
Dritter Tag, neun Uhr morgens pünktlich öffnet sich die Tür und es strömt eine kleine Menge von Arbeitswütigen in den Saal. Dann füllt er sich nach und nach. Für mich und Felix Bodmann – manches haben wir parallel, anderes unabhängig voneinander verkostet – geht es in die Pfalz.
Pfalz Flight 1:
Mit dem eigentlich ja rheinhessischen Winzer H:O. Spanier beginnt die lange Pfalz-Strecke. Aber Zellertal ist halt Zellertal und da will man auch als Roihesse gerne ein Filetstück besitzen. Der Zellertal 2025 KREUZBERG Battenfeld Spanier schafft von Beginn ein eine enorme Spannung aus Licht und Schatten, Helligkeit und Dunkelheit, Frische und Dichte. Gelbe Früchte, Zitronen, Zesten, weiße Johannisbeeren, Grapefruits. Ich hatte den Win schon mal im Glas und mein Text dazu war: Dieser Jahrgang besticht durch eine fast ungehörige Kombination von Fruchtopulenz, Eleganz, Sinnlichkeit, Kraft und Spannung. So sehe ich das jetzt auch. Dazu eine druckvolle Mineralität, die das Maß der Extraktsüße des Jahrgangs in Schach hält. Länge, Dichte, was für ein Statement!
Auch der Zellertal 2025 SCHWARZER HERRGOTT Philipp Kuhn ist ganz stark, aber zurückhaltender: Bleistiftabrieb, etwas Asche und Rauch, eine helle Frucht, Kalk und Kreide, mehr Duft. Am Gaumen saftig und fruchtig, dann mit zunehmendem Druck und Vibration.
Zwischen den Kuhns die Knipsers: Dirmstein 2025 MANDELPFAD Knipser ist hell, sehr hell, fein, etwas dezent im Gegensatz zu den beiden Zellertalern. Da hat er es schwer. Die Säure wirkt dann auch deutlich seidiger mit feinstem Holz durchwoben.
Der Laumersheim 2025 STEINBUCKEL Knipser wirkt dagegen etwas nussiger, kräutriger und vegetabiler mit einigen Strünken dabei. Am Gaumen auch siedig, aber mit mehr Grip und Druck. Wenig Frucht, viel Gestein und Mineralik mit Druck und Energie.
Ganz anders der Laumersheim 2025 KIRSCHGARTEN Philipp Kuhn. Mehr Frucht, mehr Holz mehr Rauch, etwas grünes Agrumen, am Gaumen schmelzig, saftig, l,eicht extraktsüß. Viel Schmelz hat er, Dichte, Saft.
Beim Grosskarlbach 2025 IM GROSSEN GARTEN Philipp Kuhn gibts etwas Salzzitrone und Zesten plus gelbe Frucht, etwas Rauch und am Gaumen eine nicht allzu dichte Strktur, ein fließendes Gewässer mit Gestein.
Pfalz Flight 2:
Spontan gefällt mir die Nase des Kallstadt 2025 SAUMAGEN Philipp Kuhn besser als die vom Kirschgarten und Großen Garten. Mehr Spannung, Dichte, Phenolik. etwas Rauch, herbe Zesten, zitrischer Saft. Am Gaumen mit gutem Druck, Vibriation, angenehmer Tiefe und Spannung und Saft. Mit Frucht, aber nicht zu viel oder zu wenig.
Beim Kallstadt 2025 SAUMAGEN Rings wird es karger, kühler und enorm frisch mit allem von der Zitrone: Saft, Kerne, Zesten. Aber das wirkt nicht unsympathisch, nicht skelettiert. Auch am Gaumen mit hoher Spannung, intensiver Mineralik, Helligkeit, einer Spur von weißer Frucht und ein wenig blondem Tabak mit feiner Textur.
Der Kallstadt 2025 ANNABERG Rings: ebenso kühl, aber mehr Bleistift, mehr Abrieb, mehr Grapefruit. Kühle auch am Gaumen, eine gewisse Weichheit in der Säure, mehr rondeur mit zunehmender vibrierender Mineralität, die das Runde ausgleicht.
