originalverkorkt - flüssige und überflüssige Eskapaden



2004 – zehn Jahre später: Schaumweine, Rieslinge und Barolo

Die Vorbereitung und Gestaltung eines Weinabends mit Freunden gehört zu den schönsten Dingen, denen man sich als Weinliebhaber widmen kann. Das wird noch schöner, wenn man es zu zweit macht, denn dann kann man so nerdig sein wie man will, man findet immer Verständnis und muss es nicht an der Familie auslassen, die einen sowieso schon für völlig verrückt hält. So ein Weinabend ist schließlich nicht mal eben so vorbereitet, da kann man sich Tage, was sag ich, Wochen mit beschäftigen, ohne dass es langweilig werden würde.

So hatte ich schon vor Monaten das Gefühl, dass der Advent die richtige Zeit wäre, um mal wieder einen solchen Abend zu gestalten und Wein und korrespondierende Speisen auf den Tisch zu stellen. Ich wusste, dass ich gerne mal einen Abend mit zehn Jahre alten Weinen machen würde um zu sehen, wo die in den unterschiedlichen Regionen gerade so stehen, wie sie sich präsentieren. Also habe ich mich mit meinem Freund B. besprochen und wir haben die Sache in Angriff genommen. Schnell war klar, dass es Riesling geben würde und Bordeaux. Barolo war mit im Spiel, Brunello, Roussillon, Nord- und Südrhône. Viel zu viel natürlich und wir haben dann irgendwann eine geographische Linie in Form eines Breitengrads gezogen, so dass es über Bordeaux, Nord-Rhône und Barolo nicht hinausging. Es sollte also ein eher nördlich geprägter Weinabend werden mit einer deutlichen, auch der Jahreszeit entsprechenden Hinwendung zu roten Weinen.

Nachdem irgendwann die Reihenfolge stand: Schaumweine, Riesling auf Großem-Gewächs-Niveau, Barolo, Cornas, Bordeaux und Reparatur-Spätlese, war das begleitende Essen die entscheidende Frage (im Restaurant ist es natürlich anders herum, da sollen die Weine die Speisen begleiten aber bei Wein-Nerds sollen die Speisen die Weine unterstützen). Neben der stimmigen Kombination war mir wichtig, vor allem am Abend selbst nicht gehetzt in der Küche zu stehen und deshalb mussten die Speisen einfach aber raffiniert bzw. gut vorbereitbar sein. Wenn nun der Freund nicht nur einen bemerkenswerten Weinkeller besitzt sondern auch noch eine kleine Herde Galloways und Nachbarn mit eigener Jagd, dann ist schnell klar, auf was die Speisenfolge hinausläuft.

 

Wegeler Erben Geheimrat »J« Rheingau Riesling Sekt Brut, Olivier Horiot Sève »En Barmont« Blanc de Noirs, Jacquesson Avize Champ Caën Blanc de Blancs
Ursprünglich sollte es ein Schaumwein, genauer gesagt, der Sève Blanc de Noirs von Olivier Horiot sein, doch dann meinte B., er habe noch eine Jacquesson Einzellage Blanc de Blancs und schließlich hatte ich mitbekommen, dass man bei Wegeler den Geheimrat »J« brut frisch degorgiert hatte. So wurde dann aus einem Entrée ein vollständiger Dreier-Flight mit begleitendem Gang. Es gab die Wein in jedem Flight zunächst blind, dann haben wir dazu irgendwann die Speisen gereicht und irgendwann wurde aufgedeckt. So kann man sich zunächst ganz auf die Weine konzentrieren, dann auf die Veränderungen am Gaumen, wenn das Essen dazu kommt und schließen, wenn die Weine aufgedeckt werden das plötzlich erweiterte Wissen mit der eigenen Meinung abgleichen, die man hatte, bevor der Name ins Spiel kam.

Schaum_Lachs

Der Geheimrat »J« ist eine sehr klassische, ja alterwürdige Riesling-Marke, bei der nicht die Lage (wie sonst üblich bei dem Niveau) auf dem Etikett steht, sondern der Markenname für Qualität bürgen soll. Ungefähr 15 verschiedene Erste-Gewächs-Lagen des Rheingaus finden sich in diesem Wein, den es als Stillwein schon lange gibt, als Sekt seit 1987. Ein größerer Teil der Trauben dieses Brut haben Auslese-Charakter und das merkt man im Duft direkt. Reifer Riesling strömt aus dem Glas, reifes Kernobst, Steinobst, leichtes Petrol, Hefe, Vanille, alles üppig und dicht. Ich denke, jeder von uns hatte bei dieser ausgeprägt üppigen Nase etwas Bedenken, dass das am Gaumen etwas zu viel sein könnte – eventuell am oberen Brut-Süße-Bereich. Doch diese Befürchtungen zerstreuten sich mit dem ersten Schluck. Der Wein ist saftig, reif, aber ganz klar strukturiert, trocken, deutlich mineralisch, kraftvoll und lang. Er steht neben den beiden dann folgenden Champagnern mit einer ganz deutlich eigenen Prägung, hier will man gar nicht mit Champagner vergleichen, das ist versekteter Riesling auf hohem Niveau (auch preislich, die Flasche kostet ab Weingut €57,-).

