originalverkorkt - flüssige und überflüssige Eskapaden



Die ersten 11 Jahrgänge Siefersheimer Heerkretz von Wagner-Stempel – ein Probenbericht

29/Jan/15 11:11 kategorisiert in: Bio & Biodyn, Riesling, Weingüter, Weiß, Deutschland

Es dürfte so etwa 2003 gewesen sein, als ich das erste Mal einen Wein von Daniel Wagner im Glas hatte. Möglicherweise war es ein Riesling vom Porphyr, der damals noch etwas wilder war als heute und deutliche Sponti-Noten aufwies. Für mich war schnell klar, dass das Weingut Wagner-Stempel ein Betrieb war, den ich besser kennenlernen wollte. So ist es geschehen und bis heute ist er mir einer der liebsten in Rheinhessen. Das hat natürlich viele Gründe. Zunächst ist da die unbestrittene Weinqualität, die sich dank akribischer Arbeit im Weinberg immer weiter verbessert hat. Dann ist da der moderate Preisanstieg der Weine über die letzten Jahre. Wagner-Stempel gehört ja zu den Spitzenbetrieben in Deutschland und die Gutsweine kosten auch heute noch keine € 9,- im Handel. Der Ortswein Siefersheimer Riesling vom Porphyr liegt unter € 15,- und gehört für mich beständig zu den besten trockenen Rieslingen, die man unterhalb der Großen Gewächse überhaupt kaufen kann. Da ist die besondere Lage in der Rheinhessischen Schweiz, die das manchmal Mächtige im Rheinhessischen Wein mit dem eher Spielerischen, Säurebetonteren der unweit entfernten Nahe verbindet und da ist natürlich der Mensch, der hinter den Weinen steht. Mit ihm, Daniel Wagner, habe ich letzten Samstag eine Probe in Berlin veranstaltet und wir haben die ersten elf Jahrgänge des Weins geöffnet, mit dem er bekannt geworden ist, dem Riesling Großes Gewächs aus dem Siefersheimer Heerkretz.

Heerkretz_01
So sieht es aus im Heerkretz: alles voller Stein.

Den Siefersheimer Heerkretz, bis in die 1930er Jahre noch durchaus bekannt für seine Weinlagen, hatte jahrzehntelang niemand mehr auf dem Plan, bis der junge Daniel Wagner sich in den 1990er Jahren aufgemacht hat, dies wieder grundlegend zu ändern. Revolution war angesagt in Rheinhessen. Junge Winzer wie Klaus-Peter Keller, Phillip Wittmann, Hans-Oliver Spanier, Alexander Gysler oder eben auch Daniel Wagner waren angetreten, die Qualität der Weine und das Bild, dass der Weinbau nach außen gab, grundlegend zu ändern. Die Qualität haben sie jeder für sich, aber auch gemeinsam in ständigem Gespräch und Austausch über den Wein in neue Höhen geschraubt. In einer Interessensgruppe, die sich irgendwann den programmatischen Titel message in a bottle gegeben hat, entstand gleichzeitig eine für Rheinhessen neue Form des Marketings, die wichtig war für das Weinland und die Aufbruchstimmung deutlich nach außen getragen hat.

Den Jahrgang 2002 hat Daniel zum ersten Mal bei der Zeitschrift Der Feinschmecker angestellt – und wurde auf Anhieb Deutscher Rieslingpreisträger 2003. Mit diesem Jahrgang hat er sich in die Riege der Spitzenwinzer Rheinhessens katapultiert, und das nachhaltig. Zumal schnell klar wurde, dass er auf der breiten Klaviatur spielen kann. Neben Riesling beherrscht er den Silvaner (sein erster Wein 1993), die Scheurebe, den Sauvignon und Chardonnay, Sankt Laurent, Merlot, Früh- oder Spätburgunder und neben den trockenen Gewächsen sollte man viel stärker auch die süßen Spätlesen und Auslesen beachten. Daniel ist in seiner leisen Art ein akribischer Arbeiter – im Weinberg wie im Keller und man kann hier im Blog einige seiner Jahrgangsberichte lesen, die zeigen, mit wie viel Herzblut er im Wingert engagiert ist.

