<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>originalverkorkt &#187; Weingüter</title>
	<atom:link href="http://www.originalverkorkt.de/kategorie/weingueter/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.originalverkorkt.de</link>
	<description>flüssige und überflüssige Eskapaden</description>
	<lastBuildDate>Thu, 26 Jan 2012 18:10:39 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1.3</generator>
		<item>
		<title>Blanc de Blancs Champagne: Teil 5 &#8211; Über Billecart-Salmon, Thienot, Taittinger und Laval</title>
		<link>http://www.originalverkorkt.de/2011/10/blanc-de-blancs-champagne-teil-5-uber-billecart-salmon-thienot-taittinger-und-laval/</link>
		<comments>http://www.originalverkorkt.de/2011/10/blanc-de-blancs-champagne-teil-5-uber-billecart-salmon-thienot-taittinger-und-laval/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 23 Oct 2011 09:55:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bioweine]]></category>
		<category><![CDATA[Chardonnay]]></category>
		<category><![CDATA[Schaumwein]]></category>
		<category><![CDATA[Weingüter]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss, Frankreich]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.originalverkorkt.de/?p=1907</guid>
		<description><![CDATA[Sie kommen spät, aber sie kommen, die großen Nummern in der Champagne. Im Gegensatz zu dem Output der großen Häuser und Genossenschaften umfasst das, von dem ich bisher gesprochen habe, also die Weine der Winzer, ein Promille. Nicht in der Qualität, aber in der Produktion.



In der Champagne gibt es übrigens sehr unterschiedlichen Typen zugelassener ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie kommen spät, aber sie kommen, die großen Nummern in der Champagne. Im Gegensatz zu dem Output der großen Häuser und Genossenschaften umfasst das, von dem ich bisher gesprochen habe, also die Weine der Winzer, ein Promille. Nicht in der Qualität, aber in der Produktion.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/10/billecart_thienot.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1912" title="billecart_thienot" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/10/billecart_thienot.jpg" alt="" width="590" height="341" /></a></p>
<p>In der Champagne gibt es übrigens sehr unterschiedlichen Typen zugelassener Winzer. Die, die wir bisher kennengelernt haben, sind die RMs und die NMs. Die <em>Récoltants-Manipulants</em> produzieren Champagner lediglich aus eigenen Trauben. Das ist die absolute Minderheit. Viele Winzer, auch kleine, kaufen Traubenmaterial dazu, nicht zuletzt deshalb, weil es ihnen nicht möglich ist, zusätzliches Land zu erwerben. Diese nennt man dann <em>Négociant-Manipulant</em>, Winzer, die gleichzeitig auch mit Traubenmaterial handeln dürfen. Hinzu kommen die CMs, die <em>Coopérative-Manipulante</em>, Genossenschaften, die Champagner erzeugen. <em>Nicolas Feuilatte</em> beispielsweise ist der Handelsname einer Genossenschaft, er suggeriert einen einzelnen Winzer, dahinter stehen jedoch Hunderte. Bleibt noch die MA, die <em>Marque d’Acheteur</em>, die Handelsmarke. Die Abkürzung steht dann beispielsweise auf einer Flasche <em>Veuve Monsigny</em>.</p>
<p>Die vorletzte Begegnung des Abends hatten die Häuser <em>Billecart-Salmon</em> und <em>Alain Thienot</em>. <em>Billecart-Salmon</em> gehört zum gestandenen Adel der Region, distinguiert, zurückhaltend, qualitätsorientiert, gediegen. <em>Alain Thienot</em> ist Selfmade-Man, hat in den achtziger Jahren ziemlich viel Land in der Champagne gekauft, selbst von <em>Krug</em>, mittlerweile hat er auch einiges im Bordeaux erworben. So ungleich die Winzer, so ungleich sind auch die Champagner. Die einzige Gemeinsamkeit ist auch hier wieder die Rebsorte. Billecart-Salmons <em>Millèsime Brut</em> stammt aus dem Jahr 1998 und stammt aus ganz verschiedenen Lagen der Côte de Blancs, der <em>La Vigne aux Gamins</em> stammt aus einer Einzellage in Avize aus dem Jahr 1999.</p>
<p><strong>Blanc de Blancs Brut 1998, Billecart-Salmon</strong><br />
Die Familie der <em><a href="http://www.champagne-billecart.fr/" target="_blank">Billecart</a></em> lebt seit dem 16. Jahrhundert in Mareuil-sur-Aÿ . Das Champagnerhaus wurde 1818 gegründet und befindet sich immer noch im mehrheitlichen Besitz der Familie. Es ist ein Produkt der Heirat zwischen <em>Nicolas François Billecart</em> und <em>Elisabeth Salmon</em>, die einen nicht unbeträchtlichen Besitz in Chouilly, in der Côte des Blancs, beigesteuert hat. <em>Billecart</em> besitzt 15 Hektar, sieben in Damery, Marne, vier an der Côte de Blancs, und zwar in Chouilly, Avize und Le Mesnil, sowie vier Hektar in Aÿ und Mareuil-sur-Aÿ. 50 weitere Hektar sind gepachtet, dazu Trauben von 100 weiteren Hektar hinzugekauft. Die Familie besitzt vier Presshäuser in Mareuil-sur-Aÿ, Mailly, Le Mesnil-sur-Oger und Damery.</p>
<p>Im Gegensatz zu den meisten Winzerchampagnern ist es bei den größeren Produzenten üblich, relativ früh zu ernten, der Alkoholgehalt liegt üblicherweise bei 10%. In den so genannten Häusern, den klassischen Champagner-Produzenten, wird viel mehr im Keller gemacht als bei den Winzern. Gilt dort eher das Prinzip, aus einer Lage und einem Jahrgang das Beste herauszuholen und schon viel mehr dafür im Weinberg zu unternehmen, können und wollen sich die großen Häuser Jahrgangsschwankungen bei den meisten Weinen gar nicht leisten. Der Kunde möchte dies nicht. Und die Tradition ist eindeutig. Wer Champagner eines renommierten Hauses kauft, möchte eine gleichbleibende, nicht allzu schwankende Qualität. Die Jahrgangschampagner werden dementsprechend nur in den guten Jahrgängen produziert und allein sie bringen eine gewisse Individualität, auch wenn diese begrenzt bleibt. Das hat alles sein Für und Wider und spricht auch keineswegs gegen die vorhandene Qualität eines Stils. Für mich gehören <em>Krugs</em> Champagner beispielsweise zum Besten, was ich kenne – auch und gerade wegen des gleichbleibenden Stils. Nur ist der Ansatz eben ein anderer.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/10/billecart.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1909" title="billecart" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/10/billecart.jpg" alt="" width="590" height="262" /></a>©:Billecart-Salmon</h6>
<p>Seit 2001 gibt es, um auf <em>Billecart-Salmon</em> zurückzukommen, eine ultramoderne Kellerei in Mareuil. Das Haus ist bekannt für eine doppelte Klärung, speziell bei der zweiten wird der Most abgekühlt auf unter 5 Grad, wobei die Trubstoffe ausflocken, dann wird der Most auf bis 15 Grad langsam erwärmt und es beginnt die Gärung. Das alles passiert ohne Enzyme, Filterung oder Zentrifugen. Die Gärung verläuft über 5 Wochen, danach bleibt der Wein auf den Trubstoffen für ca. 5 Monate mit zweiwöchiger Battonage.</p>
<p>Der Wein selber war ganz ausgezeichnet. Ich glaube, er hat es hinter den so individuellen Persönlichkeiten der Winzer-Champagner etwas schwer gehabt, da er seidiger ist, feiner, eleganter, ja aristokratischer. Aber was für ein ausgezeichneter Blanc de Blancs: Reich an Frucht und rassig, mit süßem Brot, eine Verbindung aus Brioche und Shortbread. Neben der Frucht findet sich deutliche Mineralik und eine feine Säure. Dabei ist der Wein crémig und reif mit einem langen Abgang.</p>
<p><strong>La Vigne aux Gamins 1999, Brut Blanc de Blancs, Champagne Thienot</strong><br />
Die Familie <em><a href="http://www.thienot.com/#/fr/page/index" target="_blank">Thienot</a> </em>gehört zu den Aufsteigern in der Champagner-Szene. Vom ganzen Habitus und der Größe, die sie erreicht hat, aber auch vom Selbstverständnis her und von der Ausrichtung der Marken gehört sie mit zum vorderen Feld in der Champagne. Die Familie besitzt über 30 Hektar guter und sehr guter Lagen und ein Kleinod, einen alten Weinberg in Avize, eine mit Chardonnay bestockte Grand Cru Lage. Diese wird unter dem Namen <em>La Vigne aux Gamins</em> seit dem Jahrgang 1996 als Einzellage ausgebaut. Der deutsche Importeur bewirbt den Wein mit folgender Aussage: <em>die Clos des Mesnil von Selosse und Krug spielen nicht in einer anderen Liga</em>. Ich muss sagen, ich fand das ein wenig hochgegriffen. Eigentlich hat dieser Champagner bei uns keinen wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen. Er hatte nicht den ausgleichenden Charakter der <em>Billecarts</em> und <em>Taittingers</em> und auch nicht den eigenen, kompromisslosen der formidablen Winzer. Zudem wirkte er trotz Dekantierens ziemlich verschlossen. Trotzdem, da ist viel Substanz, viel prägnante Säure, Kraft und auch Balance und man sollte ihm nicht Unrecht tun, er braucht wohl noch mehr Zeit.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/10/laval_taittinger.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1913" title="laval_taittinger" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/10/laval_taittinger.jpg" alt="" width="590" height="370" /></a></p>
<p><strong>Les Chênes 2004, Cumières Premier Cru Brut Nature, Georges Laval<br />
</strong>Wie bei <em>Dufour</em> kann man auch die <em><a href="http://www.georgeslaval.com/pages/home2.php" target="_blank">Lavals</a></em> lange suchen, bevor man sie findet. Es gibt lediglich ein kleines Klingelschild. Trotz des Understatements findet man hier eine der feinsten und ungewöhnlichsten Adressen in der Champagne. Das wissen die <em>Lavals</em> und entsprechend sind auch die Preise. Der Einstiegswein beginnt in Deutschland bei knapp € 50 und die Linie endet bei knapp unter € 200 Euro. Das ist schon ein Wort, und es ist ungewöhnlich für Winzer, solche Preise zu nehmen, die höher liegen als manche Prestigecuvée berühmter Häuser, doch die Preispolitik scheint zu funktionieren.</p>
