Momentan arbeiten wir an der Prgrammierung eines eigenen kleinen Webshops. Bis dahin ist es lediglich möglich, per Telefon 0228/3067368 zu bestellen oder per eMail. info@originalverkorkt.de.
Vor einiger Zeit habe ich angefangen, mit einem Freund, der in der Weinbranche tätig ist, besondere Themenabende, heutzutage nennt man das ja Events, an besonderen Orten, also in besonderer Atmosphäre zu organisieren und durchzuführen. Im Rahmen dieser Tätigkeit entstand zunehmend eine Nachfrage nach den Weinen, die wir vorstellen. Bisher habe ich auf diverse andere Anbieter verwiesen. Ab jetzt kann ich sagen, dass ich einige dieser Weine selber anbiete.
Es wird immer eine kleine Auswahl von Betrieben bleiben, an deren Produkten mein Herz hängt. In der kaum überschaubaren Weinlandschaft gibt es unglaublich viele Weine, die die Geschmacks- und Geruchsnerven kurz schmeicheln, um dann für immer zu verschwinden. Hier präsentiere ich Weine, die bei mir haften geblieben sind, an die ich mich gerne erinnere und die ich immer wieder gerne trinke. Vielleicht geht es Ihnen ja genauso. Der Schwerpunkt liegt zunächst bei Weinen französischer Herkunft, hinzu kommen einige ausgewählte deutsche Weingüter sowie einige italienische und österreichische.
Weine, die ich selber vertreibe, werde ich künftig in meinem Weblog gesondert kennzeichnen, aber ich werde sie selbstverständlich besprechen.
Bevor ich einen Webshop aufbaue, liste ich zunächst die Weingüter auf, deren Weine man über originalverkorkt beziehen kann. Später folgen genaue Preislisten.
Champagner ist eine eigene Welt. Er wird als exklusives Produkt vermarktet – doch eigentlich stimmt das nicht so recht. Im Jahr werden mittlerweile ca. 330 Mio. Flaschen hergestellt und Champagnerhäuser wie Moet ähneln eher Industriekonzernen als handwerklichen Betrieben.
Dem entgegen setzen möchte ich in Zukunft einige kleine Betriebe, die ausgezeichnete Qualität abliefern und dabei preislich nicht teurer sind als die Weine der zehn großen Häuser. Das Preis-Leistungs-Verhältnis dieser Häuser ist jedoch deutlich, deutlich besser als das der Markenchampagner aus dem Supermarkt.
Pierre Larmandier gehört zur sehr überschaubaren Gruppe biodynamisch arbeitender Winzer in der Champagne. Mit der sorgsamen Art, seine Weine zu bereiten, und mit dem Entschluss, zu den weniger als 1 % der Winzer in der Champagne zu gehören, die mit Spontanvergärung arbeiten, gibt er seinen Weinen nicht nur einen eigenen Stil, sondern hat sich in die erste Riege der Erzeuger katapultiert. Die Champagner aus den Weinbergen rund um Vertus, Cramant, Avize und Oger besitzen sehr viel Substanz, Mineralität und Dichte.
Rund um die Gemeinden Vertus, Cramant, Chouilly, Oger und Avize nennt die Domaine Larmandier-Bernier 16 ha Weinberge an der Côte des Blancs ihr Eigen. Außer in Vertus, wo sie auch Pinot Noir kultiviert, wird nur Chardonnay angebaut. Bereits im Jahre 1988 wurde mit der Umstellung auf Biodynamik begonnen.
Statt mit Reinzuchthefen zu vergären, setzen Pierre Larmandier und seine Frau Sophie, wie alle unsere Winzer aus der Champagne auch, auf wilde Hefen, die die Gärung selbstständig in Gang setzen. Auf den Startzeitpunkt des Gärprozesses hat der Winzer bei dieser Spontanvergärung keinerlei Einfluss. Nicht nur der Beginn der Vergärung ist individuell, auch das Ergebnis ist absolut authentisch und faszinierend. Statt Einfalt findet sich hier Vielfalt in den Grundweinen und später im Champagner. Die Larmandiers bauen jede Lage einzeln im Edelstahltank, im Barrique oder im Fuder aus. Die Dosage ist bewusst sehr niedrig gehalten und liegt meist unter 5 g/l, um die unvergleichliche puristische Mineralität zu erhalten. Frische, Authentizität und präzise Mineralität sind die Markenzeichen der Champagner aus dem Hause Larmandier-Bernier
Rebfläche: ca. 16 Hektar
Rebsorten: Chardonnay, Pinot Noir, Pinot Meunier
Zertifizierung: Biodyn
Larmandier-Bernier, Tradition Premier Cru Extra-brut, Premier Cru, 750 ml, 33,- Euro
Dosage: 5 Gramm
Rebsorten: Chardonnay (80%), Pinot Noir (20%)
Winespectator-Punkte: 89
Eigener Eindruck:
Die Einstiegscuvée aus dem Hause Larmandier-Bernier besticht durch schöne Hefenoten, Zitrus- und Limettenschale, Eleganz, eine angenehm erfrischende Säure und feinen mineralischen Noten. Der Wein besteht im Wesentlichen aus dem Jahrgang 2005, angereichert mit Reserveweine aus den Jahren 2004 und 2002.
Larmandier-Bernier, Blanc de Blancs, Premier Cru, extra brut, 750 ml, 35,- Euro
Dosage: 5 Gramm
Rebsorten: Chardonnay
Parker-Punkte: 88, Wine-Spectator: 88
Eigener Eindruck:
Sehr direkte, nichtsdestoweniger feine Nase von Mineralen, Mandeln, etwas Vanille. Im Mund kommen Hefe dazu und Zitronen, wiederum Mandeln und ein wenig Fenchel. Da halten sich Finesse und direkte, mineralische Erfrischung die Waage. Das ist ein Grad von Perfektion, der bei Champagnern dieser Preisklasse sonst kaum zu finden ist; denn wir bewegen uns im Preisniveau der Supermarkt-Markenchampagner. Die Qualität dieses Weins begeistert.
Artikel im Weblog lesen.
Larmandier-Bernier, Née d'une Terre de Vertus, non dosé, Premier Cru, 750 ml, 39,- Euro
Dosage: 4 Gramm
Rebsorten: Chardonnay
Parker-Punkte: 89
Eigener Eindruck:
Die Klarheit dieses aus Chardonnay-Trauben der Lagen Les Barillers und Les Faucherets in Vertus vinifizierten Champagners ist herrlich. Trocken, ohne Dosage, sehr mineralisch und frisch, trocken und knackig, etwas Kreidenoten, Orangen- und Limettenschale, Brioche. Sehr fein und elegant. Das ist der Maßstab für ausgezeichneten Winzer-Champagner.
Artikel im Weblog lesen.
Larmandier-Bernier, Vieille Vigne de Cramant Grand Cru 2004, Premier Cru, 750 ml, 52,- Euro
Dosage: 2 Gramm
Rebsorten: Chardonnay
Parker-Punkte: 93
Eigener Eindruck:
Mineralik, Rauch und Limettenschale entströmen dem Glas. Ein noch junger Jahrgangschampagner der mindestens 12 Jahre Potential hat. Dabei zeigt er jetzt schon die ganze Klasse der Kunst des Pierre Larmandier: Präzision und Eleganz. Die Rebstöcke stammen von 48 bis 70 Jahre alten Stöcken.
Larmandier-Bernier, Rosé de Saignée Extra-brut, Premier Cru, 750 ml, 48,- Euro
Dosage: 3 Gramm
Rebsorten: Pinot Noir
Parker-Punkte: 96
Eigener Eindruck:
Die Trauben der alten Pinot Noir Prebstöcke in Vertus werden im Saigné-Verfahren vinifiziert, sprich, die Trauben werden leicht angedrückt und dann wird der Saft zwei bis drei Tage auf den Schalen gelassen. Das Ergebnis ist erstaunlich. Es ist jetzt nicht so als wäre ich ein großer Fan von Parker-Punkten, aber manchmal hat er einfach recht und ich zitiere seine Begründung für 96 Punkte:
"Larmandier-Bernier’s NV Extra Brut Rosé de Saignée is one of the most profound wines I encountered in my tastings. The color resembles the tonality of blood orange juice. This is a powerful wine that flows onto the palate with an expression of bright red fruit that recalls the wines of Chambolle in its luxuriousness, but is backed up with serious structure. This compelling, totally seductive wine possesses awesome richness and vibrancy, with layers of aromas and flavors that continue to develop in the glass all the way through to the long, intensely satisfying finish. The wine could be served alongside any dish that might be served with grand cru Burgundy, but like all of the world’s great wines, this is a bottle that creates its own occasion. Larmandier-Bernier completely redefines what Rosé can be all about with this monumental effort. The estate’s rose is 100% Pinot Noir from Vertus vinified on the skins (saignee) and bottled with 3 grams of dosage." Anticipated maturity: 2008-2016. Parker, december 2008.
Die Domaine Bedel liegt im Städtchen Crouttes-Sur-Marne, das zum Departement Aisne gehört. Hier im nordwestlichsten Teil der AOC Champagne sind die Böden reich an Lehm und Kreide, ideale Bodenbedingungen für den Pinot Meunier. Dementsprechend bildet diese Rebsorte mit einem Anteil von über 75 % der Gesamtrebfläche das Rückgrat der Champagner dieser Domaine. Pinot Noir und Chardonnay stellen zu etwa gleichen Teilen den Rest. Bedels fühlen sich der handwerklichen Tradition verbunden. Ihre Champagner stellen sie noch traditionell auf ganz natürliche Art und Weise her. Eine Willmes-Presse fällt einem sofort ins Auge, wenn man die Domaine betritt. Ihr Pressvolumen beläuft sich auf 4.000 kg und damit ein Marc, das Standardmaß der Champagne. Parzelle für Parzelle kann so einzeln gepresst und vinifiziert werden – ideale Voraussetzungen also, damit sich das Terroir optimal entfalten kann. Je nach Charakter reift der Wein dann im Holzfass. So entstehen Champagner von unglaublicher Finesse.
Rebfläche: ca. 7 Hektar
Rebsorten: Meunier, Chardonnay, Pinot Noir
Zertifizierung: Biodyn
Françoise Bedel, Dis, Vin Secret 2003, 750 ml, 36,- Euro
Rebsorten: Pinot Meunier, Chardonnay
Eigener Eindruck:
Eine wunderbare Basiscuvée. Zurückhaltend fein mit subtilen Hefearomen und einer Frucht von Birnen. Am Gaumen wieder Birne, etwas Limette und Grapefruit zusammen mit feiner Mineralität. Dazu auch hier Hefe, die an Brioche erinnert.
