originalverkorkt - flüssige und überflüssige Eskapaden



Bezahlbarer Steillagen-Riesling mit Ich-will-mehr-davon-Charakter

11/Aug/14 12:30 kategorisiert in: Riesling, Weiß, Deutschland

Kurz bevor ich in die Ferien nach Bonn und Königswinter, also in die letzten Ausläufer des Anbaugebietes Mittelrhein gefahren bin, erreichte mich aus gegenläufiger Richtung ein Paket mit Weinen, die nur unwesentlich weiter den Rhein hinauf entstanden sind. Ich muss zugeben, ich habe Bad Hönningen immer mehr mit Fruchtsäften als mit Wein in Zusammenhang gebracht – das ändert aber natürlich nichts daran, dass dort welcher entsteht. So habe ich mich über das Weinpaket von Sebastian Schneider gefreut, denn ich fühle mich diesem Gebiet durchaus verbunden.

steillagenriesling

Sebastian Schneider stammt aus Bad Hönningen und hat dort im elterlichen Betrieb des Stadtweingutes Bad Hönningen seine Lehre gemacht um später bei Hermann Dönnhoff seiner Ausbildung einen weiteren Schliff zu geben. Noch bevor er fertig war, erkrankte sein Vater schwer und Sebastian sah sich damals noch außer Stande, das Weingut schon so früh zu übernehmen. Entsprechend haben seine Eltern den Betrieb verkauft und er selbst heuerte bei Markus Molitor an der Mosel an, wo er das Ding mit der Spontanvergärung gelernt hat.

Mittlerweile bewirtschaftet der 32jährige Sebastian seine eigenen knapp 2,5 Hektar am Mittelrhein und somit in einem Anbaugebiet, dass keinen besonderen Ruf hat. Das liegt nicht am Potential, dass das Gebiet hat sondern an zu wenigen Winzern, die das Potential ausschöpfen. Neben Toni Jost, Ratzenberger, Florian Weingart und Matthias Müller gab es lange Zeit kaum weitere bekannte Winzer. Mit Josten & Klein etablieren sich gerade neue Winzer in der vorderen Reihe und der Verbund der Gipfelstürmer, zu denen die hier bereits erwähnten Brüder der Phillips-Mühle gehören und deren Mitglied Sebastian Schneider ebenfalls ist, wollen, wie der Name schon sagt, ebenfalls höher hinaus. Und genau das hat das Gebiet nötig, denn wenn ein Weinbaugebiet keinen Ruf hat, kann der Winzer auch kaum gute Preise verlangen. Das sieht man auch im Preisgefüge von Sebastian Schneider, dessen Steillagen-Riesling mit €5,70 bepreist ist. Ich schreibe das gerne nochmal: Fünf Euro siebzig - für eine Flasche Handarbeit aus steilen Lagen, in denen normalerweise keine besonders hohen Erträge entstehen. Die Konsequenz ist, dass Schneider von dem, was er am Mittelrhein tut, nicht leben kann. Das ist auch anderswo mit 2,5 Hektar Rebfläche nur schwer möglich, doch am Mittelrhein geht es gar nicht. Entsprechend entstehen seine Weine im Nebenerwerb. Das funktioniert nur, wenn man so etwas wirklich will, wenn einen die Passion vorantreibt – zumal Schneiders Lagen wie ein Flickenteppich über das gesamte Gebiet verteilt sind. Wer die Orte Oberheimbach (Klosterberg, Römerberg), Niederheimbach (Froher Weingarten), Boppard (Hamm Weingrube) und Bad Hönningen (Münchberg) einfach mal bei Google Maps eingibt, kann sich vorstellen, was für einen Aufwand die Bewirtschaftung mit sich bringt.

Alte_Reben

Der Steillagen-Riesling aus Oberheimbach mit dem ansprechenden Etikett hat eine knackige schöne Säure und eine saftige Frucht samt Kräutern dazu. Er füllt den Mund und macht Spaß. Der Wein hat Charakter, und das findet man bei einem Einstiegs-Wein für unter sechs Euro selten. Kurz gesagt, ist das ein Guts-Riesling auf sehr gutem Niveau, für den man bei diesem Preis anderswo wirklich lange suchen muss.