Beim Ungstein 2025 WEILBERG Rings bleibt die kühle Grundkonstante erhalten, aber auch hier gibt es Schmelz, etwas Mandelcreme, Karambole, etwas Nussiges und Tabakiges und im Finale baut sich immer mehr Würze auf.
Der Ungstein 2025 WEILBERG Pfeffingen ist klassischer Hausstil, bei dem ich immer auch an Scheurebe denken muss, wenn es um die Aromatik geht. So als würden sich Riesling und Scheu im Keller nachts, wenn keiner da ist, irgendwie näher kommen. Grapefruit, weißes Cassis, drei Blätter vom Buchsbaum ,dann etwas Tabak, am Gaumen wieder mit Grapefruit und weißen Beeren und einem guten Druck und Saftigkeit.
Schließlich der Ungstein 2025 HERRENBERG Pfeffingen in ähnlicher Stilistik mit etwas mehr Geschmeidigkeit am Gaumen, interessanterweise aber auch ein wenig mehr gefühltem Gerbstoff. Leicht vegetabil, wieder etwas Cassis und Grapefruit
Pfalz Flight 3:
Die Pechstein-Auswahl startet mit Forst 2025 PECHSTEIN Acham-Magin. Der Wein öffnet sich dezent rauchig mit weißer Frucht und etwas Gestein. am Gaumen saftig, noch fest, mit weißem und gelbem Obst, mit dunklen Beeren und Gestein. Schon in schöner Balance.
Der Forst 2025 PECHSTEIN Dr. Bürklin-Wolf wirkt noch ein wenig abweisend, steinig, dunkel, wie ein Zellertaler an der Haardt, Kumquat, Zesten, auch gelbe Noten; linear, schlank, dunkel mineralisch, salzig, mehr Stein als Frucht, etwas Lakritz und Biskuit.
Im Duft ist der Forst 2025 PECHSTEIN Dr. von Bassermann-Jordan nicht so weit vom B-W entfernt. Am Gaumen dann ebenfalls kühl und sehr mineralisch, voller Energie und Vibration, zitrisch, zestig und kräutrig mit dunklen Gesteinsnoten.
Der Forst 2025 PECHSTEIN Reichsrat von Buhl wirkt im Duft ein wenig bonbonesk mit recht viel Holz und entsprechender Ananasaromatik. Am Gaumen kühler als erwartet, eher rund in der Säure mit BSA, recht viel Holz, reif, aber unbalanciert.
Beim Forst 2025 PECHSTEIN Von Winning noch deutlich mehr Holz, frisches Holz. Zudem eine Fassprobe. Kaminwurz, Birnencreme und Ananas. Am Gaumen stimmiger als der Vorgänger, konsequenter mit klarer Säure.
Pfalz Flight 4:
Sechs Mal Ungeheuer! Der Forst 2025 UNGEHEUER Acham-Magin wirkt hell, zitrisch, glockenklar mit feiner Würze, hellem Saft, dunklem Gestein und etwas Petrichor. am Gaumen runder als erwartet, leicht cremig, leicht extraktsüß, darunter dunkel mineralisch. Ein Wein zum sofortigen Anbeißen.
Der Forst 2025 UNGEHEUER Dr. Bürklin-Wolf wirkt recht kühl mit einer leicht exotischen Würze, etwas Curry, Rauch, bleibt auch mit Luft recht zestig; hat Wärme aber auch viel Struktur, Kraft und Substanz. Unterentwickelt aber mit viel Potenzial.
Beim Forst 2025 UNGEHEUER Dr. von Bassermann-Jordan habe ich im Duft etwas bitter Lemon, am Gaumen eine leichte Schärfe, allerdings auch eine runde Säure, der es an Spannung fehlt, das wirkt etwas wässrig und fällt ab, auch wenn sich im Finale immer mehr Gesteinswürze und Phenolik durchsetzt.
