originalverkorkt - flüssige und überflüssige Eskapaden



Weinrallye No. 23 – Frauen ans Steuer

Wurde mal wieder Zeit, an der Weinrallye teilzunehmen. Es war einfach zu viel los in den letzten Monaten, als dass ich die Ruhe und Muße gefunden hätte …

Das Thema, das die Winzerin Iris Rutz-Rudel, ihres Zeichens Winzerin von Lisson mit eigenem Blog, vorgegeben hat, ist es definitiv wert, mal wieder einzusteigen. Ich hätte sehr gerne mal ihre eigenen Weine probiert, angekündigt hatte ich es bei ihr auch, aber geworden ist daraus noch nichts. Noch, wohlgemerkt.

Ich habe das Gefühl, dass ich immer mehr Frauen wahrnehme, die Weine machen, aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob das der Wirklichkeit entspricht oder mir nur so vorkommt. Gerade an der Mosel und in Rheinhessen scheint es aber auffällig. Auf der Prowein habe ich Sandra Sauer getroffen, die zunehmend Hand anlegt und eigene Vorstellungen vertritt beim Ausbau der Weine im Keller ihres Vaters Horst Sauer. Das zum Gebiet Franken. Die Weine von Luise Freifrau von Racknitz und ihrem Mann habe ich schon einige Male hier besprochen (z.B. hier und hier), so weit kurz zur Nahe. Gerade beschäftige ich mich mit den Weinen des Ehepaars Riffel und nicht zuletzt habe ich kürzlich Weine der Jungwinzerin Eva Vollmer besprochen.

Stellen wir also Weine von Winzerinnen vor. Einige Winzerinnen oder solche, die es werden wollen, haben sich übrigens im Jungwinzerinnenkalender vorgestellt. Den kann sich der Winzer dann über's Bett hängen, wenn er in Sachen Innovationen nicht mehr weiter weiß.

Ich jedenfalls fange mal an mit dem Wein einer Winzerin, von der ich nicht viel weiß, außer dass die Flaschen ihres Weingutes schöne Etiketten zieren und dass der Riesling Kabinett aller Ehren wert ist. Irene Söngen bewirtschaft mit ihrem Mann 8 ha Weinberge bei Hattenheim und Hallgarten. Diese sind ausschließlich mit Riesling bestockt.

Der trocken ausgebaute Rheingau-Riesling ist voller Frische, mit klaren, feinen Aromen von Pfirsich, Apfel und Ananas, mit saftiger Struktur und schöner Säure und Mineralität.

Aufmerksam geworden bin ich auf den Wein dank seines Etiketts, ich würde gerne mal mehr probieren und dazu muss ich mich wohl mal wieder aufmachen in denRheingau.

Im Rahmen des Gocher Weinzyklus haben wir bei der letzten Veranstaltung einen Chardonnay von Ses'fikile vorgestellt. Das ist das Projekt dreier ehemaliger Lehrerinnen aus Südafrika, alle drei von dunkler Hautfarbe, was ich deshalb betone, weil es in diesem Land noch durchaus ungewöhnlich ist, wenn drei farbige Frauen Wein erzeugen. Jacky Mayo, Nondumiso Pikashe and Nomvuyo Xaliphi haben sich Weinberge gemietet, weil sie das Geld zum Kauf noch nicht hatten, und erhalten im Keller Unterstützung von der Flagstone Winery. Das Projekt Ses'fikile, zu Deutsch Wir sind angekommen, ist ambitioniert und Erfolg versprechend. Es hat eine sehr gute Presse und Preise erhalten und – last but not least, die Weine sind klasse. Frisch und klar präsentierte sich der Rainsong Chardonnay mit einer satten, aber nicht aufdringlichen, eher erstaunlich harmonischen Neue-Welt-Frucht mit viel Melone und ein wenig Ananas und Papaya. Ich bin gespannt, was dieses Weingut in Zukunft auf den Markt bringen wird.

Von der 8 ha-Winzerin vom Rhein über die große neue Welt zurück in ein traditionelles Gebiet: die Champagne. Dort werden Weine nicht nur nach Frauen und Witwen benannt, sondern es gibt auch Winzerinnen. Eine zumindest kenne ich. Es ist Francoise Bedel, Winzerin in der dritten Generation, die sich im Jahre 1988 entschlossen hat, auf biodynamischen Weinbau umzustellen.

Auf knapp 7 ha werden die drei klassischen Rebsorten der Champagne kultiviert: Pinot Noir, Chardonnay und Pinot Meunier, der bei Bedels mit 78 % den größten Anteil ausmacht.