Mit dem 2002er Heerkretz habe ich also angefangen, diesen Wein zu sammeln und jetzt, nach elf Jahren stand es an, einmal eine Vertikale dieses Weins zu präsentieren. So sind wir am vergangenen Samstag in einer kleinen Gruppe im Berlin Schmidt Z & Ko. zusammengekommen, und haben zusammen mit Daniel Wagner probiert, während er uns die Besonderheiten der jeweiligen Jahrgänge näher gebracht hat.

Heerkretz_02Die Halbstücke in denen Heerkretz, Höllberg und Porphyr schlummern. Außerdem jene Gewölbebögen, die die Etiketten prägen.

Rheinhessen rund um Siefersheim unterscheidet sich wesentlich zu den anderen Spitzenlagen Rheinhessens, vor allem jenen in Westhofen, wo die Kellerschen und Wittmannschen Spitzenlagen beheimatet sind. Das Gebiet wird auch die Rheinhessische Schweiz genannt, was erahnen lässt, dass es dort hügeliger ist als in anderen Teilen Rheinhessens. Hier bricht nicht der Rotliegende hervor wie es in Nierstein der Fall ist und es ist auch nicht der Kalkstein mit tonigem Mergel, wie es etwa in Westhofen der Fall ist. Hier liegen die Rotliegenden Schichten viel tiefer, darüber prägt schwarzer Melaphyr und vor allem rosaroter Porphyr den Boden. Dieser ist nicht so reintönig vorhanden wie an der nur unweit entfernten Nahe, prägt aber doch den Stil der Weine, den man als Melange aus Nahe und Rheinhessen einordnen kann. Das Goldene Horn, westlich des Ortes ist der große Porphyr-Buckel, dessen südlicher Teil Heerkretz genannt wird, während die zweiten Große-Gewächs-Lage, der Höllberg, nördlich liegt und wesentlich weniger steinig ist. Was die Winzer an Stein im Boden haben (siehe Bild) ist gewaltig und so prägen Steinwerke voll mit quarzithaltigem rosaroten Porphyr, auch Rhyolith genannt, den Heerkretz. Dieses Gestein ist ausgesprochen sauer, der Wein hat also immer einen niedrigen pH-Wert, der ihn von den Westhofener Weinen deutlich unterscheidet. Genau diese schlanke und säurebetonte Art bei deutlicher Frucht hat mir immer besonders gut gefallen.

Siefersheimer Heerkretz 2002 bis 2008
Dieser spezielle Typus zeigt sich auf wunderbare Art direkt im ersten Wein des Abends, dem 2002er Siefersheimer Heerkretz. Die Säure trägt und prägt den Wein bis heute, macht ihn frisch und brillant. Hätte jemand gesagt, der Riesling wäre 13 Jahre alt, hätte ich es kaum geglaubt. Lediglich eine ganz leichte Alterungsnote, aber weit von jeglicher Firniss entfernt, deutet das Alter an. Ansonsten ist der Wein absolut stimmig, fokussiert mit Blütenduft, leichter Cremigkeit, Salzigkeit und einer Kräuternote. Das ist eines der schönsten Exemplare an 2002er Riesling, das ich bisher getrunken habe – und ein toller Einstieg in die Probe. 750 Liter hat Daniel übrigens davon ausgebaut. Es sind alte Reben, die er in den Jahren 2000 bis 2002 dazu gekauft hat. Damals, als niemand außer ihm den Heerkretz auf dem Plan hatte, kostete der Quadratmeter dort übrigens 1,20 DM. Das kann man heute kaum glauben, das ist gerade 15 Jahre her. Der Wein ist übrigens noch mit Reinzuchthefen komplett im Edelstahl vergoren. Kann man deshalb einen Mangel an irgendwas feststellen? Nein, absolut nicht. Geerntet wurden die Trauben, nachdem der Oktober 2002 sehr kühl war übrigens erst am 16. November, ein sehr später Lesezeitpunkt.

Der 2003er Siefersheimer Heerkretz ist ein typischer Ausdruck des Jahrgangs. Ihm fehlt die Säure. Die Lesemannschaft hat damals bereits am 10. September vorgelesen – kerngesundes Material mit bereits 92 Grad Oechsle. Heute merkt man neben dem Mangel an Säure doch deutlich mehr Alkohol als bei allen anderen Weinen. Die Cremigkeit, das Salzige und die typische, saftige Frucht, die die Heerkretz-Rieslinge auszeichnet ist aber auch hier vorhanden.