Wer etwas mehr Geld ausgeben möchte bekommt den Riesling Alte Reben für sieben Euro. Und das ist, ehrlich gesagt, ein ziemlicher Knaller: Der Wein ist tiefer, kräftiger und konzentrierter als der Steillagen-Riesling. Dazu dürfte die Maischestandzeit höher gewesen sein, die eine deutlichere phenolische Note in den Wein bringt. Außerdem gibt es hier steinige Würze und Frucht satt und die Länge stimmt. Das ist ein Riesling, wo andere froh sein würden, wenn sie diese Qualität in ihrem 12-Euro-Wein hätten. Der Riesling steht ebenfalls in Oberheimbach bei  Bacharach, was nicht mehr allzu weit von Bingen entfernt ist, dem Ort wo der Mittelrhein endet und Rheingau, Nahe und Rheinhessen sich treffen.

Für alle, deren Budget begrenzt ist und die trotzdem guten bis sehr guten Riesling trinken wollen, sind die Weine von Sebastian Schneider eine absolute Empfehlung. Und für alle anderen, die mal wieder etwas Neues entdecken wollen natürlich auch. Die Weine bekommt man direkt ab Hof über die Website.

Wurzelecht und bunt gemischt – uralte Gemischte Sätze von wurzelechten Rebstöcken in Deutschland

Daz niemand keinen win mit gemecht machen sol noch keinen hunischen stock machen oder legen noch kein sun davon ziehen
Heilbronner Urkundenbuch von 1399

Wenn wir heute über Wein sprechen, meinen wir in erster Linie ein Genussmittel, dem wir mehr oder weniger viel Aufmerksamkeit schenken. Wein muss nicht immer edel und teuer sein, es kann auch ein einfacher Alltagswein sein, der uns schmeckt. Die Zeiten, in denen die Bedeutung von Wein über die eines Genussmittels hinausging, sind dagegen noch gar nicht so lange vergangen. Noch Ende des 19. Jahrhunderts baute beispielsweise der Gründer eines der heute angesehensten und größten Weinunternehmens der Welt, Dr. Christopher Rawson Penfold, kurz nach seiner Einwanderung in Australien den Wein als Heilmittel an. Er ging von der tonischen Wirkung dieses Getränks aus, das anämischen Patienten besonders in den abgasbelasteten Städten des industrialisierten Nordens den Aufbau roter Blutkörperchen erleichtern sollte. Neben dem Einsatz als Heilmittel hatte Wein jedoch eine noch viel wichtigere, ja lebenswichtige Bedeutung. Wein galt über Jahrhunderte hinweg als Lebensmittel, genauer gesagt als Standardgetränk, mit dem zum Teil auch Arbeiten entlohnt wurden.

Genau aus diesem Grund kam das Weinland Südafrika zu seinem heute wichtigsten Exportartikel. Südafrika lag auf der Route der Holländisch-Ostindischen Compagnie, und diese nahm auf dem Weg nach Indien das Kap Afrikas in Besitz, um zunächst einmal eines zu tun: Wein anzubauen. Wein wurde auf Schiffen als Wasserersatz genutzt; denn er war nicht nur sauberer als das meiste Wasser, das früher zu haben war, er hielt sich auf Schiffsreisen auch bedeutend länger. Von ähnlicher Bedeutung war der Wein im Mittelalter und darüber hinaus. Neben der zweifelsohne berauschenden Wirkung dieses Getränks diente es in den vergangenen Jahrhunderten auch der Grundversorgung. Vom Regensburger Dombau – ein großes und hohes Gebäude, bei dem es eigentlich auf Zuverlässigkeit und sicheren Tritt ankam – und seinen Rechnungen weiss man, dass die dortigen Arbeiter trotzdem mehrere Liter Wein am Tag tranken. Auch wenn der Wein, was den Alkoholgehalt angeht, kaum mit dem heutigen vergleichbar gewesen sein dürfte, muss die Leber ordentlich zu tun gehabt haben. Auch die Qualität dieser Weine dürfte selten wirklich Freude bereitet haben; denn Wein wurde überall, auch in kalten Gegenden angebaut, in denen nicht einmal die früh reifenden Sorten jemals eine Chance für die Reife hatten. Selbst die kleine Eiszeit vom 14. bis 19. Jahrhundert hielt in Deutschland kaum jemanden davon ab, aus erbärmlichen Hügeln jene Weinberge zu machen, die heute noch in Flurnamen erhalten sind.

