originalverkorkt - flüssige und überflüssige Eskapaden



OVP021 – In Franken. Zu Gast bei Hermann Mengler. Leiter Fachberatung Oenologie, Bezirk Unterfranken

22/Feb/15 12:00 kategorisiert in: Podcast

Header Originalverkorkt Podcast 21

"Alle reden von Terroir aber keiner wills haben." Hermann Mengler

Im Rahmen meiner Weinreise durch Franken hatte ich das Glück, Hermann Mengler treffen zu können. Er leitet den Bereich Fachberatung Oenologie für den Bezirk Unterfranken. Was heißt das konkret? Konkret berät er seit mehreren Jahrzehnten die Winzer Frankens. Und er kennt jeden von ihnen. Mengler hat ganz wesentlich die Veränderungen im fränkischen Weinbau der letzten Jahrzehnte nicht nur mitbekommen, er hat sie begleitet und oft mit initiiert. Und genau deshalb ist er ein wunderbarer Gesprächspartner denn er hat einfach enorm viel Erfahrung und entsprechend viel zu erzählen. Und schließlich klärt sich auch das Zitat auf, das ich dem Podcast vorangestellt habe.

Hermann_Mengler

Es war ein wenig kalt draußen ohne Jacke. Ein leicht verfrorener aber gut gelaunter Berater…

Wir reden über die Grundlagen, die ein Winzer beherrschen muss (Sensorik zum Beispiel oder Ertragsregulierung), über die Art, wie bis in die 1980er Jahre Wein gemacht wurde und wie sich dies dann verändert hat. Wir reden über entsprechende Veränderungen im Weinberg und über flying winemakers, die wichtige Prozesse angestoßen haben. Wir reden über die Aufbruchstimmung, die die Gründung der Winzergruppe Frank & Frei erzeugt hat, und wie die Art der dort gepflegten Weinbereitung dann irgendwann an ihre Grenzen gestoßen ist. Wir reden viel über den Silvaner, die für Mengler klar wichtigste und Identität stiftende Rebsorte Frankens. Doch auch Klimawandel, Veränderungen im Rebsortenspiegel, Steillagenweinbau oder der Einsatz von Vollerntern werden angesprochen.

Der Einstieg in den Podcast ist etwas plötzlich, wir hatten einfach angefangen zu reden, und dann waren wir plötzlich mittendrin.

OVP020 – In Franken. Zu Gast bei Dr. Michael Zänglein, Oenologe an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau

25/Jan/15 12:00 kategorisiert in: Podcast

originalverkorkt_podcast_visual_unterwegs_20

Dr. Michael Zänglein ist Fachbereichsleiter für Oenologie und Kellertechnik an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Mit ihm spreche ich über das, was im Keller passiert, wenn Wein entsteht. Ab dem Zeitpunkt, wo das reife Traubenmaterial in den Keller kommt, muss der Winzer entscheiden, wo und wann er eingreift, um zum Schluss den Wein zu bekommen, den er haben möchte. Von einer etwaigen Maischestandzeit über die Wahl der Hefen, die Zugabe von Vitaminen und Enzymen, der Temperatursteuerung oder einem biologischen Säureabbau – um nur einige Möglichkeiten zu nennen – kann man den Prozess der Weinwerdung steuern und teils massiv eingreifen. Wieso man was macht und welche chemischen Prozesse dabei ablaufen, erklärt Michael Zänglein dabei sehr anschaulich.

Franken_Zaenglein_01

Wie immer gilt: ich freue mich über Feedback und ich freue mich über eine monetäre Unterstützung dieses Projekts. Die Möglichkeit dazu gibt es hier. Der Podcast ist über das Blog genauso zu hören wie über ein kostenloses Abonnement in der Podcast-Abteilung von iTunes und über Programme wie zum Beispiel Instacast.

franken_zaenglein_02

In der nächsten Folge spreche ich mit Christian Stahl, Winzer in Auernhofen.

OVP019 – In Franken. Zu Gast im Weingut der Stadt Klingenberg bei Benedikt Baltes

