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	<title>originalverkorkt &#187; Weiss, Deutschland</title>
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	<description>flüssige und überflüssige Eskapaden</description>
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		<title>Mannwerk No.1, Riesling Spätlese &quot;Alte Reben&quot; St. Aldegund, Mosel</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jul 2011 10:38:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss, Deutschland]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Freitag war ich in Köln im Marieneck um dort das Ergebnis der Arbeit eines wirklich schwierig zu meisternden Erstlingswerks zu probieren - das Ergebnis einer Gemeinschaftsleistung von fünf Weinfreunden und einem befreundeten Winzer, das Ergebnis einer Leidenschaft in Verbindung mit richtig viel Arbeit, mit Hoffen und Bangen.



Ein Haufen Leute war gekommen um den ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag war ich in Köln im <em><a href="http://www.kochkurs-koeln.de/" target="_blank">Marieneck</a></em> um dort das Ergebnis der Arbeit eines wirklich schwierig zu meisternden Erstlingswerks zu probieren &#8211; das Ergebnis einer Gemeinschaftsleistung von fünf Weinfreunden und einem befreundeten Winzer, das Ergebnis einer Leidenschaft in Verbindung mit richtig viel Arbeit, mit Hoffen und Bangen.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/07/mannwerk_marieneck.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1850" title="mannwerk_marieneck" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/07/mannwerk_marieneck.jpg" alt="" width="590" height="366" /></a></p>
<p>Ein Haufen Leute war gekommen um den 2010er Mannwerk Riesling Spätlese »Alte Reben« die Ehre zu erweisen. Ein Riesling den die fünf – von denen ich <em><a href="http://allemanfang.tumblr.com/" target="_blank">Marquee</a></em> persönlich kenne und  <em><a href="http://www.carstensebastianhenn.de/" target="_blank">Carsten Henn</a></em> vom Lesen – als Erstlingswerk produziert haben. Ich finde solche Projekte an sich schon mal großartig: Sich zusammenzutun, ein Stück Weinberg zu kaufen und mit den eigenen Händen und wohl auch im Rücken zu erfahren, wie hart und auch gefährlich die Arbeit in einer moselanischen Steillage ist, welche Rolle Wind und Wetter spielen und die verschiedenen möglichen Schädlinge bis hin zu Wildschweinen und Staren… gleichzeitig ein Stück Weinkulturgeschichte zu bewahren, als das finde ich absolut unterstützenswert. Und damit war ich selbstverständlich nicht alleine. Schon von den bloggenden Weinfreunden habe ich neben <em><a href="http://chezmatze.wordpress.com/" target="_blank">Chez Matze</a></em> und <em><a href="http://chezuli.wordpress.com/" target="_blank">Chez Uli</a> <a href="http://wernerelflein.de/" target="_blank">Werner Elflein</a></em>, den <em><a href="http://www.weinkaiser.de/" target="_blank">Weinkaiser</a></em> und <em><a href="http://toaster.wordpress.com/" target="_blank">Nur ein paar Verkostungen</a></em> getroffen. Und alle jene wussten zu schätzen, was die fünf frischen Nebenerwerbswinzer mit Beihilfe des Winzers <em><a href="http://www.stein-weine.de/index.php" target="_blank">Uli Stein</a></em> in der Steillage im Jahr 2010 geleistet haben. Wie sagt <em>Chez Matze</em>, &#034;Wenn man älteren Winzern glauben darf, liegt der letzte derart schwierige Jahrgang wie 2010 schon mindestens 25 Jahre zurück. Ein Glück also für unsere fünf Männer, dass sie das Privileg besaßen, gleich im ersten Lehrjahr etwas erleben zu dürfen, worauf andere fast eine Generation lang warten mussten.&#034;</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/07/mannwerk_wein.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1851" title="mannwerk_wein" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/07/mannwerk_wein.jpg" alt="" width="590" height="346" /></a></p>
<p>Sie haben die Feuertaufe bestanden, da waren wir uns ziemlich einig, auch wenn dieser Wein die ganze Schwierigkeit des Jahrgangs widerspiegelt, leicht entsäuert wurde und immer noch eine ordentliche Menge Säure besitzt, so dass ich an jenem Abend das Gefühl hatte, der Wein nagt am Zahnschmelz. Nein, es ist natürlich übertrieben, zumal die feine, weiße, teils etwas exotische Frucht die Säure gut kontert. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass der Wein noch etwas braucht, um wirklich zu sich zu kommen, ich glaube, dass er erst in einem halben Jahr wirklich da sein wird. Überhaupt ist das ein Wein, den ich erst wieder aus dem Keller holen möchte, wenn <em>die Fünf </em>schon den nächsten Jahrgang auf die Flasche gezogen haben werden. Dann haben sie hoffentlich ein wenig mehr Glück mit den Begleitumstände und kriegen dann auch das Fass voll, was schon in diesem Jahr geplant war aber nur zur Hälfte gefüllt werden konnte.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/07/mannwerk_besuch.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1852" title="mannwerk_besuch" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/07/mannwerk_besuch.jpg" alt="" width="590" height="329" /></a></p>
<p>Sollte es dann wieder eine solche Veranstaltung im <em>Marieneck</em> geben und <em>Marqueee</em> erneut den Abend mit dem Backen von Flammkuchen verbringen kündige ich das hier vorher an, das ist ja eigentlich viel besser als nachher.</p>
<p>Weitere Blog-Veröffentlichungen zum Mannwerk:</p>
<p><a href="http://chezuli.wordpress.com/2011/07/09/mannwerk-das-mannerwerk/" target="_blank">Chez Uli</a></p>
<p><a href="http://chezmatze.wordpress.com/2011/07/11/riesling-mannwerk-2010-der-jungfernjahrgang/" target="_blank">Chez Matze</a></p>
<p><a href="http://wernerelflein.de/?p=1894" target="_blank">Werner Elflein</a></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1849&amp;md5=7f7c450cf8c7c1d2e550dfbba3facfab" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Artikel No. 500: Ein bunter Strauß ungewöhnlicher Weine</title>
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		<pubDate>Thu, 19 May 2011 10:42:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bonner Weinzirkel]]></category>
		<category><![CDATA[Cabernet Franc]]></category>
		<category><![CDATA[Chenin Blanc]]></category>
		<category><![CDATA[Gelber Orleans]]></category>
		<category><![CDATA[Pinot Noir / Spätburgunder]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Rot, Frankreich]]></category>
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		<category><![CDATA[Weiss, Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss, Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss, Südafrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Zufälliger Weise ist das nun das Posting No. 500. Nach etwas über vier Jahren. Da kommt ja doch was zusammen. Statt groß zu feiern mache ich das, wozu dieses Blog da ist und resümmiere mal den letzten Weinabend unserer Bonner Runde.

