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	<title>originalverkorkt &#187; nach Rebsorten</title>
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	<description>flüssige und überflüssige Eskapaden</description>
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		<title>Cuvée Columelle 2007, Domaine Richeaume, Provence</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 23:04:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bioweine]]></category>
		<category><![CDATA[Cabernet Sauvignon]]></category>
		<category><![CDATA[Rot, Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Syrah / Shiraz]]></category>

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		<description><![CDATA[Es dürfte schon einige Monate her sein, dass ich zu Hause einen Wein aufgemacht habe, den ich so vorbehaltlos gemocht habe, wie die 2007er Cuvée Columelle des Henning und Sylvain Hoesch von der Domaine Richeaume. Da ich schon hier etwas zur Domaine und dem ausgezeichneten Rosé (einer meiner All-Time-Favourite-Rosé) geschrieben habe, ausgeschmückt mit Fotos ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es dürfte schon einige Monate her sein, dass ich zu Hause einen Wein aufgemacht habe, den ich so vorbehaltlos gemocht habe, wie die <em>2007er<strong> Cuvée Columelle</strong></em> des Henning und Sylvain Hoesch von der <a href="http://www.domaine-richeaume.com/" target="_blank"><em>Domaine Richeaume</em>.</a> Da ich schon <a href="http://www.originalverkorkt.de/2010/07/domaine-richeaume-rose-2009-provence/" target="_blank">hier</a> etwas zur Domaine und dem ausgezeichneten Rosé (einer meiner All-Time-Favourite-Rosé) geschrieben habe, ausgeschmückt mit Fotos der Landschaft, konzentriere ich mich hier auf diesen ungewöhnlichen Wein.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2012/01/richeaume_columelle.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1959" title="richeaume_columelle" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2012/01/richeaume_columelle.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a></p>
<p>Ich weiss, dass ich, wenn ich Weine dieser Domaine öffne, automatisch innerlich Richtung <em>Montagne Saint Victoire</em> reise und schnell den Duft, das Flirren der Wärme, die Geräusche im Ohr habe, Erinnerungen vieler Wanderungen durch diese zutiefst provenzialische Landschaft, eingefangen in dutzenden Bilder eines Paul Cézanne&#8230; Daher bin ich nicht wirklich objektiv. Also neige ich zur Übertreibung. Aber das ist nicht schlimm, denn die Begeisterung habe ich mit zwei unbelasteten Mitprobierern geteilt, insofern ist sie nicht unbegründet, zumal diese Begeisterung schon kurz nach dem Öffnen der Flasche eintrat, während der Wein sich über die nächsten drei Tage erst wirklich hervorragend entwickelt hat und noch sehr viel schöner geworden ist und ein bisschen ahnen lässt, wie er sich über die nächsten Jahre entwickeln mag. Denn, der Wein wurde zu jung getrunken, deutlich zu jung. Da ich ihn qualitativ auf gutem Cru-Classé-Niveau einstufen würde, könnte das Alterungspotential ebenfalls in diese Richtung gehen.</p>
<p>Mein Vergleich mit Bordeaux Cru-Classé kommt nicht von ungefähr. Diese Cuvée ist keine klassische südfranzösische Cuvée, keine Süd-Rhône-Cuvée. Hier verbinden sich zwei Sorten, die ich in dieser Klasse noch nicht zusammen verbunden probiert habe: Syrah und Cabernet Sauvignon. Und je länger ich diesen Wein trinke, frage ich mich, warum das nicht häufiger jemand macht. Das ist so ein bisschen Yin-Yang, Härte und Weiche, Expressivität und Intimität. Aber ich will eigentlich nicht schwadronieren.</p>
<p>Der Wein hat 14 Monate im Eichenfass gelegen, die Tannine sind ziemlich geschliffen, die Frucht ist noch präsent, Grafit ist bemerkbar und vor allem Schokolade. Er wirkt kühl und warm zugleich, bei angenehmen 13,5% Alkohol. Der Wein dürfte bei Mitte zwanzig Euro liegen, ist also wahrlich kein Schnäppchen. wer aber so viel Geld ausgeben mag und eine Bordeaux-Alternative sucht, sollte diesen Wein probieren.</p>
<p>Deutlich günstiger ist die <strong><em>Cuvée Tradition</em></strong>, wo sich neben Syrah und Cabernet mehr Grenache findet. Der Wein ist alles in allem typischer südfranzösisch, mit mehr Würze und Kräutern, die Grenache macht in zusätzlich süffiger und ungemein lecker.</p>
<p>Das war eines der Weingüter auf meiner Liste, deren Weine ich nun seit zwei Jahrzehnten kenne, die mich nie enttäuscht haben und die ich blind empfehlen würde.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1958&amp;md5=0ad80fbe666db2be3850cb3f3eb08c2e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Naiades 2008, Bodegas Naia, Rueda</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 21:05:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verdejo]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss, Spanien]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist noch gar nicht so lange her, da fand man, wenn man in einem deutschen Fachgeschäft spanische Weißweine suchte, traditionelle weiße Rioja und den ein oder anderen Albariño. Das war es dann mit der weißen Herrlichkeit von der iberischen Halbinsel. Auch heute gehört Spanien nicht unbedingt zu den Weißweinnationen doch findet sich ab ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist noch gar nicht so lange her, da fand man, wenn man in einem deutschen Fachgeschäft spanische Weißweine suchte, traditionelle weiße Rioja und den ein oder anderen Albariño. Das war es dann mit der weißen Herrlichkeit von der iberischen Halbinsel. Auch heute gehört Spanien nicht unbedingt zu den Weißweinnationen doch findet sich ab und zu der eine oder andere schöne Tropfen.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2012/01/naia_1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1951" title="naia_1" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2012/01/naia_1.jpg" alt="" width="590" height="298" /></a></p>
