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	<title>originalverkorkt &#187; Grenache / Garnacha</title>
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	<description>flüssige und überflüssige Eskapaden</description>
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		<title>l’Heravi 2010, Vinyes d’en Gabriel, Montsant</title>
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		<pubDate>Thu, 26 May 2011 20:07:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bioweine]]></category>
		<category><![CDATA[Carignan]]></category>
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		<description><![CDATA[Als Einstimmung auf ein morgen anstehende Montsant- und Priorat-Probe habe ich mir heute Abend mal den jüngsten Wein der Runde eingeschenkt. Einen l’Heravi 2010 von Vinyes d’en Gabriel im Montsant. Dieses Weinbaugebiet ist durchaus spannend, nicht nur hat es durchaus viel vom Priorat – es schließt sich praktisch wie eine Schnalle um dieses deutlichbekanntere ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Einstimmung auf ein morgen anstehende Montsant- und Priorat-Probe habe ich mir heute Abend mal den jüngsten Wein der Runde eingeschenkt. Einen l’Heravi 2010 von<em><a href="http://www.vinyesdengabriel.com/" target="_blank"> Vinyes d’en Gabriel</a></em> im Montsant. Dieses Weinbaugebiet ist durchaus spannend, nicht nur hat es durchaus viel vom Priorat – es schließt sich praktisch wie eine Schnalle um dieses deutlichbekanntere Gebiet – man findet dort auch eine ganze Menge an Weinen, die ein wesentlich besseres Preis-Genuss-Verhältnis besitzen. Drei Bodentypen herrschen in diesem Gebiet, das früher »Falset« genannt wurde vor: Kalkböden mit Kies, Granit-Sandgemische und Schiefer, ähnlich wie im Priorat, im Katalanischen Licorella genannt. Die Weinberge, häufig ganz urtümliche, alte Bestockungen liegen zwischen 200 und 700 Meter Meereshöhe. Auch hier wurde ein ganz erheblicher Teil der Weinberge rekultiviert, als im Priorat das Renomée stieg und auch der Preis und irgendwann die besten Lagen vergeben waren. Ähnlich wie im Priorat hat es sich lange Zeit nicht gelohnt, die Weinberge zu bewirtschaften weil den Wein keiner haben wollte bzw. keine adäquaten Preise gezahlt wurden. Mancher Moselwinzer mit Steillagen kann davon ein Lied singen.</p>
<p>Das Weingut <em>Vinyes d’en Gabriel</em> hat eine durchaus lange Tradition. Im 19. Jhd. gründete <em>Joan Rofes</em> das Gut. Heute, Generationen später bewirtschaftet <em>Josep Maria Anguera Ansens</em> die Weingärten nach biodynamischen Methoden, er ist noch nicht zertifiziert, er befindet sich in Konversion. Was er kann, mag ich noch nicht abschliessend beurteilen denn morgen werde ich zwei weitere Weine probieren.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/l_heravi_2010.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1738" title="l_heravi_2010" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/l_heravi_2010.jpg" alt="" width="590" height="208" /></a></p>
<p>Der junge 2010er jedenfalls beeindruckt mich auf jeden Fall. Ich habe den Wein am Dienstag geöffnet und ins Glas floss eine dichte, dunkle, violette Flüssigkeit, der ein frischer Duft von Cassis entströmte. Natürlich wurde der Wein von seiner Frucht dominiert, wie sollte es anders sein nach relativ kurzem Ausbau im Stahltank? Wer aber denkt, er hätte hier lediglich einen kurzlebigen Spaßwein im Glas, der irrt. Spaß macht er, aber auch heute, am dritten Abend ist der Wein absolut balanciert und stabil. Natürlich überwiegt die Cassis-Frucht deutlich, aber genauso finde ich eine Palette an Gewürzen. Vor allem aber sticht die Frische und Kühle hervor. Hier ist Mineralität drin. Der Wein bleibt dicht und ungewöhnlich lang. Wir reden hier von einem frischen Wein für 7.50 Euro. Wir reden aber auch von einem Wein, dessen Trauben von Rebstöcken stammen, die bis zu 40 Jahre alt sind. Das merkt man und die Qualität dieser Cuvée aus Carignan, Grenache und Syrah ist wirklich sehr gut.</p>
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<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1737&amp;md5=bd1537c75fa3de1a8a4fa098018ecdd7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Weinrallye No. 44: La Petite Ourse</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Apr 2011 17:31:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bioweine]]></category>
		<category><![CDATA[Grenache / Garnacha]]></category>
		<category><![CDATA[nach Rebsorten]]></category>
		<category><![CDATA[Rot, Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Rotweine]]></category>
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		<description><![CDATA[Man findet so gut wie nichts im Netz über Pascal Chalon und bisher habe ich von ihm nur genau einen Wein probiert. Den 2008er Petit Ourse, den kleinen Wagen, der in Frankreich kleine Bärin heisst, die kleine Schwester der großen Bärin, die hier wiederum Großer Wagen betitelt wird. Genug verwirrt? Der große Wein des ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man findet so gut wie nichts im Netz über <em>Pascal Chalon</em> und bisher habe ich von ihm nur genau einen Wein probiert. Den 2008er <em>Petit Ourse</em>, den kleinen Wagen, der in Frankreich kleine Bärin heisst, die kleine Schwester der großen Bärin, die hier wiederum Großer Wagen betitelt wird. Genug verwirrt? Der große Wein des Weingutes <em>La Grande Ourse</em> heisst übrigens ebenfalls <em>La Grande Ourse</em>. Jetzt müsste alles klar sein.</p>
