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	<title>originalverkorkt &#187; Weinrallye</title>
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	<description>flüssige und überflüssige Eskapaden</description>
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		<title>Weinrallye 32, Spätburgunder Teil 2: Ziereisen, Rhini 2007</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 19:50:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pinot Noir / Spätburgunder]]></category>
		<category><![CDATA[Rot, Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Weine im eigenen Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Weinrallye]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte ja gesagt, dass ich es nicht bei einem verkorksten Trinkgenuss belassen wollte – wo ich es doch nach langer Abwesenheit mal wieder zu einem Beitrag der geschätzten Weinrallye geschafft habe, dessen G.O., Thomas Lippert vom Winzerblog, ich im ersten Beitrag vergessen hatte, zu erwähnen.

Hanspeter Ziereisen gehört seit knapp einer Dekade zu den Vordenkern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte ja gesagt, dass ich es nicht bei einem verkorksten Trinkgenuss belassen wollte – wo ich es doch nach langer Abwesenheit mal wieder zu einem Beitrag der geschätzten Weinrallye geschafft habe, dessen<a href="http://www.comedix.de/lexikon/db/grosszuegigen_meerschweinchen.php" target="_blank"> G.O.</a>, Thomas Lippert vom <a href="http://winzerblog.de/weinrallye/" target="_blank">Winzerblog,</a> ich im ersten Beitrag vergessen hatte, zu erwähnen.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1320" title="weinrallye_32" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/04/weinrallye_32.jpg" alt="weinrallye_32" width="570" height="239" /></p>
<p><a href="http://www.ziereisen.de"><em>Hanspeter Ziereisen</em></a> gehört seit knapp einer Dekade zu den Vordenkern und zur qualitativen Speerspitze des badischen Weinbaus. Auch ihm war es nicht ursprünglich in die Wiege gelegt, es war kein automatischer Prozess vom Winzersohn zum eigenen Betrieb, <em>Ziereisen</em>, dessen Ausbildung – und da haben wir etwas gemeinsam – die zum Tischler war, hat sich erst ein wenig herumgetrieben, den Weinbau intensiv und praktisch studiert, bis er wusste, wo er hin will. Die Mischung dessen, was daheim angebaut wird, hat sich entsprechend verändert, lange schon liegt der Fokus auf Wein.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1327" title="ziereisen_etiketten" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/04/ziereisen_etiketten.jpg" alt="ziereisen_etiketten" width="570" height="292" /></p>
<p>Dabei hat sich der Stil, den <em>Hanspeter Ziereisen</em> pflegt, in den letzten Jahren ebenfalls deutlich verändert. Kürzlich habe ich einen 1999er Spätburgunder aus der Gemarkung <em>Rhini</em> probiert und dieser ist mit den Weinen neueren Datums nicht mehr zu vergleichen. Die älteren Modelle sind deutlich holzbetonter, gerbstoffreicher, die neueren Jahrgänge werden immer fokusierter, klarer, präziser. Dies zeigt sich auch beim 2007er <em>Rhini</em>, preislich gesehen der größere Bruder vom <em>Schulen</em>, dem noch der Wein aus der Gemarkung <em>Tschuppen</em> folgt und der lediglich vom äußerst raren <em>Jaspis</em> übertroffen wird.</p>
<p>Qualitativ kann ich nicht behaupten, zwischen <em>Rhini</em> und <em>Schulen</em>, dessen Rebstöcke jünger als die des Ersteren sind, zu unterscheiden, der Stil ist ein anderer. Es fällt momentan auch schwer, weil die 2007er einfach noch zu jung sind und ein wenig vor sich hin schlummern – das war mir relativ klar, probieren wollte ich in diesem Stadium trotzdem einmal.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1325" title="ziereisen_rhini_2007" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/04/ziereisen_rhini_2007.jpg" alt="ziereisen_rhini_2007" width="570" height="400" /></p>
<p>In den rauchigen Geruch mischen sich etwas Unterholz und rote Beeren. Die Mineralität des Weins zeigt sich ebenfalls schon in der Nase. Im Mund findet sich die gesammelte, gezügelte Kraft gleichermaßen wie die filigrane Klarheit dieses Weines. Die momentan vorhandene Balance und Ausprägung lässt, wenn er erwachsen geworden ist, einen großen Wein erwarten.</p>
<p>Bis dahin versüße ich mir mangels Besitzes älterer, reifer Jahrgänge das Leben mit dem <em>Tschuppen</em>.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1326" title="ziereisen_tschuppen" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/04/ziereisen_tschuppen.jpg" alt="ziereisen_tschuppen" width="570" height="268" /></p>
<p>Und – das wollte ich ja zum Abschluss noch sagen – was ist das für ein Segen, dass wir gar nicht wirklich in die Ferne schweifen müssen, uns nicht endlos durch flache und langweilige burgundische Gewächse trinken müssen, die nicht halten können, was ihre großen Namen erwarten lassen – nichts gegen die großen Gewächse dort, Gott bewahre, aber der Weg zu gutem, bezahlbaren Wein im Burgund ist halt deutlich steiniger als hier. Und die Qualität ist teils fantastisch!</p>
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		<title>Weinrallye 32, Spätburgunder, Teil 1: Elena Walch, Ludwig 2002</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 14:34:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pinot Noir / Spätburgunder]]></category>
		<category><![CDATA[Rot, Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Weinfrauen]]></category>
		<category><![CDATA[Weinrallye]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich die Themen-Ankündigung der heutigen Weinrallye las, habe ich mich spontan gefreut. In den Weinblogs taucht Spätburgunder recht selten auf – zumindest ist das mein Eindruck. Iris Rutz-Rudel betreut diese Rallye nun zum dritten Mal mit viel Engagement, siehe Twitter-Einträge und Facebook, und ich danke ihr dafür.