<p>Ein Betrieb, auf den ich nicht zuletzt auf Grund der ungewöhnlichen Flaschenausstattung aufmerksam geworden bin sind die <em><a href="http://www.bodegasnaia.com/index.php" target="_blank">Bodegas Naia</a></em> in Rueda. Rueda, benannt nach der gleichnamigen Stadt, liegt in der spanischen Provinz Kastillia-León und zieht sich vom Duero bis hin zum Gebiet Toro. Die Weinberge liegen im Durchschnitt auf 600 bis 800 Meter Höhe. Das Gebiet ist Weißweingebiet, dominiert durch den Verdejo. Diese authochtone Rebsorte kannte ich bisher als frischen Wein mit leicht grasigem, manchmal an Sauvignon Blanc erinnernden Wein mit einer prägnanten leicht bitteren Note im Abgang.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2012/01/naia_1.jpg"></a><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2012/01/naia_2.png"><img class="alignleft size-full wp-image-1952" title="naia_2" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2012/01/naia_2.png" alt="" width="590" height="163" /></a></p>
<p>Die <em>Bodegas Naia</em> sind spezialisiert auf diese Traube und die Weine sind schön authentisch. Besonders der <em>Naia</em> hat eine schöne Länge, feine Fruchtaromen, ein bisschen Limette und Kiwi, vor allem aber eine gute Säurestruktur, die den Wein trägt. In den letzten Tagen habe ich mir das Flagschiff des Betriebes vorgenommen, welches in einer Flagschiffflasche daherkommt, deren Boden so ausgehöhlt ist, dass selbst <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Rubeus_Hagrid" target="_blank">Hagrids</a> Daumen dort hineinpassen würde. Sie wirkt alles in allem etwa doppelt so schwer wie die des kleinen Schwesterweins. Die Macher haben also etwas Besonderes abgefüllt und stehen dazu. Die Etikettenausstattung stammt vom gleichen Künstler, wirkt etwas ruhiger und gesetzter, leider aber auch ein wenig langweiliger.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2012/01/naiades_1.png"><img class="alignleft size-full wp-image-1953" title="naiades_1" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2012/01/naiades_1.png" alt="" width="590" height="173" /></a></p>
<p>Die Flasche geöffnet, den Wein ins Glas gegossen kommt eigentlich keine Ahnung von Verdejo auf. Hätte ich den Wein blind verkostet, hätte ich wahrscheinlich an Chardonnay gedacht. Es gibt da so einen leicht bananigen Ton. Vor allem aber dominiert Melone, frische Melone und weißer, saftiger Pfirsich, unterlegt mit einer nussigen Note und Holz. Der Wein wirkt zunächst einigermaßen gedämpft, ja schüchtern, macht erst am zweiten Tag auf, was nicht unbedingt überrascht, denn er spielt von der Ausbaumethode her in der Burgund-Liga und insofern ist der Wein noch viel zu jung. Man merkt am Gaumen den achtmonatigen Ausbau im neuen Holz, angenehmer Weise ist diese Note aber kein bisschen penetrant, was daran liegen dürfte, dass französische Allier-Eiche mit wohl nur sehr zurückhaltender Toastung verwendet wurde. Neben dem Holz findet sich auch hier die Palette von Melone und Pfirsich, hinzu kommt etwas Birne. Der Wein, mit 13,5% nicht ganz ohne, wirkt kein bisschen überladen, hat eher einen mittleren Körper, es findet sich eine angenehme Säurestruktur neben der leicht crémigen Note – und Mineralität ist auch vorhanden.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2012/01/naiades_2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1954" title="naiades_2" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2012/01/naiades_2.jpg" alt="" width="590" height="183" /></a></p>
<p>Es ist ja so eine Sache mit den Weißweinen burgundischer Machart. Noch lange nicht jede Weintraube schafft, auch wenn sie noch so gut behandelt wird, einen solchen Ausbau mit langer Standzeit, dem Aufrühren der Hefe und Lagerung in frischem Holz. Vor einiger Zeit beispielsweise hatten wir den <em>Nun Vinya dels Taus</em> der <em>Bodega Cal Raspallet</em> aus dem Penedès im Glas. Und auch wenn die Trauben mit hohem Alter gesegnet waren und jede Fürsorge des Winzers erfahren hatten, war einhellig die Meinung, dass der Xarello für eine solche Pflege nicht geeignet ist und einfach besser für spritzige Weißweine und Cava verwendet wird. So etwa hatte ich das vom <em>Naiades</em> auch erwartet. Doch dieser Wein, dessen Lesegut von wurzelechten Stöcken stammt, die knapp 90 Jahre alt sind, ist besser, als ich es erwartet habe – deutlich besser. Er macht viel Spaß. Dass der Guia Penin ihm 97/100 Punkten gibt, halte ich so übertrieben wie die meisten Wertungen dort. Mit dieser Benotung setzt er sich in der 2012er Ausgabe des Weinführers auf den Spitzenplatz aller Weißweine Spaniens – das allerdings ist schon bemerkenswert. Einordnen kann ich es nicht, ich habe nicht viele weitere Spitzenweine probiert, und die, die ich probiert habe, gerade die aus dem Priorat, haben mir nicht gefallen weil sie mir allesamt zu wuchtig und zu alkoholstark waren. Wenn das die Spitze ist, kann ich getrost die Schleife zurück zum Anfang finden. In Spanien finden sich vor allem Rotweine, die keine Vergleiche mit Spitzenweinen anderer Länder scheuen müssen. Für Weißweine gilt das nicht. Und doch gibt es so schöne Tropfen wie diesen zu entdecken, mit einer deutlichen Eigenständigkeit und vergleichsweise moderatem Preis. Also, zwei Flaschen kaufen und erst mal zwei oder drei weitere Jahre liegen lassen.</p>
<p>Gibt es Empfehlungen für weitere interessante spanische Weißweine? Oder muss ich weiterfahren bis nach Portugal?</p>
<p>Gefunden in der <a href="http://www.internetoase.de/Spanien/Rueda/Naia/index.html" target="_blank">internetoase.de</a> für momentan € 22.50</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1950&amp;md5=98804094b56871036e6fb7ea19a6dd7d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Bouzeron Aligoté 2006, Domaine A. et P. de Villaine, Bourgogne</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 12:06:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aligoté]]></category>
