originalverkorkt - flüssige und überflüssige Eskapaden



César im Schlaraffenland. Der Originalverkorkt-Podcast mit der Nummer 005

10/Okt/12 01:17 kategorisiert in: Podcast
Originalverkorkt Podcast 5

Originalverkorkt Podcast 5

Es hat gedauert, aber für manche Dinge braucht es eben Zeit. Vor allem für's Umziehen, für die Einarbeitung in einen neuen Job, für die Akklimatisierung in einer neuen Stadt, und flugs sind Monate vergangen. So auch in diesem Fall und hinzu kommt die Schwierigkeit, dass Freunde nicht mehr erreichbar sind und die Winzer, die man besuchen wollte plötzlich 500 Kilometer weiter entfernt sind. Schön, dass es in einer fremden Stadt dann doch Menschen gibt, die man irgendwie kennt, über Twitter oder Blogs oder andere Kanäle. Oder, wie in diesem Fall wegen einer gemeinsam durchzechten Nacht, die etwas Magisches hatte. Stevan Paul hat gerade sein neues Buch veröffentlicht und das war ein guter Anlass, über Weine, Essen und die Welt zu reden. Wir hatten einen schönen, kurzweiligen Abend voller Abschweifungen und entstanden ist ein Podcast über Vezelay, über César und natürlich über das Schlaraffenland.

© Stefan Malzkorn/www.malzkornfoto.de

Die Weine, die wir getrunken haben, hatten weniger Raum als gewohnt, aber das fand ich jetzt alles andere als schlimm. Sie waren charaktervoll und gut und das hat den Abend noch schöner gemacht. In der Reihenfolge tranken wir Mousseamousettes: Grolleau, Gamay und Cabernet als ausgezeichnete Cuvée aus dem Anjou, Loire, leichte Restsüße von 8 Gramm, kaum geschwefelt, biologisch ausgebaut von der Domaine Mosse, in Deutschland (zur Zeit nicht) erhältlich bei den Wein Rebellen. Zudem zwei Weine der Domaine de la Cadette, einer Domaine die quasi gleichzeitig eine eigene Appellation irgendwo zwischen Côte d'Or und Chablis darstellt. Die AOC heißt Vezelay, genauso wie der zweite Weine, 2011er Bourgogne Vezelay, ein 100% Chardonnay, sowie der 2011er Bourgogne rouge "L'Hermitage", 85% Pinot mit 15% César. Die Weine sind beim umtriebigen Alexander Zülch bei Vin Vivants erhältlich.

2x Domaine de la Cadette, 1x Domaine Mosse

Ja, und ansonsten reden wir natürlich über Literatur und Essen und Restaurants und Kunst und Musik und… hört selbst (inklusive Mut zu Peinlichkeiten: "Du bist schon tief drin in der Szene, oder?" haha, ich Depp).

Ach ja. Wer der Meinung ist, dass das ein schönes Projekt ist, darf natürlich gerne flattern.

Einmal über den Rost geleckt. Der Originalverkorkt-Podcast mit der Nummer 004

23/Mai/12 19:06 kategorisiert in: Podcast

Ich bin heute zu Gast bei Siggi. Eigentlich habe ich die Weine mitgebracht, die Siggi blind verkosten soll. Jedoch lässt er es sich nicht nehmen, uns zusätzlich noch etwas aus seinem Fundus einzuschenken. Es gibt einen guten Querschnitt von einfachen guten bis zu teuren sehr guten Weinen. Ein Ausfall ist eigentlich nicht dabei. Dafür aber eine echte Überraschung aus deutschen Landen.