<p>Die <em>Lavals</em> bauen seit 4 Generationen Wein an, <em>Georges Laval</em> begann mit eigener Abfüllung 1971, der Sohn <em>Vincent</em> arbeitet seit 1991 mit und ist seit 1996 für den Keller verantwortlich. Die <em>Lavals</em> besitzen lediglich 2,5 Hektar inklusive einem halben Hektar Meunier in Chambrecy, dessen Ertrag an den Nego verkauft wird. Die restlichen zwei Hektar liegen alle in Grand Cru Lagen in Cumières und sind 30 bis 70 Jahre alt. Biologisch-organisch wird schon seit 1971 gearbeitet, womit die Lavals zu den ersten Winzern gehören, die gänzlich auf Chemie im Weinberg verzichtet haben. Die Trauben werden in traditionellen Conquard-Pressen gepresst, und zwar in den kleinen für 2.000 Kilo. Bei <em>Laval</em> wird sehr reif gelesen – der Blanc de Blancs beispielsweise bei 11,5% Alkohol, das merkt man den Weinen immer an. Hinzu kommt der Verzicht auf Chaptalisation, dafür gibt es Spontanvergärung, keine Schönung, keine Filtration, keine Stabilisierung und ein minimaler Einsatz von Schwefel, der immer unter 20 mg bleibt.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/10/laval.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1910" title="laval" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/10/laval.jpg" alt="" width="590" height="263" /></a>Vincent Laval | Foto links ©: <a href="http://madwine.blogspot.com/" target="_blank">Thomas Iversen</a>, Mad about Wine,  Foto rechts ©:Familie Laval</h6>
<p>Wir haben es hier mit dem <em>Blanc de Blancs Les Chênes,</em> also im besten Sinne mit einem Naturprodukt zu tun, von einem Winzer mit Minimalertrag – 1.776 Flaschen wurden abgefüllt, dazu 10(!) Magnums. Irgendwer sagte mal, dass <em>Laval</em> sehr guten Burgunder mit Bläschen herstellen würde, und ich finde, dass das eine gute Beschreibung ist. Der Champagner ist sehr burgundisch weinig und dafür aber wenig Champagner, viel weniger als beispielsweise <em>La Bolorée</em>. Und wenn <em>Cedric Bouchard</em> weniger Druck auf den Flaschen hat als üblich, würde es mich bei <em>Laval</em> nicht wundern, wenn das bei ihm genauso wäre. Der Champagner ist außerdem sehr reif, aber nicht überreif, deutlich mineralisch und kalkig – kein Wunder, das Terrain ist reiner Kreidekalk mit einer geringen Auflage von 40 cm. In der Nase finden sich Maracuja und Zitronen, Honig und Brotteig, am Gaumen explodiert die Maracuja geradezu, dazu kommen Mango und Limette sowie Steinobst. Auch hier Kalk, Mineralität, gute Säure, alles sehr dicht und noch gar nicht richtig offen. Der Wein ist, wie viele an diesem Abend, einfach noch zu jung, aber das ist nicht wirklich schlimm. Er ist jetzt schon ausgezeichnet, die Maracuja vielleicht im Moment noch zu vordergründig, es fehlt ein wenig die Balance und Feinheit, aber bitte, geben wir auch ihm noch Zeit, dann wird das ein ganz großer Wein, das finde ich hier viel deutlicher als beim <em>Vigne aux Gamins</em>.</p>
<p><strong>Comtes de Champagne 2000, Blanc de Blancs, Taittinger</strong><br />
Fein, subtil, elegant und voll ist der<em> Comtes de Champagne</em> von <em><a href="http://www.taittinger.fr/" target="_blank">Taittinger</a></em> und auch bei einer verdeckten Verkostung wäre deutlich geworden, dass wir es hier mit einem Spitzenprodukt aus großem Haus zu tun haben. Zu deutlich ist der Unterschied zum Stil der Lavals, Bouchards oder Bérèches. Er repräsentiert den Stil des Hauses <em>Taittinger</em>, bei dem Eleganz über Fülle und Expressivität steht, sehr gut und ich denke, es ist kein Zufall, dass ausgerechnet ein <em>Blanc de Blancs</em> als Préstigecuvée diesen Stil in seiner reinsten Form wiedergibt. Der Wein stammt aus den besten Lagen der Côte de Blancs, vornehmlich aus Avize, Le Mesnil, Oger, Chouilly und Cramant. Mittlerweile wird dem Jahrgang eine kleine Menge Resèrvewein hinzugefügt, der aus dem Holzfass stammt. Der 2000er gehört nicht zu den größten Jahrgängen und ist nicht so eindrücklich wie beispielsweise der <em>1996er Comtes de Champagne</em>, wirkte aber durchaus elegant und schon ziemlich offen, mit einer ausgezeichneten Balance und Länge. Das macht schon sehr viel Spaß.</p>
<p><em>Taittinger</em> wurde übrigens 1734 von <em>Jacques Fourneaux</em> gegründet und 1930 von den <em>Taittingers</em> erworben. 1942 wurde das Haus am Place Saint-Niçaise in Reims etabliert, auf den Grundmauern einer alten Abtei und deren Kreidegängen, die teils ins 4. Jh zurückdatieren. Die Gebrüder François und Claude haben sich viel Reputation erworben, nachdem sie ihren bei einem Autounfall gestorbenen Vater sehr früh in der Leitung ersetzen mussten. Heute trägt <em>Pierre-Emmanuel Taittinger</em> die Verantwortung. Das Haus gehörte längere Zeit zur Gruppe <em>Société du Louvre</em>, die 2005 von einer Kapitalgesellschaft gekauft wurde. Da diese mehr Interesse an anderen Teilen des Konglomerats hatte, konnten <em>Taittingers</em> das Haus zurückkaufen. Ich selber habe bei der Auswahl der Weine bewusst <em>Taittinger</em> und <em>Billecart-Salmon</em> genommen. Dabei war für mich nicht nur die Qualität entscheidend, sondern auch der Umstand, dass sich die Güter in Familienbesitz befinden und nicht zu einem Großkonzern gehören.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/10/flaschen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1911" title="flaschen" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/10/flaschen.jpg" alt="" width="590" height="286" /></a> Foto ©: CIVC</h6>
<p>Wenn ich den Blanc de Blancs-Abend Revue passieren lasse, kann man kaum darüber streiten, dass die Champagner der Winzer individueller, charakteristischer, klarer, präziser waren und letztlich im Ganzen mehr Persönlichkeit aufwiesen als die der größeren Hersteller. <em>Billecart</em> und <em>Taittinger</em> dagegen trumpfen mit ihrer Balance, der Finesse, Elegance und ihrer Breite. Ich persönlich hätte mich, wenn ich die Weine in eine Ordnung hätte bringen sollen, an diesem Abend vor allem anderen für <em>Léclaparts L’Apôtre</em> und <em>Cédric Bouchards La Bolorée</em> entschieden, dicht gefolgt von Taittinger und Laval. Doch untern Strich ist das nicht entscheidend. Wichtiger war es, zu sehen, welch enorme Bandbreite bei qualitativer Dichte an diesem Abend vorhanden war. Ich erinnere mich gerne an die Brillianz von <em>Bérèche</em> und <em>Larmandier-Bernier</em>, die Fülle von <em>de Sousa</em> im unteren Preisbereich. Der Abend war entsprechend schon beeindruckend, bevor die richtigen Highlights kamen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1907&amp;md5=50c6b7e2b297d74c7fa808ea999bda88" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.originalverkorkt.de/2011/10/blanc-de-blancs-champagne-teil-5-uber-billecart-salmon-thienot-taittinger-und-laval/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Blanc de Blancs Champagne: Teil 4 &#8211; Cedric Bouchards Roses de Jeanne und der Weißburgunder</title>
		<link>http://www.originalverkorkt.de/2011/09/blanc-de-blancs-champagne-teil-4-cedric-bouchards-roses-de-jeanne-und-der-weisburgunder/</link>
		<comments>http://www.originalverkorkt.de/2011/09/blanc-de-blancs-champagne-teil-4-cedric-bouchards-roses-de-jeanne-und-der-weisburgunder/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 16:42:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bioweine]]></category>
		<category><![CDATA[Schaumwein]]></category>
		<category><![CDATA[Weingüter]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss, Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Weissburgunder / Pinot Blanc]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.originalverkorkt.de/?p=1903</guid>
		<description><![CDATA[Bevor ich zum letzten Teil der Serie über Blanc de Blancs Champagner komme, wo sich der renommierte Kleinwinzer Vincent Laval mit Billecart-Salmon, André Thinault und dem Comte de Champagne misst, möchte ich gerne einen Champagner vorstellen, der so ungewöhnlich wie selten ist. In Wahrheit hätte ich gerne zwei aus Pinot Blanc gekelterte Champagner vorgestellt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor ich zum letzten Teil der Serie über Blanc de Blancs Champagner komme, wo sich der renommierte Kleinwinzer Vincent Laval mit Billecart-Salmon, André Thinault und dem Comte de Champagne misst, möchte ich gerne einen Champagner vorstellen, der so ungewöhnlich wie selten ist. In Wahrheit hätte ich gerne zwei aus Pinot Blanc gekelterte Champagner vorgestellt doch der 1999er Ligne 79 von Champagne Charles Dufour hatte leider Kork. Bleibtalso ein Wein, der für mich persönlich der Star des Abends war. Wenn ich den Geschmack dieses Champagners jetzt, während ich schreibe, erinnere, frage ich mich, warum sich nicht mehr Winzer trauen, das Potential und den Charakter des Weißburgunders für ihre Zwecke zu nutzen. Wenn es gut gemacht, und bei Bouchard ist es gut gemacht, hat man einen charakterstarken Individualisten im Glas, einen mit Tiefe, mit Eleganz, mit Länge und mit Stoff. Doch ausser den beiden Winzern kenne ich momentan keinen Winzer in der gesamten Champagne, der einen reinsortigen Weißburgunder Blanc de Blancs keltern würde.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/08/la_boloree.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1873" title="la_boloree" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/08/la_boloree.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a></p>