		<category><![CDATA[Bioweine]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss, Frankreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich gestern den Aligoté 2006 von de Villaine ins Glas geschüttet und geschnuppert habe, war ich ausgesprochen positiv überrascht. Der Wein stand, obwohl ich ja durchaus einiges mit den Weinen der Villaines zu tun habe, seit ein paar Jahren im Keller und ich habe ihn nicht gebührend beachtet. So ist er vor sich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich gestern den <em>Aligoté 2006</em> von <em><a href="http://www.de-villaine.com/en/wines/bouzeron.php#/Vins?idVin=1" target="_blank">de Villaine</a></em> ins Glas geschüttet und geschnuppert habe, war ich ausgesprochen positiv überrascht. Der Wein stand, obwohl ich ja durchaus einiges mit den Weinen der <em>Villaines</em> zu tun habe, seit ein paar Jahren im Keller und ich habe ihn nicht gebührend beachtet. So ist er vor sich hin gealtert und hat mittlerweile fünf Jahre auf dem Buckel.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/11/bouzeron_villaine_2006.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1929" title="bouzeron_villaine_2006" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/11/bouzeron_villaine_2006.jpg" alt="" width="590" height="300" /></a></p>
<p>Fünf Jahre sind nun für einen guten Wein kein Problem, bei einem gewöhnlichen <em>Aligoté</em> hatte ich jetzt allerdings nicht mehr viel erwartet. Aber ich habe mich glücklicherweise getäuscht. Der Wein ist geradezu aristokratisch gealtert. <em>Aligoté</em> ist ja die zweite weiße Rebsorte in der Bourgogne, genießt aber im Gegensatz zum <em>Chardonnay</em> keinen besonderen Ruf. Er wird vor allem mit <em>Cassis</em> zum <em>Kir</em> befördert, nimmt man statt <em>Aligoté</em> dann <em>Crémant de Bourgogne,</em> erhält der <em>Kir</em> den Zusatz <em>Royal</em>.</p>
<p>Dieser <em>Bouzeron</em> allerdings wäre für so etwas viel, viel zu schade und normalerweise nimmt man für einen <em>Kir</em> auch eher einen frischen <em>Aligoté</em>. <em>Bouzeron</em> ist eine 60 Hektar-Gemeinde nahe <em>Rully</em> im Bereich der <em>Côte Châlonnaise,</em> die seit dem Jahr 1997 als eigene Appellation gewertet wird, und zwar auf Grund der guten Qualität, die  <em>Aligoté</em> hier hervorbringt. Auf dieser guten Grundlage aufbauend, produzieren die in <em>Rully</em> mit ihrer kleinen Domaine ansässigen <em>Aubert et Pamela de Villaine</em> neben Chardonnay und Pinot Noir aus Rully und Mercurey eben jenen Aligoté. Dass die Villaines Wein produzieren können, zeigen sie als Mitbesitzer der legendären <em>Domaine de la Romanée-Conti</em>. Dass sie neben diesen teuren Spitzenweinen in gleicher sorgfältiger biodynamischer Art auch günstige Weine im Burgund machen, finde ich aller Ehren wert.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/11/bouzeron_villaine_2006_3.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1930" title="bouzeron_villaine_2006_3" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/11/bouzeron_villaine_2006_3.jpg" alt="" width="590" height="350" /></a></p>
<p>Der <em>Aligoté</em> ist dabei mit unter 13 Euro der Einstiegswein, und auch wenn er in seiner Jugend mit Frische und Klarheit, schöner Mineralik und Präzision überzeugt, gewinnt dieser Wein nach einigen Jahren gewaltig. Finesse kommt hinzu, Volumen und schöne Balance zwischen frischen Zitrustönen und gerösteten Haselnüssen, salziger Mineralik und einem Hauch von Brioche, bestrichen mit Honig.</p>
<p>Schön, wenn eine solche Überraschung den Abend versüßt.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1927&amp;md5=41ecdca59155b3c188d5fbbc83c81dae" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Pineau d’Aunis und Côt. Zwei Unbekannte von der Loire</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 17:13:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bioweine]]></category>
		<category><![CDATA[Malbec]]></category>
		<category><![CDATA[Pineau d’Aunis]]></category>
		<category><![CDATA[Rot, Frankreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich kann es nur immer wieder gebetsmühlenhaft wiederholen: Das Anbaugebiet Loire ist nicht nur ein beeindruckend schöner Landstrich, hier werden auch fantastische Weine produziert und die Vielfalt ist groß. Leider wird das in Deutschland kaum wahrgenommen. Die meisten stolpern irgendwann mal über eine Flasche Sauvignon Blanc aus der Tourraine oder über eine Flasche Schaumwein ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann es nur immer wieder gebetsmühlenhaft wiederholen: Das Anbaugebiet Loire ist nicht nur ein beeindruckend schöner Landstrich, hier werden auch fantastische Weine produziert und die Vielfalt ist groß. Leider wird das in Deutschland kaum wahrgenommen. Die meisten stolpern irgendwann mal über eine Flasche Sauvignon Blanc aus der Tourraine oder über eine Flasche Schaumwein von <em>Bouvet-Ladubay</em>.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1922" title="belliviere" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/10/belliviere.jpg" alt="" width="590" height="149" /></p>
<h6>Foto ©: Domaine Bellivière, Danièle &amp; Remi Loisel - <a href="http://www.studio-amarante.com/" target="blank">Studio Amarante</a></h6>
<p><a href="http://www.studio-amarante.com/" target="blank"></a>Dabei ist die Chenin-Blanc-Traube dort fast so vielseitig und komplex wie der Riesling hier, <em>Sancerre</em> und<em> Pouilly-Fumé</em> können brillant sein, ebenso einige ausgewählte Muscadets, was hier aber kaum bekannt ist, ist die mögliche Güte der Rotweine. Neben dem vorherrschenden <em>Cabernet Franc</em>, ich habe <a href="http://www.originalverkorkt.de/2011/02/cabernet-franc-raus-aus-dem-schatten-der-eigenen-kinder/" target="_blank">hier</a> mal einige zusammengestellt, gibt es jedoch noch ein paar andere Rebsorten, die wirklich selten sind und auch Profis eher selten unterkommen. Eine Sorte ist der <em>Grolleau</em>, dazu werde ich mal was Eigenes schreiben, eine weitere ist der <em>Côt</em>, was allerdings nur eine regionale Bezeichnung für den <em>Malbec</em> ist. Insgesamt findet man <em>Malbec</em> ja nicht mehr allzu häufig in Frankreich, Argentinien ist mittlerweile hautsächlich bekannt für den Anbau dieser Sorte, an der Loire kommt der Wein ganz selten vor. Als ich dann sah, dass <strong><em>Xavier Weisskopf</em></strong>, der sich eigentlich auf Chenin Blanc spezialisiert hat, sich auch dieses Nischenprodukts angenommen hat, war ich gespannt. <em>Weisskopf</em> ist einer der spannenden Nachwuchswinzer aus der Region, der nach eigener Aussage im Geiste eines <em><a href="http://www.jackyblot.fr" target="_blank">Jacky Blot</a></em> und <em><a href="http://www.francois-chidaine.com/" target="_blank">François Chidaine</a></em> arbeitet. Er besitzt 13 Hektar Weinberge, einen Teil in der<em> AC Tourraine</em>, einen anderen, nämlich den mit <em>Chenin Blanc,</em> in der <em>AC Montlouis</em>. Wer die Appellation nicht kennt – macht nichts, da kamen in den letzten Jahrzehnten keine bemerkenswerten Weine her. Allerdings ändert sich das rapide, seit <em>Chidaine</em> und <em>Blot</em> und die<em> Revue du Vin de France</em> der Meinung sind, dass dies momentan eine der spannendsten Entdeckerregionen ist. <em>Weisskopf</em>, der eigentlich aus dem Norden stammt, wo keinerlei Wein angebaut wird, und erst seit Beginn des Studiums in <em>Chablis</em> dem Wein verfiel, hat im Burgund dann auch Weinbau studiert und an der Rhône im bekannten Gut <em>St. Cosme</em> gelernt, bevor er sich seinen eigenen Weinberg gesucht hat.