<p><em>Pascal Chalon</em> bewirtschaftet 9 Hektar in drei Gebieten. Zum einen in Tulette, dann in Visan und am Rande des Châteauneuf du Pape in St. Roman de Malegarde. Auf den biodynamisch bewirtschafteten Flächen stehen bis zu 90 Jahre alte Reben von Syrah, Grenache, Carignan und Mourvedre, dazu kommen Sorten wie Counoise und Muscradin die hier so gut wie unbekannt sind, jedoch zum erlaubten Sortenmix des Châteauneuf-du-Pape-Gebietes gehören.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/la_petite_ourse.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1706" title="la_petite_ourse" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/la_petite_ourse.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a></p>
<p>Früher wurden Rhône dazu benutzt, schwache Burgunderjahrgänge aufzupeppen. wenn man allein den <em>Petite Ourse</em>, den kleineren Wein des Weingutes trinkt, weiß man, warum. In der Nase zurückhaltend fein, wirkt die Cuvée aus Syrah und Grenache im Mund absolut frisch, es ist die Quintessenz aus Rhône und Burgund in einem Glas. Hier jede Menge frischer Sauerkirschen und Schwarzkirschen, dort ein wenig Nelke und andere Gewürze, unterlegt mit Kräutern. Hier stimmt auf einem Preisniveau von um die 12 Euro einfach alles. Die Dichte, die Frische, die Länge, der individuelle Charakter. Beindruckend, sehr beeindruckend!</p>
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<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1705&amp;md5=cae757cad97e7b35cad5bc397f9a9d4f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Weinrallye No. 44: Brise Cailloux vs. La Pierre Noire</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Apr 2011 10:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bioweine]]></category>
		<category><![CDATA[Grenache / Garnacha]]></category>
		<category><![CDATA[Rot, Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Syrah / Shiraz]]></category>
		<category><![CDATA[Weine im eigenen Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Weinrallye]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute ist Weinrallye und ich freue mich sehr über das positive Feedback, dass die Themenauswahl hervorgerufen hat. Die Weine und Winzer der Rhône sind das Thema und allein in der Facebook-Gruppe gibt es schon 30 Zusagen. Wir werden das Thema heute also von vielen, auch ungewöhnlichen Seiten aus beleuchten können.

Ich für meinen Teil möchte ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist Weinrallye und ich freue mich sehr über das positive Feedback, dass die Themenauswahl hervorgerufen hat. Die Weine und Winzer der Rhône sind das Thema und allein in der Facebook-Gruppe gibt es schon 30 Zusagen. Wir werden das Thema heute also von vielen, auch ungewöhnlichen Seiten aus beleuchten können.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/weinrallye_44_21.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1659" title="weinrallye_44_2" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/weinrallye_44_21.jpg" alt="" width="570" height="239" /></a></p>
<p>Ich für meinen Teil möchte zwei Weine der Nord- und der Südrhône gegenüberstellen. Es sind zwei Weine, die man nicht mal so eben aufmacht. Das sind eher Tropfen, die bewusst genossen werden wollen, zum Osterfest, mit Wein-Freunden oder zu anderen besonderen Anlässen wie beispielsweise einer Weinrallye.</p>
<p>Mit den Weinen möchte ich zwei Winzer vorstellen, die mit ihrer Arbeit und ihren Lagen jeweils zur Gebietsspitze gehören. Gemeinsam ist ihnen, dass sie nach den Ideen der Biodynamie wirtschaften. Der Stil ihrer Weine allerdings könnte kaum unterschiedlicher sein, was nicht zuletzt den so unterschiedlichen Bedingungen geschuldet ist, die es an Nord- und Südrhône gibt und Vergleiche zwischen den beiden Gebieten kaum sinnvoll erscheinen lassen.</p>
<p>Ähnlich der Weinrallye ist der Aufmacher der aktuellen <a href="http://www.larvf.com/" target="_blank"><em>Revue du Vin de France</em></a> die Rhône: In diesem Fall die Nordrhône und ihre Syrah. Wer zum Artikel blättert, stößt auf eine großformatige Abbildung des Weines, den ich hier präsentieren möchte. Es ist die 2008er Ausgabe des <em>Brise Cailloux</em>. Ein Wein der <a href="http://domaineducoulet.voila.net/" target="_blank">Domaine du Coulet</a> von <em>Matthieu Barret</em>. Dessen <em>No Wines Land</em> hatte ich als Einstimmung auf die Rallye kürzlich schon <a href="http://www.originalverkorkt.de/2011/04/no-wines-land-2007-domaine-du-coulet-cotes-du-rhone/" target="_blank">vorgestellt</a>.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/barret_lagen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1688" title="barret_lagen" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/barret_lagen.jpg" alt="" width="590" height="397" /></a>© Vinaturel: Steillagen im Cornas</h6>
<p><em>Matthieu Barret</em> besitzt insgesamt 12,9 Hektar Lagen, deren Filetstücke, die Lieux-dits »Les Mazards«, »Les Reynards«, »Les Arlettes«, »Les Eygas« und »Pieds la vigne« alle samt im Cornas liegen. Die Appellation Cornas wird selbst in der <em>Revue du Vin de France</em> als Aussenseiter gegenüber Côte-Rôtie und Hermitage betitelt. Auch wenn sie vor langer Zeit einmal Weltruf genossen hat und zu den ältesten Weinregionen Frankreichs zählen dürfte, wurde das Gebiet, deren heutiger Namne aus dem Keltischen stammen dürfte und so viel wie »verbrannte Erde« bedeutet, schon vor über 2.000 Jahren erwähnt. Übrigens soll auch Karl der Große schon vor Ort einen Wohl auf die Winzer ausgesprochen haben und bis ins 19. Jahrhundert hinein stand Cornas, was den Ruf betrifft neben Châteauneu-du-Pape.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/barret_ausbau.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1689" title="barret_ausbau" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/barret_ausbau.jpg" alt="" width="590" height="478" /></a>© Vinaturel: Betonei trifft Eichenfässer</h6>
