sterne " width="590" height="392" /></a></p>
<p>Es ist jedenfalls definitv eine Rebsorte, die nicht allzu deutlich mit eigenen Aromen glänzt, vielmehr Geschmackträger, Geschmacksverweber ist, das ist den <em>Knipsers</em> schon klar, deshalb stecken sie ihn ins Holz, in zu viel Holz, wie ich finde. Als Rebsorte führt das, was wir im Glas haben ein absolutes Nischendasein. Ein <strong><em>Gelber Orléans ***</em> 2005</strong> vom <em>Weingut Knipser</em>. Der <em>Orléans</em> ist aus den hiesigen Weingärten übrigens fast komplett verschwunden, früher wurde er im gemischten Satz angebaut, vornehmlich mit Traminer, Riesling und Heunisch baut ihn meines Wissens nur Knipser in der Pfalz und <em>Georg Breuer</em> im Rheingau an. Vor wenigen Jahren wurden am Kloster Disibodenberg beim <em>Weingut von Racknitz</em> einige uralte Rebstöcke gefunden, fünf davon sind Orléans, über 500 Jahre alt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zweites Doppel</strong><br />
Im zweiten Flight standen sich zwei Weine gegenüber, die ziemlich rebsortentypisch zu sein schienen, zumindest dachten wir das für den ersten Wein, der alle Charakteristiken eines reinsortigen Sauvignon Blanc aufweisen konnte. Beim zweiten Wein waren wir uns nicht ganz sicher, ich selbst habe auf Chenin Blanc von der Loire getippt und durfte Recht behalten. doch von vorne.</p>
<p>Was fällt einem dazu ein wenn man einen hellen Weißwein im Glas hat, der realtiv klar nach Stachelbeeren und Johannisbeere duftet und zudem leicht kräutrig wirkt?</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_0144.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1723" title="DSC_0144" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_0144.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a></p>
<p>Das muss doch entweder ein <em>Sauvignon Blanc</em> sein oder ein <em>Grüner Veltliner</em> aus <a href="http://www.captaincork.com/Meinung/Gruener-Sauvignon-ist-das-Verbrechen-am-Gruenen-Veltliner" target="_blank">dem Artikel von Captain Cork</a>, also einer, wie wir uns ihn eigentlich nicht wünschen. Der Wein schmeckt nicht nach Sancerre, dafür ist er nicht trocken genug und ihm fehlen Kalk und Silex, nach Österreich schmeckt er nicht, dafür ist er nicht wuchtig genug, Deutschland könnte sein, aber die meisten hier haben etwas mehr Restzucker. Neuseeland, zumindest die älteren Jahrgänge wird es auch nicht sein, dafür ist er nicht exotisch genug. Ich tippe für mich auf Trentino oder Alto Adige, bin mir aber lediglich in der Rebsorte sicher – und scheitere. Wir haben etwas ganz Anderes im Glas. Einen Wein von einem Weingut, dessen Chenin Blancs ich früher mochte (ich habe <a href="http://www.originalverkorkt.de/2008/04/kleine-zalze-mit-mungobohnen-dal-und-tilapias/" target="_blank">hier</a> mal einen vorgestellt). Das, was ich nun probieren muss, erschüttert mich. Ok, es erschüttert mich nicht wirklich, wir wissen mittlerweile zu viel von Aromahefen, Kaltvergärung und dem Zusammenspiel der Kräfte im Weinkeller wenn man einen Wein &#034;machen&#034; will. Aber es sollte erschüttern. Dieser Wein hier wurde gemacht. Das ist kein Chenin Blanc im eigentlichen Sinne. Das ist Chenin Blanc, der auch Grüner Veltliner sein könnte, der auch Sauvignon Blanc ist. Ein Wein also, den die Welt nicht braucht und bei dem ich mich frage: Wozu in aller Welt machen die das? Ja, ersthaft. Wozu? Warum machen die nicht Chenin Blanc der nach Chenin Blanc schmeckt und Sauvignon Blanc der nach Sauvignon Blanc schmeckt? Beides ist in Südafrika sehr gut möglich, auf sehr gutem Niveau. So viel also zum <strong><em>Chenin Blanc 2009 Vineyard Selection</em></strong>, <strong><em>Kleine Zalze</em></strong>.</p>
<p>Den zweiten Wein habe ich vor nicht allzu langer Zeit schon mal getrunken, als Absacker gewissermaßen, als Schlusspunkt einer Cabernet Franc Verkostung. Und auch wenn die teils noch zu jungen Cabernets richtig Spaß gemacht haben, zum Schluss einen Chenin zu trinken ist eben ein <a href="http://www.originalverkorkt.de/2011/02/cabernet-franc-raus-aus-dem-schatten-der-eigenen-kinder/" target="_blank">i-Tüpfelchen</a>. Der Wein hat mir damals gefallen, mit einer klaren Einschränkung, die ich ich hier nur bestätigen kann. Der Jahrgang leidet an zu viel Alkohol, wirkt etwas brandig hinten raus, etwas matt. Das ist eine Klage auf hohem Niveau, ich gebe es zu, aber es ist ehrlich. Der <strong><em>2006er L’Enclos</em></strong>, Savennières von <strong><em>Eric Morgat</em></strong> ist expressiv, dicht, voll reifer Birnenfrüchte und ein wenig Banane, mit Anklängen von Nüssen und gut eingebundenem Holz, dazu kommt ein wenig Bitterorange, das mag ich.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_0140.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1724" title="DSC_0140" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_0140.jpg" alt="" width="590" height="366" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Drittes Doppel</strong><br />
Was uns nun im dritten Doppel aus dem Glas entgegen strömte, das mochte ich auch, und zwar beides.</p>
<p>Das erst Glas war, was die Rebsorte anging erstaunlich schnell und präzise erraten, da gab es praktisch keine Diskussion. Cabernet Franc sollte es sein. Mit ziemlicher Sicherheit reinsortig. Die Art der Würze, die roten Paprika, die Säure, das Zusammenspiel der Komponenten macht uns sicher. Doch was heisst das schon nach der Pleite mit dem südafrikanischen Chenin? Und was macht die Note von nasser Pappe, der Brotteig, die Schokonote in diesem Wein? <em>Matthias</em> tippt auf Merlot als Beimischung, letztlich ist es aber Südafrika als Beimischung. Es ist ein 2005er (schon der dritte 2005er)<strong><em> Cabernet Franc</em></strong> von <strong><em>Buitenverwachting</em></strong>. <em>Buitenverwachting</em> verfügt nicht nur über eines der schönsten Häuser in diesem Landstrich, einem historischen Kleinod, es ist auch meiner Ansicht nach eines der beständigsten Weingüter dort, die <em>Cuvée Christine</em> mag ich immer wieder gerne, aber auch die reinsortigen Weine können sich sehen lassen, wie eben auch der Cabernet Franc, eine Seltenheit am Kap. Ach, und übrigens, warum soll der Wein nicht auch einen Anteil Merlot enthalten? Schließlich dürfen dem Wein undeklariert 15% weitere Rebsorten beigemischt werden, das Gesetz erlaubt es.</p>
<p>Dem Cabernet Franc zur Seite gestellt hat der Hausherr einen Wein, dessen Provinienz deutlich schwerer zu erraten war. Ein trüber Wein, süß in der Nase, etwas dumpf, matt, dazu etwas, was <em>Matthias</em> als Schiefernote identifiziert hat, &#034;so was wie Faugères&#034;, meinte er, &#034;so was wie <em>Mas de Daumas Gassac</em>&#034;. Der Wein dreht erst richtig am Gaumen auf. Ein Wechselspiel zwischen Fruchtsüße und klarer Säure, einer inneres Messen ob Frucht oder Säure bei der Sauerkirsche überwiegt. Mineralität ist im Spiel, etwas Hitze. Es ist definitiv ein südlicher Wein und da ich weiss, was ich mitgebracht habe bin ich mir ziemlich sicher, was im Glas ist und halte die Klappe. Irgendwann wird dann doch aufgedeckt und wir sind uns so ziemlich alle einig, auch später, dass dieser <strong><em>1996er Redoma</em></strong> von <strong><em>Dirk van de Niepoort</em></strong> der Rotwein des Abends ist. Viel Struktur, viel Charakter findet sich in diesem Wein, dessen autochthone Rebsorten auf den Schieferböden des Dourotals wachsen. Lediglich der Abgang ist ein wenig kurz geraten, aber das frustriert nicht wirklich, es ist lediglich ein wenig Schade, denn von einem schönen Wein will man ja immer gerne noch mehr.</p>