2004 ist für Daniel Wagner das Jahr, welches ihm selbst nicht gut gefällt – was ich bei diesem Heerkretz gar nicht nachvollziehen konnte. Er bemängelt eine grüne Note in allen Weinen, die für ihn kaum zu erklären sei, denn das Lesegut sei reif und gesund gewesen und die einzige Erklärung sei für ihn der Stress der Reben im Jahr zuvor. Wenn überhaupt, dann konnte ich beim 2004er Siefersheimer Heerkretz lediglich eine ganz leichte Sauvignon-Note feststellen, ein bisschen Pyrazin, aber kaum der Rede wert – und bei Pyrazin in allem, was nicht junger Sauvignon Blanc ist, reagiere ich gern allergisch (im bildlichen Sinne). Dieser Wein ist klar, hell, mit feiner Säure und schlankem Körper ausgestattet.

Heerkretz_03Das Schmidt Z & Ko.

Neben dem schlanken Persönchen aus 2004 wirkt der 2005er Siefersheimer Heerkretz fast wie ein Boxer – allerdings, wie ein elegant schlagender Athlet. Der Wein wirkt buttrig, cremig mit warmen gelben Noten, er ist enorm saftig und verfügt dabei über ordentlich Druck. Über dem Saft verwirbeln Kräuter, als Basis findet sich rauchig-salziges Gestein. Der Wein hat vielleicht am meisten Süße von allen, erinnert ein wenig an 2003, ist aber viel fester gewirkt. Die Trauben für diesen Wein hatten nur einen kleinen, dafür aber konzentrierten Wuchs. Gerade einmal 20 Hektoliter konnte Daniel Wagner damals ernten.

Mit dem 2006er Siefersheimer Heerkretz hatten wir dann wieder einen großen Riesling im Glas. Der Wein präsentierte sich wunderbar frisch mit einem Bukett aus Blumen und frisch geschnittenem Kern- und Steinobst – alles in der leicht gelben Richtung. Dann kommen die Kräuter, fast wie eine Infusion, kombiniert mit Orangen- und Zitronenblüten. Herrlich die Säure, die Klarheit dieses Weins. Und das trotz des Stresses, den die Rebstöcke am 3. Oktober hatten. 80 Liter hat es auf jeden Quadratmeter des Heerkretz geregnet – doch die Rebstöcke haben es gut verkraftet.

Vielleicht ist der 2007er Siefersheimer Heerkretz der kompletteste, der typischste Heerkretz der gesamten Vertikale. Sebastian Bordhäuser, ein Teilnehmer der Runde, meinte später, der wäre ihm schon fast zu perfekt gewesen. War das Langeweile auf Grund von Perfektion? Ich kann es für mich nicht bestätigen. Ich mag in diesem Falle dieses Gelungene. Genau nach 150 Tagen Vegetationszeit, nach einem feuchten Sommer einem kühlen und trockenen September und Oktober wurde der Riesling geerntet. Viel Saft findet sich hier, Rauch, Stein, Salz, wiederum die leicht tänzelnden Säure. Der Wein ruht in sich selbst und hat sicher noch viele Jahre vor sich.

2008 dagegen war kompliziert und das merkt man dem Wein auch ein wenig an. Liegt der 2007er auf der gelben Seite, wirkt der 2008er Siefersheimer Herrkretz eher etwas grüner und deutlich kräutriger. Hier hat sich Daniel etwas verkalkuliert, wie er sagte. Die Trauben waren zwar sehr gesund aber irgendwann ging es nicht mehr weiter. Der Weinberg hing voll, doch die Mostgewichte kamen nicht so richtig zustande. Mit Hans-Oliver Spaniers Ratschlag im Ohr „ach Daniel, die Botrytis wird’s schon richten“, hat er dann nach seinem Geschmack zu früh geerntet. Ist es deshalb ein Wein, der negativ aus dem Rahmen fällt? Nein, gar nicht. Er ist so etwas wie die ungezogene kleinere Schwester des hübschen 2007ers, etwas dreckiger, etwas kühler aber eben so gar nicht weniger attraktiv.