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/10/cot_2009_weisskopf.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1920" title="cot_2009_weisskopf" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/10/cot_2009_weisskopf.jpg" alt="" width="590" height="334" /></a></p>
<p>Der <strong><em>Côt Vieille Vignes 2009</em></strong> der <strong><em><a href="http://www.lerocherdesviolettes.com/" target="_blank">Domaine Le Rocher des Violettes</a></em></strong> stammt von Rebstöcken, die zwischen 65 und 120 Jahre alt sind und einen entsprechend geringen Ertrag von 25 hl/ha erwirtschaften. Die Reben werden einer <em>Maceration Carbonique</em> unterzogen und kommen dann in den Bottich, um einen biologischen Säureabbau zu vollziehen. Danach kommt der Wein noch drei Monate auf die Flasche, bevor er verkauft wird. Es ist also ein Jungwein, den wir hier im Glas haben, einer, der nicht für die lange Lagerung gedacht ist. Das ist gut zu wissen; denn wenn ich eine Flasche mit einem Wein von alten Reben in der Hand habe, gehe ich von einem lagerbaren Wein aus, der tendenziell nach zwei Jahren Lagerung noch zu jung ist. Außerdem erklärt die Kohlensäuremaischegärung auch die expressiven Fruchtnoten in der Nase, Himbeere, Pflaume, etwas Kirsche, leicht kompottig. All das wirkt verführerisch, kann diesen Versuch der Verführung jedoch am Gaumen nicht umsetzen, wie so oft bei Weinen, die diese Art der Gärung durchlaufen haben. Hier wirkt der Wein nicht frisch genug, das Kompott dominiert, dazu kommt eine nicht ganz passende Säure und die Tannine wirken ein wenig stumpf.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/10/rouge_gorge_2009_belliviere.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1921" title="rouge_gorge_2009_belliviere" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/10/rouge_gorge_2009_belliviere.jpg" alt="" width="590" height="300" /></a></p>
<p>Klarer und präziser dagegen wirkt der <strong><em>Pineau d’Aunis Rouge-Gorge 2009</em></strong>. Dieser Wein stammt von der <strong><em><a href="http://www.belliviere.com/" target="_blank">Domaine de Bellivière</a></em></strong> aus der Appellation <em>Coteaux du Loir</em>, einem Nebenfluss der Loire, deren Gebiet lediglich 75 Hektar umfasst. <em>Eric Nicolas, </em>der Eigner, ist eigentlich ebenfalls Spezialist für<em> Chenin Blanc</em> und macht insgesamt acht Weine aus dieser Rebsorte, vier aus den weißen <em>Coteaux de Loir</em>, vier aus dem Gebiet <em>Jasnières</em>. Für seinen roten Wein baut er eine wirklich seltene Sorte an, die gerade noch auf unter 500 Hektar Gesamtfläche angebaut wird. Der <em>Pineau d’Aunis</em>, der seinen Namen von einer Abtei herleitet, in deren Gärten diese Traube möglicherweise durch Zufallsmutation entstanden ist, wird manchmal auch <em>Chenin Noir </em>genannt. Die Herkunft ist nicht eindeutig, doch wird angenommen, dass zumindest ein Elternteil dieser Rebe der Chenin Blanc ist. Der Wein riecht so, wie ich es erhofft habe: wild und markant. Etwas Himbeere und Kirschen verbinden sich mit leicht medizinischen Jodtönen, Rauch kommt hinzu und Trockenkräuter und Gewürze. Das ist so ein bisschen wie frische Frucht in altem Gemäuer, wobei das Gemäuer trocken ist, nicht modrig. Am Gaumen hat der Wein eine tolle Frucht, wirkt straff, mit angenehmer, durchaus prägnanter, aber nicht störender Säure, mit weichen Tanninen bei mittlerem Körper. Der Wein ist absolut trocken, da findet sich keine Fruchtsüße wie beispielsweise beim <em>Côt</em>. Nicolas, der seine Rebhänge auf biodynamische Wirtschaftsweise umstellt, hat hier einen Ertrag von ebenfalls 25 hl/ha aus dem Weinberg geholt. Das ist gute, konzentrierte Qualität mit klarem, eigenen Charakter, nicht fein, eher robust, doch sehr befriedigend. Der Wein ist mit € 19,- zwar jetzt auch nicht günstig, aber wann trinkt man schon mal Chenin Noir?</p>
<p>Übrigens gibt es englischsprachig zwei hervorragende Seiten über die Loire. Chris Kissack schreibt beängstigend viel auf der Seite des <a href="http://www.thewinedoctor.com/" target="_blank">WineDoctor</a>. Dazu kommt ein großer Fundus in <a href="http://jimsloire.blogspot.com/" target="_blank">Jims Loire Blog</a>.</p>
<h5>Den Côt Vieilles Vignes 2009 der Domaine Le Rocher des Violettes gibt es bei <a href="http://www.karl-kerler.de/Weinversand-Weinhandel-Bordeaux-Subskription-Nuernberg.htm" target="_blank">Karl Kerler </a>für € 12,-, den Rouge-Gorge 2009 der Domaine de Bellivière gab es im Rahmen einer Aktion des Weinbund Berlin für         € 19,-, ich denke, erhältlich über <a href="http://www.hardy-weine.de/" target="_blank">Hardy Weine</a>.</h5>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1919&amp;md5=e40315421d4bb5fddd1fdd20261beccd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Blanc de Blancs Champagne: Teil 5 &#8211; Über Billecart-Salmon, Thienot, Taittinger und Laval</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Oct 2011 09:55:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bioweine]]></category>
		<category><![CDATA[Chardonnay]]></category>
		<category><![CDATA[Schaumwein]]></category>
		<category><![CDATA[Weingüter]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss, Frankreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie kommen spät, aber sie kommen, die großen Nummern in der Champagne. Im Gegensatz zu dem Output der großen Häuser und Genossenschaften umfasst das, von dem ich bisher gesprochen habe, also die Weine der Winzer, ein Promille. Nicht in der Qualität, aber in der Produktion.



