originalverkorkt - flüssige und überflüssige Eskapaden



Wurzelecht und bunt gemischt – uralte Gemischte Sätze von wurzelechten Rebstöcken in Deutschland

Daz niemand keinen win mit gemecht machen sol noch keinen hunischen stock machen oder legen noch kein sun davon ziehen
Heilbronner Urkundenbuch von 1399

Wenn wir heute über Wein sprechen, meinen wir in erster Linie ein Genussmittel, dem wir mehr oder weniger viel Aufmerksamkeit schenken. Wein muss nicht immer edel und teuer sein, es kann auch ein einfacher Alltagswein sein, der uns schmeckt. Die Zeiten, in denen die Bedeutung von Wein über die eines Genussmittels hinausging, sind dagegen noch gar nicht so lange vergangen. Noch Ende des 19. Jahrhunderts baute beispielsweise der Gründer eines der heute angesehensten und größten Weinunternehmens der Welt, Dr. Christopher Rawson Penfold, kurz nach seiner Einwanderung in Australien den Wein als Heilmittel an. Er ging von der tonischen Wirkung dieses Getränks aus, das anämischen Patienten besonders in den abgasbelasteten Städten des industrialisierten Nordens den Aufbau roter Blutkörperchen erleichtern sollte. Neben dem Einsatz als Heilmittel hatte Wein jedoch eine noch viel wichtigere, ja lebenswichtige Bedeutung. Wein galt über Jahrhunderte hinweg als Lebensmittel, genauer gesagt als Standardgetränk, mit dem zum Teil auch Arbeiten entlohnt wurden.

Genau aus diesem Grund kam das Weinland Südafrika zu seinem heute wichtigsten Exportartikel. Südafrika lag auf der Route der Holländisch-Ostindischen Compagnie, und diese nahm auf dem Weg nach Indien das Kap Afrikas in Besitz, um zunächst einmal eines zu tun: Wein anzubauen. Wein wurde auf Schiffen als Wasserersatz genutzt; denn er war nicht nur sauberer als das meiste Wasser, das früher zu haben war, er hielt sich auf Schiffsreisen auch bedeutend länger. Von ähnlicher Bedeutung war der Wein im Mittelalter und darüber hinaus. Neben der zweifelsohne berauschenden Wirkung dieses Getränks diente es in den vergangenen Jahrhunderten auch der Grundversorgung. Vom Regensburger Dombau – ein großes und hohes Gebäude, bei dem es eigentlich auf Zuverlässigkeit und sicheren Tritt ankam – und seinen Rechnungen weiss man, dass die dortigen Arbeiter trotzdem mehrere Liter Wein am Tag tranken. Auch wenn der Wein, was den Alkoholgehalt angeht, kaum mit dem heutigen vergleichbar gewesen sein dürfte, muss die Leber ordentlich zu tun gehabt haben. Auch die Qualität dieser Weine dürfte selten wirklich Freude bereitet haben; denn Wein wurde überall, auch in kalten Gegenden angebaut, in denen nicht einmal die früh reifenden Sorten jemals eine Chance für die Reife hatten. Selbst die kleine Eiszeit vom 14. bis 19. Jahrhundert hielt in Deutschland kaum jemanden davon ab, aus erbärmlichen Hügeln jene Weinberge zu machen, die heute noch in Flurnamen erhalten sind.

Bild zu:   Wurzelecht und bunt gemischt

Um jedoch den Weinberg möglichst widerstandsfähig gegen Frost und Krankheiten zu halten, wählte man damals eine Anbaumethode, die heute unter dem Namen Gemischter Satz bekannt ist. Dabei werden im Gegensatz zur heute üblichen Monokultur unterschiedliche Sorten gepflanzt. Ein Gemischter Satz ist also eine Umschreibung für einen Weinberg, in dem es wild zugeht, so wild, wie wir es gar nicht mehr gewohnt sind. Nach heutiger Definition müssen mindestens zwei verschiedene Rebsorten durchmischt gepflanzt sein, meist waren es jedoch bis zu dreißig. Und da konnten sich dann auch rote Sorten mit weißen Sorten die Fläche teilen. Zum Schluss wurde das Mittelmaß der Reife genommen, oder der Winzer orientierte sich an der Leitrebsorte des Weinbergs. Er wird im Laufe der Zeit die Erfahrung gemacht haben, dass der Wein am besten schmeckt, wenn eine spezifische Sorte des Weinbergs ausgereift ist. Entsprechend durften früh reifende Sorten ein wenig überreif sein und andere, spät reifende Sorten, durften noch etwas grün und unreif sein. Im Mittel jedoch – diese Erfahrung konnte man mit solchen Weinen machen – fiel es nicht auf. Für den Winzer ist diese ganz alte Form des Weinanbaus ein Schutz gewesen; denn er hatte mit dieser Methode durch die Sortenvielfalt einen widerstandsfähigeren Weinberg, der Weinberg wurde zu einem einzigen Zeitpunkt gelesen und die klimatischen Schwankungen wurden zumindest teilweise ausgeglichen.