Bild zu:   Wurzelecht und bunt gemischt

Um jedoch den Weinberg möglichst widerstandsfähig gegen Frost und Krankheiten zu halten, wählte man damals eine Anbaumethode, die heute unter dem Namen Gemischter Satz bekannt ist. Dabei werden im Gegensatz zur heute üblichen Monokultur unterschiedliche Sorten gepflanzt. Ein Gemischter Satz ist also eine Umschreibung für einen Weinberg, in dem es wild zugeht, so wild, wie wir es gar nicht mehr gewohnt sind. Nach heutiger Definition müssen mindestens zwei verschiedene Rebsorten durchmischt gepflanzt sein, meist waren es jedoch bis zu dreißig. Und da konnten sich dann auch rote Sorten mit weißen Sorten die Fläche teilen. Zum Schluss wurde das Mittelmaß der Reife genommen, oder der Winzer orientierte sich an der Leitrebsorte des Weinbergs. Er wird im Laufe der Zeit die Erfahrung gemacht haben, dass der Wein am besten schmeckt, wenn eine spezifische Sorte des Weinbergs ausgereift ist. Entsprechend durften früh reifende Sorten ein wenig überreif sein und andere, spät reifende Sorten, durften noch etwas grün und unreif sein. Im Mittel jedoch – diese Erfahrung konnte man mit solchen Weinen machen – fiel es nicht auf. Für den Winzer ist diese ganz alte Form des Weinanbaus ein Schutz gewesen; denn er hatte mit dieser Methode durch die Sortenvielfalt einen widerstandsfähigeren Weinberg, der Weinberg wurde zu einem einzigen Zeitpunkt gelesen und die klimatischen Schwankungen wurden zumindest teilweise ausgeglichen.

Bild zu:   Wurzelecht und bunt gemischt

Wo im Mittel gelesen wird, kann auch nur eine mittlere Qualität herauskommen, mag man annehmen – aber so einfach ist es nicht. Auch wenn kaum ein Winzer, der einen gemischten Satz anbaut, mit diesem in die Riege der Spitzenweine vorstoßen dürfte, gibt es doch eine Reihe wirklich bemerkenswerter Weine, die über ein Mittelmaß deutlich hinausgehen. Die Ergebnisse sind sogar so gut, dass man wohl von einer kleinen, noch schüchternen Renaissance sprechen kann. Leider haben die Wiener Winzer sich die Bezeichnung Gemischter Satz frühzeitig EU-weit schützen lassen, sodass sich nur Weine aus dem Wiener Weinviertel so nennen dürfen. Alle anderen Weine müssen auf andere Bezeichnungen wie Alter Satz etc. ausweichen. Einer der Winzer, die einen solchen Weinberg frisch angelegt haben und sich eine entsprechende Bezeichnung suchen mussten, ist der Nahe-Winzer Matthias Adams, der mit seiner Frau Luise Freifrau von Racknitz das gleichnamige Weingut führt.

Vor einigen Tagen traf ich ihn auf einer Veranstaltung, wo es um eine ganz spezielle, ja rare Form des Gemischten Satzes ging, nämlich um Gemischte Sätze aus wurzelechten Reben. Wenn Gemischte Sätze schon relativ selten sind, so sind es die aus wurzelechten Reben erst recht; denn sie sind Relikte einer weitgehend vergangenen Zeit. Sie stammen im Wesentlichen aus der Zeit vor der Reblausplage im 19. Jahrhundert. Die Reblausplage, die mit Setzlingen aus den USA eingeschleppt wurde, zerstörte innerhalb weniger Jahre die meisten Rebbestände in Mitteleuropa und ließ, vereinfacht gesagt, nur dort Reben übrig, wo die Rebläuse sich nicht im Boden festsetzen konnten, beispielsweise im reinen Schiefer einiger Mosellagen oder in sandigen Böden. Von dort, wo das Verderben herkam, wurde irgendwann allerdings auch die Hilfe geliefert. Es waren wilde amerikanische Rebsorten, die schließlich in den hiesigen Weinbaugebieten gepflanzt wurden – nicht um Wein zu liefern; denn der schmeckte nicht. Die Rebstöcke liefern bis heute lediglich die Unterlage, also den Stamm, auf dem die edlen Reben wie Riesling, Chardonnay oder Pinot Noir wachsen.