<p>Stattdessen kommt es zur dritten Rotwein-Paarung mit zwei ganz unterschiedlichen Typen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Viertes Doppel<br />
</strong>Der erste Wein ist ähnlich unfiltriert wie der letzte Wein und, später kommt es heraus, aus dem gleichen Jahrgang 1996. Zunächst denke ich an Syrah, er hat so was Teeriges in der Nase, die helle Farbe passt aber gar nicht. Zum Teer kommt dann noch etwas gekocht Gemüsiges dazu. Der Sexappeal des Weines hält sich zunächst in Grenzen. Das Mundgefühl allerdings ist dann ein Pinotgefühl. Ein Rest aus dem Himbeer-Erdbeer-Früchtekorb ist noch da, Würze, Liebstöckel und zum Schluss ein abgebranntes Streichholz. Das alles ist sehr harmonisch zusammengefügt, mit viel Kraft, Struktur und ordentlichem Tannin. Gealterter Pinot nach meinem Geschmack. Es ist, voilà, ein <strong><em>1996er Chambolle-Musigny</em></strong>, eine Dorflage von <strong><em>Hubert Lignier</em></strong>. <em>Lignier</em> gehörte in den 80ern und 90ern zu den sehr renommierten Winzern, auch wenn er seinen Besitz in Morey St. Denis hat, und nicht in der bekannteren Nachbargemeinde Gevrey-Chambertin. In den 90er Jahren hat seinen Sohn dann zunehmend die Leitung übernommen und die beiden haben eine Betriebsgesellschaft gegründet. Dann verstarb sein Sohn an einem Hirntumor und Hubert und seine Schwiegertochter können nicht miteinander. Die Folge ist, dass Lignier heute nicht einmal mal mehr in seinen eigenen Keller kommt.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_0123.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1725" title="DSC_0123" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_0123.jpg" alt="" width="590" height="345" /></a></p>
<p>Noch deutlich bekannter als <em>Lignier</em> ist der Schöpfer, der Macher des zweiten Weins. Ich habe kürzlich über das Weingut geschrieben, weil ich eine <a href="http://www.originalverkorkt.de/2011/03/dominus-1991-und-araujo-estate-eisele-vineyard-cabernet-2002/" target="_blank">wirklich geniale Flasche</a> von ihm aufmachen durfte. Diese hier, noch verdeckt, ich habe noch keine Ahnung, was hinter diesem Wein steht, macht mich nicht so an. Der Wein ist dicht und dunkel, massiv beerig, mit einem Hauch von Eukalyptus und Lakritze. Leider ist der Wein allerdings auch etwas bitter, und zwar hat es die Bitterkeit, die man nicht haben möchte. Der Wein wirkt wie einer aus Übersee, im Gegensatz zu dem, den ich vor Kurzem im Glas hatte. Wir probieren gerade einen 2002er Dominus von Christian Moueix. Sicherlich ein sher gut gemachter Wein, der aber bei mir gerade im direkten Vergleich zum Lignier keine Chance hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Interludium</strong><br />
Als intellektuelles Zwischenspiel und auch, um die Zungen ein wenig zu beruhigen, plöppt wenig später der Korken und Schaumwein ist angesagt. Nach dem ersten Schnuppern ist klar: Das ist Champagne. Diese Briochenoten, das leicht Kalkige, leicht Kräutrige kann nur Champagne sein. All dies setzt sich am Gaumen fort, dann aber kommt die Überraschung. Eine ungeahnte, in der Nase nicht präsente Süße macht sich breit. Was ich hier ins Feld werfe ist ein <strong><em>1995er Fleury Doux</em></strong>. Ein Champagner mit 53 Gramm Restzucker. Das ist man heute gar nicht mehr gewohnt. Ich selber liebe Champagner gänzlich ohne Dosage, der Stoff hier hat richtig viel, ohne allerdings im Geringsten aufdringlich zu wirken. Die 53 Gramm jedenfalls hätte niemand getippt, es wirkt eher wie ein wenig mehr als Demi-Sec. Das ist schon gekonnt, hat <em>Fleury</em> doch den Säuregrad exakt abgepasst, damit es passt. <em>Fleury</em> ist übrigens momentan der Einzige, den ich als Produzenten kenne, der solche Champagner noch herstellt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fünftes Doppel</strong><br />
Kommen wir nach trockenen Weißweinen und Rotweinen zum dritten Teil des Abends, den Süßweinen.</p>
<p>Wer sich durch den Werkstattgeruch beim <strong><em>St.</em> <em>Urbanshof</em></strong> durchgearbeitet hat, landet eigentlich immer bei einem schönen Wein. Diese Erfahrung habe ich zumindest bisher gemacht, und das ist auch bei diesem <strong><em>2002er Kabinett </em></strong>aus <strong><em>Wiltinger Schlangengraben</em></strong> nicht anders. Leicht, fein mit noch frischem Apfel und feiner Säure. Mosel, wie ich sie liebe.</p>
<p>Im direkten Vergleich wirkt der zweite Wein dagegen massiver, dichter, tropischer. Leider mit einem kleinen Korkgeruch, der den Wein aber glücklicher Weise nicht all zu stark behindert. Der Wein besitzt viel Restzucker und zu wenig Säure, im Mund verdichten sich die tropischen Früchte, hinzu kommt eine leichte Schwarzteenote und hinten raus eine Bitternote, die aber allgemein nicht als Fehler oder als störend empfunden wird. Es ist eher so eine Bitternote aus einer englischen Orangenmarmelade &#8211; mit entsprechender Süße. Wie gesagt, die Säure fehlt und macht den Wein etwas fruchtsaftig. Dass es sich hier um eine 1993er Spätlese handelt, hätten wir allerdings nicht gedacht. <strong><em>1993er Bopparder Hamm Ohlenberg</em></strong> von <strong><em>Weingart</em></strong>. Unten auf dem Etikett taucht schon der Name <em>Florian Weingart</em> auf, die großen Lettern verweisen jedoch auf den Vater <em>Adolf Weingart</em>.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_0127.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1727" title="DSC_0127" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_0127.jpg" alt="" width="590" height="374" /></a></p>
<p><strong>Sechstes Doppel</strong><br />
Auch der nächste Wein ist einer, der so wirkt, als habe man einen exotischen Früchtekorb gepresst. Litchi, Mango, noch mal Mango, Papaya und was sonst noch alles drin sein mag. Das ist <em>Huxel</em>, denke ich, liege jedoch falsch. Es ist Silvaner, in Auslesequalität. Das war klar, so konzentriert kommt der Wein daher. Allerdings fehlt diesem noch leicht moussierenden Stück aus der Horst Sauerschen 0,5er-Flasche doch ein wenig die Säure. Das ist Schade, ein mehr davon wäre perfekt gewesen. Andererseits, diese <strong><em>2007er  Silvaner Auslese</em></strong> aus dem <strong><em>Escherndorfer Lump </em></strong>ist für relativ kleines Geld zu haben und dafür macht sie richtig Spaß.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_0132.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1728" title="DSC_0132" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_0132.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a></p>