Das Thema also spricht mich an. Nur ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich die Themen-Ankündigung der heutigen Weinrallye las, habe ich mich spontan gefreut. In den Weinblogs taucht Spätburgunder recht selten auf – zumindest ist das mein Eindruck. <a href="http://lisson.over-blog.com/" target="_blank">Iris Rutz-Rudel</a> betreut diese Rallye nun zum dritten Mal mit viel Engagement, siehe <a href="http://twitter.com/DomaineLisson" target="_blank">Twitter-Einträge</a> und <a href="http://www.facebook.com/#!/IrisRutzRudel.Lissonwinery" target="_blank">Facebook</a>, und ich danke ihr dafür.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1320" title="weinrallye_32" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/04/weinrallye_32.jpg" alt="weinrallye_32" width="570" height="239" /></p>
<p>Das Thema also spricht mich an. Nur ist es so weit gefasst, dass es schwer war, ein Subthema zu finden.</p>
<p>Was wäre das Co-Thema, fragte ich mich? Zunächst habe ich dazu tendiert, mich über die Freude über die Qualität des deutschen Pinots auszulassen, dann mich dem schweizerischen Pinot anzunähern, dann Pinot Noir in seiner bläschenwerfenden Form als deutschem Winzersekt oder kräftigem Bouzy-Champagner auf den Grund zu gehen. Allein als ich gestern vor dem Flaschenregal stand und merkte, dass der Winzersekt im Bürokeller lag und ich eine Flasche <em>André Clouet Millesimé 1995</em> öffnen müsste und das so ganz für mich allein, konnte ich mich doch nicht überwinden. Ich hatte des Mittags 60 Weine der verschiedenen Loire-Appellationen probiert und meine Zunge war ein wenig zu müde, um die Feinheit des Champagners noch angemessen würdigen zu können. Wäre noch die Möglichkeit gewesen, etwas sehr Außergewöhnliches zu probieren, nämlich einen Eiswein vom Spätburgunder, den mir <em>Daniel Wagner</em> im Januar in die Hand gedrückt hat. Sie hatten den Pinot einer kleinen Siefersheimer Parzelle zu ernten vergessen, weil er zu großen Teilen einem Hagelschlag im Frühjahr zum Opfern gefallen war. Erst als im Januar die Kollegen zur Eisweinernte hinausfuhren, hat er sich an die Parzelle erinnert und geerntet. Eine winzige Menge – der Wein taucht auf seiner Preisliste überhaupt nicht auf. Aber probiert habe ich ihn dann doch nicht, der ist gerade mal ein Jahr alt und mehr als eine 0,375 ml-Flasche besitze ich nicht.</p>
<p>Also entschied ich mich für einen Pinot aus dem <em>Alto Adige,</em> und zwar von <em><a href="http://www.elenawalch.com/" target="_blank">Elena Walch</a></em>. Das Co-Thema lautet also <em>Winzerinnen</em>, wobei ich also<em> Pinot Noir </em>somit nicht nur mit einem alten Weinrallye-Thema von oben genannter Iris Rutz-Rudel kombiniere, sondern dem Beruf der Gastgeberin Ehre erweisen möchte und eine eigene, auf diesem Blog lose stattfindende Reihe fortführe.</p>
<p><em>Elena Walch</em> gehört mit <em>Elisabetta Foradori </em> zu den weiblichen Stars der norditalienischen Weinszene. Anders aber als <em>Foradori</em> hat <em>Walch</em> das Winzerhandwerk mitnichten mit der Muttermilch aufgesogen. Vielmehr war sie eine junge, aber schon erfolgreiche Architektin, als sie ihren späteren Mann kennen lernte, der das <em>Weingut Walch</em> führte. Nach der Geburt der zwei Kinder und irgendwann einsetzender Langeweile bat sie ihren Mann, ihr einen Weinberg zur Verfügung zu stellen, einen in guter Lage. Diesen hat sie am <em>Castell Ringberg</em> bekommen und einfach mal so ziemlich alles anders gemacht, als es bei den der Tradition verhafteten männlichen Winzern üblich war. Und anders als es <em> Elisabetta Foradori</em> getan hat, indem diese das Wagnis unternommen hat, aus den traditionell angebauten Rebsorten das Beste, ja die Quintessenz herauszuholen, hat <em>Elena Walch</em> den <em>Vernatsch</em> herausgerissen und internationale Rebsorten gepflanzt, die Reben wurden anders erzogen und ausgebaut wurde ebenfalls different. Das Barrique hielt Einzug.</p>
<p>Ich kann mir ein wenig vorstellen, wie das ausgesehen haben mag, wie sehr sie belächelt wurde, wer sich da alles an die Stirn getippt hat, damals als es noch kaum weibliche Winzer gab und wenn, dann überhaupt höchstens Töchter  – aber bitte keine zugezogenen Diplomirgendwasse. Das dürfte sich dann schnell geändert haben, nachdem <em>Elena Walch</em> Ende der 80er dann ihren ersten Wein auf den Markt brachte. Die Anerkennung kam, zumindest von offizieller Seite, relativ schnell, und wenn sich der Erfolg bei der Avantgarde einstellt, kann die breite Masse ebenfalls beginnen, traditionelle Verhaltensweisen zu überdenken.</p>
<p>Nun, heute stehen 30 Hektar unter Reben und neben der Moderne finden sich auch wieder traditionelle Rebsorten. Besonders bekannt ist sie neben modernen Cuvées wie <em>Beyond the Cloud</em><em>s</em> für ihren Gewürztraminer.</p>