Von allen Flights, ist das der, der letztlich in sich am wenigsten zusammenpasst. Das ist zwar alles 2004 und alles Schaum, doch eben sehr unterschiedlich. Das gilt auch für das Degorgierdatum, das erfreulicher Weise bei allem Weinen aufgedruckt ist. Der Geheimrat frisch degorgiert, der Jacquesson später auch (ende 2013), der Sève En Baramont von Olivier Horiot dagegen liegt schon Jahre im Keller und wurde bereits 2009 verkorkt. Das merkt man ihm allerdings nicht an. Frisch steht der Champagner von der Côtes des Bars da, reinsortig aus Pinot gekeltert, aus der Einzellage en Baramont. Über Olivier Horiot und der speziellen Herkunft habe ich hier schon geschrieben, das führe ich an dieser Stelle nicht weiter aus. In der Nase gefällt mir der Wein zunächst am besten und auch das Mundgefühl ist besonders. Hier verbinden sich viele Kräuter, frisch und trocken mit Kalk, die Hefenoten tauchen nur entfernt auf und auch die Frucht spielt sich unterstützend im Hintergrund ab – bis auf einige Zitronenzesten direkt im Vordergrund. Horiot, der Mann, der eigentlich lieber Stillweinemacht, hat den Grundwein im Barrique fermentieren lassen und dort hat auch die malolaktische Gärung stattgefunden. Nach Holz schmeckt das hier alles trotzdem nicht – zum Glück. Es schmeckt eher klar und präzise mit leichtem Wachs und tonischen Noten, durch die die Kräuter, vor allem Rosmarin, immer stärker durchschlagen. Der Non-Dosé-Wein ist ein leiser Star, der erst später vom Jacquesson überholt wird. Man sollte dabei übrigens nicht vergessen, dass es Olivier Horiots erste Jahrgang war(!) – und schon allein dafür gebührt dem sympathischen Franzosen ein Chapeau!

Als dritten im Mund öffneten wir Jacquessons Champ Caïn aus Avize. Dieser Wein ist eigentlich für die Kraft, die er hat, zu früh geöffnet. Ihm zu Gefallen haben wir alle drei Schaumweine kurz vorher vorsichtig karaffiert, doch hätte man dies durchaus, zumindest für den Champ Caïn schon etwas früher in Angriff nehmen können. So brauchte er Zeit (die er bekam) und gewann deutlich mit dem Lachscarpaccio vom wilden, irischen Lachs, der, nur mit Fleur des Sel und rotem Kampot-Pfeffer gewürzt und mit einem sehr guten, mit Amalfi-Zitronen aromatisierten Olivenöl bestrichen für 30, 40 Sekunden bei 200°C Grad im Ofen erwärmt wurde (Beilage, Rauken etc. mit dem selben Öl, Salz, Pfeffer und einem weißen Balsamico). Es ist immer wieder erstaunlich, wieviel harmonischer ein zunächst zickiger Wein mit dem richtigen Essen werden kann hier. Hier ist es das Fette im Fisch, das vor allem den Jacquesson geöffnet hat. Irgendwann dann offenbart sich die ganze Kraft und Klasse dieses Chardonnay. Enorme Kraft, die Mineralität, Salzigkeit und auch das Basische des Kreidebodens schlägt voll durch. Gerade einmal 3.000 Flaschen werden von diesem Jahrgangs-Lieut-Dit gefertigt, das Kristalline und Komromisslose kommt mit etwas Wärme und Luft immer besser zur Geltung. Großer Stoff, natürlich ebenfalls ohne Dosage und im großen Holz ausgebaut. Champagner, der jetzt vielleicht überhaupt erst am Anfang seiner Trinkreife steht und den es auch erst seit kurzer Zeit auf dem Markt gibt, in der Weinhalle beispielsweise. Mehr zu Jacquesson gibt es hier.

 