<p>Was neben diesem Silvaner steht, wirkt davon meilenweit entfernt, statt wenige Zentimeter. Ein bernsteinfarbenes Extrakt, Orange- und Brauntöne mischen sich wie kürzlich erst <a href="http://www.originalverkorkt.de/2011/03/miniatur-weinblogger-treffen-rund-um-eine-eselshaut/" target="_blank">beschrieben</a> beim Genuss der <em>1994er Rieslaner Eselshaut-Auslese</em> von <em>Müller-Cartoir</em>. Auch da war <em>Matthias</em> dabei und er denkt dasselbe. Etwas Steinobstfrucht noch in der Nase, vermischt mit Schwarzteesud, Kramellkeks kommt dazu und schon in der Nase erahnt man Säure. Am Gaumen gibt es dann jede Menge davon. Heftig. Was die Säure angeht, könnte diese Beerenauslese noch lange liegen blieben. Ob dann noch Frucht vorhanden sein wird mag bezweifelt werden. Ein Erlebnis ist es auf jeden Fall, mit solch einem Wein konfrontiert zu werden, mit einer <strong><em>1996er Traiser Beerenauslese Riesling</em></strong> vom <em><strong>Weingut Crusius</strong></em>.</p>
<p><strong>Nachlauf</strong><br />
Noch etwas? Ja, noch etwas. Bevor es Zeit wird, zu gehen, nach dem Säureschock der Beerenauslese kommt noch etwas sehr Süßes hinterher. Süßlich wie der Gewinnersong des <em>ESC</em>, der weit entfernt am anderen des Raumes vor sich hindudelt und dessen Verlauf wir mit halbem Auge verfolgt haben.</p>
<p>Was die Farbe von Sauternes hat und zunächst auch ähnlich in der Nase wirkt, die Fruchtnoten sind da, die Kaffenoten, gleitet bei zunehmender Vermischung mit Sauerstoff ins Alkoholische, etwas Acetonische ab. Am Gaumen bleibt der Alkohol präsent. Dazu kommt die oben schon genannte bittere Orangenmarmelade und noch ein wenig Exotik. Der Wein ist definitiv zu jung, noch unausgewogen. Kein wunder, wir haben einen 2009er Chenin Blanc im Glas. Noch mal Südafrika, diesmal Joostenberg.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jetzt ist die Zunge müde, aber das Fazit ist sehr positiv. Auch wenn sich über einige Weine trefflich streiten ließ, oder vielleicht gerade deshalb, mag ich solch verdeckte runden in denen sich jeder auf’s Glatteis begeben muss und manchmal fällt. Ach ja, wir hatten zwei Gäste am Tisch, die wussten im Vorfeld gar nicht, was sie erwartet und schauten uns nur immer wieder staunend an, ob der Hingabe, mit der wir uns unserem Thema gewidmet haben. Ob sie wohl noch mal dazu stoßen würden, nach dieser Erfahrung? Wer weiss…</p>
<h5><strong>Die Weine im Überblick:</strong></h5>
<h5>2009er Muskateller, trocken, Weingut Rebholz, Pfalz<br />
2005er Schlossberg Grand Cru Riesling, Domaine Albert Mann, Elsass<br />
2005er Gelber Orleans ***, Weingut Knipser, Pfalz</h5>
<h5>2009er Chenin Blanc Vineyard Selection, Kleine Zalze, Südafrika<br />
2006er l’Enclos, Eric Morgat, Savennières</h5>
<h5>2005er Cabernet Franc, Buitenverwachting, Stellenbosch<br />
1996er Redoma, Niepoort, Douro</h5>
<h5>1996er Chambolle-Musigny, Hubert Lignier, Bourgogne<br />
2002er Dominus, Christian Moueix, Napa Valley</h5>
<h5>1995er Champagne Doux, Fleury Père &amp; Fils, Champagne</h5>
<h5>2002er Wiltinger Schlangengraben Riesling Kabinett, St. Urbanshof, Mosel<br />
1993er Riesling Spätlese Bopparder Hamm Ohlenberg, Adolf Weingart, Mittelrhein</h5>
<h5>2007er Silvaner Escherndorfer Lump Auslese, Horst Sauer, Franken<br />
1996er Traiser Riesling Beerenauslese, Weingut Crusius, Nahe</h5>
<h5>2009er Chenin Blanc, Joostenberg, Südafrika</h5>
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		<title>Cabernet Franc &#8211; raus aus dem Schatten der eigenen Kinder</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Feb 2011 11:16:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bioweine]]></category>
		<category><![CDATA[Cabernet Franc]]></category>
		<category><![CDATA[Chenin Blanc]]></category>
		<category><![CDATA[nach Rebsorten]]></category>
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		<description><![CDATA[Cabernet Franc dürfte eine der ältesten Rebsorten sein, die in Frankreich wachsen, sie kann ausgezeichnete Weine hervorbringen (Cheval Blanc beispielsweise wird zum überwiegenden Teil aus Cabernet Franc vinifiziert), sie steht jedoch immer im Schatten der Cépages Noble Cabernet Sauvignon und Merlot. Mittlerweile kann man mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass der Cabernet Sauvignon aus einer ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Cabernet Franc</em> dürfte eine der ältesten Rebsorten sein, die in Frankreich wachsen, sie kann ausgezeichnete Weine hervorbringen (<em>Cheval Blanc</em> beispielsweise wird zum überwiegenden Teil aus<em> Cabernet Franc</em> vinifiziert), sie steht jedoch immer im Schatten der Cépages Noble <em>Cabernet Sauvignon</em> und <em>Merlot</em>. Mittlerweile kann man mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass der Cabernet Sauvignon aus einer Kreuzung zwischen Cabernet Franc und Sauvignon Blanc hervorgegangen ist und der Merlot aus einer Kreuzung aus Magdeleine Noire des Charentes x Cabernet Franc. Auch die Vaterschaft der Carmenère kann man dem Cabernet Franc zuschreiben: Er kreuzte sich mit Gros Cabernet.</p>
<p>In Frankreich stehen ca. 39.000 Hektar unter Reben, in anderen Teilen der Welt aber ist diese Rebsorte eine absolute Randerscheinung. In Deutschland sollen es gerade mal 15 Fußballfelder sein. Dabei würde sich der Anbau in größerem Maße vielleicht durchaus lohnen, wenn ich mir beispielsweise den <a href="http://www.originalverkorkt.de/catalog/product_info.php?cPath=36_89&amp;products_id=207" target="_blank">Cabernet Franc &#034;Fréderic&#034;</a> von <em>Kistenmacher-Hengerer</em> so auf der Zunge zergehen lasse. Dieser Wein von noch jungen Rebstöcken scheint sich in Württemberg ausgesprochen wohl zu fühlen, zumindest ist dies ein absolut gelungener Wein voller Würze, Frucht, Länge, schöner Säure und zurückhaltender Tannine.</p>
<p>Vielleicht ist genau dies einer der Gründe, weshalb der Cabernet Sauvignon im allgemeinen bevorzugt wird: die größere Menge an Tanninen, die den Wein offensichtlich robuster scheinen lassen, langlebiger, dichter. Dabei kann man Cabernet Franc eine längere Ausdauer kaum absprechen, so ein <em>Cheval Blanc</em> kann in guten Jahren durchaus altern, und auch die dichten Loire-Weine können ein hohes Alter erreichen.</p>
<p>Die Loire dürfte übrigens neben <em>St. Emilion</em> das wichtigste und auch bekannteste Gebiet für hochwertige Cabernet Franc-Weine sein und mit einigen Vertretern dieser Region haben wir uns beschäftigt und dabei Weine aus vier Apellationen probiert.</p>
<p><strong>Chinon</strong> <strong>– Château de Coulaine</strong><br />
In Chinon, eine 1.800 Hektar Apellation im Bereich der Touraine, wird  praktisch ausschließlich Cabernet Franc angebaut, lediglich 10% sind mit  Cabernet Sauvignon bestockt. Der Boden setzt sich aus Kies-, Sand- und Kalksteinböden zusammen. All diese Böden findet man als Unterlage der ersten drei Weine des Abends, die einen  Querschnitt der Arbeit des Winzers <em>Etienne de Bonnaventure </em>liefern, seines Zeichens Besitzer des über 700 Jahre alten<em> Château de Coulaine</em>, welches seit Anbeginn zum Besitz der Familie gehört. So alt das Familienerbe ist – einer der Vorfahren soll sich mit Karl dem VII und Jean d’Arc in Chinon getroffen haben – so alt ist die Weinbautradition. Etienne und seine Frau haben diese Tradition in eine neue Moderne geführt: Der Besitz wurde auf 12 Hektar erweitert, die Erträge auf maximal 35 hl/ha reduziert und seit 1988 wird biodynamisch gewirtschaftet.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/02/cabernet_francs_1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1594" title="cabernet_francs_1" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/02/cabernet_francs_1.jpg" alt="" width="590" height="340" /></a></p>