Françoise Bedel, Entre Ciel et Terre, 2000, 750 ml, 39,- Euro
Rebsorten: Pinot Meunier, Chardonnay
Eigener Eindruck:
Entre Ciel et Terre ist ein feiner Name für einen Champagner. Ätherisch kann dieses Getränke allemal sein, aber auch den Boden, die Minerale, das, was aus der Erde wächst, findet sich in diesem Getränk. Das Zusammenspiel leichter Düfte von Blumen und Heu und Brioche lässt Gedanken an ein Picknick auf einer blühenden Sommerwiese aufkommen. Grapefruit und Birne mit einem klaren mineralischen Abgang finden sich am Gaumen. Spritzig, frisch und doch fein moussierend mit einem Hauch von Creme.
Früher hat Jérôme Prévost die Trauben seiner 2,2 ha Parzelle Les Beguines an Laurent-Perrier verkauft. Danach, ab 1990, hat er den Pinot Meunier aus bio-dynamischer Wirtschaftsweise an eine Genossenschaft verkauft. Aber auch damit war er irgendwann nicht mehr zufrieden. Dann traf er Anselme Selosse und der zeigte ihm, wie man Wein selber ausbaut. Bei Selosse in Avize wurden auch die ersten Jahrgänge degorgiert. Jérôme Prévost war ein gelehriger Schüler und ein begabter dazu. Heute macht er Jahrgangschampagner von höchster Qualität, immer einen Wein pro Jahr. Von spät gelesenen Trauben, ausschließlich Pinot Meunier aus den Trauben seiner Parzelle, ausschließlich im gebrauchten Holz ausgebaut, ohne Dosage. Im Durchschnitt liegen seine Erträge bei 8.500 kg Trauben/ha, aus denen er dann etwa 45 hl gewinnt (erlaubt sind derzeit 13.000 kg und damit gut 80 hl/ha).
Das Ergebnis ist einmalig: Ein Champagner voller Frucht und Finesse. Seine 13.000 Flaschen Jahresproduktion sind dementsprechend schnell in allen Ländern dieser Welt vergriffen.
Rebfläche: 2,2 Hektar
Rebsorten: Meunier
Zertifizierung: Biodyn
Jérôme Prévost, La Closerie Les Béguines, 2004, 750 ml, 44,- Euro
Rebsorten: Pinot Meunier
Dosage: 0 Gramm
Parker-Punkte:
Eigener Eindruck:
Dieser Wein ist eine wunderbare Mischung aus in Honig getränkten Trockenfrüchten, leichter Kräuternote, Hefe, Mandeln und Nüssen und einer Runde Zitrusfrüchte. Dazu gibt es leicht salzige Minerale. Ein ungewöhnlicher und sehr feiner Champagner.
Sucht man das Champagnerhaus von Franck Pascal im Internet, wird man nicht viel finden. Er schreibt ein Weblog, ist aber nicht weiter im Netz präsent. Das ist bedauerlich, gehört er doch zu der kleinen Gruppe biodynamisch arbeitender Winzer in der Champagne. Angefangen hat er 1994. Er hat sich Weinberge von seinem Vater gepachtet und begonnen, in dessen Keller Champagner zu erzeugen, ohne dass er einen Kunden gehabt hätte. 1998 hat er aufgehört, Herbizide zu verwenden, und hat auch nicht mehr gegen Botrytis gespritzt. Im Zuge der Renaturalisierung der Weinberge begann er, sich mit Steiners Biodynamik auseinanderzusetzen. 2002 gab es erste Versuche, 2004 hat er zwei Drittel umgestellt, mittlerweile auch den Rest der 4 Hektar. Überzeugt hat ihn damals die unterschiedliche Qualität der Trauben aus seinen eigenen Weinbergen – der Geruch, der Geschmack.
Im Keller nutzt er mittlerweile traubeneigene Hefen zur Spontanvergärung. Die Dosage hat er stetig reduziert. Was man bei ihm ins Glas bekommt, ist Champagner in einer Preisklasse, die unter der Massenware in den hiesigen Supermärkten von den großen Häusern bekommt. Die Qualität aber ist eine viel bessere.
Rebfläche: ca. 4 Hektar
Rebsorten: Meunier, Chardonnay, Pinot Noir,
Zertifizierung: Biodyn
Franck Pascal, Cuvée de Réserve Brut Nature, 750 ml, 26,- Euro
Dosage: 0 Gramm
Rebsorte: 90 % Pinot Meunier, 5 % Pinot Noir, 5 % Chardonnay
Franck Pascal, Cuvée de Réserve Extra-Brut, 750 ml, 26,- Euro
Dosage: 4,8 Gramm
Rebsorte: 90 % Pinot Meunier, 5 % Pinot Noir, 5 % Chardonnay
Franck Pascal, Cuvée Prestige Equilibre, 2003, 750 ml, 29,50 Euro
Dosage: 6 Gramm
Rebsorte: 34 % Pinot Meunier, 33 % Pinot Noir, 33 % Chardonnay
Franck Pascal, Cuvée Prestige Brut, 2003, 750 ml, 29,50 Euro
Dosage: 12 Gramm
Rebsorte: 34 % Pinot Meunier, 33 % Pinot Noir, 33 % Chardonnay
Franck Pascal, Rosé, 750 ml, 29,50 Euro
Dosage: 9 Gramm
Rebsorte: Pinot Meunier, Pinot Noir, Chardonnay
Franck Pascal, Cuvée Emeric, 750 ml, 36,- Euro
Dosage: 6 Gramm
Rebsorte: Pinot Meunier
Im Herzen der Côte des Blancs liegt Avize, der Sitz des Champagnerhauses De Sousa et Fils. Die Familie besitzt etwa 11 Hektar auf einem der berühmtesten Weinberge der Champagne. Aber nicht nur die Lage ist besonders, auch die Tatsache, dass das Durchschnittsalter der Rebstöcke bei über 45 Jahren liegt, ist ungewöhnlich. Seit 1999 wurde umgestellt auf biodynamische Wirtschaftsweise – unter der Kontrolle von François Bouchet, einer Ikone unter den biodynamisch arbeitenden Önologen.
Das Ergebnis ist beeindruckend. Die Dosage liegt nie höher als 6 Gramm, der Reserve ohne Jahrgang enthält 30 % Reserveweine, die im Barrique aufbewahrt werden. Die Spitzenweine, Cuvée des Caudalies genannt, zeichnen sich durch enorme Länge und Nachklang aus.
Rebfläche: 11 Hektar
Rebsorten: Chardonnay, Pinot Noir
Zertifizierung: Biodyn
De Sousa & Fils, Blanc de Blancs Réserve, Grand Cru, Brut, 750 ml, 36,- Euro
Dosage: 6 Gramm
Rebsorten: Chardonnay
De Sousa & Fils, Cuvée des Caudalies, Blanc de Blancs, Grand Cru, Extra-Brut, 750 ml, 39,50 Euro
Dosage: 3 Gramm
Rebsorten: Chardonnay
Eindruck: Für diesen Blanc de Blanc werden Trauben von teilweise über 50 Jahre alten Rebstöcken verwendet, die dann zu 100 % in alten und neuen Eichenfässern ausgebaut werden. Das Cuvée stammt zu 50 % aus Reserveweinen der Jahre 1995 sowie zu 50 % aus Weinen des Jahrgangs 2004. In der Nase finden sich feine Holzaromen und Hefe. Am Gaumen dann offenbart sich eine Wucht an Frucht: Zitrus, Grapefruit, Brioche und Nüsse.
De Sousa & Fils, Cuvée des Caudalies Rosé, Grand Cru, Extra-Brut, 750 ml, 79,- Euro
Dosage: 6 Gramm
Rebsorten: 90 % Chardonnay, 10 % Pinot Noir
Eindruck: Der Pinot Noir, der ein Jahr in Barriques gereift ist, gibt diesem Rosé seine wunderschöne lachsrosa Farbe. Der Chardonnay, der mit 90 % dominiert, wird in kleinen Fässern vinifiziert. In der Nase finden sich Noten von Haselnuss und geröstetem Brot, dazu ein Hauch Vanille und Holz. Ferner eine klare Mineralität, Birne und Grapefruit im Mund und zum Schluss mischt sich der Geschmack von roten Früchten darunter – herrlich!
De Sousa & Fils, Cuvée des Caudalies Millésime, 2003, Grand Cru, Extra-Brut, 750 ml, 98,- Euro
Dosage: 6 Gramm
Rebsorten: Chardonnay
Eindruck: durch den auch in der Champagne außergewöhnlich heißen Sommer fand die Lese schon im August statt. Dier Chardonnay wird in kleinen Eichenfässern, davon 10 % neu ausgebaut. Das regelmäßige Aufgrühren, Bâtonnage genannt, verleiht dem Wein Tiefe und Eleganz. Karamell und schwarze Johannisbeere, Birne und Zitrus verbinden sich zu einem sehr, sehr eleganten Wein.
De Sousa & Fils, Cuvée des Caudalies Millésime, 2002, Grand Cru, Extra-Brut, 750 ml, 98,- Euro
Dosage: 6 Gramm
Rebsorten: Chardonnay, Pinot Noir
Eindruck: Beim 2002er Jahrgang befindet sich neben 50 % Chardonnay aus Avize auch 50 % Pinot Noir aus Ay gekeltert, in Barriques ausgebaut, davon sind 10 % neu. Dieser Champagner ist ein Fest. Ungemein voll und elegant mit Duft und Geschmack von Lebkuchen und Honig und einem Hauch Vanille, dazu Aromen von Zitrus und reifem weißen Obst.
De Sousa & Fils, Cuvée des Caudalies Millésime, 2000, Grand Cru, Extra-Brut, 750 ml, 98,- Euro
Dosage: 6 Gramm
Rebsorten: Chardonnay
Eindruck: Der 2000er Jahrgang wird aus 100 % Chardonnay gekeltert, in Barriques ausgebaut, davon sind 10 % neu. Neben einem Hauch von Vanille und Holz zeigen sich weiße Früchte, Birne, dazu Brioche und etwas Lebkuchen(!). Beindruckend – wie alle Jahrgänge der Caudalies Millésime – ist aber die Harmonie, in der sich dieser Wein befindet.