<p>Die vier kleinen Rebsorten, die neben Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier erlaubt sind führen in der Champagne wahrhaft ein Schattendasein. Arbane, Petit Meslier, Pinot Gris und Pinot Blanc, denn um die handelt es sich, werden auf gerade einmal 90 Hektar kultiviert. Das ist bei einer Gesamtfläche von über 33.000 Hektar so gut wie nichts. <em>Arbane</em> und <em>Petit Meslier</em> sind wirkliche Exoten, uralte, französische, etwas divenhafte, spätreifende Rebsorten, die nur noch aus Traditiongründen angebaut werden und meist in kleinen Mengen anonym in den Wein wandern. Lediglich von <em>Olivier Horiot</em> aus Les Riceys weiss ich, dass er in seinem <em>5 Senses</em> neben den drei Hauptrebsorten auch Pinot Blanc und Arbane erwähnt.</p>
<p>Bei <em>Cédric Bouchard </em>war es mehr Zufall als Leidenschaft für den Pinot Blanc, der ihn dazu geführt hat, diesen reinsortig auszubauen denn er hat vor einigen Jahren eine Parzelle Land kaufen können die mit Pinot Blanc, mit altem Pinot Blanc bestockt war, wie er erst nach dem Kauf herausgefunden hat. Bouchard selber verfügt lediglich über knapp einen Hektar eigener Weinberge, die sein Vater ihm gegeben hat. Hinzu kommen ein paar Hektar, die er bis 2015 pachten konnte. In der Champagne ist es so schwierig, Land zu kaufen, dass häufig das Los entscheidet. So war es auch bei der 0,2107 ha Parzelle <em>La Bolorée</em>. Es gab mehrere Interessenten und <em>Bouchard</em> hatte das Glück, dass das Los auf ihn viel. Als er das erste Mal auf den Land durfte &#8211; er hatte das Stück auf gut Glück erworben &#8211; fand er neben der Tatsache, das er alte Pinot Blanc-Stöcke trug heraus, das er nun seine erste Parzelle mit Kreideunterlage zu seinem Besitz zählen durfte. Bisher hatte er lediglich Argilo-Calcaire, und nun also auch die Möglichkeit, ein neues Individuum mit aufzunehmen.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/09/cedric_bouchard.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1904" title="cedric_bouchard" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/09/cedric_bouchard.jpg" alt="" width="590" height="310" /></a>Cédric Bouchard und seine Tanks | Fotos  ©: <a href="http://madwine.blogspot.com/" target="_blank">Thomas Iversen</a>, Mad about Wine</h6>
<p><em>Cédric Bouchard</em> gehört zu den großen Individualisten der Champagne, ähnlich wie <em>Selosse</em>, <em>Prévost</em>, <em>Leclapart</em> oder <em>Lassaigne</em> und doch wieder ganz anders. Er mag eigentlich gar nicht so gerne Champagner, er mag die Bläschen nicht. Deshalb reduziert er den Druck von üblichen 6 bar auf 4.5 bar. Er mag auch, im Gegensatz zu <em>Selosse</em> und Schülern, kein Holz. Alles, was er produziert, macht er im Edelstahl. Holz, so <a href="http://madwine.blogspot.com/2011/05/cedric-bouchard-champagne-shaken-and.html" target="_blank">sagt</a> er, fügt etwas hinzu, was eigentlich nicht da ist. Das mag er nicht, also lässt er es. Seine Weine entstammen immer einer Rebsorte, einer Lage, einem Jahrgang. Es wird nicht chaptalisiert, nicht gefiltert, nicht geschönt, nicht dosiert. Einzig ein wenig Schwefel als Stabilisator kommt hinzu. Dafür hat er noch keinen Ersatz gefunden. Ansonsten sind diese Weine absolut pur.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/09/roses.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1905" title="roses" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/09/roses.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a></p>
<p>Was unterm Strich nach 38 Monaten Hefelager herauskommt sind um die 900 Flaschen voll purer Energie. Für eine Probe ist der Wein tendenziell schwierig. Er ist noch zu jung, er braucht Luft, er entwickelt sich über Stunden. Es ist ein großer Wein. Und wie bei großen Burgundern gibt man ihnen Jahre, bis man sie öffnet, und Stunden, in denen man sich mit ihnen beschäftigt. Das alles haben wir nicht getan, auch wenn ich frühzeitig geöffnet und dekantiert habe. Trotzdem war für mich die Größe dieses Champagners klar zu schmecken. Ein duftiger und leicht fruchtiger Wein, mineralisch, dicht, leicht würzig, etwas feuersteinig, mit einem Hauch von Heu und Tee in der Nase. Am Gaumen ein Wechselspiel von kreidiger Mineralität, ja nasser Kreide, Aromen von exotischen Früchten (Mango), reifen Grapefruit, Limettenschalen, etwas Honig, etwas Ingwer sogar. Der reduzierte Druck reicht völlig aus, um den Champagner Champagner sein zu lassen. Der Rest ist gar nicht klar zu vergleichen. <em>La Bolorée </em>steht einfach für sich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1903&amp;md5=0138bc1715ece8c6946087575575ee6b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.originalverkorkt.de/2011/09/blanc-de-blancs-champagne-teil-4-cedric-bouchards-roses-de-jeanne-und-der-weisburgunder/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Blanc de Blancs Champagne: Teil 3 &#8211; Über Léclapart, Diebolt-Vallois, Lassaigne und Tarlant</title>
		<link>http://www.originalverkorkt.de/2011/09/blanc-de-blancs-champagne-teil-3-leclapart-diebolt-vallois-lassaigne-und-tarlant/</link>
		<comments>http://www.originalverkorkt.de/2011/09/blanc-de-blancs-champagne-teil-3-leclapart-diebolt-vallois-lassaigne-und-tarlant/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 16:38:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bioweine]]></category>
		<category><![CDATA[Chardonnay]]></category>
		<category><![CDATA[Schaumwein]]></category>
		<category><![CDATA[Weine im eigenen Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Weingüter]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss, Frankreich]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.originalverkorkt.de/?p=1893</guid>
		<description><![CDATA[l’Apôtre (2004) Blanc de Blancs Extra-Brut Premier Cru, David Léclapart
Den Einstieg in den dritten Flight des Abends machte der 2004er L'Apôtre von David Léclapart. Léclapart dürfte unbestritten zu den großen Winzertalenten der Champagne zählen. Sein Stern ist noch jung, erst wenige Jahrgänge sind abgefüllt, doch die Freunde seines zutiefst individualistischen Champagners reißen ihm die ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>l’Apôtre (2004) Blanc de Blancs Extra-Brut Premier Cru, David Léclapart</strong><br />
Den Einstieg in den dritten Flight des Abends machte der 2004er <em>L&#039;Apôtre</em> von <em>David Léclapart</em>. <em>Léclapart</em> dürfte unbestritten zu den großen Winzertalenten der Champagne zählen. Sein Stern ist noch jung, erst wenige Jahrgänge sind abgefüllt, doch die Freunde seines zutiefst individualistischen Champagners reißen ihm die Ware praktisch aus den Händen und die ist begrenzt, denn <em>Léclapart</em> besitzt lediglich 3 Hektar Weinberge in Trépail, aufgeteilt in 22 Parzellen. Obwohl seine Familie schon seit einigen Generationen Wein kultiviert, ist er der erste, der den Wein unter eigenem Namen produziert. Dabei geht er einen kompromisslosen Weg, der möglich wurde, nachdem sein Vater im Jahr 1996 starb und seine Mutter ihn fragte, ob er den Betrieb übernehmen würde. Er wollte, jedoch nur unter der Vorraussetzung, dass er den Betrieb biodynamisch bewirtschaften könne.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/09/leclapart_diebolt_lassaigne_tarlant.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1894" title="leclapart_diebolt_lassaigne_tarlant" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/09/leclapart_diebolt_lassaigne_tarlant.jpg" alt="" width="590" height="402" /></a></p>
<p>Erst 1999 dann kam sein erster Jahrgang heraus. Zwei Ernten hatte er noch verkauft, der 1998er Jahrgang wurde vom Kontrollgremium nicht als Champagner akzeptiert und musste verspritet werden. Kein leichter Anfang also. Und doch hat es sich gelohnt &#8211; auch wenn er zugibt, dass die Umstellung auf Biodynamie in einer, was das Wetter angeht, sehr schwierigen Region, nicht gerade einfach ist. Der Regen, Fäulnis, Pilze… all das ohne Chemie in den Griff zu kriegen funktioniert nur mit zunehmender Erfahrung.</p>
<p><em>Léclaparts</em> erster etikettierter Jahrgang brachte dann die erhoffte Aufmerksamkeit und Zuspruch. Seitdem geht es steil bergauf für den eher zurückhaltenden Winzer. Seine Weine stammen alle ausschließlich aus einem Jahrgang, er nutzt keinerlei Reserveweine. Entsprechend individuell sind die Champagner, und bilden jeweils sehr klar die Qualität der einzelnen Jahrgänge ab. So musste in den schwierigen Jahren 2001 und 2007 sogar chaptalisiert werden, was normalerweise nicht passiert. Seine Weine werden, wie üblich für Biodynamiker, mit eigenen Hefen vergoren, der l’Apôtre wandert dann in gebrauchte Fässer der berühmten <em>Domaine Anne Leflaive</em> aus dem Burgund. der biologische Säureabbau, also die Umwandlung von Apfel in Milchsäure wird bei ihm immer durchgeführt, nicht zuletzt, so sagte er, um den Wein stabiler zu machen und so wenig Schwefel wie möglich einzusetzen. <em>Léclapart</em> produziert ausschließlich Non Dosé, was nur funktioniert, ich habe es schon angesprochen, wenn die Trauben zum optimalen Reifezeitpunkt gelesen werden, vor allem nicht zu früh.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/09/leclapart.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1895" title="leclapart" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/09/leclapart.jpg" alt="" width="590" height="320" /></a></p>
<h6>David Léclapart | Foto links ©: <a href="http://madwine.blogspot.com/" target="_blank">Thomas Iversen</a>, Mad about Wine, Foto rechts: Christoph Raffelt</h6>