Bild zu:   Wurzelecht und bunt gemischt

Wo im Mittel gelesen wird, kann auch nur eine mittlere Qualität herauskommen, mag man annehmen – aber so einfach ist es nicht. Auch wenn kaum ein Winzer, der einen gemischten Satz anbaut, mit diesem in die Riege der Spitzenweine vorstoßen dürfte, gibt es doch eine Reihe wirklich bemerkenswerter Weine, die über ein Mittelmaß deutlich hinausgehen. Die Ergebnisse sind sogar so gut, dass man wohl von einer kleinen, noch schüchternen Renaissance sprechen kann. Leider haben die Wiener Winzer sich die Bezeichnung Gemischter Satz frühzeitig EU-weit schützen lassen, sodass sich nur Weine aus dem Wiener Weinviertel so nennen dürfen. Alle anderen Weine müssen auf andere Bezeichnungen wie Alter Satz etc. ausweichen. Einer der Winzer, die einen solchen Weinberg frisch angelegt haben und sich eine entsprechende Bezeichnung suchen mussten, ist der Nahe-Winzer Matthias Adams, der mit seiner Frau Luise Freifrau von Racknitz das gleichnamige Weingut führt.

Vor einigen Tagen traf ich ihn auf einer Veranstaltung, wo es um eine ganz spezielle, ja rare Form des Gemischten Satzes ging, nämlich um Gemischte Sätze aus wurzelechten Reben. Wenn Gemischte Sätze schon relativ selten sind, so sind es die aus wurzelechten Reben erst recht; denn sie sind Relikte einer weitgehend vergangenen Zeit. Sie stammen im Wesentlichen aus der Zeit vor der Reblausplage im 19. Jahrhundert. Die Reblausplage, die mit Setzlingen aus den USA eingeschleppt wurde, zerstörte innerhalb weniger Jahre die meisten Rebbestände in Mitteleuropa und ließ, vereinfacht gesagt, nur dort Reben übrig, wo die Rebläuse sich nicht im Boden festsetzen konnten, beispielsweise im reinen Schiefer einiger Mosellagen oder in sandigen Böden. Von dort, wo das Verderben herkam, wurde irgendwann allerdings auch die Hilfe geliefert. Es waren wilde amerikanische Rebsorten, die schließlich in den hiesigen Weinbaugebieten gepflanzt wurden – nicht um Wein zu liefern; denn der schmeckte nicht. Die Rebstöcke liefern bis heute lediglich die Unterlage, also den Stamm, auf dem die edlen Reben wie Riesling, Chardonnay oder Pinot Noir wachsen.

Bild zu:   Wurzelecht und bunt gemischt

Racknitz’ Wein mit dem Namen Gemengelage stammt zwar nicht direkt von alten knorrigen wurzelechten Reben, und doch hat er etwas damit zu tun. Matthias Adams hat diesen Weinberg gepflanzt, um Rebsorten zu erhalten, die kurz davor sind auszusterben und die es teilweise nur noch in diesen uralten wurzelechten Weinbergen gibt. Eine dieser Sorten ist der Weiße Orléans und einen Rebstock, vielleicht den ältesten, mehrere hundert Jahre alten fand man bei von Racknitz am Disibodenberg. Dort, wo Hildegard von Bingen ihr halbes Leben verbrachte, wird seit Urzeiten Weinbau betrieben, und einer dieser vielleicht im ausgehenden Mittelalter gepflanzten Rebstöcke hat bis heute überlebt. Damit der Weiße Orléans dort erhalten bleibt, wurde auf dem Weingut ein Weinberg angelegt, in dem Orléans-Klone im Verbund mit anderen, teils höchst seltenen Sorten gepflanzt wurden. Dabei hat Matthias Adams einen besonders alten und gesunden Weinberg fast eins zu eins abgebildet und lediglich einige weitere alte Sorten zusätzlich mit aufgenommen. Der wurzelechte Weinberg, von dem diese Reben stammen, steht in Franken und wurde in jenem Jahr gepflanzt, als die erste deutsche Eisenbahn, der Adler, von Nürnberg nach Fürth fuhr – 1835. Seitdem hat dieser Weinberg Fröste genauso wie Krankheiten überlebt, und für das Weingut Zang in Somerach ist der aus diesem Weinberg stammende sogenannte Alte Satz mittlerweile das Paradepferd im Angebot. Es war auch der beste Wein des Abends, den der Bonner Weinenthusiast Thomas Riedl in dreijähriger Vorbereitung organisiert hat. Schnell wurde bei seiner Präsentation klar, wie aufwendig die Recherche nach den verbliebenen uralten, teils winzigen Weinbergen war. Er hat etwa 20 gefunden, und sehr viel mehr dürfte es in Deutschland, wo der Gemischte Satz über Jahrhunderte hinweg die normale Anbauform war, nicht mehr geben. So stand auch weniger die Weinqualität der einzelnen Weine der Probe im Vordergrund – hier spielt ja auch die Erfahrung der Winzer eine nicht ganz unbedeutende Rolle -, sondern vielmehr das Besondere im Weinberg.

