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	<title>originalverkorkt &#187; Merlot</title>
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	<description>flüssige und überflüssige Eskapaden</description>
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		<title>Bordeaux zwischen Vinocamp und VinExpo, 6 &#8211; Château la Tour Figeac und St. Emilion</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 10:56:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bioweine]]></category>
		<category><![CDATA[Cabernet Franc]]></category>
		<category><![CDATA[Merlot]]></category>
		<category><![CDATA[Rot, Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Vinocamp]]></category>
		<category><![CDATA[Weingüter]]></category>

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		<description><![CDATA[Weiter geht es Richtung La Tour Figeac, wo Otto M. Rettenmaier schon wartet. Château La Tour Figeac ist ein Grand Cru Classé Weingut dritter Ordnung aus der Provinienz St.Emilion. Es liegt in den sogenannten Graves de St. Emilion, wo der Oberboden relativ viele Kiesel aufweist, die hier Graves genannt werden. Daher auch der Appellationsname ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weiter geht es Richtung <em>La Tour Figeac</em>, wo <em>Otto M. Rettenmaier</em> schon wartet. <em>Château La Tour Figeac</em> ist ein Grand Cru Classé Weingut dritter Ordnung aus der Provinienz St.Emilion. Es liegt in den sogenannten <em>Graves de St. Emilion</em>, wo der Oberboden relativ viele Kiesel aufweist, die hier Graves genannt werden. Daher auch der Appellationsname »Graves« auf der anderen Seite der Gironde, vor den Toren Bordeauxs. Das Plateau grenzt an Pomerol und liegt in Sichtweite von <em>Cheval Blanc</em>, wo ständig die Motoren der Hubschrauber rattern, die im Pendelverkehr die Exklusivgäste von und zur <em>Vinexpo</em> bringen.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_gaestehaus.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1817" title="figeac_gaestehaus" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_gaestehaus.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a>Das als Gästehaus genutzte Haupthaus liegt versteckt hinter der Halle mit Fudern und Barriques</h6>
<p><em>Figeac</em> wurde im 19. Jhd. nach und nach in drei Güter aufgeteilt von denen das bekanntere <em>Château Figeac</em> ist, das unbekanntere Gut <em>Château La Tour du Pin Figeac</em>. <em>La Tour Figeac</em> selbst nun gehört seit dem Beginn der Siebziger Jahre der Familie <em>Rettenmaier</em>, die das Gut damals, als Bordeaux-Weingüter noch erschwinglich waren, auf Anraten des Jagdfreundes <em>Hubertus Graf von Neipperg</em> gekauft haben. Auch die <em><a href="http://www.neipperg.com/" target="_blank">Neippergs</a></em> haben in dieser Zeit in Bordeaux investiert und sind Eigner der Güter <em>La Mondotte, Canon La Gaffelière, Clos de l’Oratoire, Peyreau, d’Aiguilhe</em> und <em>Clos Marsalette</em>, plus Beteiligungen an <em>Château Guirauld</em> und <em>Soleil</em>.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_rettenmaier.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1818" title="figeac_rettenmaier" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_rettenmaier.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a>Otto Maximilian Rettenmaier in seinem Wingert</h6>
<p>Doch zurück zu <em>La Tour Figeac</em>. Der Besitz wurde damals, und das sollte auch zunächst so bleiben, von <em>Michel Boutet</em> verwaltet, der wiederum auch die Neipperg-Güter <em>Canon La Gaffelière</em> und <em>Clos de l’Oratoire</em> verwaltet hat. Als <em>Boutet</em> sich zu Beginn der 90er zurückzog übernahm <em>Otto Maximilian Rettenmaier </em>die Verwaltung des Familienbesitzes. Der gelernte Betriebswirt wollte eigentlich nur die Verwaltungsnachfolge regeln, konnte sich aber von Gut, Landschaft und Leuten nicht mehr so richtig trennen, wie er selbst erzählt. Das Gut hat unter ihm einen kontinuierlichen Qualitätsanstieg erlebt, was nicht zuletzt damit zu tun hat, dass er ein gutes Händchen für die richtigen Leute zu haben scheint. Die technische Direktorin heißt <em>Christine Derenoncourt</em>, der Nachname ist nicht ganz unbekannt in der Weinwelt, ihr Mann <em><a href="http://www.vigneronsconsultants.com/" target="_blank">Stéphane Derenoncourt</a></em>, der nachvollziehbarer Weise häufiger auf dem Besitz anzutreffen ist und entsprechend berät, gehört mit zu den wichtigsten önologischen Beratern im Bordeaux und Kalifornien, auch hier gibt es wieder eine enge Verbindung zu den <em>Neippergs</em>, denn er berät auch <em>Canon La Gaffelière</em> und <em>Clos de l’Oratoire</em> aber genau so beispielsweise auch <em>Smith Haut Lafitte</em> oder <em>Francis Ford Coppola</em>. Für einen speziellen Teil der Weinbergsarbeit, nämlich für die Erfahrung mit biodynamischer Arbeitsweise wurde zwischenzeitlich<em> François Bouchet</em> herangezogen, der sich unter anderem bei <em>Chapoutier</em> mit dieser Arbeitsweise vertraut gemacht hat. Mittlerweile ist <em>Caroline Guillier</em> hinzugekommen, die vor allem für den Keller verantwortlich zeichnet.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_rosen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1819" title="figeac_rosen" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_rosen.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a>Früher wurden Rosen als Mehltaufrühindikatoren angepflanzt. Das ist heute nur noch Optik. Moderne Wettermeldungen und Messsysteme im Weingarten sind viel genauer.</h6>