In der Champagne gibt es übrigens sehr unterschiedlichen Typen zugelassener ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie kommen spät, aber sie kommen, die großen Nummern in der Champagne. Im Gegensatz zu dem Output der großen Häuser und Genossenschaften umfasst das, von dem ich bisher gesprochen habe, also die Weine der Winzer, ein Promille. Nicht in der Qualität, aber in der Produktion.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/10/billecart_thienot.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1912" title="billecart_thienot" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/10/billecart_thienot.jpg" alt="" width="590" height="341" /></a></p>
<p>In der Champagne gibt es übrigens sehr unterschiedlichen Typen zugelassener Winzer. Die, die wir bisher kennengelernt haben, sind die RMs und die NMs. Die <em>Récoltants-Manipulants</em> produzieren Champagner lediglich aus eigenen Trauben. Das ist die absolute Minderheit. Viele Winzer, auch kleine, kaufen Traubenmaterial dazu, nicht zuletzt deshalb, weil es ihnen nicht möglich ist, zusätzliches Land zu erwerben. Diese nennt man dann <em>Négociant-Manipulant</em>, Winzer, die gleichzeitig auch mit Traubenmaterial handeln dürfen. Hinzu kommen die CMs, die <em>Coopérative-Manipulante</em>, Genossenschaften, die Champagner erzeugen. <em>Nicolas Feuilatte</em> beispielsweise ist der Handelsname einer Genossenschaft, er suggeriert einen einzelnen Winzer, dahinter stehen jedoch Hunderte. Bleibt noch die MA, die <em>Marque d’Acheteur</em>, die Handelsmarke. Die Abkürzung steht dann beispielsweise auf einer Flasche <em>Veuve Monsigny</em>.</p>
<p>Die vorletzte Begegnung des Abends hatten die Häuser <em>Billecart-Salmon</em> und <em>Alain Thienot</em>. <em>Billecart-Salmon</em> gehört zum gestandenen Adel der Region, distinguiert, zurückhaltend, qualitätsorientiert, gediegen. <em>Alain Thienot</em> ist Selfmade-Man, hat in den achtziger Jahren ziemlich viel Land in der Champagne gekauft, selbst von <em>Krug</em>, mittlerweile hat er auch einiges im Bordeaux erworben. So ungleich die Winzer, so ungleich sind auch die Champagner. Die einzige Gemeinsamkeit ist auch hier wieder die Rebsorte. Billecart-Salmons <em>Millèsime Brut</em> stammt aus dem Jahr 1998 und stammt aus ganz verschiedenen Lagen der Côte de Blancs, der <em>La Vigne aux Gamins</em> stammt aus einer Einzellage in Avize aus dem Jahr 1999.</p>
<p><strong>Blanc de Blancs Brut 1998, Billecart-Salmon</strong><br />
Die Familie der <em><a href="http://www.champagne-billecart.fr/" target="_blank">Billecart</a></em> lebt seit dem 16. Jahrhundert in Mareuil-sur-Aÿ . Das Champagnerhaus wurde 1818 gegründet und befindet sich immer noch im mehrheitlichen Besitz der Familie. Es ist ein Produkt der Heirat zwischen <em>Nicolas François Billecart</em> und <em>Elisabeth Salmon</em>, die einen nicht unbeträchtlichen Besitz in Chouilly, in der Côte des Blancs, beigesteuert hat. <em>Billecart</em> besitzt 15 Hektar, sieben in Damery, Marne, vier an der Côte de Blancs, und zwar in Chouilly, Avize und Le Mesnil, sowie vier Hektar in Aÿ und Mareuil-sur-Aÿ. 50 weitere Hektar sind gepachtet, dazu Trauben von 100 weiteren Hektar hinzugekauft. Die Familie besitzt vier Presshäuser in Mareuil-sur-Aÿ, Mailly, Le Mesnil-sur-Oger und Damery.</p>
<p>Im Gegensatz zu den meisten Winzerchampagnern ist es bei den größeren Produzenten üblich, relativ früh zu ernten, der Alkoholgehalt liegt üblicherweise bei 10%. In den so genannten Häusern, den klassischen Champagner-Produzenten, wird viel mehr im Keller gemacht als bei den Winzern. Gilt dort eher das Prinzip, aus einer Lage und einem Jahrgang das Beste herauszuholen und schon viel mehr dafür im Weinberg zu unternehmen, können und wollen sich die großen Häuser Jahrgangsschwankungen bei den meisten Weinen gar nicht leisten. Der Kunde möchte dies nicht. Und die Tradition ist eindeutig. Wer Champagner eines renommierten Hauses kauft, möchte eine gleichbleibende, nicht allzu schwankende Qualität. Die Jahrgangschampagner werden dementsprechend nur in den guten Jahrgängen produziert und allein sie bringen eine gewisse Individualität, auch wenn diese begrenzt bleibt. Das hat alles sein Für und Wider und spricht auch keineswegs gegen die vorhandene Qualität eines Stils. Für mich gehören <em>Krugs</em> Champagner beispielsweise zum Besten, was ich kenne – auch und gerade wegen des gleichbleibenden Stils. Nur ist der Ansatz eben ein anderer.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/10/billecart.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1909" title="billecart" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/10/billecart.jpg" alt="" width="590" height="262" /></a>©:Billecart-Salmon</h6>
<p>Seit 2001 gibt es, um auf <em>Billecart-Salmon</em> zurückzukommen, eine ultramoderne Kellerei in Mareuil. Das Haus ist bekannt für eine doppelte Klärung, speziell bei der zweiten wird der Most abgekühlt auf unter 5 Grad, wobei die Trubstoffe ausflocken, dann wird der Most auf bis 15 Grad langsam erwärmt und es beginnt die Gärung. Das alles passiert ohne Enzyme, Filterung oder Zentrifugen. Die Gärung verläuft über 5 Wochen, danach bleibt der Wein auf den Trubstoffen für ca. 5 Monate mit zweiwöchiger Battonage.</p>