Zwar habe ich an jenem Abend nicht das erste Mal vom Blauen Kölner gehört; denn ich bin im Rheinland aufgewachsen und dank Kölsch und Karneval ist mir der Blaue Kölner nicht fremd. Nur als Rebsorte hatte ich ihn bisher nicht wahrgenommen. Auch das Möhrchen war mir bisher als Rebsorte gänzlich unbekannt. Im Alten Satz von Zang stehen vornehmlich uns bekannte Sorten wie Elbling, Silvaner, Traminer, Riesling oder Gutedel. Eine solche Mischung wird als vinum francium oder Herrensatz bezeichnet, denn hier finden sich die noblen Rebsorten, die für den Adel bestimmt waren, und die als Zehntwein abgegeben werden mussten. Für das einfache Volk gab es vinum hunicum, den heunischen Wein oder Knechtwein, also den für den Hausgebrauch. In solchen Sätzen finden sich die Sorten, die heute kaum noch jemand kennt und die tatsächlich so rar sind, dass sie in wenigen Jahren ganz aus unseren Weinbergen verschwinden könnten. Zählte man im 19. Jahrhundert offiziell noch über 400 gebräuchliche Weinsorten, sind es heute noch 130, Tendenz fallend – man kennt es von Birnen- und Apfelsorten zur Genüge. Aufzählen muss ich einige dieser Sorten; denn wer vermutet schon eine Putzscheere im Weinberg? Wer kennt noch Honigler oder Vogelfränkische, Hartschwartz oder den Blauen Urban? Auch der Weiße Heunisch, neben dem Traminer die zweite Sorte, die sich irgendwann in einer Wildkreuzung zum Riesling geformt hat, gehörte zu den heunischen Weinen, während der Traminer zu den edlen Sorten gezählt wird.

Bild zu:   Wurzelecht und bunt gemischt

Wer als Winzer das schnelle Geld machen will, ist bei dieser Art Weinbau natürlich falsch aufgehoben. Das wurde beim letzten Wein des Abends mehr als deutlich, einem roten gemischten Satz aus Franken, wo mit Abstand die meisten dieser alten Rebanlagen zu finden sind. Der im churfränkischen Klingenberg stehende Satz besteht aus 16 Rebsorten wie der Fleischtraube, dem Roten Elbling, dem Roten Franken (den es nur noch dort gibt), Cabernet Sauvignon (tatsächlich wurzelecht) oder Blauem Kölner (sic!). Um den Weinberg zu erhalten, hat man kürzlich allein 116 Meter an neuen Mauern gezogen, eine Treppe neu angelegt und den Weinberg teils neu terrassiert – für 130 Flaschen Erntemenge pro Jahr. Das Thema ist also ohne Zweifel eine Aufgabe für Enthusiasten. Genauso aber eine Aufgabe für jene, die gerne neben Chardonnay und Pinot, Riesling und Sauvignon Blanc mal etwas weiter schauen und stöbern, um etwas Unbekanntes zu finden, was dabei übrigens selten mehr als einen Zehnten kostet und doch deutlich seltener ist als Romanée-Conti oder eine Flasche Château Petrus.

Anmerkung: Bild 3, von Matthias Adams zur Verfügung gestellt, zeigt den Jahrhunderte alten weißen Orléans am Disibodenberg, der auf den ersten Blick eher an Efeu denn an Wein erinnert. Auf Bild 1 und 2 bekommt man einen Eindruck vom Zustand solch alter Rebanlagen und auf Bild 4 gibt es einen Blick auf die Parzellierung eines alten fränkischen Weinbergs. Fotos jeweils von Thomas Riedl, dem viel Dank gebührt.

Der Artikel erschien zuerst im Januar 2013 im Blog Stützen der Gesellschaft der faz.net. Aber da ich das Thema weiterhin so spannend finde, dachte ich, es kann nicht schaden, es hier auch noch mal zu publizieren. List ja nicht jeder die Stützen.

 

Ein Gavi mit Größe – Der Filagnotti von Stefano Bellotti

14/Apr/14 18:00 kategorisiert in: Alles Bio, Cortese, Dolcetto, Rot, Italien, Weiß, Italien

Ich weiß es noch wie heute, als ich das Etikett des Filagnotti das erste Mal im Bio(wein)laden meines Onkels sah. Es muss so Anfang der Neunziger gewesen sein. Gavi sagte mir noch nichts, welche Traube dahinter steckt auch nicht. Aber der Hund auf dem Etikett fiel natürlich auf. De facto war es für mich die erste Berührung mit einem Piemonteser Wein. Seitdem habe ich immer wieder Gavi probiert, der Wein, der rund um die Ortschaft Gavi entsteht und aus der Cortese-Trauben gewonnen wird. Normalerweise ist das ein ziemlich beschränkter Wein, eher zurückhaltend, im besten Falle als fein zu bezeichnen, ein guter Essensbegleiter, aber nie praktisch nie etwas, was einem wirklich in Erinnerung bleibt. Den Filagnotti habe ich im Laufe der Jahre immer wieder probiert und immer wiederneu entdeckt. Er ist so grundlegend anders als all das neutrale Zeuchs, was es sonst so auf dem Markt gibt.