Hatten wir bisher meist klar umrissene Gebiete oder Sorten als Themen des Abends, war ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zufälliger Weise ist das nun das Posting No. 500. Nach etwas über vier Jahren. Da kommt ja doch was zusammen. Statt groß zu feiern mache ich das, wozu dieses Blog da ist und resümmiere mal den letzten Weinabend unserer Bonner Runde.</p>
<p>Hatten wir bisher meist klar umrissene Gebiete oder Sorten als Themen des Abends, war es diesmal anders. Es war so etwas wie eine Best-Bottle-Party, eigentlich aber eher nach dem Motto &#034;Ich hole mal die Dinge aus dem Keller die ich immer mal mit anderen zusammen probieren wollte&#034;. So war bei diesem Abend nicht entscheidend, wer jetzt die rarste und teuerste Flasche aus den Tiefen des Kellers hervorgezaubert hat, angenehmer Weise wird hier eh nicht um die Position des Alphatier-Weinkenners und -sammlers gerungen, viel interessanter war die Bandbreite ungewöhnlicher Weine, die jeder beizusteuern hatte.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_01201.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1729" title="DSC_0120" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_01201.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a></p>
<p>Ich selber habe zu diesem Abend einen süßen Champagner, und mit süß meine ich süß, von <em><a href="http://www.champagne-fleury.fr" target="_blank">Fleury</a></em> beigesteuert und die einzige Flasche <a href="http://www.niepoort-vinhos.com" target="_blank">Niepoort</a> Redoma 1996, die ich hatte. Aber dazu später mehr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Vorspiel</strong><br />
Begonnen haben wir, nachdem klar war, wer in die zweite Liga absteigen würde und wer noch eine Chance hat, drin zu bleiben. Begonnen haben wir mit einem Wein ausser der Reihe, einem Aperitiv des Gastgebers, genau so blind eingeschenkt wie die restlichen Weine des Abends.</p>
<p>Woran denke ich, wenn der Wein nach Traminer riecht aber nicht unbedingt danach schmeckt? Wenn er eher nach Riesling schmeckt, aber auch nicht so richtig? Ich denke dann immer an den Cöllner Rosenberg, auf dem der gemischte Satz (Riesling und Traminer) des <em>Weinguts Hahnmühle</em> steht. Ich hatte den 2010er gerade eine Woche vorher noch vor Ort probiert und das war meine Idee, die ich zu dem Wein im Glas hatte. Das Elsaß fällt mir noch als Alternativursprungsort zum Alsenztal ein, doch ich liege falsch. Was hier so frisch und kräutrig, mit angenehmer Holunderblütennoten daher kommt ist ein blitzsauberer trockener <strong><em>Muskateller 2009</em></strong> der Familie <strong><em>Rebholz</em></strong>, Pfalz also, sehr ansprechend.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Erstes Doppel</strong><br />
Ernst wurde es mit dem ersten Gedeck, zwei Weiße nebeneinander und grundverschieden. Im linken Glas findet sich ein Wein mit leichten Petrolnoten, Riesling, ziemlich klar, zunächst denke ich an Mosel, doch nur im ersten Moment, dann wandere ich gedanklich weiter Richtung Nahe, Pfalz… Ins Elsass gelange ich nicht auf meiner imaginären Wanderung, doch da hätte ich hingemusst um den Wein zu verorten, den ich zwei Stunden vorher noch mit <em>Matthias</em> von<em> <a href="http://chezmatze.wordpress.com/" target="_blank">Chez Matze</a> </em>aus dem Weinbunker geholt hatte. Der Wein schmeckt entschieden deutsch, nicht elsässisch, er schmeckt auch gut, aber nicht hervorragend, hat Charakter, aber zu wenig momentan, zu wenig für einen <strong><em>Schlossberg Grand Cru 2005 </em></strong>von<strong><em> Albert Mann</em></strong>. Auf mich wirkt er verschlossen, ich kenne ihn anders, feiner, subtiler, mit mehr Substanz. Das ändert sich übrigens auch nicht zum Schluss der langen Runde, als ich mir den Wein noch mal still und heimlich vornehme. Nein, das ist nicht seine beste Zeit.</p>
<p>Dem gegenüber steht ein Oak-Monster, ein Wein der sich erst einmal durch eine große Ladung Rösteiche zwingen muss, damit man ihn überhaupt wahr nimmt. Wer macht solche Weine, wo könnte er entstanden sein? Die erste Idee am Tisch ist Burgund, ich kenne auch solche Veltliner, aber ein Veltliner ist es nicht, Weißburgunder aus der Pfalz kommt dem am Nächsten, was ich im Glas erahne aber das fehlt die spezielle Crèmigkeit. Gelbe Früchte finde ich, aber nicht die des Chardonnay, etwas Marzipan, ein wenig Crème…</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_0136.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1722" title="DSC_0136" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_0136.jpg" alt="Knipser, Gelber Orleans, Drei Sterne " width="590" height="392" /></a></p>
<p>Es ist jedenfalls definitv eine Rebsorte, die nicht allzu deutlich mit eigenen Aromen glänzt, vielmehr Geschmackträger, Geschmacksverweber ist, das ist den <em>Knipsers</em> schon klar, deshalb stecken sie ihn ins Holz, in zu viel Holz, wie ich finde. Als Rebsorte führt das, was wir im Glas haben ein absolutes Nischendasein. Ein <strong><em>Gelber Orléans ***</em> 2005</strong> vom <em>Weingut Knipser</em>. Der <em>Orléans</em> ist aus den hiesigen Weingärten übrigens fast komplett verschwunden, früher wurde er im gemischten Satz angebaut, vornehmlich mit Traminer, Riesling und Heunisch baut ihn meines Wissens nur Knipser in der Pfalz und <em>Georg Breuer</em> im Rheingau an. Vor wenigen Jahren wurden am Kloster Disibodenberg beim <em>Weingut von Racknitz</em> einige uralte Rebstöcke gefunden, fünf davon sind Orléans, über 500 Jahre alt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zweites Doppel</strong><br />
Im zweiten Flight standen sich zwei Weine gegenüber, die ziemlich rebsortentypisch zu sein schienen, zumindest dachten wir das für den ersten Wein, der alle Charakteristiken eines reinsortigen Sauvignon Blanc aufweisen konnte. Beim zweiten Wein waren wir uns nicht ganz sicher, ich selbst habe auf Chenin Blanc von der Loire getippt und durfte Recht behalten. doch von vorne.</p>
<p>Was fällt einem dazu ein wenn man einen hellen Weißwein im Glas hat, der realtiv klar nach Stachelbeeren und Johannisbeere duftet und zudem leicht kräutrig wirkt?</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_0144.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1723" title="DSC_0144" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_0144.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a></p>
<p>Das muss doch entweder ein <em>Sauvignon Blanc</em> sein oder ein <em>Grüner Veltliner</em> aus <a href="http://www.captaincork.com/Meinung/Gruener-Sauvignon-ist-das-Verbrechen-am-Gruenen-Veltliner" target="_blank">dem Artikel von Captain Cork</a>, also einer, wie wir uns ihn eigentlich nicht wünschen. Der Wein schmeckt nicht nach Sancerre, dafür ist er nicht trocken genug und ihm fehlen Kalk und Silex, nach Österreich schmeckt er nicht, dafür ist er nicht wuchtig genug, Deutschland könnte sein, aber die meisten hier haben etwas mehr Restzucker. Neuseeland, zumindest die älteren Jahrgänge wird es auch nicht sein, dafür ist er nicht exotisch genug. Ich tippe für mich auf Trentino oder Alto Adige, bin mir aber lediglich in der Rebsorte sicher – und scheitere. Wir haben etwas ganz Anderes im Glas. Einen Wein von einem Weingut, dessen Chenin Blancs ich früher mochte (ich habe <a href="http://www.originalverkorkt.de/2008/04/kleine-zalze-mit-mungobohnen-dal-und-tilapias/" target="_blank">hier</a> mal einen vorgestellt). Das, was ich nun probieren muss, erschüttert mich. Ok, es erschüttert mich nicht wirklich, wir wissen mittlerweile zu viel von Aromahefen, Kaltvergärung und dem Zusammenspiel der Kräfte im Weinkeller wenn man einen Wein &#034;machen&#034; will. Aber es sollte erschüttern. Dieser Wein hier wurde gemacht. Das ist kein Chenin Blanc im eigentlichen Sinne. Das ist Chenin Blanc, der auch Grüner Veltliner sein könnte, der auch Sauvignon Blanc ist. Ein Wein also, den die Welt nicht braucht und bei dem ich mich frage: Wozu in aller Welt machen die das? Ja, ersthaft. Wozu? Warum machen die nicht Chenin Blanc der nach Chenin Blanc schmeckt und Sauvignon Blanc der nach Sauvignon Blanc schmeckt? Beides ist in Südafrika sehr gut möglich, auf sehr gutem Niveau. So viel also zum <strong><em>Chenin Blanc 2009 Vineyard Selection</em></strong>, <strong><em>Kleine Zalze</em></strong>.</p>
<p>Den zweiten Wein habe ich vor nicht allzu langer Zeit schon mal getrunken, als Absacker gewissermaßen, als Schlusspunkt einer Cabernet Franc Verkostung. Und auch wenn die teils noch zu jungen Cabernets richtig Spaß gemacht haben, zum Schluss einen Chenin zu trinken ist eben ein <a href="http://www.originalverkorkt.de/2011/02/cabernet-franc-raus-aus-dem-schatten-der-eigenen-kinder/" target="_blank">i-Tüpfelchen</a>. Der Wein hat mir damals gefallen, mit einer klaren Einschränkung, die ich ich hier nur bestätigen kann. Der Jahrgang leidet an zu viel Alkohol, wirkt etwas brandig hinten raus, etwas matt. Das ist eine Klage auf hohem Niveau, ich gebe es zu, aber es ist ehrlich. Der <strong><em>2006er L’Enclos</em></strong>, Savennières von <strong><em>Eric Morgat</em></strong> ist expressiv, dicht, voll reifer Birnenfrüchte und ein wenig Banane, mit Anklängen von Nüssen und gut eingebundenem Holz, dazu kommt ein wenig Bitterorange, das mag ich.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_0140.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1724" title="DSC_0140" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_0140.jpg" alt="" width="590" height="366" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Drittes Doppel</strong><br />
