originalverkorkt - flüssige und überflüssige Eskapaden



Pinot brut 2007 Blanc de Noir, Alexander Gysler, Rheinhessen

Zu gegebenem Anlass ein Glas Pinot Noir 2007 von Alexander Gysler, den ich am Mittwoch besucht habe. Neben dem Sekt habe ich Silvaner von alten Reben, den Riesling JC 2007, Grauburgunder und Huxelrebe Beerenauslese und Trockenbeerenauslese mitgebracht. All dies wird man ab Überwoche bei Feinkost Ackermann in Bonn-Dottendorf erwerben können. Dort wird es dann ein originalverkorkt®-Regal geben. Ich freu' mich. Zu all dem später mehr. Erst mal ein wenig Geburtstag feiern…

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Herrliche Frucht und eine schöne Perlage. Ein kräftiger und doch eleganter Winzersekt mit viel Substanz aus Pinot Noir, weiß gekeltert.

Pinot Noir 2007 brut, Alexander Gysler, Rheinhessen, 14,90 Euro bei originalverkorkt

Blauer Spätburgunder 2007, Hanspeter Ziereisen, Markgräflerland, Baden

Hanspeter Ziereisen hat vor Jahren den Mischbetrieb seiner Eltern übernommen, die neben Spargel und anderem immer auch ein wenig Wein für sich selbst angebaut haben. Hanspeter Ziereisen hat dies geändert. Heute haben sich die Verhältnisse gewandelt und es gibt nur noch ein paar Stangen Spargel zum Wein. Für diesen wird auch jeder Quadratmeter gebraucht, reißt man ihm, dessen Weine jahrelang als Geheimtip galten, die Flaschen doch mittlerweile aus der Hand.

Ich kann es verstehen. Auch ich mag seine Weine mehr als gerne. Das hat angefangen, als ich das erste Mal eine Fassprobe seines Syrah aus dem ersten Jahrgang probieren konnte. Ein Wein, den Jancis Robinson zu einer internationalen Syrahprobe nach London mitgenommen hat, um dort für ungläubiges (positives) Erstaunen zu sorgen. War es doch nicht nur ein wirklich sehr guter Syrah, den findet man ja allenthalben. Nein, es war ein Syrah, der ein deutliche Handschrift trug, der einen klaren Charakter hatte.

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Das ist es, was viele goutieren, wenn sie Ziereisens Weine trinken. Sie heben sich deutlich vom Badener Mainstream ab, sie zeigen, dass man hier kühle Spätburgunder mit nicht all zu viel Alkohol erzeugen kann, die klar und geradlinig, charaktervoll und spannend sind. Man merkt, dass Ziereisen sehr sehr viele burgundische Weine probiert hat und weiss, wo er hin will.

Die Qualität beweist Hanspeter Ziereisen schon mit dem einfachsten aller Burgunder, die er anbietet, dem blauen Spätburgunder. Dies ist eine gelungen Mischung aus Frische und Tiefe. In der Nase jede Menge frischer Himbeere, etwas Pfeffer und Schokolade, im Mund werden die Beeren durch Kirsche ersetzt mit etwas Würze und Mineralität. Dabei hat dieser Wein schon eine erstaunliche Länge und ist herrlich rund.

Blauer Spätburgunder 2007, Hanspeter Ziereisen, Markgräflerland, Baden, sehr gut, 9,50 € hier

Spätburgunder trocken R, 2000, Bernhard Huber, Baden

Der Berni Huber, wie er so allgemein genannt wird, gehört zur Elite der deutschen Spätburgunder-Szene. Warum das gerechtfertigt ist, zeigt dieser Wein. Das ist ganz große Klasse. Ich habe schon lange keinen so harmonischen Pinot Noir mehr getrunken, so rund und komplex und gelungen. Es gibt Leute, die meinen, seine Weine hätten kein allzu hohes Alterungspotential. Verifizieren konnte ich das bisher nicht.

