originalverkorkt - flüssige und überflüssige Eskapaden



Mythos Mosel – eine Riesling-Reise am 13. und 14.09.2014

10/Jul/14 14:56 kategorisiert in: Abschweifungen
Copyright Foto: Mythos MoselCopyright Foto: Mythos Mosel

Letzten Herbst war ich an der Mosel und habe dort eine Podcast-Reihe aufgenommen. Wer nun Lust und Zeit hat, einige der interviewten Winzer, ihre Weingüter und Weine und eine Menge mehr von der Mosel kennzulernen, der sollte den 13.-14.9.2014 an der Mosel verbringen. Denn an diesem Wochenende haben sich zum ersten Mal 50 Winzer, Restaurants etc. zusammengetan, um gemeinsam ihre Türen zu öffnen. Sie laden zum Probieren und Diskutieren ein. Die Karte beinhaltet den Eintritt zu allen teilnehmenden Weingütern inkl. der Probe aller 300 Weine. Eine Übersicht über alle Beteiligten und die Ticketreservierung findet sich hier.

Originalverkorkt bei den Gerolsteiner WeinPlaces

08/Jul/14 08:22 kategorisiert in: Gerolsteiner WeinPlaces

Seit März gibt es Gerolsteiner WeinPlaces. Die Idee ist, auf dieser Plattform Orte vorzustellen, an denen Wein unkompliziert gelebt wird – und das ist ja auch meine Idee beim Genießen von Wein. Gerolsteiner hat mich Anfang des Jahres gefragt, ob ich für WeinPlaces schreiben wollen würde, und ich fand die Idee gut.

weinplaces_vinocamp

Wenn man nun Orte oder Veranstaltungen präsentieren möchte, wo es leidenschaftlich und gleichzeitig völlig unprätentiös um Wein geht, liegt es nahe, eine Reportage über das Vinocamp zu schreiben. Und genau das habe ich getan.

Hier also mein erster Bericht für WeinPlaces.

 

 

Syrah-Rosé aus dem Süden – L'Amourouse 2013, Domaine Majas

03/Jul/14 13:18 kategorisiert in: Rosé, Syrah / Shiraz

Da es draußen mittlerweile warm und sonnig ist, wird es nach und nach den Sommer über einige Rosé-Empfehlungen im Blog geben. Die Zeit, in der Rosé einem gewissen Bashing unterworfen war und man diese Art von Wein nicht für voll genommen hat, ist zwar noch nicht ganz vorbei, aber es ist seltenen geworden – nicht zuletzt, weil auch viele Winzer Rosé ernster nehmen.

Majas_l_amoureuse

Ein schönes Beispiel für ernsthaften Rosé, der gleichzeitig leicht und spielerisch daher kommt, ist der Domaine Majas L’Amoureuse 2013 in den Côtes Catalanes. Die Domaine kenne ich schon lange, den Rosé allerdings habe ich gerade erst neu entdeckt. Das Weingut des Ehepaares Agnès und Alain Carrère bearbeitet ihre Argilo-Calcaire-Böden bereits seit 2007 ökologisch und baut die Weine zusammen mit Tom Lubbe aus. Tom Lubbe ist der Mann hinter der Domaine Matassa, einer der feinsten Adressen im südfranzösischen Calce. Seine Idee von Wein überträgt er in großem Maße auf Majas. Die Idee kann man kurz so beschreiben, dass im Weinberg so intensiv biologisch, eigentlich biodynamisch gearbeitet wird, dass die Trauben phenolisch eher reif werden als alkoholisch. Das heißt, dass in den Trauben alles drin ist, bevor in dieser heißen Gegend zu viel Zucker in der Traube angereichert ist. Und viel Zucker führt bekanntlich später bei der Gärung zu viel Alkohol. Hinzu kommt, dass er vor allem die Rotweine nicht zu lange auf der Maische lässt, damit sie nicht zu schwer und üppig werden.