<p>Der Blauburgunder mit dem gar nicht so modern klingenden Namen <em>Ludwig – </em>ich habe einen 2002er geöffnet – stammt aus der Lage <em>Pinzon</em> oberhalb des Dorfes <em>Montan</em>, auf 650 Meter gelegen und nach Südwesten ausgerichtet. Der Pinot steht in nicht zu heißer Lage auf Schottererden mit Lehmanteil. Ausgebaut wurde in einem Drittel neuer und zwei Dritteln gebrauchter französischer Barriques.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1321" title="walch_ludwig_2002" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2010/04/walch_ludwig_2002.jpg" alt="walch_ludwig_2002" width="570" height="393" /></p>
<p>Der Wein wirkt schon beim Öffnen des an der Öffnung leicht angefaulten Korkens ein wenig alt und müde. Bräunlich, mit wenig Rotanteil liegt er im Glas, wirkt wenig frisch und die durchaus vorhandene bodenständige Würze wird überlagert von einer durchdringenden Säure. Das macht leider gar keinen großen Spaß mehr.</p>
<p>Da ich aber den Abend nicht mit einer solchen Pleite beenden wollte, habe ich dann noch eine Flasche <em>Rhini</em> von <em>Hanspeter Ziereisen </em>dekantiert. Ein Glas noch für den Samstagabend und für die müde Zunge und eigentlich probiert wird dann am Weinrallye-Sonntag.</p>
<p>Den Pinot habe ich übrigens mit einem vorzüglich abgehangenen Steak kombiniert. Dazu gab es frisch gemachte Tagliatelle. Eigentlich wollte ich nur einen Salat neben das Steak drapieren, aber dafür hatte ich zu großen Hunger. Der Clou war, dass ich in der Bratbutter nach dem Anbraten des Steaks etwas Tomatenkonzentrat vermischt habe mit etwas Portwein, Balsamico-Crème, Orangen- und Himbeersaft und einer Mischung aus rosa Pfeffer und Flocken von getrockneten Himbeeren und Erdbeeren.</p>
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		<title>Weinrallye No. 23 &#8211; Frauen ans Steuer</title>
		<link>http://www.originalverkorkt.de/2009/05/weinrallye-no-23-frauen-ans-steuer/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 May 2009 20:14:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bioweine]]></category>
		<category><![CDATA[Chardonnay]]></category>
		<category><![CDATA[Pinot Meunier]]></category>
		<category><![CDATA[Pinot Noir / Spätburgunder]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Schaumwein]]></category>
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		<category><![CDATA[Weinrallye]]></category>
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		<description><![CDATA[Wurde mal wieder Zeit, an der Weinrallye teilzunehmen. Es war einfach zu viel los in den letzten Monaten, als dass ich die Ruhe und Muße gefunden hätte …

Das Thema, das die Winzerin Iris Rutz-Rudel, ihres Zeichens Winzerin von Lisson mit eigenem Blog, vorgegeben hat, ist es definitiv wert, mal wieder einzusteigen. Ich hätte sehr gerne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wurde mal wieder Zeit, an der Weinrallye teilzunehmen. Es war einfach zu viel los in den letzten Monaten, als dass ich die Ruhe und Muße gefunden hätte …</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/weinrallye_142.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-612" title="weinrallye_142" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/weinrallye_142.jpg" alt="" width="140" height="70" /></a></p>
<p>Das Thema, das die Winzerin <em>Iris Rutz-Rudel</em>, ihres Zeichens Winzerin von Lisson mit eigenem <a href="http://weingut-lisson.over-blog.com/article-31515651.html" target="_blank">Blog</a>, vorgegeben hat, ist es definitiv wert, mal wieder einzusteigen. Ich hätte sehr gerne mal ihre eigenen Weine probiert, angekündigt hatte ich es bei ihr auch, aber geworden ist daraus noch nichts. Noch, wohlgemerkt.</p>
<p>Ich habe das Gefühl, dass ich immer mehr Frauen wahrnehme, die Weine machen, aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob das der Wirklichkeit entspricht oder mir nur so vorkommt. Gerade an der Mosel und in Rheinhessen scheint es aber auffällig. Auf der <em>Prowein</em> habe ich <em>Sandra Sauer</em> getroffen, die zunehmend Hand anlegt und eigene <a href="http://www.originalverkorkt.de/2009/04/horst-sauer-der-fraenkische-weinmagier/" target="_blank">Vorstellungen</a> vertritt beim Ausbau der Weine im Keller ihres Vaters <em>Horst Sauer</em>. Das zum Gebiet Franken. Die Weine von <em>Luise Freifrau von Racknitz</em> und ihrem Mann habe ich schon einige Male hier besprochen (z.B. <a href="http://www.originalverkorkt.de/2008/11/weingut-von-racknitz-odernheimer-kloster-disibodenberg-riesling-qba-2007-nahe/" target="_blank">hier</a> und <a href="http://www.originalverkorkt.de/2009/02/von-racknitz-niederhaeuser-hermannshoehle-riesling-spaetlese-2007-nahe/" target="_blank">hier</a>), so weit kurz zur Nahe. Gerade <a href="http://www.originalverkorkt.de/2009/05/spaetburgunder-mariage-2006-weingut-riffel-rheinhessen/" target="_blank">beschäftige</a> ich mich mit den Weinen des Ehepaars <em>Riffel</em> und nicht zuletzt habe ich kürzlich Weine der Jungwinzerin <a href="http://www.evavollmer-wein.de/" target="_blank"><em>Eva Vollmer</em></a> <a href="http://www.originalverkorkt.de/2009/04/christophs-und-holgis-mixtour-no-12/" target="_blank">besprochen</a>.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/vollmer_riesling_halb_08.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-613" title="vollmer_riesling_halb_08" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/vollmer_riesling_halb_08.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a></p>