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Stefano Bellotti, der Mann hinter diesem Wein, sorgt seit Mitte der Achtziger für einen konsequent gesunden Weinberg, er erntet die Trauben, die von den dortigen roten Tonerde stammen mit geringem Ertrag und vergärt sind dann spontan. Sie reifen daraufhin ein knappes Jahr auf der Feinhefe, und zwar in großen Fässern aus Akazienholz. Danach werden sie ohne Schwefelzusatz abgefüllt und verschwinden im Keller. Dort bleiben sie noch eine Zeit, so dass aktuell erst der 2011er Jahrgang auf dem Markt ist. Den hat Bellotti aber gar nicht mit auf die Vinitaly gebracht. Dort stand der 2007er. Das ist der, den er jetzt trinkt. Sieben Jahre ist dieser Cortese gereift, und das ist gut. Der wein wirkt tatsächlich auf den Punkt gereift, strukturiert, harmonisch, dabei mit perfekter Säure ausgestattet und entsprechend frisch. Der Wein trägt die für den Cortese typischen Mandelaromen mit sich. Danach übernehmen Birne und Quitte (der leicht oxydative Ausbau im großen Holzfass lässt grüßen). Dann treten Kräuter in den Vordergrund, Salbei meine ich gerochen zu haben. Dazu finden sich feine Grapefruitaromen und Stein. Die Länge ist phantastisch und bekam direkt Lust auf Gnocchi in Salbeibutter.

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Besonders auch sein gereifter Dolcetto. Das ist normalerweise ein bisschen so wie beim Gavi. Der Dolcetto wird als junger Wein getrunken, er ist ein guter Essensbegleiter und Punkt. Wenn es spannend werden soll, entscheidet man sich doch besser für Barbera oder noch besser, Nebbiolo. Nicht so beim Nibiô. Der 2006er Nibiô krempelt diese Denke genau so um wie der Filagnotti es beim Gavi tut. Auch hier bleibt der Wein erst einmal im Keller liegen. 2006 ist der aktuelle Jahrgang. Der Dolcetto der Unterart Graspo Rosso, eine sehr alte, lokale Variante, steht auf weißem Kalkstein mit Tonerde. Er wird, genau so wie der Gavi mit geringen Erträgen geerntet und spontan über 40 Tage vergoren, um dann für zwölf Monate im großen Eichenholzfass zu landen. Danach reift er auf der Flasche. Der Dolcetto duftet außerordentlich charmant nach den typischen Kirschen. Ich wollte schon Piemont-Kirschen schreiben, aber ich verkneife es mir. Dazu kommt Tabak, etwas mürbes Holz, Stein und Kräuter. Auch hier meine ich wieder etwas Salbei zu riechen. Der Geschmack steht im Spannungsfeld zwischen Reife und immer noch präsenter Jugend. Die Reife gibt etwas Süße und mürbe Noten, die Jugend eine immer noch vorhandene frische Kirschsaftigkeit und Säure. Dazu kommen präsente, aber gut eingebundene Tannine. Das ist ein herrlich eigenständiger Wein, zusammen mit dem Filagnotti eine Empfehlung für Ostern. Wild oder auch Lamm kann ich mir hier besonders in geschmorter Form vorstellen.

Zum Schluss gab es dann noch ein Schmakerl. C'era una volta il passato, ein Passito aus sonnengetrocknten Muskat-Trauben. Zum Niederknien. Die Trauben wurden wochenlang auf Strohmatten in der Sonne getrocknet, dann entrappt und vergoren. Die Trauben blieben eine Woche auf dem Saft, dann leicht gepresst  und in Holzbottich gefüllt, wo sie zehn Monate lang weiter gegoren haben. Der Wein ist dicht und überaus komplex. Dabei gar nicht so süß, wie ich es erwartet hatte. Kräuter, Honig, Blüten und Dörrobst bestimmen den Ton, getrocknete Feigen, Rosinen und Honig den Geschmack.

Die Weine gibt es (bis auf den Passito) seit einigen Wochen bei vinaturel. Lohnen tun sich auch die einfachen Weine aus den Flaschen mit Kronkorken. Aber Filagnotti und Nibiô sind schon wirklich besonders.

Die Weine habe ich auf der vinitaly 2014 probiert.