21/Dez/14 12:02 kategorisiert in: Podcast

originalverkorkt_podcast_visual_unterwegs_019

Im Frühjahr habe ich zum ersten Mal etwas über drei Weine des Weinguts der Stadt Klingenberg geschrieben, nachdem wir sie im WRINT-Podcast besprochen hatten. Der Artikel gehört zu den meistgelesenen des letzten Jahres, wie ich gerade festgestellt habe. Das freut mich, zeigt es doch, dass es großes Interesse an einem Mann mit seinem Weingut gibt, der sich innerhalb kürzester Zeit in die Bundesliga der deutschen Rotweinproduzenten geschossen hat. Sein Name ist Benedikt Baltes, er ist im November 30 Jahre alt geworden und ich war bei ihm, um mit ihm über seine Arbeit zu reden. Als ich nachher das Gespräch noch mal überarbeitet habe, musste ich so häufig lächeln, wie selten sonst, denn der Mann ist so eloquent, ihm zuzuhören macht so viel Spaß, dass das auch noch eine Stunde hätte so weiter gehen können. Doch statt zu reden, haben wir dann den aktuellen und den kommenden Jahrgang (2013) probiert. 2012 hat mich schon begeistert, aber was da mit dem Jahrgang 2013 auf uns zukommt unterstreicht alles, was Benedikt im Podcast erklärt. Die Weine werden noch kühler, leichter aber geschlossener und eindrücklicher als vorher. Sie sind schlank und fein und tiefgründig. 2013, das weiß ich jetzt schon, würde ich mir gerne in größeren Mengen in den Keller legen, vom Gutswein bis zum Großen Gewächs.

benedikt_baltes_02

Nun aber zurück zum Podcast. Wir reden über die Historie des Weinguts, das ja mal der Stadt Klingenberg gehört hat. Wir reden über Steillagenweinbau, Konsequenz und Experimentierfreude, die Sorte Pinot, die bald die einzig verbleibende im Weingut sein wird. Wir sprechen über die Entwicklung, die der Spätburgunder in Deutschland gemacht hat und über die Entwicklung, die Benedikt Baltes und der Stil seiner Weine quasi im Schweinsgalopp hingelegt hat. Benedikt hat viel zu erzählen…

klingenberg_terrassen

Wie immer gilt: ich freue mich über Feedback und ich freue mich über eine monetäre Unterstützung dieses Projekts. Die Möglichkeit dazu gibt es hier. Der Podcast ist über das Blog genauso zu hören wie über ein kostenloses Abonnement in der Podcast-Abteilung von iTunes und über Programme wie zum Beispiel Instacast.

die drei Weine und eine Hand voll Buntsandstein. Foto rechts © Andreas Durst

Drei Weine und eine Hand voll Buntsandsteine. Foto rechts © Andreas Durst

In der nächsten Folge spreche ich dann mit Dr. Michael Zänglein. Er ist Fachbereichsleiter Oenologie und Kellertechnik an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Wir unterhalten uns darüber, was passiert, wenn das Traubenmaterial im Keller eines Weinguts ankommt und welche Möglichkeiten man dann hat. An dieser Stelle jedoch danke ich Benedikt dafür, dass er sich für unser Gespräch Zeit genommen hat.

OVP018 – In Franken. Zu Gast bei Martin Kössler, Weinhändler in Nürnberg

27/Nov/14 12:00 kategorisiert in: Podcast

Header Originalverkorkt Podcast OVP018

Martin Kössler gehört ohne Zweifel zu den wichtigsten Weinhändlern in Deutschland. Als Geschäftsführer und einer der Inhaber der K&U Weinhalle in Nürnberg hat er nicht nur mehr als 35 Jahre Erfahrung, er verfolgt auch ein klares Konzept wie wenig andere. Dabei ist er nicht auf den Mund gefallen und spricht sehr offen über die Dinge, die ihn bewegen. Er ist ein diskussionsfreudiger Charakter, dessen Aussagen durchaus provozieren können. Dabei hat Martin Kössler einen sehr wachen und klaren Blick auf die Veränderungen im Weinmarkt und in der Weinproduktion hat und diese anspricht – und genau deshalb reden wir darüber in dieser Folge.

Martin_Koessler

Was hat sich in den letzten 35 Jahren geändert? Welche Kompetenz braucht ein Weinhändler heute um anders zu sein als der Massenmarkt, um sich abzuheben mit dem eigenen Programm? Wie hat er, Kössler selbst das gelernt und welches Lehrgeld musste er zahlen? Wie radikal ist sein Motto ”Wein radikal anders“? Themen sind natürlich auch die Weine, die er vertritt, die komplizierte Verflechtung von Biowein, biodynamisch erzeugtem Wein, Naturwein oder Orangewein. Thema ist auch seine Hausmesse, zu der mehr als 65 Winzer angereist sind und die für Winzer wie für Publikum mittlerweile ein fester Termin im Jahreskalender ist.

Wie immer gilt: ich freue mich über Feedback genauso wie über eine Honorierung, zum Beispiel per Amazon (siehe Seitenleiste). Der Podcast ist hier über das Blog genauso zu hören wie über ein kostenloses Abonnement in der Podcast-Abteilung von iTunes und über Programme wie zum Beispiel Instacast.

In der nächsten Folge spreche ich dann mit Benedikt Baltes, Mitinhaber und Betriebsleiter des Weinguts der Stadt Klingenberg in Churfranken. An dieser Stelle jedoch danke ich Martin dafür, dass er für das Gespräch während meiner Podcast-Tour nach Würzburg gekommen ist und sich Zeit genommen hat.


Weiterblättern »