<p>Stellen wir also Weine von Winzerinnen vor. Einige Winzerinnen oder solche, die es werden wollen, haben sich übrigens im <a href="http://www.oe24.at/zeitung/leute/Jungwinzerinnenkalender_2009_Die_schoensten_Seiten_des_Weins_362981.ece" target="_blank">Jungwinzerinnenkalender</a> vorgestellt. Den kann sich der Winzer dann über&#039;s Bett hängen, wenn er in Sachen Innovationen nicht mehr weiter weiß.</p>
<p>Ich jedenfalls fange mal an mit dem Wein einer Winzerin, von der ich nicht viel weiß, außer dass die Flaschen ihres Weingutes schöne Etiketten zieren und dass der Riesling Kabinett aller Ehren wert ist. <em>Irene Söngen</em> bewirtschaft mit ihrem Mann 8 ha Weinberge bei Hattenheim und Hallgarten. Diese sind ausschließlich mit Riesling bestockt.</p>
<p>Der trocken ausgebaute Rheingau-Riesling ist voller Frische, mit klaren, feinen Aromen von Pfirsich, Apfel und Ananas, mit saftiger Struktur und schöner Säure und Mineralität.</p>
<p>Aufmerksam geworden bin ich auf den Wein dank seines Etiketts, ich würde gerne mal mehr probieren und dazu muss ich mich wohl mal wieder aufmachen in denRheingau.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/irene_soengen_riesling_07.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-614" title="irene_soengen_riesling_07" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/irene_soengen_riesling_07.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a></p>
<p>Im Rahmen des <em>Gocher Weinzyklus</em> haben wir bei der letzten Veranstaltung einen Chardonnay von <a href="http://www.sesfikile.co.za/about.htm" target="_blank"><em>Ses&#039;fikile</em></a> vorgestellt. Das ist das Projekt dreier ehemaliger Lehrerinnen aus Südafrika, alle drei von dunkler Hautfarbe, was ich deshalb betone, weil es in diesem Land noch durchaus ungewöhnlich ist, wenn drei farbige Frauen Wein erzeugen. <em>Jacky Mayo</em>, <em>Nondumiso Pikashe</em> and <em>Nomvuyo Xaliphi</em> haben sich Weinberge gemietet, weil sie das Geld zum Kauf noch nicht hatten, und erhalten im Keller Unterstützung von der <em>Flagstone Winery</em>. Das Projekt <em>Ses&#039;fikile</em>, zu Deutsch <em>Wir sind angekommen,</em> ist ambitioniert und Erfolg versprechend. Es hat eine sehr gute Presse und Preise erhalten und – last but not least, die Weine sind klasse. Frisch und klar präsentierte sich der <em>Rainsong Chardonnay</em> mit einer satten, aber nicht aufdringlichen, eher erstaunlich harmonischen Neue-Welt-Frucht mit viel Melone und ein wenig Ananas und Papaya. Ich bin gespannt, was dieses Weingut in Zukunft auf den Markt bringen wird.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/ses_fikile.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-616" title="ses_fikile" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/ses_fikile.jpg" alt="" width="500" height="400" /></a></p>
<p>Von der 8 ha-Winzerin vom Rhein über die große neue Welt zurück in ein traditionelles Gebiet: die Champagne. Dort werden Weine nicht nur nach Frauen und Witwen benannt, sondern es gibt auch Winzerinnen. Eine zumindest kenne ich. Es ist <a href="http://www.champagne-francoise-bedel.fr/index_a.htm" target="_blank"><em>Francoise Bedel</em></a>, Winzerin in der dritten Generation, die sich im Jahre 1988 entschlossen hat, auf biodynamischen Weinbau umzustellen.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/bedel_dis_vin_secret.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-615" title="bedel_dis_vin_secret" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2009/05/bedel_dis_vin_secret.jpg" alt="" width="500" height="282" /></a></p>
<p>Auf knapp 7 ha werden die drei klassischen Rebsorten der Champagne kultiviert: Pinot Noir, Chardonnay und Pinot Meunier, der bei Bedels mit 78 % den größten Anteil ausmacht.</p>
<p>Die Bedels gehören zu der kleinen Gruppe unabhängiger Winzer in der Champagne, die die Fahne für außerordentliche Qualität weit in die Höhe halten. Immerhin werden im begrenzten Gebiet der Champagne mittlerweile ca. 340 Millionen Flaschen abgefüllt und 70 % dieser Flaschen teilen sich die 10 größten Produzenten. Die Nachfrage wächst und daher auch der Zwang, immer mehr zu produzieren. Dem stellt sich die kleine Gruppe von Winzern entgegen, die mit Liebe zum Detail ihre Weine noch von Hand abzählen kann. Noch kleiner ist die Gruppe, die ihre Weine auch noch nach biodynamischer Wirtschaftsweise an- und ausbaut. <em>Larmandier-Bernier</em> (<a href="http://www.originalverkorkt.de/2009/01/larmandier-bernier-blanc-de-blancs-premier-cru-extra-brut-champagne/" target="_blank">hier</a> und <a href="http://www.originalverkorkt.de/2009/03/larmandier-bernier-champagne-ne-dune-terre-de-vertus-premier-cru-2006-non-dose/" target="_blank">hier</a>) und <a href="http://www.originalverkorkt.de/2008/05/ayayay-blumen-fuer-christine/" target="_blank"><em>Fleury</em></a> habe ich schon vorgestellt, <em>Jérôme Prévost</em> und <em>de Souza</em> werden noch folgen.</p>