<p>Lange Zeit wurden auf den steilen, terrassierten Hanglagen mit den für die Nordrhône so typischen Granit- und Kalksteinböden keine oder ausgesprochen wenige Weine von internationalem Rang hergestellt, die Appellation ist klein (550 ha), nur um die 100 Hektar werden überhaupt bearbeitet. Mittlerweile aber finden diese urwüchsigen Gewächse wieder immer mehr Liebhaber und auch die Qualität der kleinen Handvoll Winzer steigt stetig. Der Arbeitsaufwand kann mit dem verglichen werden, der die Steillagenwinzer an der Mosel jährlich erwartet, entsprechend wenige Winzer unterziehen sich der Tortur, finden sich doch zu Füßen des Cornas in der Ebene Lagen, die viel einfacher zu bearbeiten sind – auch wenn die Qualität entsprechend geringer ist.</p>
<p><em>Matthieu Barret</em> jedenfalls hat sich 1999 dazu entschieden, sein Dutzend Hektar im Cornas zu erwerben, 2001 hat er auf Biodynamie umgestellt. Die Erträge seiner Lagen liegen teils unter 17 hl/ha, entsprechend dicht sind die Weine.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/barret.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1690" title="barret" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/barret.jpg" alt="" width="590" height="408" /></a>© Vinaturel: Matthieu Barret</h6>
<p>Der Cornas<em> Brise Cailloux</em> stammt je zur Hälfte von den Einzellagen »Les Arlettes« und »Les Mazards«. Aus der ersten Lagen stammen die jüngeren Reben (7-20 Jahre alt), der Syrah aus »Les Mazards« ist älter. Der Wein wird zu 70% entrappt, 30% wird mit Stiel vergoren, die Weine werden 12 Monate lang zur Hälfte in Eiche, zur Hälfte im Betonei vergoren. Was heraus kommt ist Nordrhône, ja Cornas pur. Wir sprechen von einem 2008er <em>Brise Cailloux</em>, der eigentlich noch zu jung ist und sich noch entsprechend wild und ruppig gebärdet. Schweißige Lederaromen und ein Korb voller Gewürze bestimmen die Nase, speziell Nelkenaromen treten hervor. Je länger der Wein sich öffnen kann desto feiner und kräutriger wird die Nase. Im Geschmack findet sich zunächst wenig Frucht, viel mehr schwarze Schokolade, wiederum Nelken und andere orientalische Gewürze. Sollte der Name der Traubensorte tatsächlich vom Namen der persischen Stadt Shiraz abstammen kann man das hier nachvollziehen.</p>
<p>Die Tannine sind, ich erwähnte es, noch ein wenig ruppig, zu jung ist der Wein eigentlich, langsam, ganz langsam mischt sich saure Kirsche und rote Johannisbeere in das Geschmacksbild. Dies ist ein Terroirwein par excellence und ein Highlight für Syrah-Freunde, würde ich behaupten. So ungeschminkt Schöne findet man diese Sorte selten. Besonders beeindruckend bei all der Dichte und Kraft ist, dass der Wein dies bei lediglich 12,1% (!)Alkoholgehalt schafft. Ach ja, die erwähnte <em>Revue du Vin de France</em> hat diesen Wein auf den ersten Platz der probierten Cornasweine gesetzt.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/die_beiden_kontrahenten.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1694" title="die_beiden_kontrahenten" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/die_beiden_kontrahenten.jpg" alt="" width="590" height="346" /></a>Barret vs. Gimel</h6>
<p>In der gleichen Preisklasse – zwischen 25 und 30 Euro – liegt der <em>SJB5</em>, seit kurzem<em> La Pierre Noire</em> genannt. Dieser Wein verkörpert den Süden der Rhône wie es der Cornas für den Norden schafft. Hier ist alles üppiger, weicher, wärmer, auch alkoholreicher. Ich habe schon lange keinen Wein der Südrhône mehr so genossen wie dieses Monument aus dem Ventoux. Streng genommen gehört die Appellation zur Provence, liegt aber so dicht, auch stilistisch, am Châteauneuf du Pape, dass man den Wein nur so vergleichen kann.</p>
<p>Wir haben 85 % hochreifen Grenache im Glas, gemeinsam vergoren mit 15 % Syrah. Ähnlich wie bei Barret ist die Ertragsmenge extrem gering, sie liegt bei lediglich 15 hl/ha. Dass man dabei Weine von Weltklasse überhaupt für 25 Euro im Verkauf herstellen kann ist erstaunlich. <em>Philippe Gimel</em> schafft es trotzdem. Dieser zurückhaltende Winzer, den ich kürzlich bei der Prowein treffen konnte, hat ein Talent wie wenige, er ist leise und doch voller Enthusiasmus, er ist absolut überzeugt von dem was er tut und überzeugend in der Art, wie er es vermittelt. Gelernt hat er unter anderem im Châteauneuf bei <em>Beaucastel</em> und dessen Weinmacher Claude Gouam hat ihn auch überzeugt, die 15 ha Lagen unterhalb des Mont Ventoux zu erwerben. Dieser Berg spielt eine wichtige Rolle im Mikroklima seiner Lagen, ebenso der Mistral, der hier 100 Tage im Jahr weht. Der Untergrund der Weinberge changiert zwischen rotem, gelbem, blauem und grauem Lehm, der Wasserabfluss ist hervorragend, der Lehm speichert immer genügend Feuchtigkeit.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/ventoux.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1691" title="ventoux" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/ventoux.jpg" alt="" width="590" height="219" /></a></p>