Marzipan satt in der Nase mit einem feinen Vanille-Touch. Kräuter mischen sich in eine fette Süßkirsch-Frucht mit ein wenig Süßholz. Röstaromen finden sich in der Nase und am Gaumen.

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Auch im Mund satte Frucht von süßer Kirsche und dunklen Beeren. Dazu kommt eine frische, kühle Mineralik und ein perfekt eingebundenes Holz. Da findet sich nichts Fettes, nichts Alkoholisches, nichts Rumtopfiges. Das ist ein tiefer, komplexer, harmonischer Wein, der so frisch wirkt, als könne er noch Jahre im Keller verbringen, um sich vielleicht noch ein Stückchen zu steigern – was nicht, aber gar nicht sein muss –, und der noch Minuten nachhallt. Ein Traum!

Spätburgunder trocken R, 2000, Bernhard Huber, Baden, hervorragend, aus dem Keller

Gocher Weinzyklus 3 – Champagne, die Grande Dame wird niemals alt

Das Haus zu den fünf Ringen gehört zu den wenigen historischen Gebäuden der im Krieg zu über 90 Prozent zerstörten Stadt Goch. Zusammen mit dem historischen Rathaus, dem Van-den-Bosch-Haus und dem Mosters-Haus bildet es ein Ensemble von Gebäuden aus dem 16. Jh. Das Gebäude diente ursprünglich als adliges Stadtwohnhaus, in den Kellerräumen befand sich ab 1828 eine große Weinhandlung. Später wurde im hinteren Gebäudeteil Bier gebraut. Bis in die Mitte des 20. Jh.'s bekam man hier das dunkle, niederrheinische Alt der Familie Janßen. Nach dem Krieg baute die Familie dann einen Getränkeverlag auf, der in den Achtzigern in ein Gewerbegebiet verlegt wurde. Das Haus wurde an die Stadt veräußert und befindet sich im Stadium der Renovierung. Dabei ist es nach dem Guss einer neuen Bodenplatte so weit nutzbar, dass das Museum Goch die Räumlichkeiten als Ausstellungsfläche für heimatkundliche Objekte verwendet.

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Dieses mit zu den schönsten historischen Gebäuden am Niederrhein zählende Haus bot uns die Kulisse für den dritten Teil des Gocher Weinzyklus. Champagne – Die Grande Dame wird niemals alt war das Thema, zu dem der Veranstalter, der Gocher Juwelier Georg Schotten, geladen hatte, um Funkelndes miteinander zu verbinden: die Präsentation seiner Winterkollektion in Verbindung mit einer Reise durch die Champagne.

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Michael van den Höövel und ich haben dabei versucht, mit den sechs präsentierten Champagnern eine Auswahl zu treffen, die verdeutlicht, wie heterogen und spannend dieses Weinbaugebiet ist – auch abseits der wenigen bekannten Namen. Sechs Schaumweine aus den unterschiedlichen Regionen der Champagne, ein Abbild verschiedener Rebsorten und Cuvées bis hin zu von Pinot Noir bzw. von Chardonnay geprägten Jahrgangschampagnern. Dabei wechselten sich Winzerchampagner mit denen großer und kleiner Häuser ab.

Vorbereitung

Franck Pascal, Cuvée de Reserve Brut Nature, Vallée de la Marne

Einen wunderbar leichten Einstieg bot der Winzerchampagner von Franck Pascal. Ungewöhnlich in seiner Art, Pinot Meunier geprägt und ohne Dosage abgefüllt, fand er doch Zuspruch; denn er kommt nicht so knochentrocken daher, wie man auf Grund der fehlenden Dosage hätte vermuten können. 4 Hektar besitzt Franck Pascal im Tal der Marne und beginnt mit einem Flaschenpreis von 26 Euro. Cremig ist sie, diese Cuvée de Reserve mit feiner Hefe und einem schönen Duft von reifen Äpfeln. Für mich ein ausgezeichneter Bankett-Champagner, den es ebenso mit einer geringen Dosage von 3 Gramm gibt.