Clemens Busch Pünderlicher Marienburg Riesling Spätlese ***, Robert Weil Kiedricher Gräfenberg Riesling Erstes Gewächs, Steffen Christmann Königsbacher Idig Großes Gewächs
Es war, ganz ohne Frage, zusammen mit den später folgenden Weinen aus dem Cornas, der schönste Flight des Abends. Hier trafen drei Rieslinge aus der Großes-Gewächs-Klasse (Busch war zu diesem Zeitpunkt noch nicht im VDP aber Riesling *** ist das stimmige Pendant) aus drei unterschliedlichen Anbaugebieten aufeinander. Ursprünglich hatte ich den Schlossberg Grand Cru von Albert Mann mit im Rennen schicken wollen, doch letztlich wollte ich es dann doch, der Stimmigkeit wegen, bei drei deutschen Weinen belassen. Clemens Buschs Hauslage präsentierte sich, wie die beiden anderen Weine auch, ganz herkunftstypisch, wobei Pünderich eben noch mit zur so genannten Terrassenmosel gehört, mit Weinen, die gerade auch im trockenen Bereich punkten und viel Kraft bergen. Der 2004er war am weitesten von den dreien und ungemein attraktiv. Er hat, auch das letztlich zur Mosel passend, eine ganz leichte Restsüße hinten raus und die verbindet sich in diesem gereiften Stadium mit den vielen Noten vom reifen und mürben Kernobst, mit dem fast kandiert wirkendenden Steinobst und passt wunderbar zur deutlichen Honignote in der Nase, die den Duft frischer Bienenwaben mit einem Hauch Wachs kombiniert. Hier stimmt für diesen Stil alles, der Wein hat genau den richtigen Säuregehalt für die ganz leichte Süße, und schmeckt wachsig weich, während sich unter das Obst Grapefruit und Gewürze mischen.

Terrine_Riesling

Der Riesling aus dem Kiedricher Gräfenberg hatte ich am Vorabend des Vinocamps im Keller bei Wilhelm Wein probiert und mir wäre damals fast der Kit aus der Brille gefallen, so gelungen war. Die zweite Flasche im Weingut dagegen war damals (Flaschenvarianzen) deutlich weniger gut während diese hier am Samstagabend wieder viel von der Größe hatte, von der ich so begeistert war. Interessanterweise ist mir am Samstag die leichte und ungemein attraktive Holznote, die den Wein im Weingut geprägt hatte, nicht so aufgefallen. Weil hatte damals eine Reihe neuer Stockinger-Fässer erhalten, die ihren Fingerabdruck im Wein hinterlassen haben. von den drei Weinen im Flight wirkte der Weilsche Wein am jüngsten. Herrlich saftig, dabei klar und präzise, bei aller Kraft bleibt der Wein schlank, vor allem im Gegensatz zum deutlich üppigeren Idig. In der Nase das leichte Rheingaupetrol, Traubennoten und etwas Steinfrucht, am Gaumen einfach total präsent mit viel Biss. Das war ein großer trockener Rheingauriesling von einer Komplexität, Kraft und Präzision, wie man sie selten findet, dabei so vibrierend und klar, einfach umwerfend attraktiv.

Christmanns Idig wirkt neben dem Rheingau fast barock, viel cremiger, viel üppiger mit hochreifer Steinobstnase, leicht botrytisch angehaucht, stoffig ohne Ende. Am Gaumen ist der Wein weicher als die vorherigen, leicht wachsig wie der Wein von Busch, auch am Gaumen dies Cremige, was man schon in der Nase vermutet. Eigentlich ist das der genau passende Riesling für die Jahreszeit und es zeigt sich dann, dass er genau zum jahreszeitlichen Essen passt, denn keiner geht eine so schöne Alliance mit der Fasanenterrine samt Apfelbrunoise ein, wie der Idig. Zum Steinobst gesellen sich hier ein Hauch Maracuja, Mango und Pomelo, das Steinig-Mineralische legt sich fast wie Puder über die Frucht, die feine Säure balanciert die Opulenz und bändigt sie, damit der Wein nicht breit wird.

Drei trockene Rieslinge, zehn Jahre alt, sechs Stunden vorher doppelt dekantiert auf dem Höhepunkt ihrer Strahlkraft (ok, der Gräfenberg mag sich noch weiter zu seinem Vorteil entwickeln, aber die anderen beiden sind jetzt genau richtig zu öffnen, würde ich behaupten) – das ist ein sehr befriedigendes Erlebnis. Die erste Terrine meines Lebens habe ich neben dem Fleisch von vier frischen Fasanen mit fettem Schweinebauch und etwas Gänseleberpaté gefüllt, sowie mit Waldpilzen und Berberitzen.

 

Mauro Veglio Barolo Casteletto, Ascheri Barolo Vigna dei Pola, Bartolo Mascarello Barolo
Ich muss ja zugeben, dass ich kein besonderer Barolo-Experte bin. Man kann auch nicht für alles Experte sein und irgendwie habe ich mich auf diese Region nie eingelassen. Dafür gibt es ein paar wenige Freunde, aus deren Kellern ich schon den ein oder anderen gereiften Wein großer Namen probieren konnte – und natürlich immer wieder begeistert bin. Nur selbst habe ich nichts, bis auf zwei Flaschen. Die Flaschen von Mauro Veglio und Aschieri befinden sich denn auch eher durch Zufall im Keller, weil sie zusammen mit einem Barbaresco mal in einem Weinplus-Verkostungspaket lagen. Doch genau für einen solchen Abend habe ich sie zur Seite gelegt und ergänzt wurden sie durch einen großen Namen, durch den Wein eines Kauzes, eines unabhängigen Winzers namens Bartolo Mascarello, der allerdings schon vor einigen Jahren gestorben ist. Dies ist unter Strick der Flight, auf den wir auch hätten verzichten können, denn zehn Jahre Reife sind für Barolo einfach zu wenig. Erst das Consommé vom Fasan samt Frittaten hat mit seinem Umami die teils noch groben Gerbstoffe deutlich gerundet. Die Weine sind, wie bei Barolo üblich, nicht von Frucht geprägt sondern mehr von Leder, Waldboden, Pilzen usw.