<p>Wie schon erwähnt wird hier bei <a href="http://saintjeandubarroux.com/" target="_blank"><em>Saint Jean du Barroux</em></a> Biodynamie betrieben, ausgebracht wird zwei Jahre alter Schafdung und zerschredderte Reben, die Erde ruht regelmäßig für ein halbes Jahr, dann wird einmal gepflügt, den Rest regelt die Natur. In den Weinbergen wurden einmal 200 Pflanzenarten gezählt.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/sjb_trauben.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1692" title="sjb_trauben" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/sjb_trauben.jpg" alt="" width="590" height="297" /></a></p>
<p>Der<em> SJB5</em>, wie auch seine anderen Weine werden in Beton-, Emailletanks und in alten Eichenfässern ausgebaut. In den ersten Jahren ist der Wein ruppig, nicht zuletzt verdankt er das der Tatsache, dass er kaum entrappt wird. Jetzt aber im Alter von (nur) fünf Jahren zeigt sich der Wein schon fein und elegant. Es ist eine Freude, ihn zu trinken. Aus dem Glas strömt Fruchtsüße und etwas, was mich an Salbenbasis erinnert. Nach kurzer Zeit öffnet sich der Wein und eine pfeffrige Würze mischt sich zu den fetten, reifen Früchten. Im Geschmack wirken die Früchte fort, verbunden mit Schokolade und Mokka, die Alkoholsüße der 14.5% findet man am hinteren Gaumen, das ist vielleicht noch der Jugendlichkeit geschuldet. Beeindruckend ist die mineralische Kühle, die Frische, die Säurestruktur, die Elganz und der wirkliche lange Abgang.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/gimel.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1693" title="gimel" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/gimel.jpg" alt="" width="590" height="491" /></a>© Philippe Gimel: Gimel in seinem Fasskeller</h6>
<p>Im Gegensatz zum Syrahpurismus des <em>Brise Cailloux</em> ist hier alles im Übermaß vorhanden, das ist Romanik versus Barock. Das ist beides Rhône, das ist beides voller Leben und das ist genau das, was ich an diesen beiden Gebieten mag.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1687&amp;md5=4f7dfb7a14c35ea04d52469cf6d3d741" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Weine des Südens (2) &#8211; Languedoc, Roussillon und Rhône</title>
		<link>http://www.originalverkorkt.de/2010/11/weine-des-suedens-2-languedoc-roussillon-und-rhone/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 13:40:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bioweine]]></category>
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		<category><![CDATA[Carignan]]></category>
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		<description><![CDATA[Den zweiten Teil unserer Betrachtung des französischen Südens haben wir mit einem reinsortigen Carignan Blanc der Domaine d’Emile et Rose eingeleitet dem wir später zwei Rotwein-Cuvée der selben Domaine folgen ließen.

Die Domaine d’Emile et Rose, früher etwas kitschiger Domaine de 1000 Rose geheißen liegt etwas nördlich von Béziers in Corneilhan. Caroline und Marcel Gisclard ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den zweiten Teil unserer Betrachtung des französischen Südens haben wir mit einem reinsortigen <em>Carignan Blanc</em> der <em>Domaine d’Emile et Rose</em> eingeleitet dem wir später zwei Rotwein-Cuvée der selben Domaine folgen ließen.</p>
<p>Die <em>Domaine d’Emile et Rose</em>, früher etwas kitschiger <em>Domaine de 1000 Rose</em> geheißen liegt etwas nördlich von Béziers in Corneilhan. <em>Caroline</em> und <em>Marcel</em> <em>Gisclard</em> haben dort vor einigen wenigen Jahren der Genossenschaft den Rücken gekehrt um selbst Weine zu machen, und zwar nach Maßstäben von <em>Agriculture Biologique</em>. 7,5 Hektar stehen unter Reben, wobei nicht nur die klassischen Reben des Südens angebaut werden sondern ebenso Merlot und Cabernet Sauvignon, was daran liegen könnte, dass die benachbarte Winzergenossenschaft <em>Les Vignerons de Cers-Portiragnes </em>genau diese Rebsorten auch vertreibt. Die Anlagen, man sieht es auf dem Bild &#8211; das ist jetzt nicht wirklich pittoresk hübsch &#8211; stehen in einem Urzeitmeer, dessen Vermächtnis, der Sand, den Untergrund bildet.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/11/rose.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1498" title="rose" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/11/rose.jpg" alt="" width="580" height="204" /></a></p>
<p>Der<em> Carignan Blanc 2008</em> ist einer der schönsten Weißweine, die ich bisher aus diesem Teil Frankreichs probiert habe. Einem guten Burgunder im Stil nicht unähnlich verbindet er in der Nase einen vollen Blütenduft mit ein wenig UHU und Würze zu der sich irgendwann ein wenig Honig und Birne gesellt und sich auch im Mund bestätigt. Dabei stören leicht vorhandene oxydativen Noten kein bisschen. Sie fügen sich eher harmonisch ein in eine schöne Frucht und Frische.</p>
<p>Die Grenache-Carignan-Cuvée <em>La Pierre Figée</em> fällt dagegen und auch gegen den zweiten Roten der Domaine durchaus ab. Dieser 2006er wirkt in der Nase zunächst mollig weich und warm mit einer hübschen Zimtnote, dunkler Frucht und dem Geruch von rohem Rindfleisch, wie er häufig in den Rhône-Cuvées vorkommt, im Geschmack aber bleibt er eher matt mit einer zu herben Noten zum Schluss.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/11/lea.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1499" title="lea" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/11/lea.jpg" alt="" width="580" height="386" /></a></p>