 

Meine Weinempfehlungen (nicht nur) zur Weihnachtszeit

17/Dez/13 13:00 kategorisiert in: Abschweifungen, Champagne, nach Rebsorten, Rotweine, Soul-Wine, Weißweine

Natürlich ist das immer so eine Sache, mit Empfehlungen. Vor allem, weil man damit immer eine ganze Menge an Weinen und Winzern ausschließt, die man in diesem Moment vielleicht gerade vergisst oder nicht mit dazu nimmt, weil es dann einfach zu viel wird. Sei es drum, ich habe eine Liste verfasst mit Weinen, die mir in diesem Jahr besonders aufgefallen sind, die auch noch verfügbar sind (ich habe nachgeschaut), und die für mich zum Fest passen, die ich selber auf den Tisch stellen würde. Die Kategorie günstig liegt meist unter 10 Euro, bei Schaumwein und Süßwein ist es etwas mehr. Die Kategorie mittelpreisig liegt um die 15 Euro und teuer ist halt teuer. Here we go:

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Schaumweine – Günstig

Stephan Steinmetz, Liaison Crémant, Obermosel: Einfach guter Stoff. Das ist Crémant wie er sein soll. Und so gut wie dieser Crémant, sind alle Weine von Stephan Steinmetz. Für €10.50 ab Weingut.

Gysler Pinot Brut 2007, Rheinhessen: Es gibt ihnen immer noch bei Alexander im Shop, diesen herrlich stoffigen, cremigen Pinot brut, handgerüttelt. Für erstaunlich günstige € 10.90 im Weingut Gysler

Lubentiushof Riesling Sekt brut, Mosel: Reif, fruchtig und doch herb und gleichzeitig glasklar. Meine Riesling-Schaumwein-Empfehlung vom zweiten Anlaufpunkt meiner Moselreise. Bei Vicampo für €15,-

 

Schaumweine – Mittelpreisig

Domaine Huet Pétillant Réserve de Vouvray 2002 Brut, Loire: Dieser 2002er Pétillant wird so etwas wie eine Legende werden und es ist für mich (ich weiß, ich lege noch einen drauf), einer der markantesten und besten Schäumer, die außerhalb der Champagne entstanden sind. Bei Vinaturel für €24,-

Champagne Agrapart Les Sept Crus Blanc de Blancs, Champagne: Wenn es in der Champagne noch Weine mit exzellentem Preis-Genussverhältnis gibt, dann ist das einer davon und für mich momentan unterhalb von €30,- mit Abstand der beste. Bei Kierdorfwein für €27,90

Geheimrat "J" Wegeler Erben, Riesling Sekt brut 2008, Rheingau: Deutscher Riesling Spitzensekt. Was Riesling angeht ist dieser Klassiker schwer zu toppen. Bei Weinwelt Rheingau für €28,-

 

Schaumweine – Teuer

Champagne Charles Dufour, Blanc de Noirs Brut Nature, Champagne: Gerade erst entdeckt und schon ins Herz geschlossen. Komplex, ungewöhnlich, pur. Bei Vinaturel für €55,-

Pierre Peters Cuvée Speciale Les Chatillons 2006 Blanc de Blancs Brut, Champagne: Hier zeigt sich die ganze Kraft, die die Chardonnays aus Le Mesnil sur Oger so einzigartig machen. Bei Noblewine für €69,90

Bruno Paillard Blanc de Blancs Brut Vintage 1996, Champagne: Das ist gleichzeitig präziser und subtiler Stoff, edel und lang, reif und stoffig. Oder, kurz gesagt: Großer Champagner aus einem exzellenten Jahr. In der Weinhalle für €95,-

 

Schaumweine – Ungewöhnlich

Immich-Batterieberg Jour fixe Brut Nature 2008, Mosel: Riesling Sekt von der Mosel, der schmeckt wie Winzerchampagner aus der Montagne de Reims. Geht nicht? Doch, bei Gernot Kollmann geht das. Bei TVINO.de für € 19,90

Roses de Jeanne "La Bolorée" 2008, Champagne: Ungewöhnlicher, rarer und großer Stoff. Cédric Bouchard, einer der besten Champagne-Winzer füllt kleine Mengen Weißburgunder-Champagner ab. Zum Niederknien. Bei Quendler in Wien für €90,- (liefert auch nach Deutschland)

Riffault

Weißweine – Günstig

Wagner-Stempel Riesling trocken 2012, Rheinhessen: Ein Klassiker bei mir. Jahr für Jahr immer wieder geliebt. Für mich der Gutsweinmaßstab und immer noch zurückhaltend bepreist. In der Weinhalle für €8,90

Bickel-Stumpf, Silvaner Muschelkalk 2011, Franken: Liegt zwar knapp über 10Euro aber bitte, für das, was der Silvaner an Eigenständigkeit und Spaß bietet, ist das günstig. Bei Vicampo für €11,-

Bischel, Grauer Burgunder trocken 2012, Rheinhessen: Reif, voll, mineralisch, schmelzig mit viel Druck am Gaumen. I Like that! Bei Vicampo für €7,90.