Beim Forst 2025 UNGEHEUER Georg Mosbacher erkenne ich die immer etwas artifiziell wirkende Pfirischnote direkt im Duft. Dazu Hefe, etwas Grapefruit, etwas weiße Beeren. Am Gaumen auch hier zunächst wenig Säuredruck, eher larmoyant.
Das Weingut ist wohl auf immer mehr Holz eingeschwenkt. Der Forst 2025 UNGEHEUER Reichsrat von Buhl. Holz, viel Birnencreme und Vanillequark, dazu Nüsse, Rauch und Hefe. Am Gaumen reif und rund. Den Stil verstehe ich nicht.
Beim Forst 2025 UNGEHEUER Von Winning verstehe ich ihn dagegen sehr wohl. Da ist noch mehr Holz, mehr Ananas, mehr Druck, mehr Spannung, denn hier darf die Säure Säure sein und der Wein besitzt als Fassprobe zudem noch eine gewisse Schärfe, Noten von Feuerschale und Speck.
Pfalz Flight 5:
Wieder beginnt der Flight mt Acham-Magin und der macht bisher eine gute Figur. Auch der Forst 2025 KIRCHENSTÜCK Acham-Magin ist ganz bei sich, selbstbewusst aber nicht fancy. Das sind für mich klassische Textbook-Exemplare der jeweiligen Lagen. Im Duft mit weißem Obst und etwas Agrumen, leichtem Rauch ,etwas Kräuterwürze. Am Gaumen etwas runder und wärmer als die vorherigen mit mundwässernder Salzigkeit und einer feinen, charmanten Frucht.
Der Forst 2025 KIRCHENSTÜCK Dr. von Bassermann-Jordan wirkt ebenfalls recht warm, fruchtig mit etwas Bitter Lemon und Blattwerk. Am Gaumen griffig mit einer klareren Säure als erwartet. Eine leichte Schärfe, Vibration, Würze.
Beim Forst 2025 KIRCHENSTÜCK Reichsrat von Buhl gibt es weniger von dieser birnigen Holzkomponente. Der Wein wirkt kühler als die vorherigen mit Orangenzesten, etwas Gestein. Am Gaumen mehr Druck aber mit einer feinen Säure, geschliffen, dunkel mineralisch mit Tiefe und Finesse. Im Angesicht dieses Weines verstehe ich Ungeheuer und Pechstein überhaupt nicht.
Attmann bleibt sich treu. Forst 2025 KIRCHENSTÜCK Von Winning mit frischer Schnittware, aber nicht ganz so präsent wie in den vorherigen Weinen, dadurch auch weniger aggressive Ananas. Aber etwas Speck, gelber Saft, Zeste. Am Gaumen vergleichsweise transparent, rund, wieder einiges an Holz und Rauch und Speck und daher schwer zu bewerten aber so wirklich stimmig wirkt er nicht.
Aus einer anderen Lage stammt dann der Forst 2025 FREUNDSTÜCK Reichsrat von Buhl. Mehr Rauch, etwas Agrumen, weißfleischiges Obst. Am Gaumen runder als das Kirchenstück aber druckvoller als die Vorgänger. Mit aufbauendem Säuredruck, zunehmender Würze, Tiefe und Freundlichkeit.
Pfalz Flight 6:
Der nächste Acham-Magin eröffnet den Jesuitengartenreigen. Allerdings stößt der Forst 2025 JESUITENGARTEN Acham-Magin aus dem bisherigen Portfolio des Weinguts schon hervor. Heller, zitrischer, jodiger, austernschaliger, zestiger, fast ein bisschen vino atlantico. Am Gaumen dann wieder zurück in der Pflalz, etwas wärmer, saftig, angenehm rund aber nicht zu rund. Da ist immer noch Spannung und auch Lust auf Meer. Verzeihung, “mehr”. Ich bin heute morgen bei einem Optiker vorbei, der sich “Neusehland” nennt.
Klar erkennbarer Stil beim Forst 2025 JESUITENGARTEN Dr. von Bassermann-Jordan. Etwas vegetabil, zitrisch, leicht rauchig, dann etwas Nussschale oder Trockenholz, agile Säure, zestig herb und etwas austrocknend zum Schluss. Maus?