Dieser Rosé, der zu hundert Prozent aus Syrah besteht, bleibt natürlich eh nicht lange auf der Maische, jedoch auch nicht zu kurz, so dass sich ein schönes, intensives Rosé bildet. Wer bei Rosé immer noch vor allem Erdbeeren und Himbeeren oder – viel übler – Erdbeer- und Himbeerdrops im Sinn hat, sieht sich bei diesem Wein komplett getäuscht. Im L’Amoureuse gibt es keine rotbeerige Frucht. Hier gibt es allenfalls Hagebutten und ansonsten jede Menge Kräuter, Ginster, etwas Pfeffer und ein wenig Blütenduft, der so ein wenig über der Oberfläche schwebt, und dazu gibts vor allem eine knackige Säure. Das ist also kein bonbon-zuckriges, kaltvergorenes Etwas, wie man es sonst gerne in der Ecke findet – vor allem wenn Pays d’Oc draufsteht. Das hier hat Substanz – und bleibt dabei trotzdem leicht, saftig und unkompliziert. Oder, kurz gesagt: es ist einfach gut.

Ich habe diesen Wein von Vinaturel bekommen, wo er € 10,50 kostet.

Wein Online Award 2014: Ich habe tatsächlich gewonnen!

30/Jun/14 08:15 kategorisiert in: Im Netz

Jetzt ist es tatsächlich passiert. Im Rahmen des Vinocamps 2014, zu dem ich an anderer Stelle ausführlicher berichten werde, wurden am Samstagabend die Preise des 2. Wein Online Award verliehen. Den Preis in der Kategorie Fotografie erhielt das Weingut Franzen für einen Blick auf die steilen Weinbergslagen in Bremm, neben denen der morgendliche Neben über der Mosel steht. Den Preis in der Kategorie Initiativen und Projekte hat Dr. Karlheinz Gierling für das wirklich großartige Projekt weinlagen.info erhalten. Verdienter geht es eigentlich nicht, denn das Projekt ist von großem Wert. Schließlich durfte ich den Preis in der Kategorie Artikel für meine Champagne-Serie entgegennehmen, die ich zwischen Februar und Mai veröffentlicht habe.

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Ich schreibe das jetzt so kühl runter, aber mit einem breiten Grinsen, denn ich freue mich darüber wirklich sehr. Ich hatte es ja schon klar gemacht: ich finde diesen Preis wichtig, weil er Menschen, und da zähle ich Karlheinz Gierling und mich ebenfalls zu, auszeichnet, die versuchen, mit viel persönlichem Engagement das sovielschichtige Thema Wein vor allem für jene präsenter zu machen, die ihre Informationen nicht aus Fachliteratur und Pressereisen beziehen. Dass Torsten Goffin für seinen wunderbaren Soave-Artikel den zweiten Platz in der Kategorie Text gemacht hat, freut mich auch ganz besonders.

 lippert_wuertz_02Dirk Würtz und Thomas Lippert bei der Verkündung des Preisträgers in der Kategorie Fotografie

Während der Preisverleihung hat Christina Fischer noch etwas gesagt, was mich sehr bewegt hat. Sie hat darauf hingewiesen, dass die beiden Initiatoren des Vinocamps und des Wein Online Awards nicht nominiert worden sind. Das mag daran liegen, dass das zu nah beieinander liegt, zumal sie sich dann wiederum selbst in die Nominierung der letzten fünf Kandidaten hätten wählen müssen. Nach diesem Vinocamp ist jedenfalls für mich klar: Was Thomas Lippert und Dirk Würtz neben ihren mehr als vollen Jobs hier wieder geleistet und auf die Beine gestellt haben, verdient auf jeden Fall den Titel Gewinner des Wein Online Awards der Herzen. Das dürften die meisten Teilnehmer des Camps unterstreichen, denke ich. Von mir aus jedenfalls noch einmal vielen Dank an alle, die meine Artikel nominiert und mich auf dem Vinocamp gewählt haben!


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