<p>Neben einem kraftvollen Rosé, dessen Pinot Noir Reben, nachdem sie entrappt wurden für 24 bis 72 Stunden in alten offenen Holzbottichen gären und alle paar Stunden noch mit den Füßen durchgetreten werden, finden sich die Blanc de Blancs<em> l&#039;Amateur</em>, <em>l&#039;Artiste </em>und <em>l&#039;Apôtre</em>, die Spitzencuvée. Da diese mit gerade einmal sieben Jahre noch relativ jung ist, habe ich sie deutlich vorher geöffnet und kurz vor dem Einschenken karaffiert. Für die meisten der Runde war ziemlich schnell klar, dass dies der beste Champagner des Abends war. Auch wenn dieser Wein noch jung ist, fasziniert er ungemein. Das ist pures, finessenreiches, Terroir. Es ist das Beste aus der Einzellage <em>La Pierre St. Martin</em> in Trépail, die Trauben stammen von 65 Jahre alten Rebstöcken, der Wein wurde, wie gesagt, ohne Dosage abgefüllt und in 2006 degorgiert.</p>
<p>Eigentlich ist es eine Schande, den Wein so früh zu trinken, doch um eine Ahnung von der Qualität seiner Weine zu gewinnen, ist es der richtige Jahrgang &#8211; abgesehen davon, dass er ja noch nicht allzu viele gibt und die älteren nicht verfügbar sind. Der 2004er birgt ungemein viel Entwicklungspotential. er ist, nach längerer Öffnung, aber jetzt schon zugänglich und macht richtig, richtig viel Spaß. Da ist so viel pure Energie drin, so viel Mineralität, verbunden mit einem komplexen Wechselspiel von Zitrus, Limone und Orange, Apfel und frischer Aprikose, Kreide und Hefe, da ist so viel Intensität und Konzentration, Finesse und Länge, es ist absolut faszinierend. Der Champagner wurde meiner Meinung nach nur von <em>Cédric Bouchards La Bolorée</em> als bester Champagner des Abends in Frage gestellt.</p>
<p><strong>La Fleur du Passion 2004 Brut, Diebolt-Vallois</strong><br />
Im Gegensatz zu <em>Léclapart</em> ist <em>Jacques Diebolt</em> schon ein alter Hase, ein sehr respektierter muss man sagen. Auch wenn seine Champagner in Deutschland nicht sonderlich bekannt sind &#8211; in Frankreich oder Skandinavien fehlen sie auf kaum einer guten Weinkarte. Interessanter Weise allerdings stehen sie nicht auf der Weinkarte des NOMA, dort werden eher die jungen Wilden getrunken, die Biodynamiker, die noch Unangepassteren und wenn ich auf die Liste des Abends schaue, decken wir damit gut 2/3 der Champagnerkarte vom NOMA ab: Bérèche, Lassaigne, Laval, Tarlant, Bouchard, Larmandier-Bernier und Léclapart. Prévost hätte ich gerne dabei gehabt, allein, er macht nur Pinot Meuner und Vouette &amp; Sorbée habe ich nicht mehr bekommen.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/09/diebolt.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1896" title="diebolt" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/09/diebolt.jpg" alt="" width="590" height="381" /></a></p>
<h6>Vater und Tochter Diebolt-Vallois | Foto links ©: <a href="http://madwine.blogspot.com/" target="_blank">Thomas Iversen</a>, Mad about Wine</h6>
<p>Doch zurück zu<em> Jacques Diebolt</em>. Die Diebolts und Vallois, seit 1960 vermählt, besitzen 10 Hektar bester Lagen in Cramant sowie einige Parzellen in umliegenden Gemarkungen &#8211; allein das ist schon eine exzellente Grundlage für aussergewöhnlichen Stoff. Auch wenn <em>Jacques</em> nicht zertifiziert biologisch arbeitet, so ist er doch einer, der ganz überlegt und bewusst nicht nur seinen Wingert pflegt sondern ebenso im Keller arbeitet, dabei ist dieser Altmeister ein ganz bescheidener und zurückhaltender Mann, der stets hinter sein Werk zurücktritt. Wenn man langjährig Erfahrene spricht, so gibt es die einhellige Meinung, dass seine Champagner im Laufe der Zeit immer besser und charaktervoller geworden sind. Erfahrung dürfte der Grund dafür sein, doch ebenso die Offenheit, Dinge zu verändern. So ist er dazu übergegangen immer mehr Holzfuder einzusetzen, statt die üblichen Edelstahl- und Emailletanks zu verwenden.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/09/chamaogne_herbst.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1897" title="chamaogne_herbst" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/09/chamaogne_herbst.jpg" alt="" width="590" height="316" /></a></p>
<h6>Foto ©:  CIVC</h6>
<p>Noch einen Schritt weiter geht <em>Diebolt</em> mit der Kreation des <em>Fleur du Passion</em>, was man einerseits mit Passionsblume übersetzen kann, andererseits aber auch als Ausdruck seiner Passion. Der Wein, der seit 1995 in den besten Jahren vinifiziert wird, erfährt einen Ausbau in Barriques. Das Traubenmaterial, wen wundert’s, stammt aus den besten Parzellen Cramants und ausschließlich von Stöcken, die älter sind als 50 Jahre. Der Wein wird, so wie bei dem direkten Vergleichschampagner von <em>Léclapart</em>, weder gefiltert noch geschönt oder stabilisiert &#8211; allerdings erfährt er auch keine malolaktische Gärung. Entsprechend ist dieser Champagner säurebetonter als sein Direkter Kounterpart, der <em>l’Apôtre</em>. Während dieser mit frühzeitigem Öffnen und Dekantieren durchaus offen und zugänglich ist, bleibt der <em>Fleur du Passion</em> reserviert, säurebetonter und unzugänglicher. Er fällt ab, das alles wirkt ein bisschen wie Kindermord. Der Champagner ist zu jung und das ist schade. Wenn ich <em>Peter Liem</em> lese, einen der wichtigsten Champagnerkritiker momentan, so sagt er, dass sich momentan gerade mal der erste Jahrgang, der 1995er und dann auch der allgemein zugänglichere 1999er so weit geöffnet hat, dass man ihn ohne schlechtes Gewissen trinken mag. Finger weg also von diesem großen Stoff, wenn man keine Enttäuschung erleben will.</p>
<p><strong>Blanc de Blancs Millésime 2004 Brut Nature, Jacques Lassaigne</strong><br />
Der nächste Champagner des Abends stammt aus einem Teil der Champagne, den wahrscheinlich so gut wie niemand kennen würde, gäbe es nicht <em><a href="http://www.montgueux.com/" target="_blank">Emmanuel Lassaigne</a></em> und seine Champagner aus Montgueux. Diese Unterappellation hat erst spät in den 60ern ihren Status erhalten und liegt ausserhalb der Kernzonen der Champagne, unweit von Troyes, sozusagen im Niemandsland. Der Ort hat allein deshalb das Recht, Champagner herzustellen weil es dort einen massiven Kreidefelsen gibt, der aus der Landschaft herausragt. An den Hängen dieses Felsens wächst feinster Stoff. Davon zeugt jedenfalls die Flasche Millésime 2004. <em>Lassaignes</em> 4 Hektar befinden sich ausschließlich an der Ostseite dieses kreidigen Hügels. Die Rebstöcke stammen teils aus der Zeit, als die Appellation gegründet wurde, sie sind also um die 45 Jahre alt, teils sind sie jünger, so um die 25 Jahre. Weil <em>Lassaigne</em> gerne noch ein wenig Traubenmaterial von der Südseite von Montreux verarbeiten wollte, hat er sich als Négociant-Manipulant registriert. Er darf also Trauben dazu kaufen, was auch bei kleinen Winzern nicht ungewöhnlich ist, denn direkt ganze Parzellen zu kaufen ist nur ganz selten möglich, zu rar sind die Filetstücke und zu teuer.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/09/lassaigne.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1898" title="lassaigne" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/09/lassaigne.jpg" alt="" width="590" height="416" /></a></p>
<p>Um den Überblick über seine verschiedenen Parzellen zu behalten nutzt <em>Lassaigne</em> eine eigene klassische Conquard-Vertikalpresse, die Parzellen werden immer einzeln ausgebaut. Dabei verwendet <em>Emmanuel</em> fast ausschließlich indigene Hefen, schönt leicht, filtert jedoch nicht.</p>
<p>Der Jahrgangschampagner stammt aus drei verschiedenen Parzellen, wobei die Parzelle <em>La Grande Côte</em> in der Senke des Berges liegt, die ältesten Rebstöcke beherbergt und den dichtesten und vom Geschmack her tropischsten Wein hervorbringt. Damit der Champagner nachher nicht zu fett wird, gehen höchstens 25% in die Cuvée. Mehr Rasse haben die von sehr kreidigen Böden stammenden Weine aus den Parzellen <em>Les Paluets</em> und <em>Le Cotet</em>. Zusammen formen sie jahrgangsabhängig einen absolut ausbalancierten Champagner. Es ist genau der Anteil der verschiedenen Parzellen, den man hier wiederfindet. Als Basis erahnt man schon in der Nase die Tiefe, die nur alte Rebstöcke hervorbringen können. Jahrgangsbedingt &#8211; der 2004er ist allgemein etwas leichter &#8211; fällt diese Dichte der <em>La Grande Côte</em> nicht so deutlich aus wie beispielsweise im 2002er, und trotzdem ist sie klar erkennbar neben den kreidigen Aromen und der Orange-Zitruspalette der beiden anderen Lagen. In diesem Wein findet sich zum einen eine schöne crémige Note von Mandeln und Karamell, darüber liegt dann zum anderen viel Frische und eine angenehme Säurenote. Substanz trifft die Leichtigkeit des Seins in diesem Champagner, den ich wirklich hervorragend ausbalanciert finde.</p>
<p><strong>la Vigne d’Antan 2000, Non greffée Chardonnay, Tarlant</strong><br />
Neben dem schmalen, feingliedrigen <em>Lassaigne</em> wirkt der Tarlant  la Vigne d&#039;Antan Non Greflée 2000 wie ein ausgewachsener Bär. Wobei ich mich bei diesem Bild nicht nur auf die sehr unterschiedliche Statur der Winzer beziehe sondern auch und mindestens so auf den Champagner. <em>Der Wein vom letzten Jahr</em> (so die ungefähre Übersetzung), stammt von wurzelechten, alten Rebstöcken, die es in einigen Parzellen der Gemarkung <em>Les Sables</em> in Oeuilly geschafft haben, der Reblaus zu entgehen. Der Name des Ortes deutet schon an, warum dies der Fall ist. Die Bodenoberfläche besteht weitestgehend aus Sand, und die Reblaus hasst Sand. So kommen wir also an diesem Abend innerhalb der weiten Palette Blanc de Blancs zu einem weiteren Kleinod, denn Weine von wurzelechten Reben sind schon per se selten, hier in der Champagne jedoch absolut rar.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/09/la_vigne_d_antan.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1899" title="la_vigne_d_antan" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/09/la_vigne_d_antan.jpg" alt="" width="590" height="319" /></a></p>