 

Weißweine – Mittelpreisig

Von Racknitz Riesling vom Schiefer, vom Kieselstein, vom Vulkangestein 2012, Nahe: Am besten im Dreierpack, dann hat man die drei Charaktere der unterschiedlichen Lagen direkt nebeneinander im Glas. Ab Weingut für je € 13,-

Rafael Palacios, Louro do Bolo 2012, Valdeorras: Für mich eine der Weißwein-Entdeckungen dieses Jahres: Godello, eine selten Sorte Spaniens. Der Louro schlägt für mich – in dieser Preisklasse – das Meiste aus dem Burgund. Bei Vinos für €16,95

Domaine Ciringa (Tement), Fosilni Bregg Sauvignon Blanc 2012, Slowenien: Purer, kalkiger, kräutrig-würziger und gleichzeitig charmanter Sauvignon von den Tements. In Wagners Weinshop für €13,50

 

Weißweine -Teuer

Heymann-Löwenstein, Riesling Uhlen L 2012, Mosel: Schlichtweg einer der großen deutschen Rieslinge des Jahres. Und vielleicht einer der besten, die Reinhard Löwenstein bisher gemacht hat. In der Weinhalle für €29,80

Querciabella, Bátar, Toskana: Welcher Jahrgang auch immer, sie sollte schon ein paar Jahre gereift sein, diese Cuvée aus Chardonnay und Pinot Blanc. Dann entwickelt sie sich zu einem der schönsten Weißweine Italiens. Wie zum Beispiel der Jahrgang 2007 aus der Hamburger Werft für €45,-

Christian Zündel, Chardonnay Dosso 2010, Beride, Tessin: Komplex, mineralisch, rassig, höchst induividuell und mit großer Zukunft, behaupte ich mal. In Wagners Weinshop für €46,-

 

Weißweine – Ungewöhnlich

Sebastien Riffault, Sancerre Saulétas 2010, Sancerre: Das ist kein Sancerre im ursprünglichen Sinn. Das ist Sauvignon Blanc, der mit Luft in Kontakt kam und seine eigenen Wege geht. Zunächst verwirrend dann begeisternd. Bei den Wein Rebellen für €26,50

Vigna di Milo 2011, I Vigneri di Salvo Foti, Sizilien: Auch hier schmeißt man notgedrungen oder mit Freuden Erwartungen und Voreingenommenheiten über Bord. Stein trifft Kräuter trifft Mineralität. Ein Verwandlungskünstler über Tage hinweg. Bei Vinaturel für €33,-

Schieferstern Purus 2012, Rita & Rudolf Trossen, Mosel: So ganz ungewöhnlich ist die Machart dieser Weine nicht – im Jura. An der Mosel natürlich schon. Wer klassischen Riesling erwartet, wird enttäuscht. Wer Freakstoff haben möchte, wird belohnt. Weine ab Hof.
 

stella

Rotweine – Günstig

Mas Coutelou, 7, Rue de la Pompe 2012, Hérault: Das ist Südfrankreich pur und natürlich, für wenig Geld. Das geht auch, und hier sogar sehr gut. Bei Vin Pur für €7,00

Château la Grolet, Côtes du Bourg Classique 2011, Bordeaux: Wer klassischen Bordeaux für kleines Geld sucht, der gleichzeitig Saft und Struktur hat, ist hier richtig aufgehoben. Beim Weinkosmos für schlanke €8,90.

Eric Texier Brézème 2010, Rhône: Schon im Blog beschrieben, vor kurzem. Das ist Nord-Rhône-Syrah wie er sein sollte: duftig, würzig, lang aber kein bisschen schwer. Sensationell für diesen Preis. Für €11,40 bei Einfach Wein Kaufen

 

Rotweine – Mittelpreisig

Moric Blaufränkisch 2012, Burgenland: Selten habe ich mehr Wein für's Geld bekommen. Das ist einfach große Klasse, was der Roland Velich da für €14,80 auf die Flasche füllt. vielleicht mein liebster Rotwein in diesem Jahr. In der Weinhalle für €14,80.

Enderle & Moll Spätburgunder Liaison 2011, Baden: Ausgezeichneter Spätburgunder für diesen Preis und so etwas wie ein Repräsentant des neuen, schlanken, frischen Stils. Bei Wein Förster für €17,50

Régis Forey, Morey-St.-Denis 2009, Bourgogne: Saftiger Burgunder aus alten Weingärten. Ein Geheimtipp, wie ich finde, zu einem für Burgund wirklich günstigen Preis. Bei Quendler für €28,-

 

Rotweine – Teuer

Ernst Triebaumer, Blaufränkisch Marienthal 2001, Burgenland: Ich wusste wohl, dass es exzellenten Blaufränkisch gibt. Vor dem Genuss dieses Weines wusste ich allerdings nicht, dass es auch Blaufränkisch von dieser Größe und Struktur gibt. Bei rotweissrot für € 82,50.

