originalverkorkt - flüssige und überflüssige Eskapaden



OVP019 – In Franken. Zu Gast im Weingut der Stadt Klingenberg bei Benedikt Baltes

21/Dez/14 12:02 kategorisiert in: Podcast

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Im Frühjahr habe ich zum ersten Mal etwas über drei Weine des Weinguts der Stadt Klingenberg geschrieben, nachdem wir sie im WRINT-Podcast besprochen hatten. Der Artikel gehört zu den meistgelesenen des letzten Jahres, wie ich gerade festgestellt habe. Das freut mich, zeigt es doch, dass es großes Interesse an einem Mann mit seinem Weingut gibt, der sich innerhalb kürzester Zeit in die Bundesliga der deutschen Rotweinproduzenten geschossen hat. Sein Name ist Benedikt Baltes, er ist im November 30 Jahre alt geworden und ich war bei ihm, um mit ihm über seine Arbeit zu reden. Als ich nachher das Gespräch noch mal überarbeitet habe, musste ich so häufig lächeln, wie selten sonst, denn der Mann ist so eloquent, ihm zuzuhören macht so viel Spaß, dass das auch noch eine Stunde hätte so weiter gehen können. Doch statt zu reden, haben wir dann den aktuellen und den kommenden Jahrgang (2013) probiert. 2012 hat mich schon begeistert, aber was da mit dem Jahrgang 2013 auf uns zukommt unterstreicht alles, was Benedikt im Podcast erklärt. Die Weine werden noch kühler, leichter aber geschlossener und eindrücklicher als vorher. Sie sind schlank und fein und tiefgründig. 2013, das weiß ich jetzt schon, würde ich mir gerne in größeren Mengen in den Keller legen, vom Gutswein bis zum Großen Gewächs.

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Nun aber zurück zum Podcast. Wir reden über die Historie des Weinguts, das ja mal der Stadt Klingenberg gehört hat. Wir reden über Steillagenweinbau, Konsequenz und Experimentierfreude, die Sorte Pinot, die bald die einzig verbleibende im Weingut sein wird. Wir sprechen über die Entwicklung, die der Spätburgunder in Deutschland gemacht hat und über die Entwicklung, die Benedikt Baltes und der Stil seiner Weine quasi im Schweinsgalopp hingelegt hat. Benedikt hat viel zu erzählen…

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die drei Weine und eine Hand voll Buntsandstein. Foto rechts © Andreas Durst

Drei Weine und eine Hand voll Buntsandsteine. Foto rechts © Andreas Durst

In der nächsten Folge spreche ich dann mit Dr. Michael Zänglein. Er ist Fachbereichsleiter Oenologie und Kellertechnik an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Wir unterhalten uns darüber, was passiert, wenn das Traubenmaterial im Keller eines Weinguts ankommt und welche Möglichkeiten man dann hat. An dieser Stelle jedoch danke ich Benedikt dafür, dass er sich für unser Gespräch Zeit genommen hat.

OVP018 – In Franken. Zu Gast bei Martin Kössler, Weinhändler in Nürnberg

27/Nov/14 12:00 kategorisiert in: Podcast

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Martin Kössler gehört ohne Zweifel zu den wichtigsten Weinhändlern in Deutschland. Als Geschäftsführer und einer der Inhaber der K&U Weinhalle in Nürnberg hat er nicht nur mehr als 35 Jahre Erfahrung, er verfolgt auch ein klares Konzept wie wenig andere. Dabei ist er nicht auf den Mund gefallen und spricht sehr offen über die Dinge, die ihn bewegen. Er ist ein diskussionsfreudiger Charakter, dessen Aussagen durchaus provozieren können. Dabei hat Martin Kössler einen sehr wachen und klaren Blick auf die Veränderungen im Weinmarkt und in der Weinproduktion hat und diese anspricht – und genau deshalb reden wir darüber in dieser Folge.

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Was hat sich in den letzten 35 Jahren geändert? Welche Kompetenz braucht ein Weinhändler heute um anders zu sein als der Massenmarkt, um sich abzuheben mit dem eigenen Programm? Wie hat er, Kössler selbst das gelernt und welches Lehrgeld musste er zahlen? Wie radikal ist sein Motto ”Wein radikal anders“? Themen sind natürlich auch die Weine, die er vertritt, die komplizierte Verflechtung von Biowein, biodynamisch erzeugtem Wein, Naturwein oder Orangewein. Thema ist auch seine Hausmesse, zu der mehr als 65 Winzer angereist sind und die für Winzer wie für Publikum mittlerweile ein fester Termin im Jahreskalender ist.