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Louis Roederer Brut Premier, Reims

Ganz anders präsentierte sich der Roederer Brut. Druckvoller und säurebetonter zeigt sich der Einstiegswein von Louis Roederer. 4 Hektar Pascal gegen 300 Hektar Roederer (200 ha plus 100 ha zugekaufte Reben), Winzerfamilie gegen Glamour und Marketing. So kontrastreich ging es zu.

Diesem Wein werden verschiedene in Eichenfässern ausgebaute Reserveweine zugesetzt. Er setzt sich zusammen aus etwa einem Drittel Chardonnay und zwei Dritteln Pinot, davon wiederum ca. 15 % Pinot Meunier. Neben den klaren Hefearomen strömt der Duft von Mandeln aus dem Glas, dazu viel Zitrus und frische Orange und grüner Apfel. Der Wein ist sehr straff und mineralisch – ein ausgewogener, kräftiger, klarer, beeindruckender Stil aus Reims.

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Drappier Brut Rosé, Val de Demoiselles, Côte de Bar

Drappier liegt in einem der Satellitengebiete der Champagne,  an der Côte de Bar im Departement Aube. Lange haben sich Winzer wie Politiker aus den Departements der Marne und Aube um die Zugehörigkeit der Aube-Gebiete zur Appellation Champagne gestritten. Wie Stiefkinder wurden die Gebiete behandelt, in denen der Champagner lange Saulte Bouchon hieß und der Weinbau vor allem durch die Mönche des Klosters Clairveaux forciert wurde.  Seit einigen Jahrzehnten ist das kein Thema mehr, man hat zusammengefunden, nicht zuletzt durch den gemeinsamen Feind, der sämtliche Champagnergebiete in den Weltkriegen entweder verwüstet oder ausgebeutet hat.

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Mit 50 Hektar gehört Drappier zu den kleinen, ausgezeichneten Betrieben in dieser Gegend. Sie tragen das im Namen, was so einige alteingesessene Häuser – Ruinart ist das beste Beispiel – gemacht haben, bevor sie sich dem Vertrieb von Champagner gewidmet haben. Die Drappiers waren Tuchhändler. Irgendwann hat man dem Kunden als Mitbringsel den geschätzten Champagner mitgegeben und der wurde dann zunehmend so beliebt, dass das Geschäft einträglicher war als das des Tuchhandels.

Der Rosé aus einem kleinen Wingert namens Val des Demoiselles, Tal der Jungfrauen, stammt zu 100 Prozent aus Pinot Noir, der bei Drappier drei Tage auf der Maische belassen wird. Ein kräftiger Champagner mit dem Duft von roten Früchten und ein wenig Veilchen und leichten Gewürzen. So kräftig, dass er dem Essen in der Pause nach der Präsentation von Schottens Kollektion mühelos standhalten konnte.

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De Sousa et Fils, Blanc de Blancs Réserve Gran Cru, Côte de Blancs

Der zweite Teil der Tour durch die Champagne begann mit der Vorstellung eines kleinen Hauses aus dem Ort Avize, einem der Zentren der Côte de Blancs. Das 11-Hektar-Weingut De Sousa & Fils hat hier zu einem eigenen klaren Stil gefunden. Ausgezeichnete biodynamische Weinbergsarbeit ausschließlich in Gran Cru Lagen, Spontanvergärung und Ausbau in Barriques, in diesem Fall in 15 Prozent neuen Fässern. Das Ergebnis ist ein wunderbar cremiger Chardonnay mit Aromen von frischem Brioche, Nüssen und Zitrus. Je länger der Wein steht, desto stärker werden die Aromen von reifen Orangen. Für 35 Euro ist dies ein wunderbar reifer und fülliger Champagner sehr guter Qualität.