<p>Der <strong><em>2006er Bonnaventure</em></strong> stammt von den oben genannten Böden, ein Teil der Hänge besteht aus lehmigen Kalksteinböden, ein anderer Teil von einem Plateau mit Sand- und Kalksteinböden. Die Vinifikation erfolgt ausschließlich im Eichenfass. Wie fast alle Cabernet Francs findet sich ein saftiges Kirschrot in der Farbe des Weines. Die Nase ist zunächst zurückhaltend, lediglich ein wenig Eisen/Blut findet sich, später öffnet sich der Wein und duftet nach roten Früchten, unterlegt mit tabakigen Noten, etwas Süßholz und Nelken.</p>
<p>Am Gaumen dominiert zunächst das Markenzeichen dieser Rebsorte, eine deutliche Säure von saftigen, sauren Kirschen. Der Wein wirkt nicht all zu dicht, geradezu aufgefächert in Aromen von Sauerkirschen, Johannnisbeeren, Brombeeren und orientalischen Gewürzen &#8211; auch hier findet sich wieder Süßholz, bzw. Anis. Wir hatten bei den Chinons fast das Gefühl, ein wenig Südfrankreich im Glas zu haben. Mit dem wesentlichen Unterschied, dass hier nie etwas zu schwer ist, nichts fett, nichts überreif, vielmehr saftig und frisch.</p>
<p>Im <strong><em>2006er Les Picasses </em></strong>treffen sich Reben von über 80 Jahre alten Stöcken mit knapp 10 Jahre altem Cabernet. In der Farbe, in der Nase und am Gaumen finden sich auch hier die typischen Attribute von Sauerkirschen und prägnanter Säure. Ansonsten unterscheidet sich der Wein deutlich vom <em>Bonnaventure</em>. Ein Schmeichler ist es, nachdem die UHU-Nase verflogen ist. Dann verbindet sich die saftige Kirsche mit süßem Brotteig, etwas vanilligem Holz und zurückhaltenden indischen Gewürzen zu einem weichen Ganzen. Im<em> Les Picasses</em> wirkt die Säure verhaltener, die Tannine sind geschliffen, ein feiner, vielleicht fast schon ein wenig zu runder Wein.</p>
<p>Leider hatte der <strong><em>2006er Clos de Turpenay</em></strong> Kork, nicht extrem, aber immer präsent und störend. Schade, denn abseits des Korks verbanden sich feine Holz-Vanille-Aromen mit Butter, Kirschen und Johannisbeere, etwas Pfeffer und Gewürzen.</p>
<p><strong>Bourgueil – Domaine de la Chevalerie</strong><br />
Das Bourgueil liegt nicht weit von Chinon entfernt im Westen der  Touraine. Die Böden sind ähnlich zusammengesetzt und bestehen im  Wesentlichen aus Sand-, Kies- und Sandsteinböden. Der <strong><em>2006er Galichets</em></strong> der mir vorher unbekannten Domaine de la Chevalerie  aus dem Bourgueil  schafft es an diesem Abend nicht in die vorderen  Ränge. Dafür birgt der  Wein einfach zu viel Säure in sich. Schade, denn  die Ansätze fand ich  zunächst sehr schön. Schöne Cassis- und  Kirscharomen, etwas Paprika,  Pfeffer und Noten von Eukalyptus. Aber die Säure…</p>
<p><strong>Saumur – Domaine de Roches Neuves</strong><br />
<em>Thierry Germain</em> gehört mit zu den eloquentesten Winzern der Region Saumur, die sich über 2.800 Hektar an den Hängen von Loire und Thouet erstreckt. Aus einer bordelaiser Winzerfamilie stammend hat er hier eine neue Heimat gefunden und schafft mit seinen Cabernet Francs ebenso wie mit dem Chenin Blanc<em> l’Insolite</em> oder dem Crémant <em>Bulles de Roche</em> charaktervolle, teils faszinierende Weine. Mehr zum <em>l’Insolite</em> und zu <em>Thierry Germain</em> habe ich <a href="http://www.originalverkorkt.de/2009/07/domaine-de-roches-neuves-linsolite-2007-saumur-loire/" target="_blank">hier</a> geschrieben.</p>
<p>Der 2007er<em> Terres Chaudes </em>stammt von den heißen Böden der <em>Coteau des Poyeux</em>, wurde im großen Holzfass ausgebaut und wird unfiltriert und ungeschönt  auf die Flasche gezogen. In der Nase fand ich feines Holz mit etwas Vanille und leicht medizinische Noten. Dazu Brombeeren mit eher wenig Sauerkirsche, dafür jedoch ein wenig Unterholz. Der Wein ist extraktreich und lang mit einer markanten aber nicht zu starken Säure und feinen Tanninen. Schöner Stoff.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/02/cabernet_francs_2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1595" title="cabernet_francs_2" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/02/cabernet_francs_2.jpg" alt="" width="590" height="304" /></a></p>
<p><strong>Anjou – Clau de Nell</strong><br />
Das Anjou dient eigentlich als Hauptapellation in der sich Unterapellationen wie Savennières, Coteaux du Layon oder das Saumur befinden. Das 12.000 Hektar Gebiet grenzt im Osten an Bourgueil und Chinon, im Westen an Muscadet.</p>
<p>Die Geschichte des Weingutes wie auch die Geschichte von Claude  und Nelly Pichard, aus deren Vornamen Claude und Nelly der Names des  Gutes <em>Clau de Nell</em> entstanden ist, ist ein wenig verrückt.</p>
<p>Irgendwann  sind die beiden, die zu diesem Zeitpunkt auf dem elterlichen Hof im  Burgund gearbeitet haben mit Weinen von <em>Nicolas Joly</em>, dem Vorreiter des  biodynamischen Weinbaus in Kontakt gekommen und Claude war hin und weg.  Er wusste, er möchte ebenfalls solche Weine machen. Da seine Eltern  dagegen waren, deren Hof auf Biodynamie umzustellen, entschied er sich  zusammen mit seiner Frau, sein Glück woanders zu suchen. Fündig wurde er  im Anjou, in einer Gegend, in der es genau einen Weinberg gibt, 8  Hektar groß, mit 80 Jahren alten Reben bestockt, unter anderem mit der  authochtonen Rebsorte Grolleau. Rings herum gibt es sonst nur Wald und  Felder. Der Boden besteht aus einer oben liegenden Sandsteinschicht mit Feuersteineinschlüssen, 12  unterschiedlich dichten, aufeinander gefalteten Lehmschichten sowie  einer darunter liegenden Kalksteinschicht die hervorragend geeignet ist,  Wasser zu speichern oder zu drenagieren.</p>
<p>So gut die Arbeit der  Pichards in Weinberg und Keller war, so schlecht war sie allerdings bei  Buchführung und Planung, so dass sie nach drei Jahren schon Konkurs  anmelden mussten. Kurz bevor der Weinberg verkauft werden sollte sprang  die Großmeisterin aus dem Burgund, die Winzerin Anne-Claude Leflaive den  beiden zur Hilfe. Sie hatte durch Zufall von den Weinen, den Winzern  und dem Missgeschick gehört und sah die Chance und das Potential.</p>
<p>Der<strong><em> 2003er Cabernet Franc</em> </strong><strong><em>Clau de Nell </em></strong>duftet nach frischem Eichenholz mit den typischen Aromen von Vanille und Kokos. Nach und nach finden sich orientalische Gwürze ein sowie eine gewisse Süße reifer Früchte. Hinter dem noch etwas vordergründigen, aber feinen Holz wirkt der Wein sowohl filigran als auch komplex-opulent, burgundisch elegant und verführerisch, &#034;rich&#034;, wie die Engländer sagen.</p>
<p>Am Gaumen wirkt der Wein zunächst wie ein etwas geduckt wirkendes Kraftpaket mit leichter Herbe in der süßen Frucht und leicht medizinischen Noten. Beeindruckend von Beginn an wird der Wein im Laufe des Abends faszinierend. Es entfaltet sich die volle Kraft, Würze, Süße und die Dichte wird spürbar. Doch trotz aller Kraft bleibt der Wein immer subtil, ja filigran. Ein schönes Geschöpf und ein gutes Beispiel dafür, wie gleichberechtigt der Cabernet Franc neben seinem ungleich bekannteren Sohn bestehen kann.</p>