Mauro Veglios Casteletto stammt aus Montforte, ist dunkel, dunkler als die anderen beiden Weine, aber am offensten und auch mit der deutlichsten Frucht. Er hat erfreulich wenig offensichtliches Holz. Neben den schon angesprochenen Aromen finden sich getrocknete Kräuter, dunkle Kirschen und dunkel aromatische Gewürze. Insgesamt eine ganze erfreuliche Flasche.

Barolo_consomme

Im Gegensatz dazu hatte ich beim Öffnen des Vigna dei Pola von Ascheri am Mittag das Gefühl, der Wein könne untrinkbar sein aufgrund höchst bitterer Tannine. Das hat sich dann bis zum Abend noch etwas gelegt, das Consommé tat sein Übriges aber eigentlich war der Wein ein fail, mittelmäßig, rustikal, ja ausgezehrt mit einem rostigen Nagel in einem See von Bitterkeit.

Bartolo Mascarello war eine Legende des Gebiets. Ein Verfechter der alten Schule des Barolo, ein Kämpfer für das Wahre und Gute, der gegen das Barrique genauso angekämpft hat wie gegen Berlusconi und der von 1990 an bis zu seinem Tod nicht mehr persönlich ans Telefon gegangen ist. Gestorben ist er 2005, dieser Wein hier ist von 2004, dürfte aber schon im Wesentlichen von seiner Tochter Teresa gemacht worden sein. Der Nebbiolo hat nach einer langen Mazeration (ca. 30 Tage in Zementtanks) zwei Jahre in mittelgroßen, alten Fässern aus slowenischer Eiche gelegen bevor er dann auf der Flasche nachgereift ist. Er präsentiert das, wofür diese Weine berühmt sind: Eine ungemein dichte Tanninstruktur die sich erst nach Jahrzehnten harmonisiert. Da dieser Wein von diesen Jahrzehnten erst eins auf dem Buckel hat, kann man heute nur erahnen, wie gut der Wein irgendwann sein wird. Es ist die Beschreibung eines Haltepunktes auf der Durchgangsreise. Es ist das Treffen mit einem dunklen, geheimnisvollen Charakter, der hier ein Bukett an Veilchen offenbart, in welches sich vereinzelt dunkle Kirschen mischen. Waldboden, etwas Trüffel, Anis und Fenchel stoßen dazu. Beeindruckend ist die Säure, die Frische, die Klarheit, das leicht Schwebende samt festem Fundament. Mehr kann ich über diese geheimnisvoll verschlossene Schönheit gerade gar nicht sagen.

Das Consommé stand acht Stunden auf dem Herd, bis ich die Karkassen herausgenommen habe. Neben Wacholder, Piment und weiteren Gewürzen dürfte vor allem die Orangenschale eine besondere Note geliefert haben. Abgeschmeckt habe ich das Consommé mit Madeira, mit echtem Madeira, nicht mit der Kochqualität.

> Im zweiten Teil gibt es drei Weine aus dem Cornas, drei aus St. Estèphe und eine Flasche von J.J. Prüm.

 

Aufruf in eigener Sache: Jetzt den Originalverkorkt-Podcast unterstützen!

10/Dez/14 12:00 kategorisiert in: Abschweifungen

OVP_Aufruf

Seit acht Jahren schreibe ich über Wein. Ich tue dies für mich und all jene, die einen Zugang finden und Hintergründe zum Thema Wein erhalten wollen, ohne das Gefühl bekommen zu wollen, dass von oben herab doziert wird. Es geht mir darum, handgemachte und ehrliche Produkte mit Charakter vorzustellen.

Seit Oktober 2013 ist ein monatlicher Podcast hinzugekommen, der einen Überblick über die aktuelle Weinszene in Deutschland gibt. Er beleuchtet das Thema Wein noch einmal ganz anders, denn die Menschen, mit denen ich spreche, bekommen Zeit über das zu reden, wofür sie brennen – den Wein den sie machen; den Wein, den sie verkaufen; den Wein, über den sie schreiben. Ich halte das für wichtig. Deshalb möchte ich gerne bei der Frequenz von einem Podcast pro Monat bleiben. Um das realisieren zu können, brauche ich jedoch Unterstützung, denn das Podcasten erfordert monetäre Ressourcen, an denen es mir mangelt. Dafür brauche ich Euch. Es geht nicht um große Summen aber um die Unterstützung, Reisen in die Weinbaugebiete zu finanzieren, Bearbeitungszeit bei Auphonic zu erwerben und das Equipment ein wenig zu optimieren. Mit Eurer Spenden erhaltet Ihr, kurz gesagt, den Originalverkorkt-Podcast am Leben.