Beim Forst 2025 JESUITENGARTEN Georg Mosbacher vermischt sich der Pfirsich mit ein wenig Ananas. Der Wein hat gefühlt mehr Holz als der Vorgänger, am Gaumen schmeckt es nach BSA, recht rund, leicht buttrig-cremig, etwas plüschig in der Frucht aber mit schöner Würze und trotz vermeindlichem BSA bleibt auch ein Säuredruck vorhanden.
Der Forst 2025 JESUITENGARTEN Reichsrat von Buhl schwenkt wieder auf die alte Linie ein: Holz, BSA, Birnen- und Vanillecreme, dabei etwas staubig und pappig am Gaumen, zudem etwas bitter, das gefällt mir tatsächlich gar nicht.
Beim Deidesheim 2025 KALKOFEN Dr. von Bassermann-Jordan wird es wieder straffer mit der schon erwähnten limonigen Note. Leichte Schärfe am Gaumen, wieder Bitter Lemon, aber nicht zuckrig. Eigentlich recht ansprechend, saftig, helltönig, etwas wässrig und ein wenig zu oberflächlich.
Deidesheim 2025 KALKOFEN Von Winning … Rauch, Speck, Feuerschale, Bitter Orange … Schärfe … Fassprobe. Warum schickt man diese Weine ein? Das kostet doch Geld und dann hat man Weine, die man eigentlich nicht bewerten kann. Manche dinge verstehe ich einfach nicht.
Pfalz Flight 7:
Weiter geht es mit dem Deidesheim 2025 HOHENMORGEN Dr. Bürklin-Wolf. Dunkelwürzig, Gestein, etwas Tabak, dazu Kumquat, Limequat, Grafit und etwas Nussschale. Der Mund zieht sich kurzfristig zusammen, dann wird es cremiger, etwas Wärme, etwas Zuckerwatte, Extraktsüße, etwas Salz, leicht tonisch, tief, aber noch unergründlich. In Entwicklung begriffen, aber am Anfang.
Anders der Deidesheim 2025 HOHENMORGEN Dr. von Bassermann-Jordan. Limonadiger, zitrischer, offener, leicht hefig. Am Gaumen straff, fast bissig, leicht Extraktsüße, eigentlich aber ganz trocken, druckvoll, wenig Frucht, viel Stein, deutliche Schärfe.
Beim Deidesheim 2025 KIESELBERG Dr. von Bassermann-Jordan wird es etwas wärmer und charmanter in der Nase. Am Gaumen wiederum zitrisch, etwas cremiger, helltönig, durchaus druckvoll und wieder mit leichter Schärfe, aber nicht ganz so karg. Etwas nussiger.
Beim Deidesheim 2025 KIESELBERG Georg Mosbacher habe ich ein bisschen Bierhefe in der Nase, etwas Malz, weiße Früchte. Am Gaumen fordernder als erwartet, recht balanciert, etwas weiße Frucht, etwas reife Grapefruit und Ananas, etwas Nussbutter. Schön.
Der Deidesheim 2025 KIESELBERG Reichsrat von Buhl wirkt wiederum ganz anders als der Jesuitengarten und das liegt nicht am anderen Terroir. Der Wein wirkt duftig, fein, eleganz mit weißer Frucht und leichtem Agrumen, Spannung und Salzigkeit. Ich verstehe den Ansatz nicht. Hatte ich schon gesagt, nicht wahr?
Auch hier Überraschung. Beim Deidesheim 2025 GRAINHÜBEL Dr. von Bassermann-Jordan gibt es plötzlich deutlich mehr Rauch und Speck, also Holz. Dann aber mit gutem Zug, Druck, mundwässernder Salzigkeit, Tiefe. Noch sehr jung, sehr vielversprechend aber auch hier verstehe ich den ganz anderen Holzeinsatz als bei den bisherigen Weinen nicht so ganz.