<p>Wenn man mit <em>Otto M. Rettenmaier</em> spricht, unterhält man sich mit einem Menschen, der ziemlich genau weiß, was er will und der dies sehr geerdet und  bestimmt formulieren kann. Im Gespräch über die biodynamisch angewandten Methoden im Weinberg wird schnell klar, dass er mit Esoterik und Quasi-Okkultem, was in Steiners Traktaten ja immer wieder mitschwingt, nichts am Hut hat, dass er auch nicht vor hat, irgendwann einmal mit Dung gefüllte Kuhhörner im Weinberg zu vergraben. Es geht ihm um den grundsätzlichen Blick auf die Reben und den Umgang mit ihnen. Es geht ihm um Respekt und  den natürlich Umgang mit seinem wertvollen Rebmaterial. Was er festgestellt hat, und das sagen ja alle, die in diese Richtung der Weinbergbearbeitung gehen, das im Laufe der Zeit der sorgfältigen Bodenbearbeitung, des Umgangs mit Kräutersuden und Präparaten und dem Einsatz rein natürlicher Dünger und Mikroorganismen der Wein immer terroirtypischer geworden ist und stabiler, sich mehr im Gleichgewicht befindet. Angebaut wird auf den 14.5 Hektar zu 65% Merlot und zu 35% Cabernet Franc, der Ertrag liegt normalerweise bei etwa 40hl/ha.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_geahrtanks_2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1820" title="figeac_geahrtanks_2" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_geahrtanks_2.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a>Die großen Fuder sind neu, ebenso der gesamte Bereich der Trauben-Anlieferung und -Sortierung</h6>
<p>Dass auf <em>La Tour Figeac </em>im Keller genau so penibel gearbeitet wird, wie im Wingert versteht sich dabei eigentlich von selbst. In den modernen, großen hölzernen Gärbottichen beginnen die Trauben mit Unterdruck zu gären bevor sie angepresst werden. Es gibt in den ziemlich neuen Fudern ein mechanisches System zum Maischestoßen, was wesentlich ruhiger und schonender verläuft als das Umpumpen. Hier wird beides in Kombination angewandt. Später wandert der Wein für 13 bis 15 Monate in Barriques.</p>
<p>Amüsant sind übrigens die Bezeichnungen der Eichenholzfuder und Stahltanks. Während <em>Rettenmaier</em> die Bottiche nach großen klassischen Komponisten benannt hat steht <em>Caroline Guillier</em> eher auf Jazz-Sängerinnen. Wozu die Namen? O-Ton Rettenmaier: »Es ist doch netter sich zu fragen, was Beethoven wohl gerade so treibt als zu schauen, was in Fass 6 passiert.«</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_gaehrtanks_2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1821" title="figeac_gaehrtanks_2" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_gaehrtanks_2.jpg" alt="" width="590" height="196" /></a>Der eine liebt die Klassik, die andere den Jazz</h6>
<p><em>Otto Rettenmaier </em>hat sich Zeit für uns genommen. Zunächst gab es die jüngeren Jahrgänge im Verkostungsraum, die Jahrgänge 2000 und 2001 dann haben wir zum Essen im nahegelegenen St. Emilion getrunken.</p>
<p>Wir beginnen mit dem 2008er <em>L’Esquisse de la Tour Figeac,</em> einem raren Zweitwein der in diesem Jahr aus 95% Merlot und 5% Cabernet Franc besteht. Ausgebaut wurde der Wein auf der Feinhefe in einjährigen Barriques. Ein ziemlich gelungener Einstieg. Merlot-Kraft und Dichte bestimmen den Wein und dieser besticht durch eine schöne Länge und Harmonie.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_barriques.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1822" title="figeac_barriques" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_barriques.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a>Schlichtheit bestimmt den Barrique-Keller, der auf jeden kathedralen Effekt wohltuend verzichtet</h6>
<p>Auch wenn der Jahrgang 2008 zwischenzeitlich ein wenig zu entgleiten drohte aufgrund des feuchten Sommers und der Verrieselung der Blüte wird es mit der wärmenden Septembersonne schließlich mengenmäßig ein kleiner, qualitativ aber ein ausgezeichnet Jahrgang. Der Beste, den wir vor Ort probieren, auch wenn 2009 mehr Sex hat und 2005 natürlich fleischiger ist und dicht, beerig und weich. 2008, mit 70% Merlot und 25hl/ha Ertrag legt sich tief und breit ins Glas, wirkt eukalyptisch-mineralisch kühl, einigen Veilchen- und Schokoladenaromen verbinden sich mit reifer aber eben nicht zu reifer Frucht und werden durch einen (übrigens immer) sehr moderaten Holzeinsatz gestützt. Das ist ein Wein im klassischen Bordeaux-Stil, der mir ausgesprochen gut gefällt. 2006 ist noch so ein Jahr, das mir gefällt, das sich sehr schön entwickelt, nicht nur auf diesem Château. Auch hier eine schöne Dichte, Kraft und Saft, gebändigt durch eine ausgleichende Säure und ein angenehmes Tanningerüst. 2010 erinnert natürlich an 2005: der leichte Rumtopf, die reifen Trauben, ein satter Wein voller Frucht und, etwas Überbordendes, etwas, das viel schneller sättigt als 2008. Doch wen wundert’s, bei diesen Jahrgangsbedingungen?</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_flaschen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1823" title="figeac_flaschen" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_flaschen.jpg" alt="" width="590" height="360" /></a>Bemerkenswert auch: Die Sélection Prestige, eine Sonderabfüllung aus 100% Merlot</h6>
<p>Wie erwähnt fahren wir gemeinsam nach <em>St. Emilion</em>, dieses im frühen Mittelalter gegründete Städchen, das ganz still in der Mittagshitze liegt. Auf halber Höhe zwischen Ober- und Unterstadt lassen wir uns im <em>Logis de la Cadène</em> nieder, ein 2000er und 2001er <em>La Tour Figeac</em> unterm Arm. Gereicht wird, neben einer Vergleichsflasche 2004er <em>Château Canon</em> Boeuf vom Stück. Nur aussen leicht angebraten, sonst noch <em>bleu</em> liegen dort zwei große Teile am Knochen. Zwei ausgezeichnete Stücke Fleisch zu moderat gereiften Weinen bester Qualität. Was für ein herrlicher Moment!</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion_mit_wein_bewaffnet.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1824" title="st_emilion_mit_wein_bewaffnet" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion_mit_wein_bewaffnet.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a>Wir entern die Logis de la Cadène, Christian Riedel, mein Begleiter während der Reise hat sich die den 2000er und 2001er unter den Arm geklemmt.</h6>