<p><strong>Savennières – L’Enclos, Eric Morgat</strong><br />
Einen solchen Abend mit einen Chenin Blanc aus bestem Hause zu beenden macht enormen Spaß. <em>Savennières</em> liegt als 120 Hektar Enklave ebenfalls im Anjou und ist nicht zuletzt durch das <em>Chateau de la Roche aux Moines</em> des <em>Nicolas Joly</em> bekannt geworden. Selbstverständlich aber gibt es weitere, hervorragende Erzeuger, von den<em> <a href="http://www.ericmorgat.com/" target="_blank">Eric Morgat</a> </em>nur einer ist.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/02/morgat_1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1596" title="morgat_1" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/02/morgat_1.jpg" alt="" width="590" height="177" /></a></p>
<p>Dieser kommt aus einer Winzerfamilie, die in den Coteaux du Layon beheimatet ist. Das Savennières hat Morgat 1995 für sich entdeckt wo er sich zu Füßen von Roches aux Moines einige Hektar Land kaufen konnte. Seinen Keller hat er zunächst im oben beschriebenen <em>Château de Coulaine</em> bei den Bonnaventures angemietet. Morgat arbeitet biologisch, ist aber nicht zertifiziert. Seine Weine werden in 400 Liter-Fässern fermentiert, spontanvergoren und durchlaufen etwa zur Hälfte eine spontane malolaktische Gärung. Die Weine bleiben lange auf der Hefe und werden immer wieder aufgerührt.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/02/morgat_2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1597" title="morgat_2" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/02/morgat_2.jpg" alt="" width="590" height="147" /></a></p>
<p>Das verwendete Holz ist sowohl in der Nase als auch am Gaumen deutlich erkennbar bei diesem<strong><em> 2006er Savennières l’Enclos</em></strong>. Um es direkt zu sagen: Der 2006er leidet ein wenig am Alkohol, der hinten raus ein bisschen brandig wirkt. Ansonsten ist das ein beeindruckender Chenin Blanc, irgendwo angesiedelt zwischen Tradition und Moderne. Voller Tiefe, reifer Birnenfrüchte und etwas Banane, mit Nüssen versetzt und mit Holz, ein wenig bitterer Orange und Karamell. Dabei wirkt die Säure ganz ausgewogen und fein. Ich muss sagen und es hier wieder betonen: Ich liebe diese Rebsorte in all ihren Facetten, trocken ausgbaut wie auch süß, verwegen wie geradlinig. Sie bietet eine ähnliche Bandbreite wie der Riesling, beeindruckt aber gerade auch in Verbindung mit Holz. Der l’Enclos ist hier hierfür ein ausgezeichnetes Beispiel.</p>
<h5>Die Cabernet Francs von Kistenmacher-Hengerer, Domaine de Roches Neuves und Clau de Nell biete ich <a href="http://www.originalverkorkt.de/catalog/index.php?cPath=30_58" target="_blank">drüben im Shop</a> an.</h5>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1588&amp;md5=a09cbbf33bdc9012661e1b21460446da" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Manchmal könnte man denken, die Loire fließt durch Siegburg</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 17:23:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cabernet Franc]]></category>
		<category><![CDATA[Chenin Blanc]]></category>
		<category><![CDATA[Händler]]></category>
		<category><![CDATA[Rot, Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Sauvignon Blanc]]></category>
		<category><![CDATA[Weinläden]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss, Frankreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Ok, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben, zumal wenn man sich die komplette Geschmackverirrung über der Stadt anschaut. Eine Stadtverwaltung, einer Burg nachempfunden, allerdings komplett aus Beton.



Einmal im Jahr jedoch lädt das schmucke Château Berts, wie dieser ungemein schöne Weinladen von Fegers und Berts in Siegburg heißt, zur großen Loire-Verkostung ein – das hat ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ok, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben, zumal wenn man sich die komplette Geschmackverirrung über der Stadt anschaut. Eine Stadtverwaltung, einer Burg nachempfunden, allerdings komplett aus Beton.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1329" title="berts" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/04/berts.jpg" alt="berts" width="570" height="339" /></p>
<p>Einmal im Jahr jedoch lädt das schmucke <em>Château Berts</em>, wie dieser ungemein schöne Weinladen von <em>Fegers und Berts</em> in Siegburg heißt, zur großen Loire-Verkostung ein – das hat mittlerweile eine gewisse Tradition. Was das Team um <em>Martin Henseler</em> dann präsentiert, zeigt die vielschichtige Bandbreite dieses mehrere Dutzend Unterappellationen umfassenden Gebietes entlang des kaum begradigten Flusses. Gehen wir von seiner Mündung im Meer aus –  denn so beginnt auch die Probe –, zieht sich der Strom beispielsweise durch das Gebiet<em> Muscadet de Sèvre &amp; Maine</em>, dann <em>Saumur</em> und <em>Anjou</em> mit diversen Unterappellationen wie <em>Bonnezeaux</em> oder <em>Savennières</em> oder <em>Champigny</em>, dann folgt die <em>Touraine</em> mit Untergebieten wie <em>Bourgeuil</em>, <em>Chinon</em> oder <em>Vouvray</em> bis hin ins <em>Sancerre</em>. 10% der gesamten französischen Weinproduktion werden hier angebaut. Was kennen wir davon in Deutschland? <em>Crèmant</em>, <em>Sancerre</em>, <em>Muscadet</em> und <em>Pouilly-Fumé</em>? Mehr ist das meistens nicht. Wer die verschiedenen Stände im<em> Château Bert</em>s abläuft und insgesamt 60 Weine verkostet, wird allerdings bestätigen, dass es da noch einiges andere gibt.</p>
<p>Neben verschiedenen Ausreißern ist die Vielfalt an angebauten Rebsorten begrenzt. Es herrschen vor <em>Sauvignon Blanc</em> und <em>Chenin Blanc</em>, <em>Gamay</em> und <em>Cabernet Franc</em>. Der <em>Melon de Bourgogne</em>, wie die Rebsorte heißt, die den frischen <em>Muscadet de Sèvre &amp; Maine</em> hervorbringt, ist kaum einem ein Begriff. Allzu oft wird das Gebiet mit der Rebosrte <em>Muscat</em> verwechselt und der Wein entsprechend völlig falsch eingeordnet.</p>
<p>Ein Paradebeispiel für terroirorientierten <em>Muscadet</em> bietet die <em>Domaine de l&#039;Ecu</em>. Den frischen, zu Austern und ähnlichem Getier passenden Basis-Muscadet kenne ich seit wahrscheinlich 20 Jahren. Den hatte schon mein Onkel im Bioladen – <em>Guy Bossard</em>, der Eigner der Domaine, hat schon sehr früh die Demeter-Plakette an der Flasche gehabt. Wie stark oftmals die Suche nach neuer Qualität und Typizität mit der Hinwendung zum biodynamischen Landbau verbunden ist, zeigt <em>Bossard</em>. Denn vor <em>Guy Bossard</em> konnte man <em>Muscadet</em> eigentlich nicht ernsthaft trinken. Altbackenes, dünnes Gebräu, was nichts, aber auch gar nichts mit diesem extrem frischen bzw. mineralischen Weinen zu tun hatte, die ich heute probiert habe. Neben dem Basiswein präzisiert <em>Bossard</em> die Weine entsprechend ihrer Bodentypizität. So nennt er die Weine <em>Expression d&#039;Orthogneiss</em>, <em>Expression de Gneiss</em> oder <em>Expression de Granite</em>. Dieser übrigens als 2009er im Glas hat mir in seiner salzigen Mineralität am besten gefallen.</p>