Jean-Pierre Fleury, Spross eines seit 1895 bestehenden Champagnerhauses im südlichen Teil des Gebietes, war 1989 der erste Winzer der Champagne, der die ersten Hektar seines Besitzes auf biodynamischen Anbau umstellte. Mittlerweile hat er mehrere Winzer in seinem Heimatort Courteron überzeugen können, sodass sich eine Rebfläche von 25 Hektar ergibt, von der 13 der Familie selber gehören. Der strikte Verzicht auf Herbizide und Pestizide sowie der Einsatz von Kunstdünger aber reicht ins Jahr 1970 zurück. Vorreiter sind sie, die Fleurys. Denn damals wollte noch keiner etwas hören von ökologischem Landbau.
Bekannt geworden ist er einer breiteren an Wein interessierten Öffentlichkeit, weil er 1992 beim Gault Milliau den 1. Platz bei den Rosé-Champagnern (65 Teilnehmer) einnehmen konnte und 1993 sogar beim GM Winzer des Jahres wurde.
Rebfläche: 13 Hektar
Rebsorten: Pinot Noir, Chardonnay
Zertifizierung: Demeter
Fleury Père & Fils, Pinot Noir Millésime, 1996, Grand Cru, 75,- Euro
Dosage: 6 Gramm
Rebsorten: Pinot Noir
Besonders am Herzen liegt mir der Pinot Noir Millésime 1996. Die Harmonie dieses Weines, die schwer zu erklären ist, übertraf bei einer Probe alle Champagner unterhalb der 120-Euro-Grenze. Ganz frischer Duft von Brioche, mit Butter bestrichen, mit einigen rosinigen Alterungsnoten, die sich peu à peu untermischen, dazu eine herrliche Süße und Zitrusaromen. Auch am Gaumen unglaublich frisch, wiederum mit Zitrusaromen, frischen roten Beeren und herrlicher Mineralik. Dazu gesellt sich ein wenig Tabak.
Artikel im Weblog lesen.
Die Domaine Albert Mann ist aus den beiden Familien Mann und Barthelmé entstanden. Die Brüder Maurice und Jacky Barthelmé führen diesen traditionsreichen Familienbesitz. Das Weingut liegt zwei Kilometer südlich von Colmar im Herzen des Elsass. Seine Weinberge sind über acht Gemeinden verteilt und umfassen 21 Hektar. Die Domaine praktiziert, wie die meisten führenden Weingüter im Elsass, biodynamischen Weinbau. Bei der Domaine Albert Mann überzeugen in hohem Maße die trocken ausgebauten Rieslinge, Gewürztraminer und Pinots. Sie sind nie aufdringlich, wer ausufernde florale Noten bis an die Schmerzgrenze erwartet, wird eines Besseren belehrt. Das ist große Weinbaukunst, die hier entsteht.
Rebfläche: 21 Hektar
Rebsorten: Riesling, Pinot Blanc, Pinot Gris, Gewürztraminer, Auxerrois, Muscat, Pinot Noir
Zertifizierung: Ecocert
Domaine Albert Mann, Riesling, Schlossberg, 2007, 750 ml, 29,50 Euro
Alkohol: 13,5 %, Säure: 7,5 g/l, Restzucker: 2 g/l
Trinkreife: 2011 bis 2027
Winespectator-Bewertung: 90 Punkte
Eigener Eindruck: Am 25. September 2007 wurden die Trauben von der Grand Cru Lage Schlossberg von 35 Jahre alten Reben gelesen. Ganz klare Nase von Limetten, reifer Ananas und ein wenig Anis, typisch für das granithaltige Terroir des Schlossbergs. Am Gaumen mineralische Gesteinsnoten, ebenfalls mit Limetten- und Ananasnoten. Auch hier ganz klar und direkt. Perfekt ausbalanciert und trocken. Zum direkten Verzehr eher einen älteren Jahrgang verwenden. Auch als 375 ml- und 1.500 ml-Flasche erhältlich.
Domaine Albert Mann, Riesling, Fürstentum, 2007, 750 ml, 27,- Euro
Trinkreife: 2009 bis 2019
Winespectator-Bewertung: 91 Punkte
Eigener Eindruck: Eine herrlich ausbalancierte Spätlese, klares Goldgelb, frisch, mit Aromen von Zitrus, Limone und Pfirsichen mit feinen Mineralen.
Domaine Albert Mann, Riesling, Rosenberg, 2005, 750 ml, 25,- Euro
Trinkreife: 2009 bis 2019
Eigener Eindruck: Der goldgelbe Riesling Rosenberg 2005 verbindet eine rassige und klare Nase mit Düften von kandierten Zitrusfrüchten, Mandarinen und Orangenschalen mit einer leicht mineralischen Note. Am Gaumen ein ähnliches Aromenspektrum mit einem herrlichen Wechselspiel von Mineralität, Süße und Säure. Langer, lebhafter Abgang.
Domaine Albert Mann, Riesling, Schlossberg Gran Cru, 2005, 750 ml, 27,- Euro
Trinkreife: 2009 bis 2027
Parker-Bewertung: 90 Punkte
Eigener Eindruck: Der Wein enthüllt nach längerer Öffnung herrliche Fruchtaromen, die von Limonen und Zitronen dominiert werden und feine Minerale aufweisen. Dazu kommen Spuren von Oxidation und Spontanvergärung. Der Gaumen intensiviert den Zitrusfrucht-Charakter noch einmal und die feine Säure prägt diesen fantastisch ausgeglichenen, bewegenden Wein.
Domaine Albert Mann, Gewürztraminer, Steingrubler Gran Cru, 2007, 750 ml, 27,50 Euro
Trinkreife: 2011 bis 2022
Eigener Eindruck: Kräftige, expressive, elegante und vielschichtige Nase mit Aromen von exotischen Früchten wie Mandarine, Grapefruit und Ananas, aber auch floralen Noten von Rose sowie Pfeffer. Mit der Belüftung intensivieren sich die Fruchtaromen und mineralischen Noten. Am Gaumen ist er voll und fleischig und spiegelt die Aromenfülle der Nase wider. Das Finale ist lang und ausgeprägt, lebendig und erfrischend, in der Struktur reichhaltig und lebendig. Herrlich klarer Wein aus dieser Aromenrebsorte.
Domaine Albert Mann, Gewürztraminer, Steingrubler Gran Cru, 2004, 750 ml, 26,- Euro
Trinkreife: 2009 bis 2020
Parker-Bewertung: 92
Eigener Eindruck: Feine fruchtige Düfte von Birne und Sternfrucht. Der Gaumen mit Aromen von weißem Fleisch, Birne und Gewürzen entwickelt sich zu einer Fülle und Reife, die von einer offenen Lebendigkeit gekennzeichnet sind. Ein gut ausgewogener Wein mit einem lebhaften Abgang.
Domaine Albert Mann, Gewürztraminer, Steingrubler Gran Cru, 2000, 750 ml, 39,- Euro
Trinkreife: bis 2015
Parker-Bewertung: 94
Eigener Eindruck: Der Steingrubler liegt bei Wettolsheim auf einem Südosthang in einer Höhe von 280 bis 350 Meter. Der Boden enthält Sand, Steine und Granitgeröll und ist ton- und kalkhaltig. Der untere Teil, der reicher und kalkhaltiger ist, eignet sich besonders gut für den Gewürztraminer. Der Steingrubler Gewürztraminer 2000 ist ein ölig texturierter, üppiger Wein mit einem Aroma von Birne und Gewürzen. Ein harmonischer und temperamentvoller Wein mit einem sehr langen Abgang.
Domaine Albert Mann, Gewürztraminer, Furstentum Grand Gru, Sélection de Grains Nobles, 2005, 375 ml, 44 ,- Euro
Trinkreife: bis 2020
Parker-Bewertung: 93 Punkte
Eigener Eindruck: Der Weinberg Grand Cru Fürstentum liegt an einem leicht ansteigenden Berg nördlich von Kientzheim. Die 2005er Selection de Grains Nobles (Elsässer Trockenbeerenauslese) zeigt eine sehr intensive, hellgoldene Farbe mit goldenen Lichtreflexen. Die angenehme, offene und konzentrierte Nase wird von feinen kandierten Früchten und dem reifen Duft nach Botrytis (Edelfäule) dominiert. Ebenso enthüllt sie Aprikose, Mirabelle, karamellisierten Apfel und eine Nuance von Rose. Die Belüftung verstärkt diese Duftkomposition noch einmal und fügt einen Hauch von Ananas und Grapefruit hinzu. Der Gaumen präsentiert komplexe Aromen von kandierten Aprikosen und Mirabellen wie auch von reifer Birne, von Honig, Rose und feinen Gewürzen. Die Reichhaltigkeit dieser leicht ölig strukturierten Trockenbeerenauslese wird durch eine kräftige alkoholische Unterlage gut ausgeglichen. Der Abgang ist lang und vermittelt den Eindruck einer frischen und ausgewogenen Lebendigkeit. Ein voller, opulenter und köstlicher Wein.
Domaine Albert Mann, Riesling, Cuvée Antoine, 1995, 500 ml, 112,- Euro
Trinkreife: bis 2016
Parker-Bewertung: 96
Eigener Eindruck: Jacky Barthelmé von Albert Mann hat diesen Wein der Geburt seines Sohnes Antoine gewidmet, der am Tag der Traubenlese zur Welt kam. Der Wein wäre normalerweise als Sélection de Grains Nobles (Trockenbeerenauslese) eingestuft worden und hat 130 Gramm gut versteckten Restzucker. Er bietet komplexe aromatische Substanzen, die an geröstete Mineralien, Zitronen, Limetten und getrockneten Honig erinnern. Dieser volle, kraftvoll angelegte Wein ist sehr konzentriert, voll gestopft mit Aromen von kandierten Orangen, Quitten, Felsen, Erde, Ananas und edelfaulen Äpfeln. Er ist erstaunlich ausgeglichen und für seinen hohen Restzuckergehalt unglaublich trocken.
Domaine Albert Mann, Probierpaket, jeweils 1x 750 ml von allen sechs wichtigen Rebsorten aus dem Elsass, 69,- Euro
Das Probierpaket Domaine Albert Mann Tradition besteht aus 6 Flaschen mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Es verschafft einen guten Überblick über die verschiedenen Elsässer Rebsorten. Das Paket umfasst die folgenden Weine: Domaine Albert Mann Cremant d'Alsace, Domaine Albert Mann Riesling Cuvee Albert 2006, Domaine Albert Mann Pinot Blanc Tradition 2006, Domaine Albert Mann Pinot Gris Tradition 2005, Domaine Albert Mann Muscat Tradition 2005, Domaine Albert Mann Gewürztraminer 2005.