Die Bedels gehören zu der kleinen Gruppe unabhängiger Winzer in der Champagne, die die Fahne für außerordentliche Qualität weit in die Höhe halten. Immerhin werden im begrenzten Gebiet der Champagne mittlerweile ca. 340 Millionen Flaschen abgefüllt und 70 % dieser Flaschen teilen sich die 10 größten Produzenten. Die Nachfrage wächst und daher auch der Zwang, immer mehr zu produzieren. Dem stellt sich die kleine Gruppe von Winzern entgegen, die mit Liebe zum Detail ihre Weine noch von Hand abzählen kann. Noch kleiner ist die Gruppe, die ihre Weine auch noch nach biodynamischer Wirtschaftsweise an- und ausbaut. Larmandier-Bernier (hier und hier) und Fleury habe ich schon vorgestellt, Jérôme Prévost und de Souza werden noch folgen.

Die Basis-Cuvée Dis Vin Secret vollführt einen mineralisch-hefigen Tanz rund um Birnen, Mandarinen, Limetten und Brioche. Dieser Champagner ist ganz zurückhaltend und fein, keiner, den man mal in größerer Runde ausschenken könnte. Da wird er nicht überzeugen. Es ist einer, der Ruhe und Zeit erfordert, Zeit und Aufmerksamkeit. Wer sie ihm schenkt, wird sehr glücklich den Abend verbringen.

Die Frauen und der Wein … Drei Weine, die mir gefallen haben, so wie mir Weine gefallen, stammen von Elisabetta Foradori oder Ilse Mayer vom Geyerhof. Drei Weine plus die eingangs erwähnten Weine von Winzerinnen mit Link zu bereits bestehenden Artikeln sind Weine von Frauen, die definitiv ihr Handwerk verstehen und Weine von schöner bis außerordentlicher Qualität erzeugen, dabei aber nicht wirklich bekannt sind, es hoffentlich aber noch werden.

Die Weinrallye wurde ins Leben gerufen durch Thomas Lipperts Winzerblog. Dort erfährt man auch die Regeln. Bei Iris und Thomas bedanke ich mich für die Möglichkeit der Teilnahme.

Zum empfehlen:

Eva Vollmer, Mainzer St. Alban Riesling halbtrocken 2008, QbA, K&M Gutsweine
Irene Söngen, Rheingau Riesling, Kabinett trocken 2007, P&M Getränke
Ses'fikile Rainsong Chardonnay 2007, Swartland, Südafrika
Champagne Francoise Bedel, Dis Vin Secret Brut, Vinaturel

Weinrallye 11

19/Apr/08 08:34 kategorisiert in: Weinrallye

Sommer wird’s wohl irgendwann und zur Würdigung hat Niko Rechenberg das Thema »Alles so schön Rosé« ausgeschrieben. Artikel dürfen am 10. Mai veröffentlicht werden. Alles Wissenswerte zur Weinrallye gibt es hier im Winzerblog.

Rosé also. Das Stiefkind der Weinwelt. Wie oft (vorgestern noch bei mir) wird die Nase gerümpft, wenn man fragt: »Möchtest du ein Glas Rosé?«

Dabei gibt es wirklich schöne Exemplare. Ich hatte ja vor kurzem mal eine Flasche Mescladis von Clavel geöffnet und war ziemlich beeindruckt. Rosé vom Syrah. Niko legt den Focus auf Weine aus Deutschland, Österreich und Südtirol. Da heißt der Rosé dann auch Weißherbst oder Blanc de Noir. Und ein Sekt darf es auch sein.

Und dann war da doch tatsächlich in dieser Woche Gary Vaynerchuk…

19/Apr/08 08:16 kategorisiert in: Weinrallye

… der meint, Chenin Blanc würde nicht entsprechend gewürdigt. Zufälle gibt’s.

Gary und der Chenin Blanc

Weinrallye 10 – Die Zusammenfassung

11/Apr/08 12:03 kategorisiert in: Chenin Blanc, Weinrallye

Weinrallye 10 - Chenin Blanc

Eine weitere Weinrallye ist nun zu Ende gegangen, 15 Blogs haben sich beteiligt, Der Initiator Thomas Lippert vom Winzerblog ist, wie schon angesprochen, leider verhindert, Harald vom Weingut Steffens-Keß hat sich mangels Zeit entschuldigt und Matthias Metze von viva-vino konnte aus gleichem Grund nur zu einer älteren Verkostungsnotiz greifen.