<p>Der 2004er <em>Canon</em> kommt etwas leichter daher als die beiden <em>La Tour Figeac</em>, was nicht zuletzt am anderen Boden liegen dürfte. Beim 1er Grand Cru Classé herrscht Kalkstein vor. Kein bisschen Überreife, dafür eine feine Frucht, etwas fleischig, feine, präzise Säure und runde Tannine. Jetzt schon toll, aber eigentlich noch für den Keller.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion_flaschen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1825" title="st_emilion_flaschen" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion_flaschen.jpg" alt="" width="590" height="277" /></a>Vom Verkosten zum Trinken, die Weine harmonieren hervorragend zu dem Stück Rind, das auf unsere Teller geschnitten wird</h6>
<p>Der 2000er <em>La Tour Figeac</em> beeindruckt mich am stärksten neben dem 2008er. Während jener natürlich eigentlich noch viel zu jung war haben sich beim 2000er die Primäraromen weitgehend abgeschliffen, der Wein ist expressiv und ausladend. Aber auch hier gibt es nicht Überreifes. Das ist viel eher elegant und rund und passt ausgezeichnet zum Essen. Der 2001er steht ihm nicht viel nach, vielleicht wirkt der Wein ein wenig fetter und nicht ganz so elegant wie der 2000er, aber das wird die Zeit zeigen, denn beide kann man, sollte man sie im eigenen Besitz wähnen, durchaus noch ein paar Jahre im Keller vergessen.</p>
<p>Während <em>Otto Rettenmaier</em> sich langsam Richtung Heimat aufmacht, haben wir noch ein wenig Zeit. Viel zu wenig um in Ruhe und mit Muße durch die Stadt zu laufen, doch man kann selten alles haben und wir haben die Mittagszeit bei 30 Grad im Schatten lieber in guter Gesellschaft verbracht.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion_blick_unterstadt.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1826" title="st_emilion_blick_unterstadt" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion_blick_unterstadt.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a>Blick auf die Unterstadt</h6>
<p>&nbsp;</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_maison_du_vin.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1827" title="figeac_maison_du_vin" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_maison_du_vin.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a>La Maison du Vin</h6>
<p>&nbsp;</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion_abtei.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1828" title="st_emilion_abtei" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion_abtei.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a>Vorbei an der Abtei…</h6>
<p>&nbsp;</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion_weinladen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1829" title="st_emilion_weinladen" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion_weinladen.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a>und diversen Weinläden.</h6>
<p>&nbsp;</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion_mittagspause.jpg"><br />
</a><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/mittagsplausch.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1835" title="mittagsplausch" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/mittagsplausch.jpg" alt="" width="590" height="708" /></a>Während manch einer in der Sonne döst und Schwätzchen hält</h6>
<p>&nbsp;</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/ausone_2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1831" title="ausone_2" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/ausone_2.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a>schlendern wir an Château Ausone vorbei</h6>
<p>&nbsp;</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1832" title="st_emilion" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a>zurück zum Wagen</h6>
<p>So hat <em>Martin Fueyo</em> nicht mehr allzu viel Zeit, sein Wissen mitzuteilen doch für eine kleine Runde durch die Stadt reicht es noch, bevor ich mit <em><a href="http://creativeglasses.blogspot.com/" target="_blank">Christian Riedel</a></em>, der mich die meiste Zeit der Reise begleitet hat, Richtung Château Bonnet aufbreche, vorbei an so klingenden Namen wie <em>Vieux Château Certan</em>, <em>l’Evangile</em> oder <em>Petrus</em>.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/Einaldung_bordeaux_klein.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1834" title="Einaldung_bordeaux_klein" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/Einaldung_bordeaux_klein.jpg" alt="" width="350" height="75" /></a></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1816&amp;md5=0936c565b83c517315118d05f684f590" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zwischen drei Flüssen: Weine aus Kroatien</title>
		<link>http://www.originalverkorkt.de/2011/03/zwischen-drei-fluessen-weine-aus-kroatien/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Mar 2011 11:17:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bonner Weinzirkel]]></category>
		<category><![CDATA[Cabernet Sauvignon]]></category>
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		<description><![CDATA[Diesmal war unser Bonner Weinzirkel in Köln zu Gast, wo es Provenienzen zu entdecken gab, die hierzulande kaum bekannt sind, jedenfalls keine Verkaufstradition haben, weil sie jahrzehntelang hinter dem Eisernen Vorhang verborgen waren. Leider konnte ich bei der Probe nicht anwesend sein. Um so schöner, dass die Probe trotzdem sehr genau und kurzweilig kommentiert ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesmal war unser <em>Bonner Weinzirkel</em> in Köln zu Gast, wo es Provenienzen zu entdecken gab, die hierzulande kaum bekannt sind, jedenfalls keine Verkaufstradition haben, weil sie jahrzehntelang hinter dem Eisernen Vorhang verborgen waren. Leider konnte ich bei der Probe nicht anwesend sein. Um so schöner, dass die Probe trotzdem sehr genau und kurzweilig kommentiert wurde:</p>
<p>Es sind die drei Flüsse Donau, Drava und Sava, zwischen denen sich – im kroatischen Binnenland, also nicht an der Küste &#8211; die Anbaugebiete Baranja, Slavonien und Srem erstrecken. Weine erzeugt man dort schon mindestens seit dem 17. Jahrhundert. Nach den Privatisierungen der 90er Jahre prägen neben größeren Kellereien heute auch etliche Familienweingüter den Markt. Der vorherrschende Rebsortenspiegel zeigt die geografische Verwandtschaft mit Österreich und Italien – und durch ihn haben wir uns zielstrebig hindurchgetrunken.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/kroatien_1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1618" title="kroatien_1" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/kroatien_1.jpg" alt="" width="590" height="408" /></a></p>