<p>Die Basis-Cuvée <em>Dis Vin Secret</em> vollführt einen mineralisch-hefigen Tanz rund um Birnen, Mandarinen, Limetten und Brioche. Dieser Champagner ist ganz zurückhaltend und fein, keiner, den man mal in größerer Runde ausschenken könnte. Da wird er nicht überzeugen. Es ist einer, der Ruhe und Zeit erfordert, Zeit und Aufmerksamkeit. Wer sie ihm schenkt, wird sehr glücklich den Abend verbringen.</p>
<p>Die Frauen und der Wein … Drei Weine, die mir gefallen haben, so wie mir Weine gefallen, stammen von <em>Elisabetta Foradori</em> oder <em>Ilse Mayer</em> vom <em>Geyerhof</em>. Drei Weine plus die eingangs erwähnten Weine von Winzerinnen mit Link zu bereits bestehenden Artikeln sind Weine von Frauen, die definitiv ihr Handwerk verstehen und Weine von schöner bis außerordentlicher Qualität erzeugen, dabei aber nicht wirklich bekannt sind, es hoffentlich aber noch werden.</p>
<p>Die Weinrallye wurde ins Leben gerufen durch Thomas Lipperts <a href="http://winzerblog.de" target="_blank">Winzerblog</a>. Dort erfährt man auch die <a href="http://winzerblog.de/weinrallye/" target="_blank">Regeln</a>. Bei Iris und Thomas bedanke ich mich für die Möglichkeit der Teilnahme.</p>
<p>Zum empfehlen:</p>
<h5>Eva Vollmer, Mainzer St. Alban Riesling halbtrocken 2008, QbA, <a href="http://www.gutsweine.com/gutsweine/" target="_blank">K&amp;M Gutsweine</a></h5>
<h5>Irene Söngen, Rheingau Riesling, Kabinett trocken 2007, <a href="http://www.pm-getraenke.de" target="_blank">P&amp;M Getränke</a></h5>
<h5>Ses&#039;fikile Rainsong Chardonnay 2007, Swartland, Südafrika</h5>
<h5>Champagne Francoise Bedel, Dis Vin Secret Brut, <a href="http://www.vinaturel.de/" target="_blank">Vinaturel</a></h5>
<p style="margin-right: 0px;" dir="ltr">
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		<title>Weinrallye 11</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Apr 2008 07:34:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weinrallye]]></category>

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		<description><![CDATA[Sommer wird’s wohl irgendwann und zur Würdigung hat Niko Rechenberg das Thema »Alles so schön Rosé« ausgeschrieben. Artikel dürfen am 10. Mai veröffentlicht werden. Alles Wissenswerte zur Weinrallye gibt es hier im Winzerblog.
Rosé also. Das Stiefkind der Weinwelt. Wie oft (vorgestern noch bei mir) wird die Nase gerümpft, wenn man fragt: »Möchtest du ein Glas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sommer wird’s wohl irgendwann und zur Würdigung hat <a href="http://www.nikos-weinwelten.de/home/beitrag/archive/2008/april/13/-a241a33977/index.htm">Niko Rechenberg</a> das Thema »Alles so schön Rosé« ausgeschrieben. Artikel dürfen am 10. Mai veröffentlicht werden. Alles Wissenswerte zur Weinrallye gibt es <a href="http://winzerblog.de/weinrallye-so-gehts-1034/" target="_blank">hier</a> im Winzerblog.</p>
<p>Rosé also. Das Stiefkind der Weinwelt. Wie oft (vorgestern noch bei mir) wird die Nase gerümpft, wenn man fragt: »Möchtest du ein Glas Rosé?«</p>
<p>Dabei gibt es wirklich schöne Exemplare. Ich hatte ja vor kurzem mal eine Flasche <a href="http://www.originalverkorkt.de/2008/04/domaine-clavel-mescladis-coteaux-du-languedoc-2006/" target="_blank">Mescladis</a> von <em>Clavel</em> geöffnet und war ziemlich beeindruckt. Rosé vom Syrah. Niko legt den Focus auf Weine aus Deutschland, Österreich und Südtirol. Da heißt der Rosé dann auch <em>Weißherbst</em> oder <em>Blanc de Noir</em>. Und ein Sekt darf es auch sein.</p>
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		<title>Und dann war da doch tatsächlich in dieser Woche Gary Vaynerchuk…</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Apr 2008 07:16:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weinrallye]]></category>

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		<description><![CDATA[… der meint, Chenin Blanc würde nicht entsprechend gewürdigt. Zufälle gibt’s.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>… der meint, Chenin Blanc würde nicht entsprechend <a href="http://tv.winelibrary.com/2008/04/16/chenin-blanc-taste-off-a-grape-that-deserves-more-respect-episode-445/" target="_blank">gewürdigt</a>. Zufälle gibt’s.</p>
<p><a class="thickbox" title="Gary und der Chenin Blanc" href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2008/04/bild-1.png"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2008/04/bild-1.thumbnail.png" alt="Gary und der Chenin Blanc" /></a></p>
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		<title>Weinrallye 10 &#8211; Die Zusammenfassung</title>
		<link>http://www.originalverkorkt.de/2008/04/weinrallye-10-die-zusammenfassung/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Apr 2008 11:03:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chenin Blanc]]></category>
		<category><![CDATA[Weinrallye]]></category>

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Eine weitere Weinrallye ist nun zu Ende gegangen, 15 Blogs haben sich beteiligt, Der Initiator Thomas Lippert vom Winzerblog ist, wie schon angesprochen,  leider verhindert, Harald vom Weingut Steffens-Keß hat sich mangels Zeit entschuldigt und Matthias Metze von viva-vino konnte aus gleichem Grund nur zu einer älteren Verkostungsnotiz greifen.