Heerkretz_04

Siefersheimer Heerkretz 2009 bis 2013
Eine gewisse Veränderung des Stils beginnt mit 2009. Hier hat Daniel Wagner zum ersten Mal Holz eingesetzt, und zwar Halbstückfässer. Ein Teil des Weines wird jedoch weiterhin im Edelstahl ausgebaut – zumindest bis einschließlich 2011 denn seit 2012 gibt es nur noch das traditionelle Halbstückfass. Zwar deutete das, was wir vom  2009er Siefersheimer Heerkretz auf eine tolle Qualität hin, doch wirklich zu beurteilen war sie nicht. Hatte die erste Flasche einen deutlichen Korkschmecker, war es bei der Konterflasche wohl ein verdeckter. Der Wein hatte einen ungewöhnlichen Chrysanthemen-Geruch und wirkte matt und leicht pappig und kurz hinten raus, was nicht zum Rest des Weines, zum eigentlichen Volumen passte.

Der 2010er Siefersheimer Heerkretz war für mich neben dem etwas überraschend großartigen 2002er eindeutig das Highlight der Probe. Gerade einmal 19 Hektoliter pro Hektar hat der Jahrgang gebracht, noch weniger als 2005. Dafür aber ist die Qualität beeindruckend, der Wein vibrierend frisch, fordernd, salzig-steinig-mineralisch und voller Kräuter. Hier ist die Primärfrucht schon so gut wie weg, was bleibt ist eine Stein- und Kernobstfrucht, die sich wunderbar ins Gesamtbild integriert hat, unterlegt mit einer perfekten Säure. Wer den 2010er Heerkretz im Keller hat, wird noch viele Jahre großen Spaß mit dem Wein haben.

Der 2011er Siefersheimer Heerkretz stach aromatisch am stärksten aus dem Gesamtbild des Heerkretz heraus, als Einziger, muss man sagen. Entsprechend bin ich äußerst gespannt, wie sich dieser Wein entwickeln wird. Momentan erinnert er eher an einen Traminer denn an einen Riesling, was vor allem an der unglaublichen Würze liegt. Es ist der erste Wein, der eine Bio-Qualifikation hat, denn mit dem Jahrgang 2011, hat Daniel Wagner die Umstellung abgeschlossen. Der 2011er ist, wie schon gesagt, der würzigste der Weine, der mineralischste, der rauchigste und dunkelste der Weine und auch der kühlste. Er hat enormen Druck und eine feine, klare Säure. Wenn hier der Riesling in der Aromatik wieder die Oberhand gewinnen sollte im Laufe der Zeit, dann wird das möglicherweise das Heerkretz-Monument werden. Daniel Wagner jedenfalls glaubt daran und erklärt ihn zu seinem bisher besten Heerkretz – und er sollte es wissen.

Mit dem 2012er Siefersheimer Heerkretz hat Daniel dann ganz auf den Ausbau im Holz umgestellt. Er nennt dafür vor allem historische Gründe, denn Wein in dieser Gegend ist früher immer in solchen Gebinden ausgebaut worden und entsprechend nach historischem Vorbild hat er sie anfertigen lassen. Der Wein wird vor allem von Primärfrucht bestimmt. Diese ist hell und erinnert an Zitrusfrüchte, die mit Kräutern abgeschmeckt sind. Neben all der Frucht dominiert auch hier wieder Steinwürze, allerdings viel weniger, als beim 2011er. Brillant, wie bei fast allen Weinen außer 2003 und 2005 präsentiert sich die Säure und wunderbar fein ist die cremige Note am Gaumen. Für Daniel Wagner war 2012 eine der entspanntesten Lesen, und genauso entspannt präsentiert sich der Wein.

Heerkretz_05Daniel Wagner gehört zu den nachdenklichen und ruhigen Vertretern seines Fachs.

Für mich hat die Probe, die der Sommelier des Hauses, Jan Wilhelm Buhrmann uns vor Ort organisiert und eingeschenkt hat, zu einem ausgesprochen befriedigenden Ergebnis geführt. Es gab nur eine Ausfall, und da gleich samt der Konterflasche, das ist Pech und Schade, denn 2009 wäre sicher ein weiteres Highlight gewesen. Ansonsten war die Serie ein reiner Ausdruck des Terroirs, wie ich es verstehe, in Kombination mit den jeweiligen Wetterbedingungen. Bis heute zeigen die Weine kaum Alterungserscheinungen – das ist vielleicht die größte Überraschung dieser Probe. Nicht mal 2003 wirkte alt. Ihm fehlte die Säure, ja, er hatte einen Anflug, aber auch nur einen Anflug von Firniss in der Nase, doch alt schmeckt anders. Eigentlich ist der 2002er Jahrgang der einzige, von dem man sagen könnte, dass er jetzt wohl auf dem Punkt der vollen Trinkreife angekommen ist. Alles andere (und auch der 2002er) hat noch viele schöne Jahre vor sich. Und bei der Qualitätsdichte kann man eigentlich nur sagen, dass man dieses Gewächs eigentlich blind kaufen und weglegen kann.