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Fleury Père et Fils, Millésime 1996, Côte de Bar

Ebenfalls biodynamisch arbeitet Fleury Pere & Fils. Er gehört mit zu den Pionieren in der Champagne. Bekannt geworden als Winzer des Jahres 1993 im Gault Milliau, macht er für mich momentan mit die besten Champagner unterhalb der 100 Euro-Grenze. Der 1996er Millésime hat große Klasse. Eine wunderbare Verbindung aus Frische und Alterungsnoten, reifer Hefe, mürbem Apfel und frischen roten Beerenfrüchten und ein wenig Tabak. Eine klare Pinot Noir-Dominanz sorgt für Kraft. Sehr, sehr harmonisch steht er dem letzten Wein des Abends in nichts nach.

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Billecart-Salmon, Cuvée Nicolas-François Billecart Millésime 1998, Montagne de Reims

Der Billecart-Salmon Cuvée Nicolas-François Billecart 1998 Millésime zeigt ähnlich herrlich harmonische Reife. Chardonnay von der Côte de Blancs und zehn Prozent Pinot Noir aus der Montagne de Reims sowie eine leichte Dosage, die bei Billecart 10 Jahre lang in Holzfässern gelagert wird, bilden einen weichen, Brioche und Zitrus geprägten Wein.

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Es gab eine deutliche Lagerbildung bei den beiden letzten Jahrgangschampagnern. Da mochte der eine lieber Pinot Noir, die andere präferierte den Chardonnay. Außergewöhnliche Klasse kann man beiden Häusern bescheinigen. Das sind beides Weine, die in ihrer Klarheit und Tiefe auf wunderschöne Art die Einzigartigkeit der Champagne präsentieren – und nicht zuletzt einen gelungenen Schlusspunkt für den Abend gesetzt haben.

Champagne Silver Brut Grand Cru, André Clouet, Bouzy

02/Nov/09 15:10 kategorisiert in: Pinot Noir / Spätburgunder, Schaumwein, nach Rebsorten

Jean-François Clouet hält das Haus André Clouet – nicht zu verwechseln mit Paul Clouet – für eines der fünf besten Champagner-Häuser. Direkt nach Krug. Das ist alles Andere als bescheiden. Und setzt einen hohen Maßstab. Nun, ausgezeichnet sind die Champagner die hier erzeugt werden mit Sicherheit. Und erfolgreich ist er damit auch. Werbung macht er keine, er stellt keine Weine bei Wettbewerben an, er ist immer ausverkauft. Clouet versteht es, das Beste aus seinen Gran Cru-Weinbergen herauszuholen. 10 Hektar rund um Bouzy besitzt die Familie, für jede Parzelle gibt es eine eigene Expertise und jede Parzelle wird in einem eigenen Tank ausgebaut. Neben dem Ausbau im Edelstahl wird mittlerweile ein kleinerer Teil auch in Barriques ausgebaut.

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Beim Silver Brut erfolgt dies in gebrauchten Sauternes-Fässern von Doisy-Daene. Der Champagner ist ein 100%iger Pinot Noir, die Spezialität der Clouets die nur einen sehr geringen Teil Chardonnay anbauen der in kleinen Teilen in den Jahrgangschampagner fließt.

Der Silver Brut ist knochentrocken – ohne Dosage – intensiv und energiegeladen mit sehr viel Kraft und Geschmack nach mürbem Apfel und Nüssen. Die Lagerung in gebrauchten Sauternes-Barriques hat keine Holznote im Geschmack zur Folge, wohl aber eine gewisse Cremigkeit. Er wirkt reifer als er tatsächlich ist.

Das hier ist kein Getränk für's Plauderstündchen. Eher eines zum Wachwerden und man muss dieses Knochentrockene mögen. Dann aber wird man sehr glücklich. Zumal der Preis erstaunlich ist.

Champagne Silver Brut Grand Cru, André Clouet, ausgezeichnet, 29 Euro bei Lobenberg

Weingut Aufricht, Gelber Muskateller 2008, Spätburgunder Bernadette 2007, Baden

Kürzlich habe ich mich für einen Kurzbesuch am Bodensee aufgehalten, jenem See, an dem ich viele schöne Stunden meiner Kindheit verbracht habe. Meine Patentante hat dort gelebt über viele Jahre und dort habe ich häufiger Ferien gemacht.