Der ausgewählte Wein allerdings ist der Aperitiv zum Start der Rallye und der Ausbau des Chenin Blanc zu einem Crémant de Loire gehört mit zu den klassischen Verarbeitungsweisen. Matthias hatte einen Les Doucinières von Vincent Girault im Glas mit den für frische Chenins so typischen Apfelaromen, Pivu von six-to-nine hätte gerne eine Verkostungsnotiz des Crémant von Château Tour Grise beigesteuert, allein im fehlte die Aufzeichnung. Zu seinem ausführlich beschriebenen Wein kommen wir später; denn noch sind wir bei den leichten, den einstimmenden Weinen. Der vinissimus Robert Freudenthaler hat einen solchen im Programm. Die Domaine Patrick Baudouin Effusion 2004 aus dem Anjou überzeugt ihn durch die runde, unspektakuläre Frische. Zudem macht er sich noch mal grundsätzlich lesenwerte Gedanken zur Traubensorte.

Chateau Saumur, copyright: David Hughes | Dreamstime.com

Ebenfalls einen solch frischen Loirewein hat Svetlana Kittke gefunden, die auch diesmal wieder ein beeindruckendes Menü zusammengestellt hat,von dem man sich hier überzeugen kann. Zu in Knoblauch angemachten Meeresfrüchten harmonierte ihrer Meinung nach der leicht moussierende, restsüße Domaine de la Taille aux Loups von Jacky Blot. Daneben stellt sie einen Vouvray von Gaston Huet und einen Coteaux du Layon von Jo Pithon. Ihr Eindruck: »In der Nase dominierte eine Petrolnote mit Honig, Walnüssen und Trockenfrüchten gemixt. Am Gaumen explodierte der Wein förmlich in verschiedene Bestandteile: Karamell, butter toffee, Pfirsich und Trockenfrüchte wie Aprikose. Der Abgang war dann extrem lang, harmonisch und nussig.«

Sehr, sehr ausführlich beschreibt Iris Rutz-Rudel, zugeschaltet aus dem Süden Frankreichs, das Zusammenspiel von Trauben und Edelfäule anhand eben dieser edelsüßen Kostbarkeiten der Coteaux du Layon, einer Region, die ich bis dato gar nicht auf dem Schirm hatte. Daran anschließen kann sich das Kaulweinblog. Auch sie wählten einen von der Loire stammenden botrytisdominierten Wein aus den Coteaux de l`Aubance, den Plaisier der Domaine de Romchambeau. Sie empfehlen ihn mit gratiniertem Ziegenkäse, Schinken, Melone und Kräutern der Provence. Und wenn ich über Käse schreibe, dann auch über den trockenen Vouvray 1999 der Domaine du Clos de L`Epinay, denn es war der Käse, der mit dem Vouvray eine kongeniale Verbindung einging und dessen Qualität deutlich steigerte, schreibt Bernd Klingenbrunn vom K&M Gutsweinblog.

Wenn wir uns weiter in diesem Landstrich bewegen und zu dem kommen, was ich im Vorfeld als Kult bezeichnet hatte, komme ich noch mal auf Pivu zurück.Was er kürzlich im Glas hatte, ist nicht zu verachten und sei hier noch mal zitiert: »Knochentrocken, dicht, seidig und kompakt und in höchstem Maße komplex. [...] Weißwein für erfahrene Rotweintrinker. Grenzüberschreitend und Horizonte erweiternd. Chenin Blanc in seiner ganzen Bandbreite. [...] Gelbe Gewürze, Safran, Kardamom, Curry, reife Äpfel und Birnen, Lindenblüten, morbide Herbstfeuer und verblühendes Leben. Wein, mit dem man sprechen kann und der zu einem spricht. Erfahrung, Erlebnis, Erleben. Naturwein in rarer Perfektion für besondere Stunden und Sentimente.« Er redet von einem 2001er Saumur Blanc Brézé von Clos Rougeard und beschreibt all die Primär- und Sekundäraromen, die ich idealer Weise einem loiregeprägten Chenin Blanc höchster Güte zuschreiben würde. Hinzu kommt noch die klare und präzise Säurestruktur, die den Chenin vom Sauvignon und Chardonnay wegbewegt und dem Riesling annähert. Weshalb Pivu seinen Artikel auch mit Riesling von der Loire überschrieben hat.