Bild zu:   Wurzelecht und bunt gemischt

Racknitz’ Wein mit dem Namen Gemengelage stammt zwar nicht direkt von alten knorrigen wurzelechten Reben, und doch hat er etwas damit zu tun. Matthias Adams hat diesen Weinberg gepflanzt, um Rebsorten zu erhalten, die kurz davor sind auszusterben und die es teilweise nur noch in diesen uralten wurzelechten Weinbergen gibt. Eine dieser Sorten ist der Weiße Orléans und einen Rebstock, vielleicht den ältesten, mehrere hundert Jahre alten fand man bei von Racknitz am Disibodenberg. Dort, wo Hildegard von Bingen ihr halbes Leben verbrachte, wird seit Urzeiten Weinbau betrieben, und einer dieser vielleicht im ausgehenden Mittelalter gepflanzten Rebstöcke hat bis heute überlebt. Damit der Weiße Orléans dort erhalten bleibt, wurde auf dem Weingut ein Weinberg angelegt, in dem Orléans-Klone im Verbund mit anderen, teils höchst seltenen Sorten gepflanzt wurden. Dabei hat Matthias Adams einen besonders alten und gesunden Weinberg fast eins zu eins abgebildet und lediglich einige weitere alte Sorten zusätzlich mit aufgenommen. Der wurzelechte Weinberg, von dem diese Reben stammen, steht in Franken und wurde in jenem Jahr gepflanzt, als die erste deutsche Eisenbahn, der Adler, von Nürnberg nach Fürth fuhr – 1835. Seitdem hat dieser Weinberg Fröste genauso wie Krankheiten überlebt, und für das Weingut Zang in Somerach ist der aus diesem Weinberg stammende sogenannte Alte Satz mittlerweile das Paradepferd im Angebot. Es war auch der beste Wein des Abends, den der Bonner Weinenthusiast Thomas Riedl in dreijähriger Vorbereitung organisiert hat. Schnell wurde bei seiner Präsentation klar, wie aufwendig die Recherche nach den verbliebenen uralten, teils winzigen Weinbergen war. Er hat etwa 20 gefunden, und sehr viel mehr dürfte es in Deutschland, wo der Gemischte Satz über Jahrhunderte hinweg die normale Anbauform war, nicht mehr geben. So stand auch weniger die Weinqualität der einzelnen Weine der Probe im Vordergrund – hier spielt ja auch die Erfahrung der Winzer eine nicht ganz unbedeutende Rolle -, sondern vielmehr das Besondere im Weinberg.

Zwar habe ich an jenem Abend nicht das erste Mal vom Blauen Kölner gehört; denn ich bin im Rheinland aufgewachsen und dank Kölsch und Karneval ist mir der Blaue Kölner nicht fremd. Nur als Rebsorte hatte ich ihn bisher nicht wahrgenommen. Auch das Möhrchen war mir bisher als Rebsorte gänzlich unbekannt. Im Alten Satz von Zang stehen vornehmlich uns bekannte Sorten wie Elbling, Silvaner, Traminer, Riesling oder Gutedel. Eine solche Mischung wird als vinum francium oder Herrensatz bezeichnet, denn hier finden sich die noblen Rebsorten, die für den Adel bestimmt waren, und die als Zehntwein abgegeben werden mussten. Für das einfache Volk gab es vinum hunicum, den heunischen Wein oder Knechtwein, also den für den Hausgebrauch. In solchen Sätzen finden sich die Sorten, die heute kaum noch jemand kennt und die tatsächlich so rar sind, dass sie in wenigen Jahren ganz aus unseren Weinbergen verschwinden könnten. Zählte man im 19. Jahrhundert offiziell noch über 400 gebräuchliche Weinsorten, sind es heute noch 130, Tendenz fallend – man kennt es von Birnen- und Apfelsorten zur Genüge. Aufzählen muss ich einige dieser Sorten; denn wer vermutet schon eine Putzscheere im Weinberg? Wer kennt noch Honigler oder Vogelfränkische, Hartschwartz oder den Blauen Urban? Auch der Weiße Heunisch, neben dem Traminer die zweite Sorte, die sich irgendwann in einer Wildkreuzung zum Riesling geformt hat, gehörte zu den heunischen Weinen, während der Traminer zu den edlen Sorten gezählt wird.