Was Ihr dabei wissen solltet: ich befinde mich in einer Regel-Insolvenz. Auch deswegen sind die finanziellen Voraussetzungen beim Podcasten begrenzt. Es hat aber auch die Auswirkung, dass ich einen Teil der Finanzierung an den Insolvenzverwalter abgebe. Ich schreibe das nicht gerne, das gehört ja sosnst auch nicht hierhin, ich halte es aber für richtig, das genau an dieser Stelle zu sagen. Auch gerade deshalb ist mir jedenfalls jede Unterstützung willkommen.

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Meine Weinempfehlungen (nicht nur) zur Weihnachtszeit II

09/Dez/14 12:00 kategorisiert in: Abschweifungen

Laut Statistik gehörten meine letztjährigen Weinempfehlungen zur Weihnachtszeit zu den fünf meistgelesenen Beiträgen im letzten Jahr. Das ist mindestens ein Grund genug, auch in diesem Jahr mal wieder die Weine revue passieren zu lassen, die ich mir als besonders empfehlenswert notiert habe. Die Weine sind samt und sonders noch verfügbar (ich habe nachgeschaut), und ich würde sie alle selber auf den Tisch stellen. Die Kategorie günstig liegt meist unter 10 Euro, bei Schaumwein und Süßwein ist es etwas mehr. Die Kategorie mittelpreisig liegt um die 15 Euro und teuer ist halt teuer. Here we go:

 

Schaumweine – Günstig

Von Buhl, Riesling Brut 2013: der Elsässer Matthieu Kauffmann war Chef de Cave beim berühmten Champagne-Haus Bollinger und hat vor zwei Jahren überraschend beim Pfälzer Weingut von Buhl angeheuert. Dies ist der erste, noch kurz gereifte aber schon sehr bemerkenswerte Beweis, dass das eine gute Entscheidung war. Bezahlbarer Riesling-Sekt auf sehr gutem Niveau. Für momentan € 14,- bei K&M-Gutsweine.

Gysler, Pinot Brut 2009, Rheinhessen: Es gibt ihn wieder, diesen herrlich stoffigen, cremigen Pinot brut, diesmal Jahrgang 2009, handgerüttelt mit Grundwein von Alexander Gysler und der Versektungskompetenz von Volker Raumland. Für € 13.90 im Weingut Gysler

Strauch, Sektmanufaktur Blanc de Blancs (Silvaner & Chardonnay): Das fällt ganz klar unter die Kategorie Newcomer-Empfehlung, was Isabel Strauch-Weißbach und Tim Weißbach da zaubern. Es ist nicht nur gut, es ist auch noch exotisch dazu. Silvaner und Chardonnay, Gewürztraminer oder Siegerrebe versektet, wer hat das bisher probiert? Außerdem gibt es ein Entdeckerpaket. Ab Hof für € 14,90,-

 

Schaumweine – Mittelpreisig

Strohmeier, Rosé Sekt aus Blauer Wildbacher. Große Eigenständigkeit, sehr fein, duftig, saftig. Ein Traum und einer der schönsten Weine, die ich auf der Österreich-Weinmesse Vievinum in diesem Jahr probiert habe. Bei Axel Zülch/Vins Vivants  für € 19.50

Champagne Suenen, Blanc de Blancs Grand Cru, Als Texter im Hawesko-Konzern betreue ich auch tvino.de, für die ich in diesem Jahr auch erstmals Kontakte zu diversen Winzern hergestellt habe. Einer davon ist Aurélien Suenen, den ich für eines der größten Talente des Gebiets halte. Bei tvino.de für  €32.90

Méthode Jurtschitsch brut nature 2008, Noch so ein gnadenlos guter Sekt aus Österreich. Bei solchen Geschichten kommt man gar nicht mehr auf die Idee, das mit Champagne oder so vergleichen zu wollen. Das ist so eigenständig, das will man das haben oder nichts. Von einem der Newcomer aus Österreich. Bei Wagners Weinshop für  €22,50

Methode Jurtschitsch

Schaumweine – Teuer

Marie Courtin, Concordance 2010, Es sind direkt zwei Empfehlung in einem. Das ist der ungeschwefelte, kraftvolle Blanc de Noirs der beeindruckenden Winzerin Dominique Moreau und das ist der neue, absolut unterstützenswerte Winzer-Champagne-Shop von Nicola Neumann und Alexander Steinmüller. Den Champagner gibt es bei Champagne Characters für €57,90

Anselme Selosse, Cuvée Substance, Sein Jahrgangschampagner und die Cuvée Substance (ehemaliger Name: Origine) zählen zu den absoluten Spitzen der Champagne. Anselme Selosses Passion gilt dem Substance. Er baut diesen Champagner nach dem „Solera-Verfahren” aus, d. h. die Fässer der älteren Jahrgänge werden sukzessiv immer wieder mit jüngeren Weinen aufgefüllt, so daß die Aromen der älteren mit den der jüngeren Jahrgängen verschmelzen. Dieser Champagner verfügt über eine überragende Finesse und einem betörenden Charme. Klar, das ist wahnsinnig teuer aber eben auch wahnsinnig gut. Bei Wein Wuttke für €230,-