André Stentz, ebenfalls biodynamisch arbeitend, macht herrlich frische Weine. Besonders beeindruckt hat mich der Crémant.
Rebfläche: 8,3 Hektar
Rebsorten: Sylvaner, Pinot Blanc, Riesling, Muscat, Tokay, Pinot Gris, Gewürztraminer
Zertifizierung: Biodyvin, Ecocert
André Stentz, Crémant d’Alsace AOC, 2007, 750 ml, 16,- Euro
Rebsorten: Pinot Blanc, Chardonnay, Pinot Gris
Eigener Eindruck: Wunderbarer Geschmack von Brioche, Nüssen und – ich würde mal behaupten – weißem Nougat bietet diese klassische Crémant-Mixtour. Sehr schön frisch, sehr elegant.
Wenn man von herausragenden Weingütern an der Loire spricht, wird man immer auch den Namen Domaine Huet l'Echansonne erwähnt finden. Dieses vergleichsweise junge Weingut der Huets (1928 gegründet) hat sich schnell einen Spitzennamen erworben und sich über Jahrzehnte hinweg mit kompromisslosem Qualitätsstreben und einigen ausgezeichneten Lagen im Vouvray an die Spitze befördert. Seit dem Zusammentreffen mit Nicolas Jouly vom Coulée de la Serrant arbeitet Huet biodynamisch, was wohl die Qualität noch einmal verbessert hat. Die Weine gelten in guten Jahren als fast unbegrenzt haltbar. Diese Weine bieten den puren Genuss kristallklarer, eleganter Weißweine. Und ich kann es nur immer wieder betonen: Probiert Chenin Blanc! Diese hier so wenig bekannte Rebsorte schafft an der Loire Weine von herrlicher Frische und Komplexität. Huet schafft hier eine Vielfalt, die durchaus vergleichbar ist mit dem, was hier aus Riesling vinifiziert wird, sei es Schaumwein oder seien es trocken oder halbtrocken ausgebaute Lagenweine oder Auslesen auf höchstem Niveau.
Rebfläche: 35 Hektar
Rebsorten: Chenin Blanc
Zertifizierung: Biodyn
Domaine Huet, Crémant de Vouvray, Pétillant Cuvée Echansonne Brut, Chenin Blanc, 750 ml, 13,50 Euro
Eine klare mineralische Struktur, Duft nach Grapefruit, Zitrus, Pfirsich und Aprikose zeichnen diesen Crémant aus. Schön leicht moussierend mit angenehm fester Säurerstruktur.
Domaine Huet, Crémant de Vouvray, Cuvée Huet Brut, Méthode Traditionnelle, 2001, 750 ml, 16,50 Euro
Trinkreife: bis 2012
Goldgelb in der Farbe, feinperlige Mousse, ein leicht hefiges Bouquet, das an einen Champagner erinnert, und Aromen von weißer Johannisbeere, Apfel und Zitrus zeichnen diesen herrlichen Jahrgangscrémant aus. Hier zeigt sich, welch ausgezeichnete Qualität das Haus Huet zu einem sehr guten Preis liefert.
Domaine Huet, Le Haut-Lieu Sec 2007, 750 ml, 16,50 Euro
Alkohol: 13,5 %, Säure: 5,7 g/l, Restzucker: 7,3 g/l
Der Boden des Weinbergs Le Haut Lieu besteht aus lehmigem Kalkstein, der weiche, geschmeidige Weine entstehen lässt. Ein sehr mineralischer Wein mit deutlich floralen Noten. Frisch, sehr lebendige Säure, Noten von Grapefruit und Apfel und einem Hauch Lakritz. Sehr klare Struktur und ein lang anhaltender Geschmack.
Domaine Huet, Le Haut-Lieu Demi Sec 2007, 750 ml, 20,50 Euro
Alkohol: 13,5 %, Restzucker: 21 g/l
Die gut 21 g Restzucker sind wunderbar eingebunden in diesen nach Blumen und frischen Früchten duftenden Wein. Goldgelb schwenkt er durch das Glas. Am Gaumen reife Früchte mit einem Aroma von weißen Pfirsichen, einer fast pfeffrigen Mineralität und einem salzigen Säuregerüst, was die Süße deutlich relativiert. Ein kräftiger und doch eleganter Wein von schöner Komplexität mit einem langen Finale.
Domaine Huet, Le Mont Sec 2007, 750 ml, 18,- Euro
Alkohol: 13,5 %, Restzucker: 8 g/l
Ein fast aristokratisch wirkender Chenin Blanc. Noch sehr jung und eigentlich zu schade, um ihn jetzt zu trinken. Er stammt von Hängen mit Kies-Lehmböden direkt an der Loire. Auch hier finden sich die typischen klaren Minerale und die frische Säure als Rückgrat. Neben deutlich floralen Aromen in der Nase finden sich Zitrusfrüchte und frische Pfirsiche am Gaumen. Weglegen und einige Jahre vergessen. Das wird ein wunderbarer Wein!
Domaine Huet, Le Clos du Bourg Sec, 2007, 750 ml, 18,- Euro
Alkohol: 13,5 %, Säure: 5 g/l, Restzucker: 7,5 g/l
Der Clos du Bourg, tatsächlich ist es ein echter Clos, ein an das Burgund erinnernder Weinberg mit Steinmauerumrandung, gilt unter den drei Spitzenlagen als der mit den zunächst am meisten verschlossenen, dafür aber langlebigsten Weinen. Der Wein beeindruckt aber durchaus jetzt schon. Dieser goldgelbe Saft ist tief und harmonisch selbst in seiner Zurückgezogenheit. Was bei der Dichte des Weines erstaunt, ist die tiefe Mineralität dieses Weines, in den sich Anklänge von Honig und Mandarinen mischen. Zum Schluss trauen sich auch noch ein paar Ingweraromen heran. Die Ausgewogenheit dieses Weines ist schon in diesem Stadium seiner Entwicklung fantastisch. Doch auch hier würde ich empfehlen, ihn erst noch mal in den Keller zu legen.
Domaine Huet, Le Clos du Bourg Moelleux, 1971, 750 ml, 160,- Euro
Alkohol: 13,2 %, Säure: 7 g/l, Restzucker: 76 g/l
Domaine Huet, Cuvée Constance 2005, 500 ml, 105,- Euro
Aromen von Quittengelee, Marzipan, kandiertem Ingwer, Grapefruit und Zitrone mit intensiven Noten ergeben ein Elixier, das mit einem wunderbaren Schmelz über die Zunge gleitet. Im Finish dann frischer und fruchtiger Abgang mit Anklängen von Vanille und Marzipan. Ein Wein, der das schier Unmögliche möglich macht: extreme Süße, Frische, Eleganz und Leichtigkeit auf so eine faszinierende Art und Weise zu vereinen. Absolute Weltklasse!
Manchmal muss man es einfach sagen: 96 Parkerpunkte, 99 Punkte Winespectator.
Im Weblog habe ich schon einiges über Thierry Germain und seine Weine geschrieben. Er ist einer, der locker im Bordeaux seiner Karriere hätte nachgehen können und sich dann entschieden hat, an der Loire etwas völlig Neues zu machen. Cabernet Francs höchster Güte und so natürlich es irgendwie geht. Er hat der Loire ihre Rotweine zurückgebracht, sagen manche. Und sie meinen damit ein bestimmtes Qualitätsniveau. Mein Lieblingswein aber ist der Chenin Blanc, den ich nach dem ersten Schnuppern schon ins Herz geschlossen habe.
Rebfläche: 21 Hektar:
Rebsorten: Chenin Blanc, Cabernet Franc
Zetifizierung: Biodyvin
Domaine des Roches Neuves, L’Insolite 2007, Chenin Blanc, Saumur, 750 ml, 16,50 Euro
Der Wein stammt von uralten Chenin Blanc-Rebstöcken im Saumur. Hier findet man tonhaltige Kalkböden vor, die auch Löss sowie Kiesel aus Feuerstein und Sandstein enthalten, was zu einem klar mineralischen Charakter führt. Der Wein wird in neuen Fässern vergoren und dann im Barrique ausgebaut, was man kaum schmeckt, so gut eingebunden sind die Holznoten. Viel präsenter als das Holz sind Mirabellen und Birnen und ein wenig Banane, bittere Orangen, ich würde sagen, Kumquats und Grapefruit, in die sich Karamell mischt. Je länger der Wein steht, desto mehr Melone und Papaya kommen hinzu und am Gaumen machen sich dann auch noch ein paar Stachelbeeren bemerkbar. Dieser Wein hat eine herrliche Dicht und trotz dieser Dichte wirkt der Wein nicht zu schwer – die Minerale machen es und eine ausgewogene Säure, genug, um den Wein leicht schweben zu lassen. Cremig ist er, schmelzig und hochgradig empfehlenswert.
Domaine des Roches Neuves, Terres Chaudes 2007, Cabernet Franc, Saumur, 750 ml, 16,50 Euro
Dieser Cabernet Franc von den heißen Böden der Coteau des Poyeux wurde im großen Holzfass ausgebaut und wird unfiltriert und ungeschönt auf die Flasche gezogen. Im Glas deutlich rotviolett, in der Nase dunkle Früchte, etwas Zedernholz, Menthol, etwas Unterholz und Pilze und eine klar erkennbare Mineralität. Dazu kommt ein angenehm warmer Hauch Vanille. Im Mund eine frische Säure zu ganz schön viel Kraft. Nicht zu tief, nicht zu komplex, aber mit einem abwechslungsreichem Wechselspiel von Gewürzen, Früchten, Tanninen und Säure.
Domaine Vacheron gehört seit langer Zeit zu den herausragenden Betrieben der Appellation Sancerre und bewirtschaftet seit 18 Jahren – und seit 5 Jahren zertifiziert – die 40 ha in biodynamischer Weise. Dabei fallen 32 ha auf den Basis-Sancerre, einige Hektar sind reserviert für die Weine des Les Romaines betitelten holzfassausgebauten Spitzensancerre sowie einige Hektar für den feinen Roten.