Der ausgewählte Wein allerdings ist der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Weinrallye 10 - Chenin Blanc" href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2008/04/weinrallye_104.jpg"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2008/04/weinrallye_104.thumbnail.jpg" alt="Weinrallye 10 - Chenin Blanc" /></a></p>
<p>Eine weitere Weinrallye ist nun zu Ende gegangen, 15 Blogs haben sich beteiligt, Der Initiator Thomas Lippert vom <a href="http://winzerblog.de/" target="_blank">Winzerblog</a> ist, wie schon angesprochen,  leider verhindert, Harald vom <a href="http://bildergeschichten.geblogt.org/" target="_blank">Weingut Steffens-Keß</a> hat sich mangels Zeit entschuldigt und Matthias Metze von <a href="http://www.viva-vino.de/biowein_blog/index.php?/archives/469-Weinrallye-10-Chenin-Blanc-im-Cremant-de-Loire.html" target="_blank">viva-vino</a> konnte aus gleichem Grund nur zu einer älteren Verkostungsnotiz greifen.</p>
<p>Der ausgewählte Wein allerdings ist der Aperitiv zum Start der Rallye  und der Ausbau des Chenin Blanc zu einem <em>Crémant de Loire</em> gehört mit zu den klassischen Verarbeitungsweisen. Matthias hatte einen  <em>Les Doucinières</em> von <em>Vincent Girault</em> im Glas mit den für frische Chenins so typischen Apfelaromen, Pivu von <a href="http://pivu.wordpress.com/2008/04/10/riesling-von-der-loire/" target="_blank">six-to-nine</a> hätte gerne eine Verkostungsnotiz des Crémant von <em>Château Tour Grise</em> beigesteuert, allein im fehlte die Aufzeichnung. Zu seinem ausführlich beschriebenen Wein kommen wir später; denn noch sind wir bei den leichten, den einstimmenden Weinen. Der vinissimus Robert Freudenthaler hat einen solchen im Programm. Die <em>Domaine Patrick Baudouin Effusion 2004</em> aus dem Anjou überzeugt ihn durch die runde, unspektakuläre Frische. Zudem macht er sich noch mal grundsätzlich <a href="http://vinissimus.blogspot.com/2008/04/weinrallye-10-chenin-blanc.html" target="_blank">lesenwerte</a> Gedanken zur Traubensorte.</p>
<p><a title="Chateau Saumur, copyright: David Hughes | Dreamstime.com" href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2008/04/chateau_saumur.jpg"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2008/04/chateau_saumur.jpg" alt="Chateau Saumur, copyright: David Hughes | Dreamstime.com" /></a></p>
<p>Ebenfalls einen solch frischen Loirewein hat  Svetlana Kittke gefunden, die auch diesmal wieder ein beeindruckendes Menü zusammengestellt hat,von dem man sich <a href="http://myexperience4u.blogspot.com/2008/04/weinrallye-10-chenin-blanc-zwischen.html" target="_blank">hier</a> überzeugen kann. Zu in Knoblauch angemachten Meeresfrüchten harmonierte ihrer Meinung nach der leicht moussierende, restsüße <em>Domaine de la Taille aux Loups</em> von <em>Jacky Blot</em>. Daneben stellt sie einen <em>Vouvray</em> von <em>Gaston Huet</em> und einen <em>Coteaux du Layon</em> von <em>Jo Pithon</em>. Ihr Eindruck: »<em>In der Nase dominierte eine Petrolnote mit Honig, Walnüssen und Trockenfrüchten gemixt. Am Gaumen explodierte der Wein förmlich in verschiedene Bestandteile: Karamell, butter toffee, Pfirsich und Trockenfrüchte wie Aprikose. Der Abgang war dann extrem lang, harmonisch und nussig.« </em></p>
<p>Sehr, sehr ausführlich <a href="http://weingut-lisson.over-blog.com/article-18628309.html" target="_blank">beschreibt</a> Iris Rutz-Rudel, zugeschaltet aus dem Süden Frankreichs, das Zusammenspiel von Trauben und Edelfäule anhand eben dieser edelsüßen Kostbarkeiten der <em>Coteaux du Layon, </em>einer Region, die ich bis dato gar nicht auf dem Schirm hatte. Daran anschließen kann sich das <a href="http://kaulwein.wordpress.com/2008/04/10/weinrallye-10/" target="_blank">Kaulweinblog</a>. Auch sie wählten einen von der Loire stammenden botrytisdominierten Wein aus den <em>Coteaux de l`Aubance</em>, den <em>Plaisier</em> der <em>Domaine de Romchambeau</em>. Sie empfehlen ihn mit gratiniertem Ziegenkäse, Schinken, Melone und Kräutern der Provence. Und wenn ich über Käse schreibe, dann auch über den trockenen <em>Vouvray</em> 1999 der <em>Domaine du Clos de  L`Epinay</em>, denn es war der Käse, der mit dem <em>Vouvray</em> eine kongeniale Verbindung einging und dessen Qualität deutlich steigerte, schreibt Bernd Klingenbrunn vom <a href="http://bkam.wordpress.com/">K&amp;M Gutsweinblog</a>.</p>