<p>Es begann mit vier <em>Grasevina</em> (dt. Welschriesling), einer Rebe, die man auch aus Österreich, Südtirol und Friaul kennt. Sie braucht gute Böden, reift spät und liefert frische Weine mit feiner Würze, maßvoller Säure und gelegentlich nussigem Aroma. Das fand sich sogleich im <strong><em>2008er Grasevina</em></strong> des Weingutes <strong><em>Iuris</em></strong> aus Erdut. Seit 1994 gibt es dieses Gut. Auf immerhin 50 ha werden zu 90% Rote erzeugt. Der Weiße ist leicht und frisch, ein bisschen salzig, hat Bittermandelnoten – nicht übel, aber doch eher harmlos. Deutlich voluminöser wirkte der <strong><em>2007er Grasevina</em></strong> der Kellerei <strong><em>Erdut</em></strong>: Fruchtig und floral, verleugnet das Holzfass nicht, bleibt aber ebenfalls nicht besonders lange im Gedächtnis. Das war schon anders beim <strong><em>2008er Grasevina „Mitrovac“ </em></strong>der <strong><em>Vinarija Krauthaker</em></strong> (Mit dem Namen müsste man eigentlich Biodynamiker sein, oder? Ist aber nicht so.) aus Kutjevo. Blindverkostet kam er manchem in der Runde wie ein Weißburgunder GG vor, mit der entsprechenden Süße, auch mit spürbarem Alkohol. Für mich standen die Geschmackskomponenten wenig harmonisch nebeneinander. Andere schätzten ihn freilich positiver ein. Schließlich die <em><strong>2009er</strong> <strong>Grasevina</strong></em> der Kellerei <strong><em>Belje</em></strong> aus Baranja. In meiner Notierung der beste dieses Flights: Mit frischer, aber nicht aufdringlicher Säure, zurückhaltendem Alkohol. Gekonnter Holzfassausbau gibt ihm ein ordentliches Gerüst. Was lernen wir aus diesem Glase? Wenn man schon seit 1697 Wein baut, kann man auch bei fast 600 ha unter Reben sehr ordentliche Tropfen erzeugen.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/kroatien_2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1619" title="kroatien_2" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/kroatien_2.jpg" alt="" width="590" height="408" /></a></p>
<p>Das hat der Kellermeister vermeintlich erst recht mit dem übernächsten Wein geschafft: Der <strong><em>2008er Chardonnay</em></strong> von <strong><em>Belje</em></strong> hat nämlich auf der Zagreber Weinmesse im Sommer 2009 im Wettbewerb mit nicht nur kroatischen Teilnehmern den Sieg als bester trockener Weißwein davongetragen. Hmm. Mir war’s nur ein Beleg mehr, dass einem solche Prädikate den Buckel ’runterrutschen können, solange man den Kandidaten nicht auf der eigenen Zunge hatte. Als „vordergründig, breit, Kneipenwein“ landete er in meinem Protokoll. Mag schon sein, dass man damit im sensographischen Chaos einer Messe beeindrucken kann.</p>
<p>Übersprungen habe ich hier den <strong><em>2008er Rajnski Riesling</em></strong> (offenkundig der <em>Riesling Rhenano</em>, den wir aus dem Friaul kennen) der <strong><em>Vinarija Enjingi</em></strong> aus Kutjevo, der ein elegantes Bukett zeigte. Der Geschmack kam leider nicht so recht nach, bissl Alkohol aber schon. Sodann ein <strong><em>2008er Sauvignon Blanc</em></strong> von <strong><em>Iuris</em></strong>, der unverkennbare Eindrücke in der Nase, hingegen weniger am Gaumen hinterließ.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/kroatien_3.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1620" title="kroatien_3" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/kroatien_3.jpg" alt="" width="590" height="408" /></a></p>
<p>Zum Abschluss der weißen Reihe drei fast exotisch anmutende Weine: Der <strong><em>2008er Muskat-Sylvaner</em></strong> (Muskatni silvanac) von <strong><em>Iuris</em></strong> hatte ein sehr schönes, fruchtiges  Bukett. Und die durchaus elegante Würze, denkt man, verdankt er natürlich dem Muskateller, der da offensichtlich mitmischt. „Vertan, vertan“, sagt der Kroate (auf Kroatisch natürlich). Der verwendet den Namen nämlich als Synonym für Sauvignon Blanc. Is’ also nix mit Muskateller. Das nimmt dem Wein aber nichts von seiner Komplexität. Quitte kommt durch. Noten burgundischer Chardonnays sind spürbar. Feiner Stoff! Für mich (und die meisten am Tisch) klar der beste Weiße diese Abends. Mit seiner berückenden Honignase nimmt der folgende <strong><em>2005er Traminer</em></strong> (Traminac mirisavi) der Kellerei <strong><em>Erdut</em></strong> den Kampf auf, setzt ihn zunächst mit schöner Harmonik auf der Zunge fort – bricht aber dann im Abgang zusammen. Schön, Sie kennengelernt zu haben .. und tschüss. Da geht der <strong><em>2007er Traminer</em> </strong>der Kellerei <strong><em>Ilocki</em></strong> aus Srijem ganz anders zur Sache. Hier wird Wein aus 830(!) ha, davon aus 270 ha eigenen Weinbergen, gewonnen. Muss ja nicht übel enden. Dieser Wein beweist das, allerdings will er zuviel: Eine opulente, letztlich massive Würze. Alkohoool. „Too much, after all“ war die Tischmeinung.</p>
<p>Aber nicht die schlechteste Einstimmung auf die Roten! Zu Beginn noch einmal die Kellerei <strong><em>Erdut</em></strong> mit ihrem <strong><em>2005er Zweigelt</em></strong>. Sein intensives Sauerkirscharoma harmoniert bestens mit der Säurestruktur. Am Ende war die Meinung in der Runde etwas gespalten: Ohne Zweifel ein respektabler Wein, &#8230; der aber vielleicht eine Dimension mehr vertragen könnte. Auf Augenhöhe der <strong><em>2007er Cabernet Sauvignon</em></strong> von <strong><em>Iuris</em></strong> mit typischer Cassis-Würze in der Nase und einer schönen Struktur. Für Siebeneurofuffzich? Chapeau! Das kostet auch der <strong><em>2006er Merlot</em></strong> vom selben Weingut. Auch er in 2009 Messesieger in Zagreb. Was zu der Frage führt, ob sie ihre Jury dort mit Biertrinkern bestücken. Simpel, vordergründig, pffft.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/kroatien_4.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1621" title="kroatien_4" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/kroatien_4.jpg" alt="" width="590" height="408" /></a></p>