Rebfläche: 40 Hektar
Rebsorten: Sauvignon Blanc, Pinot Noir
Zertifizierung: Biodyvin
Domaine Vacheron, Sancerre 2007, Sauvignon Blanc, 750 ml, 18,- Euro
Kalkstein, Mergel und Silex ergeben die Grundlagen für einen sehr mineralischen, ausgesprochen feinen Sauvignon Blanc, der deutlich nach den typischen Stachelbeeraromen duftet, dazu kommt etwas Zitrone, Heu und etwas Feuerstein. Im Mund bleibt die mineralische Frische, die der Nase gefällt, und neben dem deutlichen Duft nach Stachelbeeren tauchen etwas Johannisbeere und grüner Apfel auf und auch die Zitrone schaut wieder ums Eck.
Es gab Zeiten, das war der Chablis, "Schabliss", wie man hier häufiger gehört hat, das Maß aller französischen Weißweine. Zumindest kam es einem so vor. Das wurde ausgenutzt und Chablis stand irgendwann auch auf der billigsten Plörre, wie man bei uns sagt. Der Ruf dieser Appellation, die so einzigartige Chadonnays erzeugen kann, hat schwer gelitten und nur die Rückbesinnung auf das eigene Können sowie strenge Qualitätsmaßstäbe führen zu einem Wiedererstarken dieser Region. 4,5 Hektar Weinberge auf Kalkmergelboden in allen Ecken des Chablis bewirtschaften die Goulleys. Sie produzieren Chablis von wunderbarer Finesse. Das beginnt beim kleinen, beim Petit, und beeindruckt am meisten beim Premier Cru. Echter Chablis ist nie günstig, das verhindern schon die gesetzlich geregelten geringen Ertragsmengen. Wenn man aber guten Chablis bekommt, ist er unvergleichlich.
Rebfläche: 4,5 Hektar
Rebsorten: Chardonnay
Zertifizierung: Biobourgogne
Domaine Philippe Goulley, Petit Chablis 2007, AOC, 750 ml, 12,- Euro
Alkoholgehalt: 11,8 %, Restzucker: 4,3 g/l, Säure: 1,4 g/l
Trinkbar: jetzt bis ca. 2011–2012
Schon der kleine Chablis hat alles, was einen Chablis ausmacht, das Grasig-zitronig-Frische, das Mineralisch-Stählerne. Dabei bleibt er schlank und rank, hat aber einen langen Abgang.
Domaine Philippe Goulley, Chablis 2007, AOC, 750 ml, 16,- Euro
Alkoholgehalt: 11,9 %, Restzucker: 1,5 g/l, Säure: 4,4 g/l
Trinkbar: jetzt bis ca. 2014–2018
Der Chablis birgt deutlich mehr Fülle in sich. Das, was der Petit-Chablis hat, wird einfach mal potenziert. Vor dem Genuss bitte ein Stündchen offen stehen lassen.
Domaine Philippe Goulley, Premier Cru -Fourchaume- Chablis 2007, AOC, 750 ml, 25,- Euro
Alkoholgehalt: 12,6 %, Restzucker: 1,8 g/l, Säure: 4,5 g/l
Trinkbar: 2010 bis ca. 2014–2018
Unglaublich mineralisch; Röstaromen, der Duft von Gras und Bananen und Pfeffer strömt aus dem Glas. Mit zunehmender Luft wird er buttriger und feiner und die glasklare Säure kommt in den Vordergrund. Er ist jetzt eigentlich noch zu jung, um getrunken zu werden, birgt aber ein wunderbaren Potential für die kommenden Jahre.
Seit fünf Generation machen die Jeandeaus Wein, seit 1992 unter eigenem Namen und seit 2000 arbeitet Denis Jeandeau auf seinen 3,5 Hektar nach den Kriterien von Ecocert. Die Reben stammen aus den Lagen le Clos des Prouges und la Terre Jeanduc, wobei die ältesten Rebstöcke mittlerweile bis zu 75 Jahre alt sind
Rebfläche: 3,5 Hektar
Rebsorten: Chardonnay
Zertifizierung: Ecocert
Denis Jeandeau, Secret Minérale 2006, Pouilly-Fuissé, Bourgogne, 750 ml, 25,- Euro
Alkoholgehalt: 13,7 %, Restzucker: 1,2 g/l, Säure: 5,3 g/l
Ein opulenter Geruch strömt da aus dem Glas und bleibt auch auf der Zunge präsent. Dort wirkt der Wein allerdings viel feiner und man spürt deutlich das mineralische Grundgerüst. Es kommt eine feine Säure hinzu, die sich gegen die Opulenz stellt und den Wein ins Lot bringt. Ein Chardonnay-Schwergewicht, welches trotzdem deutlich elegant bleibt. Sehr fein gemacht.
Vor der Klassifizierung des Bordeaux gehörten die Weine von Bourg mit zu den gefragten Weinen und die Preise entsprachen denen auf der anderen Seite der Gironde. Dies liegt 200 Jahre zurück und die Region ist in einen Märchenschlaf verfallen, aus dem langsam aber stetig einige Winzer erwacht sind, um ihre Weingüter in die Moderne zu führen. Einer, der dabei sehr erfolgreich ist, ist John Cochran mit seiner Frau Veronique. Auf den 20 Hektar des wunderschön restaurierten Gutes werden Merlot (55 %), Cabernet Sauvignon (30 %), Cabernet Franc (10 %) und Malbec (5 %) angebaut. Die Rebstöcke, bis zu 90 Jahre alt, stehen auf Böden, die sich aus Kies, Lehm und Kalkstein zusammensetzen.
Rebfläche: 20 Hektar
Rebsorten: Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Malbec
Zertifizierung: Ecocert
Château Falfas, Le Chevalier 2005, Côtes de Bourg, 750 ml, 21,99 Euro
Trinkreife: 2011–2020
65 % Cabernet von bis zu 90 Jahre alten Rebstöcken finden sich in diesem Wein. Das ist ungewöhnlich; denn normalerweise wiegt das Gewicht des Merlot schwerer in diesem Teil des Bordeaux. Dies ist ein feiner, mittelschwerer Wein, der 18 Monate lang in Fässern aus neuer Eiche ausgebaut wird. Obwohl jetzt noch zu jung, um getrunken zu werden, offenbaren sich schon würzige Aromen, feste Tannine und üppige rote Früchte.
Château Falfas, 2005, Côtes de Bourg, 750 ml, 11,99 Euro
Trinkreife: bis 2014
Weich und samtig wirkt sie, die Cuvée Falfas. 55 % Merlot finden sich hier, aber auch ein Anteil Malbec, eine Traube, die früher in den meisten Bordeaux vorkam, die jedoch sehr anfällig ist und daher nur noch selten zum Einsatz kommt. Cochran aber liebt diese Traube; denn sie verleiht dem Weine ein noble Kühle und ein festes Rückgrat. Für diesen Preis ist das ein ganz erstaunlich harmonischer, runder Wein mit einem herrlcichen Duft von Gewürzen, Himbeeren und Cassis.
Neben Falfas, das ich schon lange kenne und schätze, ist ein weiteres Weingut aus dieser Stiefkind-Appellation bei mir in den Fokus gerügt. La Grolet, erworben vom Ehepaar Hubert, das auch das Weingut Peybonhomme Les Tours sein Eigen nennen. Ähnlich wie bei den Cochrans wird auch bei den Huberts nach biodynamischen Grundsätzen gewirtschaftet und ähnlich wie drüben wird auch hier der Malbec mit angebaut und findet sich in den Weinen wieder. Die Preise sind hervorragend für Weine, die auch Stuart Pigott, der das Bordeaux und seine Entwicklung im Preis-Leistungs-Verhältnis sehr kritisch betrachtet, für ausgezeichnet hält.
Rebfläche: 28 Hektar
Rebsorten: Merlot, Cabernet Sauvignon, Malbec
Zertifizierung: Ecocert, Biodyvin & AB
Château la Grolet, Cuvée Tradition 2005, Côtes de Bourg, 750 ml, 8,99 Euro
Trinkreife: bis 2010
70 % Merlot, 28 % Cabernet und 2 % Malbec formen einen Wein, der in dieser Preisklasse im Bordeaux tatsächlich sehr selten zu finden ist. Elegant, mit dunklen Früchten, Vanille, etwas Nelke und Kirschen, feine Tannine und ein schönes Säuregerüst. Erstaunlich gut!
Château La Grolet, Tête de Cuvée 2005, Côtes de Bourg, 750 ml, 12,99 Euro
Trinkreife: bis 2014
Noch mehr Merlot (80 %), noch weicher und tiefer als der kleine Bruder. Reif und fruchtig ist er jetzt schon mit einer Tiefe und Harmonie, wie ich sie im Bordeaux bis auf seltene Ausnahmen eigentlich nur bei Weinen ab mindestens 25 Euro kenne.
Direkt gegenüber der Kirche von Pomerol liegen die Weinberge der Familie Laval – in direkter Nachbarschaft so klangvoller Namen wie Trotanoy, Clinet oder Le Pin. Auf den knapp 7 Hektar Terroir, das zum herausragendsten der ganzen Appellation zählt, baut die Familie Laval Merlot und Cabernet Franc an, wobei, wie im Pomerol üblich, Merlot mit 80 % den größeren Anteil hat. Die Reben haben ein Durchschnittsalter von über 40 Jahren.
Kies findet sich an der Oberfläche der Böden, der in den tieferen Schichten in Lehm übergeht. Im Gegensatz zu den weiter westlich gelegenen Weinbergen, deren Böden meist aus Kies und Sand bestehen, ergibt die Mischung aus Kies und Lehm von Château Gombaude-Guillot die kräftigeren, gehaltvolleren Weine mit mehr Tiefe.
Die Lavals bauen jede Parzelle einzeln aus, Temperatur und Dauer der Maischegärung werden so individuell abgestimmt. Die Weine lagern schließlich in 50 % neuen und 50 % gebrauchten Barriques.
Rebfläche: 7 Hektar
Rebsorten: Merlot, Cabernet Franc
Zertifizierung: Ecocert & AB
Château Gombaude-Guillot, Cuvée 2004, Pomerol, 750 ml, 29,90 Euro
Trinkreife: 2009–2017
Gombaude-Guillot 2004 wirkt in der Nase fein und subtil mit Noten von Kakao, Cassis, Kirsch und Vanille. Am Gaumen pikant-würzig mit Aromen von dunklen Früchten, Kirschen, Pfeffer, Schokolade und Vanille. Der Abgang ist lang und sehr frisch. Ein sehr harmonischer, weicher, runder Wein.