<p>Der Wein selber war ganz ausgezeichnet. Ich glaube, er hat es hinter den so individuellen Persönlichkeiten der Winzer-Champagner etwas schwer gehabt, da er seidiger ist, feiner, eleganter, ja aristokratischer. Aber was für ein ausgezeichneter Blanc de Blancs: Reich an Frucht und rassig, mit süßem Brot, eine Verbindung aus Brioche und Shortbread. Neben der Frucht findet sich deutliche Mineralik und eine feine Säure. Dabei ist der Wein crémig und reif mit einem langen Abgang.</p>
<p><strong>La Vigne aux Gamins 1999, Brut Blanc de Blancs, Champagne Thienot</strong><br />
Die Familie <em><a href="http://www.thienot.com/#/fr/page/index" target="_blank">Thienot</a> </em>gehört zu den Aufsteigern in der Champagner-Szene. Vom ganzen Habitus und der Größe, die sie erreicht hat, aber auch vom Selbstverständnis her und von der Ausrichtung der Marken gehört sie mit zum vorderen Feld in der Champagne. Die Familie besitzt über 30 Hektar guter und sehr guter Lagen und ein Kleinod, einen alten Weinberg in Avize, eine mit Chardonnay bestockte Grand Cru Lage. Diese wird unter dem Namen <em>La Vigne aux Gamins</em> seit dem Jahrgang 1996 als Einzellage ausgebaut. Der deutsche Importeur bewirbt den Wein mit folgender Aussage: <em>die Clos des Mesnil von Selosse und Krug spielen nicht in einer anderen Liga</em>. Ich muss sagen, ich fand das ein wenig hochgegriffen. Eigentlich hat dieser Champagner bei uns keinen wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen. Er hatte nicht den ausgleichenden Charakter der <em>Billecarts</em> und <em>Taittingers</em> und auch nicht den eigenen, kompromisslosen der formidablen Winzer. Zudem wirkte er trotz Dekantierens ziemlich verschlossen. Trotzdem, da ist viel Substanz, viel prägnante Säure, Kraft und auch Balance und man sollte ihm nicht Unrecht tun, er braucht wohl noch mehr Zeit.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/10/laval_taittinger.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1913" title="laval_taittinger" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/10/laval_taittinger.jpg" alt="" width="590" height="370" /></a></p>
<p><strong>Les Chênes 2004, Cumières Premier Cru Brut Nature, Georges Laval<br />
</strong>Wie bei <em>Dufour</em> kann man auch die <em><a href="http://www.georgeslaval.com/pages/home2.php" target="_blank">Lavals</a></em> lange suchen, bevor man sie findet. Es gibt lediglich ein kleines Klingelschild. Trotz des Understatements findet man hier eine der feinsten und ungewöhnlichsten Adressen in der Champagne. Das wissen die <em>Lavals</em> und entsprechend sind auch die Preise. Der Einstiegswein beginnt in Deutschland bei knapp € 50 und die Linie endet bei knapp unter € 200 Euro. Das ist schon ein Wort, und es ist ungewöhnlich für Winzer, solche Preise zu nehmen, die höher liegen als manche Prestigecuvée berühmter Häuser, doch die Preispolitik scheint zu funktionieren.</p>
<p>Die <em>Lavals</em> bauen seit 4 Generationen Wein an, <em>Georges Laval</em> begann mit eigener Abfüllung 1971, der Sohn <em>Vincent</em> arbeitet seit 1991 mit und ist seit 1996 für den Keller verantwortlich. Die <em>Lavals</em> besitzen lediglich 2,5 Hektar inklusive einem halben Hektar Meunier in Chambrecy, dessen Ertrag an den Nego verkauft wird. Die restlichen zwei Hektar liegen alle in Grand Cru Lagen in Cumières und sind 30 bis 70 Jahre alt. Biologisch-organisch wird schon seit 1971 gearbeitet, womit die Lavals zu den ersten Winzern gehören, die gänzlich auf Chemie im Weinberg verzichtet haben. Die Trauben werden in traditionellen Conquard-Pressen gepresst, und zwar in den kleinen für 2.000 Kilo. Bei <em>Laval</em> wird sehr reif gelesen – der Blanc de Blancs beispielsweise bei 11,5% Alkohol, das merkt man den Weinen immer an. Hinzu kommt der Verzicht auf Chaptalisation, dafür gibt es Spontanvergärung, keine Schönung, keine Filtration, keine Stabilisierung und ein minimaler Einsatz von Schwefel, der immer unter 20 mg bleibt.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/10/laval.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1910" title="laval" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/10/laval.jpg" alt="" width="590" height="263" /></a>Vincent Laval | Foto links ©: <a href="http://madwine.blogspot.com/" target="_blank">Thomas Iversen</a>, Mad about Wine,  Foto rechts ©:Familie Laval</h6>
<p>Wir haben es hier mit dem <em>Blanc de Blancs Les Chênes,</em> also im besten Sinne mit einem Naturprodukt zu tun, von einem Winzer mit Minimalertrag – 1.776 Flaschen wurden abgefüllt, dazu 10(!) Magnums. Irgendwer sagte mal, dass <em>Laval</em> sehr guten Burgunder mit Bläschen herstellen würde, und ich finde, dass das eine gute Beschreibung ist. Der Champagner ist sehr burgundisch weinig und dafür aber wenig Champagner, viel weniger als beispielsweise <em>La Bolorée</em>. Und wenn <em>Cedric Bouchard</em> weniger Druck auf den Flaschen hat als üblich, würde es mich bei <em>Laval</em> nicht wundern, wenn das bei ihm genauso wäre. Der Champagner ist außerdem sehr reif, aber nicht überreif, deutlich mineralisch und kalkig – kein Wunder, das Terrain ist reiner Kreidekalk mit einer geringen Auflage von 40 cm. In der Nase finden sich Maracuja und Zitronen, Honig und Brotteig, am Gaumen explodiert die Maracuja geradezu, dazu kommen Mango und Limette sowie Steinobst. Auch hier Kalk, Mineralität, gute Säure, alles sehr dicht und noch gar nicht richtig offen. Der Wein ist, wie viele an diesem Abend, einfach noch zu jung, aber das ist nicht wirklich schlimm. Er ist jetzt schon ausgezeichnet, die Maracuja vielleicht im Moment noch zu vordergründig, es fehlt ein wenig die Balance und Feinheit, aber bitte, geben wir auch ihm noch Zeit, dann wird das ein ganz großer Wein, das finde ich hier viel deutlicher als beim <em>Vigne aux Gamins</em>.</p>