<p>Da fügte es sich zum Besten, dass der Schwarze Storch seinen Auftritt hatte: <strong><em>2009er Ciconia nigra</em></strong> der<strong> <em>Vinarija Josic</em></strong> aus Baranja, eines familiengeführten Gutes, das auf seinen gerade einmal 1,6 ha alten Weinbergen jedenfalls Pinot Noir, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc unterbringt und daraus eine vortreffliche Cuvée macht. Sehr spannende Nase: mineralisch, stahlig, kühl. Das muss der Spätburgunder sein. Am Gaumen dann Schokolade, Lebkuchen &#8230; Für mich mit Abstand der Lieblingsrote dieses Abends. Bitte noch einmal in zwei bis fünf Jahren! Der letzte Wein des Abends, der <em><strong>2007er</strong> <strong>Cabernet</strong> <strong>Sauvignon</strong> <strong>‚CERN’</strong></em> von <strong><em>Iuris</em></strong> hat es irgendwie auf das Ticket des multinationalen Elementarteilchen-Forschungsprojektes in Genf und den angrenzenden französischen Gemeinden geschafft und figuriert als einer der offiziellen Rotweine – mit entsprechendem Etikett. (Wahrscheinlich darf jede finanzierende Nation einen Wein stellen. Bin auf den Chinesen gespannt.) Auch ohne Molekülzerlegung im Labor verrät er sich beim Schnuppern durch den Duft der Schwarzen Johannisbeere. Das ist schön, aber dann ist er nicht druckvoll genug und lässt uns etwas unentschieden zurück.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1617&amp;md5=e52c86b8be4211daf3552d5affa3b808" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Bolgheri 2004</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jan 2011 15:55:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich weiss nicht, ob den Traditionalisten italienischen Weins die Haare hochstehen, wenn sie an Bolgheri denken. Da gibt es alles, nur keine klassischen Rebsorten. Und man mag fragen ob die, die dort irgendwann mit Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot und Syrah angerückt sind, dem italienischen Weinbau einen Gefallen getan haben – gibt es doch ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiss nicht, ob den Traditionalisten italienischen Weins die Haare hochstehen, wenn sie an <em>Bolgheri</em> denken. Da gibt es alles, nur keine klassischen Rebsorten. Und man mag fragen ob die, die dort irgendwann mit Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot und Syrah angerückt sind, dem italienischen Weinbau einen Gefallen getan haben – gibt es doch in Italien eine Menge authochtoner Rebsorten höchster Qualität.</p>
<p>Wozu also dieser ganze internationale Kram? Um den italienischen Weinbau zu retten, sagen die anderen. Um ihn international aufzustellen und die Qualität zu verbessern. Und in der Tat hat der, dessen Weine wir getrunken haben entscheidend dazu beigetragen dies zu tun, den italienischen Weinbau wenn nicht zu retten, dann doch in eine entscheidende Richtung zu führen. Und zwar in eine, in die er in den 80ern und 90ern nicht unterwegs war, zumindest nicht in der Breite. Wir können hier ein Lied davon singen, bei uns war das auch nicht viel besser und wenn damals der ordinäre Chianti noch international zu verkaufen war, war es hier die Liebfrauenmilch. Mehr aber auch nicht.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/01/glas.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1575" title="glas" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/01/glas.jpg" alt="" width="580" height="286" /></a></p>
<p><em>Marchese Ludovico Antinori</em>, von dem rede ich hier nämlich, hat dies mit einer unglaublichen Energieleistung geändert. Er, dessen alteingesessene toskanische Familie jede Menge Ländereien und vor allem Rebhänge besitzt, konnte den fortschreitenden Niedergang nicht gut ertragen. Und neben einem strikten Qualitätsstreben der heimischen Rebsorten hat er eben auch auf einen internationalen Stil gesetzt. Und das auf angestrebt höchstem Niveau. Herausgekommen ist das, was irgendwann den Namen <em>Super-Tuscans</em> bekommen hat. Wein internationalen Stils der in Italien jedoch lediglich die Qualitätsstufe eine Landweines, eines IGT erhalten hat, weil er den Richtlinien der Anbaugebiete nicht entsprochen hat. Das tat dem Erfolg der Antinorischen Weine und deren Verbündeter keinen Abbruch, so dass <em>Sassicaia</em>, <em>Tignanello</em>, <em>Ornellaia</em> oder <em>Guado al Tasso</em> berühmt wurden und eine Aufbruchstimmung erzeugten, die über das kleine <em>Bolgheri</em>, ja über die Toskana weit hinausging.</p>
<p>Im Gefolge der <em>Super-Tuscans</em> finden sich Zweitweine und andere Abfüllungen dieser Güter deren Preis nicht direkt in die Hunderte geht. Drei gereifte Weine, alle aus dem Besitz der Antinoris, haben wir probiert und über ca. drei Stunden verfolgt. Zunächst hat mich keiner der drei vollends überzeugt, zum Schluss hätte ich die drei alleine trinken können.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/01/il_bruciato.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1574" title="il_bruciato" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/01/il_bruciato.jpg" alt="" width="580" height="342" /></a></p>
<p><strong>Il Bruciato 2004, Guado al Tasso, Bolgheri</strong><br />
Dieser Wein ist ein Nasenschmeichler. Süße Frucht und etwas vanilliges getoastetes Holz strömen aus dem Glas. Im Mund ist der Wein zunächst weniger fruchtig, ja, ich habe den Eindruck, die Frucht würde in der Gesamtheit des Weines deutlich zu weit zurückstehen. Die Tannine, die Säure stehen im Vordergrund. Nach einiger Zeit aber, genauer gesagt ca. 2 Stunden, nach dem ersten Schluck öffnet sich der Wein, der aus 60% Cabernet Sauvignon, 30% Merlot und 10% Syrah besteht, also gut vier Stunden nach Öffnen der Flasche.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/01/il_pino.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1573" title="il_pino" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/01/il_pino.jpg" alt="" width="580" height="386" /></a></p>