Was uns nun im dritten Doppel aus dem Glas entgegen strömte, das mochte ich auch, und zwar beides.</p>
<p>Das erst Glas war, was die Rebsorte anging erstaunlich schnell und präzise erraten, da gab es praktisch keine Diskussion. Cabernet Franc sollte es sein. Mit ziemlicher Sicherheit reinsortig. Die Art der Würze, die roten Paprika, die Säure, das Zusammenspiel der Komponenten macht uns sicher. Doch was heisst das schon nach der Pleite mit dem südafrikanischen Chenin? Und was macht die Note von nasser Pappe, der Brotteig, die Schokonote in diesem Wein? <em>Matthias</em> tippt auf Merlot als Beimischung, letztlich ist es aber Südafrika als Beimischung. Es ist ein 2005er (schon der dritte 2005er)<strong><em> Cabernet Franc</em></strong> von <strong><em>Buitenverwachting</em></strong>. <em>Buitenverwachting</em> verfügt nicht nur über eines der schönsten Häuser in diesem Landstrich, einem historischen Kleinod, es ist auch meiner Ansicht nach eines der beständigsten Weingüter dort, die <em>Cuvée Christine</em> mag ich immer wieder gerne, aber auch die reinsortigen Weine können sich sehen lassen, wie eben auch der Cabernet Franc, eine Seltenheit am Kap. Ach, und übrigens, warum soll der Wein nicht auch einen Anteil Merlot enthalten? Schließlich dürfen dem Wein undeklariert 15% weitere Rebsorten beigemischt werden, das Gesetz erlaubt es.</p>
<p>Dem Cabernet Franc zur Seite gestellt hat der Hausherr einen Wein, dessen Provinienz deutlich schwerer zu erraten war. Ein trüber Wein, süß in der Nase, etwas dumpf, matt, dazu etwas, was <em>Matthias</em> als Schiefernote identifiziert hat, &#034;so was wie Faugères&#034;, meinte er, &#034;so was wie <em>Mas de Daumas Gassac</em>&#034;. Der Wein dreht erst richtig am Gaumen auf. Ein Wechselspiel zwischen Fruchtsüße und klarer Säure, einer inneres Messen ob Frucht oder Säure bei der Sauerkirsche überwiegt. Mineralität ist im Spiel, etwas Hitze. Es ist definitiv ein südlicher Wein und da ich weiss, was ich mitgebracht habe bin ich mir ziemlich sicher, was im Glas ist und halte die Klappe. Irgendwann wird dann doch aufgedeckt und wir sind uns so ziemlich alle einig, auch später, dass dieser <strong><em>1996er Redoma</em></strong> von <strong><em>Dirk van de Niepoort</em></strong> der Rotwein des Abends ist. Viel Struktur, viel Charakter findet sich in diesem Wein, dessen autochthone Rebsorten auf den Schieferböden des Dourotals wachsen. Lediglich der Abgang ist ein wenig kurz geraten, aber das frustriert nicht wirklich, es ist lediglich ein wenig Schade, denn von einem schönen Wein will man ja immer gerne noch mehr.</p>
<p>Stattdessen kommt es zur dritten Rotwein-Paarung mit zwei ganz unterschiedlichen Typen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Viertes Doppel<br />
</strong>Der erste Wein ist ähnlich unfiltriert wie der letzte Wein und, später kommt es heraus, aus dem gleichen Jahrgang 1996. Zunächst denke ich an Syrah, er hat so was Teeriges in der Nase, die helle Farbe passt aber gar nicht. Zum Teer kommt dann noch etwas gekocht Gemüsiges dazu. Der Sexappeal des Weines hält sich zunächst in Grenzen. Das Mundgefühl allerdings ist dann ein Pinotgefühl. Ein Rest aus dem Himbeer-Erdbeer-Früchtekorb ist noch da, Würze, Liebstöckel und zum Schluss ein abgebranntes Streichholz. Das alles ist sehr harmonisch zusammengefügt, mit viel Kraft, Struktur und ordentlichem Tannin. Gealterter Pinot nach meinem Geschmack. Es ist, voilà, ein <strong><em>1996er Chambolle-Musigny</em></strong>, eine Dorflage von <strong><em>Hubert Lignier</em></strong>. <em>Lignier</em> gehörte in den 80ern und 90ern zu den sehr renommierten Winzern, auch wenn er seinen Besitz in Morey St. Denis hat, und nicht in der bekannteren Nachbargemeinde Gevrey-Chambertin. In den 90er Jahren hat seinen Sohn dann zunehmend die Leitung übernommen und die beiden haben eine Betriebsgesellschaft gegründet. Dann verstarb sein Sohn an einem Hirntumor und Hubert und seine Schwiegertochter können nicht miteinander. Die Folge ist, dass Lignier heute nicht einmal mal mehr in seinen eigenen Keller kommt.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_0123.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1725" title="DSC_0123" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_0123.jpg" alt="" width="590" height="345" /></a></p>
<p>Noch deutlich bekannter als <em>Lignier</em> ist der Schöpfer, der Macher des zweiten Weins. Ich habe kürzlich über das Weingut geschrieben, weil ich eine <a href="http://www.originalverkorkt.de/2011/03/dominus-1991-und-araujo-estate-eisele-vineyard-cabernet-2002/" target="_blank">wirklich geniale Flasche</a> von ihm aufmachen durfte. Diese hier, noch verdeckt, ich habe noch keine Ahnung, was hinter diesem Wein steht, macht mich nicht so an. Der Wein ist dicht und dunkel, massiv beerig, mit einem Hauch von Eukalyptus und Lakritze. Leider ist der Wein allerdings auch etwas bitter, und zwar hat es die Bitterkeit, die man nicht haben möchte. Der Wein wirkt wie einer aus Übersee, im Gegensatz zu dem, den ich vor Kurzem im Glas hatte. Wir probieren gerade einen 2002er Dominus von Christian Moueix. Sicherlich ein sher gut gemachter Wein, der aber bei mir gerade im direkten Vergleich zum Lignier keine Chance hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Interludium</strong><br />
Als intellektuelles Zwischenspiel und auch, um die Zungen ein wenig zu beruhigen, plöppt wenig später der Korken und Schaumwein ist angesagt. Nach dem ersten Schnuppern ist klar: Das ist Champagne. Diese Briochenoten, das leicht Kalkige, leicht Kräutrige kann nur Champagne sein. All dies setzt sich am Gaumen fort, dann aber kommt die Überraschung. Eine ungeahnte, in der Nase nicht präsente Süße macht sich breit. Was ich hier ins Feld werfe ist ein <strong><em>1995er Fleury Doux</em></strong>. Ein Champagner mit 53 Gramm Restzucker. Das ist man heute gar nicht mehr gewohnt. Ich selber liebe Champagner gänzlich ohne Dosage, der Stoff hier hat richtig viel, ohne allerdings im Geringsten aufdringlich zu wirken. Die 53 Gramm jedenfalls hätte niemand getippt, es wirkt eher wie ein wenig mehr als Demi-Sec. Das ist schon gekonnt, hat <em>Fleury</em> doch den Säuregrad exakt abgepasst, damit es passt. <em>Fleury</em> ist übrigens momentan der Einzige, den ich als Produzenten kenne, der solche Champagner noch herstellt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fünftes Doppel</strong><br />
Kommen wir nach trockenen Weißweinen und Rotweinen zum dritten Teil des Abends, den Süßweinen.</p>
<p>Wer sich durch den Werkstattgeruch beim <strong><em>St.</em> <em>Urbanshof</em></strong> durchgearbeitet hat, landet eigentlich immer bei einem schönen Wein. Diese Erfahrung habe ich zumindest bisher gemacht, und das ist auch bei diesem <strong><em>2002er Kabinett </em></strong>aus <strong><em>Wiltinger Schlangengraben</em></strong> nicht anders. Leicht, fein mit noch frischem Apfel und feiner Säure. Mosel, wie ich sie liebe.</p>
<p>Im direkten Vergleich wirkt der zweite Wein dagegen massiver, dichter, tropischer. Leider mit einem kleinen Korkgeruch, der den Wein aber glücklicher Weise nicht all zu stark behindert. Der Wein besitzt viel Restzucker und zu wenig Säure, im Mund verdichten sich die tropischen Früchte, hinzu kommt eine leichte Schwarzteenote und hinten raus eine Bitternote, die aber allgemein nicht als Fehler oder als störend empfunden wird. Es ist eher so eine Bitternote aus einer englischen Orangenmarmelade &#8211; mit entsprechender Süße. Wie gesagt, die Säure fehlt und macht den Wein etwas fruchtsaftig. Dass es sich hier um eine 1993er Spätlese handelt, hätten wir allerdings nicht gedacht. <strong><em>1993er Bopparder Hamm Ohlenberg</em></strong> von <strong><em>Weingart</em></strong>. Unten auf dem Etikett taucht schon der Name <em>Florian Weingart</em> auf, die großen Lettern verweisen jedoch auf den Vater <em>Adolf Weingart</em>.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_0127.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1727" title="DSC_0127" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_0127.jpg" alt="" width="590" height="374" /></a></p>
<p><strong>Sechstes Doppel</strong><br />