Foradori Sgarzon Teroldego 2010, Trentino: Die Rebsorte habe ich eh ins Herz geschlossen, die Winzerin auch. Was sie hier seit einigen Jahren aus ihren Amphoren holt, ist keineswegs ungewöhnlicher Freakstoff sondern großartiger Charakterwein. Bein Vinaturel für €32,-

Stella di Campalto, Brunello di Montalcino 2005, Toskana: Ein Traum-Brunello von höchst eigenem Charakter. Ein kleines, biodynamisch erbeitendes Weingut, das ich auf der Vinitaly kennegelernt  habe. Es gibt nur wenige Flaschen bei 50 Second Finish für € 58,50.

 

Rotweine – Ungewöhnlich

Azienda Agricola Manenti, Cerasuolo di Vittoria 2011,  Sizilien: Frucht trifft Säure trifft einen komplett eigenen Charakter. Der Frappato geht eine schöne Alliance mit Nero d'Avola ein. Ein toller Essensbegleiter, bei Baglio Antica Sicilia für €16,95

COS, Frappato 2012, Sicilien: Noch mal Frappato, diesmla reinsortig. Ein ungewöhnlicher Frucht- und Blütenduft strömt aus dem Glas. Ein Rotwein, den man einfach mal probiert haben sollte. Bei Vinaturel für €14,50

 

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Dessertweine – Günstig

Heinz Velich Beerenauslese Seewinkel, Neusiedlersee: Flüssiges Gold aus dem Holzfass. Bei Wagners Weinshop für €14,90

 

Dessertweine – Mittelpreisig

Alexander Gysler Huxelrebe Beerenauslese 2010, Rheinhessen: Alex ist sicher der Großmeister der Huxelrebe. Das schmeckt man hier auch wieder. Seit langem schon einer meiner liebsten süßen Weine. Ab Weingut für €19,90.

 

Dessertweine – Teuer

Domaine Huet, Fünf Weine des Jahrhundertjahrgangs 1989, Vouvray: Fünf große Chenin Blancs von Restsüß bis zu großer Fruchtkonzentration. Wer solche Chenins noch nicht kennt, sollte in diese kleinen Fläschchen investieren. Eine Offenbarung. Bei Vineo für €89,00

Florian Weingart, Bopparder Hamm Engelstein Riesling Trockenbeerenauslese 192 Öchsle, Mittelrhein: Riesling-Essenz nahe der Vollendung. Unglaubliche Frucht, Extraktfülle und Tiefe. Ab Weingut €75,50

 

Dessertweine – Ungewöhnlich

Domaine de Sablonettes, Le Quart d'Heure Ange Vin, Loire: Rosinierter Cabernet Franc, konzentriert, duftig und einfach lecker. Süßwein, mal anders. Bei Vins Vivants für zurückhaltende €10,-

 

Trinkt mehr Sherry! Teil 3 – etwas zur Geschichte und dazu La Bota 27

04/Dez/13 13:00 kategorisiert in: Palomino, Weiß, Spanien

Geschichte
Wie in vielen anderen Mittelmeerländern auch wurde Weinbau in Andalusien zunächst durch Exilgriechen und Phönizier geprägt. Dann zogen Katharer und Römer vorbei. Hier sollte erwähnt werden, dass der römische Geschichtsschreiber, Lucius Iunius Moderatus Columella, wenn nicht in Cadiz geboren, so doch gestorben ist. Sein Werk de rustica ist das bedeutendste römische Werk über die Landwirtschaft und somit auch über den Weinbau.

Zu Beginn des 8. Jahrhunderts kamen bekanntlich die Mauren, die tiefe Spuren ihrer Kultur in diesem Teil Spaniens hinterlassen haben – Gott sei Dank, möchte man sagen. Der Weinbau wurde damals nicht etwa aufgegeben, auch wenn der Koran bekanntlich seine Probleme mit dem Genuss alkoholischer Getränke hat. Der Weinanbau hat zwar seine Schwächephasen in Zeiten religiösen Eiferertums erlebt, grundsätzlich jedoch gab es Kontinuität. In diesen Zeiten wurde die Hauptstadt des Gebietes, das heutige Jerez übrigens Sherish genannt.

sherry_historie_1

Im Jahre 1264 wurde die Stadt von den Christen zurückerobert und wurde Grenzstadt, was den heutigen Namen Jerez de la Frontera erklärt. Da die Traubenproduktion ein wichtiger Wirtschaftszweig war, wurde sie durch den damaligen König Alfons X. nicht nur gefördert, sondern sogar verordnet. Einer seiner wichtigsten, in Jerez stationierten Militärs hieß Fernán Ibáñez Palomino und gab der heute am weitesten verbreiteten Traubensorte den Namen. Die Weine aus Jerez wurden schon damals weit über die Grenzen Andalusiens hinaus geschätzt und sogar im Tausch mit englischer Wolle nach England vertrieben, wo der Name Sherry geprägt wurde. Im 15. Jahrhundert schließlich wurde der Vorläufer des heutigen Regulationssystems bezüglich der Lese, der Lagerung und des Ausbaus formuliert.