<p><strong>Il Pino di Biserno 2004, Campo di Sasso</strong><br />
Im Gegensatz zum <em>Il Brusciato</em> ist dies nicht unbedingt ein Nasenschmeichler. Beim Il Pino treffe ich auf die Würze einer reduzierten Bratensoße, versetzt mit medizinischer Tinktur. Im Mund erwartet mich zunächst ein Geschmack von Dropsen aus der Metalldose, die zu lange im heißen Auto gelegen hat. Auch dieser Wein findet erst nach langer Zeit zu sich und klart dann förmlich auf. Jetzt finden sich Aromen von Schokolade und der Mund füllt sich mit dichten, dunklen, reifen Beeren. Der Wein wird erstaunlich harmonisch und ich bin angenehm überrascht. Das hatte ich gar nicht mehr erwartet von diesem Bogheri, der zumindest in 2005 aus 35% Cabernet Franc, 30% Cabernet Sauvignon, 20% Merlot und 15% Petit Verdot zusammengesetzt war.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/01/insoglio_1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1572" title="insoglio_1" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/01/insoglio_1.jpg" alt="" width="580" height="268" /></a></p>
<p><strong>Insoglio del Cinghiale 2004, Campo di Sasso</strong><br />
Auch der Wein mit dem markanten Schwein auf dem Etikett ändert seinen Charakter im Laufe des Abends beträchtlich. Zunächst steigt mir ein Geruch in die Nase als ob jemand alten Kabeljau über ein rostiges, von altem Blut überzogenes Geländer gezogen hätte. Da ist so viel Eisen im Geruch, dass ich zunächst ein wenig zurückschrecke. Am Gaumen findet sich jedoch eine sehr angenehme Fruchtsüße, die von kräftigen Tanninen und dunklen Früchten eskortiert wird. Dieser Wein gefällt mir abgesehen vom <span style="text-decoration: line-through;">Gestank</span> Geruch zunächst mit Abstand am besten. Der Wein wird zumindest als 2005er Jahrgang zur Hälfte von Merlot getragen, den Rest teilen sich Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Syrah und Petit Verdot. Später dann – auch hier dauert es seine Zeit &#8211; verfliegt der rostige Geruch und macht Platz für gekochten Rotkohl und Holunder. Das kann ich nun deutlich besser riechen, und geschmacklich schummelt sich noch etwas Schokolade und Mokka in die Fruchtaromen, was jetzt auch nicht unangenehm ist.</p>
<p>Ich fand den Abend jedenfalls ausgesprochen spannend weil ich selber ja eher ein Fan davon bin, in den Weinbaugebieten die heimischen Sorten anzubauen und das tendenziell eher als kulturlos empfinde, überall die gleichen Sorten anzupflanzen. Was mich jedoch nicht davon abhält, diesen Weinen, und zwar jedem der drei einen ganz eigenen, auch eigenwilligen Charakter zu attestieren. Und genau dann macht Wein Spaß.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1541&amp;md5=f742b5c4921102d0fafcebd67760871a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Réserve del Conte 2007, Manincor, Alto Adige</title>
		<link>http://www.originalverkorkt.de/2011/01/reserve-del-conte-2007-manincor-alto-adige/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 17:50:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bioweine]]></category>
		<category><![CDATA[Lagrein]]></category>
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		<category><![CDATA[nach Rebsorten]]></category>
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		<category><![CDATA[Weine im eigenen Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Weingüter]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt verschiedene Preisstufen, in denen ich mich bewege, wenn ich Wein kaufe. Da gibt es den ganz einfachen Wein der sich so um die sechs bis sieben Euro bewegt. Weine, die durchaus schon lecker und manchmal begeisternd sein können, sich aber auf Alltagsniveau bewegen. Dann kommt das, was bis knapp unter 10 Euro ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt verschiedene Preisstufen, in denen ich mich bewege, wenn ich Wein kaufe. Da gibt es den ganz einfachen Wein der sich so um die sechs bis sieben Euro bewegt. Weine, die durchaus schon lecker und manchmal begeisternd sein können, sich aber auf Alltagsniveau bewegen. Dann kommt das, was bis knapp unter 10 Euro geht. Da ist der Konkurrenzkampf extrem hart und man bekommt schon guten Wein fürs Geld. Für mich wird es aber eigentlich erst wirklich interessant in der Kategorie 10 bis 15 Euro. Hier tauchen die Weine mit deutlich individuellem Charakter auf, Weine, die schon Begeisterung entfachen können, wo ich mich im besten Fall zurücklehne und verzückt lächle. Die nächste Stufe, für mich zwischen 15 und 30 Euro liegend, ist die, die das größte Potential hat und fast alle Wünsche befriedigen kann, die ich mir leisten kann. Alles darüber ist purer Luxus.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/01/manincor_1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1553" title="manincor_1" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/01/manincor_1.jpg" alt="" width="580" height="354" /></a></p>
<p>Der Wein, den ich hier vorstelle liegt in der Kategorie 10 bis 15 Euro und mit 12.50 Euro genau in der Mitte. Das ist kein Alltagswein, aber auch keiner, auf den ich jetzt sparen muss. Es ist ein Wein, den ich mir am Wochenende aufmache, wenn ich was Leckeres koche, wenn ich Muße habe, wenn ich Freunde bewirte.</p>
<p>Der <em>Réserve del Comte</em> besteht aus 40% Merlot, 20% Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc sowie 30% Lagrein, einer Südtiroler Rebsorte die lediglich auf 300 Hektar angebaut wird und bei <em>Manincor</em> zu einem durchaus beeindruckenden Wein heranreift. Abgesehen vom Lagrein, den man hier nicht wirklich herausschmeckt, ist das eine Alternative zum rechten Gironde-Ufer im Bordeaux die aber ganz woanders, nämlich auf Lagen in Kaltern und Terlan im Südtirol heranreift. Ihr Erzeuger, <em>Graf Goess-Enzenberg</em> gehört mittlerweile zur dortigen Winzerelite.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/01/manincor_2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1552" title="manincor_2" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/01/manincor_2.jpg" alt="" width="580" height="341" /></a></p>