Bewegen wir uns weiter in diesem Feld der Archetypen, so kommen wir zum Savennières Clos de Coulaine von Claude Papin, Château Pierre Bise. Das Weblog der K&M Gutsweine wirft diesen neben dem erwähnten Vouvray noch zusätzlich in die Runde. Auch hier Teile der Typizität: kräutrig-steinige Aromen, klare Mineralität und Säure, ebenfalls typische Botrytisnoten. Diese konnte ich, um einen Wein eines nahegelegenen Weinbergs zu beschreiben, ebenfalls feststellen. Dass Nicolas Joly in dieser Weinrallye auftauchen würde, war klar. Diese streitbare Persönlichkeit der Weinwelt mit seinem Wein, an dem sich die Geister scheiden, an dem man aber sicher nicht ohne Meinung vorbeikommt, war prädenstiniert für diese Rallye. Ich habe mich nicht für den Großen entschieden, sondern eben für den Savennières. Überzeugt hat er mich allerdings diesmal leider nicht, nicht am ersten, nicht am zweiten, nicht am dritten Tag. Dabei wirkte der Wein nicht zu alt, die Mineralität und Säurestruktur war passend, nur als sonderlich komplex habe ich ihn nicht empfunden.

Wie unterschiedlich die Eindrücke grundsätzlich, dann aber auch noch mal in Bezug auf die verschiedenen Jahrgänge sind, beschreiben Sabrina und Simon Klaiber vom culinarium coriosum in ihrem ersten Beitrag zur Weinrallye 10. Ein Artikel zum Coulée de Serrant in der Vertikalprobe hatte letzte Woche schon die Weinwelt von Michael veröffentlicht. Um so interessanter, was die Klaibers schreiben. Sehr ausführlich, sehr schön gestaltet. Dank! Auch Niko Rechenberg befasst sich auf Nikos Weinwelten mit diesem »eigenen Universum«, erinnert sich an einen unvergleichlichen 1998er und beschreibt seine Begnung mit dem sehr, sehr jungen 2006er auf der Prowein.

Wo waren wir noch nicht? In Südafrika! Glücklichweise habe ich den Drink Tank im Feedreader, sonst hätte ich Mario Scheuermanns Beschäftigung mit Chenin Blanc nicht mitbekommen. Auch er war versucht, sich Nicolas Joly zu widmen, dachte, das machen andere (Recht hatte er) und hat sich anderem Kult zugewandt: Bruwer Raats. Ihm ist es wohl vor allem zu verdanken, dass aus dem Steen neben dem säurebetonten Massensprit am Kap wieder mineralisch betonte Spitzenweine erzeugt werden. Scheuermann beschreibt den Raats Chenin Blanc und den opulenten Raats Original Chenin Blanc hier.

Stellenbosch, copyright: istockphoto.com

Der arme Lars Breidenbach von schreiberswein wäre an der Aufgabe, Chenin Blanc in Freiburg zu besorgen, fast gescheitert, fand dann aber in der hintersten Ecke eines Supermarktes eine angestaubte Flasche 2005 Ruitersvlei und der Inhalt war so, wie die Staubschicht vermuten ließ. Auch nicht besonders befriedigend fällt Alexander Schardts Probe des Spier Chenin Blanc 2007 aus. Auf verkostet.de nennt er den Grund: Agressive Säure und kurzer Abgang halten nicht, was die Nase verspricht.

Was beim einem sauer, flach und ausgelaugt ankommt, ist bei einem anderen zu viel Holz, zu viel Frucht, zu viel Stärke. Der Mont Destin 2005 aus Stellenbosch erinnert Wolf Hosbach von Hausmannskost an ein Nashorn, das über die Steppe rennt. Zu ungeschlacht, zu rustikal sieht er ein Neueweltwein-Vorurteil bestätigt.

Neben dem Frischen aus Anjou beschreibt der vinissimus noch einen strammen Jungen vom Kap, auch einen typischen Vertreter, ein vielleicht noch nicht ganz ausgewachsenes Nashorn, doch trotzdem mit 14 Volumenprozent, den Stellenrust 2007 aus dem Stellenbosch.

Einen zweiten Wein – im Gegensatz zu Jolys Spitzenwein einer, der eher unter die Mengenweine fällt – beschreibt in einem zweiten Beitrag das culinarium coriosum. Sie mögen diesen feinen kleinen Wein für 6 Euro, die Kleine Zalze, ebenfalls aus dem Stellenbosch. Ich habe ihn selbst kürzlich getrunken und kann es nur bestätigen. Für ca. 6 Euro gibt’s einen blitzsauber gemachten Sommer-Chenin mit einem leichten Potpourri aus Limetten, Birne, sauren Mirabellen und Ananas. Die Säure stimmt und die Balance. Was will man mehr für die Sommerterrasse?