<p>Erstaunlich des Weiteren der<em> Sauvignon No.5</em> der <em>Domaine Clos Roche Blanche</em> aus der Touraine, der neben gereiftem Apfel, Birnen und Passionsfrucht interessanterweise ebenso ein wenig nach Ziegenfrischkäse duftete. Eine markante und passende Mischung, ist das doch <em>der</em> Käse in der Touraine.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1331" title="poussiere_de_lune_2007" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/04/poussiere_de_lune_20071.jpg" alt="poussiere_de_lune_2007" width="570" height="250" /></p>
<p>Die ebenfalls biodynamisch arbeitende <em>Domaine des Maisons Brulées</em> (sic!) bearbeitet 9 Hektar in der Nähe von <em>Pouillé</em> in der <em>Touraine</em>. Die Erträge werden so stark reduziert, dass man bei ca. 15 Hektoliter pro Hektar verbleibt. Wie man so bei Preisen zwischen 11 und 14 Euro wirtschaftlich arbeiten kann, ist mir ein Rätsel. Auf Schönung wird selbstredend verzichtet, auf Schwefelung ebenso weitestgehend. Und auch beim Flaschenverschluss gibt es etwas Besonderes: Das Team hat sich für Kronkorken entschieden. Dass das geht, sieht man beim Zwischenverschluss der Champagner – gewöhnungsbedüftig ist es trotzdem.</p>
<p>Beeindruckt hat mich der <em>Sternenstaub</em> genannte <em>Poussière de Lune</em>, ein 2007er Sauvignon Blanc, dessen Wechselspiel zwischen Reduktion und Reifenoten auf der einen Seite und frischer Säure und Zitrusnoten auf der anderen hinführt zu einem langen, feinen Abgang.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1332" title="crochet_marchand" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/04/crochet_marchand.jpg" alt="crochet_marchand" width="570" height="218" /></p>
<p>Außergewöhnliche Terroirtypizität zeigt die <em>Domaine François Crochet</em>. Dessen 10 Hektar Anbaufläche sind auf 30 Parzellen in den Gemeinden <em>Bué</em>, <em>Crezancy</em>, <em>Sancerre</em> und <em>Thauvenay</em> verteilt. <em>Crochet</em> hat sein Handwerk nach dem Önologiestudium bei so angesehenen Adressen wie <em>Château Angélus</em> und der <em>Domaine Bruno Clair</em> erlernt, 2000 war sein erster eigenverantworteter Jahrgang.</p>
<p>Schon der aus allen drei Terroirs stammende Basis-Sancerre aus dem Jahr 2008 beeindruckt in seiner Boden- und Sortentypizität. Das ist schlicht feines Sancerre, mineralisch klar, mit Duft von reifen Birnen, Melonen und Stachelbeeren.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1333" title="crochet_exils" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/04/crochet_exils.jpg" alt="crochet_exils" width="570" height="297" /></p>
<p>Außergewöhnlich<em> Les Amoureuses</em> ebenso wie <em>Exilis</em> und <em>Le Chêne Marchand</em>. Leider gibt es nur einige wenige Flaschen (ca. 36 vom <em>Amoureuses</em>) und ich habe beim Gehen vergessen, mir zumindest mal eine oder zwei reservieren zu lassen. Der vom klassischen Silex stammende <em>Exilis</em> zeigt das, was ich an <em>Sancerre</em> so mag. Die sonst so oft dominierenden Primäraromen von Stachelbeeren treten hier in den Hintergrund. Hier präsentieren sich reife Gelbfruchtnoten in Verbindung mit Nüssen und Brioche. Dazu kommt salzige Mineralität. Das Ganze wirkt bei <em>Crochet</em> sehr sehr ausgewogen.</p>
<p>Nicht durchweg so begeistert wie <em>FuB</em> war ich von der <em>Domaine de Juchepie</em>. Der trockene Anjou blanc sec <em>Le Clos</em> wirkt überladen. Wuchtiges, frisches Holz und zu starke Karamelltöne dominieren diesen Wein des Belgiers <em>Eddy Osterlinck</em>.</p>
<p>Auch der <em>Les Quartz </em>wirkt nicht ganz ausbalanciert und mich störte im Abgang eine leichte Bitternote, aber das mag sich geben mit der Zeit. Die beiden Top-Chenin <em>Blancs Passion</em> und <em>Quintessence</em> allerdings sind ausgezeichnet, auch wenn es etwas seltsam anmutet, dass sie lange gereift schmecken, aber erst wenige Jahre auf dem Buckel haben. Die Fruchtaromenfülle in Verbindung mit Noten von schwarzem Tee, Salz, Kräutern und der Balance mit klarer Säure jedoch ist hervorragend.</p>
<p>Der für mich vielleicht größte Wein der Verkostung kam vom Korsen <em>Marc Angeli,</em> der seit 1990 die <em>Ferme de la Sansonnière</em> im Anjou bewirtschaftet. Die<em> Vielles Vignes Blanderies</em> von 2008, biodynamisch angebauter Chenin Blanc, birgt in sich eine solche Kraft, Fülle und Harmonie, das ist ganz hervorragend. Da stimmt so ziemlich alles, was mit 36,50 Euro zwar auch seinen Preis hat, was aber wert ist, mal probiert zu werden; denn das ist ein Paradebeispiel für einen trocken ausgebauten Chenin Blanc.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1334" title="sasonniere_vielles_vignes" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/04/sasonniere_vielles_vignes.jpg" alt="sasonniere_vielles_vignes" width="570" height="370" /></p>
<p>Leider konnte ich mir für die Rotweine weniger Zeit lassen als für die Weißen. Bei roten und weißen Weinen fand ich die Weine der <em>Domaine St. Just</em> sehr gelungen, im Stil durchaus vergleichbar mit den Weinen der <em>Domaine des Roches Neuves</em>, ebenfalls in Saumur-Champigny gelegen. Letztere würde ich persönlich vorziehen, vielleicht weil sie mir vertrauter sind – denn qualitativ überzeugt der Chenin Blanc <em>Coulée de St. Cyr</em> ebenso wie der Cabernet Franc <em>Clos Moleton</em>.</p>
<p>Was mir schon bekannt war aus der <em>Weinhandlung Kreis </em>in Stuttgart, sind die Cabernet Francs von <em>Philippe Alliet</em>, <em>Chinon</em>, und <em>Cathérine</em> und <em>Pierre Breton</em>, <em>Chinon</em> und <em>Bourgueil</em>. Diese jungen Cabernet Francs trocknen einem im Moment zwar noch komplett die Mundhöhlen aus, zeigen aber schon ganz klar ihr Potential, ihre Fülle, Konzentration und Kraft, die Mischung von feiner Würze und kirsch- bzw. johannisbeerigen Noten.</p>
<h5>Château Berts, Haufeld 2a, Siegburg</h5>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1318&amp;md5=292745d9450706d8d064cddad9759f86" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Thierry Germain, Soliterre 2007, Saumur</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Aug 2009 14:09:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chenin Blanc]]></category>
		<category><![CDATA[nach Rebsorten]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss, Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Weissweine]]></category>

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		<description><![CDATA[Und noch einer …

Am nächsten Morgen fahre ich mit meinem Sohn nach Brüssel ins Freibad. Brüssel stimmt nicht ganz, das Freibad liegt in Kessel-Lo, so ca. 25 km außerhalb von Brüssel. In Brüssel selber gibt es so etwas nämlich nicht. Keine Ahnung warum, auch in Kessel-Lo ist es nicht voll und daher angenehm und ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und noch einer …</p>
<p>Am nächsten Morgen fahre ich mit meinem Sohn nach Brüssel ins Freibad. Brüssel stimmt nicht ganz, das Freibad liegt in Kessel-Lo, so ca. 25 km außerhalb von Brüssel. In Brüssel selber gibt es so etwas nämlich nicht. Keine Ahnung warum, auch in Kessel-Lo ist es nicht voll und daher angenehm und neben dem Freibad gibt es dort einen sehr schön angelegten Landschaftspark.</p>