<p>Als er <a href="http://www.manincor.com/" target="_blank"><em>Manincor</em></a> 1977 übernahm, war dieses 45 Hektar-Gut einer der größten Traubenlieferanten im Alto Adige. Was das heisst weiß jeder, der mal in den Achtzigern einen <em>Kalterer See</em> oder Ähnliches getrunken hat. Ich erinnere nur an Gerhard Polts <a href="http://www.youtube.com/watch?v=qekUrMOGxK8" target="_blank">Spitzenwein</a>. Das ist so in etwa das, was man hier aus Südtirol bekommen hat. Und viel mehr gab es eben auch nicht. Das erinnert so ein bisschen an die Verhältnisse an der hiesigen Mosel zu der Zeit.</p>
<p><em>Enzenberg</em> jedenfalls hatte mehr vor und er hat es durchgesetzt und erreicht. Er hat nicht nur auf moderne Rebsorten gesetzt sondern genau so die traditionellen kultiviert. Auch heute gibt es einen <em>Kalterer See</em> und ebenso einen reinsortigen <em>Lagrein</em>, mit dem Unterschied, dass man ihn nicht nur trinken kann, sondern, dass er einen eigenen, feinen Charakter besitzt.</p>
<p>Neben der Weinbergarbeit, die er schon vor Jahren auf Biodynamie umgestellt hat, hat er akribisch an der Kellertechnik gearbeitet, die vor kurzem in der Einweihung des neuen Kellers seinen Höhepunkt gefunden hat. Nicht nur stellt dieser Keller einen architektonischen Höhepunkt im traditionellen Südtirol dar, nein, das ist kein Selbstzweck denn der Keller ermöglicht Abläufe in der Weinbereitung, die Qualitätsverluste minimieren. So haben sich Pumpen erübrigt, Schwerkraft ist hier schonender.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/01/manincor_reserve_2007.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1551" title="manincor_reserve_2007" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/01/manincor_reserve_2007.jpg" alt="" width="580" height="386" /></a></p>
<p>Dass die Anstrengungen im Weinberg, im Keller, wie auch in der Vermarktung nicht automatisch zu teuren Weinen führen zeigt eben der hier vorgestellte <em>Réserve del Comte</em>.</p>
<p>Dieser Wein bietet ein ausserordentlich gutes Preis-Genuss-Verhältnis und hat alles, was ich von dieser Qualitätsstufe erwarte. Er ist anspruchsvoll aber übertreibt es nicht. Man dürfte ihn so ziemlich Jedem vorsetzen können der Rotwein mag, er ist trotzdem nicht beliebig. Er ist fruchtig-beerig, ist würzig, mit einem Hauch von Süßholz bzw. Lakritze, ist saftig, gleichzeitig elegant, die Tannine sind reif und samtig, der Abgang hat eine angenehme Länge. Chapeau!</p>
<h5>Ich habe diesen Wein neben einigen anderen Weinen von Manincor meinem Shop-Angebot <a href="http://www.originalverkorkt.de/catalog/index.php?cPath=36_140" target="_blank">hinzugefügt</a>.</h5>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1550&amp;md5=517b3c9646e098a3ad8336218bea5c99" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>1997er Pahlmeyer, Proprietary Red Wine, Napa Valley vs. 1996er Château Pontet-Canet, Pauillac</title>
		<link>http://www.originalverkorkt.de/2010/09/1997er-pahlmeyer-proprietary-red-wine-napa-valley-vs-1996er-chateau-pontet-canet-pauillac/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Sep 2010 19:46:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cabernet Franc]]></category>
		<category><![CDATA[Cabernet Sauvignon]]></category>
		<category><![CDATA[Malbec]]></category>
		<category><![CDATA[Merlot]]></category>
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		<category><![CDATA[Rot, Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Rot, USA]]></category>
		<category><![CDATA[Rotweine]]></category>
		<category><![CDATA[Vinothek Essen]]></category>

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		<description><![CDATA[1972 begannen der gerade ausgebildete Anwalt Jayson Pahlmeyer und sein bester Freund John Caldwell eine Passion auszuleben die darin bestand, einen Kalifornischen Mouton zu produzieren. Es waren zwei begeisterte Bordeauxtrinker die hier ans Werk gingen. Zutaten waren zum einen die vermeindlich nicht gerade von der Natur begünstigten Weinberge aus dem Bestand des Weingutes Caldwell, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1972 begannen der gerade ausgebildete Anwalt Jayson Pahlmeyer und sein bester Freund John Caldwell eine Passion auszuleben die darin bestand, einen <em>Kalifornischen Mouton</em> zu produzieren. Es waren zwei begeisterte Bordeauxtrinker die hier ans Werk gingen. Zutaten waren zum einen die vermeindlich nicht gerade von der Natur begünstigten Weinberge aus dem Bestand des Weingutes <em>Caldwell</em>, zum anderen aus Frankreich importierte Bordeauxklone und schließlich eine Menge Optimismus.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/09/pahlmeyer_cuvee_1997_1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1447" title="pahlmeyer_cuvee_1997_1" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/09/pahlmeyer_cuvee_1997_1.jpg" alt="" width="570" height="282" /></a></p>
<p>Gegen alle Widerstände und hämische Kritik entstanden Weine, die nach nur wenigen Jahren ungläubiges Staunen hervorriefen. Der erste Jahrgang des <em>Proprietary Red</em> erhielt aus dem Stand 94 Punkte von <em>Robert Parker</em>. Von nun an gaben sich Weingrößen und Winemaker wie <em>Helen Turley</em>, <em>Randy Dunn</em>, <em>Michel Rolland</em> und <em>Erin Green</em> die Klinke in die Hand, um das Projekt zu fördern und zu unterstützen und nicht zuletzt der teuerste und wohl beste Spezialist für Weibergsmanagement und selber 100 Punkte-Parker-Preisträger, <em>David Abreu</em>, legte neue Weinberge an. Mit wachsendem Erfolg hielten auch Rebsorten wie Pinot Noir oder Chardonnay Einzug in das Portfolio der Winery. Der <em>Merlot Pahlmeyer</em> gehört heute zu den am höchsten dekorierten Weinen dieser Rebsorte.</p>
<p>Der 1997er besteht aus 73% Cabernet Sauvignon und 17% Merlot, hinzu kommen etwas Cabernet Franc, Malbec und Petit Verdot die aus den bersten Lagen des Napa-Valley stammen: Spring Mountain, Howell Mountain, Soda Canyon, Wooden Valley und Carneros.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/09/pahlmeyer_cuvee_1997_2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1448" title="pahlmeyer_cuvee_1997_2" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/09/pahlmeyer_cuvee_1997_2.jpg" alt="" width="570" height="350" /></a></p>
