originalverkorkt - flüssige und überflüssige Eskapaden



Autor

Christoph Raffelt

Ich schreibe hier seit vielen Jahren über Wein. In dieser Zeit habe ich mich entwickelt und ebenso das Blog. Eines ist mir dabei immer wichtig gewesen: Bei meiner Idee von Wein und Weinbeschreibung geht es mir nicht um Herrschaftswissen. Ich finde es viel spannender und befriedigender, wenn sich Menschen an dieses so komplexe wie abwechslungsreiche Thema herantrauen. Mit originalverkorkt.de möchte ich dazu beitragen. Wenn Beschreibungen in diesem Blog zu kompliziert und verschwurbelt daherkommen, liegt das im Zweifel daran, dass ich mich schon so lange mit dem Thema befasse und in einen Sprachduktus verfalle, in dem ich nicht verweilen möchte. Für Kritik und vor allem Anregungen bin ich daher immer offen und freue mich über jeden Kommentar.

 

Was ich in den letzten Jahren im Weinbereich so alles getrieben habe, findet ihr hier:

Die Kurzversion?
– 1991 bewusst die erste Flasche Wein gekauft. Ab da diverse weitere.
– 2007 Beginn mit dem Weinbloggen, seit dem 700 Artikel
– 2009 Beginn mit der Durchführung von Veranstaltungen
– 2010 bis 2012 Kurzes, lehrreiches und intensives Intermezzo mit eigenem Weinhandel
– 2011 Weiterbildung beim Wine & Spirit Education Trust
– seit 2011 Kritiken und Texte für effilee, Gastbeiträge bei faz.net "Stützen der Gesellschaft"
– seit 2012 Online-Textbereich beim Hanseatischen Wein & Sekt Kontor
– seit Dezember 2012 monatlicher Podcast mit Holger Klein auf wrint.de für Weineinsteiger
– seit Oktober 2013 monatlicher Podcast auf originalverkorkt.de
– 2013 Mitarbeit am Falstaff Wein Guide Deutschland 2014
– seit Februar 2014 Dozent für die Deutsche Wein- und Sommelierschule Hamburg der IHK Koblenz
– seit 2014 Artikel für weinplaces.de und die taz

 

Die Langversion?
Es war das Jahr 1991, als ich das erste Mal in einen Weinladen gegangen bin, um bewusst eine Flasche Wein zu kaufen, zum Wein zu kochen und beides zu genießen. Da war ich zwanzig und mich hat das Thema seitdem nicht mehr losgelassen. Mittlerweile sind ein paar Jahre vergangen und ich habe ungezählte Flaschen Wein probiert. Manche waren großartig, viele gut oder ausgezeichnet, aber noch mehr sind auf Grund von Charakterlosigkeit in Vergessenheit geraten. Über diese Weine schreibe ich normalerweise nicht. Es sei denn, ich ärgere mich mal so richtig. Das kommt jedoch selten vor. Verrisse sind selten. Und über handgemachte Weine von Winzern werden Sie hier keine Verrisse finden. Das finde ich nicht fair und also lasse ich es – weil ich es kann. Schließlich bin ich kein Weinführer. Bei Markenweinen aus namenlosen Kellereien behalte ich mir Kritik schon eher vor. Doch letztlich geht es hier um die Lust am Wein, und daher schreibe ich lieber positiv. Charaktervolle Weine findet man tendenziell eher bei den Winzern, die sich biologischem oder biodynamischem Anbau verschrieben haben. Dies habe ich in den Jahren festgestellt. Daher überwiegt die Beschreibung solcher Weine. Das ist kein Selbstzweck sondern Erfahrung.

Ich würde behaupten, dass ich 98% aller Weine, die ich hier beschrieben habe entweder selbst gekauft oder bei Proben verkostet habe. In letzter Zeit jedoch kommt es häufiger vor, dass ich Proben erhalte. Dies finde ich nicht fragwürdig, da ich es klar kommuniziere. Wenn ich als Privatperson fünf Artikel die Woche schreiben möchte, bin ich auf solche Flaschen ein wenig angewiesen. Eine Journalist im Automobilbereich kann sich auch nicht jedes Auto kaufen, das er testet. Entsprechend verfahre ich auch. Ich verbiege mich dabei nicht sondern bleibe ehrlich. Wenn mir die Weine, die ich erhalte zu schlecht erscheinen, beschreibe ich sie eben im Zweifel nicht.

Im Laufe der Zeit und im Rahmen meiner fortgeschrittenen Liebe zum Wein, habe ich mich professionalisiert. Vor allem, seitdem ich schreibe. Mit dem Bloggen habe ich 2007 begonnen. Seitdem habe ich an immer mehr Fachverkostungen teilgenommen, Masterclasses besucht und beim Wine & Spirit Education Trust das Diploma gemacht. Seit Jahren gebe ich Weinsemiare zu unterschiedlichen Themen. Zwischenzeitlich habe ich auch Wein verkauft. Seit Juni 2012 bin ich als Texter des Hanseatischen Wein & Sekt Kontors sowie für deren Marken TVINO, 99bottles und weinlet als Texter tätig. Mein Blog besteht jedoch komplett unabhängig davon. Weine aus dem Sortiment werden Sie hier nur sehr selten finden, einfach, um die Distanz zwischen Arbeit und Privatvergnügen zu waren. Für das Blog von hawesko.de entstehen eigene Texte. Das Blog heißt winelog.de. Seit 2011 schreibe ich immer wieder in der Online-Ausgabe der FAZ im Blog Stützen der Gesellschaft als Gastblogger, außerdem regelmäßig für die effilee. Zudem findet einmal im Monat ein Podcast zum Thema Wein unter wrint.de statt, wo ich mit meinem Freund Holger Klein über Wein und alles Mögliche spreche. Wir wollen dort unterhalten und Wein für alle interessant machen, die sich nicht so recht an das Thema trauen. Seit 2014 bin ich an der Hamburger Wein- und Sommelier-Schule (IHK) als Dozent tätig. Hinzu kommen eine Kolumne der neu geschaffenen Plattform weinplaces.de von Gerolsteiner sowie Artikel in der taz.

herzliche Grüße,
Christoph Raffelt