<p>Vorher gehen wir noch kurz zu <em>Delhaize,</em> um etwas für das zweite Früstück zu kaufen, und natürlich gehe ich, wie immer, durch die Weinabteilung. Die ist bei <a href="http://www.delhaizewineworld.com/_fr/index.aspx" target="_blank"><em>Delhaize</em></a> ziemlich gut und man bekommt dort zum Beispiel die <em>Kadette</em> von <a href="http://www.kanonkop.co.za/Framework/index.asp?PageName=Home" target="_blank"><em>Kanonkoop</em></a> für knapp 6 Euro, was ziemlich günstig ist; denn bei uns zahlt man etwa 10 Euro und es ist ein wirklich schöner Wein für dieses Geld.</p>
<p>In der Mitte der Abteilung steht dann ein Korb mit dem <em>Cabernet Franc</em>, den ich am Abend zuvor getrunken habe, diesmal mit weißem und nicht mit violettem Etikett, und außerdem ein Weißwein namens <em>Soliterre</em>. Er kostet knapp 13 Euro, liegt damit 3 Euro unter <em>L&#039;Insolite</em>. Wie auch der <em>Saumur Champigny</em> firmiert dieser Wein nicht unter dem Namen der Domaine, sondern unter dem des Eigners, <em>Thierry Germain</em>. Auf der Website der Domaine taucht auch er auf.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/08/roches_neuves_soliterre.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-795" title="roches_neuves_soliterre" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/08/roches_neuves_soliterre.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a></p>
<p>Gestern geöffnet, erkennt man die Ähnlichkeit des Stils im Vergleich mit <em>L&#039;Insolite</em>. <em>Chenin Blanc </em>mit einem deutlichen Aroma von reifen Birnen und Banane. Er erscheint mir nicht so vielschichtig wie <em>L&#039;Insolite</em> und auch das Holz dominiert stärker. Insgesamt etwas geschmeidiger, massenkompatibeler. Nichtsdestotrotz ein schöner Wein, den er da gemacht hat, der umtriebige Herr Germain.</p>
<h5>Thierry Germain, Soliterre 2007, Saumur, gut, 12,49 Euro, Delhaize, Belgien</h5>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=794&amp;md5=1977df32f1072fc9a22da565ab446b5b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Domaine de Roches Neuves, L&#039;Insolite 2007, Saumur, Loire</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 11:32:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bioweine]]></category>
		<category><![CDATA[Chenin Blanc]]></category>
		<category><![CDATA[nach Rebsorten]]></category>
		<category><![CDATA[Weine im eigenen Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss, Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Weissweine]]></category>

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		<description><![CDATA[Thierry Germain stammt aus einer wohl nicht ganz unbetuchten Bordelaiser Winzerfamilie und hätte dort irgendwann die Güter seines Vaters übernehmen können. Er hat sich anders entschieden und 1991 die Domaine de Roches Neuves gekauft. Bezeichnend ist, dass sein Vater, Eigentümer diverser Lagen im Bordeaux, sich später angeschlossen hat und noch ein bisschen an der ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Thierry Germain</em> stammt aus einer wohl nicht ganz unbetuchten Bordelaiser Winzerfamilie und hätte dort irgendwann die Güter seines Vaters übernehmen können. Er hat sich anders entschieden und 1991 die <em>Domaine de Roches Neuves</em> gekauft. Bezeichnend ist, dass sein Vater, Eigentümer diverser Lagen im Bordeaux, sich später angeschlossen hat und noch ein bisschen an der Loire dazugekauft hat.</p>
<p><em>Thierry Germain</em> jedenfalls hat sich zunächst noch eine Weile vom Vorbsitzer der Domaine beraten lassen, bevor er dann das Ruder komplett allein übernommen hat. Für ihn gibt es ein klares Prinzip: Gute Weine entstehen im Weinberg und sollen so naturbelassen wie möglich ausgebaut werden. Er hat sich also der biodynamischen Wirtschaftsweise zugewandt, verzichtet auf Herbizide und Pestizide im Weinberg ebenso wie auf Reinzuchthefen im Keller. An der Loire steht er damit längst nicht allein. <em>Nicolas Joly</em> arbeitet schließlich in derselben Gegend und mittlerweile haben sich gerade in dieser alten Kulturlandschaft vergleichsweise viele Winzer der biodynamischen Bewegung angeschlossen.</p>
<p>All die eigenwilligen Verfahren nützen letztlich aber nur dann, wenn man grundsätzlich etwas vom Weinmachen versteht und der Wein, der schließlich erzeugt wird, auch etwas taugt. Das ist beim einzigen Weißen, den <em>Germain</em> produziert, der Fall. Der Wein stammt von uralten Chenin Blanc-Rebstöcken im <em>Saumur</em>. Hier findet man tonhaltige Kalkböden vor, die auch Löss sowie Kiesel aus Feuerstein und Sandstein enthalten, was zu einem klar mineralischen Charakter führt. Der Wein wird in neuen Fässern vergoren und dann im Barrique ausgebaut, was man kaum schmeckt, so gut eingebunden sind die Holznoten.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/07/l_insolite_2007.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-695" title="l_insolite_2007" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/07/l_insolite_2007.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a></p>
<p>Viel  präsenter als das Holz sind Mirabellen und Birnen und ein wenig Banane, bittere Orangen, ich würde sagen, Kumquats und Grapefruit, in die sich Karamell mischt. Je länger der Wein steht, desto mehr Melone und Papaya kommt hinzu und am Gaumen machen sich dann auch noch ein paar Stachelbeeren bemerkbar. Der Wein hat eine Dichte, die für diese Trauben im Loire-Tal wohl typisch ist, aus Südafrika kenne ich das auch anders. Und trotz der Dichte wirkt der Wein nicht zu schwer &#8211; die Minerale machen es und eine ausgewogene Säure, viel weniger als bei unseren hiesigen Rieslingen, aber doch genug, um den Wein leicht schweben zu lassen. Cremig ist er, schmelzig und hochgradig empfehlenswert.</p>
<p>Ach ja, eine schöne Website hat das Weingut <a href="http://www.rochesneuves.com/" target="_blank">auch</a>.</p>
<h5>Domaine de Roches Neuves, L&#039;Insolite 2007, Saumur, Loire, 16,50 Euro</h5>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=694&amp;md5=ed83ed9015740863fd498fbdc0f6c1f7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Christophs und Holgis Mixtour No. 13, zu Gast: Siggi</title>
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		<pubDate>Mon, 25 May 2009 10:51:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bioweine]]></category>
		<category><![CDATA[Chenin Blanc]]></category>
		<category><![CDATA[Mixtouren]]></category>
		<category><![CDATA[Sauvignon Blanc]]></category>
		<category><![CDATA[Weine im eigenen Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss, Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Weissweine]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem gemeinsamen Nachmittag in Spay bei der Jahrgangspräsentation der Weine von Florian Weingart haben wir uns einen Loire-Abend gegönnt. Während andere Männer mit Bierwägelchen durch die Lande zogen oder schon neben den ehemals rollenden Gefährten entschlummert waren, standen bei uns Sancerre, Vouvray und Saumur auf dem Programm.