<p>Ein hoch dekorierter Wein mit 98 Parker-Punkten, ein Weingigant den ich an diesem Abend gegen einen 1996er Château Pontet-Canet verkosten durfte. Zwei Cabernet-betonte Bordeaux-Cuvées von großem Unterschied. Der Franzose duftet fein nach leicht medizinischen Noten, mineralisch, eukalyptisch mit typischem Duft nach Zigarrenkiste und Johannisbeeren.</p>
<p>Der <em>Pahlmeyer</em> möchten den subtilen Pauillac fast wegdrücken, ein gigantischer Kerl mit Muskelpaketen, ein betörender, tiefer Duft von überaus reifen dunklen Beeren, Johannisbeeren und flüssiger Schokolade. Der ganze Mund wird ausgefüllt von dieser Wucht an Frucht, er ist ungeheuer präsent, dabei überraschend kühl und mineralisch, was die Opulenz ein wenig zügelt. Zum Schluss stört mich, das muss ich sagen, denn das hier ist hohes Niveau, eine ganz leichte Bitternote, nicht viel aber doch wahrnehmbar.</p>
<p>Der <em>Pontet-Canet</em> hält mit in seiner deutlich schlankeren Art. Ein herrliches Beispiel für besten Bordeaux, ein Paradebeispiel an feiner Komplexität, an subtilen Aromen gepaart mit Holz und dabei sehr frisch und jung wirkend, so dass ich mal behaupten würde, dass er seine Trinkreife gerade erst jetzt erreicht. Ähnlich wie der <em>Pahlmeyer</em> dürfte er locker noch ein paar Jahre länger im Keller liegen um seinen Höhepunkt zu erreichen.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/09/pontet-canet_1996.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1450" title="pontet-canet_1996" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/09/pontet-canet_1996.jpg" alt="" width="570" height="216" /></a></p>
<p>Beiden ist ein langer und komplexer Abgang gemein doch auch hier zeigen sich wieder die Unterschiede im Entwurf dieser beiden Weine. Der Kalifornier bleibt  auch im hier eine muskulöse Zehnkämpferstatur mit einer famosen Mischung aus Kraft und Leichtigkeit, der Pontet-Canet bleibt alter Adel und verabschiedet sich ruhig, mit ausholender Gestik und lange noch sieht man den Vierspänner am Horizont.</p>
<p>Zwei typische Vertreter beider Länder, zwei, die den Erwartungen gerecht werden und die man schwer miteinander messen kann. Letzendlich gefiel mir der Pontet-Canet besser, so wie er sich präsentierte, als Archetyp des Pauillac. Aber, wer weiss, das kann an einem anderen Abend wieder anders sein.</p>
<h5>Beide Weine finden sich in der <a href="http://atlantic-congress-hotel-messe-essen.de/" target="_blank">Vinothek des Atlantic Hotel</a>, Essen</h5>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1446&amp;md5=adb58e98f59a5c633df497adee64cb38" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Cuvée Tradition 2005, Château la Grolet, Côtes du Bourg, Bordeaux</title>
		<link>http://www.originalverkorkt.de/2010/03/cuvee-tradition-2005-chateau-la-grolet-cotes-du-bourg-bordeaux/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 08:47:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bioweine]]></category>
		<category><![CDATA[Cabernet Franc]]></category>
		<category><![CDATA[Merlot]]></category>
		<category><![CDATA[Rot, Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Weine im eigenen Handel]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ja Spaß macht, finde ich, ist, schöne Bordeaux zu vernünftigen Preisen zu finden. Bei der Suche bin ich vor einiger Zeit auf das Weingut der Familie Hubert, Château la Grolet gestoßen. Die Familie Hubert nennt dieses Gut, wie auch Château Peybonnehomme ihr Eigen und bewirtschaft die 40 ha seit zwei Jahrzehnten biodynamisch.

Über Château ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ja Spaß macht, finde ich, ist, schöne Bordeaux zu vernünftigen Preisen zu finden. Bei der Suche bin ich vor einiger Zeit auf das Weingut der Familie <em>Hubert</em>,<em> <a href="http://www.la-grolet.com/" target="_blank">Château la Grolet</a></em> gestoßen. Die Familie Hubert nennt dieses Gut, wie auch <em>Château Peybonnehomme</em> ihr Eigen und bewirtschaft die 40 ha seit zwei Jahrzehnten biodynamisch.</p>
<p>Über <em>Château la Grolet </em>bin ich in <em>Pigotts kleinem genialen Weinführer</em> gestolpert, wo es ausdrücklich gelobt wird, was bei Bordeaux in diesem Büchlein eher selten vorkommt.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1286" title="grolet" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/03/grolet.jpg" alt="grolet" width="570" height="336" /></p>
<p>Der Wein, eine Cuvée aus Merlot und Cabernet Franc von alten Reben, stammt von der <em>Côte du Bourg</em>, einer für lange Zeit stiefmütterlich behandelten Appellation, nicht zuletzt deshalb, weil es hier keine klassifizierten Weine gibt. Allerdings gibt es hier einige Güter, deren Qualitäts- und Preis-Genussverhältnis ich sehr beachtensweert finde. Über Château Falfas habe ich in diesem Zusammenhang ja schon mal <a href="http://www.originalverkorkt.de/2009/01/chateau-falfas-le-chevalier-2005-cotes-du-bourg-bordeaux/" target="_blank">geschrieben</a>.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1287" title="la_grolet_2005_tradition" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/03/la_grolet_2005_tradition1.jpg" alt="la_grolet_2005_tradition" width="570" height="428" /></p>
<p>Diese Cuvée, die für knapp acht Euro käuflich zu erwerben ist, riecht erst einmal wunderbar nach frischen säuerlichen Kirschen und ein wenig Gewürzen, eine Spur Nelke findet sich ein und ein wenig Grafit. Im Mund ebenso saftig mit mittlerer Dichte, ein schönes Tannin- und Säuregerüst und genau die Mischung an dunklen Früchten von Kirschen und Johannisbeeren, erdigen Tönen und wiederum etwas Grafit, was ich an diesem frischen Bordeaux so mag. Dazu kommt eine angenehme mineralische Kühle. Ein sehr kompletter Wein für diesen Preis.</p>
<h5>Cuvée Tradition 2005, Château la Grolet, Côtes du Bourg, Bordeaux, 7,90 Euro</h5>
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