Benoît Lahaye, Le Jardin de la Grosse Pierre Grand Cru 2009, Es dürfte einer der ungewöhnlichsten Champagner überhaupt sein, denn Benoît Lahaye pflegt einen uralten kleinen Weinberg mit einem gemischten Satz mit mehr als einem dutzend Rebsorten. Das heißt, dass hier viel mehr Rebsorten drin sind, als in der Champagne erlaubt sind. ;-) Der Champagner ist so eigenständig, wie er sich anhört. Er ist einfach wunderbar. Bei Vinaturel für € 89,-

 

Schaumweine – Ungewöhnlich

Salvo Foti, Vinudilice Spumante, Ein uralter Weinberg hoch am Hang des Etna mit einem mehr als 150 Jahre alten gemischten Satz,  umgeben von Steineichen und gepflegt mit einem alten Muli. Das ist, kurz gesagt, die Basis für diesen so ungewöhnlichen wie großartigen Spumante aus Sizlien, erzeugt vom Großmeister des alternativen Siziliens, Salvo Foti, bei  Gallo Nero in Hamburg nachfragen.

Vesna & Giorgio Clai, Spumante Pjenusavo 2011, Georgio Clai ist vielleicht gerade der Meister des Orange Wines, des maischevergorenen Weißweins. Hier zeigt er, dass dies auch versektet geht. Schon die Farbe ist betörend. Und dann erst die Mineralität… In der Weinhalle für €25,-

Cantina della Volta, Lambrusco di Sorbara Rimosso, Noch so ein ungewöhnlicher Rosé, diesmal ist es Lambrusco, der auf der Hefe belassen wurde. Das ist säurebetont, fruchtig und ein idealer Begleiter für Parmaschinken und Würste der Region. Kult? Ich würde sagen, ja. Ebenfalls in der Weinhalle für € 13,50

 

Weißweine – Günstig

Sebastian Schneider, Steillagen Riesling 2013 trocken, Ich hatte ihn schon ausführlich im Blog erwähnt und greife den Wein hier noch mal auf. das ist extrem süffiger, guter, trockener Riesling vom Mittelrhein für überschaubares Geld. Direkt ab Hof für € 5,70

Ökologischer Weinbau Krämer, Johanniter Muschelkalk 2013, Stephan Krämer aus dem Taubertal ist für mich vielleicht die Entdeckung des ausgehenden Jahres. Der Typ ist nicht nur äußerst sympathisch, der Mann macht enorm guten Wein für um die zehn Euro. Ein Beispiel ist dieser Johanniter, der erster Wein aus einer pilzresistenten Rebsorte, der mir wirklich gefallen hat. Beide geöffneten Flaschen waren jeweils nach ner halben Stunde leer. Noch Fragen? Ab Hof oder wiederum in der Weinhalle für € 9,90.

Balthasar Ress, Riesling von Unserm trocken 2013, Dirk Würtz macht hier einen puristischen, gnadenlos charakterstarken Riesling aus dem Rheingau für unter €10,- Davon brauchtes viel mehr, aber das es das hier schon mal gibt, ist auch gut. Bei K&M-Gutsweine für € 9,50

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Weißweine – Mittelpreisig

Von Oetinger, Riesling trocken K+M-Edition 2013, Noch mal Riesling, noch mal Rheingau, noch mal bei K&M, langweilig? Keine Spur, das füllt das Paket auf, das man sich dort bestellen sollte. Auch da hat mich dieses Jahr begeistert, wie auch die großen Wein von (von) Oetinger. Wieder bei K&M für € 11,90.

Agnès & René Mosse, Rouchefer 2 2010, Mitbringsel der Loire-Tour, Geiler Typ mit tollem Wein. Das ist wie Weihnachten, wie Apfelkuchen mit Rosinen in Chenin Blanc eingelegt. Wunderbar. Bei den Wein-Rebellen für € 15,95

Suavia, Massifitti und Monte Carbonare 2012, Die beiden Weine habe ich auf der Vinitaly aufgetan. Ein Traumpaar aus dem Soave. Das sieht nicht nur gut aus, das ist auch toller Stoff von zwei verschiedenen Böden und von zwei unterschiedlichen Traubensorten: Garganega und Trebbiano, welcher Euch besser gefällt, müsst Ihr entscheiden. Bei tvino.de für € 10,90 und € 11,90

 

Weißweine –Teuer

Stefano Bellotti, Gavi Filagnotti 2007 , Wer der Meinung ist, das Gavi nur ganz zurückhaltend und filigran oder eher einfach geht, sollte diesen Natur-Gavi probieren. Das ist Traumwein aus dem Piemont, und erstaunlich lange haltbar. Für € 20,50 bei Holger Schwarz in Berlin/Viniculture

Francois Carillon, Puligny-Montrachet 2010, Wer mal wirklich guten, archetypischen, noch bezahlbaren Montrachet probieren will, ist bei dieser Domaine gut aufgehoben. Wunderbar frischer und strukturierter Chardonnay. Bei Wein Wuttke für € 39,50.