<p>Die <em>Cuvée Léa 2007</em>, mit der umgewöhnlichen Zusammensetzung aus Syrah, Grenache und Cabernet überzeugt deutlich klarer. In der Nase zurückhaltender als <em>La Pierre Figée</em>, vom Aromensprektrum her eher Richtung Kirsche tendierend mit einem ähnlichen Klebstoffton ausgestattet wie der <em>Carignan Blanc</em>, ist der Wein ein Gaumenschmeichler dem mir fast ein wenig Ausdruck fehlt. Glatt ist er, weich, leicht astringierend mit medizinischen Noten in der Frucht. Der Wein hat eine schöne Länge und ist schlichtweg schön gemacht.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/11/celeste.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1500" title="celeste" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/11/celeste.jpg" alt="" width="580" height="385" /></a></p>
<p>In einer anderen Liga spielt die<em> Inspiration Céleste 2008</em> der <em>Domaine St. Sebastien</em> in Banyuls, bzw. Collioure. Diese Bombe ist natürlich noch viel zu jung um sie ernsthaft trinken zu wollen. Ein Eindruck vermittelt sie jedoch, und der ist sehr sehr positiv. 90% Grenache und 10% Carignan von alten Rebstöcken stammen von alten Schiefersteillagen, die teils mit der Mosel sehr gut konkurieren können. Der Wein erinnert mich deutlich an Weine, die ich von <em>Coume del Mas</em> <a href="http://www.originalverkorkt.de/2009/10/coume-del-mas-quadratur-2007-languedoc/" target="_blank">probiert</a> habe und deren Lagen nicht weit entfernt liegen dürften. Dabei finde ich bei beiden erstaunlich und beeindruckend wie sie die Dichte und Konzentration der Weine in Einklang bringen mit Frische und, ja, in gewissem Maße der Leichtigkeit des Seins. Auf einem Bett aus deutlich erkennbarem, aber nicht überbordendem leicht getoastetem, frischen Holz liegt ein satte, reife Fruchtsüße, durchsetzt mit Nelken und anderen, teils leicht medizinisch wirkenden Gewürzen und Kräutern. Die Mineralität ist schon in der Nase zu erahnen und bestätigt sich am Gaumen, wo noch zusätzlich eine fast sauerkirschartige Frische dazustößt. Auch wenn die 14,5% Alkohol im Abgang zu spüren sind, genauso wie die Vanille des Holzes und die noch fest zupackenden Tannine, macht dieser Wein &#8211; heij, er ist erst zwei Jahre alt &#8211; richtig viel Spaß, was nicht zuletzt daran liegt, dass der Abgang schon jetzt richtig beglückend lang und voll ist.</p>
<p>Wer jetzt denkt, dass die beiden folgenden Weine von der Rhône es schwerer haben würden, der irrt. Der <em>Petit Ourse</em>, die kleine Bärin &#8211; bei uns nennt man dieses Sternbild den kleinen Wagen &#8211; stammt von der <em>Domaine La Grande Ourse</em>, also vom großen Wagen. Die Domaine, die strikt biodynamisch arbeitet, besitzt ihre 9 Hektar in den <em>Côtes du Rhône Villages</em>, speziell in Tulette, St. Roman de Malegard, was an Châteauneuf du Pape angrenzt, und Visan. Die Böden müssen gut sein denn <em>Pascal Chalon</em>, der Winzer dieser Domaine verkauft einen Teil des Traubengutes an die Familie Perrin, die Beaucastel besitzt.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/11/ourse.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1501" title="ourse" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/11/ourse.jpg" alt="" width="580" height="385" /></a></p>
<p>In <em>Visan</em> liegen jedenfalls auch die Parzellen für den <em>Petite Ourse 2008</em>, ein Wein für kleines Geld mit großem Spaßfaktor. In der Nase eher unauffällig, im Mund super-frisch, mit jeder Menge Kirschen und ein wenig Nelken ausgestattet, sehr präsent, fruchtig und lang. Ich selber vertreibe ja mit großem Spaß die Weine von <a href="http://www.originalverkorkt.de/catalog/index.php?cPath=36_136" target="_blank"><em>Roche-Audran</em></a> und wenn ich diesen hier daneben stelle muss ich sagen, dass diese Appellation mich immer wieder auf’s Neue beeindruckt, gerade was das stimmige Verhältnis von Preis und Genuss angeht.</p>
<p>Das gilt übrigens auch für den <em>Gigondas Cuvée Cécile 2007</em>, einem Wein der<em> Domaine Grand Bourjassot</em>. Der Name deutet darauf hin, das Tochter <em>Cécile</em> <em>Varenne</em> diesen Wein gemacht hat. Cécile und Vater Pierre beackern 7 Hektar Weinberge an den Abhängen der <em>Denteilles de Montmirail</em>. Gearbeitet wird in Umstellung auf Biodynamie schon seit langem ganz traditionell mit Pferden statt Traktor und ohne chemischen Dünger, mit Spontanvergärung im Keller und ohne Schönung.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/11/cecile.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1502" title="cecile" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/11/cecile.jpg" alt="" width="580" height="386" /></a></p>
<p>Die <em>Cuvée Cécile</em> wirkt wie eine Mischung aus Wein und Cassis-Likör wenn man die Nase ins Glas hält. Dichter Wein mit unglaublich intensivem Duft von Cassis &#8211; das ist sehr, sehr animierend und es bleibt natürlich nicht dabei. Auch wenn Cassis als Primärfrucht stark dominiert, mischt sich jede Menge Gewürze und Kräuter darunter, dazu kommt Holz und noch ein wenig ungebändigte Tannine, die zeigen, dass 3 Jahre Lagerung eigentlich viel zu wenig Zeit für diesen Wein sind.</p>
<p>Im Gegensatz zum ersten Abend unseres zweiteiligen Ausflugs waren wir den ganzen Abend lang ziemlich glücklich und zufrieden. Die Weine haben alle überzeugen können. Wenn ich beide Abende zusammenfasse bleibt mir vom ersten Abend speziell der geniale <em>Mas de la Devèze</em> bleibend in Erinnerung, am zweiten Abend sind es mehrere, die ich gerne wieder probieren, bzw. deren andere Weine ich gerne kennen lernen möchte.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1497&amp;md5=820c3dbb9ac1696e90a77062973bdec0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Weine des Südens (1) – Languedoc und Roussillion</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Nov 2010 17:25:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bioweine]]></category>