<h6>Die Lage &#034;Les Sables&#034; und wurzelechter Chardonnay | Fotos ©: Champagne Tarlant</h6>
<p>Dieser Blanc de Blancs aus dem Jahrgang 2000 fällt durchaus aus dem Chardonnay-Raster heraus. Mit den kreidig-kalkigen puren Weinen von <em>Lassaigne</em> oder <em>Larmandier</em> hat er nichts zu schaffen. Am ehesten erinnert er an den breiteren Stil von <em>de Sousa</em>. Auch hier, bei <em>Tarlant</em> wird im Holz ausgebaut und die Hefe gerührt. Der Wein blieb auf der Hefe bis zum Mai 2001. Degorgiert wurde im März 2010. Was diesen Wein jedoch deutlich von <em>de Sousa</em> unterscheidet ist, dass dieser hier weniger wie ein reintöniger Chardonnay wirkt. Es finden sich viel mehr dunkle, würzige Noten in diesem Chardonnay als in allen anderen. Die Fruchtaromen sind kaum zu spezifizieren, hier dreht es sich um Mineralität &#8211; wenn auch nicht die der meist sonst vorhandenen Kreide-Kalk-Noten. Der Champagner befindet sich im Unbestimmbaren, wie in einer Zwischenwelt. Und das macht in sehr spannend. In der Nase Aromen von Hefe, Holz und etwas Akazien- und Lindenblüten, am Gaumen dann  Nüsse und Mandeln, nebst einem leichten Holzgeschmack und cremig, voller Textur. Zum Schluss dann ein sehr prägnanter, langer Abgang. Ein Champagner also mit Wucht und gleichzeitiger Finesse. Beeindruckend!</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/09/tarlant_2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1900" title="tarlant_2" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/09/tarlant_2.jpg" alt="" width="590" height="359" /></a></p>
<h6>Benoît Tarlant und, typisch für bio-dynamisch betriebene Landwirtschaft: Pferde pflügen die Grasreihen | Fotos ©: Champagne Tarlant</h6>
<p>Die Familie <em>Tarlant</em> übrigens produziert seit 1687 Champagner. Die mittlerweile 14 Hektar finden sich in Oeuilly, Boursault, St. Agnan und Celles-les-Condés. Neben den Hauptrebsorten und dem wurzelechten Chardonnay finden sich weitere, selten zu findende Exoten wie Weißburgunder, Arbanne und Petit Melier, zwei Sorten, die für Champagner zugelassen sind, jedoch kaum mehr verwendet werden. Schon seit Jahren arbeiten die Tarlants biologisch organisch, bzw. mittlerweile biologisch dynamisch. Wobei diese Arbeit für sie nicht zuletzt deswegen sehr aufwendig ist, weil die jeweiligen Böden ausgesprochen unterschiedlich sind und von typischen Kalkstein und Kreide-Kalk-Gemischen über Sand hin zu Kies reichen &#8211; eine ziemliche Herausforderung für die Bodenbewirtschaftung. Im Keller wird so schonend wie möglich gearbeitet. In Conquard-Pressen werden die 40 einzelnen Parzellen getrennt gepresst und auch getrennt ausgebaut. Der Saft läuft in die tiefer liegenden Tanks und Fässer aus Vogesen-Eiche. Die verwendeten Fässer sind immer neu &#8211; <em>Benoît Tarlant</em> möchte strickt eine malolaktische Gärung verhindern. Das Holz verwendet er entsprechend nur für die alten Weine, die genügend Power haben um im Holz nicht unterzugehen. In den besseren Champagnern finden sich entsprechend eine ausserordentlich schöne Balance von Holzeinflüssen mit der entsprechenden Struktur, sagen wir, einem zusätzlichen Rückgrad, und der in sich wohnenden Struktur und Kraft von Weinen, die keine Säureumwandlung hinter sich haben.</p>
<p>Was mich bei den <em><a href="http://www.tarlant.com" target="_blank">Tarlants</a></em> zusätzlich beeindruckt, ist deren informationspolitik und Medienaffinität. Zum einen kenne ich keinen Hersteller, der so viele Infos auf das Rückenetikett packt &#8211; bei manchen wäre man froh, wenn wenigstens das Degorgier-Datum abgedruckt wäre &#8211; zum anderen sind die <em>Tarlants</em> auf <a href="http://www.facebook.com/tarlant" target="_blank">Facebook</a> und Twitter unterwegs, man kann bei <a href="http://www.flickr.com/photos/tarlant/" target="_blank">Flickr</a> aus einem großen Fundus an guten Fotos schöpfen, und auch eine spezielle High-Society-Champagner-Variante namens <em>Disco-Bitch</em> mit Strasssteinchen ist auf dem Markt, und verdeutlicht, wie genau man den Markt beobachtet und auf Moden reagiert. Diese Marketingkompetenz mit der Hinwendung zur Natur, dem sehr genauen Blick, der Ruhe und dem Abwarten in Einklang zu bringen, ist herausfordernd und selten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1893&amp;md5=41e9f183bbd8c3fc9162144afd530291" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.originalverkorkt.de/2011/09/blanc-de-blancs-champagne-teil-3-leclapart-diebolt-vallois-lassaigne-und-tarlant/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bordeaux zwischen Vinocamp und VinExpo, 7 &#8211; Gartenparty mit Fazit</title>
		<link>http://www.originalverkorkt.de/2011/07/bordeaux-zwischen-vinocamp-und-vinexpo-7-gartenparty-mit-fazit/</link>
		<comments>http://www.originalverkorkt.de/2011/07/bordeaux-zwischen-vinocamp-und-vinexpo-7-gartenparty-mit-fazit/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 10:32:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rot, Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Vinocamp]]></category>
		<category><![CDATA[Weingüter]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss, Frankreich]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.originalverkorkt.de/?p=1836</guid>
		<description><![CDATA[Weiter also an den St. Emilion- und Pomerol-Schlössern vorbei ins Entre-deux-Mers, wo wir abends zu einer Gartenparty bei André Lurton eingeladen sind, jenem Konzernchef, nennen wir ihn mal so, der aus einem kleinen Unternehmen ein großes gemacht hat, der den richtigen Riecher hatte, die weißen Entre-deux-Mers in den 60ern europaweit bekannt zu machen und ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weiter also an den St. Emilion- und Pomerol-Schlössern vorbei ins Entre-deux-Mers, wo wir abends zu einer Gartenparty bei <em>André Lurton</em> eingeladen sind, jenem Konzernchef, nennen wir ihn mal so, der aus einem kleinen Unternehmen ein großes gemacht hat, der den richtigen Riecher hatte, die weißen Entre-deux-Mers in den 60ern europaweit bekannt zu machen und zur Mode werden zu lassen und dann sein Geld in verschiedene Weingüter vor den Toren Bordeaux investiert hat um der Stadt und ihren vorgelagerten Bereich die Weinberge abzutrotzen und eine neue Appellation zu gründen. <em>André Lurton</em> ist so zu sagen <em>Mr. Pessac-Leognan</em> und man muss ihm das hoch anrechnen, denn ohne ihn wären diese alten Weinbaugebiete wohl heute Wohnblocks und Gewerbeflächen gewichen.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/evangile1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1840" title="evangile" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/evangile1.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a>Vorbei an L’Evangile Richtung Château Bonnet</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Lurtons Weine kennt jeder, der schon mal bei <em>Jacques</em> vorbeischaut, gefühlt stammt jeder zweite Bordeaux dort von ihm. Und es sind locker 500.000 Flaschen, die er hier so jährlich vertickert. Seine Familie, ob Söhne oder Neffen besitzen nicht nur weitere Güter im Bordeaux, sondern haben sich auch über Spanien, Chile und Argentinien verteilt. Eine ganze Weindynastie also.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/Bonnet_1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1837" title="Bonnet_1" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/Bonnet_1.jpg" alt="" width="590" height="440" /></a>Château Bonnet</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der alte Herr jedenfalls ist mit seinen 87 Jahren noch ziemlich fit und posiert gerne vor seiner Sammlung alter Autos, unter anderem Militaria, was die vor Ort weilenden Chinesen anspricht. Überhaupt finden sich auf der <em>Vinexpo</em> und drum herum deutlich mehr Asiaten ein als auf der <em>Prowein</em>. Was nicht verwundert. Der Wein ist einfach angesagter als deutscher Weißwein. Und auch wenn beide Messen international sind zieht der Name der Stadt und des Anbaugebietes deutlich stärker. Bemerkenswert fand ich, wie selbst kleine Erzeuger darauf reagieren und teilweise schon mit chinesisch-sprachigen Mitarbeitern aufwarten können um ihre Weine möglichst barrierefrei feilbieten zu können.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/Bonnet_3.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1838" title="Bonnet_3" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/Bonnet_3.jpg" alt="" width="590" height="313" /></a>André Lurton mit Gast vor historischen Militaria</h6>
<p>Die Reise geht zu Ende. Bleibt noch ein Fazit: Es war das erste Mal, dass ich auf Einladung und fremde Rechnung eine Reise in ein Weinbaugebiet unternommen habe. Die Entscheidung, mich dafür zu bewerben, parallel zum <em>Vinocamp</em> für den <em>Bordeauxverband</em> als Sponsor des <em>Vinocamps</em> von der <em>Vinexpo</em> und rundherum zu berichten, habe ich mir wohl überlegt. Denn bisher war ich hier auf meinem Blog ganz unabhängig, nun war ich Teil einer PR-Maßnahme und ich war durchaus etwas misstrauisch zu Beginn. Dass dies ein nicht unwichtiges Thema ist hat sich wohl auch beim <em>Vinocamp</em> gezeigt und ist im Netz in der letzten Woche als Thema weitergeführt worden, siehe die Diskussion bei <em><a href="http://www.facebook.com/t.lippert/posts/2208353015309?cmntid=2212263073058" target="_blank">Thomas Lippert</a></em> und bei <em><a href="http://www.weinakademie-berlin.de/ross-und-reiter-nennen-wenn-es-um-geld-geht#comment-3150" target="_blank">Michael Pleitgen</a></em>.  In diesem Fall war das Misstrauen jedoch unbegründet &#8211; nicht zuletzt, weil es komplett transparent war und ich in dem, was ich geschrieben habe komplett unabhängig war &#8211; und das ist ja auch für die Einladenden durchaus ein Risiko, denn sie kannten mich nicht.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/letztes_glas.jpg"><br />