Gunderloch, Niersteiner Pettenthal Riesling Großes Gewächs 2013, Es ist beeindruckend, was der junge Johannes Hasselbach hier leistet. Durch die Bank werden das immer größere Weine. Beifür grotesk günstige € 19,99 erhältlich. Bei K&M Gutsweine für €25,-

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Weißweine – Ungewöhnlich

Domaine des Enfants, Tabula Rasa 2012, Ein Schweizer, der in Geisenheim studiert hat und im Roussilon wilde Weine erzeugt. Das ist Marcel Bühler, der hier eine Handvoll alter Weiweinrebsorten im gemischten Satz aus dem Weinberg holt und einen der schönsten lebendigen, cremigen, komplexen Weißweine erzeugt, die ich kenne. Das ist für mich Rousillon pur. Bei Alex Zülch/Vins Vivants, der Marcel damals geholfen hat, das Weingut aufzubauen für € 22,50.

Christmann, Gimmeldingen Halbstück Riesling trocken 2013 K&U-Edition, Steffen Christmanns ganz eigene Interpretation des Jahrgangs 2013. Ein trockener Ortsriesling aus dem Hambstück-Fass mit gerade einmal 10% Alkohol. Das geht? Ja, das geht und ist hinreißend filigran, leicht und trotzdem mit viel Substanz. In der Weinhalle für € 14,50.

 Werlitsch, Ex Vero III 2006, Maischeverogrene Cuvée aus Sauvignon Blanc und Chardonnay, im großen Holzfass vergoren und lange gelagert. Das ist ein Wein der einerseits total eigen und ungewöhnlich ist und zum anderen in sich unglaublich stimmig und harmonisch. Es ist Freak-Stoff par excellence. Bei Lobenberg für € 36,00.

 

Rotweine – Günstig

Causses Marines, Les Peyrouzelles 2011, Der Südwesten Frankreichs sollte intensiver durchforscht werden. Beispielsweise nach Weinen wie dieserCuvée aus Braucol, Syrah und Duras, Würze und dunkle Frucht pur von einem der schrägsten Winzer der Gegend. Bei Gaillac et Voisin für € 11,10.

Domaine Majas, rouge 2013, Tom Lubbe, Besitzer von Matassa ist noch an einem zweiten Weingut beteilgt und macht dort auch die Weine. Bei Majas sind sie etwas günstiger als beim legendären Matassa. Was die Cuvées auszeichnet, ist die Frische, die Lubbe vor allem auch in die Roten hineinbringt. Dies hier ist der Einfachste, und er macht schon viel Spaß. Bei vinaturel für € 10,50.

Weingut der Stadt Klingenberg, Portugieser Buntsandstein 2012, So lange es diesen Wein noch gibt (Weinmacher Benedikt Baltes wird in Zukunft nur noch Pinot im Programm haben) sollte man sich diesen wunderbaren Portugieser kaufen. Es gibt nicht viele gute Portugieser, aber dies ist einer davon. Bei K&M-Gutsweine für € 10,00

Faesser

Rotweine – Mittelpreisig

Clot de l'Oum, Saint-Bart Vieille Vignes 2010, Viel ist nicht mehr da von Clot de l'Oum. Alles verkauft beim Kölner Weinkeller. Kein Wunder, ich habe lange warten mpüssen, bis ich die Weine diesen tollen Gutes endlich in Deutschland kaufen konnte. Exemplarischer steht diese verführerische Cuvée aus alten Syrah-, Greanche- und Carignan-Reben für diese Melange aus Saft und Kraft und Frucht und Würze. Beim Kölner Weinkeller für € 19,50.

Domaine des Roches, Neuves Saumur -Champigny 2012, Schon der Gutswein von Thierry Germain lässt die Augen tränen. Saft, Saft, Saft, feinfruchtig, raffiniert, elegant und mit viel Potential. Bei Bernd Kreis für € 14,-

Meyer-Näkel, Spätburgunder trocken G 2013, Die Mischung aus Frische und Eleganz, die es in den Weinen von Meyer-Näkel in der letzten Zeit wieder gibt, ist phänomenal. Ahr-Wein auf hohem Niveau. Im Weinrefugium für € 18,50.