		<category><![CDATA[Carignan]]></category>
		<category><![CDATA[Cinsault]]></category>
		<category><![CDATA[Grenache / Garnacha]]></category>
		<category><![CDATA[Mourvèdre]]></category>
		<category><![CDATA[nach Rebsorten]]></category>
		<category><![CDATA[Rot, Frankreich]]></category>
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		<category><![CDATA[Syrah / Shiraz]]></category>

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		<description><![CDATA[Es passiert immer wieder, dass ich auf diesem Blog ins Schwelgen gerate über den französischen Süden. Dabei hat dies viel mit verblassenden Erinnerungen zu tun, viel zu lange war ich schon nicht mehr dort. Immer wieder nehme ich mir vor, mal wieder für einige Zeit durch Languedoc und Roussillion zu reisen, und dann wird ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es passiert immer wieder, dass ich auf diesem Blog ins Schwelgen gerate über den französischen Süden. Dabei hat dies viel mit verblassenden Erinnerungen zu tun, viel zu lange war ich schon nicht mehr dort. Immer wieder nehme ich mir vor, mal wieder für einige Zeit durch Languedoc und Roussillion zu reisen, und dann wird doch wieder nichts draus.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/11/landschaft_1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1487" title="landschaft_1" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/11/landschaft_1.jpg" alt="" width="580" height="191" /></a></p>
<p>Allerdings gibt es manchmal Ersatzhandlungen. Diese besänftigen zwar nur kurzfristig die Sehnsucht, können aber für einen Abend glücklich machen. Speziell wenn dieser Ersatz mit gutem Wein zu tun hat. Wir haben uns kürzlich auf die Suche begeben nach gutem Wein aus den oben genannten Gebieten und haben spannende und zweifelhafte Errungenschaften gefunden. Wirklich glücklich sind wir erst zum Schluss geworden, aber das reicht ja im Zweifel, wenn man mit einem Lächeln auf den Lippen in die Federn sinkt.</p>
<p>Grenache Noir und Grenache Gris, Carignan und Cinsault, Syrah und Mourvèdre sind also die Rebsorten, die uns den Abend versüßen sollten und wir waren auf der Suche nach authentischen Weinen. Also Weinen, die von alten Reben stammen und weitgehend traditionell verarbeitet werden, im Zweifel werden dies kantigere Weine sein die nicht den weichen, runden, eher internationalen Stil pflegen. Und wir wollten wissen, ob uns das überhaupt gefällt.</p>
<p><em><strong>Le Lolo de l’Anhel 2008</strong></em> startet genau mit dieser Kantigkeit und Kraft. Schon im Glas ist dieser Wein undurchdringlich dicht zwischen dunkelviolett und schwarz, eine Grenache-Mourvèdre-Schwärze die nach Erde und nach Kräutern riecht. Dazu kommt der Duft fetter, vollreifer dunkler Früchte. Rustikal wirkt der Wein, mit etwas ruppigen Tanninen, gleichzeit birgt er eine ganz angenehme Frische. Je länger die Flasche geöffnet ist, desto stärker wird ein gewisser teeriger Moderton, der sich auch im Geschmack wiederfindet.</p>
<p><em>Clos de l’Anhel</em> ist eine ehemalige Schaffarm (Anhel heißt im Okzitanischen Schaf), liegt ganz in der Nähe des ehemaligen Benediktiner-Klosters <em>Lagrasse</em> im Tal der Orbrieu gegenüber der <em>Montagne d’Alaric</em>. Carignan, Syrah, Grenache und Mourvèdre werden von Sophie Guiraudon bio-dynamisch bewirtschaftet und im Holz ausgebaut.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/11/pech_redon.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1488" title="pech_redon" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/11/pech_redon.jpg" alt="" width="580" height="178" /></a></p>
<p>Das <em><strong>Château Pech-Redon</strong></em> gehört mit zu den ersten Weingütern, die ich überhaupt im <em>La Clape</em> besucht habe. <em>Christoph Bousquet</em> macht hier seit Jahren traditionelle, feine Weine. Seit 2004 ist <em>Bousquet</em> nach ECOCERT zertifiziert. Im Frühjahr diesen Jahres wurde er Opfer eines Anschlags. Genau gesagt hat man über Nacht seinen gesamten Fassbestand geleert, so dass mehrere Jahrgänge vernichtet wurden. Drüben beim Bacchantus <a href="http://baccantus.de/2010/03/02/sabotage-auf-chateau-pech-redon/" target="_blank">steht mehr</a> darüber.</p>
<p>Der 2008er, den wir im Glas hatten hat uns allerdings nicht sonderlich überzeugt. Zumindest nicht zum jetzigen Zeitpunkt. In der Nase zunächst frisches UHU mit deutlichem Garrigueanteil. Dazu etwas süße Frucht, Nelken und andere orientalische Gewürze.  Am Gaumen wirkt er massiv sperrig und jung. Die Geschmackskomponenten aus Frucht, Gewürzen und Tanninen finden sich nicht. Es gibt keine Balance und Eleganz und je länger der Wein geöffnet ist, desto stärker, ja übermächtig wird die Gewürzkomponente.</p>
<p>Diese Gewürze finden sich auch im <em><strong>Navis</strong></em> der <em><strong>Domaine Mas d’Agalis</strong></em>, ein Vin de Pays du Coteaux du Saladou. Lionel Maurel bewirtschaftet hier seit 2006 3,5 Hektar alten Syrah, Grenache und Carignan. Und es ist erstaunlich, was man in so kurzer Zeit hinbekommen kann denn der <em>Navis</em> ist von 2007 und ein toller Wein.</p>
<p>Die Nase schon ist sehr verführerisch, weich und fein mit einem Touch geschnittenem Holz, Maggikraut, Süße und Gewürzen. Auch am Gaumen gibt es viele orientalische Gewürze, Frische und Saft und ein schönes Tannin. Ganz zum Schluss kommt eine leichte Bitternote. Je länger der Wein offen ist desto stärker findet sich eine Orangenlikör-Note im Wein. Ich finde, dieser Wein ist eine schöne Entdeckung.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/11/three_trees_1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1489" title="three_trees_1" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/11/three_trees_1.jpg" alt="" width="580" height="146" /></a></p>