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In der nächsten Folge spreche ich dann mit Benedikt Baltes, Mitinhaber und Betriebsleiter des Weinguts der Stadt Klingenberg in Churfranken. An dieser Stelle jedoch danke ich Martin dafür, dass er für das Gespräch während meiner Podcast-Tour nach Würzburg gekommen ist und sich Zeit genommen hat.

OVP017 – im Gespräch mit Gottfried Lamprecht, Winzer des Herrenhofs Lamprecht

20/Jun/14 12:30 kategorisiert in: Podcast

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Gottfried Lamprecht gehörte zu den ersten jungen österreichischen Winzern, die mir im Netz aufgefallen sind. Das ist jetzt einige wenige Jahre her, und auch heute noch ist er einer, der im Netz sehr aktiv ist. Ich habe den steirischen Winzer während der Vievinum getroffen, der alle zwei Jahre stattfindenden Weinmesse in Wien. Er war nicht mit einem Stand vor Ort, dafür war seine Ernte im letzten Jahr einfach zu bescheiden, denn vor allem der Hagel hat fast für einen Totalausfall gesorgt.

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Wir reden darüber, wie es ist, wenn man mit dem Kopf durch die Wand will. Denn die Anfänge des Winzers Gottfried Lamprecht liefen nicht ohne Probleme. Schließlich hat er dort Reben gepflanzt, wo lange nur Obstbäume standen. Dann hat er auch noch Rebsorten gepflanzt, die dort gar nicht mehr üblich waren. Dann kam der Gemischte Satz, der maischevergorene Wein, und, und, und. Es gibt also viele Themen rund um seine Arbeit, den Herrenhof Lamprecht und unangepasste Weine.

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In der nächsten Folge spreche ich dann endlich mit dem Weinhändler und Burgunderspezialisten Norbert Müller über genau das: Burgunder. An dieser Stelle sei nochmals Gottfried Lamprecht gedankt, der sich Zeit genommen hat, obwohl er eh schon wenig Zeit für RAW und Vievinum hatte.

 

OVP016 – im Gespräch mit Stephan Reinhardt über Lust am Wein, Weinjournalismus und seine Berufung in die Redaktion des Wine Advocate

19/Mai/14 15:52 kategorisiert in: Podcast

Teaser Podcast Originalverkorkt Nummer 16 mit Stephan Reinhardt

Eigentlich hatte ich mit Stephan über die Qualität des Weinjournalismus in Deutschland sprechen wollen, doch als wir vor einigen Wochen den Termin ausgemacht hatten, war das, was letzte Woche offiziell wurde, noch gar nicht spruchreif. Jetzt ist es raus und wir sprechen darüber. Denn Stephan ist seit einigen Tagen Mitglied im Redaktionsteam vom The Wine Advocate, jenem Medium, das Robert M. Parker jun. zum bedeutendsten Journal für Weinkritik gemacht hat, dass es weltweit gibt. Ein Deutscher war da bisher noch nie im Team, doch das hat sich jetzt geändert. Das ist gut für Stephan Reinhardt, aber das ist auch gut für den deutschen Wein, der zwar vorher mit David Schildknecht schon einen versierten Fürsprecher hatte, mit Stephan Reinhardt jedoch jemanden, der hier vor Ort einen noch besseren Überblick haben dürfte. Wir sprechen über Stephans Anfänge, sein Studium der Theaterwissenschaften, über seine Arbeit im Weinhandel und den Entschluss, Weinjournalist zu werden, über frühe Texte bis hin zur Veröffentlichungen des englischsprachigen Buches The Finest Wines of Germany. Spätestens mit diesem Buch ist er einem breiteren, englischsprachigen Publikum bekannt geworden. Dieses Publikum dürfte nun noch um Einiges wachsen.

Stephan Reinhardt neben der Glocke. Ein Symbolbild, denn dass, was er schreibt und bewertet, schallt in Zukunft deutlich lauter durch die internationale Weinwelt.
Stephan Reinhardt neben der großen Glocke. Ein Symbolbild, denn dass, was er schreibt und bewertet, schallt in Zukunft deutlich lauter durch die internationale Weinwelt.

 

Ich hätte ihm noch locker zwanzig weitere Fragen stellen können, doch das müssen wir das nächste Mal machen, denn schon rief die erste interkontinentale Telefonkonferenz und der Podcast ist sowieso schon anderthalb Stunden lang geworden.

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In der nächsten Folge spreche ich mit dem Weinhändler und Burgunderspezialisten Norbert Müller über genau das: Burgunder. An dieser Stelle sei nochmals Stephan Reinhardt gedankt, der sich bei allem, was gerade auf ihn einströmt, Zeit genommen hat für mich.


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