</a><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/07/bei_der_verkostung.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1841" title="bei_der_verkostung" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/07/bei_der_verkostung.jpg" alt="" width="590" height="310" /></a>Bei der letzten Verkostung. Foto © Christian Riedel</h6>
<p>Mich für diese Reise zu entscheiden war gleichzeitig auch eine Chance, nämlich die, an Orte zu kommen, wo ich normalerweise nicht so schnell Zugang finde. Ich habe dies nicht bereut, denn ich bin ausgesprochen freundlich empfangen worden und die Reise war sehr gut organisiert, es hat einfach großen Spaß gemacht, das ist in der Artikelreihe wahrscheinlich klar geworden. Es sind immer die Menschen und die Geschichten vor Ort, über die es sich zu schreiben lohnt. Das ich das tun konnte, fand ich sehr befriedigend. Das ich alle Freiheiten seitens des <a href="http://www.bordeaux.com/" target="_blank">C.I.V.B</a>. hatte fand ich ebenfalls ausgesprochen angenehm und mir bleibt, herzlich zu danken.</p>
<p>Nun hat mich das <em>Vinocamp 2011</em> nach Bordeaux gebracht, also freue ich mich auf’s nächste <em>Vinocamp</em>, wo ich dann hoffentlich mit dabei sein werde.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/Einaldung_bordeaux_klein.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1834" title="Einaldung_bordeaux_klein" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/Einaldung_bordeaux_klein.jpg" alt="" width="350" height="75" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1836&amp;md5=4ccfca14343748b3cb1a7b7926e1ff2c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.originalverkorkt.de/2011/07/bordeaux-zwischen-vinocamp-und-vinexpo-7-gartenparty-mit-fazit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bordeaux zwischen Vinocamp und VinExpo, 6 &#8211; Château la Tour Figeac und St. Emilion</title>
		<link>http://www.originalverkorkt.de/2011/06/bordeaux-zwischen-vinocamp-und-vinexpo-6-chateau-la-tour-figeac-und-st-emilion/</link>
		<comments>http://www.originalverkorkt.de/2011/06/bordeaux-zwischen-vinocamp-und-vinexpo-6-chateau-la-tour-figeac-und-st-emilion/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 10:56:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bioweine]]></category>
		<category><![CDATA[Cabernet Franc]]></category>
		<category><![CDATA[Merlot]]></category>
		<category><![CDATA[Rot, Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Vinocamp]]></category>
		<category><![CDATA[Weingüter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.originalverkorkt.de/?p=1816</guid>
		<description><![CDATA[Weiter geht es Richtung La Tour Figeac, wo Otto M. Rettenmaier schon wartet. Château La Tour Figeac ist ein Grand Cru Classé Weingut dritter Ordnung aus der Provinienz St.Emilion. Es liegt in den sogenannten Graves de St. Emilion, wo der Oberboden relativ viele Kiesel aufweist, die hier Graves genannt werden. Daher auch der Appellationsname ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weiter geht es Richtung <em>La Tour Figeac</em>, wo <em>Otto M. Rettenmaier</em> schon wartet. <em>Château La Tour Figeac</em> ist ein Grand Cru Classé Weingut dritter Ordnung aus der Provinienz St.Emilion. Es liegt in den sogenannten <em>Graves de St. Emilion</em>, wo der Oberboden relativ viele Kiesel aufweist, die hier Graves genannt werden. Daher auch der Appellationsname »Graves« auf der anderen Seite der Gironde, vor den Toren Bordeauxs. Das Plateau grenzt an Pomerol und liegt in Sichtweite von <em>Cheval Blanc</em>, wo ständig die Motoren der Hubschrauber rattern, die im Pendelverkehr die Exklusivgäste von und zur <em>Vinexpo</em> bringen.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_gaestehaus.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1817" title="figeac_gaestehaus" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_gaestehaus.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a>Das als Gästehaus genutzte Haupthaus liegt versteckt hinter der Halle mit Fudern und Barriques</h6>
<p><em>Figeac</em> wurde im 19. Jhd. nach und nach in drei Güter aufgeteilt von denen das bekanntere <em>Château Figeac</em> ist, das unbekanntere Gut <em>Château La Tour du Pin Figeac</em>. <em>La Tour Figeac</em> selbst nun gehört seit dem Beginn der Siebziger Jahre der Familie <em>Rettenmaier</em>, die das Gut damals, als Bordeaux-Weingüter noch erschwinglich waren, auf Anraten des Jagdfreundes <em>Hubertus Graf von Neipperg</em> gekauft haben. Auch die <em><a href="http://www.neipperg.com/" target="_blank">Neippergs</a></em> haben in dieser Zeit in Bordeaux investiert und sind Eigner der Güter <em>La Mondotte, Canon La Gaffelière, Clos de l’Oratoire, Peyreau, d’Aiguilhe</em> und <em>Clos Marsalette</em>, plus Beteiligungen an <em>Château Guirauld</em> und <em>Soleil</em>.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_rettenmaier.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1818" title="figeac_rettenmaier" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_rettenmaier.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a>Otto Maximilian Rettenmaier in seinem Wingert</h6>
<p>Doch zurück zu <em>La Tour Figeac</em>. Der Besitz wurde damals, und das sollte auch zunächst so bleiben, von <em>Michel Boutet</em> verwaltet, der wiederum auch die Neipperg-Güter <em>Canon La Gaffelière</em> und <em>Clos de l’Oratoire</em> verwaltet hat. Als <em>Boutet</em> sich zu Beginn der 90er zurückzog übernahm <em>Otto Maximilian Rettenmaier </em>die Verwaltung des Familienbesitzes. Der gelernte Betriebswirt wollte eigentlich nur die Verwaltungsnachfolge regeln, konnte sich aber von Gut, Landschaft und Leuten nicht mehr so richtig trennen, wie er selbst erzählt. Das Gut hat unter ihm einen kontinuierlichen Qualitätsanstieg erlebt, was nicht zuletzt damit zu tun hat, dass er ein gutes Händchen für die richtigen Leute zu haben scheint. Die technische Direktorin heißt <em>Christine Derenoncourt</em>, der Nachname ist nicht ganz unbekannt in der Weinwelt, ihr Mann <em><a href="http://www.vigneronsconsultants.com/" target="_blank">Stéphane Derenoncourt</a></em>, der nachvollziehbarer Weise häufiger auf dem Besitz anzutreffen ist und entsprechend berät, gehört mit zu den wichtigsten önologischen Beratern im Bordeaux und Kalifornien, auch hier gibt es wieder eine enge Verbindung zu den <em>Neippergs</em>, denn er berät auch <em>Canon La Gaffelière</em> und <em>Clos de l’Oratoire</em> aber genau so beispielsweise auch <em>Smith Haut Lafitte</em> oder <em>Francis Ford Coppola</em>. Für einen speziellen Teil der Weinbergsarbeit, nämlich für die Erfahrung mit biodynamischer Arbeitsweise wurde zwischenzeitlich<em> François Bouchet</em> herangezogen, der sich unter anderem bei <em>Chapoutier</em> mit dieser Arbeitsweise vertraut gemacht hat. Mittlerweile ist <em>Caroline Guillier</em> hinzugekommen, die vor allem für den Keller verantwortlich zeichnet.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_rosen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1819" title="figeac_rosen" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_rosen.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a>Früher wurden Rosen als Mehltaufrühindikatoren angepflanzt. Das ist heute nur noch Optik. Moderne Wettermeldungen und Messsysteme im Weingarten sind viel genauer.</h6>
<p>Wenn man mit <em>Otto M. Rettenmaier</em> spricht, unterhält man sich mit einem Menschen, der ziemlich genau weiß, was er will und der dies sehr geerdet und  bestimmt formulieren kann. Im Gespräch über die biodynamisch angewandten Methoden im Weinberg wird schnell klar, dass er mit Esoterik und Quasi-Okkultem, was in Steiners Traktaten ja immer wieder mitschwingt, nichts am Hut hat, dass er auch nicht vor hat, irgendwann einmal mit Dung gefüllte Kuhhörner im Weinberg zu vergraben. Es geht ihm um den grundsätzlichen Blick auf die Reben und den Umgang mit ihnen. Es geht ihm um Respekt und  den natürlich Umgang mit seinem wertvollen Rebmaterial. Was er festgestellt hat, und das sagen ja alle, die in diese Richtung der Weinbergbearbeitung gehen, das im Laufe der Zeit der sorgfältigen Bodenbearbeitung, des Umgangs mit Kräutersuden und Präparaten und dem Einsatz rein natürlicher Dünger und Mikroorganismen der Wein immer terroirtypischer geworden ist und stabiler, sich mehr im Gleichgewicht befindet. Angebaut wird auf den 14.5 Hektar zu 65% Merlot und zu 35% Cabernet Franc, der Ertrag liegt normalerweise bei etwa 40hl/ha.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_geahrtanks_2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1820" title="figeac_geahrtanks_2" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_geahrtanks_2.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a>Die großen Fuder sind neu, ebenso der gesamte Bereich der Trauben-Anlieferung und -Sortierung</h6>