<p>Wenn wir uns weiter in diesem Landstrich bewegen und zu dem kommen, was ich im Vorfeld als Kult bezeichnet hatte, komme ich noch mal auf Pivu zurück.Was er kürzlich im Glas hatte, ist nicht zu verachten und sei <a href="http://pivu.wordpress.com/2008/04/10/riesling-von-der-loire/" target="_blank">hier</a> noch mal zitiert: »<em>Knochentrocken, dicht, seidig und kompakt und in höchstem Maße komplex. [...] Weißwein für erfahrene Rotweintrinker. Grenzüberschreitend und Horizonte erweiternd. Chenin Blanc in seiner ganzen Bandbreite. [...] Gelbe Gewürze, Safran, Kardamom, Curry, reife Äpfel und Birnen, Lindenblüten, morbide Herbstfeuer und verblühendes Leben. Wein, mit dem man sprechen kann und der zu einem spricht. Erfahrung, Erlebnis, Erleben. Naturwein in rarer Perfektion für besondere Stunden und Sentimente.« </em>Er redet von einem 2001er Saumur Blanc <em>Brézé</em> von <em>Clos Rougeard</em> und beschreibt all die Primär- und Sekundäraromen, die ich idealer Weise einem loiregeprägten Chenin Blanc höchster Güte zuschreiben würde. Hinzu kommt noch die klare und präzise Säurestruktur, die den Chenin vom Sauvignon und Chardonnay wegbewegt und dem Riesling annähert. Weshalb Pivu seinen Artikel auch mit <em>Riesling von der Loire</em> überschrieben hat.</p>
<p>Bewegen wir uns weiter in diesem Feld der Archetypen, so kommen wir zum Savennières <em>Clos de Coulaine</em> von <em>Claude Papin</em>, <em>Château Pierre Bise</em>. Das Weblog der <a href="http://bkam.wordpress.com/" target="_blank">K&amp;M Gutsweine</a> wirft diesen neben dem erwähnten Vouvray noch zusätzlich in die Runde. Auch hier Teile der Typizität: kräutrig-steinige Aromen, klare Mineralität und Säure, ebenfalls typische Botrytisnoten. Diese konnte ich, um einen Wein eines nahegelegenen Weinbergs zu beschreiben, ebenfalls feststellen. Dass Nicolas Joly in dieser Weinrallye auftauchen würde, war klar. Diese streitbare Persönlichkeit der Weinwelt mit seinem Wein, an dem sich die Geister scheiden, an dem man aber sicher nicht ohne Meinung vorbeikommt, war prädenstiniert für diese Rallye. Ich habe mich nicht für den Großen entschieden, sondern eben für den Savennières. Überzeugt hat er mich allerdings diesmal leider nicht, nicht am ersten, nicht am zweiten, nicht am dritten Tag. Dabei wirkte der Wein nicht zu alt, die Mineralität und Säurestruktur war passend, nur als sonderlich komplex habe ich ihn nicht empfunden.</p>
<p>Wie unterschiedlich die Eindrücke grundsätzlich, dann aber auch noch mal in Bezug auf die verschiedenen Jahrgänge sind, beschreiben <span>Sabrina und Simon Klaiber vom </span><em>culinarium coriosum</em><span> in ihrem <a href="http://www.culinariumcuriosum.com/2008/04/weinrallye-10-erster-beitrag-kultwein.html" target="_blank">ersten Beitrag</a> zur Weinrallye 10. Ein Artikel zum</span><em> Coulée de Serrant</em> in der Vertikalprobe hatte letzte Woche schon die <a href="http://weinwelt.blogg.de/eintrag.php?id=267" target="_blank">Weinwelt von Michael</a> veröffentlicht. Um so interessanter, was die Klaibers schreiben. Sehr ausführlich, sehr schön gestaltet. Dank! Auch Niko Rechenberg befasst sich auf <a href="http://www.nikos-weinwelten.de/home/beitrag/archive/2008/april/10/weinrallye_10_ueber_la_coulee_de_serrant_nicolas_joly_und_die_poesie_der_rapsfelder/index.htm" target="_blank">Nikos Weinwelten</a> mit diesem »eigenen Universum«, erinnert sich an einen unvergleichlichen 1998er und beschreibt seine Begnung mit dem sehr, sehr jungen 2006er auf der <em>Prowein</em>.</p>
<p>Wo waren wir noch nicht? In Südafrika! Glücklichweise habe ich den Drink Tank im Feedreader, sonst hätte ich Mario Scheuermanns Beschäftigung mit Chenin Blanc nicht mitbekommen. Auch er war versucht, sich Nicolas Joly zu widmen, dachte, das machen andere (Recht hatte er) und hat sich anderem <em>Kult</em> zugewandt: Bruwer Raats. Ihm ist es wohl vor allem zu verdanken, dass aus dem <em>Steen</em> neben dem säurebetonten Massensprit am Kap wieder mineralisch betonte Spitzenweine erzeugt werden. Scheuermann beschreibt den <em>Raats Chenin Blanc</em> und den opulenten <em>Raats Original Chenin Blanc</em> <a href="http://drinktank.blogg.de/eintrag.php?id=2277" target="_blank">hier</a>.</p>