<p><strong>Comtes de Champagne 2000, Blanc de Blancs, Taittinger</strong><br />
Fein, subtil, elegant und voll ist der<em> Comtes de Champagne</em> von <em><a href="http://www.taittinger.fr/" target="_blank">Taittinger</a></em> und auch bei einer verdeckten Verkostung wäre deutlich geworden, dass wir es hier mit einem Spitzenprodukt aus großem Haus zu tun haben. Zu deutlich ist der Unterschied zum Stil der Lavals, Bouchards oder Bérèches. Er repräsentiert den Stil des Hauses <em>Taittinger</em>, bei dem Eleganz über Fülle und Expressivität steht, sehr gut und ich denke, es ist kein Zufall, dass ausgerechnet ein <em>Blanc de Blancs</em> als Préstigecuvée diesen Stil in seiner reinsten Form wiedergibt. Der Wein stammt aus den besten Lagen der Côte de Blancs, vornehmlich aus Avize, Le Mesnil, Oger, Chouilly und Cramant. Mittlerweile wird dem Jahrgang eine kleine Menge Resèrvewein hinzugefügt, der aus dem Holzfass stammt. Der 2000er gehört nicht zu den größten Jahrgängen und ist nicht so eindrücklich wie beispielsweise der <em>1996er Comtes de Champagne</em>, wirkte aber durchaus elegant und schon ziemlich offen, mit einer ausgezeichneten Balance und Länge. Das macht schon sehr viel Spaß.</p>
<p><em>Taittinger</em> wurde übrigens 1734 von <em>Jacques Fourneaux</em> gegründet und 1930 von den <em>Taittingers</em> erworben. 1942 wurde das Haus am Place Saint-Niçaise in Reims etabliert, auf den Grundmauern einer alten Abtei und deren Kreidegängen, die teils ins 4. Jh zurückdatieren. Die Gebrüder François und Claude haben sich viel Reputation erworben, nachdem sie ihren bei einem Autounfall gestorbenen Vater sehr früh in der Leitung ersetzen mussten. Heute trägt <em>Pierre-Emmanuel Taittinger</em> die Verantwortung. Das Haus gehörte längere Zeit zur Gruppe <em>Société du Louvre</em>, die 2005 von einer Kapitalgesellschaft gekauft wurde. Da diese mehr Interesse an anderen Teilen des Konglomerats hatte, konnten <em>Taittingers</em> das Haus zurückkaufen. Ich selber habe bei der Auswahl der Weine bewusst <em>Taittinger</em> und <em>Billecart-Salmon</em> genommen. Dabei war für mich nicht nur die Qualität entscheidend, sondern auch der Umstand, dass sich die Güter in Familienbesitz befinden und nicht zu einem Großkonzern gehören.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/10/flaschen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1911" title="flaschen" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/10/flaschen.jpg" alt="" width="590" height="286" /></a> Foto ©: CIVC</h6>
<p>Wenn ich den Blanc de Blancs-Abend Revue passieren lasse, kann man kaum darüber streiten, dass die Champagner der Winzer individueller, charakteristischer, klarer, präziser waren und letztlich im Ganzen mehr Persönlichkeit aufwiesen als die der größeren Hersteller. <em>Billecart</em> und <em>Taittinger</em> dagegen trumpfen mit ihrer Balance, der Finesse, Elegance und ihrer Breite. Ich persönlich hätte mich, wenn ich die Weine in eine Ordnung hätte bringen sollen, an diesem Abend vor allem anderen für <em>Léclaparts L’Apôtre</em> und <em>Cédric Bouchards La Bolorée</em> entschieden, dicht gefolgt von Taittinger und Laval. Doch untern Strich ist das nicht entscheidend. Wichtiger war es, zu sehen, welch enorme Bandbreite bei qualitativer Dichte an diesem Abend vorhanden war. Ich erinnere mich gerne an die Brillianz von <em>Bérèche</em> und <em>Larmandier-Bernier</em>, die Fülle von <em>de Sousa</em> im unteren Preisbereich. Der Abend war entsprechend schon beeindruckend, bevor die richtigen Highlights kamen.</p>
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<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1907&amp;md5=50c6b7e2b297d74c7fa808ea999bda88" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Blanc de Blancs Champagne: Teil 4 &#8211; Cedric Bouchards Roses de Jeanne und der Weißburgunder</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 16:42:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bioweine]]></category>
		<category><![CDATA[Schaumwein]]></category>
		<category><![CDATA[Weingüter]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss, Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Weissburgunder / Pinot Blanc]]></category>

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		<description><![CDATA[Bevor ich zum letzten Teil der Serie über Blanc de Blancs Champagner komme, wo sich der renommierte Kleinwinzer Vincent Laval mit Billecart-Salmon, André Thinault und dem Comte de Champagne misst, möchte ich gerne einen Champagner vorstellen, der so ungewöhnlich wie selten ist. In Wahrheit hätte ich gerne zwei aus Pinot Blanc gekelterte Champagner vorgestellt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor ich zum letzten Teil der Serie über Blanc de Blancs Champagner komme, wo sich der renommierte Kleinwinzer Vincent Laval mit Billecart-Salmon, André Thinault und dem Comte de Champagne misst, möchte ich gerne einen Champagner vorstellen, der so ungewöhnlich wie selten ist. In Wahrheit hätte ich gerne zwei aus Pinot Blanc gekelterte Champagner vorgestellt doch der 1999er Ligne 79 von Champagne Charles Dufour hatte leider Kork. Bleibtalso ein Wein, der für mich persönlich der Star des Abends war. Wenn ich den Geschmack dieses Champagners jetzt, während ich schreibe, erinnere, frage ich mich, warum sich nicht mehr Winzer trauen, das Potential und den Charakter des Weißburgunders für ihre Zwecke zu nutzen. Wenn es gut gemacht, und bei Bouchard ist es gut gemacht, hat man einen charakterstarken Individualisten im Glas, einen mit Tiefe, mit Eleganz, mit Länge und mit Stoff. Doch ausser den beiden Winzern kenne ich momentan keinen Winzer in der gesamten Champagne, der einen reinsortigen Weißburgunder Blanc de Blancs keltern würde.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/08/la_boloree.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1873" title="la_boloree" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/08/la_boloree.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a></p>