Bild zu:   Wurzelecht und bunt gemischt

Wer als Winzer das schnelle Geld machen will, ist bei dieser Art Weinbau natürlich falsch aufgehoben. Das wurde beim letzten Wein des Abends mehr als deutlich, einem roten gemischten Satz aus Franken, wo mit Abstand die meisten dieser alten Rebanlagen zu finden sind. Der im churfränkischen Klingenberg stehende Satz besteht aus 16 Rebsorten wie der Fleischtraube, dem Roten Elbling, dem Roten Franken (den es nur noch dort gibt), Cabernet Sauvignon (tatsächlich wurzelecht) oder Blauem Kölner (sic!). Um den Weinberg zu erhalten, hat man kürzlich allein 116 Meter an neuen Mauern gezogen, eine Treppe neu angelegt und den Weinberg teils neu terrassiert – für 130 Flaschen Erntemenge pro Jahr. Das Thema ist also ohne Zweifel eine Aufgabe für Enthusiasten. Genauso aber eine Aufgabe für jene, die gerne neben Chardonnay und Pinot, Riesling und Sauvignon Blanc mal etwas weiter schauen und stöbern, um etwas Unbekanntes zu finden, was dabei übrigens selten mehr als einen Zehnten kostet und doch deutlich seltener ist als Romanée-Conti oder eine Flasche Château Petrus.

Anmerkung: Bild 3, von Matthias Adams zur Verfügung gestellt, zeigt den Jahrhunderte alten weißen Orléans am Disibodenberg, der auf den ersten Blick eher an Efeu denn an Wein erinnert. Auf Bild 1 und 2 bekommt man einen Eindruck vom Zustand solch alter Rebanlagen und auf Bild 4 gibt es einen Blick auf die Parzellierung eines alten fränkischen Weinbergs. Fotos jeweils von Thomas Riedl, dem viel Dank gebührt.

Der Artikel erschien zuerst im Januar 2013 im Blog Stützen der Gesellschaft der faz.net. Aber da ich das Thema weiterhin so spannend finde, dachte ich, es kann nicht schaden, es hier auch noch mal zu publizieren. List ja nicht jeder die Stützen.

 

Live-Blubber im Weingut Trossen oder wie es sich anhört, wenn ein Wein gärt

01/Nov/13 16:52 kategorisiert in: Im Netz, Weiß, Deutschland

Wie allerorten gärt auch bei Rudolf Trossen in Kinheim-Kindel an der Mosel mittlerweile der junge Wein im Keller. Der Unterschied zu allerorten: Ihr könnt ihm am Montag ab 20h dabei zuhören. Und zwar hier http://s01.a.airtime.pro:8000/knut.m3u oder im Audio-Player unter http://trossenwein.de. Möglich macht dies Knut Aufermann, ein Soundkünstler und Freund der Trossens.

trossen

Rudolf Trossen ist einer der Begründer des biodynamischen Weinbaus in Deutschland. Während der Mosel-Winzer hier nur einer relativ kleinen Menge an Weinliebhabern bekannt ist, ist er in Skandinavien vor allem mit seinen Naturweinen ein Star. Man findet seine Weine im Noma, im Geranium oder im Fäviken und Dänen, Schweden, Norweger und Finnen geben sich bei ihm praktisch die Klinke in die Hand. Mehr dazu bald hier im Rahmen der Mosel Podcast-Reise.

Zen aus dem Uhlen: Blaufüßer Lay 2012 von Heymann-Löwenstein

03/Okt/13 20:17 kategorisiert in: Riesling, Weiß, Deutschland

blaufuesserlay

Stell Dir vor, Du sitzt entspannt auf einem Tatami in einem traditionellen japanischen Gasthaus. Dein Blick schweift über die Schiebetüren und ruht irgendwann auf der Kiefer, die Du durch die halbgeöffnete Terrassentür erblickst. Sie steht in einem Steingarten und bewegt sich langsam im Wind. Irgendjemand hat frisches Obst aufgeschnitten und in eine Schale gelegt; Weinbergpfirsich, Grapefruit, Apfel. Dann gießt Du Dir aus einem Krug aus blauem Schiefer ein Glas klares, frisches Quellwasser ein, setzt es an die Lippen und trinkst.


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