<p>Dass auf <em>La Tour Figeac </em>im Keller genau so penibel gearbeitet wird, wie im Wingert versteht sich dabei eigentlich von selbst. In den modernen, großen hölzernen Gärbottichen beginnen die Trauben mit Unterdruck zu gären bevor sie angepresst werden. Es gibt in den ziemlich neuen Fudern ein mechanisches System zum Maischestoßen, was wesentlich ruhiger und schonender verläuft als das Umpumpen. Hier wird beides in Kombination angewandt. Später wandert der Wein für 13 bis 15 Monate in Barriques.</p>
<p>Amüsant sind übrigens die Bezeichnungen der Eichenholzfuder und Stahltanks. Während <em>Rettenmaier</em> die Bottiche nach großen klassischen Komponisten benannt hat steht <em>Caroline Guillier</em> eher auf Jazz-Sängerinnen. Wozu die Namen? O-Ton Rettenmaier: »Es ist doch netter sich zu fragen, was Beethoven wohl gerade so treibt als zu schauen, was in Fass 6 passiert.«</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_gaehrtanks_2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1821" title="figeac_gaehrtanks_2" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_gaehrtanks_2.jpg" alt="" width="590" height="196" /></a>Der eine liebt die Klassik, die andere den Jazz</h6>
<p><em>Otto Rettenmaier </em>hat sich Zeit für uns genommen. Zunächst gab es die jüngeren Jahrgänge im Verkostungsraum, die Jahrgänge 2000 und 2001 dann haben wir zum Essen im nahegelegenen St. Emilion getrunken.</p>
<p>Wir beginnen mit dem 2008er <em>L’Esquisse de la Tour Figeac,</em> einem raren Zweitwein der in diesem Jahr aus 95% Merlot und 5% Cabernet Franc besteht. Ausgebaut wurde der Wein auf der Feinhefe in einjährigen Barriques. Ein ziemlich gelungener Einstieg. Merlot-Kraft und Dichte bestimmen den Wein und dieser besticht durch eine schöne Länge und Harmonie.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_barriques.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1822" title="figeac_barriques" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_barriques.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a>Schlichtheit bestimmt den Barrique-Keller, der auf jeden kathedralen Effekt wohltuend verzichtet</h6>
<p>Auch wenn der Jahrgang 2008 zwischenzeitlich ein wenig zu entgleiten drohte aufgrund des feuchten Sommers und der Verrieselung der Blüte wird es mit der wärmenden Septembersonne schließlich mengenmäßig ein kleiner, qualitativ aber ein ausgezeichnet Jahrgang. Der Beste, den wir vor Ort probieren, auch wenn 2009 mehr Sex hat und 2005 natürlich fleischiger ist und dicht, beerig und weich. 2008, mit 70% Merlot und 25hl/ha Ertrag legt sich tief und breit ins Glas, wirkt eukalyptisch-mineralisch kühl, einigen Veilchen- und Schokoladenaromen verbinden sich mit reifer aber eben nicht zu reifer Frucht und werden durch einen (übrigens immer) sehr moderaten Holzeinsatz gestützt. Das ist ein Wein im klassischen Bordeaux-Stil, der mir ausgesprochen gut gefällt. 2006 ist noch so ein Jahr, das mir gefällt, das sich sehr schön entwickelt, nicht nur auf diesem Château. Auch hier eine schöne Dichte, Kraft und Saft, gebändigt durch eine ausgleichende Säure und ein angenehmes Tanningerüst. 2010 erinnert natürlich an 2005: der leichte Rumtopf, die reifen Trauben, ein satter Wein voller Frucht und, etwas Überbordendes, etwas, das viel schneller sättigt als 2008. Doch wen wundert’s, bei diesen Jahrgangsbedingungen?</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_flaschen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1823" title="figeac_flaschen" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_flaschen.jpg" alt="" width="590" height="360" /></a>Bemerkenswert auch: Die Sélection Prestige, eine Sonderabfüllung aus 100% Merlot</h6>
<p>Wie erwähnt fahren wir gemeinsam nach <em>St. Emilion</em>, dieses im frühen Mittelalter gegründete Städchen, das ganz still in der Mittagshitze liegt. Auf halber Höhe zwischen Ober- und Unterstadt lassen wir uns im <em>Logis de la Cadène</em> nieder, ein 2000er und 2001er <em>La Tour Figeac</em> unterm Arm. Gereicht wird, neben einer Vergleichsflasche 2004er <em>Château Canon</em> Boeuf vom Stück. Nur aussen leicht angebraten, sonst noch <em>bleu</em> liegen dort zwei große Teile am Knochen. Zwei ausgezeichnete Stücke Fleisch zu moderat gereiften Weinen bester Qualität. Was für ein herrlicher Moment!</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion_mit_wein_bewaffnet.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1824" title="st_emilion_mit_wein_bewaffnet" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion_mit_wein_bewaffnet.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a>Wir entern die Logis de la Cadène, Christian Riedel, mein Begleiter während der Reise hat sich die den 2000er und 2001er unter den Arm geklemmt.</h6>
<p>Der 2004er <em>Canon</em> kommt etwas leichter daher als die beiden <em>La Tour Figeac</em>, was nicht zuletzt am anderen Boden liegen dürfte. Beim 1er Grand Cru Classé herrscht Kalkstein vor. Kein bisschen Überreife, dafür eine feine Frucht, etwas fleischig, feine, präzise Säure und runde Tannine. Jetzt schon toll, aber eigentlich noch für den Keller.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion_flaschen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1825" title="st_emilion_flaschen" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion_flaschen.jpg" alt="" width="590" height="277" /></a>Vom Verkosten zum Trinken, die Weine harmonieren hervorragend zu dem Stück Rind, das auf unsere Teller geschnitten wird</h6>
<p>Der 2000er <em>La Tour Figeac</em> beeindruckt mich am stärksten neben dem 2008er. Während jener natürlich eigentlich noch viel zu jung war haben sich beim 2000er die Primäraromen weitgehend abgeschliffen, der Wein ist expressiv und ausladend. Aber auch hier gibt es nicht Überreifes. Das ist viel eher elegant und rund und passt ausgezeichnet zum Essen. Der 2001er steht ihm nicht viel nach, vielleicht wirkt der Wein ein wenig fetter und nicht ganz so elegant wie der 2000er, aber das wird die Zeit zeigen, denn beide kann man, sollte man sie im eigenen Besitz wähnen, durchaus noch ein paar Jahre im Keller vergessen.</p>
<p>Während <em>Otto Rettenmaier</em> sich langsam Richtung Heimat aufmacht, haben wir noch ein wenig Zeit. Viel zu wenig um in Ruhe und mit Muße durch die Stadt zu laufen, doch man kann selten alles haben und wir haben die Mittagszeit bei 30 Grad im Schatten lieber in guter Gesellschaft verbracht.</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion_blick_unterstadt.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1826" title="st_emilion_blick_unterstadt" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion_blick_unterstadt.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a>Blick auf die Unterstadt</h6>
<p>&nbsp;</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_maison_du_vin.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1827" title="figeac_maison_du_vin" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/figeac_maison_du_vin.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a>La Maison du Vin</h6>
<p>&nbsp;</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion_abtei.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1828" title="st_emilion_abtei" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion_abtei.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a>Vorbei an der Abtei…</h6>
<p>&nbsp;</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion_weinladen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1829" title="st_emilion_weinladen" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion_weinladen.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a>und diversen Weinläden.</h6>
<p>&nbsp;</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion_mittagspause.jpg"><br />
</a><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/mittagsplausch.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1835" title="mittagsplausch" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/mittagsplausch.jpg" alt="" width="590" height="708" /></a>Während manch einer in der Sonne döst und Schwätzchen hält</h6>
<p>&nbsp;</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/ausone_2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1831" title="ausone_2" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/ausone_2.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a>schlendern wir an Château Ausone vorbei</h6>
<p>&nbsp;</p>
<h6><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1832" title="st_emilion" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/st_emilion.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a>zurück zum Wagen</h6>
<p>So hat <em>Martin Fueyo</em> nicht mehr allzu viel Zeit, sein Wissen mitzuteilen doch für eine kleine Runde durch die Stadt reicht es noch, bevor ich mit <em><a href="http://creativeglasses.blogspot.com/" target="_blank">Christian Riedel</a></em>, der mich die meiste Zeit der Reise begleitet hat, Richtung Château Bonnet aufbreche, vorbei an so klingenden Namen wie <em>Vieux Château Certan</em>, <em>l’Evangile</em> oder <em>Petrus</em>.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/Einaldung_bordeaux_klein.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1834" title="Einaldung_bordeaux_klein" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/06/Einaldung_bordeaux_klein.jpg" alt="" width="350" height="75" /></a></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1816&amp;md5=0936c565b83c517315118d05f684f590" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.originalverkorkt.de/2011/06/bordeaux-zwischen-vinocamp-und-vinexpo-6-chateau-la-tour-figeac-und-st-emilion/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Weingut Bischel in Appenheim, Rheinhessen</title>