Auch der nächste Wein ist einer, der so wirkt, als habe man einen exotischen Früchtekorb gepresst. Litchi, Mango, noch mal Mango, Papaya und was sonst noch alles drin sein mag. Das ist <em>Huxel</em>, denke ich, liege jedoch falsch. Es ist Silvaner, in Auslesequalität. Das war klar, so konzentriert kommt der Wein daher. Allerdings fehlt diesem noch leicht moussierenden Stück aus der Horst Sauerschen 0,5er-Flasche doch ein wenig die Säure. Das ist Schade, ein mehr davon wäre perfekt gewesen. Andererseits, diese <strong><em>2007er  Silvaner Auslese</em></strong> aus dem <strong><em>Escherndorfer Lump </em></strong>ist für relativ kleines Geld zu haben und dafür macht sie richtig Spaß.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_0132.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1728" title="DSC_0132" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/05/DSC_0132.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a></p>
<p>Was neben diesem Silvaner steht, wirkt davon meilenweit entfernt, statt wenige Zentimeter. Ein bernsteinfarbenes Extrakt, Orange- und Brauntöne mischen sich wie kürzlich erst <a href="http://www.originalverkorkt.de/2011/03/miniatur-weinblogger-treffen-rund-um-eine-eselshaut/" target="_blank">beschrieben</a> beim Genuss der <em>1994er Rieslaner Eselshaut-Auslese</em> von <em>Müller-Cartoir</em>. Auch da war <em>Matthias</em> dabei und er denkt dasselbe. Etwas Steinobstfrucht noch in der Nase, vermischt mit Schwarzteesud, Kramellkeks kommt dazu und schon in der Nase erahnt man Säure. Am Gaumen gibt es dann jede Menge davon. Heftig. Was die Säure angeht, könnte diese Beerenauslese noch lange liegen blieben. Ob dann noch Frucht vorhanden sein wird mag bezweifelt werden. Ein Erlebnis ist es auf jeden Fall, mit solch einem Wein konfrontiert zu werden, mit einer <strong><em>1996er Traiser Beerenauslese Riesling</em></strong> vom <em><strong>Weingut Crusius</strong></em>.</p>
<p><strong>Nachlauf</strong><br />
Noch etwas? Ja, noch etwas. Bevor es Zeit wird, zu gehen, nach dem Säureschock der Beerenauslese kommt noch etwas sehr Süßes hinterher. Süßlich wie der Gewinnersong des <em>ESC</em>, der weit entfernt am anderen des Raumes vor sich hindudelt und dessen Verlauf wir mit halbem Auge verfolgt haben.</p>
<p>Was die Farbe von Sauternes hat und zunächst auch ähnlich in der Nase wirkt, die Fruchtnoten sind da, die Kaffenoten, gleitet bei zunehmender Vermischung mit Sauerstoff ins Alkoholische, etwas Acetonische ab. Am Gaumen bleibt der Alkohol präsent. Dazu kommt die oben schon genannte bittere Orangenmarmelade und noch ein wenig Exotik. Der Wein ist definitiv zu jung, noch unausgewogen. Kein wunder, wir haben einen 2009er Chenin Blanc im Glas. Noch mal Südafrika, diesmal Joostenberg.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jetzt ist die Zunge müde, aber das Fazit ist sehr positiv. Auch wenn sich über einige Weine trefflich streiten ließ, oder vielleicht gerade deshalb, mag ich solch verdeckte runden in denen sich jeder auf’s Glatteis begeben muss und manchmal fällt. Ach ja, wir hatten zwei Gäste am Tisch, die wussten im Vorfeld gar nicht, was sie erwartet und schauten uns nur immer wieder staunend an, ob der Hingabe, mit der wir uns unserem Thema gewidmet haben. Ob sie wohl noch mal dazu stoßen würden, nach dieser Erfahrung? Wer weiss…</p>
<h5><strong>Die Weine im Überblick:</strong></h5>
<h5>2009er Muskateller, trocken, Weingut Rebholz, Pfalz<br />
2005er Schlossberg Grand Cru Riesling, Domaine Albert Mann, Elsass<br />
2005er Gelber Orleans ***, Weingut Knipser, Pfalz</h5>
<h5>2009er Chenin Blanc Vineyard Selection, Kleine Zalze, Südafrika<br />
2006er l’Enclos, Eric Morgat, Savennières</h5>
<h5>2005er Cabernet Franc, Buitenverwachting, Stellenbosch<br />
1996er Redoma, Niepoort, Douro</h5>
<h5>1996er Chambolle-Musigny, Hubert Lignier, Bourgogne<br />
2002er Dominus, Christian Moueix, Napa Valley</h5>
<h5>1995er Champagne Doux, Fleury Père &amp; Fils, Champagne</h5>
<h5>2002er Wiltinger Schlangengraben Riesling Kabinett, St. Urbanshof, Mosel<br />
1993er Riesling Spätlese Bopparder Hamm Ohlenberg, Adolf Weingart, Mittelrhein</h5>
<h5>2007er Silvaner Escherndorfer Lump Auslese, Horst Sauer, Franken<br />
1996er Traiser Riesling Beerenauslese, Weingut Crusius, Nahe</h5>
<h5>2009er Chenin Blanc, Joostenberg, Südafrika</h5>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1721&amp;md5=b896e51e1bf1e50bb395f8d7a26682b1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Blanc de Noirs 2010, Weingut Bäder, Rheinhessen</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Apr 2011 14:57:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bioweine]]></category>
		<category><![CDATA[Pinot Noir / Spätburgunder]]></category>
		<category><![CDATA[Weine im eigenen Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss, Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Weissweine]]></category>

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		<description><![CDATA[Während ich die Weinrallye No. 44 vorbereite habe ich Lust auf einen Schluck Wein. Ist doch zu Schade, die ganze Zeit über Wein zu schreiben und dann nicht wenigstens einen Schluck dabei zu trinken. Ich habe Lust auf was Frisches und öffne eine Probeflasche des gerade abgefüllten Blanc de Noirs 2010 vom Weingut Bäder. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während ich die Weinrallye No. 44 vorbereite habe ich Lust auf einen Schluck Wein. Ist doch zu Schade, die ganze Zeit über Wein zu schreiben und dann nicht wenigstens einen Schluck dabei zu trinken. Ich habe Lust auf was Frisches und öffne eine Probeflasche des gerade abgefüllten Blanc de Noirs 2010 vom Weingut Bäder. Ich hatte diesen Wein im letzten Jahr noch nicht im Programm, dieses Jahr aber werde ich diesen weiß gekelterten Spätburgunder neben Bäders Burgundersorten und Riesling mit dazu nehmen.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/blanc_de_noirs_baeder.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1701" title="blanc_de_noirs_baeder" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/blanc_de_noirs_baeder.jpg" alt="" width="590" height="374" /></a></p>
<p>Der Wein macht richtig viel Spaß, ein Terrassenwein par excellence, nicht zu wenig Säure aber auch nicht zu viel, feine Frucht von Erdbeeren dazu etwas Karamell, überhaupt findet sich eine ganz feine Spur Süße in diesem Wein und eine schöne Präsenz. Hervorragend geeignet zur leichten Sommerküche und zu langen Sommerabenden im Garten.</p>
<h5>In Kürze drüben im Shop für 6.90 Euro</h5>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1700&amp;md5=0338b6838ae1db739e078ebf6c8e766a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mixtour: Uhlen, G-Max, Loibenberg und zwei rote Überraschungen</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 09:23:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grüner Veltliner]]></category>
		<category><![CDATA[Mixtouren]]></category>
		<category><![CDATA[Nebbiolo]]></category>
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		<category><![CDATA[Weiss, Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Weinwochen gibt es, an die erinnere ich mich immer gerne zurück. Eine solche fing kürzlich mit einer ziemlich verschnupften Prowein an. Sonntags war ich gar nicht da, am Montag habe ich nach der Bordeauxprobe abgebrochen, erst der letzte Veranstaltungstag hat wirklich was gebracht und da musste ich mich dann sputen, um wenigstens mein Basis-Programm ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weinwochen gibt es, an die erinnere ich mich immer gerne zurück. Eine solche fing kürzlich mit einer ziemlich verschnupften Prowein an. Sonntags war ich gar nicht da, am Montag habe ich nach der Bordeauxprobe abgebrochen, erst der letzte Veranstaltungstag hat wirklich was gebracht und da musste ich mich dann sputen, um wenigstens mein Basis-Programm erledigen zu können.</p>
<p>Am Donnerstag dieser Woche durfte ich dann abends in der Vinothek in Essen die bereits <a href="http://www.originalverkorkt.de/2011/03/dominus-1991-und-araujo-estate-eisele-vineyard-cabernet-2002/" target="_blank">beschriebene</a> 6-Liter-Flasche <em>Dominus 1991</em> öffnen, eine Offenbarung genauso wie der <em>2002 Araujo Estate</em>. Dabei habe ich dann in jenem Artikel den hervorragenden <em>2001er Cos d’Estournel</em> ebensowenig erwähnt wie den <em>Tom Eddy Napa Cabernet</em> und den <em>1986er Bella Oaks</em> von Heitz Cellars. Jeder für sich ein charaktervoller Wein, jedoch überragt von diesen beiden Spitzenweinen.</p>
<p>Worauf ich hinaus möchte ich die Probe, die mich dann am Samstag dieser Weinwoche noch erwartet hat. Fünf gereifte Weine unbekannter Provinienz im kleinen Kreis genossen. Fünf Stunden mit fünf Weinen. Das können viele nicht nachvollziehen und es mag auch ziemnlich nerdig sein aber ich liebe solche Abende. Raus aus dem Alltag für diese paar Stunden und rein in die Weine.</p>