<p>Das würde ich auch für den zweiten Wein im Flight sagen obwohl dieser ganz, ganz anders ist. Weniger dicht und typisch für die Region. Da fehlen sowohl die Gewürze als auch die schweren Früchte. Hier sind es Sauerkirschen und zwar jede Menge, die den Wein ausmachen. Und auf die Nase kann man nicht setzen. die bleibt sehr zurückhaltend, und wenn, dann finde ich auch hier eher etwas leicht teerig-Modriges neben den Sauerkirschen. <em><strong>Three Trees</strong></em> heißt der Wein, und wenn ich auf das Etikett schaue, habe ich eher das Gefühl, eine Flasche Sake in der Hand zu halten, so kalligraphisch ist das Etikett gehalten.</p>
<p>Der Wein stammt von den Neuseeländern <em>Tom Lubbe</em> und <em>Sam Harrop</em> denen eigentlich die <em>Domaine Matassa</em> gehört. Auf dem Rückenetikett hier allerdings ist von der <em><strong>Domaine de Majas</strong></em> die Rede, was aller Wahrscheinlichkeit nach die Schwesterdomaine von <em>Matassa</em> ist. Definitiv hat <em>Tom Lubbe</em> den Wein gemacht, denn das steht hinten drauf. Dieser hat einst in der Domaine von <em>Gérard Gauby</em> gelernt hat (nachdem er vorher schon in Swartland, in Südafrika gelernt hatte) um danach dessen Schwester zu heiraten und sich im Süden Frankreich niederzulassen. Die Weine werden auf der Domaine bio-dynamisch angebaut und in ganz eigenem Stil ausgebaut, sprich, <em>Lubbe</em> beläst den Traubenmost während der alkoholischen Gärung nur kurz im Kontakt mit den Traubenhäuten. Entsprechend hat der Wein deutlich weniger Extrakt und Gerbstoffe als sämtliche andere Weine des Abends. Der Wein von Carignan- und Grenache-Reben wirkt sehr frisch mit einer gehörigen Sauerkirsch-Komponente und Fruchtsäure. Wir fanden sie sehr angenehm, auch wenn sich die Säure im Laufe des Abends etwas verselbständigt hat und weniger gezähmt wirkte als zu Beginn.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/11/three_trees_2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1490" title="three_trees_2" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/11/three_trees_2.jpg" alt="" width="580" height="220" /></a></p>
<p>Der weiße <em>Three Trees</em> hatte übrigens nicht viel mit der Beschreibung zu tun, die ich wiederum bei Bacchantus <a href="http://baccantus.de/2010/09/20/zur-weinrallye-tout-blanc/" target="_blank">gelesen</a> habe. Bei uns wirkte der Wein relativ matt und hat mir praktisch nichts gesagt.</p>
<p>Was zustande  kommt wenn sich eine Brasilianerin und ein Bretone treffen um Liebe und Wein zu machen, oder besser, um mit Liebe Wein zu machen, fanden wir im <em><strong>Amassa 2007</strong></em> der <em><strong>Domaine Ribiera</strong></em>. Die beiden trafen sich zunächst in Paris in der Gastronomie, wanderten dann irgendwann in die Nähe von Clermont l’Herault aus um dort ein Restaurant zu gründen um dann später auch noch ein 6.5 Hektargut zu bewirtschaften. Die Weine werden ohne Chemie hergestellt und kommen ungefiltert in die Flasche.</p>
<p>Der Amassa riecht klassisch traditionell. Von Duft kann man bei diesem Gemisch aus Stall und Teer zunächst nicht sprechen. Im Mund wirkt der Wein zunächst weich und süß und massiv, lauter Attribute vollreifer dunkler Früchte, dann kommen die Tannine um die Ecke und der Wein legt die Mundhöhle erst einmal trocken, so astringierend ist er. Zum Schluss findet sich ein leicht störend wirkender Bitterton in einem insgesamt schönen Wein, der vom Mundgefühl her zum zweiten Wein im Flight passte.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/11/rebenreihe.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1491" title="rebenreihe" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/11/rebenreihe.jpg" alt="" width="580" height="202" /></a></p>
<p>Der <em><strong>Emotion 2006</strong></em> von der <em><strong>Domaine Montplezy</strong></em> in der <em>Côte du Thongue</em> gelegen, beinhaltet noch mehr Gerbstoffe, die den Mund noch stärker austrocknen lassen als der <em>Amassa</em>. In der Nase fand ich Schokolade und Rumtopf, de facto wirkt der Wein in der Nase fast aufgespritet wie <em>Banyuls</em>. Im Mund finden sich dann glücklicherweise eher frische Sauerkirschen und die Süße, die wir im Duft fanden fehlt am Gaumen. Über die Massivität an Gerbstoffen allerdings kommt der Wein nicht hinweg, nicht am ersten Tag und auch nicht am zweiten. Erst am dritten wirken diese gemildert, dafür sind die Früchte aber nicht mehr frisch.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/11/mas_karolina.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1492" title="mas_karolina" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/11/mas_karolina.jpg" alt="" width="580" height="233" /></a></p>
<p>Mittlerweile sind wir bei 14,5% Alkohol angelangt, der erste Wein in der letzten Gruppe lag auf gleicher Höhe, der zweite musste schließlich 15% bändigen. Was er geschafft hat. Der <em><strong>Mas Karolina Roussillon Villages 2005</strong></em> von <em>Caroline Bonville</em> ist nur in einem eingeschränkten Maße so massiv, wie sein Alkoholgehalt vermuten lässt. In der Nase findet sich rote Frucht, Kräuter und vor allem Blütenduft und Veilchen mit leichter Klebstoffkomponente. Eher unaufdringlich wirkt dieser Wein, dessen Macherin aus dem Bordelais stammt wo sie auf <em>Château Marac </em>ebenfalls Wein macht. Der Wein wirkt entsprechend auch nobler und kühler als die eher ursprünglich wirkenden Weine der vorherigen Gruppen. Der Grenache Noir dieser Assemblage stammt vom schwarzen Mergel in Maury, Syrah vom Granit in Lesquerde und Carignan vom Schiefer in Rasiguères. Zusammen ergeben sie einen bei aller Wucht feinen Wein voll süßer Frucht und jeder Menge Mocca- und Schokoladenaromen. Er erinnert mich durchaus an guten Priorat, vor allem am zweiten Abend, wo sich der Wein gesetzt hat und noch ausgeglichener wirkt. Lustvoll ist dieses Kraftpaket und bei aller Opulenz immer mit genügend Kühle ausgestattet.</p>