Domaine Vacheron gehört seit langer Zeit zu ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem gemeinsamen Nachmittag in Spay bei der <a href="http://www.originalverkorkt.de/2009/05/jahrgangspraesentation-bei-florian-weingart/" target="_blank">Jahrgangspräsentation</a> der Weine von Florian Weingart haben wir uns einen Loire-Abend gegönnt. Während andere Männer mit Bierwägelchen durch die Lande zogen oder schon neben den ehemals rollenden Gefährten entschlummert waren, standen bei uns Sancerre, Vouvray und Saumur auf dem Programm.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/vacheron_3_sancerre.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-634" title="vacheron_3_sancerre" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/vacheron_3_sancerre.jpg" alt="" width="500" height="330" /></a></p>
<p><a href="http://www.thewinedoctor.com/loire/vacheron.shtml" target="_blank"><em>Domaine Vacheron</em></a> gehört seit langer Zeit zu den herausragenden Betrieben der <em>Appellation Sancerre</em> und bewirtschaftet seit 18 Jahren – und seit fünf Jahren zertifiziert – die 40 ha in biodynamischer Weise. Dabei fallen 32 ha auf den Basis-Sancerre, einige Hektar sind reserviert für die Weine des <em>Les Romaines</em> betitelten im Holzfass ausgebauten Spitzensancerre sowie einige Hektar für den Roten.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/sancerre_vacheron_081.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-636" title="sancerre_vacheron_081" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/sancerre_vacheron_081.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a></p>
<p>Kalkstein, Mergel und Silex ergeben die Grundlagen für einen sehr mineralischen, ausgesprochen feinen Sauvignon Blanc, der deutlich nach den typischen Stachelbeeraromen duftet. Dazu kommt etwas Zitrone, Heu und ein bisschen Feuerstein, was ein wenig riecht wie frischer Bremsgeruch beim ICE. Im Mund bleibt die mineralische Frische, die der Nase gefällt, und neben dem deutlichen Duft nach Stachelbeeren tauchen etwas Johannisbeere und grüner Apfel auf, auch die Zitrone schaut wieder ums Eck.</p>
<p>Der <em>Vouvray</em> von <a href="http://www.huet-echansonne.com/Accueil/index.html" target="_blank"><em>Huet</em></a> und der <em>Coulée de St. Cyr</em> der  <span class="geneva12blanc"><a href="http://www.st-just.net" target="_blank">Domaine Saint Just</a> </span>aus dem <em>Saumur</em> sind Weine, die mit der Feuersteinstachelbeerfrische des <em>Sancerre</em> mal genau gar nichts zu tun haben. Der <em>Chenin Blanc</em> ist deutlich dichter, schwerer, voluminöser als der frische <em>Sauvignon Blanc</em> von <em>Vacheron</em>. Wobei sowohl der <em>Clos du Bourg</em> 2007 von <em>Huet</em> als auch der <em>Coulée der St. Cyr</em> 2006 der<em> Domaine de St. Just</em> letztlich noch viel zu verschlossen sind und eigentlich noch Jahre im Keller verbringen sollten, bevor man sie öffnet. Einen Einblick gewähren sie trotzdem.</p>
<p>Wenn man von herausragenden Weingütern an der Loire spricht, wird man immer auch den Namen <em>Domaine Huet l&#039;Echansonne </em>erwähnt finden. Dieses vergleichsweise junge Weingut der <em>Huets</em> (1928 gegründet) hat sich schnell einen Spitzennamen erworben und sich über Jahrzehnte hinweg mit kompromisslosem Qualitätsstreben und einigen ausgezeichneten Lagen im <em>Vouvray</em> an die Spitze befördert. Seit dem Zusammentreffen mit <em>Nicolas Jouly</em> vom <em>Coulée de la Serrant</em> arbeitet Huet biodynamisch, was wohl die Qualität noch einmal verbessert hat. Die Weine gelten in guten Jahren als fast unbegrenzt haltbar.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/clos_du_bourg_huet_vouvray_07.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-637" title="clos_du_bourg_huet_vouvray_07" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/clos_du_bourg_huet_vouvray_07.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a></p>
<p>Der <em>Clos du Bourg</em>, tatsächlich ist es ein echter Clos, ein an das Burgund erinnernder Weinberg mit Steinmauerumrandung, gilt unter den drei Spitzenlagen, die anderen heißen <em>Hau Lieu</em> und <em>Le Mont</em>, als der mit den zunächst am meisten verschlossenen, dafür aber langlebigsten Weinen. Der Wein beeindruckt aber durchaus schon jetzt. Er ist tief und harmonisch selbst in seiner Zurückgezogenheit. Was bei der Dichte des Weines erstaunt, ist die tiefe Mineralität dieses Weines, in den sich Anklänge von Honig und Mandarinen mischen.</p>
<p>Wenn ich die Domaine Huet als jung bezeichne, so ist sie doch geradezu ein Urgestein gegen die <span class="geneva12blanc">Domaine Saint Just. Diese gibt es erst seit zwölf Jahren und Yves Lambert und sein Sohn Arnauld müssen sehr viel Geld investiert haben, um im Saumur diese moderne Kellerei mit 99 Hektar (!) zu erwerben. Das Angebot der Weine reicht vom weißen Saumur über die typischen Cremants zu Saumur Champigny, einem Roten aus dieser Region.</span><span class="geneva12blanc"> Die Weinberge liegen auf Lagen von Kalkstein, Sand und Ton.</span></p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/coulee_de_saint_cyr.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-638" title="coulee_de_saint_cyr" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/coulee_de_saint_cyr.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a></p>
<p>Der <em>Coulée de St. Cyr</em> wirkt ähnlich kräftig wie sein Kollege aus dem Vouvray. Dabei zeigt er sich schon offener, er ist nun auch schon ein Jahr älter, aber auch hier hatten wir den Eindruck, der Wein sei eher für die Ewigkeit gemacht als für den jetzigen Zeitpunkt. Dabei finde ich es sehr schwer, dem Wein einen spezifischen Geschmack oder Geruch zuzuweisen, es ist eher so, als würde man in ein paar Meter Abstand an einem Blumen- und Früchtestand auf dem Markt vorbeigehen. Es ist eine süße Traubendichte, das Goldgelb sehr reifer Trauben, der Druck und die Mineralität und der lange Nachhall dieses Weines, der jetzt schon einen sehr harmonischen Eindruck hinterlässt, aber ebenso dazu aufruft, ihn in den Keller zu sperren und bis auf Weiteres zu vergessen.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/mette_brennerei.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-639" title="mette_brennerei" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/mette_brennerei.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a></p>
<p>Zum Abschluss gab es Lebenswasser, aus Waldhimbeeren extrahiert. Einer, der dieses meisterhaft beherrscht, einer der großen Künstler des Eau-de-Vie, ist der Elsässer<em> Jean-Paul Metté</em>. Alle Eau-de-Vie und Spiritueux von ihm werden in drei Doppelbrandanlagen aus Kupfer hergestellt. Bei diesem Brand werden die Waldhimbeeren zunächst 4 Monate in 75-prozentigen Weinbrand gelegt, bevor nach Entfernung von Vor- und Nachlauf der Brand ein weiteres Mal gebrannt wird. Dieser 75 %-Stoff wird mit Quellwasser auf 45 % reduziert und verschwindet dann für acht Jahre im Edelstahltank.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/framboise_sauvage.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-640" title="framboise_sauvage" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/framboise_sauvage.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a></p>
<p>Das Ergebnis ist ein fast reiner Duft und Geschmack nach Himbeeren, wie ich ihn so klar bisher noch nicht erlebt habe.</p>
<h5>Sancerre 2008, Domaine Vacheron, Sancerre, Loire, <a href="http://www.vinaturel.de" target="_blank">Vinaturel</a>, 17,85 Euro</h5>
<h5>Le Clos du Bourg 2007, Domaine Huet, Vouvray, Loire, <a href="http://www.vinaturel.de" target="_blank">Vinaturel</a>, 17,- Euro</h5>
<h5>Le Coulée de St. Cyr 2006, Domaine de St. Just, Saumur, Loire, <a href="http://shop.fub-weine.de" target="_blank">Fegers &amp; Berts</a>, 16,90 Euro</h5>
<h5>Eau-de-Vie de Framboise Sauvage, Jean-Paul Metté, Alsace, <a href="http://www.vinaturel.de/" target="_blank">Vinaturel</a>, 375 ml, 29,- Euro</h5>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=624&amp;md5=47418c8b9420ec6a4eb30e1184370d36" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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