<p>Der Abend begann mit drei Weißweinen. Und ich sage es vorweg, je länger wir uns mit den Weinen beschäftigt haben, umso unsicherer bin ich geworden. Am Anfang stand für mich fest, die ersten beiden sind Rieslinge und der dritte kommt von der Loire. Zwischenzeitlich habe ich den zweiten für einen Chardonnay aus dem Burgund gehalten ohne die Holzkomponente. Das hat also nicht gepasst und je länger der Wein sich entwickelt hat, desto mehr war ich wieder beim Riesling. Kalkigem Riesling. Riesling, der nicht zuletzt durch Kräuter und Zitrusaromen dominiert wurde. Leicht nussig war er, crémig, aber nicht zu stark. In gwissem Maße schlank und trotzdem mit ausgezeichneter Dichte und Länge und beeindruckender Harmonie. Wir waren uns zwar alle nicht sicher, was wir da im Glas hatten, aber wir waren uns einig darüber, dass dies ein großer Wein war. Daran bestand kein Zweifel. Es war der erste <em>G-Max</em> vom <strong><em>Klauspeter Keller</em></strong>: der <strong><em>2000er Hubacker Max</em></strong>.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/g-max_2000.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1677" title="g-max_2000" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/g-max_2000.jpg" alt="" width="590" height="374" /></a></p>
<p>Eine ganz andere Stilistik fand sich naturgemäß im <strong><em>2000er Winninger Uhlen</em></strong> von <em><strong>Heymann-Löwenstein</strong></em>. Eine goldgelbe, trockene Auslese stand neben dem eher hellgelben, absolut frischen <em>Max</em>. So goldgelb die Farbe, so klar auch die Alterungsnoten im Wein. Nicht übermächtig aber klar präsent: etwas schwarzer Tee, ein wenig Honig, leicht süße Butter. In der Nase beeindruckt der Wein deutlich stärker als der zurückhaltende <em>Max</em>. Der <em>Uhlen</em> wartet zu Beginn mit deutlichen Moccatönen auf, das Ganze geht über in eine Blütenaromatik und wird dann abgelöst von Aprikosen und Mirabellen in die sich zunehmend ein paar Kumquats mischen. Die finden sich neben den Alterungsnoten auch auf der Zunge. Neben reifem Apfel und dem Steinobst. Der Wein ist breiter als der <em>G-Max</em>, auch weniger mineralisch, er wirkt eher wieder der große, eteas dicklaibige Bruder des durchtrainierten Gesellen vom Hubacker. Trotzdem ein wunderschöner Wein, auch hier findet sich eine schöne Länge und viel Balance und Harmonie.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/uhlen_2002.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1678" title="uhlen_2002" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/uhlen_2002.jpg" alt="" width="590" height="331" /></a></p>
<p>Warum ich bei <strong><em>2003er Veltliner Smaragd Ried Loibenberg</em></strong> von<strong> <em>Emmrich Knoll</em></strong> an gereiften Chenin Blanc gedacht habe, weiss ich noch genau. Es war die Aromatik, das Mürbe gereifter Äpfel und Birnen, gerade der Birnen, die mich auf den Holzweg geführt haben. Zu dieser mürben Furcht gesellt sich eine feine Kräuteraromatik und, ganz amüsant, Vanillequark, speziell in der Nase. Mir gefiel die Mineralität dieses Weines, die Dichte, das leichte Aufschimmern von Süßholz am Gaumen. Doch leider findet sich eben dort, am Gaumen, etwas Alkoholisches und ein leichter Mangel an Säure. Das dürfte dem Jahrgang geschuldet sein und lässt den Veltliner im Trio etwas hinterherhecheln.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/loibenberg_2002.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1679" title="loibenberg_2002" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/loibenberg_2002.jpg" alt="" width="590" height="381" /></a></p>
<p>Die beiden Rotweine waren für mich, eigentlich für uns alle was das Raten anging ein Schuss in den Ofen. Bei beiden Weinen bin ich von Spätburgunder ausgegangen, beim ersten von deutschen Spätburgunder, den zweiten habe ich nach Frankreich einsortiert. Aber Pustekuchen, nix war’s mit Pinot.</p>
<p>Vielmehr hatten wir einen lang gereiften <strong><em>1985er Brunello</em> <em>di Montalcino</em></strong> im Glas. eine Riserva des Weingutes <strong><em><a href="http://www.pertimalisassetti.it/" target="_blank">Pertimali</a></em></strong>. Dessen Besitzer, die Sassettis, besitzen 16 Hektar Rebberge in den Hügellagen des Montosoli und gehörten Ende der 60er mit zu den Gründern des <em>Consorzio del Brunello di Montalcino</em>. Heute gehört Ihnen ebenso das Maremma-Weingut <em>La Querciolina</em>.</p>
<p>Dieser Brunello ist gereift, vollreif gewissermaßen, jedoch kein bisschen müde. Die Fruchtaromen sind in der Nase nur noch in Form eingekochter dunkler Früchte zu erahnen, hier bestimmen Tabak -ich denke sogar an Latakia, diese orientalisch-würzige Sorte -, Leder und Rauch die Palette. Die Früchte finden sich erst am Gaumen. die Nase ist dicht und eindringlich und es dauert lange, bis ich mich entschließe, einen Schluck zu nehmen. Dabei enttäuscht der Wein am Gaumen kein bisschen. Dichte Frucht, Brombeer vor allem aber auch ein wenig Erdbeere verweben sich mit weichem Holz, Kokok- und Vanillearomen. Die Tannine sind fein geschliffen, der Wein hat Länge und Dichte und macht enorm viel Spaß. ein Freund unseres Gastgebers hat den Wein dieses nicht übermäßig bekannten Weingutes damals gleich kistenweise gekauft, so überzeugt war er von der Jahrgangsqualität. er hat sich nicht getäuscht.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/barolo_i_brunello.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1680" title="barolo_i_brunello" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/barolo_i_brunello.jpg" alt="" width="590" height="370" /></a></p>
<p>Mindestens genau so beeindruckend ist der <strong><em>1982er Riserva la Serra di la Morra</em></strong>, ein Barolo von <strong><em>Gianni Voerzio</em></strong>. Ich habe bisher mit solch gealterten klassischen Barolo keine große Erfahrung, aber dieser Wein hat mich sehr beeindruckt. Das ist das Beste, was ich persönlich bisher aus der Gegend getrunken habe. 1982 und kein bisschen müde. Der Wein hat noch Kraft für weitere zwanzig Jahre. Die Frucht wirkt so frisch wie ein wenige Jahre alter Wein. Wir hätten übrigens bei beiden Weine nie gedacht, dass da was aus den 80ern stammen könnte, so frisch wirkten beide.</p>
<p>Auch hier findet sich Rauch, etwas Tabak und Leder in der Nase, mehr noch aber dominiert etwas Kalkiges. Ein wenig Jod kommt hinzu, etwas Lakritz, Bitterschokolade und eingelegte Sauerkirsche. Die findet sich in Likörform, ja in Kompottform auch am Gaumen wieder. Zusammen mit Mocca- und dunkeln Schokoladentönen, dabei bleibt der Wein jedoch mineralisch-kühl. Ein langer Wein der vor Selbstbewußtsein strotzt, eine beeindruckende Gestalt.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/voerzio.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1681" title="voerzio" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/04/voerzio.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a></p>
<p>Pinot isses, dachte ich&#8230;</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1676&amp;md5=3ef7f65418cbf90402bd83e486d81231" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Weinrallye 43: Riesling Spätlesen</title>
		<link>http://www.originalverkorkt.de/2011/03/weinrallye-43-riesling-spaetlesen/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Mar 2011 06:56:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Weinrallye]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss, Deutschland]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor fast vier Jahren hat der Winzerblog die erste Weinrallye ins Leben gerufen. Nun richtet der Weinkaiser in diesem Monat die Rallye aus, und er hat sich - auch wenn es natürlich in Österreich, der Schweiz oder dem Elsass ebenfalls Riesling Spätlesen gibt - für ein Thema entschieden, das ein klassisch deutsches Weinthema ist. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor fast vier Jahren hat der <a title="http://winzerblog.de/weinrallye/" href="http://winzerblog.de/weinrallye/" target="_blank">Winzerblog</a> die erste Weinrallye ins Leben gerufen. Nun richtet der <a href="http://www.weinkaiser.de" target="_blank">Weinkaiser</a> in diesem Monat die Rallye aus, und er hat sich &#8211; auch wenn es natürlich in Österreich, der Schweiz oder dem Elsass ebenfalls Riesling Spätlesen gibt &#8211; für ein Thema entschieden, das ein klassisch deutsches Weinthema ist. Spätburgunder, Grau- oder Weißburgunder, Chardonnay erst recht, als das können die anderen Weinnationen auch, beim trockenen Riesling wird es schon eher schwierig, beim restsüßen Riesling gelingt es nur selten, mit guten deutschen Erzeugnissen in Konkurrenz zu treten.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/bopparder_hamm_hang.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1635" title="bopparder_hamm_hang" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/bopparder_hamm_hang.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a></p>
<p>Und doch haben es diese Erzeugnisse, die manchem als die Krönung der Weinerzeugung gelten, auch auf dem heimischen Markt nicht leicht. Das sehe ich nicht zuletzt bei den Verkostungen jenes Winzers, für dessen Wein ich mich gestern Abend entschieden habe. Wenn dieser Winzer seine Weine über drei Tage hinweg präsentiert, kann es sein, dass die trockenen Spätlesen ausverkauft sind, während er selbst gereifte Jahrgänge wie Sauerbrot anbieten muss und so ist es möglich, dass man für 9 Euro eine schön gereifte Spätlese aus einer der ausgezeichneten klassischen Rieslinglagen von einem der besten deutschen Riesling Winzer erwerben kann. Stoff, der in an der Mosel oder Nahe schnell auch mal das Dreifache kosten kann.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/weingart.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1634" title="weingart" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/weingart.jpg" alt="" width="590" height="338" /></a></p>