Pfalz Flight 8:
Der Deidesheim 2025 LANGENMORGEN Dr. Bürklin-Wolf wirkt noch scheu, zunächst zitrisch mit Limequat, Grapefruit, Salzzitrone, Gestein, etwas Grafit und Strünken; noch recht karg am Gaumen, zunehmend mundwässernd salzig, leicht würzig, etwas Süßholz. Baut sich immer weiter auf, wird tiefer, saftiger.
Der Ruppertsberg 2025 REITERPFAD-HOFSTÜCK Reichsrat von Buhl wirkt recht reserviert, kühl, helltönig mit einer leicht hefigen und getreidigen Note am Gaumen. Durchaus würzig, saftig mit feiner Säure braucht es noch etwas Zeit, sber dr geht in Richtung Balance.
Der Ruppertsberg 2025 REITERPFAD-IN DER HOHL Dr. Bürklin-Wolf wirkt leicht warm und cremig, fein und elegant, etwas Mandarine, blütenduftig, recht offen, etwas Süßholz; viel Saft, gleichzeitig wässrig am Gaumen (nicht negativ gemeint), klar, fast luftig, im Finale druckvoll, zitrisch und ernsthaft.
Eine klare und helle, saftige und klassische Frucht prägt den Ruppertsberg 2025 REITERPFAD-AN DEN ACHTMORGEN Acham-Magin. Dazu kommt eine feine Würze, etwas Mostbirne, eine feine Säure.
Beim Ruppertsberg 2025 GAISBÖHL Dr. Bürklin-Wolf finde ich Zesten, trockenes Gras, er ist hell und würzig und leiht malzig; sehr linear, gleichzeitig ein bisschen schlotzig, extraktsüß, unverschnökelt straight, dabei saftig mit reifem Steinobst, Mandarine, Mango, Der wird sekündlicher größer!
Der Königsbach 2025 ÖLBERG-HART A. Christmann hat mehr Holz als üblich, wirkt dabei durchaus charmant und einladend, im Finale ein wenig austrocknend. Dabei aber saftig uns sinnlich mit Charmeoffensive.
Pfalz Flight 9:
Weiter geht es bei der Försterei Von Winning, diesmal mit dem Königsbach 2025 IDIG Von Winning. Das Holz steht nicht für sich im Vordergrund, wohl aber die sekundäören Noten, also frisch geschnittene grüne Ananas, reife Birne, Vanille. Dann am Gaumen ein runder Eindruck, Creme, Saft, diesmal wohla uch BSA, zumindest fehlt hier die Schärfe oder der Druck der anderen Weine,
Naturgemäß völlig anders der Königsbach 2025 IDIG A. Christmann. Ruhig, zurückgelehnt, dabei selbstsicher. Gestein, etwas Bierhefe, etwas Unterholz, eine reife, aber frisch gebliebene Säure, dadurch mehr rondeur, ein wenig sinnlicher Schmelz, dann zunehmend mehr Gestein, Mineralität, aber auch saftige Frucht. Das wird richtig gut mit Raum und Zeit.
Dezent kühler und kreidiger wirkt die Gimmeldingen 2025 MEERSPINNE A. Christmann. Abe auch hier ein Anflug von Charme und einladendem Gestus, der den Weinen in den letzten zumindest zu Beginn häufig abgegangen ist. Dabei bleibt auch dieser Wein klar, präzise, mineralisch und dunkelwürzig bei heller Frucht, Spannung und Energie.
Prägnat kühler dann der hoch gelegene Neustadt 2025 VOGELSANG A. Christmann. Leicht rauchig, etwas Wachs, Zesten, helle Früchte. Am Gaumen etwas nussschalig, trockenholzig, noch spröde im Gerbstoff neben der hellen, saftigen, Frucht, in der ein wenig Extraktsüße aufblitzt.
Weiter geht es in die Südpfalz zu .Burrweiler 2025 SCHÄWER Ökonomierat Rebholz. Der Schiefer-Rebholz erinnert an Süßholz, etwas Veilchen, noch mehr Blüten, sehr duftig, klar, dabei angenehm leicht, saftig und hell am Gaumen mit tragender Säure und feiner Mineralik. Ganz toll.