Château Gombaude-Guillot, Cuvée 2005, Pomerol, 750 ml, 34,90 Euro
Château Gombaude-Guillot, Cuvée 2005, Pomerol, 1500 ml, 71,90 Euro
Trinkreife: 2012–2020
In der Nase enthüllt sich ein deutlich mineralischer Charakter, unterlegt mit Lakritz und Brombeeren. Sehr fruchtig, mit anmutig rundem Körper umschmeichelt er mit seinen samtigen Tanninen den Gaumen und endet in einem langen Finale. Komplex und voller Finesse mit tiefer dunkler Farbe.
Château Gombaude-Guillot, Cuvée 2006, Pomerol, 750 ml, 31,90 Euro
Château Gombaude-Guillot, Cuvée 2006, Pomerol, 375 ml, 15,90 Euro
Trinkreife: 2014–2022
Intensive Frucht mit erdig-mineralischen Tönen charakterisiert den Gombaude Guillot 2006. Brombeere sowohl am Gaumen als auch in der Nase. Anklänge von Kirschen und Cassis mit einem Hauch von Vanille runden das Aroma ab. Geschmeidige, fast seidige Tannine verwöhnen den Gaumen und unterstreichen die dichte Textur des Körpers. Vollendet wird das Erlebnis durch einen langen Abgang im Finale.
Château Pontet gehört für mich unter den Bordeaux-Châteaus zu den großen Aufsteigern des letzten Jahrzehnts. Was die Familie Tesseron an Weinen auf den Markt bringt ist von ausgezeichneter Qualität und ich würde jeden Jahrgang des letzten Jahrzehnts empfehlen. Die Weine sind unglaublich dicht, tief, dabei mineralisch, fruchtig und sehr harmonisch. In diesem Preissegment gibt es im Moment kaum etwas Vergleichbares. Seit 2006 hat sich das Château offiziell den Richtlinien der Biodynamiker unterworfen – auch wenn nicht damit geworben wird ist das ein klares Bekenntnis.
Rebfläche: 100 Hektar
Rebsorten: Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc
Zertifizierung: Ecocert
Château Hauts Pontet, 2005, 750ml, 34,50 Euro / Fl. nur in 12er-Originalholzkiste
Trinkreife: 2009-2022
Dieser Wein, der Zweitwein von Pontet-Canet ist so gut, dass sich viele andere Güter darum reissen würden, einen solchen Wein als Grand Vin herausbringen zu können.
Château Pontet-Canet, 2006, 750ml, 68,50 Euro, nur in 6-erOriginalholzkiste
Château Pontet-Canet, 2006, 375ml, 34,50 Euro, nur in 12-erOriginalholzkiste
Château Pontet-Canet, 2006, 1500ml, 153,00 Euro
Château Pontet-Canet, 2006, 3000ml, 320,00 Euro
Trinkreife: 2014-2040
Bewertung: Parker 95
Der 2006er pontet-Canet gehört für mich zweifelsohne zu den Besten Bordeaux seines Jahrgangs. Dichte, reife Frucht, extrem kraftvoll, mit feiner Süße und zurückhaltender Säure. Satte schwarze Kirschen, Geräuchertes, Vanille, Brombeere. Dabei jetzt schon sehr harmonisch. Schlicht genial.
Château Moulin du Cadet, St. Emilion
Château Poujeaux, Moulis-en-Médoc
Château Fonroque, St. Emilion
Eines der aufstrebenden Weingüter in der Languedoc-Appellation La Clape heisst Mas du Soleilla. Die sympathischen Schweitzer Christa Derungs und Peter Wildbolz schaffen hier seit 2002 eine herrliche Oase der Ruhe und des qualitativ hochwertigen Weinbaus.
Die Weinberge in diesem Teil des Languedoc bieten mit Schiefer, Mergel, Sandstein und Kalksandstein eine ziemliche Vielfalt und so hat der Wein entsprechende Grundlagen, komplex und interessant zu werden. Dazu kommt die Nähe zum Mittelmeer in Kombination mit Hitze, die Topografie schützt die Rebhänge gegen den teils rauhen Wind. Zwischen den Reben findet man die typischen Strauchheiden und Kräuter, die Garrigue, die man in diesen Weinen wiederfindet. Die Erträge sind stark begrenzt.
Mas du Soleilla, Petit Mars 2004, Syrah, Languedoc, 750 ml, 11.95 Euro
Der Wein ist wunderbar gemacht. Harmonisch, weich und rund. Dunkle Beeren und Vanille prägen den Geschmack, leichte Würze kommt hinzu. Er ist sehr rund, perfekt ausgewogen mit leichter Würze.
Alain Chabanon gehört zur kleinen Riege der Spitzenerzeuger im Languedoc. Allein in Frankreich gehören seine Weine in nicht weniger als 13 Drei-Sterne-Restaurants zum Angebot.
Die 20 Hektar der Domaine liegen um Montpeyroux und Lagamas auf Böden, die von steinigem Lehm und Kalkstein geprägt sind. Der karge, wilde Eindruck dieser Region wird durch die hier herrschende Trockenheit noch verstärkt. Die Reben werden durch das geringe Wasserangebot gezwungen, tief zu wurzeln und können so eine Vielzahl von Nährstoffe aus der Tiefe holen. Die Folge sind gesunde und kräftige Rebstöcke, die Weine von herausragender Terroirspezifität hervorbringen. Der warme Frühling und Herbst sowie die heißen Sommer lassen die Trauben zu ihrer vollen Reife heranwachsen. Kurzum: ein ideales Terroir, um Spitzen-Weine zu keltern.
Sein Hang zu absoluter Perfektion – auch Chabandon arbeitet biodynamisch – zeigt sich nicht nur im Weinberg, sondern auch im Keller. Die Weine werden in Fässern von französischer Eiche ausgebaut. Die Zugabe von Hefen oder Enzymen ist für ihn ein absolutes Tabu. Statt auf die Verwendung von Pumpen setzt er auf die Schwerkraft, um Traubensaft und Wein möglichst wenig Stress auszusetzen. Pedanterie und Liebhaberei gehen hier ein Symbiose ein deren Ergebnis erinfach beeindruckend ist.
Rebfläche:20 Hektar
Rebsorten: Syrah, Grenache, Mourvedre, Merlot, Carignan, Vermentino, Chenin Blanc
Zertifizierung: Ecocert
Chabanon, Trélans (Blanc) 2005, Languedoc, 750 ml, 27 Euro
Dieses Cuvée aus nahezu gleichen Teilen Vermentino und Chenin blanc besticht durch Kraft und Fülle. Butter-, Sherry-, Nuss und leichte Holznoten in der Nase. Am Gaumen weich und einladend mit Aromen von Sherry und Süßrahmbutter. Ein betörender Wein für die Sinne, der sich voll und harmonisch mit ausgesprochener Komplexität dem Genießer offenbart. Hier spiegelt sich die lange und langsame Reifung von 30 Monaten, 12 Monate davon in französischen Eichenfässern, wieder.
Chabanon, Le Merle Aux Alouettes 2005, Languedoc, 750 ml, 27 Euro
Neben einem kleinen Anteil von 18 Prozent Grenache beherrscht Merlot diesen Wein. Da Merlot nicht zu den AC-Trauben im Languedoc zählt, trägt dieser majestätische Wein nur die einfache Bezeichnung eines Tafelweins. Im Bouquet schmeicheln sanfte Vanilletöne und Kirschen die Nase. Zartbitter-Schokolade, Buttertöne, dunkle Kirschen und Cassis lassen den Gaumen schwelgen. Kraft und Körper pur. Auch hier eine langsame, schonende Weinbereitung: 36 Monate gereift, davon 24 Monate in französischer Eiche.
Chabanon, Les Boissières 2004, Languedoc, 750ml, 27 Euro
84 Prozent Grenache, etwas Mourvèdre und Carignan ergeben einen seidigen Wein mit samtig-weicher Textur, ausgereifter Finesse und Komplexität. Dunkle Kirschen, Tabak und Holz, Kräuter: ein breites, fein verwobenes Spektrum umschmeichelt Gaumen und Nase und verwöhnt mit einem langen Abgang. Der Alkohol ist schön eingebunden und kaum spürbar. 36 Monate im Stahlfass ausgebaut, kommt er ohne jede Schönung und Filtration auf die Flasche.
Chabanon, L'Esprit de Font Chaude 2003, Languedoc, 750ml, 28,50 Euro
55 Prozent Syrah, 37 Prozent Mourvèdre und 8 Prozent Grenache werden unter Alains Händen zu einem wahren Zaubertrank, der verwöhnt und die Sinne betört. Mediterrane Power pur: so lässt sich der von beeriger Würze und mediterranen Noten blühende sanfte Koloss umschreiben. Vanille und Butter duften in der Nase. Die Tannine mächtig und zart zugleich. Ein Wein, der Kraft und Finesse auf gekonnte Art und Weise vereint – originell und einzigartig. Insgesamt 36 Monate gereift, 24 Monate davon in französischer Eiche, dann unfiltriert und ungeschönt abgefüllt. Hier zeigt Alain Chabanon, welches Potenzial in dieser Region steckt. Genießen Sie diesen Wein bei 17° C am besten zwischen 2010 und 2013. Wir empfehlen Ihnen, diesen Wein zu dekantieren.
Noch einen Schweizer haben wir im Programm der sich im Süden Frankreichs niedergelassen hat um Wein zu machen. Um guten Wein zu machen. Dieser Schweizer Pierre Jequier und war früher Architekt. Im Jahre 1999 kaufte er ein jahrhundertealtes Landhaus in der Appellation Coteaux Du Languedoc Pic Saint-Loup. Wunderschön gelegen, eingebettet in die Garrigues, baut er hier auf ca. 11 ha die klassischen Rebsorten der Region Grenache und Syrah sowie geringe Mengen von Cinsault und Carignan an.
Sein Terroir profitiert von der außergewöhnlichen Bodenqualität (hauptsächlich Kalkgeröll) und der Südausrichtung seiner Parzellen. Das Klima ist einerseits von der heißen Sonne Südfrankreichs geprägt. Die kühlen frischen Winde der Cevennen mildern andererseits die oft hohen Temperaturen. Charakteristisch sind die extremen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Die Niederschläge sind in dieser Region sehr unregelmäßig. Die Sommer sind normalerweise sehr trocken. Regen kommt meist mit den Frühjahrs- und Herbststürmen.