<p>Entschieden habe ich mich für einen Winzer, der in diesem Blog schon ein alter Bekannter ist. Entschieden habe ich mich gestern bei der Betrachtung meiner Spätlesen deshalb, weil seine <strong>2005er Spätlese*</strong> aus dem <strong>Bopparder Hamm Feuerlay</strong> genau jetzt die perfekte Trinkreife hat und, weil ich mich immer noch bzw. wieder zu erkältet gefühlt habe, um die wirklich großen Tropfen auszpacken. Das soll <strong>Florian Weingart</strong> gegenüber nicht despektierlich klingen, ich trinke seine Weine ebenso gerne in komplett gesundem Zustand, doch für die Weine von Prüm oder Dönnhoff brauche ich andere Voraussetzungen.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/hamm_feyerlay.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1633" title="hamm_feyerlay" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/hamm_feyerlay.jpg" alt="" width="590" height="280" /></a></p>
<p>Der <em>2005er Feuerlay</em> ist also so ein Wein, den<em> Florian Weingart</em> auf einer seiner Proben für 9 Euro ausverkauft hat und wo ich fast fassungslos zugeschlagen habe während das Gros der Menge, das sich in seinem Keller eingefunden hatte um seinen 2008er Jahrgang zu probieren diese Weine praktisch ignoriert hat. Wie kommt das Zustande? Trauen sich die Weinliebhaber an so etwas nicht ran? Liegt es immer noch am schlechten Ruf, am Echo der Liebfrauenmilch? Der, mit dem ich den Wein gestern getrunken habe war, wie viele andere, denen ich immer mal wieder restsüße Weine unter diese Nase halte, überrascht ob der feinen Balance dieses Weines, der Tatsache, dass Süße nicht klebrig sein muss sondern einen ganz eigenen, faszinierenden Charme ausüben kann. Die <em>Spätlese*</em> besitzt diesen Charme, für Ungeübte allerdings zunächst etwas schwer nachzuvollziehen, wenn man die petroligren Alterungsnoten nicht gewohnt ist. Die Nase bleibt, auch wenn die Petrolnoten sich mit der Zeit deutlich zurückziehen, zurückhaltend fein. Etwas leicht Steiniges findet sich, etwas, dass mich an Zitronencrème erinnert auf der eine kleinen Aprikose sitzt. Im Mund dann findet sich die volle Kraft und Reife dieser restsüßen Spätlese. Orangen, Steinobst, Mango. Etwas Limette, Kräuter, Stein. Die Süße und die Säure, nun im Schwinden begriffen, der Wein liegt etwa ein Jahr über seinem Höhepunkt. Und doch, das Wechselspiel funktioniert noch und begeistert mich immer wieder auf’s Neue und ich weiss genau, dass auch dieses Jahr der Ort Spay am Mittelrhein im Mai wieder eines meiner Weinziele sein wird, wenn <em>Florian Weingart</em> seinen neuen Jahrgang präsentiert.</p>
<p><strong><em>Die Links zu den Teilnehmern (via weinkaiser):</em></strong></p>
<p><strong>1. Wir-Winzer:</strong> <a title="http://wirwinzer.de/blog/weinrallye-43-riesling-spaetlese/" href="http://wirwinzer.de/blog/weinrallye-43-riesling-spaetlese/" target="_blank">wirwinzer.de/blog/weinrallye-43-riesling-spaetlese/</a><br />
<strong>2. Karl-Josef-Thul:</strong> <a title="http://www.weinkaiser.de/die-riesling-spaetlese/" href="http://www.weinkaiser.de/die-riesling-spaetlese/" target="_blank">weinkaiser.de/die-riesling-spaetlese/</a><br />
<strong>3. Peter Züllig: </strong><a title="http://www.weinkaiser.de/riesling-riesling-nur-du-allein…/" href="http://www.weinkaiser.de/riesling-riesling-nur-du-allein%E2%80%A6/" target="_blank">weinkaiser.de/riesling-riesling-nur-du-allein…/<br />
</a><strong>4. 25cl: </strong><a title="http://25cl.de/2011/03/19/der-badische-masstab-fur-riesling-kommt-von-laible-aus-durbach/" href="http://25cl.de/2011/03/19/der-badische-masstab-fur-riesling-kommt-von-laible-aus-durbach/" target="_blank">25cl.de/..der-badische-masstab-fur-riesling-kommt-von-laible-aus-durbach/</a><strong><br />
5. Baccantus:</strong> <a title="http://baccantus.de/2011/03/20/riesling-spatlese-weinrallye43/" href="http://baccantus.de/2011/03/20/riesling-spatlese-weinrallye43/" target="_blank">baccantus.de/2011/03/20/riesling-spatlese-weinrallye43/<br />
</a><strong>6. Generation Wein:</strong> <a href="http://www.generation-wein.com/wordpress/riesling-spaetlese-berg-roseneck-2006-weingut-josef-leitz/">generation-wein.com/…berg-roseneck-2006-weingut-josef-leitz/</a><br />
<strong>7. Schiller-Wine:</strong> <a title="http://schiller-wine.blogspot.com/2011/03/jj-pruem-goes-supermarket-meeting.html" href="http://schiller-wine.blogspot.com/2011/03/jj-pruem-goes-supermarket-meeting.html" target="_self">schiller-wine.blogspot.com/…/jj-pruem-goes-supermarket…</a><br />
<strong>8. Vinum-Blog:</strong> <a title="http://www.vinum.ch/blog/2011/03/20/missionswerk-oxle-riesling-vs-riesling/" href="http://www.vinum.ch/blog/2011/03/20/missionswerk-oxle-riesling-vs-riesling/" target="_blank">vinum.ch/blog/…/missionswerk-oxle-riesling-vs-riesling/</a><br />
<strong>9. Originalverkorkt:</strong> <a title="http://www.originalverkorkt.de/2011/03/weinrallye-43-riesling-spaetlesen/" href="../2011/03/weinrallye-43-riesling-spaetlesen/" target="_blank">originalverkorkt.de/../weinrallye-43-riesling-spaetlesen/</a><br />
<strong>10. Weinpi</strong><strong>r</strong><strong>aten:</strong> <a title="http://weinpiraten.posterous.com/weinrallye-43-oder-shortversion" href="http://weinpiraten.posterous.com/weinrallye-43-oder-shortversion" target="_blank">weinpiraten.posterous.com/weinrallye-43-oder-shortversion</a><br />
<strong>11. Weinverkostung:</strong> <a title="http://weinverkostung.com/2011/03/20/riesling-konig-unter-den-weinen/" href="http://weinverkostung.com/2011/03/20/riesling-konig-unter-den-weinen/" target="_blank">weinverkostung.com/…/riesling-konig-unter-den-weinen/<br />
</a><strong>12. BerlinKitchen:</strong> <a title="http://www.berlinkitchen.com/berlinkitchen/BerlinKitchen/Einträge/2011/3/20_2009_Haart_Goldtröpfchen_Spätlese.html" href="http://www.berlinkitchen.com/berlinkitchen/BerlinKitchen/Eintr%C3%A4ge/2011/3/20_2009_Haart_Goldtr%C3%B6pfchen_Sp%C3%A4tlese.html" target="_blank">berlinkitchen.com/…/2009_Haart_Goldtröpfchen_Spätlese<br />
</a><strong>13. Cordula Eich:</strong> <a title="http://wuertz-wein.de/wordpress/2011/03/20/weinralley-43-marilyn-und-die-spatlese/" href="http://wuertz-wein.de/wordpress/2011/03/20/weinralley-43-marilyn-und-die-spatlese/" target="_blank">wuertz-wein.de/…/weinralley-43-marilyn-und-die-spatlese/<br />
</a><strong>14. Frank Fremerey: </strong><a title="http://www.weinkaiser.de/weinrallye-gastbeitrag-policher-held/" href="http://www.weinkaiser.de/weinrallye-gastbeitrag-policher-held/" target="_blank">weinkaiser.de/weinrallye-gastbeitrag-policher-held/<br />
</a><strong>15. Peter Jakob:</strong> <a title="http://marcodatini.posterous.com/besser-spat-als-nie-eine-besondere-spatlese-i" href="http://marcodatini.posterous.com/besser-spat-als-nie-eine-besondere-spatlese-i" target="_blank">marcodatini.posterous.com/besser-spat-als-nie…</a><br />
<strong>16. Marc Herold: </strong><a title="http://www.weinkaiser.de/weinrallye-gastbeitrag-oberemmeler-hutte-spatlese-gk-1994/" href="http://www.weinkaiser.de/weinrallye-gastbeitrag-oberemmeler-hutte-spatlese-gk-1994/" target="_blank">weinkaiser.de/weinrallye-gastbeitrag-oberemmeler-hutte-1994/<br />
</a><strong>17. MySilvaner:</strong> <a title="http://mysilvaner.net/2011/03/20/die-weinrallye-43-riesling-spatlese/" href="http://mysilvaner.net/2011/03/20/die-weinrallye-43-riesling-spatlese/" target="_blank">mysilvaner.net/2011/03/20/die-weinrallye-43-riesling-spatlese/<br />
</a><strong>18. Drunkenmonday:</strong> <a title="http://drunkenmonday.wordpress.com/2011/03/20/weinrallye-43-vollenweiders-riesling-spatlese-in-voller-pracht/" href="http://drunkenmonday.wordpress.com/2011/03/20/weinrallye-43-vollenweiders-riesling-spatlese-in-voller-pracht/" target="_blank">drunkenmonday.wordpress.com/vollenweiders-spatlese<br />
</a><strong>19. Weinpasta:</strong> <a title="http://www.weinverkostungen.com/WR/TO.htm" href="http://www.weinverkostungen.com/WR/TO.htm" target="_blank">weinverkostungen.com/WR/TO.htm<br />
</a><strong>20. WeinReichRLP: </strong><a title="http://blog.wein-reich.info/2011/03/20/weinrallye-43-%e2%80%9driesling-spatlese%e2%80%9d-flusskrebs-mango-risotto/" href="http://blog.wein-reich.info/2011/03/20/weinrallye-43-%e2%80%9driesling-spatlese%e2%80%9d-flusskrebs-mango-risotto/" target="_blank">blog.wein-reich/riesling-spatlese-flusskrebs-mango-risotto/<br />
</a><strong>21. der Ultes:</strong> <a title="http://weinfachberater.der-ultes.de/2011/03/20/2009-hattenheim-nussbrunnen-riesling-spatlese-trocken-weingut-august-eser/" href="http://weinfachberater.der-ultes.de/2011/03/20/2009-hattenheim-nussbrunnen-riesling-spatlese-trocken-weingut-august-eser/" target="_blank">weinfachberater.der-ultes.de/hattenheim-nussbrunnen-spatlese-eser/<br />