<p>Der Partner des <em>Mas Karolina</em> war der Côtes de Roussillon Villages <em><strong>Mas de la Devèze 2005</strong></em>. Auch dieser Wein stammt von einem Zugereisten. Einem, der nach erfolgreichem Business zunächst mit Wein gehandelt hat um dann zusammen mit seiner Frau das Weinmachen in Beaune zu studieren und bei <em>Henri Jayers</em> im Vosnée-Romanée zu lernen. Mit diesem Wissen ist <em>Olivier Bernstein</em> nach Tautavel gegangen wo er mittlerweile 15 Hektar Ton-, Lehm- und Schieferböden kultiviert. Der <em>Mas</em> entsteht aus 30% alten Syrah-Reben und uralten Grenache-Reben, die im alten Barrique und Tonneaux ausgebaut werden. Dass dieser Mann im Burgund gelernt hat, merkt man und er muss ähnliche Vorlieben haben wie <em>Thomas Teibert </em>mit seiner <em>Domaine de l’Horizon</em>, die ich kürzlich schon <a href="http://www.originalverkorkt.de/2010/08/domaine-de-lhorizon-blanc-et-rouge-2007/" target="_blank">beschrieben</a> habe.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/11/la_deveze.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1493" title="la_deveze" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/11/la_deveze.jpg" alt="" width="580" height="268" /></a></p>
<p>Das ist Burgund im Süden, voller Eleganz, feiner Frucht, Gewürzen, Leder, Teer und Lakritzen und einer herrlichen Ausgeglichenheit, zwischen der diesen Weinen naturgemäß innewohnenden Kraft und Wucht und den ausgezeichnet eingebundenen Tanninen, der Kühle und Länge. Ein großartiger Abschluss.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1475&amp;md5=2bdd50912e4b600d194121af3d3f517c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Coca i Fito 2007, Monsant</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Oct 2010 19:42:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Carignan]]></category>
		<category><![CDATA[Grenache / Garnacha]]></category>
		<category><![CDATA[nach Rebsorten]]></category>
		<category><![CDATA[Rot, Spanien]]></category>
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"Glänzendes Kirschrot. Aroma mit Charakter, komplex, in Likör eingelegte Früchte, Schokolade, süße Gewürze. Am Gaumen geschmackvoll, fruchtig, frisch, Röstaromen, reife Tannine, mineralisch," sagt Penin, der Weinführer Spaniens, und der muss es ja schließlich wissen.



Nun, auf mich macht der Wein den Eindruck, als hätte sich da jemand auf hohem Niveau so deutlich wie möglich im ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/10/coca_i_fito_1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1467" title="coca_i_fito_1" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/10/coca_i_fito_1.jpg" alt="" width="570" height="258" /></a></p>
<p>&#034;Glänzendes Kirschrot. Aroma mit Charakter, komplex, in Likör eingelegte Früchte, Schokolade, süße Gewürze. Am Gaumen geschmackvoll, fruchtig, frisch, Röstaromen, reife Tannine, mineralisch,&#034; sagt <em>Penin</em>, der Weinführer Spaniens, und der muss es ja schließlich wissen.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/10/coca_i_fito_2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1468" title="coca_i_fito_2" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/10/coca_i_fito_2.jpg" alt="" width="570" height="304" /></a></p>
<p>Nun, auf mich macht der Wein den Eindruck, als hätte sich da jemand auf hohem Niveau so deutlich wie möglich im globalen Dorf assimilieren wollen, so, als sollten Herkunft und Charakter möglichst in der Schwebe bleiben. Ok, sicher, der Wein ist so sexy wie möglich und so modern wie die <a href="http://www.cocaifito.com/" target="_blank">Website</a> zum Wein. Der Preis passt dann auch dazu. Für 23.50 Euro kann man sowas dann als Icon-Wine anbieten.</p>
<p>Mich lässt das weitestgehend kalt. Was ich allerdings durchaus amüsant finde ist die Tatsache, das die Weinmacher die Musik zum Wein auf das Etikett gedruckt haben.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/10/coca_i_fito_3.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1469" title="coca_i_fito_3" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/10/coca_i_fito_3.jpg" alt="" width="570" height="244" /></a></p>
<p>Dieses erinnert mich übrigens etwas an die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/New_Order" target="_blank">New Order</a>-Platte &#034;Power, Corruption &amp; Lies&#034;, doch hat der damalige Art-Director <em>Peter Saville</em> dort mit der Verwendung eines Bildes von <em>Fantin Latour </em>als Antipoden zu Titel, Texten und Stimmung dieser Einspielung ein kleines Meisterwerk geschaffen. Hier wirkt es dagegen schlicht hübsch.</p>
<p>Die passende Musik zum Wein direkt mitzuliefern jedenfalls kenne ich sonst nur vom <a href="http://www.weincasting.com/">weincasting</a>, aber das macht ja gerade Pause.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1466&amp;md5=0cfa04e418e477698a17b2ea1efdb9bb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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