Vielen Dank an den Miteigner des Schmidt Z & Ko., Carsten Schmidt sowie den Sommelier Jan Wilhem Buhrmann für die tolle Organisation und eine dicke Empfehlung für den Laden mit einer ausgezeichneten Weinauswahl, guten Küche und angenehmen Atmosphäre).

OVP020 – In Franken. Zu Gast bei Dr. Michael Zänglein, Oenologe an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau

25/Jan/15 12:00 kategorisiert in: Podcast

originalverkorkt_podcast_visual_unterwegs_20

Dr. Michael Zänglein ist Fachbereichsleiter für Oenologie und Kellertechnik an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Mit ihm spreche ich über das, was im Keller passiert, wenn Wein entsteht. Ab dem Zeitpunkt, wo das reife Traubenmaterial in den Keller kommt, muss der Winzer entscheiden, wo und wann er eingreift, um zum Schluss den Wein zu bekommen, den er haben möchte. Von einer etwaigen Maischestandzeit über die Wahl der Hefen, die Zugabe von Vitaminen und Enzymen, der Temperatursteuerung oder einem biologischen Säureabbau – um nur einige Möglichkeiten zu nennen – kann man den Prozess der Weinwerdung steuern und teils massiv eingreifen. Wieso man was macht und welche chemischen Prozesse dabei ablaufen, erklärt Michael Zänglein dabei sehr anschaulich.

Franken_Zaenglein_01

Wie immer gilt: ich freue mich über Feedback und ich freue mich über eine monetäre Unterstützung dieses Projekts. Die Möglichkeit dazu gibt es hier. Der Podcast ist über das Blog genauso zu hören wie über ein kostenloses Abonnement in der Podcast-Abteilung von iTunes und über Programme wie zum Beispiel Instacast.

franken_zaenglein_02

In der nächsten Folge spreche ich mit Christian Stahl, Winzer in Auernhofen.

Wo ich sonst noch schreibe….

21/Jan/15 13:03 kategorisiert in: Abschweifungen

Bislang hatte ich noch keinen richtigen Drive in diesem noch jungen Jahr, hier im Blog die großen Themen und Reihen anzugehen, die ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe. Privat stand zu viel an und darüber hinaus habe ich an anderer Stelle viel geschrieben und überarbeitet. Mein Geld verdiene ich ja im Bereich Text beim Hanseatischen Wein & Sekt Kontor und genau dort habe ich lange und intensiv das neue Weinmagazin vorbereitet.

weinmagazin_hawesko_01

Das Weinmagazin bietet einen deutlichen Mehrwert zum Shop, es vereint ein umfangreiches Glossar mit den Artikeln, die wir bisher im Blog geschrieben haben und listet auch die Newsletter Wein am Sonntag auf. Dies ist ein regelmäßig erscheinendes, contentbasiertes Newsletter, das ich seit 2013 verfasse. Es sind keine tiefschürfenden, komplexen Inhalte für Weinprofis, es ist eher Edutainment, so nennt man es wohl im angelsächsischen Raum – und das ist genau das, was ich wollte. Wer also abends bei einem Glas Wein, das iPad auf dem Schoß, noch ein bisschen durch die Weinregionen surfen will, kann das hier tun.

gq

In der aktuellen GQ gibt es übrigens, wenn man sich erst einmal durch einen unglaublichen Wust von Werbung gequält hat, einen Parforce-Ritt von Manfred Klimek (ja, der Ex-Captain) durch die Weinwelt. Neben Dirk Würtz, Marcus Hofschuster und Hendrik Thoma werde ich dort als vertrauenswürdiger, mitunter zur Pedanterie neigender Weinblogger genannt. Danke für das Kompliment! Auf die GQ-Seite Männer des Jahres 2014 habe ich es damit zwar noch nicht geschafft, aber ich arbeite daran.

