originalverkorkt - flüssige und überflüssige Eskapaden



Spätburgunder »Edition Fritz Keller« 2007, Franz Keller, Baden

Im letzten Jahr haben wir mal im Rahmen einer Blindverkostung den Weißburgunder aus der »Edition Fritz Keller« probiert. Auch wenn er gegenüber den anderen Weinen abfiel, war er insgesamt sauber und süffig gemacht – keine Beanstandung.

Nun wollte ich mal schauen, was das rote Burgunder-Pendant aus dem Aldi Süd-Regal so kann, und habe eine Flasche des 2007er Spätburgunder geöffnet.

Schon im Glas wirkt der Wein müde und fad, er besitzt einen unangenehmen braunen Ton und zeigt einen Wasserrand. In der Nase erinnert er an eine zu lang geöffnete Tüte Pombären mit Speck und ein wenig Pfeffer, aber nicht so ein frisch gemahlener aus der Peugeot-Mühle, sondern der aus dem Pfefferstreuer von der Schnitzelbude unten im Dorf. Früchte kann ich nebenher kaum erkennen.

Das wird alles auch nicht mehr besser, wenn man den Wein, der unter Federführung des badischen Winzers Fritz Keller entstanden ist, trinkt. Auch hier wirkt der Wein so, als beziehe er längst seine Pension und säße mit Vorliebe im Vorgarten auf der Bank, um den Blumen beim Verrotten zuzuschauen. Mehr noch als die geringe Länge des Weines stört auch hier die Wässrigkeit und Bitterkeit.

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Damit hat sich Keller, der mit dem Weingut Schwarzer Adler eines des besten badischen Weingüter führt, überhaupt keinen Gefallen getan, muss ich sagen, und die sieben Euro, die ich dafür ausgegeben habe, sind eindeutig zu viel. Was würde Gary V. sagen? "I give it a pass!"

Allerdings harmoniert der zwölfteilige Farbkreis von Ludwig Hirschfeld-Mack, Bauhaus 1922, zufälligerweise farblich aufs Beste mit dem 2010er Schwammtuch aus dem 5er-Pack von gut&günstig.

Spätburgunder »Edition Fritz Keller« 2007, Franz Keller, Baden, Aldi Süd, knapp 7 Euro

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2 Kommentare »

  1. 1.Dörthe

    15/Jan/11 03:49 Kommentar

    Im Sommer gab es bei Aldi Süd auch einen Rosé aus der Edition Keller. Der war ok, sofern gut gekühlt und zum Essen getrunken.
    Aber kein Wein, den ich wieder brauche.
    Das Etikett auch aus der Bauhaus-Zeit hat mir allerdings sehr gut gefallen!

  2. 2.Christoph

    16/Jan/11 16:11 Kommentar

    Na, wenn ich die weine ordentlich runterkühle kann ich ja das Meiste trinken. Aber das ist ja nicht unbedingt das, was ich bei einem Keller-Wein erwarte.

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