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Ich weiß nicht mehr, wie oft ich durch die Weinberge gelaufen bin, von Stetten nach Meersburg, immer den See im Blick.

Was ich damals noch nicht wusste, war, dass ich durch die Weinberge der Familie Aufricht gelaufen bin. Die Meersburger Sängerhalde liegt genau auf meinem damaligen Weg.

Damals hatte ich das Gefühl, dass die Anwohner des Sees und auch die Gäste allerdings im Wesentlichen darauf erpicht waren, ei Viertele schlotze zu könne, ein Glas Weißherbst oder mal ’nen dünnen Spätburgunder oder Müller-Thurgau. Wirklichen Qualitätsweinbau habe ich später wahrgenommen, als ich über meine Tante Georg Hack kennenlernte, der in Meersburg eine, gerade für damalige Verhältnisse, außergewöhnlich gute und schön gestaltete Weinhandlung besaß und immer noch besitzt. Und auch die Weine des Staatsweingutes Meersburg schienen deutlich besser zu werden.

Mittlerweile gibt es eine Handvoll wirklich guter Winzer am See und mittlerweile gibt es guten Müller-Thurgau dort, beispielsweise von Josef Gierer am Sonnenbichl. Das hat mit dünner Plörre, wie ich sie aus den Achtzigern kenne, nichts mehr zu tun. Das Seegut Kress in Hagnau wäre noch zu nennen oder das Weingut Geiger.

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Eigentlich wollte ich aber zurück kommen zu den Aufrichts. Die haben vor einigen Jahren mit einem holzbetonten Spätburgunder namens Isabel für Furor gesorgt und tun dies mittlerweile mit ihren Weißweinen. Es gibt nicht wenige, die sich in der Szene auskennen,die Aufrichts Lilien-Sauvignon Blanc mit zum Besten zählen, was in Deutschland von dieser Rebsorte erzeugt wird. Ich schließe mich dem an.

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Was mich mich neben den exzellenten Grau- und Weißburgundern von 2008 allerdings am meisten beeindruckt hat, ist der Lilien-Riesling. Ich hatte nicht gedacht, dass man einen so klaren, mineralischen und tiefen Riesling am See erzeugen kann. Aber darauf komme ich noch zurück. Die Weine werden auf dieser Seite präsent bleiben; denn ich habe mit Manfred Aufricht beschlossen, dass ich seine Weine im Köln-Bonner Raum anbieten werde. Wer genau hinschaut, hat gemerkt, dass ich langsam, aber sicher einen Weinhandel aufbaue. Aber dazu mehr, wenn es ausgereift ist.

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Der Gelbe Muskateller und der halbtrockene Spätburgunder Bernadette jedenfalls sind die Weine, mit denen ich das Gut vorstellen möchte.

Sehr frisch mit einem knackigen Säuregerüst kommt der Gelbe Muskateller daher. Halbtrocken mit einer herrlich üppigen Frucht und Blütenduft, mit ein wenig Gewürz ist er sehr süffig, ohne bieder zu sein. Eine herrliche Mischung aus konzentrierten Aromen und Leichtigkeit. Ganz anders als die vielen schweren, schwer duftenden, relativ alkoholreichen Muskats, die ich aus Frankreich kenne. Fein!

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Die Bernadette gehört ebenso zu den Schmeichlern. Halbtrocken, süffig und leicht, dabei alles andere als dünn. Duft von Spätburgunder und Vanille mit ein wenig Holz. Moderate Säure und moderater Alkohol. Beides Weine, die ich auch unbedingt zu Kuchen empfehlen würde. Der Gelbe Muskateller zum Käsekuchen, die Bernadette zum Pflaumenkuchen.

Weingut Aufricht, Gelber Muskateller 2008, halbtrocken, Baden, sehr gut, 10,50 Euro bei originalverkorkt
Weingut Aufricht, Spätbrugunder Bernadette 2007, Baden, sehr gut, 10,50 Euro bei originalverkorkt
Fotos 2 und 3: © Weingut Aufricht

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