WRINT-Flaschen live im Januar und Februar

13/Jan/15 09:35 kategorisiert in: WRINT Flaschen

Es geht weiter mit neuen Folgen von WRINT-Flaschen-live, fröhlich trinken und neue Weine entdecken mit Holgi und Christoph.

Im Januar beschäftigen wir uns mit drei Flaschen des Weinguts Muhr-van den Niepoort aus Carnutum, einem gerade einmal 900 Hektar großen Weinbaugebiet südöstlich von Wien. Das Weingut ist das gemeinsame Projekt von Dorli Muhr und Dirk van de Niepoort. Sie hat mit Wine and Partners in den letzten zwanzig Jahren ganz entscheidend die österreichische Weinmarketingszene zum Positiven verändert, er ist nicht nur marketingtechnisch voll auf der Höhe sondern auch einer der beeindruckendsten und fähigsten Winzer, die wir in Europa haben. Die beiden waren verheiratet, sind sie jetzt nicht mehr, aber sie betreuen beide weiterhin das Weingut, das gerade in den letzten Jahren einen enorm Sprung nach vorne gemacht hat. Ich habe die aktuellen drei Weine auf der diesjährigen österreichischen Weinmesse Vievinum probiert und war total begeistert. Wir trinken:

P………..n (Prellenkirchen) 2011, Ein Weißwein, der wie ein Rotwein behandelt wurde, samt Stielen mit den Füßen getreten und mit der Haut vergoren. Man nennt es dann Orange-Wein.

Cuvée vom Berg 2011, Syrah, Zweigelt und Cabernet Franc vom Spitzerberg, jener besonders kalkhaltigen Lage, die die Weine des Gutes prägt.

Blaufränkisch Carnutum 2011, sozusagen die Einstiegsdroge in die Blaufränkischseeligkeit, die die Weine dieses Gutes bieten.

Die Sendung findet am 26.01.2015 um 20.30h statt.  Leider sind wir beide erkrankt, daher muss die Sendung verschoben werden. Ein neues Datum gibt es in Kürze.

Dorli_Muhr

Der Februar steht im Zeichen des Rheingau-Rieslings. Wir trinken drei Weine aus zwei Weingütern, die beide mit zu einer Aufbruchstimmung im Rheingau beitragen, denn dort hat man sich allzu lange auf längst vertrockneten Lorbeeren ausgeruht. Mehr dazu in der Sendung. Wir trinken:

Balthasar Ress, Riesling von Unserem 2013,die Visitenkarte des Weinguts, in dem Dirk Würtz, Winzer und Deutschlands bekanntester Weinblogger, seit einigen Jahren die Weine verantwortet

Achim von Oettinger, Riesling trocken 2013, Sonderedition K+M, 45 Jahre alte Reben, Große-Gewächslage, Fassausbau.

Balthasar Ress, Riesling Ress hoch 3, 2011, gerade einmal 300 Flaschen in der Produktion. Der Wein stammt aus allen drei Großes-Gewächs-Lagen des Weinguts.

Die Sendung findet statt am 16.02.2015 um 20.30h.

 

Alle Weine gibt es bei K & M-Gutsweine in Frankfurt (Wir hatten letztes Jahr um die Zeit Tinghof und Klingenberg vom gleichen Händler). Bernd Klingenbrunn ist so nett, und packt uns drei Pakete. Das erste beinhaltet alle sechs Weine und wird für €90 inklusive Versand angeboten. Das ist toll, denn eigentlich kostet der Ress hoch 3 deutlich über €30,-, war im Shop reduziert und jetzt gibt es noch mal einen Spezialpreis. Zusätzlich gibt es das Muhr-van den Niepoort-Paket und das Rheingau-Riesling-Paket je einzeln, dann mit €5,90 Versandkosten. Hier geht es zum Angebot.

Ihr findet den Livestream zur Sendung wenn es soweit ist hier bei xenim. Ihr könnt Euch auch im Chat beteiligen (#kleitung auf irc.freenode.net). Wer nicht weiß, was ein IRC-Chat ist und wie man sowas, kann das in der Wikipedia nachschlagen oder das Webinterface benutzen, das auf Xenim aktiv ist, sobald der Livestream läuft.

 


Weiterblättern »