Pic Saint Loup gehört heute zu den erfolgreichsten Crus des Coteaux du Languedoc. Derzeit sind knapp 500 ha in dieser Appellation mit Rebstöcken bepflanzt. Grenache, Syrah und Mouvèdre sind die wichtigsten Trauben und müssen mindestens 90 % des Pic Saint Loup stellen. Namenspatron ist der gleichnamige Berg, nördlich von Montpellier, der sich über eine Höhe von 658 m erstreckt.
Rebfläche: 11 Hektar
Rebsorten: Syrah, Grenache, Cinsault, Carignan
Zertifizierung: Ecocert
Mas Foulaquier, L'Orphee 2006, Languedoc, 750ml, 11,90 Euro
Empfehlung: 89 Punkte, Winespectator: 89 Punkte
Dieser Pic Saint Loup aus Grenache und Syrah, der 15 Monate reifte, duftet intensiv nach Kirschen. Auch am Gaumen dieses wunderschöne Kirscharoma, würzig durch Pfeffernoten abgestimmt. Daneben auch Brombeere, die dem Wein noch mehr Tiefe und Ausdruckskraft verleiht. Ein spannender Wein mit einem animalisch-geheimnisvollen Touch, der entdeckt werden will.
Mas Foulaquier, Le Rollierb 2006, Languedoc, 750ml, 14 Euro
Empfehlung: Parker: 90 Punkte, Winespectator: 90 Punkte
Le Rollier, eine Cuvée aus 60 Prozent Grenache und 40 Prozent Syrah, bringt die wilde, ungestüme Landschaft voll zum Ausdruck. Voll und satt im Körper zeigt er intensive Aromen von reifen, dunklen Pflaumen, Brombeere und dunkler Schokolade. Schön frischer, würziger Abgang mit Lakritz. Ein Klasse Pic Saint Loup!
Mas Foulaquier, Les Calades 2006, Languedoc, 750ml, 16 Euro
Empfehlung: Parker: 91 Punkte
Mas Foulaquier, Grand'Tonillieres 2006, Languedoc, 750ml, 19,50 Euro
Empfehlung: Parker: 92 Punkte
War der Eine im ersten Leben Gastronom (Peter Wildbolz), der Nächste Architekt (Pierre Jequier) so ist Pascal Perret früher der Profession des Fotografen nachgegangen. Hier hat er zwei Dinge gelernt: die Natur sehr genau zu beobachten und das Beobachtete dann in einem Bild festzuhalten. Beides kommt ihm heute in seiner zweiten Profession als biodynamischer Winzer voll zu Gute: die genaue Beobachtung der Natur ist Grundvoraussetzung für einen erfolgreich arbeitenden biodynamischen Winzer. Heute setzt er seine Beobachtungsgabe nicht mehr in Bildern um, sondern in hervorragenden, individualistischen Weinen, die mittlerweile auch in der internationalen Fachpresse vielfach gelobt werden.
Die Weinberge werden individuell Parzelle für Parzelle bearbeitet, um den unterschiedlichen Bedingungen des Terroirs gerecht zu werden. Die Trauben werden dann nach Parzellen getrennt weiter verarbeitet. Manuelle Lese, rigorose Selektion des Traubenmaterials, gefolgt vom Ausbau im kleinen Edelstahlfass und Reifung in Barriques sind Bestandteil seiner Qualitätsphilosophie.
Rebfläche: 6 Hektar
Rebsorten: Carignan, Cinsault, Grenache, Syrah und Terret
Zertifizierung: Ecocert
Mas Lumen, Orphée 2006, Languedoc, 750ml, 18 Euro
Der zu 100 Prozent aus Terret gekelterte Weiße von Mas Lumen besticht durch Finesse am Gaumen und in der Nase. Noten von Holz, Vanille und Butter sowie Anklänge von Zitrus im Duft. Am Gaumen zeigen sich Zitrus und Grapefruit, unterlegt mit leichten bitteren Aromen. Der Körper von mittlerer Statur mit angenehmer, weicher Textur. Ein schöner, individueller Wein, der vielfältig kombinierbar ist.
Mas Lumen, Prelude Rouge 2004, Languedoc, 750ml, 13,50 Euro
Carignan, Grenache und kleine Mengen von Syrah und Cinsault ergeben einen mediterranen Wein voller Würze. Pflaume, Kaffee, Lakritz und Leder erfüllen die Nase. Im Mund dichte, schmeichelnde Textur, umrahmt von Heidelbeere, Pflaume, dunklen Kirschen und würzig-pfeffrigen Tönen. Angenehme Tanninstruktur. Ein schöner, langer Abgang vollendet das Geschmackserlebnis dieses Charakterweines.
Pech-Latt zählt zu den bestangesehenen Weingütern des Corbières. Die Weinberge des Château Pech-Latt liegen im Schutze einer Hügelkette aus Kalk und rotem Mergel. Hier herrscht ein außergewöhnlich günstiges Mikroklima. Es entstehen unter der Regie von Philippe Matthias sehr kraftvolle, elegante, aromenreiche Weine. Übernomme hat er das Gut Mitte der Neunziger vom legendären französischen Biopionier Jean Vialade, er hat es ausgebaut, nicht zuletzt mit Hilfe der burgundischen Winzers Louis Max und zu einem biologisch arbeitenden Vorzeigebetrieb des Corbières entwickelt.
Rebsorten: Carignan, Grenache Noir, Syrah, Mourvèdre, Cinsault, Macabeu, Marsanne, Muscat
Zertifizierung: Ecocert
Château Pech-Latt Rouge AOC 2008, 750ml, 8,50 Euro
Rebsorten: Carignan, Syrah, Grenache und Mourvèdre
Alkohol: 13,5 %, Säure: 5 g/l, Restzucker: 0,7 g/l
Trinkreife: jetzt bis 2014
Eigener Eindruck: Mit herrlich viel Frucht ausgestatt ist diese Basiscuvée von Pech-Latt. Carignan, Syrah, Grenache und Mourvèdre zeigen auf leichte Weise, was der Süden Frankreichs für ein Potential hat.
Château Pech-Latt Vielle Vigne Rouge AOC 2008, 750ml, 12,50 Euro
Rebsorten: Mourvèdre, Syrah, Grenache
Alkohol: 13,8 %, Säure: 5 g/l, Restzucker: 0,5 g/l
Trinkreife: jetzt bis 2015
Eigener Eindruck: Er hat das, was die Basiscuvée hat. Frucht und Fülle, Kraft und ein reichhaltiges Aromenspektrum von Kräutern, Berren und Gewürzen. Hinzu kommt die Tiefe und Eleganz.
Château Pech-Latt Tamanova AOC 2006, 750ml, 17,50 Euro
Rebsorten: Mourvèdre, Syrah, Grenache, Carignan
Alkohol: 14,2 %, Säure: 5 g/l, Restzucker: 0,7 g/l
Trinkreife: jetzt bis 2015
Eigener Eindruck: Das ist ein Kraftprotz par excellence, dabei mit einer sehr feinen, dichten Struktur. Tief und füllig mit Aromen von Schokolade, Lakritze, saftigen Pflaumen, dunklen Beeren und milder Würze. Dazu kommt eine feine, kühle Mineralität. Im Gegensatz zu den beiden anderen Weinen des Gutes wird hier mit Barrique gearbeitet.
Zum ersten Mal habe ich diese konzentrierten Weine vor zwei Jahren auf der Prowein getrunken. Dort hatten die Biodynamiker rund um Nicolas Joly eingeladen und einer der Winzer die dort waren war Jean François Deu. Früher war er Computerfachmann und als solcher auch durchaus erfolgreich, ist er heute Biowinzer in einem der steilsten Weinberge der Welt. Seine Kollegen setzen teilweise Hubschrauber ein, er mühlt sich lieber mit dem Maultier ab. Steilste Lagen in den von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannten Weinbergen gibt es hier, die teilweise aus purem Schiefer bestehen. Die Mosel lässt grüßen. Zum Neupflanzen müssen die Löcher stellenweise gesprengt werden.
Diese Schiefer-Mineralität mischt sich mit Kargheit und Hitze. Der Lohn sind großartige Weine, konzentriert, komplex, voller hintergründiger Frucht und angesichts der Konzentration erstaunlicher Frische.
Rebfläche: 3 Hektar
Rebsorten: Grenache Gris, Noir und Blanc, Carignan, Syrah, Mourvedre, Muscat
Zertifizierung: ECOCERT
Domaine du Traginer, Collioure AOC 2005/2006, 750ml, 16,99 Euro
Rebsorten: Grenache, Carignan, Syrah, Mourvèdre
Trinkreife: jetzt bis 2013
Alkohol: 14 %, Säure: 5,1 g/l, Restzucker: 0,5 g/l
Eigener Eindruck: Ein ausdrucksvoller, konzentrierter, dichter Wein mit ineralischer Kühle die man in dieser heissen Region gar nicht erwartet.
Domaine du Traginer, Cuvée d'Octobre 2003, 750ml, 23,90 Euro
Rebsorten: Grenache Noir, Carignan, Mourvedre, Syrah
Trinkreife: jetzt bis 2015
Alkohol: 13,9 %, Säure: 5,3 g/l, Restzucker: 1,8 g/l
Eine Spätlese ausd dem Barrique mit einer Spur Restzucker. Das ist sehr, sehr verführerisch und komplex!
Domaine du Traginer, Banyuls Rimage AOC 2007, 500ml, 22,50 Euro
Rebsorten: Grenache gris et noir
Trinkreife: jetzt und einige Jahrzehnte
Alkohol: 18,1 %, Säure: 4,6 g/l, Restzucker: 92,5 g/l
Eine unglaubliche, an einen Vintage-Port erinnernde Fruchtbombe. Die Banyuls reifen in der Flasche und werden jedem Wind und Wetter ausgesetzt.
Saint Jean du Barroux
Domaine Hauvette
Château la Canorgue
Domaine les Bruyères
M. Chapoutier
Du Coulet
Ferraton
Domaine Montirius
Domaine de Roche-Audran
Domaine de Villeneuve
Clos de Joncuas
Axel Koehler hat bisher zwei Jahrgänge vinifiziert. Er stammt zwar aus einer Winzerfamilie und hat auch Weinbau studiert, nur gemacht hat er keinen Wein. Zu unterschiedlich waren die Vorstellungen, die er und sein Vater von der Weinbereitung hatten. Nun hat er 2007 das Gut übernommen und macht die Weine, die er machen will. Kompromisslos. Und schon die ersten beiden Jahrgänge sind sehr charaktervoll und eigenständig. Speziell die Rieslinge sind von einer herrlichen Klarheit und Frucht, teils durchgegoren mit einem herrlichen Frucht-Säurespiel. Besonders empfehlen möchte ich neben dem Gutsriesling und dem Ortsriesling den Silvaner vom Krähberg in Heimersheim. 30 Jahre alte Reben, auf Kalkmergelboden gewachsen, ist er mineralisch, wild und sehr eigenständig. Aromen von Birnen und Quitten ziehen durch die Nase. Für mich neben den Qualitäten, die Horst Sauer in Franken bietet, das Beste, was ich seit langer Zeit an Silvaner getrunken habe – und für mich die Entdeckung meines Weinjahres.