 

Shownotes

(03:10) Auxerrois 2011, Stefan Steinmetz, Mosel, 6.40€ , (14:00) Aromarebsorten, (20:00) Elbling 2011, Stefan Steinmetz, Mosel, 4.80€, (22:16) Niepoort Dócil Vinho Verde 2010 , ca.12 €, Rebsorte: Loureiro. P.S.: Als Ergänzung zum Podcast: Früher hieß der Wein Giro Sol. In der Tat wurde der Wein seit 2010 neu benannt, (36:20) Geliebtes Gretchen, Pinot Blanc de Noirs 2005, Wein- und Sektgut Winterling, Pfalz , 23€, (53:35) Wein-Guru Spätburgunder 2009, Martin Waßmer, Baden, Sonderedition Gunnar Tietz, 11€, (1:11:00) hauswein.de, (1:16:43) Cuvée du Plessy Côte-Rôtie 1996, Gilles Barge, Nord-Rhône, (1:34:15) Cabernet Sauvignon »Vinya la Scala« Gran Reserva 2000, Bodegas Jean León, Penedès, 36,90€, (1:45:00) Le Grand Tertre 2008, Michel Issaly, Gaillac, 28.90€, (2:15:00) Terrine de Canard Piment Doux, 5.40€, (2:16:00) Rotschiefer Riesling 2009, Weingut van Volxem, ca. 10€

Dank an Zoe, dafür, dass sie so mucksmäusschenstill war im Hintergrund.

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Vinologisches Völlegefühl. Der Originalverkorkt-Podcast mit der Nummer 003

27/Apr/12 09:50 kategorisiert in: Champagne, Podcast

Jetzt dachte ich, ich hätte mir mit dem mobilen Tascam DR-40 einen Gefallen getan, doch sind die internen Mikros so schlecht, dass es immer irgendwie Rauschen gibt – oder es ist zu leise. Also, wieder eine technisch schlechte, inhaltlich dafür umso spannendere Sendung. Zwei Bloggerkollegen und Freunde sind mit mir nach Épernay gefahren um – Schnapsidee – an einer Verkostung unabhängiger Champagne-Winzer teilzunehmen. Das mag verrückt klingen, ist es aber nicht, denn, wer sich tatsächlich für das Thema interessiert, könnte an keinem besseren Ort sein als bei Terres et Vins de Champagne. Eine gutes Dutzend erstklassiger, unabhängiger Winzer lotet die Grenzen des Weinbaus in der Champagne aus – das ist, bzw. war ausgesprochen interessant.

Zu Gast sind zwei, mit denen ich die Lust an verqueren, zumindest spannenden und charaktervollen Weinen teile. Torsten Goffins Ideen von Wein, Genuss und Lebensart findet man unter allem Anfang… Zudem schreibt er seit einiger Zeit auch unter Glasklare Gefühle.

Matthias Neske ist spät zum Bloggen gekommen, dafür aber intensiv und ausschweifend. Er ist ein Sammler ungewöhnlicher Geschmackserlebnisse und verortet diese in seinem Blog. Da er viel unterwegs ist finden sich diese Orte aus der ganzen Welt in seinem Blog Chezmatze. Was Wein angeht, so schreibt er vor allem über jene Weine, die meist aus dem Raster der üblichen Weinschreiber fallen. Er sucht – und findet – die Charakterköpfe.

Wir starten mit einer kurzen Replik auf die Anfänge des persönlichen Bloggens um dann einen Schwenk zu machen auf den ersten Wein und den Grund für diese persönliche Auswahl. Torsten stellt einen Schaumwein aus dem Gaillac vor. Der Préambulles 2010 Domaine de Causse Marines wird nach altem Verfahren, der Methode Ancestrale hergestellt und ist sein Beitrag zur Weinrallye No. 50, bei der sich diesmal alles um vin naturel dreht. Näheres zur Weinrallye findet sich hier, das Blog der Ausrichterin Iris Rutz-Rudel gibt es hier.