Ach ja, und dann war da noch der bedauernswerte Robert Sprenger, der für sein Blog lamia cucina gerne einen Chenin Blanc aus der Schweiz ausfindig gemacht hätte, aber er ging leer aus. Keinen Schweizer Chenin gefunden, auch keinen deutschen, überhaupt trifft das ein, was ich erwartet hatte. Die Chenins dieser Welt hocken praktisch alle an der Loire oder im Stellenbosch, Ausnahmen sind scheint’s kaum zu geben.

Wie vielschichtig trotz allem das Ergebnis ist, zeigt die Rallye und ich bin beeidruckt, wieviel Zeit sich so einige für die Auseinandersetzung mit diesem Thema dankenswerterweise genommen haben. Jede Menge zusätzlicher Hintergrundinformationen, Menüabfolgen, Artikel, deren Fotoqualität auch einem Printmagazin genüge getan hätte, und viele Blogs, die nicht nur einen, sondern gleich zwei oder drei Weine vorstellen. Und dann ist mir neben der Gebietsbeschränkung noch etwas aufgefallen: Der Anteil von biologisch oder sogar bio-dynamisch ausgebauten Weinen unter den hier rpäsentierten liegt deutlich über dem Durchschnitt.

Also, in ca. einem Monat geht es weiter mit der Weinrallye No. 11. Niko Rechenberg wird der Ausrichter sein und welches Thema er vorschlägt, wird er wohl in Kürze in seinem Weblog verraten.

Weinrallye 10 – Beste Chenins bei Jancis Robinson

10/Apr/08 16:14 kategorisiert in: Weinrallye

Weinrallye 10 - Chenin Blanc

Auf der Spurensuche zum Thema Chenin Blanc, eigentlich auf der Suche nach Chenin Blanc, der außerhalb Frankreichs und Südafrikas angebaut wird, bin ich auf eine Seite bei der renommierten englischen Weinkritikerin Jancis Robinson gestoßen. Sie schreibt über einen Wettwerb zu den weltweit besten Chenins. Allerdings scheint dieser nur zweimal stattgefunden zu haben, das letzte Mal 2004. Was deutlich wird, ist, dass es wohl – und so wahscheinlich von den meisten auch vermutet – außerhalb Frankreichs und Südafrikas keine nennenswerten Qualitäten gibt. In der gesamten Liste der 51 Preisträger gibt es lediglich einen US-Amerikaner und einen Australier, auch wenn neben diesen Ländern noch Neuseeland, Mexiko, Thailand und Indien vertreten waren.

Unter den Preisträgern sind Weine, die bei der Weinrallye schon aufgetaucht sind, nämlich Château Pierre Bise und die kleine Zalze.

Weinrallye 10 – Kurzer Zwischenstand zur Mittagszeit

10/Apr/08 11:33 kategorisiert in: Weinrallye

High-Noon ist vorbei und natürlich gibt es schon so einige Beiträge zum Trauben-Thema. Bevor ich morgen die Artikel zusammenfasse, gibt es schon mal einen ersten Überblick.

Weinrallye 10 - Chenin Blanc

Interessant, dass nicht alle so wirklich was gefunden haben. Robert Sprenger zum Beispiel mit seinem Kochblog lamia cucina hat in Basel und Umgebung keinen Schweizer Chenin Blanc finden können, die Gläser bleiben auf den Kopf gedreht. Lars Breidenbach ging’s in Freiburg ähnlich. Gefunden hat er was, aber welch spärlichen Tropfen, das beschreibt er bei Schreiberswein.

Das K&M Gutsweinblog hat sich mit zwei Weinen beteiligt, ebenso vinissimus. verkostet.de bleibt sehr bescheiden, und auch das Viva-Vino Biowein Blog von Mathias Metze hat nicht zum großen Hammer gelangt, sondern auf Vorhandenes zurückgegriffen. Die Brüder Kaul vom Kaulweinblog waren praktisch an Ort und Stelle unterwegs und Simon Klaiber hat für culinarium curiosum einen glänzenden Artikel zur schon erwähnten Coulée-Vertikale verfasst und so das Weinblog von Michael mehr als ergänzt. Zudem hat er sich vom Mythos zur Massenabfüllung heruntergehangelt und was dabei herauskommt, ist hier zu lesen.


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