		<link>http://www.originalverkorkt.de/2011/02/das-weingut-bischel-in-appenheim-rheinhessen/</link>
		<comments>http://www.originalverkorkt.de/2011/02/das-weingut-bischel-in-appenheim-rheinhessen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 12:26:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Weingüter]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss, Deutschland]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.originalverkorkt.de/?p=1598</guid>
		<description><![CDATA[Wenn ich mich nur an der Website des Weingutes Bischel in Appenheim orientiert hätte, wäre ich vielleicht nie dort vorbeigefahren. Die Aktualität ist irgendwann im Jahr 2008 stehen geblieben und man könnte den Eindruck gewinnen, das Weingut sei nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Das Gegenteil aber ist der Fall. Es gibt auf ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich mich nur an der <a href="http://weingut-bischel.de/" target="_blank">Website</a> des <em>Weingutes Bischel</em> in Appenheim orientiert hätte, wäre ich vielleicht nie dort vorbeigefahren. Die Aktualität ist irgendwann im Jahr 2008 stehen geblieben und man könnte den Eindruck gewinnen, das Weingut sei nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Das Gegenteil aber ist der Fall. Es gibt auf der Website zwar eine Rubrik mit Auszeichnungen, den rasanten Aufstieg des Gutes in den letzten Jahren, den wohl nicht zuletzt die Söhne des Besitzerpaares seit einigen Jahren maßgeblich mit zu verantworten haben, bekommt man an dieser Stelle jedoch nicht mit. Um einen Eindruck zu bekommen, was die Runkels geleistet haben, kann man, will man theoretisch bleiben, in den Kritiken beim <em>Gault Millau</em> und <em>Eichelmann</em> lesen oder man fährt einfach mal nach Appenheim. Das Weingut liegt dort so zurückhaltend an der Ortsausfahrt Richtung Nieder-Hilbersheim, dass ich drei mal daran vorbeigefahren bin.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/02/weingut_bischel.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1600" title="weingut_bischel" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/02/weingut_bischel.jpg" alt="" width="590" height="308" /></a></p>
<p>So wenig auffällig das Gut, so unspektakulär ruhig und fließend ist die Landschaft, die es umgibt: Ein ehemaliger Mischbetrieb in einer hügeligen Kulturlandschaft in der Samstag morgens, als ich am Rande des Ortes ankomme, noch der Hund begraben liegt. Man kann auch nicht sagen, dass dieser nördliche Teil Rheinhessens je durch spektakuläre Weine in Erscheinung getreten wäre, wenn man überhaupt Weine aus dieser Gegend kennt. Dass sich dies gerade ändert liegt nicht zuletzt am <em>Weingut Bischel</em>. Der Hof wurde in den 60er Jahren gegründet und von <em>Hartmut Runkel</em> vom Gemischtbetrieb zum reinen Weinbau umgestellt. Knapp 15 Hektar Lagen gehören zum Gut, die wichtigsten Lagen sind die der <em>St. Laurenzi-Kapelle</em> in Gau-Algesheim sowie Parzellen im <em>Binger Scharlachberg</em> und mittlerweile 1 Hektar im <em>Appenheimer Hundertgulden</em>. Gerade <em>Scharlachberg</em> und <em>Hundertgulden</em> sind die Garanten für ausgezeichnete, markante Rieslinge.</p>
<p>Mittlerweile zeichnen <em>Christian</em> und <em>Matthias Runkel</em> für An- und Ausbau verantwortlich. Diese haben eine ähnliche Biografie wie viele andere erfolgreiche junge Winzer hierzulande – man nennt sie teils immer noch die<em> jungen Wilden</em>, auch wenn sie sich schon in den Vierzigern befinden. Die Runkels jedoch sind wirklich noch jung. Ausgebildet wurden sie in renommierten deutschen Betrieben, Studium in Geisenheim, Langzeitpraktika vor allem in Neuseeland und Australien. Dass die Runkels Mitglied bei <a href="http://www.message-in-a-bottle.info/" target="_blank"><em>Message in a Bottle</em></a> sind verwundert nicht. Dass mein Freak-Wein-Spezialist <a href="http://www.originalverkorkt.de/catalog/index.php?cPath=36_92" target="_blank"><em>Axel Koehler</em></a> die beiden für sehr bemerkenswert hält obwohl sie so gar nicht die stringent-ökologischen Ansätze verfolgen wie er selber, finde ich bemerkenswert und steigert die Erwartungen.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/02/matthias_runkel_1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1601" title="matthias_runkel_1" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/02/matthias_runkel_1.jpg" alt="" width="590" height="307" /></a></p>
<p><em>Matthias Runkel</em> hat sich am frühen Samstagmorgen viel Zeit genommen, um mit mir die Weine zu besprechen und einen Gang durch den Keller zu machen, in dem der neue Jahrgang – es war Januar – noch in Teilen ein wenig vor sich hinblubberte. Dabei machte er einen überlegten und geerdeten wie auch selbstbewussten Eindruck. Und die Weine sind der Ausdruck dieser Gemütslage. Sie überzeugen durch die Bank. Die Gutsweine, also die <em>Brot &amp; Butterweine</em> sind schmelzig wie frisch, unkompliziert und im besten Sinne lecker. Dabei immer sortentypisch und mit viel Engagement gemacht. Auch hier wird mehrfach gelesen, Teile des Weine wandern in alte Fässer, teils wird spontanvergoren. Das ist sehr viel Wein für einen Preis von 5 Euro pro Flasche ab Hof.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/02/weingut_bischel_2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1603" title="weingut_bischel_2" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/02/weingut_bischel_2.jpg" alt="" width="590" height="201" /></a></p>
<p>Die nächste Qualitätsstufe am Beispiel der Rieslinge <em>Terra Fusca</em> und <em>Quarzit</em> –  beides Weine unter 10 Euro, also preislich auf einer Ebene, bei der die renommierten Güter gerade mit der Gutsweinqualität anfangen –  ist, wie kaum anders zu erwarten, ausdrucksstärker, im Falle des 2009er Jahrgangs auch dichter und voluminöser. Der<em> Terra Fusca</em> wird intern auch <em>Kleiner Hundergulden</em> genannt, denn aus dieser Appenheimer Lage stammt er. Ein fülliger Wein der mich in der Nase fast an einen Traminer erinnert, also mit viel Würze und Frucht. Der <em>Quarzit</em> dagegen trägt schon die Bodenbeschaffenheit des <em>Binger Scharlachbergs</em> im Namen. Auch hier viel Würze, Reife und schöne Mineralik. Während die Riesling-Spätlese aus dem Scharlachberg sich momentan ganz zurückgezogen hat und deutlich verschlossen wirkt, überzeugt der <em>Hundergulden</em> mit viel Saft und Kräuterwürze. Das ist ein voluminöser Wein mit feiner Mineralik der mit Sicherheit in den nächsten Jahren noch von sich reden machen wird.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/02/matthias_runkel_2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1602" title="matthias_runkel_2" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/02/matthias_runkel_2.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a></p>
<p>Dass die Runkels jedoch nicht nur mit den klassischen Sorten umgehen können sondern in Neuseeland und Australien mit ganz anderen Sorten zu tun hatten zeigen Sauvignon Blanc und Chardonnay. Besticht der Erstere durch sehr viel grüne Paprika und Pfeffer, speziell dem 2009er Jahrgang geschuldet, finden sich im<em> Chardonnay -S-</em> alle Anlagen eines feinen Weines. Dieser Chardonnay vom Kalkstein, Ton und Lös wurde zu 1/3 in neuer, zu 2/3 in gebrauchter französischer Eiche ausgebaut. Der Wein besitzt schon jetzt eine feine Harmonie und ich bin gespannt auf die Entwicklung dieses Tropfens, der schon neben der noch deutlichen aber nicht zu starken Holznote Aromen von Birnen und Quitten mit ein wenig Banane in sich trägt.</p>
<p>Während ich den Artikel schreibe widme ich mich einer trockenen 2007er Auslese aus dem<em> Binger Scharlachberg</em>. Ich wollte mal sehen, wie sich die Weine entwickeln und bin sehr angetan. In der Nase leicht salzig-gemüsige Noten mit Würze und feiner Frucht. Am Gaumen ein vielfältiges Aromenspektrum, dass ein wenig an die nicht weit entfernte Nahe erinnert. Grapefruit und Pfirsich stehen neben Kräuterwürze und Mineraliät aus den von Quarzit geprägten Lagen. Eine feine Blütenaromatik kommt dazu und besteht neben der Kraft dieses Weines. Es ist ein sowohl kräftiger, als auch feiner Wein, gut ausbalanciert und harmonisch.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/02/scharlachberg_2007.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1599" title="scharlachberg_2007" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/02/scharlachberg_2007.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a></p>
<p>Wenn ich den 2007er über die Zunge rollen lasse, an den verschlossenen 2009er denke und dazu an den offeneren Riesling Quarzit, dann glaube ich, dass der <em>Binger Scharlachberg</em> durchaus irgendwann die Grundlage für einen schönes Großes Gewächs bieten kann, ebenso wie der <em>Hundertgulden</em>.</p>
<p>Nach der ersten Begegnung mit<em> Matthias Runkel </em>und seinen Weinen bin ich mir absolut sicher, dass dies nicht die letzte war. Jeder, der mein Blog liest und sich in meinem Shop umtut weiß, dass ich ein Rheinhessen-Liebhaber bin und ich werde aufmerksam verfolgen, was auf diesem Weingut passiert. Der Stil jedenfalls gefällt mir schon jetzt und ich bin mir ziemlich sicher, dass da noch bemerkenswertes passieren wird, das Brüderpaar steht ja erst am Anfang.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1598&amp;md5=48b5f8be9890391b14ac239f1817f88b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.originalverkorkt.de/2011/02/das-weingut-bischel-in-appenheim-rheinhessen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