Da wir in der Champagne sind, darf auch der Champagner nicht fehlen. Wir haben den Wein eines Winzers ausgewählt, der uns auf der Terre et Vins de Champagne ausserordentlich gut gefallen hat: Champagne Agrapart. Pascal Agraparts Weine, beispielsweise den probierten Terroirs Extra Brut Blanc de Blancs Grand Cru, gibt es nur bei einem Händler in Deutschland, nämlich hier. Agraparts Weine sind keine Freakweine sondern sehr eigenständige, sehr weinige Champagner, nicht die straighten, knochentrockenen, extrem mineralischen, kalkig-kreidigen Freakweine. Übrigens hat Torsten seinen Artikel über unsere Champagne-Tour längst fertig und ebenso steht Matthias' Artikel im Netz, nur ich habe es mal wieder nicht geschafft.

Weitere Themen: Vignerons Independants – Castelmaure, Corbières, im Hypermarché Leclerc, Castelmaure bei Jacques und Michel Tardieus Castelmaure bei Gute Weine LobenbergDer Edekaner Fritz Zickuhr empfiehlt: Hans-Bert Espes und Silke Wolfs Shelter Winery, 2008er Spätburgunder, Flaschennummer 3642 – Die Grafen Neipperg: Württemberg, St. Émilion und Bulgarien – Domaine Bessa Valley, Weinbau in Bulgarien – Enira 2008 – Der Parker-Stil – Enira Reserva 2007


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Blind und taub. Der Originalverkorkt-Podcast mit der Nummer 002

08/Apr/12 00:13 kategorisiert in: Podcast

Für die Audiophilen ist der Originalverkorkt-Podcast mit der Nummer 002 eine ziemlich peinliche Nummer. Ich übe ja und habe wohl den Anfängerfehler begangen, ein Mobiltelefon angeschaltet zu lassen. Ich habe jetzt den permanenten Summton zwar einigermaßen gebannt bekommen, aber natürlich zu Lasten der Gesamtqualität. Andererseits wollte ich die drei Stunden Material allerdings auch nicht in die Tonne kloppen, so dass ich hoffe, dass Ihr trotz erheblicher klangtechnischer Mängel trotzdem Euren Spaß habt.

Zu Gast in dieser Sendung: Siegfried (Siggi) Lenz, ein Bonner Weinfreund, der mit Sicherheit – schon weil es so viel Spaß gemacht hat – häufiger zu hören sein wird. Er hat, und das macht wir sonst auch, ein paar Flaschen mitgebracht, die er mir blind vorsetzt. Es waren diesmal eine ganze Menge Flaschen und entsprechend lang ist es geworden, wie ich finde, jedoch trotzdem kurzweilig. Nächstes Mal, wenn wir uns treffen, werde ich dann die Flaschen vorbereiten. Ich hatte Siggi gebeten, Weine auszusuchen, die in normaler Preislage liegen und daran hat er sich, bis auf ein paar zusätzliche Spaßweine, auch gehalten.

Im ersten Podcast hatte ich vergessen und ich hoffe, Holgi wird die Info noch nachreichen, ich bitte jeden Gast, euch Hörern und Hörerinnen drei Weine zu empfehlen. Immer einen unter 10 euro, einen bis 20 Euro und einen ganz nach Wahl. Besonders soll er sein, für einen selbst.

Siggis Weinempfehlung:

Weinempfehlung bis € 10Torrenvento: Vigna Pedale, Castel Del Monte 2006 Reserva, Nero di Troia

Weinempfehlung bis € 20: Dirk van de Niepoort: Vertente

Der besondere Wein: Die Weine von Mark Angeli: la ferme de la sansonnière

 

 Shownotes

Axel Koehler, Alzeyer Rothenfels 2010, Riesling trocken, Rheinhessen, VacuVin Rapid Ice Weinkühler, Gabriel GlasRiesling Sekt Beethoven Brut, Geschwister Köwerich, Mosel, Keller, Gutsriesling 2011, Rheinhessen, Torrenvento, Vigna Pedale, Castel Del Monte 2006 Reserva, Nero di Troia, DropstopKanonkop Kadette 2009, Château La Mission Haut-Brion 1997, Pessac-Leognan, Cru Classé de Graves, Château Charmail 2004, Haut-Médoc, Cru Bourgeois

Und jetzt: Viel Spaß!

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