</a><strong>22. Weinverkostungen: </strong><a title="http://weinverkostungen.de/weinrallye-43-kloster-eberbach-1990er-rauenthaler-baiken-riesling-spaetlese/" href="http://weinverkostungen.de/weinrallye-43-kloster-eberbach-1990er-rauenthaler-baiken-riesling-spaetlese/" target="_blank">weinverkostungen.de/kloster-eberbach-1990er-baiken/</a><br />
<strong>23. 25cl:</strong> <a title="http://25cl.de/2011/03/20/1971-sinzheimer-fruhmessler-riesling-spatlese/" href="http://25cl.de/2011/03/20/1971-sinzheimer-fruhmessler-riesling-spatlese/" target="_blank">25cl.de/…/1971-sinzheimer-fruhmessler-riesling-spatlese/</a><br />
<strong>24. Yuki Keylin:</strong> <a title="http://www.yuki-keylin.de/2011-03-20/weinrallye-43-riesling-spaetlese/" href="http://www.yuki-keylin.de/2011-03-20/weinrallye-43-riesling-spaetlese/" target="_blank">yuki-keylin.de/2011-03-20/weinrallye-43-riesling-spaetlese/</a><br />
<strong>25. der Ultes:</strong> <a title="http://weinfachberater.der-ultes.de/2011/03/20/2001-erdener-treppchen-riesling-spaetlese-weingut-erben-stephan-ehlen/" href="http://weinfachberater.der-ultes.de/2011/03/20/2001-erdener-treppchen-riesling-spaetlese-weingut-erben-stephan-ehlen/" target="_blank">weinfachberater.der-ultes.de/2001-erdener-treppchen-R-SL-ehlen/</a><br />
<strong>25. der Ultes:</strong> <a title="http://weinfachberater.der-ultes.de/2011/03/20/2008-riesling-spaetlese-trocken-escherndorfer-lump-weingut-brennfleck/" href="http://weinfachberater.der-ultes.de/2011/03/20/2008-riesling-spaetlese-trocken-escherndorfer-lump-weingut-brennfleck/" target="_blank">weinfachberater.der-ultes.de/2008-escherndorfer-lump-brennfleck/</a><br />
<strong>26. Ch9dP:</strong> <a title="http://www.ch9dp.de/wordpress/?p=343" href="http://www.ch9dp.de/wordpress/?p=343" target="_blank">ch9dp.de/wordpress/?p=343</a><br />
<strong>27. Steffens-Kess:</strong> <a title="http://www.steffens-kess.de/cms/2011/03/20/weinrallye-43-riesling-spatlese/" href="http://www.steffens-kess.de/cms/2011/03/20/weinrallye-43-riesling-spatlese/" target="_blank">steffens-kess.de/…/weinrallye-43-riesling-spatlese/</a><br />
<strong>28. Cucina-Casalinga:</strong> <a title="http://cucina-casalinga.blogspot.com/2011/03/riesling-spatlese-2009-weingut-pawis.html" href="http://cucina-casalinga.blogspot.com/2011/03/riesling-spatlese-2009-weingut-pawis.html" target="_blank">cucina-casalinga.blogspot.com/spatlese-2009-weingut-pawis</a><br />
<strong>29. Lamiacucina:</strong> <a title="http://lamiacucina.wordpress.com/2011/03/20/weinrallye-43-riesling-spatlese/" href="http://lamiacucina.wordpress.com/2011/03/20/weinrallye-43-riesling-spatlese/" target="_blank">lamiacucina.wordpress.com/weinrallye-43-riesling-spatlese/</a><br />
<strong>30. WeinReichRLP:</strong> <a title="http://blog.wein-reich.info/2011/03/20/eike-zur-weinrallye-43-riesling-spatlese-auf-spurensuche-mit-der-mittelrhein-weinkonigin/" href="http://blog.wein-reich.info/2011/03/20/eike-zur-weinrallye-43-riesling-spatlese-auf-spurensuche-mit-der-mittelrhein-weinkonigin/" target="_blank">blog.wein-reich.info/eike-auf-spurensuche-mit-weinkonigin/</a><br />
<strong>31. Schiller-wine:</strong> <a title="http://schiller-wine.blogspot.com/2011/01/riesling-in-south-africa.html" href="http://schiller-wine.blogspot.com/2011/01/riesling-in-south-africa.html" target="_blank">schiller-wine.blogspot.com/../riesling-in-south-africa.html</a><br />
<strong>32. Winzerblog:</strong> <a title="http://winzerblog.de/praedikat-hervorragend-fuer-2-x-riesling-spaetlese-von-der-mosel-3101/" href="http://winzerblog.de/praedikat-hervorragend-fuer-2-x-riesling-spaetlese-von-der-mosel-3101/" target="_blank">http://winzerblog.de/2-x-riesling-spaetlese-von-der-mosel/</a><br />
<strong>33. Bernhard Fiedler:</strong> <a title="http://www.bernhard-fiedler.at/weblog/?p=3704" href="http://www.bernhard-fiedler.at/weblog/?p=3704" target="_blank">bernhard-fiedler.at/weblog/?p=3704</a><br />
<strong>34. Weinkaisers Posterous:</strong> <a title="http://weinkaiser.posterous.com/meine-weinrallye-entdeckung-gunther-steinmetz" href="http://weinkaiser.posterous.com/meine-weinrallye-entdeckung-gunther-steinmetz" target="_blank">weinkaiser.posterous.com/entdeckung-steinmetz</a><br />
<strong>35. Werk2:</strong> <a title="http://werk2.org/webblog/?p=232" href="http://werk2.org/webblog/?p=232" target="_blank">werk2.org/webblog/?p=232</a><br />
<strong>36. Myexperience4u:</strong> <a title="http://myexperience4u.blogspot.com/2011/03/weinrallye-43-riesling-spatlese-ein.html" href="http://myexperience4u.blogspot.com/2011/03/weinrallye-43-riesling-spatlese-ein.html" target="_blank">myexperience4u.blogspot.com/riesling-spatlese</a><br />
<strong>37. Fabiowein:</strong> <a title="http://www.fabiowein.de/weinrallye-43-riesling-spatlese-von-der-mosel" href="http://www.fabiowein.de/weinrallye-43-riesling-spatlese-von-der-mosel" target="_blank">fabiowein.de/weinrallye-43-riesling-spatlese-von-der-mosel</a><br />
<strong>38. Drunkenmonday:</strong> <a title="http://drunkenmonday.wordpress.com/2011/03/21/nachtrag-zur-weinrallye-43-2x-1976-riesling-spatlese-aus-dem-rheingau/" href="http://drunkenmonday.wordpress.com/2011/03/21/nachtrag-zur-weinrallye-43-2x-1976-riesling-spatlese-aus-dem-rheingau/" target="_blank">drunkenmonday.wordpress.com/1976-spatlese-rheingau/</a></p>
<address><strong><em><br />
</em></strong></address>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1632&amp;md5=1e8fee41a6934eb86fc2f1a30d557ac4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Miniatur Weinblogger-Treffen rund um eine Eselshaut</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 17:57:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cabernet Franc]]></category>
		<category><![CDATA[Dessertweine]]></category>
		<category><![CDATA[Mixtouren]]></category>
		<category><![CDATA[Pinot Noir / Spätburgunder]]></category>
		<category><![CDATA[Rieslaner]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Rot, Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Rot, Frankreich]]></category>
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		<description><![CDATA[Kürzlich hatte ich endlich mal die Möglichkeit, Torsten (Allem Anfang…) und Matthias (chezmatze) zu treffen und wir hatten einen ausgesprochen kurzweiligen Abend mit einigen schönen Weinen. Auch wenn Torsten direkt um die Ecke in Köln wohnt hatte es bisher nie geklappt. Nun hat er uns zu Ehren eine Müller-Catoir 1994er Rieslaner Mussbacher Eselshaut Trockenbeerenauslese ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzlich hatte ich endlich mal die Möglichkeit, Torsten (<a href="http://allemanfang.tumblr.com/" target="_blank">Allem Anfang…</a>) und Matthias (<a href="http://chezmatze.wordpress.com/" target="_blank">chezmatze</a>) zu treffen und wir hatten einen ausgesprochen kurzweiligen Abend mit einigen schönen Weinen. Auch wenn Torsten direkt um die Ecke in Köln wohnt hatte es bisher nie geklappt. Nun hat er uns zu Ehren eine <strong><em>Müller-Catoir 1994er Rieslaner Mussbacher Eselshaut Trockenbeerenauslese</em></strong> geöffnet.</p>
<p>Bevor ich jedoch zu dieser Essenz komme stehen noch einige Weine im Weg, die es zu probieren galt bevor der Nektar uns erwartete. Meine <em>2004er Riesling Spätlese*</em> aus dem <em>Bopparder Hamm Feuerlay</em> von <em>Florian Weingart</em> war nicht unbedringt der Knüller an diesem Abend (ich habe ihn <a href="http://www.originalverkorkt.de/2010/01/traubentausch-sauer-vs-ruck/" target="_blank">hier</a> schon mal beschrieben und da hat er mir besser gefallen), genauso wenig der <em>Pinot Kappelrodeck 2006</em> von der <em>Hex vom Dasenstein</em>. Spannender, freakiger auf jeden Fall kam der <strong><em>Riesling</em></strong> <strong><em>BRUCK 2008 </em></strong>von <strong><em>Veyder-Malberg</em></strong> daher. Ein geradezu störischer, karger Riesling von calvinistisch-strenger Schönheit, der im Laufe des Abends eine klare, mineralische Blüte entwickelte und für mich der erste und auch der letzte Wein des Abends war.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/veyder.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1623" title="veyder" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/veyder.jpg" alt="" width="590" height="380" /></a></p>
<p>Von diesem Wein, den Matthias mitgebracht hatte, hatte ich bisher, ich muss es bekennen, nicht gehört. Das Weingut liegt in der Wachau und <a href="http://www.veyder.malberg.at/" target="_blank"><em>Peter Veyder-Malberg</em></a> hat hier einige der steilsten, von der Aufgabe bedrohte Terrassen mit altem Rebbestand erworben um grünen Veltliner und Riesling anzubauen.</p>