<p>Die vier kleinen Rebsorten, die neben Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier erlaubt sind führen in der Champagne wahrhaft ein Schattendasein. Arbane, Petit Meslier, Pinot Gris und Pinot Blanc, denn um die handelt es sich, werden auf gerade einmal 90 Hektar kultiviert. Das ist bei einer Gesamtfläche von über 33.000 Hektar so gut wie nichts. <em>Arbane</em> und <em>Petit Meslier</em> sind wirkliche Exoten, uralte, französische, etwas divenhafte, spätreifende Rebsorten, die nur noch aus Traditiongründen angebaut werden und meist in kleinen Mengen anonym in den Wein wandern. Lediglich von <em>Olivier Horiot</em> aus Les Riceys weiss ich, dass er in seinem <em>5 Senses</em> neben den drei Hauptrebsorten auch Pinot Blanc und Arbane erwähnt.</p>
<p>Bei <em>Cédric Bouchard </em>war es mehr Zufall als Leidenschaft für den Pinot Blanc, der ihn dazu geführt hat, diesen reinsortig auszubauen denn er hat vor einigen Jahren eine Parzelle Land kaufen können die mit Pinot Blanc, mit altem Pinot Blanc bestockt war, wie er erst nach dem Kauf herausgefunden hat. Bouchard selber verfügt lediglich über knapp einen Hektar eigener Weinberge, die sein Vater ihm gegeben hat. Hinzu kommen ein paar Hektar, die er bis 2015 pachten konnte. In der Champagne ist es so schwierig, Land zu kaufen, dass häufig das Los entscheidet. So war es auch bei der 0,2107 ha Parzelle <em>La Bolorée</em>. Es gab mehrere Interessenten und <em>Bouchard</em> hatte das Glück, dass das Los auf ihn viel. Als er das erste Mal auf den Land durfte &#8211; er hatte das Stück auf gut Glück erworben &#8211; fand er neben der Tatsache, das er alte Pinot Blanc-Stöcke trug heraus, das er nun seine erste Parzelle mit Kreideunterlage zu seinem Besitz zählen durfte. Bisher hatte er lediglich Argilo-Calcaire, und nun also auch die Möglichkeit, ein neues Individuum mit aufzunehmen.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/09/cedric_bouchard.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1904" title="cedric_bouchard" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/09/cedric_bouchard.jpg" alt="" width="590" height="310" /></a>Cédric Bouchard und seine Tanks | Fotos  ©: <a href="http://madwine.blogspot.com/" target="_blank">Thomas Iversen</a>, Mad about Wine</h6>
<p><em>Cédric Bouchard</em> gehört zu den großen Individualisten der Champagne, ähnlich wie <em>Selosse</em>, <em>Prévost</em>, <em>Leclapart</em> oder <em>Lassaigne</em> und doch wieder ganz anders. Er mag eigentlich gar nicht so gerne Champagner, er mag die Bläschen nicht. Deshalb reduziert er den Druck von üblichen 6 bar auf 4.5 bar. Er mag auch, im Gegensatz zu <em>Selosse</em> und Schülern, kein Holz. Alles, was er produziert, macht er im Edelstahl. Holz, so <a href="http://madwine.blogspot.com/2011/05/cedric-bouchard-champagne-shaken-and.html" target="_blank">sagt</a> er, fügt etwas hinzu, was eigentlich nicht da ist. Das mag er nicht, also lässt er es. Seine Weine entstammen immer einer Rebsorte, einer Lage, einem Jahrgang. Es wird nicht chaptalisiert, nicht gefiltert, nicht geschönt, nicht dosiert. Einzig ein wenig Schwefel als Stabilisator kommt hinzu. Dafür hat er noch keinen Ersatz gefunden. Ansonsten sind diese Weine absolut pur.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/09/roses.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1905" title="roses" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/09/roses.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a></p>
<p>Was unterm Strich nach 38 Monaten Hefelager herauskommt sind um die 900 Flaschen voll purer Energie. Für eine Probe ist der Wein tendenziell schwierig. Er ist noch zu jung, er braucht Luft, er entwickelt sich über Stunden. Es ist ein großer Wein. Und wie bei großen Burgundern gibt man ihnen Jahre, bis man sie öffnet, und Stunden, in denen man sich mit ihnen beschäftigt. Das alles haben wir nicht getan, auch wenn ich frühzeitig geöffnet und dekantiert habe. Trotzdem war für mich die Größe dieses Champagners klar zu schmecken. Ein duftiger und leicht fruchtiger Wein, mineralisch, dicht, leicht würzig, etwas feuersteinig, mit einem Hauch von Heu und Tee in der Nase. Am Gaumen ein Wechselspiel von kreidiger Mineralität, ja nasser Kreide, Aromen von exotischen Früchten (Mango), reifen Grapefruit, Limettenschalen, etwas Honig, etwas Ingwer sogar. Der reduzierte Druck reicht völlig aus, um den Champagner Champagner sein zu lassen. Der Rest ist gar nicht klar zu vergleichen. <em>La Bolorée </em>steht einfach für sich.</p>
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<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1903&amp;md5=0138bc1715ece8c6946087575575ee6b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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