Leicht sauvignonesk wirkt dann der Burrweiler 2025 SCHÄWER Theo Minges mit Noten von weißen und grünen Beeren, Grapefruit und Getreidekaffe. Am Gaumen dann recht rund, saftig, mit zunehmenden Druck und Würze, aber die Aromatik ist mir nicht klar genug.
Pfalz Flight 10:
Beim Gleisweiler 2025 HÖLLE-UNTERER FAULENBERG Theo Minges wird es klarer in der Aromatik, denn hier spielt das Holz die Hauptrolle und zeiht Aromen von Birnencreme und etwas Vanille hinter sich her. Dazu kommen wiederum weiße Beeren. Am Gaumen dann recht rund, saftig, leicht mürbe.
Beim Siebeldingen 2025 IM SONNENSCHEIN Ökonomierat Rebholz gibt es wieder den typischen Hefeton, der an trockenes Holz erinnert. Danach Finesse, recht entspannt, noch nicht so ganz greifbar, recht scheu.
Ein ähnlicher Auftakt beim Siebeldingen 2025 IM SONNENSCHEIN-GANZ HORN Ökonomierat Rebholz. Am Gaumen ebenfalls der Ankläng der Hefenote, dahinter etwas Frucht, eine feine Säure, durchaus Druck, etwas Würze, Für mich noch weitgehend unterentwickelt.
Deutlich würziger und offener der Birkweiler 2025 KASTANIENBUSCH Ökonomierat Rebholz. Gestein, Kräuter, Hefe, etwas Alge. Am Gaumen wiederum sehr würzig, weitgehend fruchtbefreit, mit zunehmendem Säuredruck. Noch wenig charmant, braucht Zeit.
Etwas fruchtiger und duftiger präsentiert sich der Birkweiler 2025 KASTANIENBUSCH Dr. Wehrheim. Grapefruit, weiße Beeren ,etwas Gras im Duft. Am Gaumen eine gelungener Säuredruck, Frische, leichte Duftigkeit und feine Mineralität.
Der Birkweiler 2025 KASTANIENBUSCH-KÖPPEL Dr. Wehrheim wirkt noch etwas tiefer, und etwas wärmer mit weißer Frucht, wiederum etwas Grapefruit und weißen Beeren, aber auch Fruchtfleisch, dann Saft und eine sinnlich cremige Textur.
Pfalz Flight 11:
Im abschließenden Flight zeigt der Leinsweiler 2025 SONNENBERG Siegrist Holz und Aprikosenfruchtzwerg. Am Gaumen präsentiert sich der Wein straffer als erwartet mit gutem Säuredruck und einem holz, das schon gut eingebunden wirkt. Heller Saft, Gesteins- und Kräuterwürze, ein guter Druck und Energie.
Beim Ilbesheim 2025 KIRCHBERG Kranz nehme ich flüchtige Säure wahr, oder ist es das Holz?, dann zestige Noten. Am Gaumen ergänzt durch Kräuter, Gestein, eine vibrierende Mineralität und Phenolik. Recht kühl und straff.
Auch der Ilbesheim 2025 KALMIT Kranz wirkt straff und druckvoll. Hier findet sich wenig Frucht, mehr Stein, Kräuter, Phenolik, Grip. Sehr karg im Moment, wenig charmant. Mal sehen, wie sich das entwickelt.
Der Wachenheim 2024 ODINSTAL Odinstal fällt komplett aus dem Schema. Abgebranntes Schwefelholz, Gestein, Fenchelgrün, Verbene. Am Gaumen frisch, packend in der Mineralität, noch hefig, zunehmend nussschalig, leicht mäuselnd im Finale.
Abschließend kommt der Schweigen 2023 SONNENBERG Friedrich Becker ins Glas. Erinnerung an Holzleim zusammen mit Holz, Ananas und Grapefruit. Am Gaumen helltönig, wiederum holzgeprägt, recht scharf.