Weingut Koehler, Gutsriesling trocken 2008, Rheinhessen, 750 ml, 7,50 Euro
Restzucker: 4,5 g/l, Säure: 4,7 g/l
Eigener Eindruck: Auf rotliegendem Vulkangestein gewachsen, Aromen von Zitrus und Limetten, dazu ein Hauch Steinobst, kühle Mineralien, saftig, rassig und komplex am Gaumen, prägnante Säure, sehr frisch.
Weingut Koehler, Heimersheimer Riesling 2008 trocken, 750 ml, 9,90 Euro
Restzucker: 3,4 g/l, Säure: 4,8 g/l
Eigener Eindruck: Von über 40 Jahre alten Rebstöcken auf rotliegendem Vulkangestein stammt dieser Riesling, sehr rassig, sehr lebendig und kräftig.
Weingut Koehler, Krähberg Silvaner 2007, Rheinhessen 750 ml, 15,- Euro
Restzucker: 11 g/l, Säure: 5,8 g/l
Eigener Eindruck: 30 Jahre alte Reben, auf Kalkmergelboden gewachsen, eine herrlich mineralisch wilde Struktur, spontan im Holz- und Steingutfass vergoren. Trotz der Tiefe, die dieser Wein hat, ist er in einer sehr einladenden Art und Weise süffig.
Alexander Gysler hat das seit 1450 bestehende und 1750 erbaute Weingut 1999 von seinem früh verstorbenen Vater übernommen. Gerade fertig mit der Ausbildung an der Weinfachschule in Geisenheim, errang er mit dem ersten Jahrgang bereits den Staatsehrenpreis.
Das Qualitätsstreben ist klar definiert. Verzicht auf Mineraldünger und Herbizide, stattdessen Begrünung und Kompost, was zur Wiederansiedlung der ursprünglich heimischen Flora und Fauna führt. All dies macht ökologischen Landbau aus. Die offizielle Umstellung erfolgte ab 2004 und seit einiger Zeit ist das Gut Demeter-zertifiziert.
Rebfläche: 12 Hektar
Rebsorten: Riesling, Grauburgunder, Weißburgunder, Silvaner, Scheurebe, Huxelrebe, Chardonnay, Müller-Thurgau, Spätburgunder
Zertifizierung: Demeter
Weingut Gysler, Weinheimer Grauburgunder 2008, Rheinhessen, 750 ml, 7,50 Euro
Eigener Eindruck: Ich würde sagen, dass dieser Wein genau das bietet, was einen Grauburgunder ausmachen sollte. Etwas geröstete Nüsse, kanckige Frucht, schöne Länge, leichte Cremigkeit und vor allem Frische. Unkompliziert ist er und gut. (Punkt)
Weingut Gysler, Weinheimer Hölle Grauburgunder S 2008, Rheinhessen, 750 ml, 11,- Euro
Eigener Eindruck: Die Quintessenz des Gutsweins. Das aber konzentrierter, mit einem höheren Anteil von gelben Früchten, sehr klar, sehr kraftvoll, sehr gut.
Weingut Gysler, Weissburgunder & Chardonnay S 2008, Rheinhessen, 750 ml, 11,- Euro
Eigener Eindruck: Ein sehr konzentrierter Wein mit reifen, exotischen Früchten, vor allem Ananas. Reife Frucht, klar, sehr süffig. Ist schnell weg, so eine Flasche!
Den ersten Kontakt zu diesem Weingut hat mir Stuart Pigott verschafft. Er lobte vor nicht allzu langer Zeit die Rieslinge und auch die Silvaner in seiner Kolumne der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Dies, genauso wie seine Kurzbeschreibungen in seinem kleinen genialen Weinführer, las sich so spannend, dass ich am nächsten Tag direktemang eine Probekiste bestellt habe. Das Ergebnis war mehr als spannend und häufig beeindruckend. Die Bandbreite dieses Gutes ist erstaunlich, der Anspruch hoch, die Leidenschaft groß und die Preise sind glücklichweise noch moderat. Überaus beeindruckt hat mich neben den saftigen Basis-Rieslingen der Riesling Quarzit, der mächtige Weißburgunder Turm und der Spätburgunder Mariage. Eine solche Qualität für einen Burgunder unterhalb der 10 Euro ist mir bisher nicht untergekommen.
Rebfläche: 11 Hektar
Rebsorten: Riesling, Silvaner, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Weißburgunder, Morio-Muskat, Müller-Thurgau, Gewürztraminer, Kerner, Spätburgunder, Dornfelder, Merlot, Portugieser
Zertifizierung: nein
Weingut Riffel, Riesling feinherb 2008, QbA, 750 ml, 6,50 Euro
Alkoholgehalt: 1 1%, Restzucker: 11,5 g/l, Säure: 6,8 g/l
Herrlich süffiger, fruchtiger Riesling mit schönem Säuregerüst. Pigotts "Saufwein des Jahres 2008". Ich kann's verstehen.
Weingut Riffel, Riesling trocken 2008, QbA, 750 ml, 6,50 Euro
Alkoholgehalt: 11 %, Restzucker: 3,5 g/l, Säure: 6,7 g/l
Auch hier gilt: Der Wein ist herrlich rund und süffig. Natürlich deutlich weniger Restzucker, aber eine schöne Struktur und Duft nach Steinobst mit einem Hauch Zitrone.
Weingut Riffel, Riesling Binger Scharlachberg 2007, QbA, 750 ml, 7,90 Euro
Alkoholgehalt: 12,5 %, Restzucker: 4,5 g/l, Säure: 6,5 g/l
Riffels Rieslingfreuden zwischen Alltagstrinkwein und Quarzit. Schon sehr fein, mit angenehmer Mineralität, feiner Frucht und voller Reife. Schönes Kabinett-Niveau.
Weingut Riffel, Riesling Quarzit 2008, QbA, 750 ml, 9,90 Euro
Alkoholgehalt: 12,5 %, Restzucker: 4,3 g/l, Säure: 7,0 g/l
Herrlich reif und konzentriert, volle gelbe Frucht und Mineralität. So viel Tiefe und Struktur für einen Riesling unter 10 Euro ist bemerkenswert.
Weingut Riffel, Spätburgunder – Mariage -, Binger Bubenstück 2007, 750 ml, 9,90 Euro
Alkoholgehalt: 14 %, Restzucker: 1,1 g/l, Säure: 4,6 g/l
Diesen Wein hat das Winzerehepaar im Jahrgang ihrer Hochzeit zum ersten Mal auf die Flasche gezogen, daher der Name. Das ist ein Wein, den man eher in Frankreich vermuten würde und zwar zu einem ziemlich deftigen Preis. Ein kräftiger Burgunder, der leicht wirkt. Ein Wein mit 14,5 % Alkohol, die ich nicht vermutet hätte, Würze, Mineralität und feine Erdbeeren und Himbeeren, dazu ein leichter Ton von Holz und Vanille.
Das Weingut Hahnmühle, eine ehemalige Getreidemühle aus dem 13. Jahrhundert, liegt in einem Seitental der Nahe am Flüsschen Alsenz, eingebettet in eine wunderschön romantische Landschaft. Die Alsenz speist die hauseigene Wasserkraftanlage. Etwa die Hälfte der 12 ha großen Rebflächen sind mit der Spezialität der Linxweisers, dem Riesling, bepflanzt. Handverlesene Trauben, bewusst reduzierte Erträge (ca. 50 hl/ha) und schonender Ausbau sind der Garant für Weine vor herausragender Qualität.
Rebfläche: 12 Hektar
Rebsorten: Riesling, Traminer, Weißburgunder, Grauburgunder, Silvaner, Blauer Silvaner, Chardonnay, Blauburgunder, Regent, Portugieser
Zertifizierung: Naturland
Weingut Hahnmühle, Alter Wingert 2007, Riesling QbA, Nahe, 750 ml, 7,50 Euro
Alkoholgehalt: 11,9 %, Restzucker: 6,3 g/l, Säure: 7,7 g/l
Dieser extraktreiche, herrlich fruchtige Riesling stammt von über dreißigjährigen Rebstöcken, entsprechend konzentriert fällt er aus. Intensiver Duft nach Pfirsich, Litschi und Mineralen. Im Mund verspielt, dicht, kraftvoll und klar.
Weingut Hahnmühle, Riesling Sandstein Spätlese trocken, Oberndorfer Beutelstein 2007, Nahe, 750 ml, 9,90 Euro
Alkoholgehalt: 12 %, Restzucker: 8,8 g/l, Säure: 7,1 g/l
Vielschichtiger Duft von getrockneten Aprikosen und reifen Zitrusfrüchten. Auf der Zunge Schmelz, Saft und Kraft, perfekt eingebundene Säure, viel Konzentration, feine Würze und gute Struktur.
Österreich
Geyerhof, Kremstal
Söllner, Wagram
Italien
Marco Porello, Piemont
Azienda Agricola Erbaluna, Piemont
Schwarhof, Loacker, Alto Adige
Tenuta Val di Falco, Loacker, Toskana
Corte Pavone, Loacker, Toskana
Fattoria Casaloste, Chianti
Azienda Agricola Podere Marella, Fiametta Inga, Castilione
Elisabetta Foradori, Veneto
Spanien
Vinicola 4 Kilos, Mallorca
Südafrika
Ses Fikile
AGBs
Originalverkorkt Geschäftsbedingungen
Bestellen
Bestellen können Sie momentan per E-Mail unter info(ät)originalverkorkt.de
Wenn Sie Interesse an weiteren Informationen haben, kontaktieren Sie mich bitte unter info(ät)originalverkorkt.de oder telefonisch unter 02 28 / 3 06 73 68. Gerne organisieren wir für Sie ungewöhnliche Veranstaltungen zum Thema Wein.
Herzliche Grüße,
Christoph Raffelt