<p><em>Peter Veyder-Malberg</em> tummelt sich seit Anfang der Neunziger im Weingeschäft, nachdem er in der Werbung gearbeitet hat. Studiert hat er am <em>Napa Valley College</em> und in Wädenswill in der Schweiz, wurde in der <em>Pine Ridge Winery</em>, der <em>Fattoria de Montemaggio</em> und beim<em> Schwarzen Adler </em>ausgebildet und hat nicht zuletzt 14 Jahre lang als Betriebsleiter beim <em>Grafen Hardegg</em> im Weinviertel gearbeitet und die dortige Umstellung auf Biodynamie vollzogen.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/veyder_1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1624" title="veyder_1" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/veyder_1.jpg" alt="" width="590" height="226" /></a></p>
<p>Der Riesling aus der Lage »Bruck« stammt aus der Gemeinde Viessling, gilt in diesem Ort als die wärmste Lage und ist trotzdem eine der kühlsten und höchsten in der gesamten Wachau. Der Wein besitzt bei 8,1 Gramm Säure erstaunliche 6,7 Gramm Restzucker, die man vielleicht ein wenig in der etwas fruchtsüßlichen Nase erahnen kann. Am Gaumen jedoch verbindet sie sich vortrefflich mit der Säure und hebt sich mehr oder weniger gegenseitig auf. Es bleibt eine klare Mineralität, eine strenge Würze, eine feine Frucht und eine stimmige Balance.</p>
<p>Pinot Noir von der Mosel bleibt für mich ein Exot und liegt nicht unbedingt auf meiner Weinlandschaftskarte. Dass dort trotzdem gute Spätburgunder gemacht werden beweist <a href="http://www.der-weinmacher.de/" target="_blank"><em>Stefan Steinmetz</em></a> aus Wehr. Wehr liegt dort, wo die gegenüberliegende Seite der Mosel schon luxemburgisch ist. Hier bestimmt der Muschekalk den Boden und die Bedeutung des Rieslings tritt hier hinter Bugundersorten und dem Elbling zurück.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/steinmetz_pinot.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1625" title="steinmetz_pinot" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/steinmetz_pinot.jpg" alt="" width="590" height="345" /></a></p>
<p>Dies ist der erste Wein, den ich von <strong><em>Stefan Steinmetz</em></strong> probiert habe und ich werde ihn mal im Auge behalten. Denn, was ich gerade im <a href="http://www.amazon.de/gp/product/393883918X/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=httpwwworig01-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=393883918X">im demokratischen Weinbuch</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=393883918X" border="0" alt="" width="1" height="1" />so lese: Es soll bei ihm guten Elbling geben (ich dachte ja immer, das wäre ein Widerspruch in sich) und auch der Sekt hat wohl so einiges für sich. Der <strong><em>Spätburgunder 2008</em></strong> muss sich in der Kategorie der Weine um die 10 Euro herumschlagen und dürfte es dort nicht einfach haben, sich zu behaupten. Er hat ne schöne Frucht und leichten Holzeinsatz, insgesamt wirkt das alles noch ein wenig vordergründig, stimmt aber hoffnungsfroh.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/chinon_korken.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1626" title="chinon_korken" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/chinon_korken.jpg" alt="" width="590" height="318" /></a></p>
<p>Einen feinen reinsortigen Cabernet Franc hat uns Matthias mit der <strong><em>Cuvée du Clos du Chêne Vert</em></strong> von <a href="http://www.charlesjoguet.com/" target="_blank"><em><strong>Charles Joguet</strong> </em></a>mitgebracht. Dieser Chinon aus Monopollage, dessen durchtränkter Korken Schlimmes erahnen ließ war hervorragend in Form. Keine Spur von Kork oder Muff. Stattdessen Chinon par excellence. <em>Joguet</em> gehört eindeutig zu den Qualitäts-Vorreitern im Chinon, gehörte mit zu denen ersten, die in den Sechzigern und Siebzigern ihre eigenen Weine auf den Markt gebracht haben, alles andere war damals Fassverkauf. Er hat Erträge reduziert und begonnen, von Hand zu ernten, ja, er hat sogar einen Rebhang mit wurzelechten Reben bestückt.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/chinon_joguet.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1627" title="chinon_joguet" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/chinon_joguet.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a></p>
<p>Im Glas bot sich eine Balance aus reifen dunklen Früchten und Holz, Tertiäraromen von Leder und etwas Sandelholz. Ich hätte diesen Duft den ganzen Abend weiter inhalieren können. Am Gaumen ebenfalls die dunklen Früchte, schwarze Johannisbeere, Brombeeren aber im Besonderen, etwas schwarze Kirsche rundet ab, dazu wieder feiner Holzeinsatz, Paprika, Tomatenessenz, etwas Salmiak. Hinten raus vielleicht ein klein wenig kurz, aber das trübt das Gesamtbild kaum.</p>
<p>Einen <em><strong>2000er Clos de Vougeot Grand Cru</strong></em> von <a href="http://www.prieur.com/en/" target="_blank"><strong><em>Jacques Prieur</em></strong></a> hat man nun auch nicht alle Tage im Glas. Dieser Abend hatte es in sich auf dem Weg zur Rieslaner TBA. Als steinig kann man diesen Pfad kaum bezeichnen. Den Stein schmeckte man höchstens in diesem Burgunder. Den Stein, die Frucht, die Kräuter.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/vougeot_prieur.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1628" title="vougeot_prieur" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/vougeot_prieur.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a></p>
<p>Die <em>Domaine Jacques Prieur</em>, zur Hälfte im Besitz des Handelshauses<em> Antonin Rodet</em>, besitzt 20.68 Hektar Primeur und Grand Cru sowie Monopol-Lagen im Burgund und gehört damit zu den Domainen mit der größten Range an Spitzenweinen.</p>
<p>Auf Burgund wäre ich bei diesem Wein nicht gekommen, den Wein hat Torsten uns verdeckt eingeschenkt. Matthias lag mit deutschem Spätburgunder ebenso daneben wie ich mit kalifornischem Pinot. Mich hat die Wucht, die Kraft in der Nase überrascht und erinnerte mich durchaus an manchen Russian River Pinot. Genauso aber fiel mir die 15.5%-Alkoholbombe des 2003er Spätburgunder von Künstler wieder ein, die wir kürzlich in der Bonner Weinrunde <a href="http://www.originalverkorkt.de/2011/02/spaetburgunder-galore/" target="_blank">dabei</a> hatten.</p>
<p>Erstaunlich, dass der 2000er Vougeot dann nur moderate 13% in sich trug und doch so massiv wirkte, mit einem etwas brandigen Abgang. Darüber hinaus jedoch barg dieser Wein eine große Strahlkraft und Finesse. Frisch, kräftig, mit viel Pfeffer, roten und dunklen Früchten, feiner Kräuterwürze und Minzaromatik und einer feinen Länge. Schönes Burgund!</p>
<p>Ach ja, und dann die <em>Mussbacher Eselshaut</em>. Die kleine Flasche wirkt wie ein Relikt aus vergangener Zeit. Nicht, dass es das Weingut <a href="http://www.mueller-catoir.de/" target="_blank">Müller-Catoir</a> nicht mehr gibt, nein, das steht weiter mit in der Spitze der Pfalz und produziert bemerkenswerte Rieslinge und, ja, nicht zuletzt edelsüße Rieslaner. Nur aus der Lage <em>Mussbacher Eselshaut</em> gibt es keinen mehr, nur aus dem <em>Herzog</em> und <em>Schlössel</em>.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/mc_rieslaner_1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1629" title="mc_rieslaner_1" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/mc_rieslaner_1.jpg" alt="" width="590" height="310" /></a></p>
<p>Wer aus Deutschland nur Beerenauslesen vom Riesling oder vielleicht Huxelrebe kennt wird überrrascht sein, Rieslaner hat eine ordentliche Säure zu bieten. Diese Neuzüchtung von 1921 (Silvaner x Riesling) führt mit nicht mal 90 Hektar ein Schattendasein, mehr noch als Scheu- und Huxelrebe. Was Schade ist, im edelsüssen Bereiche hat sie große Qualitäten, ich habe aber auch schon gute trockene Weine getrunken. Ich weiss allerdings nicht, ob überhaupt noch ein Winzer trockene Rieslaner ausbaut.</p>
<p><a href="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/mc_rieslaner_2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1630" title="mc_rieslaner_2" src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/uploads/2011/03/mc_rieslaner_2.jpg" alt="" width="590" height="392" /></a></p>
<p>Man sieht es an der Farbe, dieser Wein hat ein paar Jahre auf dem Buckel, er hat schon in den ersten Jahren eine tief orangene Farbe besessen und genau so tief nach vollreifen Aprikosen geduftet haben, sagt Torsten. Nun befindet er sich auf dem Weg zum gereiften Wein, die Aprikose steht als Frucht immer noch deutlich im Vordergrund, jetzt aber eher als kandiertes Trockenobst. Hinzu kommt der Sud schwarzen Tees und der Duft in Zucker eingelegter Quitten. Der Wein ist herrlich stoffig im Mund. Dicht, mit viel Fruchtsüße und ganz präsenter, druckvoller Säure. Das ist hervorragend, die Säure hält die Frucht so schön im Zaum, dass der 94er immer noch zu vibrieren scheint. Im Nachhall dieser Fruchtexplosion kann man sich dann durchaus verlieren.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.originalverkorkt.de/?flattrss_redirect&amp;id=1622&amp;md5=e62b9a20a95be728d6d95645970e119b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.originalverkorkt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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