 

Rotweine – Teuer

Cicero Weinbau, Pinot Noir M 2008, Pinot aus Graubünden vom 2011 verstorbenen Thomas Mattmann. Frische, delikate Frucht und beeindruckender Spannungsbogen und eine noch beeindruckendere Länge. Für € 41,50 bei viniculture

Sottimano, Pajoré Barbaresco 2007, Ein Gaumentanz sondergleichen. Mineralität, dunkle Frucht, süße Gewürze, Nüsse, Erde und eine Balance und ein Nuancenreichtum am Gaumen, der den Wein groß macht. Bei vinaturel für € 59,00

Knipser, Syrah Resèrve 2009, gerade erst veröffentlicht wurde der neue Jahrgang dieses deutschen Ausnahme-Syrah. das ist große Kunst, so etwas hätte ich an Syrah in deutschland nicht für möglich gehalten. wer mehr wissen will, lese im Blog. Bei Wein-Wuttke für € 65,-

Vincent Paris, Cornas Granit 60 2008, Es gibt sie noch, die großen Weine für relativ kleines Geld. Einer dieser Weine ist dieser hier, der von der Jugend an mit floralen Aromen und Frucht begeistert und mit dem Alter immer komplexer und schöner wird. Das ist ein fantastischer Weinwert aus einer völlig unterbelichteten Region. In der Weinhalle für € 34,-

knipser

Rotweine – Ungewöhnlich

Tenuta L'Armonia, Brio Pop 2013, Cabernet Franc und Barbera aus venetien, sontan, unfiltriert, ungeschönt ab dem ersten Tag nach Abfüllung zu trinken. Dunkler, würziger und fruchtiger Spaßwein der auch leicht gekühlt gut kunitioniert. Habe ich auf der Vinitaly entdeckt und bei tvino.de untergebracht. Bei tvino.de für € 14,90

Mas del Périé, Malbec Les Escures 2013, Fabien Jouves habe ich in Belgien und dann auf der RAW entdeckt. Er macht Naturweine im Cahors und ist ein Meister des frischen Malbec. Bei ihm macht die Sorte enorm viel Spaß, fruchtbetont, frisch und mineralisch-steinig-würzig zu gleich. Schön, dass es sie jetzt bei Sébastien Visentin gibt. Dort anfragen, der Les Escures dürfte € 11,50 kosten.

 

Dessertweine

Domaine Plageoles, Muscadelle 2007, Die Alternative zu Sauternes, reinsortig aus Muscadelle vinifiziert. Von einem der besten Winzer des Südwestens. Wunderbare tiefe Frucht und gleichzeitig spielerische Leichtigkeit. Bei Gaillac & Voisins für € 15,80

Marco De Bartoli, Bukkuram Padre della Vigna Passito di Pantelleria, Flüssiges God vom vielleicht besten Süßweinerzeuger Italiens, oder lehne ich mich damit zu weit aus dem Fenster? Egal, das ist so groß, so dicht, so komplex, so süß und doch so frisch und salzig und geradezu vibrierend, ich wüsste nicht, wie das noch viel besser geht. Bei vinaturel für € 49,-

J.J.Prüm, Wehlener Sonnenuhr Riesling Auslese 2004, aus der Schatzkammer des Kölner Weinkellers. Für diesen Wein ist der Preis eigentlich ein Witz. Es ist Mosel, es ist Prüm und es ist eine Auslese, wie man sie haben will. Im Kölner Weinkeller für €33,90

 

 

Let's wichtel

03/Dez/14 10:30 kategorisiert in: Abschweifungen

Zugegeben, ich bin due to the circumstances sehr spät dran aber nevertheless möchte ich hier zwei wunderbar hipstereske Wichtelinitiativen vorstellen. Wichteln scheint unter allen, die craftmenship in Sachen Kaffee (third wave), Brände (spirits) und Wein (wine) toll finden, dieses Jahr so richtig hip zu sein. Klar, es hat alles, was wir so gerne mögen: es ist total social und nachhaltig, die Produkte, die gewichtelt werden sollen, sollen handwerklich und nachvollziehbar entstanden sein. Alles hat Herkunft und Klasse. Die Einleitung ist auch nur deshalb ein wenig ironisch, weil das, was als Einzelprojekt toll ist, gerade schon fast in einer Schwemme durch meine verschiedenen timelines spült. Trotzdem, ganz ernst gemeint möchte ich hier zwei sprachlich und adressatlich international ausgerichtete  Initiativen vorstellen:

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Die erste findet Ihr hier auf dem Craft Spirit Swap Blog von Heimo Tscherne, der Euch dazu aufruft, handwerklich hergestellte Spirituosen zu wichteln, wobei Ihr Euch aussuchen könnt, ob Ihr national oder international mitwichteln wollt. Die Anmeldung läuft bis zum 10. Dezember.

winewichteln

Die zweite Initiative heißt WineWichteln und kommt von den ebenfalls in der Szene nicht ganz unbekannten Damen und Herren Annette Sandner (culinarypixel) Paul Truszkowski (drunkenmondaywinesvibes) und Dirk Würtz (Würtz-Wein). Auch hier geht um das handgemachte, natürlich entstandene Produkt, allerdings in der Kategorie Wein. Die Anmeldung ist bis zum 6.12. 8.12. offen.

Die Idee basiert letztlich auf Third Wave Wichteln, wo es um Kaffee geht. Da ist die Anmeldung allerdings schon geschlossen.

Also, Spirit- and Winelovers: Unite!


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