<p><a title="Stellenbosch, copyright: istockphoto.com" href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2008/04/stellenbosch.jpg"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2008/04/stellenbosch.jpg" alt="Stellenbosch, copyright: istockphoto.com" /></a></p>
<p>Der arme Lars Breidenbach von <a href="http://schreiberswein.twoday.net/stories/4848244" target="_blank">schreiberswein</a> wäre an der Aufgabe, Chenin Blanc in Freiburg zu besorgen, fast gescheitert, fand dann aber in der hintersten Ecke eines Supermarktes eine angestaubte Flasche 2005 <em>Ruitersvlei</em> und der Inhalt war so, wie die Staubschicht vermuten ließ. Auch nicht besonders befriedigend fällt Alexander Schardts Probe des  <em>Spier Chenin Blanc</em> 2007 aus. Auf <a href="http://www.verkostet.de/news/24-Rebsorte_Chenin_Blanc" target="_blank">verkostet.de</a> nennt er den Grund: Agressive Säure und kurzer Abgang halten nicht, was die Nase verspricht.</p>
<p>Was beim einem sauer, flach und ausgelaugt ankommt, ist bei einem anderen zu viel Holz, zu viel Frucht, zu viel Stärke. Der <em>Mont Destin 2005</em> aus Stellenbosch erinnert Wolf Hosbach von <a href="http://hausmannskost.wordpress.com/2008/04/10/weinrallye-10-chenin-vom-kap-der-guten-hoffnung/" target="_blank">Hausmannskost</a> an ein Nashorn, das über die Steppe rennt.  Zu ungeschlacht, zu rustikal sieht er ein Neueweltwein-Vorurteil bestätigt.</p>
<p>Neben dem Frischen aus Anjou beschreibt der <a href="http://vinissimus.blogspot.com/2008/04/weinrallye-10-chenin-blanc.html" target="_blank">vinissimus</a> noch einen strammen Jungen vom Kap, auch einen typischen Vertreter, ein vielleicht noch nicht ganz ausgewachsenes Nashorn, doch trotzdem mit 14 Volumenprozent, den <em>Stellenrust 2007</em> aus dem Stellenbosch.</p>
<p>Einen zweiten Wein – im Gegensatz zu Jolys Spitzenwein einer, der eher unter die Mengenweine fällt – beschreibt in einem <a href="http://www.culinariumcuriosum.com/2008/04/weinrallye-10-zweiter-beitrag.html" target="_blank">zweiten Beitrag</a> das <em>culinarium coriosum</em>. Sie mögen diesen feinen kleinen Wein für 6 Euro, die <em>Kleine Zalze,</em> ebenfalls aus dem Stellenbosch. Ich habe ihn selbst kürzlich getrunken und kann es nur bestätigen. Für ca. 6 Euro gibt’s einen blitzsauber gemachten Sommer-Chenin mit einem leichten Potpourri aus Limetten, Birne, sauren Mirabellen und Ananas. Die Säure stimmt und die Balance. Was will man mehr für die Sommerterrasse?</p>
<p>Ach ja, und dann war da noch der bedauernswerte Robert Sprenger, der für sein Blog <em>lamia cucina</em> gerne einen Chenin Blanc aus der Schweiz ausfindig gemacht hätte, aber er ging <a href="http://lamiacucina.wordpress.com/2008/04/10/weinrallye-10-chenin-blanc/" target="_blank">leer</a> aus.  Keinen Schweizer Chenin gefunden, auch keinen deutschen, überhaupt trifft das ein, was ich erwartet hatte. Die Chenins dieser Welt hocken praktisch alle an der Loire oder im Stellenbosch, Ausnahmen sind scheint’s kaum zu geben.</p>
<p>Wie vielschichtig trotz allem das Ergebnis ist, zeigt die Rallye und ich bin beeidruckt, wieviel Zeit sich so einige für die Auseinandersetzung mit diesem Thema dankenswerterweise genommen haben. Jede Menge zusätzlicher Hintergrundinformationen, Menüabfolgen, Artikel, deren Fotoqualität auch einem Printmagazin genüge getan hätte, und viele Blogs, die nicht nur einen, sondern gleich zwei oder drei Weine vorstellen. Und dann ist mir neben der Gebietsbeschränkung noch etwas aufgefallen: Der Anteil von biologisch oder sogar bio-dynamisch ausgebauten Weinen unter den hier rpäsentierten liegt deutlich über dem Durchschnitt.</p>
<p>Also, in ca. einem Monat geht es weiter mit der Weinrallye No. 11. Niko Rechenberg wird der Ausrichter sein und welches Thema er vorschlägt, wird er wohl in Kürze in seinem <a href="http://www.nikos-weinwelten.de" target="_blank">Weblog</a> verraten.</p>
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