Die spanische Eroberung Amerikas förderte den Absatz des Weines in die entfernten Kolonien während die Heirat Katharina von Aragon mit Arthur von England und später mit seinem Bruder Heinrich VIII dem Export nach England eine weitere Blütezeit ebnete. Sherry gehörte neben Port und Claret aus Bordeaux über Jahrhunderte hinweg zu den wichtigsten Weinen, die in England getrunken wurden. Zur damaligen Zeit, also im 17. und 18. Jahrhundert siedelten sich dann auch die ersten englischen Häuser wie zum Beispiel Harveys an. Es gab zwischenzeitlich große Konflikte zwischen dem Verband der Weinbauern, die ihre Ware schnell los werden wollten und den Händlern, die einen bestimmten gereiften Stil des Weins bevorzugten. diese setzten sich schließlich durch und entwickelten neue Verfahren, um die Qualität des Produktes zu gewährleisten. Im Rahmen dessen entstand das Solera-Verfahren.

Das ausgehende  19. und 20. Jahrhundert wurde zunächst durch die Reblaus-Problematik geprägt, die man jedoch relativ schnell in den Griff bekam. Immer problematischer wurden die Konkurrenz durch Nachahmerprodukte, die den Namen Sherry für Produkte genutzt haben, die nach ähnlichem Verfahren in anderen Teilen der Welt hergestellt. Dies wurde erst 1996 durch eine Verordnung der Europäischen Union zu Gunsten von Jerez geregelt.

fino

Zum Schluss noch ein Glanzstück: Equipo Navazos La Bota de Fino 27

Es gibt einige Besonderheiten an diesem Fino. Er stammt aus einer Solera der Bodegas Valdespino, einer der besten Bodegas des ganzen Distriktes. Das tatsächlich Einzigartige ist, dass dies ein Einzellagen-Sherry ist, denn die Palomino-Reben stammen samt und sonders aus dem Weinberg Macharnudo Alto, dem höchsten Weinberg rund um Jerez und dem mit dem reinsten Albariza-Boden. Er gilt als beste Lage in Jerez.

Die Solera, die der Bota de Fino 27 Macharnudo Alto zugrunde liegt, schrie förmlich nach Abfüllung, schreibt die Equipo Navazos zu diesem Wein. Und in der Tat ist dies hoch-artifizieller, charaktervoller, reifer Stoff. Viel dichter und komplexer als ich je einen Fino probiert hätte. Aus dieser Solera hat die Equipo auch schon die Nummern 2, 7, 15 und 18 abgefüllt, doch diese hier ist wohl die reifste, mit einem Durchschnittsalter von 11 Jahren.

Dieser karamellfarbene Stoff wurde pur, ohne Filterung (wie es für Fino normalerweise üblich ist), abgefüllt. Er ist dunkler als ein üblicher Fino und er ist im Duft expressiv. Da ist einfach von allem satt, dabei merkt man allerdings schon im Duft, dass der Wein streng und absolut straight bleibt, bei aller Fülle. Diese Fülle ist eine Mischung aus Hefe, Mandeln, etwas grünen Walnüssen, Zitrus, Feigen und Salz. Da ist wenig Wärme drin, das ist mitnichten ein molliger Wein wie man es von einem Cream oder so kennt. Am Gaumen ist es ähnlich. Er ist üppig aber kühl, streng, leicht salzig mit dem Geschmack von Kumquatschale  und Limonenschale und Kalk. Ich finde, dass der kreidigkalkige Boden hier sehr gut schmeckbar ist und ich benutze hier gerne mal den Begriff von Mineralität, denn hier finde ich ihn angebracht. Er kommt noch besser, wenn man leicht salzigen Schinken dazu probiert oder gegrillten Sardinen. Das passt geradezu perfekt. Was den Wein auf der imaginären Punkteskala dann noch weiter nach oben treibt, ist die Länge und die, wie auch schon beim Manzanilla bemerkt, die ständige Veränderung im Glas. Diese Weine, diese absolut trockenen Sherrys mit 15% Volumen und dieser Strenge im Geschmack sind herausfordernd, etwas ungewohnt, wenn man es nicht gewöhnt ist, aber begeisternd, wenn man sich etwas herangetastet hat. Ich kann nur eine große Empfehlung aussprechen!

Dieser Sherry stammt ebenso wie der Manzanilla von Weine & Feinkost in Wuppertal. Ihr findet ihn hier.

Hier geht es zu Teil 2 der kleinen Sherry-Serie.

Hier geht es zu Teil 1 der kleinen Sherry-Serie.


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